Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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aller Autofokus-OBJEKTIVE
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

7. August 2016
Himmelsbild

die Liechtensteiner Bergwelt:

fotografiert mit Canon EOS 5DSR – Canon 4.0/16-35 mm L IS – f:4.0 – 1/500 Sek

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 fotografiert mit Canon EOS 5DSR – Canon 4.5-5.6/100-400 mm L IS II – 400 mm – f:5.6 – 1/250 Sek

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

7. August 2016
mein bevorzugter Lesestoff

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Das Magazin habe ich leider erst 2015 entdeckt. Es wird verlegt in Wien und tritt in die großen Fußstapfen von National Geographic und GEO. Ich liebe die Fotos im Nat. Geographic, aber die Berichte interessieren mich oft nicht und das Format ist antiquiert und für die Fotos keineswegs optimal. GEO hat für mich zu wenig Tier-Themen und ich lese es nur sporadisch.
Terra Mater hat jedoch ein geniales, großes Format und zur Zeit eine für mich perfekte Mischung an Berichten und Fotos!

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Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

22. Juni 2016
Digital-Fotokamera mit Design*

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75 Jahre schwedische Kameras – 75 Jahre HASSELBLAD!

Die neue Hasselblad X-1D sieht aus wie der alte Würfel 500C im 6×6 Format mit angeflanschten Griff – 50MP CMOS im 44×33 mm Sensormaß = kleines Mittelformat mit Faktor 1,7x zum Vollformat.

Designed in Schweden und handgefertigt in Schweden – das ist Hasselblad sehr wichtig. (vor allem nach den letzten glücklosen Versuchen mit Sony-Technik und der Hilfe von Fujifilm).

Trotz großen Sensor ist sie kleiner und leichter (725g) als alle professionell angehauchten DSLRs mit Spiegel und sogar deutlich kleiner als die Leica SL. Nur mit dem reduzierten Knöpfchen-Design kann ich mich so nicht anfreunden, immerhin sind sie bei Hasselblad mit Symbolen versehen. Der orange Auslöser steht für die neuen Hasselblad-Kameras, zumindest findet er sich auch an der H6D. Die Informationen auf dem Monitor (ein zusätzliches Display gibt es nicht) können nach persönlichen Wünschen festgelegt werden, so das die relevantesten Daten sofort zur Verfügung stehen. Die Kamera wird weniger Daumengesteuert, der ganze Handgriff ist frei von Knöpfen und der Handbällen findet gut platz ohne Funktionen zu verstellen, wie es bei neuen spiegelfreien Kameras sonst oft der Fall ist. Das Hauptwahlrad vorne am Kameragriff hat die Doppelfunktion und lässt sich durch Drücken zu anderen Funktionen nutzen – so wie es Panasonic eingeführt hat – genial. Der Blitzschuh ist identisch mit Nikon – anstatt etwas eigenes zu entwerfen, können zum Glück alle Nikon-Blitzgeräte oder alle Nikon-kompatiblen Blitze hier an der X-1D genutzt werden. Das ist ein Seegen, denn Nikon hat das beste und präziseste Blitzsteuerungssystem des Marktes.
Wirklich besonders ist in dem Zusammenhang, das die Objektive alle einen Zentralverschluß bekommen und das sich alle Blitzfotos bis 1/2000 Sekunde synchronisieren lassen – bei voller Leistung – Waow! Das wird alle Studio- und Porträt-Fotografen zu Hasselblad führen, wenn sie dort nicht schon lange zuhause sind.
Der Akku sitzt glatt im Griff, wie man das von Leica kennt, ein zusätzlicher Hochformat-Griff ist nicht vorgesehen, da die Kamera klein und handlich bleiben soll. Im Griff sitzt eine große Litium-Akku-Zelle mit 3200 mAh Leistung.
Zwei SD-Speicherkarten finden an der linken Seite platz, das wird viel verwundern, kein CF-Kartenschacht.
Die ganze Kamera ist abgedichtet gegen Staub und Regen und prädestiniert für den Aussen-Einsatz.

Noch stehen keine Informationen über den Autofokus zur Verfügung – auch die Gedanken zur Bildstabilisierung sind noch unklar.

Die Objektive: 3.5/45 mm (35 mm KB) – 3.2/90 mm (70 mm KB) und ein 30 mm (24 mm KB) erscheint zur Photokina.
Um sie nicht zu dick und groß werden zu lassen, fehlt ihnen Lichtstärke und Hasselblad setzt bisher nur auf Festbrennweiten.

Ich finde schön, dass sich jetzt immer mehr Hersteller ein neues Kamera-Design suchen und sich nicht dem Retro-Gedanken verschreiben.
Allerdings ist Design heute wichtiger als Inhalte – auch bei Kameras.
Denn die erreichbaren Fotoqualitäten unterscheiden sich technisch kaum noch, einerlei ob nur Halbformat, Vollformat oder gar Mittelformat, die Kameras sind in ihrer Ausgabeleistung weitgehend spitze.
große Unterschiede zeigen sich erst beim Fotografen, bei den Objektiven und beim Licht.
Das Leica-SL Design finde ich scheußlich, die ganzen Sony-Kameras überzeugen mich bisher gar nicht, auch Nikon hat mit seiner 1 daneben gegriffen – mein Design-Champion ist und bleibt Panasonic.

Das Format 4:3 ist ja auf jeden Fall ein Gewinn –
aber warum ist ausgerechnet Hasselblad nicht konsequent?
Der Sensor hätte quadratisch sein müssen!
Was für Objektive und Sensoren nur Vorteile hat – der Grund ist wohl, das die Entwicklung bei Sony zu teuer würde – sehr schade.
Ich hatte 100 MP erwartet, aber 50 MP werden erst einmal ein paar Monate reichen… 🙂

Die Leica SL mit ihrem schwachen Sensor, der zu früh rauscht und den gewaltigen Objektiven sieht dagegen schon wieder richtig alt aus – also da würde ich ganz klar die Hasselblad wählen!

Der angepeilte Preis von rund 9500€ ohne Objektiv scheint günstig, aber der wird fallen.

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Nur ohne
– beweglichen Monitor
– Sensor-Reinigung
– hochempfindlichen Bildstabilisator
– erstklassige Akku-Kapazität
– sehr präzisem AF – kein Phasendetektions-AF auf dem Sensor!
– für alle Situationen tauglichen Sucher (hat nur 2.3 MP)
– kaum Objektive adaptierbar, da Zentralverschluß fehlt
– und nachgewiesene Qualität der Objektive
kaufe ich nicht.

Und diese peinliche Gurtaufhängung und silberne Farbe gehören auch verboten!

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Ich hoffe das Fujifilm und Pentax bald nachziehen
und vielleicht sich mal endlich jemand an einen echten, quadratischen Sensor traut!

 

MITTELFORMAT?
Da das heute nicht mehr jedem so bekannt ist, ein kleine Ausflug in die Film-Formate.
Für ernsthafte Fotografie – gab es jahrzehntelang im wesentlichen drei Filmformate, wenn man einmal von Minox-Spionage-Kameras absieht.
– Kleinbild-Format 2:3 – 2.4×3.6 cm – ideal als Werkzeug für alle Motive mit besonderen Vorteilen in der Reise-, Tele- und Reportage-Fotografie.
– Mittel-Format 3:4 oder 1:1 – 6×4,5 – 6×6 – 6×7 – 6×8 – 6×9 cm – ideal für Porträt-, Mode-, Hochzeits-, Landschafts- und wissenschaftliche Fotografie.
– Großformat 3.4 – 9×12 – 4×5′ – 13×18 – 18-24 – 30×40  etc – ideal für Sach-Fotografie, Landschaften, Luftbild, Wissenschaft.

Mit digitalen Kameras wurde alles anders, gigantische Auflösungen verschieben letztlich die notwendigen Aufnahme-Formate:
– Kleinbild-Format ist heute: 1″ Bridgekameras und mFT-Systemkameras
– Mittel-Format-Qualität wird heute mit vielen Vollformat-Kameras und sogar schon mit einigen Halbformat-Kameras (APS-C) erreicht.
– Großformat-Qualität kann heute mit speziellen Rückteilen an Fachkameras und sogar mit Mittelformat-Sensoren 3,3×4,4 cm und größer erreicht werden.

Doch letztlich ist das Format der neuen Hasselblad-Innovation mit 3,3×4,4 cm noch relativ klein und nur Faktor 1,7x größer als Vollformat. Und deshalb kann auch der erreichbare Qualitätsvorsprung allenfalls euch deutlich bessere Objektive erreicht werden oder durch besonders hohe Auflösung wie 100 MP – bei sehr kritisch-engagiertem Arbeiten.
Die neue Hasselblad wird nicht zwangsläufig bessere Fotos-Qualität liefern als eine Canon EOS 5DSR oder Nikon D810 oder Pentax K1. Dazu ist der großen-Unterschied des Sensors letztlich zu gering.
Eine Pentax 645 hatte früher ein Filmformat von 4,15×5,6 cm und war schon Faktor 2.7x größer als heutiges Vollformat.
Die Pentax 67 hatte ein Filmformat von 5,6×6,9 cm und ist Faktor 4,5x größer als Vollformat.
Sogar 6×9 war mit Rollfilm gut zu handeln und dann Faktor 5,8x größer.
Da werden gewaltige Unterschiede sichtbar.
Das trifft eben heute so auf das kleine digitale Mittelformat nicht mehr zu.
Deshalb wäre der Schritt für Fans von höchstauflösenden Landschafts-Fotografien, jetzt eine Hasselblad zu bestellen, sicher teuer aber nicht zwingend Qualitätssteigernd.
Alle Qualität, die erreichbar ist, liegt beim Licht, beim Fotografen selbst und beim Objektiv. Alles andere ist Werbe-Gequatsche.
Auch eine Leica S oder Pentax 645Z können da nicht zaubern.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht