Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

7. Februar 2014
Preis des Jahres – Fuji X-A1

Alle Jahre gibt es mal einen richtig guten Preis bei einer Kamera mit hoher Bildqualität –
vor allem wenn man sich für hochwertige Objektive und beste Bildqualität begeistern kann –

ist jetzt die Fujifilm X-A1 im Kit mit 3,5-5,6/16-55 mm OIS & 4,5-6,7/50-230 mm OIS

16 mm bis 350 mm und eine kleine Kamera mit beweglichem Monitor und dem derzeit rauschärmsten APS-C-Sensor auf dem Markt. Nur auf einen Sucher und einige Programmspielereien muss man verzichten.
Ich habe die Kamera im Praxistest, der AF ist Dank des Updates jetzt endlich gut einsetzbar – die BQ überzeugt, die Aufnahmen sind selbst bei 6400 ISO extrem rauscharm und trotzdem farbig. Die Qualität an 1600 ISO ist nur eine Stufe schwächer als die der Eos 5D3 und 2 Stufen besser als die der Olympus E-M1.

für 700€ Komplettpreis – der Kauf lohnt sich.
Mehr Kamera & mehr Objektive bekommt man zur Zeit von keinem anderen Hersteller – zu dem Preis.

Fujifilm XF 4,0/10-24 mm OIS = 1000€

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Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

23. Januar 2014
Bild-Qualität – einmal anders betrachtet

Bildqualität (auch gerne mit BQ abgekürzt) wird heute allzu gerne der Kamera – sprich dem Sensor zugeschrieben.

Aktuell sieht man sehr schön an den Sony Nex-, Nikon und Olympus-mFT-Kameras wie die Sensoren überreitzt und überbewertet werden, die Sony Nex 6, hat gerade noch zweckmäßige 16 MP auf einem Halbformatsensor und die Nex 6000/ 7 treten mit 24 MP auf gleicher Sensorfläche an und rauschen dafür drei volle Stufen früher und überfordern die Objektive.

Seit die Kodak DCS520 bzw. Canon D2000 (mit 2 MP) im Frühjahr 1999 erschienen gab es rund 50 grundverschiedene Sensoren und bis dato rund 175 unterschiedliche Digital-System-Kameras mit Wechselbajonett (CSC und DSLR).

Ich habe mit praktisch allen Sensoren gearbeitet und mit mehr als 133 digitalen System-Kameras intensiv fotografiert und getestet.

Der Status Quo: Die Bildqualität hängt nicht mehr im Wesentlichen vom Sensor ab!
Die Kamera hat damit heute letztlich nur wenig zu tun. Und wenn ich mit meiner Canon Eos 1D von 2001 mit nur 4 MP heute Fotos ausdrucke und auf 40×60 cm vergrößern lasse, dann sehen die Fotos immer noch scharf und brillant aus, die Farben sind frisch und von Bildrauschen und Artefakten kaum eine Spur (bei ISO 400!). Und die Fotos aus der Eos 1Dx begeistern bei gleichem Objektiv und vergleichbarem Licht nicht mehr und die Eos 1D nicht weniger! Das klingt unglaublich 4 MB gegen 18 MP – und jeder könnte mir jetzt auf dem Rechner auf einem großen, modernen Monitor ganz leicht nachweisen, das Unterschiede zu sehen sind. Da wird mal schnell auf 400% vergrößert oder selbst nur auf 100% und dann sehen die Bildergebnisse schon unterschiedlich aus.
Immerhin sind ja 18-22 MP wenig mehr als doppelt so viele Pixel auf einem größeren Sensor. (Heute wird immer noch gerne geglaubt 8 sei das doppelte von 4, doch Sensoren sind quadratisch, um die doppelte Anzahl von Pixel unterzubringen sind im Vergleich zu 4MP schon 16 MP notwendig!)
Nikon und Sony ballern ja schon mit 36 Mega Pixeln um sich.

Aber –

Darum geht es doch gar nicht. Das ist ja haarezählen am Katzenbuckel!
Klar, wer seine Fotos immer stark vergrößert in Ausschnitten betrachten muß, dem geht es vielleicht darum.
Doch jeder andere, der  seine Fotos zum Ausdrucken gibt oder sie auch nur in einem Fotobuch oder gar nur im Internet anderen Menschen zeigt – sie teilt – für den spielt dieser Unterschied von 10 Jahren zwischen einer Eos 1D und einer Eos 1Dx – zwischen 4 und 18 MP letztlich gar keine Rolle und nicht einmal zu Kameras mit 36 MP.
Allerdings muß ich auch beobachten, dass die Menschen die ihre Fotos heute gerne teilen, meistens mit Handy oder Digicam fotografieren und ihre Fotos gleich Online stellen oder mailen.
Die vielleicht 10% der Menschen, die Fotografie atmen und mit Systemkameras auf die Pirsch gehen, schauen ihre Fotos ja fast nur am eigenen Monitor und stellen daher eigene, hochgedrehte Anforderungen an ihre Ausrüstung.
Allenfalls stellen sie Bilder in Fotografen-Communitys, wie 500px, Instagramm und Co. zur Schau oder basteln sich eine Homepage.

Auch die Sensorgröße wird heute völlig überschätzt!
Sicher sind auf doppelter Fläche mehr Bildinformationen speicherbar oder  eine größere Eingangsdynamik erreichbar (so lange man keine Bildbearbeitung durchführt 🙂 oder ein geringeres Bildrauschen realisierbar.
Nikon und Pentax waren ganz mutig und haben Systemkameras mit sehr kleinen Sensoren, mit Faktor 2,7x und gar 4,6x-5,6x vorgestellt – da sind natürlich Unterschiede zum großen Vollformat sichtbar und auch zum APS-C Halbformat und sogar zum microFourThirds – denn alle anderen Formate sind erheblich größer.
Doch mit entsprechendem Objektiv lässt sich da sehr viel „Boden gut machen“. Realistisch hat aber eine Olympus OM-D E-M1 mit 16 MP und 2,0/50 mm Macro etwas Verlust gegenüber einer Canon Eos 5D3 mit 2,8/100 mm L IS Macro, weil beide Objektive auf ähnlich hohem Niveau sind. Der Vergleich kippt nur schon, wenn Sie die Olympus E-5 mit 4,0/7-14 mm oder 2,0/14-35 mm einsetzen gegen die Canon Eos 5D3 mit 4,0/17-40 mm oder 2,8/24-70 mm…
Da ist die BQ annähernd vergleichbar, wenn nicht sogar randschärfer zum Vorteil von Olympus.
Denn beide Canon Objektive sind optisch weniger leistungsfähig und Olympus profitiert von 3-4 Stufen Bildstabilisierung aus freier Hand.
Ein großer Sensor ist prima, wenn er nicht vollgeknallt ist mit Photodioden.

Je höher die Pixeldichte, desto höher die Verwacklungsgefahr und damit Unschärfe – desto überlegter und präziser muss man fotografieren!
Einen so guten Wert wie den der Eos 1D mit 4MP werden wir wohl nie wieder erreichen:

Pixelgröße:

Eos 1D = 11,6

Eos 5D = 8,2

Eos 1Ds Mk III / Eos 5D MK II = 6,4

Eos 1D Mk IV = 5,7

Eos 1D X = 6,9

Eos 7D = 4,3

Sony 12 MP-Sensor = 8,4 (Nikon D3)

Sony 24 MP-Sensor = 5,9 (Alpha 77; Nikon D3x)

Kodak 40 MP-Sensor = 5,9 (Leica S2; Pentax 645D)

mFT 12 MP-Sensor = 4,2 (Olympus Pen3)

(je größer der Zahlenwert – desto geringer die Pixeldichte)

Das heißt aber nicht, dass die Bildergebnisse immer schlechter werden. Bis in bestimmte Grenzen und in starker Abhängigkeit vom Objektiv profitieren wir ja auch von den modernen Sensoren mit hohen Auflösungen. Wenn ich mit der Olympus E-5 (12 MP) und 2,0/35-100 mm oder mit der Eos 5D3 mit dem neuesten 2,8/70-200 mm L IS II losziehe, sehe ich da keine Schwächen – aber Kamerasensor und Objektiv müssen eben zusammen harmonieren.
Dazu kommt, dass sich die Pixel gegenseitig beeinflussen und Bildfehler potenzieren. Heute sind bei vielen Kameras ab Blende f:16 schon Beugungsverluste zu sehen, bei großen Blendenöffnungen treten starke Farbfehler und starke Unschärfe an den Bildrändern auf…

Besonders wichtig ist eben wie ruhig Sie die Kamera halten, Sie brauchen mit wachsender Pixeldichte immer kürzere Verschlußzeiten von 1/500 Sekunde und kürzer um noch knackscharfe gut vergrößerungsfähige Fotos zu bekommen.

Was aber eine sehr große – unterschätzte – Rolle für die Bildqualität spielt:

–        das Licht – wenn Sie fotografieren

–        die Qualität des Objektives

und natürlich auch wie ruhig sie die Kamera halten, ob Sie Stativ, oder den modernsten, angepassten Bildstabilisator verwenden, Drahtauslöser, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung im Super-Tele- und Macro-Bereich einsetzen, ob die Sonnenblende ideal an die Brennweite angepasst ist, sie keine verschmutzen Linsen oder minderwertige Filter vor dem Objektiv verwenden…

Um die Bildqualität über die normalen 70% hinaus zu bringen, brauchen Sie ein ausgesuchtes, sehr gutes Objektiv und die richtige Technik um Kamera, Objektiv und Motiv beim vorhandenen Licht in Einklang zu bringen.
Ein Bildstabilisator bringt nur dann etwas, wenn Sie bei hochauflösenden Kameras auch Objektive neuester Generation mit leistungsstärkerem Bildstabilisator verwenden. Ein Objektiv, dass vor 10-15 Jahren mit IS oder VR erschien, kann heute an einer 18 MP oder gar 24 MP Kamera vielleicht 1-2 Stufen mehr stabilisieren – aber Wunder sollten Sie da keine Erwarten, erst die neue Generation, die 4-5 Stufen stabilisieren kann, wird dann an hochauflösenden Kameras auch tatsächlich immer 3 Stufen Verwacklungssicherheit bringen.

Deshalb Kameras mit 16; 18; 21; 24; 36 MP und demnächst 50 MP werden völlig falsch eingeschätzt. Sie bringen nur dann tatsächlich mehr Auflösung, wenn sich ein besonders gutes Objektiv davor befindet, wenn die Kamera besonders ruhig gehalten wird und eine ideale Blende (meist 2-3 Stufen abgeblendet!) verwendet wird.

Das hat auch mit RAW oder JPEG-Dateien letztlich nicht viel zu tun.
Da wird dann im RAW eine BQ, ein Dynamikumfang und eine Farbtiefe gesucht, die kaum ein Monitor, kein Papier und kein internet der Welt wiedergeben kann! 14 Bit Farbtiefe klingen toll, doch normale Monitore können nur maximal 8 Bit Farbtiefe wieder geben!
10-12 Stufen Dynamikumfang sind blanke Theorie, weil kein Wiedergabemedium mehr als 8-10 Stufen wiedergeben kann. Und alles über 8 Stufen durch eine Tonwert- oder gar Helligkeits-Korrektur in der Bildbearbeitung gleich wieder reduziert wird.

Deshalb interessiert mich die Bildqualität moderner Kameras nur am Rande! Und ich heule auf, wenn die Hersteller 24 und 36 MP wie ein Wunder anpreisen – ein Wunder – das gewonnene, geringe Bildrauschen ist wieder zerstört. Ein 24 MP Sensor rauscht derzeit bei 1600 ISO so wie ein 16 MP Sensor bei 12.800 ISO – für mich sind das 3 Stufen Verlust! Wer ohnehin nur bis 800 ISO einstellt, dem kann auch das egal sein, wer aber wie ich oft mit bewegten Motiven zu tun hat, der weiß, dass oft auch eine 1/1000 Sekunde noch nicht kurz genug ist um ein scharfes Bild zu erhaschen. Da sind dann High-ISO Einstellungen, die trotzdem noch Farbbrillanz zeigen bei 3200 und 6400 ein echter Segen!

Sicher werden Sensoren kontinuierlich verbessert. Nur wenn die Objektive und die vom Fotografen angewandte Fototechnik nicht Schritt halten kann, dann bringt die neue Kamera keine bessere, sondern deutlich schlechtere Bildqualität!

Wenn Sie bessere Fotos wollen, üben Sie mehr – optimieren Sie Ihre Art zu fotografieren und kaufen Sie bessere Objektive! Die Kamera (der Sensor) ist Nebensache!

 

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23. Januar 2014
Neue System-Kameras 2014

Systemkameras fehlt im Vergleich zu Spiegelreflexkameras – heute DSLR genannt – der Spiegel, das lichtabhängige Sucherprisma  und die komplizierte Umleitung der Autofokus-Messung.
Daher können Kameras für Wechselobjektive endlich schmaler, leichter und leistungsfähiger konstruiert werden, das Auflagemaß (Abstand Objektiv-Rücklinse und Sensor-Oberfläche) halbiert sich! Das ermöglicht grundsätzlich hochauflösende und bessere Objektive mit weniger Aufwand, wie das Leica seit mehr als 50 Jahren für die M-Baureihe vormacht.
Anfangs waren gering auflösende Live-View-Sucher oder gar fehlende Sucher für vertraute DSLR-Fotogrfaen noch oft ein Ärgernis, doch jetzt zeigt auch der elektronische Sucher sein enormes Potential und ermöglicht hervorragende Sucher. Die Abhängigkeit von lichtstarken Objektiven ist damit auch passé. Ich liebe hochlichtstarke Objektive, doch zwingend notwendig sind sie heute nur noch für wenige Motive, auch das Freistellen gelingt heute mit Teleobjektiven und sogar mit Weitwinkel-Objektiven und Software schon erschreckend gut.

Fehlstart SONY

Sony ist mit dem Nex-System gut gestartet, doch heute lohnt sich kein Gehäuse mehr ausser der Nex 6. Die Nex 7 rauscht mir zu sehr, ist langsam und die Nex 5 kann nur mit teurem, optionalen Sucher als vollwertige Kamera betrachtet werden. Sony wird das NEX-System mit APS-C Sensor bald komplett neu starten – ob das bei der Akzeptanz hilft? Bessere – konstantere Objektive wären noch wichtiger.

Mit der neuen spiegelfreien Alpha-Serie (Vollformat) hat Sony aus meiner Sicht einen glatten Fehlstart hingelegt. Das wichtigste Objektiv, das Zeiss 2,8/24-70 mm ist bisher nicht lieferbar und das 4,0/28-70 mm Sony begeistert mich wenig. Das Zeiss 2,8/35 mm ist zwar nicht wirklich klein, dafür aber scharf und auch sehr überzogen teuer. Die Kameras 7 und 7r waren beide rasch lieferbar und wurden von Fans auch gleich gekauft und werden inzwischen schon so häufig gebraucht angeboten, wie kaum eine andere neue Kamera. Die Alpha 7 Kameras sind ein Rückschritt in die fotografische Steinzeit. Gerade hatten und Bildstabilisatoren und neue Technik von lästigen Zwängen befreit, kommt Sony mit einer federleichten, kleinen Kamera mit gewaltigem Auflösungspotential und besten Zeiss-Objektiven und zwingt wieder zum Stativ, zum schweren Kopf, zur idealen Blende, zum mühsamen Aussuchen der Objektive, zur aufwendigen Bearbeitung – nur um einen Schärfefanatismus genüge zu tun. Und das zum horrenden Preis – insgesamt passt das nicht zusammen. Aber sicherlich gibt es technische Motive die dankbar sind für die Schärfe und Auflösung und Fotografen, die diese gerne nutzen wollen und die zu geizig sind für Mittelformat. Nur es ist eben keine leichte, unkomplizierte Kamera für die Freihand-Fotogrfaie, für den Urlaub, für die Rennstrecke, für das Hobby, für die Tierwelt, für Porträts etc.
Der Tenor ist klar, wenn Sony eine solche Kamera schnell und leise mit Touch-Screen und viel schnellerem Autofokus und einer ausgewogenen Bedienung herstellt – wird das ein spannendes System für die Weitwinkel-Reportage-Fotografie. Bislang sind es nur Wünsche…

Da muß sich viel verbessern, die Preise müssen deutlich fallen und es sollten dann auch mal 10-15 spannende AF-Objektive verfügbar sein.

Ass im Ärmel – FUJIFILM

Fujifilm sollte es jetzt mit der X-T1 gelingen viel Boden wett zu machen, doch alle bisherigen Kameras, einschließlich der X-E1 haben die Käufer nicht selten enttäuscht. Nicht der Sensor und die Bildqualität werden bemängelt, sondern die langsamen Kameras mit schwacher Haptik und der unentschlossene, ungenaue Autofokus können dem Wettbewerb nicht trotzen. Die Objektive werden überwiegend sehr gut beurteilt und es gibt die richtigen Objektive für Reportage. Die künftigen Kameras werden entscheiden. Letztlich ist die erreichbare Bildqualität einer Sony Alpha 7r kaum bedeutend unterlegen.
Fuji muss mehr Macro- und Teleobjektive bieten um sich mit Olympus messen zu können.

Potential verschenkt – NIKON 1

Nikon spricht einen kleinen Käuferkreis an, doch die Produkte sind nicht das, was die Fotografen wollen und die Preise sind unrealistisch. Die Serie 1 bleibt so allenfalls eine Randerscheinung. Der 1 Zoll Sensor ist letztlich zu klein und die optischen Möglichkeiten sind zu stark beschränkt, er wird allenfalls durch Software-Tricks gut nutzbar. Zu Nikon will die Serie 1 nicht wirklich passen. Spiegelfreie APS-C und Vollformat-Kameras mit speziellen Objektiven scheinen mir unvermeidlich.
Da hilft auch eine Unterwasser-1er nichts und selbst gut gemeinte Objektive wie 1,2/32 mm für 750€ wären allenfalls für 300€ interessant. Die Technik des Systems ist gut und teilweise wegweisend, doch wer ambitioniert fotografieren will wird ein Kamerasystem mit mindestens mFT-Sensor immer bevorzugen.

Das lange Warten bei CANON

Canon’s EOS M hat sicherlich die größte Enttäuschung hervor gerufen. Die Erwartungen waren hoch, aber das Produkt war einfach völlig unausgereift und kein ernsthafter Versuch eine moderne Systemkamera zu kreieren. Bei Canon werden wir noch bis Sommer auf den nächsten Schritt warten müssen und auch das wird vermutlich keine ausgereifte Kamera auf dem Stand der heutigen Technik (Olympus E-M1) sein und noch eine weitere Generation brauchen.

Viel gut gemacht – SAMSUNG

Das NX-System von Samsung hat Potential und die NX30 sieht erstmals technisch sehr vielversprechend aus. Ob sich allerdings mutige Käufer finden bleibt abzuwarten. Samsung kann nur über den Preis und schnellere, effizientere Technik von den Traditionsmarken weglocken. Der Sensor hat mit APS-C-Format auf jeden Fall eine gute Größe und das Objektivstem wird rasch erweitert.

Nicht zu retten – Pentax Q

Oder einfach weder für den europäischen, noch amerikanischen Markt konzipiert. Inzwischen baut Panasonic vergleichbar kleine Kameras mit großem Sensor und toller Bildqualität (GM1). Ricoh sollte bald eine spiegelfreie APS-C-Kamera ins Rennen schicken, sonst ist das Rennen vorbei.

Video-Profi mit Ambitionen – PANASONIC

Für Filme ist Panasonic unbestritten das beste System. Nur bei den Fotofans hier in Europa tut sich Panasonic immer wieder schwer. Die GH3 ist fantastisch, aber im Vergleich fällt der anfangs irritierende Sucher auf, die JPEGs sind sehr gut, aber die von Olympus sind besser. Panasonic sollte mehr auf Leica setzen, die Blende wieder an die Objektive bringen. Die GM1 ist ein Hit, die G6 wird unterschätzt und die GX7 müsste preiswerter sein.

Phönix aus der Asche – OLYMPUS

Ist noch nicht klein zu kriegen und nach dem Misserfolg mit FT wird Olympus trotzdem nicht müde immer wieder wichtige Innovationen vor allen anderen zu bieten und technisch ganz klar alle System-Kameras zu dominieren. Der mFT-Sensor wird ausgereizt bis zum letzten und die Bildergebnisse können selbst neben Fujifilm meistens gut bestehen. Trotzdem ist in den Köpfen vieler Käufer der Vollformat-Geist voll verankert, die sind schwer zu überzeugen. Die Pen-Serie war nur ein Anfang, doch die OM-D Serie ist heute das Beste was man für Geld kaufen kann.

Nach OM-D E-M5 kam die E-M1 und jetzt schon die E-M10:

Fehlt nur noch – LEICA…

 

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