Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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im Internet – Weltweit! 383 Tests!
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

10. Februar 2012
Zeiten ändern sich

Tagebuch-Gedanken: 2012-Februar-10

Schwäne am Moselstrand mit Sony Nex 5n und 6,3/18-200 mm bei f:8

Das einzige was jemals Bestand hat  ist die Veränderung.

Jede Kreatur auf dem Planeten muß sich ständig anpassen um nicht bedeutungslos und verloren zu sein.

Die japanische Bevölkerung wird als fleissig, gebildet, technikverliebt, schrill und diszipliniert wahrgenommen – doch bestimmt nicht als dumm. Sie haben die deutsche Foto-Wirtschaft beerbt und dominieren auch heute noch den gesammten weltweiten Markt für Fotogeräte und Objektive. Es sind alte Firmen wie Canon, Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax-Ricoh, Sony – die sich den Markt teilen. Panasonic und Sony kommen aus der Elektronik-Herstellung und setzen sich erst seit der digitalen Fotografie intensiv mit Fotokameras auseinander.

Hierzulande wird eine für mich große Innovation in der Fotobranche immer noch gerne milde belächelt oder gar klein geredet – die Systemkamera.

microFourThirds hat jetzt in Japan in Weihnachtsgeschäft bewiesen, das es die Gegenwart der Fotogeräte ist (die Zukunft kennt niemand!), die die meisten Menschen kaufen und haben wollen. Und die den meisten Menschen in Japan Freude macht.

Es wurden mehr mFT Kameras als DSLR-Kameras verkauft – die mFT Hersteller Panasonic und Olympus haben in Verkaufszahlen Canon und Nikon deutlich überholt. Olympus hält im Heimatland, trotz Finanzskandalen 37% Marktanteil, weit vor Panasonic und Sony.

Alle anderen Hersteller spielen nur eine kleine Rolle, allenfalls Sony kann sich an dritter Stelle noch mit guten Verkäufen behaupten.
Aber letztlich sind die Marken unwichtig, der eine will das was alle haben und der andere will Individualist bleiben, jeder wie er mag.

Diese Entwicklung war sonnenklar. Mit Vorstellung des mFT Systems 2008 war die technische Kamerazukunft geboren.
Inzwischen gibt es 18 verschiedene Gehäuse und 33 verschiedene Objektive. Davon 18 Festbrennweiten und 15 aktuelle Zoom-Objektive. Dazu gibt es noch 7 verschiedene Objektiv-Vorsätze für den preisbewußten Anwender, der nicht mehrere Wechselobjektive kaufen mag.
Dieser Verlockung kann kaum ein Fotofreund wiederstehen. Und wenn man dazu in Betracht zieht, das praktisch jedes bisher produzierte Objektiv per Adapter an die Kameras angeschlossen werden kann… neue Welten.
Allerdings verlleren Sie den Weitwinkelbereich, da immer mit Faktor 2 gerechnet werden muss. Das manuelle Fokussieren gelingt sehr leicht und sicher, da alle Kameras eine Lupenfunktion besitzen und damit eine gute Beurteilung der Schärfe am Monitor erlauben.
Wenn Sie irgendwann einmal Lust auf eine kleine, handliche, leichte Kamera mit allen Möglichkeiten, schnellerem Autofokus, einer Bedienung und Auslösung mit Touch-Screen – die wunderbar in die Jackentasche passt: Lassen Sie sich von mir die Tests schicken, lassen sich beraten und können auch eine der Kameras, die Objektive und das Zubehör bei mir kaufen.
Es geht nicht um Markennahmen, es geht um die ganz neue Fotografie, vom Zwang der Größe und Mechanik weitgehend befreit.

Wer jetzt vermutet, ich will hier Olympus oder Panasonic odr auch nur microFourThirds Umsatz bescheren – der schätzt mich bedauerlicherweise völlig falsch ein. Ich habe in 30 Jahren so viele Kameras und Systeme gehabt und mit allen Fotos und Filme realisiert, die mir gefallen – doch mir war technischer Fortschritt immer sehr wichtig.
Und ich habe nie verstanden, warum die Kameras, Objektive und Accus nicht so wie das Speichermedium – untereinander austauschbar sind.
Olympus und Panasonic haben das erstmals mit Abstrichen geändert und ein offenes System geschaffen – mit Sinn und viel Verstand – ein neues Format 4:3 etabliert, dass die Leistung von Objektiven besser ausnutzt und zugleich eine hohe Qualität und deutlich kompaktere und leichtere Bauweise zulässt.

Dieses System nannten sie mFT im Format 4:3 und mit Vergrößerungsfaktor 2.0 – gemessen am etablierten Kleinbild. Es ist derzeit durch kein anderes Bildaufnahmesystem zu schlagen.
Wird der Bild-Aufnahmesensor größer, wie bei Leica, Sony, Pentax-Ricoh, Samsung und Vollformat – werden auch die Objektive größer und unhandlicher oder sind nicht in allen Brennweiten von 7 mm bis 800 mm realisierbar.

 

Werden die Bild-Aufnahmesensoren noch kleiner als 13×17 mm leidet die Bildqualität doch merklich und die Objektive können kaum noch kompakter realisiert werden, siehe Nikon 1; Pentax Q und alle Digicam-Kameras.

Sicher erreicht der Fotograf theoretisch und im Einzelfall eine höhere Auflösung oder Tonwert-Dynamik und geringeres Bildrauschen mit größeren Sensoren – vor allem mit Mittelformat CCD-Sensoren, aber auch mit Vollformat-CMOS Sensoren.
Diese Verbesserung ist theoretisch denkbar weil sie von vielen Faktoren abhängig ist – die letztlich nur erfahrene Experten erreichbar und transportierbar ist. Der Glaube, man brauche nur eine Vollformatkamera oder gar Mittelformatkamera in die Hand zu nehmen um technisch bessere Fotos zu realisieren ist schlichtweg falsch.
Das stwas gesteigerte Bildrauschen bei sehr hohen Empfindlichkeiten ab 6400 ISO ist jedoch für viele sichtbar und wird ein kleiner, heute vernachlässigbarer Nachteil vom mFT-Format bleiben (gemessen an größeren Sensoren).

 

Die Begeisterung für einen Namen, einen Stil, ein Design, ein Produkt, ein System ist nur eine Zeitlang spannend und letztlich nichts wert, wenn es frischere Produkte und Systeme gibt – die die reise zum Ziel erleichtern oder verbessern.

Obwohl ich Kameras und Objektive von Pentax, Minolta, Nikon, Leica zur Verfügung habe… nehme ich diese zum Fototermin praktishc nie mit. Fast immer fällt die Entscheidung Olympus FT oder mFT oder Canon Vollformat.

Und letztlich begeistert mich immer wieder die Qualität der JPEG-Dateien und die Leichtigkeit der Olympus Kameras am allermeisten.
Sony Nex habe ich derzeit im Dauertest, die Nex 5N habe ich mir geleistet, weil mir das Design gefällt und ich ab und zu bedarf für höchste Empfindlichkeit bei geringstem Bildrauschen habe.

 

Warum ich fast nur noch Kameras mit beweglichem Monitor und schnellem Live-View einsetze?
Weil Tierfotografie immer am Besten aus Augenhöhe und Bodennähe stattfindet und ich fotografiere selten stehende Bären und muss meist tief hinunter!  Und Macro-Fotografie funktioniert auch ungleich besser mit dem Zaubermonitor. Nein ich will nicht mehr zurück und auch keine Nikon D8oo; D4, Canon Eos 1DX akzeptieren – das sind Dinosaurier, die nichts gelernt haben – sie taugen nur noch für den superschnellen AF.

 

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

6. Februar 2012
Nikon D800 & D800E – teurer Pixelwahn?

Das ist er der neue Bomber von Nikon = doppelt: Nikon D800 & Nikon D800E  – Vollformat – 100% Spiegelreflexsucher – 4 B/Sek – 36 MP CMOS-Sensor – 100-6400 ISO – FullHD-Video mit 60P

E steht leider nicht für Economy, denn die E ist noch deutlich teurer. Wie schon lange vorher gesagt, die Nikon D800 wagt mit 36 MP Auflösung – einen Ausflug ins Mittelformat-Reich.
 Der Preis für die neue Premium-Kamera wird bei 2830€ liegen uns somit fast 1000€ mehr kosten als die bisherige D700 – und bietet dafür dann rund 70% mehr Sensor-Auflösung.
Nikon betrachtet sie nicht als Nachfolger der D700 – die weiter angeboten wird.

Der Preis wird dazu führen, dass viele D700 – Fotografen erst einmal ihre Kamera behalten, denn sie ist ja anerkannt gut und weitgehend ausgereift. 
Auch wenn sie 4 Bilder pro Sekunde beherrschen wird, ist sie weniger eine Sportskanone für freihändiges Shooting.
Die D800 wirkt vertraut und ungewohnt windschnittig – rundes Eos-Design – Nikon ist, wie schon öfter – 10 Jahre zu spät – aber eben jetzt doch noch!
 Die Bedienung wie gehabt – denn Profis wollen ja nichts anderes (???). 
Ich finde es schade, dass Nikon einfach so weiter macht, kein Neubeginn, keine Besinnung, keine neue Ergonomie, außer dem eingebauten Blitz kaum neue Ideen…
Nikon am Limit?

D800 E ohne Anti-Aliasing-Filter und damit noch schärfer – soll die Landschafts- und Studio-Fotografen von Mittelformat zu Nikon locken.
Die D800E wird inclusive Farbsäume und Moirees geliefert, die Bilder müssen noch aufwendiger nachbearbeitet werden.  Ab April für 3220€ bei ausgewählten Fachhändlern mit entsprechender Beratung.

Pixel-Wahn:
Fast vergessen scheinen die Appelle, das schon 6 MP völlig ausreichend sind für Fotos in allen Größen.
Ich bin auch keineswegs begeistert von dem Pixelwahnsinn und sehe das sehr kritisch und die Fotografie wird eben, durch die Notwendigkeit für immer neue Hochleistungs-Objektive sehr teuer. Mit technischem Sachverstand betrachtet, sind nur die Macro-Objektive, einige Super-Tele-Festbrennweiten und wenige Zoom-Objektive weit abgeblendet, in der Lage genügend Bildinformation bis in die Ränder für 36 MP Vollformat zu liefern. 36 MP Vollformat bedeutet in etwa die Auflösung von 18-20 MP im Halbformat (APS-C). Auch der Bildstabilisierung kommt bei so hoher Auflösung eine ganz neue Bedeutung zu. Wir werden schon bald die ersten Nikon-Objektive mit VR III erleben. Denn die bisherige Bildstabilisierung VR und VR II wird in vielen Fällen nicht ausreichen um bei längern Belichtungszeiten ein kernscharfes Bild abzuliefern. Alternative ist das bewährte Stativ, das vor allem im Weitwinkelbereich wieder sehr wichtig wird. Ansonsten produziert man einfach Datenmüll.
Es erinnert mich insgesamt an die Situation, als es modern war in den 90iger Jahren seinen Diaprojektor mit Leica-Projektionsobjektiven aufzurüsten – mit einem Dreh waren die meisten Fotos, die man mühsam fotografiert, komponiert und gerahmt hatte, nicht mehr scharf genug.
Denn eine höhere Auflösung und 36 MP sind ein großer Sprung zu bisherigen 12 MP, kann nur ein Gewinn sein, wenn man seine Arbeitsweise und Präzision daran anpasst.
Natürlich ist nach dem Kauf der D800E auch schnell ein neuer Computer mit neuer Software und noch viel größeren, schnelleren Festplatten notwendig. In der Folge der Anschaffung entstehen so schnell unüberschaubare Kosten.
Das Nikon die D4 und die D800E ohne neue Objektive vorstellt, finde ich ziemlich unverantwortlich so weist alles wieder in Richtung Festbrennweite und die bitte abgeblendet.
Der Pixel-Wahn bringt  abseits der Kosten zwei gravierende Probleme mit sich, beo großen Blendenöffnungen eine deutlich reduzierte Leistung am Bildrand & stärker abgeblendet als f:8 ebenfalls deutliche Schärfeverluste am Bildrand durch Beugungseinflüsse.
Für Landschafts-Fotografen mit Anspruch bleiben nur f:5,6 und f:8 übrig und die Nutzung von Zeiss- und Leica-Objektiven…

Jede NEF-Datei (RAW) ist bis zu 77MB groß!

Die richtige Anschaffung für Pixel-Fans:
Nikon D800 E                  = 3200€
Apple MacBook Pro 15“ = 2150€
Software-Ergänzungen = 2000€
Nikon MB-D60 = 250€
Nikon SB 900 = 450 €
Nikon AF-S 4,0/16-35 mm VR ab f: 8
Nikon AF-S 4,0/24-120 mm VR ab f:8
Nikon AF-S 2,8/70-200 mm VR II ab f:5,6
Zeiss Distagon 3,5/18 mm
Nikon AF-S 1,4/35 mm
Nikon AF-S 2,8/105 mm Micro VR
Nikon AF-S 4,0/500 mm VR

KOSTEN: 8000€ mindestens für Kamera, PC und Zubehör und weitere 8000€ für entsprechende Objektive, ohne Super-Tele.
Das ist doch eine Hausnummer!

Für den heftigen Preis, im Vergleich zur D700 – gibt es kaum einen echten Grund (außer den Katastrophen und den Fehlentscheidungen der letzten Jahre).
Die D800 wird sicherlich für Viele eine geniale Verbesserung sein, vor allem für Studio- und Landschafts-Fotografen die bereit sind mit f:8 oder Zeiss zu arbeiten – für Mode- und Hochzeitsfotografen, die den Hals nicht voll bekommen, sicherlich auch.

Die D700 bleibt eine attraktive Kamera und das 4,0/24-120 mm VR ist ja aktuell – im Moment sind Preise um 2900 € für beides zusammen realistisch.
Ich muß ehrlich gestehen, für mich hat die lang erwartete D800 die wichtigste Chance vertan:
– 24 MP
– beweglicher Monitor
– 100% Sucher
– volle Videofunktion
im Paket für 2200€
hätte die meisten Erwartungen erfüllt.
Pixel und Co sind für meine Fotografie nicht vorrangig wichtig, doch ein voll beweglicher Monitor mit Touch Screen ist heutzutage eine echte Hilfe, die besondere Sichtweisen erlaubt und die Fotografie von Zwängen befreit – für mich unentbehrlich!
Nikon ist sehr inkonsequent und darüber werden auch alle Filmer und Macro-Fotografen, alle die vom Stativ und im Studio arbeiten, fluchen! 
Der Preis liegt letztlich auch 1000€ zu hoch und damit out of reach für die meisten Amateur-Fotografen. Daher ist sie, wie die D4 eine Kamera rein für Berufsfotografen, die Geld mit schnellen Fotos verdienen. Ganz davon abgesehen, das ein Vorspung in Bildqualität nur sichtbar werden kann, wenn man sein Objektiv und die Blende sehr bewußt auswählt, vom Stativ wie ein Studio-Fotograf arbeitet und jeder weiß ja, das auch eine Nikon D700 relativ problemlos tolle, stark vergrößerungsfähige Fotos liefert.
Sehr schade, mal sehn ob Canon dem schlechten Beispiel folgt. 
Und Kollege Jim Brandenburg, der Muster-Fotos mit der D800 ablieferte wird sicher auch abwarten, welche Kamera Canon zu den besten und leichtesten Super-Tele-Objektiven nächsten Monat anbietet…

Was ich an der japanischen Kamerakonstruktion nie verstehen werde: Warum schauen die sich nicht intensiv an, welche Technik am Markt verfügbar ist, überlegen kurz ob sie Vorteile bringt und bauen sie ein, bzw. entwickeln sie selbst???
Ich schaue ja auch was andere Tester Schreiben und überlege, was ich für mich verbessern kann – keiner denkt an alles – aber ich versuche schon komplett zu sein.
Ich höre schon wieder die Ausreden von Nikon: “mangelnde Stabilität“, „nicht gewünscht“, „Spielerei“, „braucht keiner“, „Monitor nicht dünn genug realisierbar” etc
– bis sie es dann in 5 Jahren doch endlich einbauen und so tun als hätten sie beweglichen OLED-Monitor und Touch-Screen erfunden – so war es bisher immer bei Nikon.
Wenn es Nikon für wichtig hält, zwei Versionen der Kamera anzubieten, eine mit und eine ohne AA-Filter – warum dann nicht auch eine Nikon D800M (Movie) mit modernem Monitor und optimierten Filmeigenschaften, die auch vielen Fotografen nutzen?
Eine Profi-Kamera ist für mich eine, die den Fotografen und Filmern alle technisch verfügbaren Möglichkeiten zur Verfügung stellt – die D800 und D4 sind keine Profikameras in diesem Sinne.
Ich bin gespannt wie die Preis-Wand angenommen wird, ob bald alle D700 Fotografen eine D800 um den Hals hängen haben? Ich verstehe die Logik nicht ganz, ich hätte einen modernen Nachfolger der D700 für 2200 € vorgestellt und eine Nikon D4s mit höchster Auflösung.
Nikon trennt zwischen:
Sport-Profi – D4 – superschnell, High-ISO, superstabil von

Pixel-Studio-Maschine – D800E  – höchste Auflösung – kompakt und leichter

Die Trennung verstehe ich nicht, denn die Zukunft der Berufsfotografin sieht doch so aus: Alle Fotografen müssen auch kurze Filmbeiträge abliefern und würden des gerne auch mit ihrer Fotokamera realisieren. Das ist aber wenig erfüllend, wenn die keinen entsprechenden Monitor und keine entsprechende Bedienung hat. Nikon hat noch nicht verstanden was Marktführer Canon gerade deutlich konsequenter umsetzt – wenn auch leider bisher ohne beweglichen Monitor.
Für manchen wird sie als eine Konkurrenz für die  Mittelformatkameras gesehen – doch technisch ist sie das nicht, denn es fehlt ein größerer Sensor (doppelt so groß) mit viel höherer Dynamik und es fehlen entsprechende Objektive – die die Auflösung auch bei großen Blendenöffnungen bieten.
Dennoch werden viele jetzt die Pentax 645D; die Leica S2; die Hasselblads und die Mamiyas kleinreden und die sind gezwungen Richtung 100 MP zu gehen und ganz neue Konzepte vorzulegen.

Für Nikon ist es ja anscheinend der einzige Ausweg – an Canon können sie weder bessere Technik, noch bssere, vielfältigere Objektive oder gar bessere optische Leistung entgegen setzen. Die Nikon 1 darf man als kolossalen Flopp bezeichnen. Nikon ist etwas perspektivlos, zumal Insider relativ sicher sind, dass die DSLR-Technik jetzt ihren Höhepunkt und Ende erlebt, eine D900 in 3 Jahren mit Spiegel und Sucherprisma ist zwar denkbar, aber vermutlich dann erfolglos – die Vorteile der spiegelfreien Kameras sind zu enorm. Die neuesten Kameras von Olympus, Sony Panasonic weisen den weg, auch für die Profis.

Für mich persönlich gilt: Nikon – good-bye and good night – technisch nicht auf der Höhe der Zeit. Nikon für Pixel-Zähler.
Wer sagt, hat genau auf eine solche Nikon-Kamera gewartet – trägt wahrscheinlich einen Nikon Fan-Schal. Experten haben schon lange eine Mittelformatkamera mit CCD-Sensor und unerreichter Dynamik und angepassten Hochleistungsobjektiven. Alle anderen möchten vielleicht gerne Pixelkönig sein, können aber den Preis für das notwendige Werkzeug nicht aufbringen – dass es in dem Job als Studio- oder Landschaftsfotograf nun einmal braucht.

Was es jetzt bald nicht mehr gibt – ist eine preiswerte Vollformat-Kamera von Nikon – denn wenn die D700 ausverkauft ist… hinterlässt Nikon eine große Lücke mit vielen unzufriedenen Kunden, vorerst bleibt die D700 aber im Programm. Zumindest eine D700N mit 24 MP sollte drin sein für für 1800€… die Sensoren kommen ja weiterhin von Sony und dort ist ja ein neu überarbeiteter 24 MP-Sensor verfügbar.

Jetzt fehlt auch dringend ein Nachfolger zur D300s – hoffentlich die wenigstens mit beweglichem Monitor und modernerer Technik und Sony 24 MP-Sensor.
Eine Nikon D3x braucht jetzt niemand mehr und der Vorteil einer Nikon D4x ist auch nicht erkennbar – D4 und D800 sind jetzt die neuen Pro-Gehäuse – in so fern ist die D800 eine preiswerte D4x und eben keine aufgewertete D700 ihr fehlt der vernünftige Preis.
Für Fotografen mit genug Kleingeld, ist sie durchaus auch ein Ersatz für die Nikon D300s, denn sie bietet ja mit DX-Objektiven 15 MP und 6 Bilder Pro Sekunde.

 

Nikon D800 – Was kann sie?

– eine Version ohne Anti-Aliasing-Filter wird Nikon D800E heißen
– D800/D800E hat 14 bit Datenrate und 16 bit Bearbeitung durch Expeed 3
– 4,6 Bilder pro Sekunde mit AF
– AF mit 51 Feldern identisch mit D4 – ums Doppelte höhere Empfindlichkeit -2 EV
– 9 hochempfindliche Kreuzsensoren, nur in der Bildmitte
–  AF-C mit 3D-Tracking Autofokus
– Auto-ISO Funktion erkennt die eingestellte Brennweite

– vergrößerter Monitor auf 3,2 Zoll
– endlich 100% Sucherbild
– Auslösezeiten wie die D4 – ultrakurz
– der Accu EN-EL15 aus der D7000 wird hier leider Verwendung finden (nur bis 850 Auslösungen)
– Accu EN-EL18 von D4 passt wenigstens in den Batteriegriff

– neuer Batteriegriff MB-D12 – Nikon muß ja Geld verdienen
– DX-Modus mit 15 MP und 6 B/Sek

– das Gehäuse wird runder
– endlich ein eingebauter Miniblitz LZ 12 – Hurrah
– ISO 50-25.600 erweiterbar
– 900g mit Accu = 100g leichter
– neuer AF-MF-Schalter mit Druckknopf zur AF-Feld-Auswahl
– einblendbare Gitterlinien
– Wasserwaage mit Horizont-Anzeige
– USB 3,0 Schnittstelle unter einer Gummi-Tür
– 2 Kartenschächte für CF und SD Karte
– drahtlose Blitzauslösung dank Mini-Blitz
– gut gegen Feuchtigkeit und Staub abgedichtet (schwächer als D4!)


Was fehlt?

– viele hochauflösende Objektive
– ein günstiger Preis
– ein voll beweglicher Monitor
– Touch-Screen
– eine sinnvolle, moderne Gurtaufhängung
– Accu-Leistung veringert

Lieferbar ab Ende März 2012!

Spannend ist jetzt nur noch wie entspannt CANON darauf antwortet…

Wo will Nikon eigentlich hin?

Nikon J1; 10 MP CX; 500€
Nikon V1; 10 MP CX; 700€
Nikon D3100; 14 MP DX; 400€ = überflüssig
Nikon D5100; 16 MP DX; 500€
Nikon D7000; 16 MP DX; 800€
Nikon D300s; 12 MP DX; 1100€
Nikon D700; 12 MP FX; 1900€
Nikon D800; 36 MP FX; 2900€
Nikon D4; 16 MP FX; 6000€
Nikon D3x; 24 MP FX; 7000€

Was wirklich fehlt:

Nikon D400; 24 MP DX; 1300€
Nikon D700n; 24 MP FX: 1800€

Betrachten wir es mal amerikanisch (big & lucky – denn die Amerikaner sind ja immer noch Nikons wichtigster Markt!)

– tolle Kamera
– Nikon hat es mal wieder allen Herstellern gezeigt, als erster 36 MP auf Vollformat

– schnelle Kamera mit 4 B/Sek

– der beste AF der Welt

– sehr günstige Kamera – weil halb so teuer wie die schwächere D3x

– sehr angenehmes Handling – Bedienung wie gewohnt

– leichte Kamera, da Hochformatgriff nur Optional

In der Summe ist die D800 natürlich die beste Kamera die Nikon je gemacht hat und für alle geeignet. Wer 36 MP jetzt noch nicht braucht, reduziert einfach die Auflösung oder nutzt seine DX-Objektive. DX-Kameras braucht man jetzt eigentlich nicht mehr, das Warten auf eine D400 oder D4x lohnt sich nicht – jetzt kaufen – bevor Nikon bankrott ist oder nicht liefern kann.
Man kann es eben auch so wahrnehmen – die D700 gibt es erst einmal weiter und die D8000 ist eine neue, leichtere, kompaktere Königsklasse mit starkem Sensor bei noch geringem Bildrauschen – bis ISO 6400, relativ schnellen Bildfolgen, Miniblitz mit Steuerung und gewohnter Nikon-Qualität und Bedienung.  Nikon besetzt hier ein neues Feld, das Canon bisher mit der Eos 5D MK II so nicht besetzt hat – denn Canon beschneidet den Autofokus ganz gewaltig, ist weniger schnell und stabil und hat nur 21 MP vorzuweisen. Ich bin bei Canon wegen der Objektive – aber Canon muß jetzt zeigen, das sie eine Eos 5D oder 3 D machen können, mit dem Autofokus der 1DX, mit beweglichem Monitor, schnell, robust und neuestem Sensor mit viel Dynamik – ich weiß die können das – sogar besser als Nikon – aber sie müssen es auch wollen…
Trotzdem, weder mein 2,8/70-200 mm L IS II gibt es in der Qualität und Schnelligkeit von Nikon, noch die Konverter, noch das 4,5-5,6/100-400 mm; noch das 4,0/400 mm DO – noch eines der Super-Tele-Objektive!
Nikon hat dafür schöne Zooms unter 100 mm – wenn sie denn noch richtig gut sind an der D800…
Nikons kleiner Pixel-Triumph sollte von kurzer Dauer sein, denn schon ist eine Canon Eos mit 45 MP CMOS-Super-Sensor im Gespräch, die in den nächsten Wochen erscheint.

 

Ansonsten… treffender Bild-Kommentar von (c) Matthias Malun:

Kasper liest Harrys-FotoTagebuch.de herzlichen Dank an Matthias!

 

 

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

2. Februar 2012
Kamera – INNOVATION

Tagebuch-Gedanken: 2012-Februar-01

Kürzlich stimmten in einem populären Online Portal knapp 2000 Fotofans über die innovativste Systemkamera-Marke ab und dabei standen die Namen: NIKON und Sony an erster Stelle.
Sony kann ich ja noch nach voll ziehen, die wahren Anfangs auch Wegbereiter und sind es seit den Nex-Kameras wieder – was Nikon unter den Top-5 zu suchen hat, verstehe ich gar nicht, das muß purer Fan-Traum sein.

Wer hat den schnellen, lautlosen AF realisiert? CANON

Wer die Bildstabilisierung in Objektiven für jeden nutzbar gemacht? CANON

Wer hat den augengesteuerten Autofokus erfunden? CANON

Wer die DO-Technik erfunden? CANON

Wer die Objektive sensationell leicht und trotzdem haltbar gemacht? CANON

Wer hat zuerst umfangreiche Dichtungen bis ins Bajonett eingesetzt? CANON

Wer hat als erster Vollformat angeboten? CANON

Wer hat die CMOS-Sensoren erschaffen? CANON

Wo war da Nikon? Da hat man oft gehört – nein so etwas brauchen die Fotografen nicht…

Und der Beitrag von OLYMPUS?

Wer hat die erste wirklich kompakte, hochwertige Systemkamera realisiert? OLYMPUS E-!

Wer hat die Staubentfernung erfunden? OLYMPUS

Wer hat die Bildvorschau in die Kameras integriert? OLYMPUS

Wer hat die beweglichen Monitore zuerst in Systemkameras eingesetzt? OLYMPUS

Wer hat die weltbesten AF-Objektive, sowohl Zooms, wie Festbrennweiten bis heute geschaffen? OLYMPUS

Wer hat an der Bildstabilisierung in der Kamera festgehalten und perfektioniert sie stetig weiter? OLYMPUS (und Sony und Pentax)

Nikon? Was kam den die letzten 20 Jahre Innovatives von denen?
Ich möchte Kameras wie die D200, D2; D3s ja keinesfalls schmälern, die Haptik, Bedienung und Haltbarkeit sind weitgehend vorbildlich – aber bei vielen für mich entscheidenden technischen Erfindungen war Nikon steht’s Nachzügler – mit Ausnahme vom genialen LOCK-ON Autofokus. Und PANASONIC mag treibende Kraft für microFourThirds gewesen sein und hat als erster Systemkameras mit Sucher, Bildstabi und vollbeweglichem Monitor entwickelt – doch die Innovationskraft von Canon und Olympus ist auch hier nicht zu finden.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test