Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

13. September 2025
Mein Europa und meine Reisen

EUROPA und Reisen

Was lohnt sich noch wieder zu sehen?
Weniger als man denkt – vieles wiederholt sich einfach und viele Ort mehr sind heute vor Menschenströmen nicht mehr zu erkennen.
Selbst die spannenden Küstenorte in Portugal sind inzwischen hoffnungslos über laufen.
Da viel man am liebsten GPS und vergleichbares abschießen und die Smartphone Industrie sämtliche wichtigen Bauteile entziehen. Die Globalisierung ist ein noch schlimmerer Alptraum, als wir vor 30 Jahren befürchtet haben. Wenige haben verdient, Massen haben sich in Bewegung gesetzt und jetzt tragen immer mehr bekloppte Diktatoren dazu bei, eine schnell Deglobalisierung zu betreiben.

In Deutschland habe ich sehr viel gesehen und einiges auch nicht. Ich kenne die Landschaften und viele Städte und hab sie gut im Kopf, außer Berlin-West möchte ich da nichts wirklich unbedingt wieder sehen. Nichts desto trotz fahren die kleine Familie und ich gerne immer wieder mal ins Allgäu oder an die Nordsee. Alles ist auch politisch, im Westen zur Schule gegangen, hat mich der heute wilde Osten wenig tangiert. Im Gegensatz zu den Meisten finde ich Dresden hässlich, Leipzig so lala, Ostberlin grauenhaft, nur Erfurt bleibt in schöner Erinnerung.
Die Länder sind Überrand, das Reisen sehr kostspielig und auch mit Wohnmobilen gibt es ohne Verbuchung kaum noch gute Plätze.
Wenn die Tourismusbranche nicht bald implodiert – wundern würde es mich nicht.
Es kaum aber wohl darauf an, was man auf Reisen sehen will. Ich will auf jeden Fall so wenig Menschen wie möglich sehen und keinesfalls um beste Zimmer, Plätze, Essen und Fotopunkte kämpfen müssen. Aber genau so ist es heute fast überall in Europa und auf Safari.
Deshalb frage ich mich ernsthaft, was lohnt sich noch.
Es bringt vermutlich nichts, jedes Jahr zur gleichen Zeit nach Malle oder an die Nordsee zu fahren. Überhaupt spielt die Zeit eine entscheidende Rolle, es gibt vier Jahreszeiten und für Tiere, Blumen und Landschaften noch weit mehr. Wer nicht im Winter und im frühen Frühjahr an seinem Lieblings-Flecken war, hat kaum etwas erlebt.
Ich habe mit der Zeit gelernt, dass es gar nichts bringt alle Kontinente zu bereisen, sondern besser ein abwechslungsreiches Land immer wieder. Denn einen Grand Canyon gibt es nicht nur unweit von Las Vegas, sondern ganz ähnlich auch in Afrika, Europa, Indien, China, Australien. Die Landschaften, die Flüsse, Wasser, Meer und Berge wie Schluchten unterscheiden sich auf unserer Erde oft gar nicht so sehr.
Deshalb, lassen wir die “Kreuzfahrer” fahren, sie werden immer nur das gleiche sehen, zu viele Menschen und nichts richtig intensiv erleben.
Und wer einheimische Menschen besonders schätzt, sie sind geprägt von ihren Landschaften, Flüssen, Bergen, Wüste und Meer und auch sie ähneln sich unter ähnlichen geografischen Bedingungen. Nur ihr “verflixter” Glaube, der so leicht manipuliert und instrumentalisiert werden kann ist oft eher teuflisch dumm.

Die Niederlande kenne ich fast genauso gut, hier vermisse ich nichts, nicht einmal Texel oder Zandfoort. Die Welt zwischen den Deichen war schon immer sehr voll, aber jetzt ist es praktisch unerträglich.

Belgien hat mich geprägt und mir die Comics geschenkt und Brüssel finde ich immer noch sehr reizvoll oder De Panne, De Haan.

Mit Frankreich wurde ich immer nur sehr schwer warm – was nicht zuletzt an den Vorbehalten der Franzosen gegen Deutsche. Und trotz gegenteiliger Behauptungen kenne ich fast nur drittklassiges Essen. In Bayern, Österreich, Ungarn, Prag, Kroatien, Italien speise ich 1000x lieber. Paris und alle anderen Städte muss ich nie wieder hin. Am besten gefiel mir wohl die westliche Atlantikküste.

Die Briten haben mich überwiegend geärgert, in Schottland war es etwas angenehmer, aber das miese Wetter und die permanente Überwachung brauche ich nicht mehr.

Irland war interessant und vielleicht zu kurz, aber es gibt da zu wenig abwechslungsreiche Natur und Tiere, die mein Herz erwärmt haben.

Spanien ole, Barcelona sofort wieder und alle Küsten auch gerne noch mal. Ich war in Bilbao, Santander, in den Pyrenäen, an vielen Orten der Mittelmeerküste. Da sind Glanz und Elena fast so dicht aneinander wie in Indien. Im Landesinneren ist es meist zu heiß, sonst wäre das viele Entdeckungen wert.
Ich war auf einigen Inseln, auf Mallorca – Insel sehr schön, Menschen einfach gräßlich; auf Fuerteventura, sehr karg und heute wohl kaum eine Reise wert, außer zum Surfen; Teneriffa ist eine Perle und der Norden gefällt mir landschaftlich sehr; Gran Canaria fehlt mir noch als Winterziel.

Aber Portugal fliegt fast meine ganze Liebe zu, die Strände, den Menschen, dem Teint der Frauen, dem kargen Kork-Land.
Ich war aber nur bis Lissabon, da mich das enge, steile Porto mit seinem vielen Wein, kaum interessiert. Sehr sehenswert ist Madeira, da wollte ich immer noch einmal hin. Und auch die Azoren liegen sehr gesund weit draußen im Meer.

Süd-Tirol habe ich auch immer geliebt.

Mit dem Alter fragt man sich, ob man nicht in Wahrheit die Orte am liebsten hat, an denen man unvergesslich gut essen und trinken kann.
Weshalb derzeit Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark und alles von Indien bis China und Japan für mich schnell von der Weltkarte rutschen. Nur Österreich, Ungarn, Italien und sogar die USA und Canada leuchten da hervor.
Italien hat viel zu bieten, fast überall. Ich hab zu wenig gesehen, bis Pisa bin ich nur vorgedrungen.

Die Schweiz ist schön aber zuerst immer extrem teuer. Schweizer extrem verbunkert.

Österreich, da liebe ich Wien und die Puszta um den Neusiedler See. Sofort und immer wieder, schon wegen dem Essen und dem Schmäh!

In Tschechien war ich, in einigen Zoos und in Prag. Super essen, klasse Preise, lebendige Fotoscene. Aber es reizt mich nicht mehr.

Kroatien habe ich geliebt und häufig bereist bis nach Dubrovnik und auf die äußersten Inseln. Leider bin ich kein Seemann, mit Segelei kenne ich mich zu wenig aus und Boote mit Motoren werden sehr schnell sehr teuer, deshalb bleibt mir eine der schönsten Insel-Gegenden die Kornaten vor Split immer verborgen.

Von Ungarn habe ich noch nicht so viel gesehen, die Verständigung ist auch einfach schwierig.Und ich habe überall ein unsicheres Gefühl.

Schweden war erholsam – aber wenn man Nova Scotia in Canada erleben durfte, hat Schweden nur noch wenig Reize.

Genau genommen reizt mich alles östlich von West-Berlin nicht – ich bin schon bei der Bezeichnung OSTEN negativ belegt – das haben die Amis gut hin bekommen.
Auch in den Süden, südlich von Italien mag ich nicht. alles nördlich von Göteborg interessiert mich kaum.
So macht sich jeder seine Welt selbst klein.
Indien war für mich ein Wunder, Sri Lanka mehr ein Alptraum, genauso wie ich Tunesien faszinierend fand aber gar nicht mochte, weil ich mich nicht sicher fühlte.
Es ist trotzdem ein großes Glück zufällig in Deutschland geboren zu sein.

Und um zeigenswerte Fotos von den REISEN mit zu bringen, bleibt für mich das Microfourthirds-System auch nach 15 Jahren noch das Mittel der Wahl.
Ich bevorzuge die letzten Jahre OMSystems weil ich die OM-1 mehr schätze als eine Panasonic G9 oder GH7.
Ja ich könnte bei dem ein oder anderen Motiv oder Licht noch einiges mehr herauskitzeln, doch dafür Vollformat mit zu schleppen, scheint mir nicht mehr geeignet.
Die Schwächen von MFT liegen, anders als Mancher überzeugt ist, weniger im “schlechten Bokeh mit der großen Tiefenwirkung” als viel mehr generell in der fehlenden Auflösung im Weitwinkelbereich. Aber auch Vollformat ist hier nicht so entschieden besser. Erst Mittelformat mit 100 MP und erstklassigem Sucher lernt uns dann wieder das Staunen.
Sogar die Premium-Smartphones lassen einen sofort staunen, weil sie viel mehr Gradation – Dynamik und Farben zeigen, die Dunkelheit etwas aufhellen und Schatten weniger beherrschend zeigen.
Wer heute optimal fotografisch reisen will, hat in der Hosentasche ein neueres IPhone Pro oder wegen mir auch Samsung S, die MFT in kleiner Tasche plus der GFX100II mit 2-3 Objektiven im kleinen Rucksack.
Ich reise nie ohne mein Olympus 4.5/150-400 mm. NIE, denn ich weiß nicht was mir plötzlich begegnet, welches Wunder ich sehe.
(und dem kann bis heute kein 6.3/150-600 mm, 8/400-800 mm; 9/200-800 mm oder ähnliches das Licht reichen. Einzig das Canon 7.1/100-500 mm kommt halbwegs dicht heran)

Und wer wissen will, wo ich nächste Woche Kraft tanken werde, die Bilder verraten es.
Leider sind diese Fotos heute praktisch nicht mehr machbar, an den Stränden und in Grotten ist die Hölle/der Mensch los. 
Heute kommt jeder mit Stehpaddeln oder aufblasbarem Kanu fast überall hin.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

1. September 2025
Eichhörnchen Tagebuch 2024

 Willkommen im Nuss-Himmel:

Seit 10 Jahren beobachte ich besonders Eichhörnchen sehr intensiv, das beruht auf gegenseitig, denn sie beobachten auch mich, wo ich wohne und ob es bei mir etwas zu holen gibt. 
Meine Fotografie:
Es gibt heute unzählbar niedliche Fotos von Eichhörnchen, das meiste davon irgendwie von Menschen inszeniert und herbeigeführt, wie es in der Tierfotografie meistens üblich ist. Denn wir treffen Tiere selten und wenn oft nur kurz in der Natur. Der Mensch ist ein Schreckgespenst und Nahrungsquelle oder auch Sensemann zugleich. Jede Tierart muß da abwägen, besonders die, die nicht fliegen können, haben es nicht leicht mit uns.
Ich bin fasziniert von der Beobachtung und den Details, die ihr Leben ausmachen, ich beobachte nie ohne Kameras und ich will für mich immer Bildserien eines Bewegungsvorgangs erhaschen. Weder Filmaufnahmen, noch Einzelaufnahmen können für mich das Leben in allen Facetten zufriedenstellend wiedergeben. Film bietet sich an, aber dann ist man noch abhängiger von Technik und Nachbearbeitung und man braucht weit mehr Vorbereitung als mit einer schnellen Kamera. Ich bin leise, ungetarnt und freundlich zu Fuß unterwegs und verlasse mich zunächst auf meine Ohren und auch auf schnelle Bewegungen.
Denn still sitzende Eichhörnchen wird man kaum erblicken.
Ich will nie stören und schon gar nicht auf das Fell rücken und verwende zumeist sehr lange Brennweiten, aber das Ziel ist trotzdem immer, so viel vertrauen wie möglich zu schaffen und so stark wie möglich die Distanz zwischen mir und Tier zu schrumpfen. Mit der schnellen Kamera fertige ich immer Bildserien, denn nur mit schnellsten Serien werden Details und Verhaltensweisen richtig klar erkennbar.
Ich füttere nie aus der Hand und habe es auch schon lange aufgegeben Nüsse zu werfen oder in der Natur auszulegen. Denn die kleinen Nager sind extrem schlau und wissen genau wann man fort ist oder auch nur kurz abgelenkt.
Nur wenige Exemplare werden wirklich mehr als mutig bis sogar zutraulich, das ist wie bei uns Menschen auch, bei jedem Tier unterschiedlich, jedes hat seinen Charakter. Ich bin 2016 in die Nähe der “Baumtänzer” wie ich sie gerne nenne, gezogen – nur in 100m Distanz stehen hohe Bäume, sind Gärten
und große Freiflächen und der Baumbestand den sie brauchen. Rasch stellte ich fest, das sie unter mir durch die Sträucher, vor mir durch den hohen Ahornbaum und über Nachbars Rasen streunten. Langsam funktionierte ich meinen Balkon im ersten Stock immer weiter um, Blumenkästen und Futterkästen für Vögel, eine große Glasschale mit Wasser und eben Nüsse und Saaten sind bei mir das ganze Jahr zu finden. Ich bekam sehr bald Besuch, denn die Vögel teilten den Eichhörnchen ihr bald mit, wo es etwas zu holen gab. In den Jahren kamen die unterschiedlichsten Charaktere von Eichhörnchen zu mir, die allermeisten nur eine Saison, nur wenige Exemplare konnte ich 2-3 Jahre beobachten. Den Grund dafür sehe ich häufig auf den verkehrsberuhigten Strassen hier, sie werden trotzdem reihenweise überfahren. Wir Menschen haben es immer zu eilig, sind immer zu Gedanken verloren und suchten nicht auf die Pfade der Tiere und ein Auto mit 30 km/h ist trotzdem schon eine gefährliche oft todbringende Waffe für alle Säugetiere und Eichhörnchen im Speziellen. Wir haben einst unsere Wege und Stassen durch die Wälder geschlagen und bis vor kurzem nie daran gedacht, den Tieren Übergänge und Unterführungen zu schaffen. Und selbst heute ist das bei uns eine absolut exotische Ausnahme. Es wäre mit unseren Möglichkeiten gar kein großer Aufwand unter Strassen alle 500 m ein Rohr zu legen oder an kräftigen Bäumen ein Tau über die Strassen anzubringen.
Der Fahrzeugtot ist fast immer schneller als jedes Eichhörnchen. Dazu kommen jagende Katzen und Hunde, die unsere letzten roten Eichhörnchen stark dezimieren. Ab Frühling vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht Katzen verscheuchen und nerven muß, weil sie ausdauernd unter einem einzelnen Baum warten, während oben in der Krone ein ängstliches, unvorsichtiges Eichhörnchen festsitzt und vor sich hin hungert.
Wir können kaum etwas gegen die vielen Autos und unaufmerksame Menschen tun, auch nicht gegen jagende Katzen/Hunde oder gar Falken und andere Raubvögel, trotzdem habe ich selten erlebt das Eichhörnchen in meiner Umgebung älter als 2-3 Jahre wurden. In den ersten Jahren zählte und unterschied ich bis zu 13 Exemplare, vor einigen Jahren noch 9-11 und nach der Pandemie nur noch 2-3. Zu mir kommen im Winter noch 2 Tiere auf den Balkon und eins bleibt meistens im Wald oder nimmt andere Routen. Das ist sehr wenig, ich kann nur innständig hoffen, das sich die Population wieder erholt.
Zuletzt sind zwangsläufig auch meine besonders ausdrucksstarken Eichhörnchen-Fotos weniger geworden und es ist viel schwerer sie alle paar Tage anzutreffen.
Hier zeige ich nur einen Bruchteil meiner Fotos – erst für meine Jahreskalender schaffe ich es aus tausenden Fotos jährlich die spannendsten 100-500 auszusuchen.

Aber es wird immer wieder Gelegenheiten geben und ich werde den Balkon wieder etwas umbauen und hoffe weiter auf eine frei werdende Wohnung mit  Gartengrundstück um meine intensiven Beobachtungen noch weiter auszubauen.

 

NACH MEINEN BEOBACHTUNGEN sind rote, europäische Eichhörnchen (Sciurus) besonders intensive Futterjäger und Futtersammler.
Sie sind ausgesprochen neugierig, beobachten die Vögel und erfahren so schnell wo es spannende Nahrung von Menschen gibt.
Sie langweilen sich scheinbar sogar, wenn ich meinen Balkon länger nicht umbaue, kein neues Futter biete oder sonst nichts verändere, scheinen sie fast enttäuscht und kommen weniger häufig. Ganz anders, wenn ich ein neues Versteck anlege, das spornt sie richtig an.
Bemerkenswert finde ich wenn sie gähnen und sich strecken, was ich einige Male beobachten und fotografieren konnte.
Ihr Hauptkobel scheint in kurzen Zeitabschnitten gesäubert und erneuert zu werden. Oft sehe ich sie im Frühjahr und Herbst täglich auf der Suche nach neuem Nist-/Auspolster-Material, was sie dann raffiniert zu Kugeln formen um es in den Kobel zu transportieren.
Wenn ich viele Nüsse herauslege, werden alle ohne Unterlass weg geschleppt, auch wenn sie längst satt sind, jede intakte Nuss wird nach rasanter Prüfung vergraben. Das tun sie vom Walnuss-Baum stundenlang ohne Unterlass. Wenn der Nussbaum oder die Haselnuss-Stäucher voll hängen, kommen einige Eichhörnchen zusammen und schleppen binnen 2-3 Wochen alle Nüsse fort.
Auf meinem Balkon kann ich ihre Sammel-Wut nur bremsen, indem ich die Schalen anknacke, nur dann kann ich beobachten wie sie die Schale entfernen und genüsslich mit der superschnellen Zunge essen. 
Im Herbst sind sie wie süchtig, den ganzen Tag nur sammeln, sammeln, sammeln.
Eichhörnchen ändern blitzschnell die Richtung und kalkulieren rasant ihr neues Ziel, wer genau hinschaut und eine schnelle Kamera hat, sieht, das sie vor jeder Wendung die Augen schließen.

 

 

Hier war ich im Botanischen Garten Bonn und habe gleich zwei Nager entdeckt:


In Bad Godesberg auf einem Balkon in 15m höhe zwischen der Balustrade und dem Baum.



Am geheimen Nussversteck, dass ich nicht sehen durfte.


 

 

Veröffentlicht in Favoriten - FOTOS, General

21. Juli 2025
AI 2025 – Verarsche & Zahlenspielchen überall

Ich muss es so hart sagen: Verarsche überall:

Die problematische Seite an uns Menschen ist – wir alle glauben immer das was wir glauben wollen und verteidigen es gegen jedes bessere Wissen.
Ich kann mich selbstverständlich nicht komplett davon ausnehmen.
Nur viel lesen und nachdenken und ausprobieren, kann einen etwas vor den eigenen Fallen retten…
Trauen Sie keinem Influenza, keinem der mit dicken Autos zum Testen fährt, sich von exotischen Orten mit einer Meinung zu neuem Equipment meldet, keinem, wenn gleichzeitig 30-100 verschiedene FotoMännchen mit neuen Videos und Berichten auftauchen.
Das ist alles IMMER von der Industrie gesponsert, gekauft und verändert. Die Leute werden an schöne Plätze geflogen, versorgt, mit Kameras und Objektiven eingedeckt und sollen sich dann kritisch äußern 🙂 – manchmal werden die Ausrüstungen nicht einmal mehr zurückverlangt.
So geht das heute. Ich bin nicht neidisch, denn damit wird die Person, die Stimme, die Meinung, das Video komplett gekauft.
Ich hatte auch meine Phasen, wo die Industrie mir alles angeboten hat, aber sie mußten eben auch meine Empfehlungen oder Kritik verkraften. Man konnte mich wohlwollend einstimmen, aber nie kaufen – was nicht taugt, taugt eben nichts.
Also bitte, an alle der Rat: Bei Neuheiten cool bleiben und erst einmal 6 Monate abwarten – ob es dann immer noch ein Produkt mit echten Verbesserungen ist, das man vielleicht kaufen sollte.
Die Zeiten, wo von Canon und Nikon echte Innovationen kamen, sind längst vorbei.
Und selbst Sony wärmt bei Kameras oft nur die alten Sensoren auf und feilt etwas an den Kameras – am Ende sehen sie doch sehr ähnlich aus und es ist gar nicht so viel neu daran.
Canon verspricht die perfekte Ergonomie – da lachen ja die Hühner, Nikon und Panasonic und Leica den perfekten Autofokus – wenn es nicht so traurig wäre, man müßte ihnen echt helfen.
Echtes Understatement gibt es kaum noch, Sigma und Tamron sind heute auch großspurig, mir fallen fast nur OMSystems und Pentax ein, die sich etwas zurückhalten.

RAW ist immer noch und stärker als je zuvor ein Selbstbetrug und Wettbewerbsverzerrung der Hersteller.
RAW-Dateien zu entwickeln, zu sichern und zu erhalten braucht viel mehr Zeit , Ressourcen und Geld, als wir alle zugeben wollen und die Zukunft ist höchst unsicher, viel unsicherer als bei JPEG. Es ist kein Format für alle Fälle!
Auf mich wirken Menschen die laut RAW als einzigen, gangbaren Weg zur Qualität proklamieren, oft wie unerfahrene Idioten – denn es stimmt einfach nicht. Was für kontrastreiche Motive und Landschaften gelten mag, lässt sich nicht auf alle anderen Motive übertragen. Diese Leute suchen einfache, sichere Lösungen – beides existiert jedoch nicht!
JPEG’s schaffen sowieso 11 Blenden Dynamikumfang und wenn man es richtig macht und herauskitzelt sogar 14 Blenden.
Der begrenzende Faktor bei allen Diskussionen um RAW sind auch heute noch die Wiedergabe auf Monitoren und die Fähigkeit zur Ausbelichtung auf Papier. Deshalb ist auch weiterhin jeder Qualitätsvorteil von RAW reine Theorie und nicht praxisrelevant!
Wer Dynamik will und braucht und Bilder ohne lange Bearbeitung, der verwendet längst ein IPhone oder anderes hochwertiges Smartphone. Von 13 mm bis 100 mm ist es oft gut brauchbar und bringt scharfe Fotos. Schwierig wird es ausgerechnet für Porträts (& Selfies) und alle Tele-Aufnahmen. Besonders gut tauglich sind die Geräte im Nahbereich und bei umberechnet 24-50 mm Brennweite.

Adobe ist eine der unangenehmsten und geldgeilsten Firmen überhaupt.
Jeder sollte sich sehr gut überlegen, ob er da ein Abo abschließt und sich in Klauts locken lassen will. Ich bin da bisher nicht drin und versuche alles um da nicht zu landen – denn ab dann wird man ausgequetscht und geschreddert. An jedem Apple-Rechner läuft Lightroom schneller und sicherer als an jedem Windows-Rechner – das sollte man wissen.

Der technische Aspekt der Fotografie oder der Filmerei wirkt durch so viele Zahlenfallen, da ist es auch für mich nicht immer einfach den Überblick zu behalten.
Hier alle wichtigen Zahlen von Fotogeräten für den besseren Durchblick:

DIE AUFLÖSUNG DES SENSORS:
Alles begann so richtig mit 1 Million, dann bald 4 Millionen und bei 6 Millionen sollte dann Schluss sein mit lichtempfindlichen Bildelementen auf einem Sensor.
Inzwischen sind 20 Jahre vergangen und OMSystems (Olympus), Sony, Fuji, Nikon, Canon, Apple und andere Wegbereiter haben einfach weiter die Pixel erhöht bis heute 150 Millionen Pixel.
Den meisten Fotofreunden reichen heute 20-24 Millionen Pixel für eine kaum zu beschreibende Bildqualität und Vergrößerungsmöglichkeiten bis 200% am Monitor und 90×120 cm große Poster. Für kleine Darstellungen im Internet sind immer noch 2-6 MP satt ausreichend.
Trotzdem, mehr Auflösung bringt bei entsprechenden Objektiven und Licht immer noch mehr sichtbare Details im Bild!
Und wenn man nicht mit schweren und langen Teebrennweiten fotografieren/filmen will, ist eine Auflösung von 20 MP auf kleinen Sensoren (1″ Zoll und MFT) erstrebenswert.
Ganz wichtig, um bei entsprechend größeren Aufnahmeformaten oder gar Ausschnittsvergrößerungen diese hohe Auflösungen zu erhalten, wird im Quadrat multipliziert.
20 MP MFT entsprechen 40 MP im Halbformat entsprechen 80 MP im Vollformat und 105 MP im kleinen Mittelformat.
(ich lasse dabei jetzt der Einfachheit halber die verschiedenen Bildseitenverhältnisse 4:3 – 2:3 – 16:9 außer acht!)
Inzwischen ist Panasonic mit seinem MFT-Sensor noch einen Schritt weiter gegangen und bietet 25 MP was im Vollformat schon 100 MP bedeuten würde.
Diese Auflösungszahlen sind trotzdem auch eine Illusion, weil abgesehen von neuartigen monochromen Sensoren, die echte Detail- und Kontrastauflösung fällt um Faktor 3-4 geringer aus. Alle Pixel immer noch der Bayer-Anordnung beugen müssen, am Ende bleiben pro Farbe nur 5 bis 6,6 Millionen Pixel übrig – aber das nur am Rande.
Trotzdem muß ich die Fuji GFX100 als besten Fotosensor anerkennen, der erheblich schönere und technisch bessere Fotos als Kleinbild/Vollformat zulässt.

DIE AUFLÖSUNG DES SUCHERS & MONITORS:
Es ist gut zu wissen, dass auch diese Auflösung für 3-4 Farbpixel angegeben wird und die echte Detail- und Kontrastauflösung daher um Faktor 3-4 geringer ausfällt.
Und je mehr Pixel, desto stärker die Erwärmung und desto höher der Stromverbrauch.
Aus den letzten Gründen blieben die Auflösungen bei der Bildanzeige in der Kamera lange nur bei einer Million, später 2 Millionen Pixeln.
Heute bieten Sony-Sucher bis zu 9 MP und Monitore bis zu 2,4 MP. Aber auch Sucher mit nur 3-5 MP sind keineswegs gravierend schlechter, wie die Beispiele von Nikon und Canon zeigen.

DIE BILDSTABILISIERUNG IN DER KAMERA:
Dank Olympus und Pentax verfügen heute die allermeisten Kameras über einen interne Bildstabilisierung – IBIS genannt. OMDS ist darin bis heute Führend in der Effektivität und Canon rückt inzwischen auf; Nikon, Sony, Fuji sind da noch etwas schwächer. Bis zu 8 Licht-Stufen verspricht OMSystems.

 

Der kommende Zwang zur Authentizität – und zur Offenlegung aller eigenen Daten

  • Dennoch wird der Trend dorthin gehen, dass bald in allen digitalen Kameras derartige Zwangs-Technik für einen sündhaften Aufpreis eingebaut werden. Von dort ist es danach nur ein kleiner Schritt bis zur totalen Überwachung der Fotografen und Videografen. Denn GPS-Daten mit gesicherter Aufnahmezeit lassen sich dann immer und von jedem in allen Ihren Fotos und Filmen sehen. Leugnen ist zwecklos.
  • Und auch jede Änderung in der Software kann dann laut Adobe jeder nachvollziehen. Da wird Ihr gesamtes angelerntes Wissen frei publiziert. Kurzum: Jeder kann sich auf den Zentimeter exakt an die Stelle stellen, wo Sie standen, und mit exakt Ihren Kameraeinstellungen das seltene Tier etc. aufnehmen und danach mit allen Ihren in teuren Kursen erlernten Software-Tricks genauso bearbeiten.
  • Allerdings kommt es noch schlimmer, denn jeder kann so anhand Ihrer Fotos die eingebrannten Gesamtdaten Ihre technischen Ausrüstung ablesen, sich den Wert zusammenrechnen und daraufhin entscheiden, ob sich ein Einbruch oder bewaffneter Überfall auf Sie lohnt. Dafür wird es sicherlich bald KI-Tools für die organisierte Bandenkriminalität geben, welche automatisch das ganze Internet scannt, um dann den Verbrechern Ihren Namen und Adresse sowie den aufaddierten Wert Ihrer Ausrüstung zu liefern. So etwas können Suchmaschinen schon lange. – Exakt deshalb löschen oder ändern viele Fotografen seit Jahren ihre EXIF-Daten an Fotos, oder ersetzen sie (wie ich) durch standardisierte mit nur bestimmten Inhalten.
  • Lassen Sie sich nicht von den angeblich freiwilligen und vom Autor abänderbaren Kriterien der c2pa täuschen. Hart in einem Chip in der Kamera eingebaut, ist nichts mehr freiwillig oder vom Laien veränderbar. Das widerspräche auch der angeblichen Schutz-Logik. (Die Version 1.2 wurde binnen weniger Monate merhfach ersetzt durch inzwischen die Version 2.0. So wenig Verlass ist auf diese angeblichen Standards.)
  • Im Übrigen war es bisher in meiner Erinnerung jedes Mal so, dass, wenn das Wort ‘Schutz’ für den Kunden oder Schutz der Kunden verwendet wurde, dann wurde jene Technik bald gegen alle Kunden und Nutzer missbraucht. Denn jede Änderung am Bild respektive den Metadaten führt zum Verlust des Gütesiegels. So sind z.B. Ihre Personendaten zwingend erforderlich. Für die Ausgabe von erforderlichen Zertifikaten müssen Sie sich übrigens bei sogenannten CAs (certification authority) anmelden, die das definitiv nicht kostenlos anbieten werden. Ferner müssen Sie einen großen Aufwand zur Zertifizierung treiben, welche die meisten Amateure wohl kaum technisch, zeitlich oder finanziell leisten können.
  • Ein weiteres daraus resultierendes Problem wird alle Besitzer alter Kameras betreffen – alt im Sinne von, dass sie diese Zertifizierungstechnik nicht besitzen. Man wird alle Ihre Fotos dann pauschal für Fälschungen halten und eine Zeit danach schlichtweg online (mit den von den Grünen in Europa für den Urheber-/Verleger-Schutz bereits eingeführten Upload-Filtern) verbieten. Das wird folglich nochmals Millionen Fotografen und Videografen dem Hobby entfremden.

Bärendienst und Eigentor?

  • Wer somit weiterhin in der Fotografie oder Videografie mitspielen will, wird sich eine neue Kamera nach CAI kaufen müssen – unabhängig vom zuerst vorgegebenen dokumentarischen Fotostil. Er wird für viel Geld und Zeit sich bei CAs kostenpflichtig registrieren und überwachen lassen müssen.
  • Da jedoch CAI in seiner derzeitigen Form nachgewiesener Maßen nicht sicher ist, wird – wie bei Adobe üblich – bald eine CAI 2.0 und dann 3.0 usw. eingeführt werden. Für jeden neuen Standard wird entweder eine neue Kamera mit Hardware-Chip oder eine kostenpflichtige Firmware-Update-Version gekauft werden müssen.
  • Da kommen auf Fotografen und Videografen sehr hohe Kosten zu.
  • Da viele sich das finanziell nicht leisten können, werden sie sogar aktiv ausgeschlossen – sozial diskriminiert.
  • Aber es kommt sogar noch schlimmer. Viele wollen das nicht (mehr). Zu jenen gehöre auch ich. Denn das ist hirnloser Firlefanz, welcher die Fotografie und Videografie weder inhaltlich noch sonst weiterbringt, sondern nur der extremen Kommerzialisierung dient. Die ständig schrumpfende Restmasse an Kunden soll maximal gemolken werden.
  • Faktisch wird das die freie Fotografie und – vor allem als Hobby – endgültig zerstören.
  • Das wird der letzte Tropfen sein, der das (Gedulds-) Fass vieler treuer Kunden endgültig zum Überlaufen bringt. CAI in seiner heutigen Form wird definitiv GenKI nicht verhindern. Ganz im Gegenteil werden noch mehr (nicht nur arme) Fotografen und Videografen dazu übergehen. Denn, wenn auch echte Bilder willkürlich von nicht gewählten und folglich nicht demokratisch kontrollierbaren, sondern rein kommerziell und willkürlich agierenden Firmen als gefälscht gebrandmarkt werden, dann kann man sie auch gleich als solche bequem im Warmen sitzend, schnell und billig mit Generativer Künstlicher Intelligenz erzeugen.
  • Wenn jedoch die sowieso stetige Abwanderung zu GenKI durch die Authentizität á la CAI beschleunigt wird, dann rutscht die Restkundschaft ganz schnell unter die kritische Masse ab, welche die Kamerahersteller zur Aufrechterhaltung der eigenen Produktion benötigen. Das retten dann auch ständige Preiserhöhungen nicht mehr. Denn die durch Abrutschen unter bestimmte Größenklassen explodierenden Preise der Kameras wollen zum Schluss auch keine Berufsfotografen mehr bezahlen, weil sie für derart teure Fotos und Videos niemals Abnehmer bei Kunden finden.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht