Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

1. März 2012
Kamera-Neuheiten – Zahlen Bitte!

Tagebuch-Gedanken: 2012-März-01

Die neuen Preise sind gepfeffert – aber nur Amateure diskutieren über Preise, oder?

Da will Canon 6300€ für die bisher einzig echte und robuste Profikamera.
Nikon lässt sich nicht lumpen, will 3200 für die D800 E und 5900€ für die D4.
Über Leica-Kameras reden wir mal nicht…
Kameras sind ja KEINE Investition, ganz gleich wie teuer das schwarze Gehäuse heutzutage erstanden wird, nach spätestens 2 Jahren haben die Mitbewerber spannendere Alternativen und nach nur 3 Jahren gibt es oft ein wesentlich verbessertes Modell – zumindest ist das bei der Profiklasse derzeit so Alle anderen Kameras sind schon nach 1-2 Jahren veraltet.
Sicher brauche ich nicht immer die neueste Kamera um tolle Fotos zu belichten, dafür reicht oft auch meine alte Pentax LX. Doch ich teste und arbeite am Limit und bin noch längst nicht zufrieden mit dem was der Autofokus in vielen Gehäusen und mit den meisten Objektiven leistet. Für flüchtige Motive ist die Beherrschung der Kamera, der AF und das richtige Objektiv, einfach unsagbar wichtig. Mit der Nikon D200 und D2 gab es erstmals seit langem einen großen Sprung und auch die Canon Eos 7D schlägt sich wacker , die Canon Eos 1D MK IV ist endlich auch relativ problemfrei schnell mit neuen Objektiven, die Olympus E-P3 brachte eine ganz neue AF-Qualität in den unteren und mittleren Brennweitenbereich. Richtig schnelle Objektive bieten derzeit nur Canon (Super-Tele) und Olympus (mFT), alle anderen Produkte sind für meine Arbeitsweise derzeit einfach nicht ideal. Nikon ist zwar nicht so viel langsamer als Canon und rechtfertigt kaum einen Wechsel ins weiße Lager und doch bin ich froh, keine große Nikon Ausrüstung zu haben. Wenn ich mit Nikon arbeiten müßte, dann nur mit D4 und 4,0/500 mm, 4,0/16-35 mm VR; 4,0/24-120 mm alle anderen Objektive würden mich kaum reizen.

Der Kauf einer Profikamera frisst ein richtig tiefes Loch 3000-6000 € sind selten leicht verdient. 
Selbst wenn ich rund 1000 € Steuer erst einmal heraus ziehe, gut 5000 € noch mal zusätzlich in 2-3 Jahren verdienen mit Fotos – das gelingt den allerwenigsten. Wenn man die Kameras nicht ganz schrottet, kann man, bei rechtzeitigem Verkauf, aber immerhin  noch einmal 3500 – 4000€ (und die Steuer noch dazu bezahlt) heraus bekommen.
Wenn Verdienst da ist, lohnt sich die Anschaffung trotzdem.

Bei Objektiven sieht das besser aus, ein Supertele, vor 6 Jahren gekauft, hat 7000€ gekostet, heute kostet es 11.000€, der Wiederverkaufswert bei guter Behandlung liegt bei bis zu 6000€ – Verlust – nicht spürbar, schon gar nicht betrachtet auf 6 Jahre und unzählige 1000 Fotos.

Deshalb, die Anschaffung eines sündhaft teureren Super-Tele-Objektivs oder extrem gutem Leica-Weitwinkel-Objektivs zahlt sich immer aus. Die Anschaffung einer Profi-DSLR nur, wenn man sie pflegt und sehr rechtzeitig im guten Zustand verkaufen kann.
Zuletzt war ich sehr unglücklich mit den Canon Kameras, außer mit der 7D habe ich mich mit fast allen herum geärgert. Die Eos 5D MK II war für mich viel zu langsam, die Eos 1Ds MK III hat mich nie wirklich gereizt und war mir auch zu langsam, die 60D kam gar nicht in Frage, die Eos 1D Mark III war gut, aber im High-ISO Bereich nicht gut genug; die Eos 1D MK IV keine so wesentliche Verbesserung bis die Super-Teles lieferbar waren (denn seit dem ist der AF erheblich schneller) – ich denke die Eos 1DX ist ein großer Sprung und hoffentlich das große GELD auch wert.

Wer eine Nikon D700, D3s oder gar D3x hat kann ruhig durchatmen, er braucht weder eine D800, noch eine D4 – bei Nikon kann derzeit nur eine D400 neue Kaufwünsche wecken. Die kommt aber vielleicht erst im Spätsommer, wenn sie auf den 24 MP Sensor von Sony setzt, könnte das für viele mit ihren Objektiven schon sehr schwierig werden. Besser wäre ein rauscharmer 18-20 MP Sensor. Bei Nikon würde ich abwarten.
Sony ist mit dem Vollformat noch nicht so weit, das ändert sich erst mit neuen Objektiven und der kommenden Alpha 99. Ob die Masse der Amateurfotografen aber den elektronischen Sucher schon akzeptiert? Der Sony Alpha 900 Sucher ist der beste DSLR-Sucher der je in eine Kleinbildkamera eingebaut wurde – ich bin gespannt wie groß und gut seine elektronische Ausführung werden wird. Die Sony Alpha 77 ist für alle Besitzer von Minolta- und Sony-Objektiven ein Segen und für alle anderen nicht wirklich interessant. Alle anderen Alphas spielen keine Rolle mehr.

Es scheint als geht APS-C in DSLR-Kameras langsam die Puste aus. Es kommen keine spannenden Objektive mehr, der Druck durch Vollformat-DSLR wächst durch die Neuvorstellungen deutlich, ganz zu schweigen durch das Angebot der Systemkameras. Was fehlt sind innovative, kompakte, leichte Zoom-Objektive und lichtstarke Festbrennweiten. Canon bringt kein besseres 2,8/15-55 mm IS, kein 4,0/8,5-18 mm; kein 2,8/31-130 mm IS, ein 1,8/22 mm; kein 1,8/31 mm und Nikon kein 2,8/16-55 mm VC, kein 2,8/33-150 mm  VC; kein 1,8/23 mm – Chancen vertan. Die neuen Systemkameras werden alle DSLR-APS-C-Kameras kannibalisieren. Kameras wie die Eos 60D, die Eos 7D, die Nikon D7000; die Nikon D300s werden nicht mehr gebraucht, oder allenfalls noch als Konverter für die Vollformat-Objektive genutzt. Die vier großen Hersteller haben es versäumt wirklich perfekt angepasste Objekte vorzustellen und Sigma und Tamron konnten die Lücken auch nicht wirklich füllen.


 

28. Februar 2012
Pixel-Auflösung – Fluch oder Segen?

Tagebuch-Gedanken: 2012-Febuar-27

Alle aufgeklärten Fotografen wissen, für ein qualitativ hochwertiges A3 Foto oder die Doppelseite im Magazin reichen 4-5 Mega-Pixel dicke aus. Ich habe hier im Büro noch etliche, lieb gewonnene Ausdrucke aus meiner Canon Eos 1D (4,1 MP) und Olympus E-1 (5 MP) hängen und verblasse damit immer die Pixel-Freaks.
Aber sicher sind die Fotos mit guten Objektiven bei gutem Licht gemacht.
Canon pushte danach die Pixelzahlen immer weiter bis auf 21 MP und könnte den Bildpunkten immerhin mehr Platz – vergrößerte den Sensor auf 24×36 mm Kleinbild-Format, was dann später zum “Vollformat” gejubelt wurde.

Nikon und Olympus hielten sich bewußt zurück und hatten auch zunächst keine Ambitionen auf Vollformat. Dann kam Sony mit Macht, übernahm Minolta und wirft mit Sensoren und Kameras nur so um sich, kann Vollformat und packt 24 MP darauf und im nächsten Schritt dann sogar auf den Halbformat-APS-C Sensor. Olympus durchbricht seine eigenen Grenzen und veröffentlich eine Kamera mit 16 MP, Nikon setzt jetzt eins drauf und überholt kurzfristig mit 36 MP und lässt sogar den AA-Filter weg. Synchron dazu werden auch schnell die kompakten Digicams für jedermann von 3 MP auf 16 MP und sogar 18 MP katapultiert, trotz den winzigen Abmessungen des Sensors. Seit dem Erfolg des berührungsempfindlichen Monitors setzen auch die Handys auf Megapixel, von 3 MP auf 8 MP und jetzt ist Nokia wieder da und baut das erste Handy mit 41 MP Sensor.


Da kann einem schwindelig werden, es kommt nicht allein auf die Größe des Sensors an, sondern was die Kamera damit macht. Nokia beschreitet jetzt einen anderen Weg und nutzt nicht 41 MP (Nokia 808 PurView)  für jedes Bild sondern gibt besonders gute und verhältnismäßig rauscharme Fotos mit 3, 5 oder 8 MP frei.
Der Aufnahmesensor, der dafür verwendet wird ist 5x größer als alle bisherigen Handy-Sensoren, also schon ein ausgewachsener Sensor, der sogar größer ist als von Digicams verwendete und  kaum kleiner als der Nikon 1 Zoll-Sensor.

Qualität gibt es nicht ohne ein entsprechend effektives Objektiv – das weiß auch Nokia und deshalb steht stolz auf dem Handy “Carl Zeiss 2,4/8 mm”. Durch die hohe Auflösung wird sogar ein 2,8x Zoombereich möglich (bei 5MP effektiver Auflösung) – das Zeiss Objektiv selbst ist eine Festbrennweite! Im Nokia 808 sind Bildausschnitte von 28-80 mm Brennweite möglich ohne bewegliche Teile und aufwendige Zoom-Linsen, ohne Zeitverlust und geräuschlos!

Im Format 4:3 werden 38 MP und im Format 16:9 noch 34 MP genutzt. Zum Filmen steht sogar ein 4x Zoom zur Verfügung. Die Lichtstärke f:2,4 klingt zunächst gut, erlaubt aber aufgrund der Sensorgröße und der Brennweite 8 mm keinerlei Spiel mit der Schärfentiefe.

Das hat nichts mehr mit Fotografie zu tun – aber die Menschen bekommen was sie wollen, Bildausschnitte auf Knopfdruck. Die allermeisten Menschen möchten ja Dinge und Personen nah heran holen oder anders herum viel Raum zeigen.
Sie interessiert keine Schärfentiefe, keine Perspektive, kein Licht, kein Schatten, keine Farben, keine Schärfe, kein Hintergrund, keine Brillanz und kein technisches Erleben und umsetzen. Sie wollen einfach nur groß im Bild haben, was sie sehen.
Ähnlich wie unsere Augen, die uns ein großes Sichtfeld zeigen – aus dem unser Hirn das für uns wichtige heraus stellt und betont.
Wenn Sie sich das deutlich vor Augen führen, was unsere Augen tatsächlich liefern und was unser Gehirn damit macht – dann wird sehr deutlich, daß Fotografie mit Systemkameras und Wechselobjektiven – mit dem ganzen Aufwand, den wir treiben – eine hohe Kunstform ist. Wir treffen für die Aufnahme eines Motives oder der Welt, hunderte bewusste Entscheidungen, wählen aus, selektieren und gestalten und erhalten ein Foto, das im Idealfall unserer Vorstellung entspricht.

Nokia, Sony und Co werden schon bald die Hintergründe unscharf rechnen, die Perspektiven anpassen und Fotos simulieren – wie wir sie sonst nur mechanisch und optisch erreichen konnten.

Schöne neue Welt?

Nokia zelebriert hier einen großen Sprung und bläst alle anderen Handys und die Digicams auf Seite. Mal sehen wann Nikon das auch anbietet…

Pixel-Auflösung kann wie alles auf der Welt für den einen ein Fluch und den anderen ein Segen sein.
Wer nur etwas festhalten will, für den ist Nokia auf dem besten Weg und bringt bessere Ergebnisse auch bei höhere Empfindlichkeit. Wer kreativ fotografieren will, wird auch heute noch mit Handys und Digicams nicht so viel anfangen können.
Hohe Auflösung und die Möglichkeit Ausschnitte frei zu bestimmen, ohne die Bildqualität zu kastrieren sind sehr vorteilhaft. Wieviel Mehr an Auflösung sinnvoll ist, hängt davon ab wie gut das Objektiv und die Lichtverhältnisse bei der Aufnahme sind und ob die Aufnahme verwacklungsfrei und pixelscharf gelingt.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

28. Februar 2012
Canon Eos 5D MK III is coming

In den nächsten Tagen wird die neue Eos 5D Mark III-Kamera das Licht der Welt erblicke!
Nach den ersten Daten und Bildern bin ich skeptisch, das sie eine so große Neuerung ist, wie von Vielen erwartet.
Sich wird sie endlich einen schnellen und sicheren Autofokus haben, gewohnt scharfe Bilder mit Vollformat- 22 MP Sensor auch bei wenig Licht belichten und die gewohnte Bedienung mit bringen. Aber schon jetzt scheint mir klar, das eine weitere Dos für semiprofessionelle Filmer kommen muß. Zwei neue Eos -Kameras mit professionellem Anspruch, für unterschiedliche Anwendung sind in Produktion.

Sie werden sich mehr am Äußeren der Eos 7D und der Technik der Eos 1DX orientieren!
Der Autofokus wird endlich deutlich aufgewertet, doppelt so empfindlich bis -2EV und die unausgereifte Bedienung der Eos 5D II wird auch verbessert.

Allerding wird Canon mich wieder sehr enttäuschen, da ein beweglicher Monitor mit Touch-Screen fehlt und ein schneller Live-View erst recht. Sicher wäre es unklug den Berufsfotografen und Hardcore-Fans Kameras zu bieten mit beweglichem Monitor, auf dem sich nur langsam fokussieren lässt, deshalb lässt es Canon wohl ganz sein. Denn auch an der Eos 60D und 600D mit beweglichem Monitor, der großartig gelungen ist, lässt sich leicht feststellen, dass 4-6 Sekunden vergehen, bis richtig fokussiert wurde!

Anders als Sony hat Canon hier keine Übergangstechnik im Petto – schade. Olympus schafft die Fokussierung auf den Monitor ohnehin mit Abstand am schnellsten und präzisesten.

Also alles im Übergang bei Canon und Nikon, bis die spiegelfreien Kameras endlich mit dem richtigen Sensor und geeigneten Objektiven kommen. Frustrierend.

Es wird eine Kamera mit 22 MP und eine mit 45 MP erscheinen (gute Nacht Nikon :-))

Die Preise werden hoch sein – ab 3000€.

Die Canon Eos 1DX verschiebt sich weiter – es kann Mai werden…

Auch eine Canon Eos 650D sollte noch vor der Sommersaison vorgestellt werden und zur Photokina ist dann auch die Eos 7D MKII fertig – alles wie gehabt alle 1-2 Jahre wieder.

Objektive:
Für die Knipser kommt ein neues 3,5-5,6/28-135 mm IS II

das EF 4,0/200-400 mm L IS 1,4x wird bald gezeigt, man darf sich auf einen Preis jenseits 10.000 € einrichten 🙁

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test