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Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

2. Mai 2012
Fujifilm X-Pro 1 – gesammelte Leidenschaft?

Die Fuji X100 war für mich gleich DOA – eine Totgeburt, zu teuer mit fest eingebautem Objektiv – schlicht eine Sammler-Kamera mit relativ guter Bildqualität. Doch sie ist vieldiskutiert und im kleinen Nischensegment überraschend erfolgreich.

Was ich so noch nicht geglaubt habe, hat Fujifilm sehr schnell geschafft, diese Kamera mit verbessertem Sensor und Wechselbajonett zu optimieren.

Die Fujifilm X-Pro 1 – mit dem holprigen Namen, soll großes leisten – mit 16 MP Halbformat-Sensor die Bildqualität von 16-21 MP Vollformat-Sensoren schlagen.
Dazu setzt Fujifilm eine etwas veränderte Sensor-Architektur und genau abgestimmte Hochleistungs-Objektive ein.

Eine Kamera ist ja weit mehr als Auflösung – und Bildqualität kann letztendlich ohnehin nur ein entsprechend erfahrener Fotograf liefern… was soll da ein Sensor nützen?
In der Praxis zeigt sich dann auch Ernüchterung, eine Olympus OM-D E-M5 zeichnet bis 1600 ISO schärfere Details und kann prima mithalten, erst im High-ISO Bereich gewinnt die Fuji etwas durch geringeres und schöneres Bildrauschen. Im Test gegen eine Canon Eos 5D MKII schneidet sie noch gut ab, aber gegen eine Eos 5D3 verliert sie dann wieder optisch auf ganzer Linie. Also der Sensor ist sehr gut und er ist fast auf der höhe vom Vollformat, aber mehr auch nicht.

Die X-100 scheitert am Bedienkonzept, am Autofokus, an Preis-Leistung und vielem mehr und genau daran könnte auch die Fuji X-Pro 1 scheitern. Olympus zeigt wie es geht und Canon wird es im Herbst vielleicht auch endlich zeigen – was Fuji, Nikon, Pentax, Samsung nicht hin bekommen und wo Sony zu große Objektive bauen muß und Panasonic sich im Bedienungslabyrinth verliert…
Für mich muß eine neue Kamera ein herausragendes Objektiv mit einem ausgereiften Sensor, einem extrem präzisen und schnellen Autofokus mit einer angenehmen, logischen Bedienung und Haptik vereinen – dann ist der Preis zweitrangig.Bisher gelingt das nur der Olympus E-P3 und vielleicht auch der neuen OM-D…Gut wenn Fuji den anderen Beine macht, aber bisher hat sich Fuji noch immer selbst ein Beinchen gestellt (Software/Firmware – Bedienung – AF etc).Der Preis den Fuji anpeilt ist gemessen an einer Sony Nex7 und Olympus OM-D deutlich zu hoch, weil sie auf kleine Stückzahlen ausgelegt ist und an Leicas Aspherical FLE Objektive kommen die Fujinone nahe genug heran, zu einem weit günstigeren Preis. Ergo: Kamera zu teuer – Objektive spannend!

FUJIFILM X-Pro1; UVP: 1600€

Objektive:

XF18mm F2 R; UVP: 580€
XF35mm F1.4 R; UVP: 580€
XF60mm F2.4 R Macro; UVP: 630€

Der Name der neuesten Fujifilm-Kreation klingt zunächst holprig: X-Pro1. Die Bezeichnung Pro hat ja bei Fuji Tradition, zuletzt bot Fuji DSLR-Kameragehäuse mit Nikon Bajonett an. Jetzt der Schwenk zurück zum eigenen Bajonett – zu einem Halbformat-Sensor (APS-C) mit 2:3 Sensorformat und Vergrößerungsfaktor 1,5x verglichen mit Kleinbild/Vollformat.

Das rechteckige Sensorformat ist zwar weiterhin sehr beliebt, nutzt aber die Leistung nur schlecht aus. Hier wäre ein Quadrat oder zumindest das 4:3 Format heute angeraten. Es ist bedauerlich, dass sich Fujifilm nicht dazu durchringen konnte, seine microFourThirds-Option mit den eigenen Sensoren, Kameras und Objektiven auszuspielen. Das hätte den Markt wirklich bereichert. So führt Fujifilm zum dritten Mal ein neues, kleines Bajonett ein, gegen bereits 6 vorhandene System-Bajonette und schielt bewußt auf die Leica-Interessenten, die sich „Made in Germany“ nicht leisten können. Fujifilm hat sich offensichtlich vorgenommen Kameras gezielt gegen die jüngsten Leica Kameras zu positionieren – ohne wirklich eigene Ideen zu haben – vom Sucher und vom Sensor einmal abgesehen. Die Kamera an sich weist fast die gleichen Abmessungen wie die aktuelle Leica M9 auf, allerdings verfügt diese über einen Vollformat-Sensor.

Doch auch gut 2200 € für Kameragehäuse inclusive 1,4/35 mm Normalobjektiv sind ein hoher Preis für eine x-Pro 1. Das hingegen der klassische Messsucher fast nur noch Sammlerwert hat, ist von den meisten unbestritten – da muß auch Leica ganz neue Wege zeigen.

Das Design der Fujifilm wirkt fürchterlich uneinheitlich, durch die Anschrägung der Kameraoberseite werden zahlreiche Probleme erzeugt. Schräge Räder schaffen einen asymmetrischen Spalt. Die Sucherumrandung kollidiert mit der Oberseite, auf der Rückseite wirken die Räder wegen der ansonsten horizontalen Fugen angeshclagen, AE-L/AF-L und Q Knopf sind ungünstig angebracht und können durch die Handinnenseite aktiviert werden. Für deine Menüwippe war scheinbar nicht genug Platz. Wirkt insgesamt unharmonisch und mit der heißen Nadel gestrickt – schon die X100 ist keine wirklich praktische Kamera, sie hat einen lahmen AF und deutliche Bedienungsmängel.

Die Kamera sieht aus als wäre sie links gegen die Wand geworfen worden. Wenn ich da so aufs Oberdeck schaue… kein Blitz, links alles leer, ein großes Zeitenrat oder Zeitautomatik – sieht schön aus, braucht aber letztlich kein Mensch mehr – ein großes ISO-Rad wäre mal was anderes, wird aber dank ISO-Automatik auch kaum gebraucht – also das Rad würde bei mir nie bewegt. Ein kleines Belichtungskorrektur-Rad, so versenkt, das es sich hoffentlich nicht verstellt. Nur was soll jemand mit 1/3 Stufen – dieser Schwachsinn stirbt wohl nie aus – außer wenn denn 1/100 Stufen kommen! Es muß halbstufig sein, aber dafür bis +/- 5 gehen! Der Wert +/- 2 ist viel zu gering! Eine Belichtungskorrektur in Drittelstufen ist ziemlicher Quatsch und sie sollte bis +/- 5 Stufen reichen! Eine Fn Taste ist heute wohl Pflicht für ISO und Co.

Der Auslöser wirkt winzig und ist verriegelbar. Der Sucher für mich auf der falschen Seite – so werden die Kamera und ich nie Freunde! Die Beschriftung Macro wundert mich sehr – was passiert da? Ein Bildausschnitt? Nein es ist nur die Taste zum Abstimmen mit dem 60 mm Macro-Objektiv.

Der Sucher ist eine aufwendige Neu-Definierung, eine Kombination aus Glassucher mit LED-Anzeigen und elektronischem Sucher mit allen Anzeigen. Beides kann vorne an der Kamera rasch gewählt werden. Während der hochauflösende, elektronische Sucher den Vorteil der präzisen 100% Ansicht bietet, zeigt der Glassucher mehr als den Bildausschnitt. Aufgenommen wird nur was innerhalb des weißen Rahmens sichtbar ist. Hier rauscht nichts und man sieht das Motiv in seiner Umgebung. Der Sucher ist naturgemäß groß und das Kameragehäuse damit deutlich größer als alle anderen System-Kameras. Es wird per Sensor erkannt wann das Auge vor dem Sucher ist und sonst umgeschaltet auf den Monitor auf der Kamerarückseite. Der Monitor ist unbeweglich – auch wieder ein KO-Kriterium für mich – ich will nicht zurück in die Steinzeit – Mehrfachbelichtung und einstellbare Filmemulsionen schön und gut. Meine Kameras haben Blitz, beweglichen Monitor oder Sucher, Touchscreen und schnellen Autofokus, der auch bei wenig Licht noch schnell reagiert – das ist meine Erwartung an jede neue Kamera. Als Zubehör Filter und eine Platte mit Handgriff a la Leica… schön, aber der Griff hätte gleich ans Gehäuse gehört.

Accu – der kleine Stromlieferant soll 300 Auslösungen sicher stellen, das ist beileibe nicht viel, da ist der Aufpreis für einen Zweitaccu schon beinahe Pflichtprogramm, wenn man mit der Kamera wirklich fotografieren möchte.

Kein beweglicher Monitor, kein Blitz, kein Touch-Screen, total lästige und veraltete Gurtaufhängung und natürlich wieder ein lahmer AF und die seit Jahren bekannten Software-Fehler – die immer bei Fuji auftauchen

Also eine altmodische Kamera ohne Griff (Zusatz) mit modernem Sucher und vielleicht vorteilhaftem Sensor im Halbformat macht so noch keine besseren Bilder.
Also dann doch lieber länger sparen und für den dreifachen Preis das Original mit Vollformat.

Fuji ist nur Baden mit viel Schaum und ohne Wasser

Die Fuji Xpro 1 ist ja fast eine Kopie der Leica M9, ähnliche Größe, nur zum Glück deutlich schlanker und beide mit Glassucher ausgestattet. Sicher ist die Fuji in einigen Punkten moderner und zweckmäßiger und endlich auch geeignet für Macro- und Tele-Fotografie. Doch Leica bringt im gleich großen Gehäuse Vollformat unter und Fuji schafft dank dem Sensor und den Fujinon Objektiven, den Leica Summilux oder gar Summieren Paroli zu bieten.

Die Objektive – Asperical-Rechnungen… wunderbar, aber seltsame Brennweiten, 16 mm und 29 mm (Formatdiagonale) wären wichtig gewesen

Dann, was muß ich sehen?

Blendenring – Der schöne Traum von der Rückkehr des sanft rastenden und schön fühlbaren Blendenrings zerplatzt jäh.

Ein Blendenring der in Drittel-Stufen zu sanft einrastet  ist kaum wirklich sinnvoll und intuitiv.
Fuji legt den Blendenring anders herum an, sind da Briten im Spiel? Anders als Leica, Nikon, Olympus und Co, Außerdem rastet die Blende in Drittel-Stufen – noch so ein Schwachsinn den selbst Leica lange nicht mit gemacht hat – für jeden Ex-Nikon Fotograf vielleicht eine Freude – aber für mich schlichtweg Unsinn aber wenigstens werden die Blendenwerte im Sucher eingeblendet – doch intuitiv – ohne drauf zu schauen – kaum zu bedienen… Was soll das?
Freude zerstört! Die guten, alten Zeiten kommen nie zurück!

Sonst hat sich Fuji leider nicht an klassischen Objektiven orientiert, ein 35 mm ist schon sehr langbrennweitig – es hätte für meinen Geschmack ein 1,4/29 mm sein MÜSSEN! Das auch der Diagonale des Formates entspricht  Ein 18 mm ist für mich eher langweilig, ein 2,0/16 mm hätte es schon sein sollen.

Das 2,4/60 mm Macro ist richtig ausgewählt und wäre sicher ein Renner, wenn es denn auch schnell fokussieren könnte. Es ist aber total lahm und richtet sich nur an eine manuell fokussierende Macro-Klientel. Olympus hat die Lichtstärke f: 2,0 vorgelegt und verfügt damit über das bis heute beste Macro-Objektiv in dem Brennweitenbereich. Das 60 mm Macro, hat  eine Metall-Sonnenblende – die länger ist als das Objektiv – dass kann man besser lösen.

9 Objektive sind für die nächsten drei Jahre geplant, ab 14 mm Brennweite und sogar Zooms sind im nächsten Halbjahr zu erwarten.

Gefolgt sind bis jetzt:

2,8/14 mm (21iger);

1.4/16 mm (24ier);

1,4/23 mm (35iger);

1.2/56 mm (85iger)

2,0/90 mm (135er)

2,8/16-50 mm

Zoom-Objektive wie:

4.0/10-24 mm
5.6/18-135 mm IS
4.8/50-200 mm IS

Weitere sind in Vorbereitung.

Jetzt werden die Schatten schon immer länger – tolle Bildqualität ist sicher erreichbar, aber was sonst alles fehlt:

Lange SCHATTEN:

– sehr kurze Accu-Energie bis nur 300 Aufnahmen
– Blendenring verkehrt herum in 1/3 Stufen
– überflüssiges Zeitenrad
– altmodisches Belichtungskorrektur-Rad
– kein Handgriff eingebaut
– kein Blitz
– kein beweglicher Monitor
– Sucher für mich auf der falschen Seite
– kein Touch-Screen
– kein hochempfindlicher, schneller AF – extrem langsam
– hoher Preis 1600 nackt – Preis mit Objektiv 2200€ für Halbformat
– harte Belederung
– falsche, veraltete Gurtaufhängung
– primäre Empfindlichkeit nur 200-6400 ISO
– weder 50 ISO noch rauscharme 25,600 iSO!
– nur 1/180 Blitzsynchronzeit – 1/4000 Belichtungszeit
– keine Bildstabilisierung eingebaut (in einigen Zoom-Objektiven)
– sowohl manueller Fokus als auch Blendenring arbeiten elektronisch – nicht mechanisch!
– 450g schwer

Sonnenstrahlen:

+ innovativer Sucher nur für WW-Festbrennweiten
leuchtend helle Übersicht oder 100% Sucher
+ gute Empfindlichkeit, harmonisches Bildrauschen

+ neue Sensor Architektur ohne AAS-Filter
+ Objektive mit Blendenring
+ getarnte Front
+ AF-Wahlrad vorne links
+ 6 Bilder pro Sekunde – aber ohne AF
+ Augensensor zum automatischen Umschalten, Monitor/Sucher
+ 1,2 MP auflösender Monitor
+ leise und ohne große Erschütterungen
+ für die große Form überraschend leicht

Sie könnte mich schon reizen, das Konzept ist spannend und gegen den Main-Stream. Der AF muß schnell und präzise sein, der Accu muß für 1000 Aufnahmen Energie liefern, sie braucht eine verbesserte Haptik und einen beweglichen Monitor. Und sie hat mit der Panasonic GH2 und Olympus OM-D leider sehr starke Konkurrenz zum viel günstigeren Preis mit viel mehr Objektiven zur Auswahl. Für einfach nur ein paar Street-Fotos von 28-90 mm Brennweite – wäre sie mir definitiv zu kostspielig.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

29. April 2012
Ferien – Spaß – Fotografie im Wasser und am Strand

Warum ist Olympus weit vor Canon, Nikon,Sony und allen anderen seit vielen Jahren die Innovativste Firma?

Hier ein aktuelles Beispiel:
Bald erscheint die Olympus TG-1 Tough
Was fehlt allen Strand- und Unterwasserkameras bisher?

Lichtstärke und Weitwinkel – ein Objektiv das mehr Bildwinkel als 28 mm zeigt!
Voila, Olympus schafft endlich ein Objektiv: 2,0-4,9/25-100 mm!

(Sony hatte zwar schon länger ein 3,5-4,6/25-100 mm – aber mit gefaltetem Strahlengang und eher bescheidener Abbildungsqualität)

Das wird dann meine Strandkamera für dieses Jahr.


 

Davor hat man die Fotowelt wachgerüttelt mit einer Olympus E-10 mit festeingebautem, lichtstarkem Zoom und toller Bildqualität.
Es folgte die E-1 die vieles erst in Gang brachte, die E-3; die E-5; die Pen, die XZ-1, die OM-D

 

Veröffentlicht in Kameras im Test

11. April 2012
Nikon AF-S 1,4/35 mm G SWD Praxis-Test

zum Download bitte Abbildung anklicken.

 

Foto-Listen-2012-03-EndK

Harrys Foto-Listen-2012-03

 

 

Veröffentlicht in Praxis-Tests