Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

3. November 2011
Pentax Q – In geheimer Mission?

PENTAX Q System

Nach den ganzen Neuheiten der letzten Wochen, Olympus Pen 3; Sony Nex 5n; Sony Nex 7; Nikon V1 ist die Pentax Q wieder eine ganz andere Welt.

Der Name kann ja fast nur eine Anlehnung an die frühen James Bond-Filme sein, als Waffenmeister Q noch sein Unwesen trieb. Q hätte an dieser kleinen Kamera mit Wechselobjektiven seine helle Freude gehabt und James Bold sicher noch mehr.

Q wie cute – Liebe auf den ersten Griff.
Man will sie einfach nicht mehr loslassen, wie eine Minox zu ihrer besten zeit!
Auch die Erscheinung wirkt schon spannend, nur der kantige Blitzfuß wikt etwas deplatziert, daraus hätten die Desiner mehr machen können. Der riesige Glassucher wirkt wie das das dritte Auge – zu schade das Pentax nicht konsequent war und wie Olympus gleich einen Anschluß für einen elektronischen Sucher vorgesehen hat.
Der winzige Sensor (Faktor x 5,53 – 1 2/3 Zoll) mit eingeschränkter Qualität – macht die Q eher zur Schönwetterknipskiste.
Letztlich ist sie nicht einmal so groß wie ein IPhone und nur geringfügig dicker…

Bis auf zwei Objektive sind alle vorgesehenen Objektive als Toy-Lens ausgezeichnet – das trifft es sehr gut, denn mit so extremer Lichtschwäche und fester Öffnung wie 5,6 – 7,1 – 8,0 kann man fast nur noch spielen. Ein kleiner Blitz ist eingebaut und kann hochkatapultiert werden und Blitz in jeder Lage. Das Gehäuse ist ganz aus Aluminium und gut gummiert – es fühlt sich an wie zu den besten Minox-Zeiten.

Die „Q“ will eine spiegellose „Systemkamera in Zigarettenschachtelgröße“ mit kleinem 1/2,3-Zoll-Bildsensor sein!

Für das neue Q-Bajonett sind aktuell fünf Objektive vorgesehen. Mit „Bokeh Control“ zur Schärfentiefenbegrenzung anderen Software-Raffinessen versucht Pentax den Limits der Aufnahmetechnik zu begegnen. Die Spiegellose kostet mit Standard-Prime-Objektiv 1,9/8,5 mm (47 mm KB) 700 Euro.

Nach der Sony Nex C3 dachte ich es geht nicht mehr winziger, dann kam die neue GF3 von Panasonic, mit der richtigen Sensorgröße für eine Minikamera. Die Pentax Q
Vielleicht der ultimative Schlüsselanhänger!
IMMERHIN Magnesium Body; 12 Bit DNG Raw; HDR; 5 Bilder/ Sekunde; Sensorstabilisierung und Ultraschall-Staubreinigung!
Matallfinish; Eingebauter ND-Filter; Festblende und mit manuellem Fokus.
Von den Objektiven finde ich die Festbrennweite 1,9/8,5 mm (47 mm KB) beachtlich und spannend.

Das Standardzoom hat einen eingebautem Zentralverschluss wie bei Hasselblad und Leica.

Auch das Pentax Q-System mit Toy Linsen ist letztlich nur eine kleine Kamera für Technikverliebte. Das Standard-Zoom und die lichtstarke Normalbrennweite liefern trotzdem sehr gute Bildergebnisse. Nur der viel zu kleine Sensor begrenzt die Bildqualität wie auch die Kreativität des Fotografen zu stark.
Eine tolle Kamera zum spielen auf dem Schreibtisch und bei gutem Licht gelingen damit auch problemlos schöne Bildeindrücke. Die Haptik ist viel besser als die Bilder vermuten lassen, das solide Magnesium-Gefühl schenkt gleich vertrauen – als Kamera ist sie durchaus gelungen. Ich denke viele Pentax-Fans, die sie in die Hand nehmen werden sie auch haben wollen.
Trotzdem hoffe ich, das auch Pentax noch eine spannendere kleine Kamera mit Halbformat-Sensor einfällt…

SCHATTEN:

– lange Auslöseverzögerung

– nach 2-3 Stunden Batterie leer, meist nur 200 – 250 Auslösungen

– 5 B/Sek aber nur 1 Sekunde lang

– Zoom-Objektiv zu lichtschwach

– 1,9/7,7 mm Normalobjektiv billig verarbeitet, nicht wirklich gut

– rauscharm nur bis ISO 400

– bei f:1,9 trotzdem sehr große Schärfentiefe

– langsamer, ungenauer Autofokus, braucht viel Kontrast

– Hintergrund Unschärfe per Software, wirkt aber wenig natürlich

– mit 2 Objektiven über 850 € = sehr teuer

– unscharfe Hintergründe durch Software – wirkt nicht echt

– elektronischer Aufsatz-Sucher fehlt

 

LICHT:

+ einzigartige Kamera mit dem Minox-Feeling – aber leider ohne die Minox-Bildqualität!

+ die Kamera macht einfach Spaß, aber die Bildergebnisse leider gar nicht

+ wunderbar klein und trotzdem griffig

+ sehr kleine, federleichte Objektive

+ griffig und noch gut zu bedienen

Nettes Konzept, nur mit zu kleinem Sensor und viel zu vielen technischen Qualitätsmängel,

so wie steht’s die letzten Jahre bei Pentax seit der K20D – sehr schade. Wider Erwarten ist die Pentax Q auch in Japan kein Hit, denn sie wird nicht einmal unter den Top 70 der aktuellen Kameras geführt und dümpelt auf den hinteren Plätzen herum. Das liegt sicherlich auch am hohen Preis, für 500 € wäre sie sicherlich spannender, doch wenn die Interessenten herausfinden, dass die Bildqualität so eingeschränkt ist, wird auch ein solcher Preis nichts nützen.

Da muß Pentax-Ricoh einiges besser machen – vor allem das Qualitätsmanagement und die Sensorabstimmung – so kann ich leider nichts von Pentax kaufen!

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

31. Oktober 2011
Sony Alpha 77 – D.O.A.

Sony Alpha 77 – Dead on arrival



nennen das die amerikanischen Kollegen so treffend, tot bei Ankunft.
Mehr als drei Jahre lies Sony die Amateure auf diese Kamera warten, die Alpha 700 gibt es seit vier Jahren und sie ist schon lange technisch überholt: Seit mehr als einem Jahr kursieren nun schon Fotos der neuen Kameras (damit zumindest die Minolta- & Sony-Fans getröstet und jetzt vielleicht versöhnt werden können). Die dramatische Flut in Thailand wird für weitere Lieferverzögerungen sorgen. Zeitgleich präsentierte Sony auch noch die abgespeckte Alpha 65 und baut so eine ganz neue SLT-Baureihe aus: SLT 33 – SLT 55 – SLT – 65 – SLT 77 und eine SLT 99 ist für kommendes Frühjahr angekündigt. Sony hat alles getan um mit Canons Eos 7D, Nikons D300s, Pentax K5 und Olympus E-5 mithalten zu können. Sony setzt trotz des kleinen Halbformat-Sensors (APS-C) auf eine gigantische Auflösung von 24 Millionen Pixel (MP) und bietet damit etwas mehr Auflösung als alle Konkurrenten bisher. Die Kamera bietet einen moderneren Autofokus ist gegen Umwelteinflüsse und leichten Regen geschützt, bietet die Video-Aufnahme und natürlich den besonders schnellen Live-View über den beweglichen Monitor.
Für alle die Objektive für ein paar tausend Euro von Minolta oder Sony besitzen ist diese Kamera sehr wichtig – ohne Frage.
Wenn Sie hochwertige Objektive im Schrank haben und Sie mit ISO 1600 dicke auskommen, ist diese Kamera eine perfekte Ergänzung, ich würde dann auch nicht die leichtere Alpha 65 kaufen, sondern gleich die Alpha 77!
Hochwertige Objektive sind für mich, die Macros, das 2,8/70-200 mm; das 3,5/17-35 mm; das 1,4/85 mm; das 1,8/135 mm; das 2,8/300 mm; 4,0/300 mm; das 4,5/400 mm; das 4,0/600 mm und das neue 2,8/16-50 mm lässt sich auch dazu zählen. Für alle anderen Objektive lohnt sich diese hohe Auflösung nicht, bzw. sie ist dann nachteilig.
Nur sehe ich nicht wie Sony mit den Kameraneuheiten neue Kunden gewinnen will, denn wenn die kritisch vergleichen, sehe ich kaum Vorzüge für eine Alpha-SLT-Kameras.

Sony will die Fotokamera neu erfinden. Das zeigen die vorgestellten Kameras der NEX- und der ALPHA-Serie aus jüngster Zeit ganz deutlich. Und der Nex gelingt das auch in Teilen sehr gut. Die Alpha-Serie suggeriert schon im Namen, dass es sich hierbei um die beste Kameraserie handeln soll. Canon, Nikon, Olympus, Panasonic und Pentax sehen das aber ganz anders und müssen sich auch bisher nicht wirklich Sorgen machen.

Die Alpha 77 verfügt über einen besonders beweglichen Monitor.

Sie speichert Fotos auf einem Halbformat-APS-C-Sensor mit unheimlichen 24 Millionen Bildpunkten. Das ist ein neuer Rekord für den kleinen Sensor und reicht von der Pixeldichte an das heran, was Panasonic mit 16 MP auf dem mFT-Sensor (Viertelformat) zur Verfügung stellt.
Das SLT-DSLR Konzept ist für mich schon vorher eine Totgeburt – hier sind meine Gründe:

– für anspruchsvolle Fotografen (und die soll sie ja ansprechen) ist eine Folie im Strahlengang des Sensors nicht akzeptabel – Staub- und Brillanz-Probleme werden die Folge sein.

– 24 MP sind zu viel, ein hohes Bildrauschen ab 1600 ISO bestätigen jetzt schon erste Tests

– 10 -bis 12 Bilder pro Sekunde sind sinnlos, wenn kein Autofokus und kein Objektiv existiert, das dem Schritt halten kann und die Geschwindigkeit ohnehin bei ISO 800 schon stark gebremst wird

– es existiert bisher kein wirklich gutes Objektiv-System, schon gar nicht für Halbformat

– für gute Bildqualität ist es notwendig mit RAW zu arbeiten, die Ausgabe in JPEG ist unbefriedigend – das macht die Kamera noch langsamer

– starke Unterbelichtung der JPEGs

– der Autofokus ist spürbar langsamer als das was Canon, Nikon und Olympus in ihren bisherigen Kameras bieten

Die Ingenieure von Minolta/Sony haben aber auch klasse Ideen, die Spaß machen.
Der klappbare Monitor zum Beispiel, den man nicht nur hoch und runterklappen, sondern auch an der unteren Achse drehen kann und sogar ein gutes Stück von der Kamera wegziehen kann:
Das macht den Fotografen unheimlich flexibel bei der Bildbetrachtung, zumal die SLT-Technik schnelle Fotos vom Monitor erlaubt. Allerdings wirkt er dadurch auch fragiler und könnte im Einsatz beschädigt werden oder gar abreißen.

HAPTIK – Erste Berührung:
Sie fühlt sich ungewohnt leicht und weniger stabil an, als die Fotos vermuten lassen. Sie wiegt: 730 g (voll beladen) und damit nur 20g weniger als die Pentax K5, aber gut 170g weniger als Canon Eos 7D; Nikon D300s; Olympus E-5 die alle um 900g auf die Waage werfen.

Das aufgeraute Polycarbonat ist nicht wirklich angenehm an der Haut, aber der Griff ist schön groß und klasse gummiert. Das alte Problem der meisten Canon- und Sony-Kameras fällt auch hier gleich ins Blickfeld: Das linke Drehrad für alle Belichtungsmodi, was Minolta noch so intelligent durch eine Mode-Taste ersetzt hatte ist wieder da und verdreht sich leicht und gerne ungewollt. Sony lernt hier nichts aus den Fehlern von Canon und übernimmt einfach ein “modisches” Drehrad. Anstatt ganz einfach, wie Pentax K5 und die neue Canon Eos 60D es richtig vor machen, das Rad mit einer mittleren Taste gegen das unbeabsichtigte verdrehen zu sichern.
Ich gebe gerne zu, dass ich mit allen bisherigen Sony-Kameras ein Problem habe, meine rechte Hand mag sie nicht. Das hat aber ganz und gar nichts mit der Marke zu tun, ich habe viel, gerne und lange mit Minolta-Kameras gearbeitet und schätze Sony-Produkte durchaus. Aber es begann bereits mit der ersten Alpha 100, die 2006 vorgestellt wurde und war dann ab der Alpha 700 (2007) immer ein Problem. Anders als noch die Dynax 7, hat Sony auf die rechte Seite, weit zurückversetzt 2 Tasten für ISO und WB. Diese sind ohne Umgreifen oder Krampf in den Fingern für mich nicht erreichbar. Und auch bei dieser neuen Sony Alpha 77 und 65 Kameragehäusen habe ich die gleiche Schwierigkeit.

Sony mit Krampf:


Auch wenn der Monitor zum Glück wieder zurückgekehrt ist – das gefällig gerundete Design und das elegante Mikrofon deuten zunächst über die ungünstige Verteilung hinweg. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber die wichtigen Tasten +/1 und ISO sind ohne Umgreifen oder verkrampfte Finger kaum erreichbar. Der Griff ist angenehm groß, verstärkt das Problem aber noch. Die vorstehende, rechte Gurtaufhängung stört und bohrt sich manchmal auch in die Hand – Also haptisch – ist die Sony Alpha 77, wie alle bisherigen Sony-Alpha Kameras – kein glatter Reinfall.
Selbst wenn Sony jemals führend mit den Objektiven werden sollte und Techniken anbieten könnte, die kein anderer beherrscht – solche Kameras werden mir nie Freude bei der Arbeit, beim Fotografieren machen und mich immer nerven. Das hatte ich auch schon bei der Alpha 900 festgestellt, sie ist einfach keine Kamera mit der ich gerne arbeite und liegt nur gut in der Hand, solange ich nicht an die Drucktasten heran muß.
Der Mensch kann sich an vieles gewöhnen, sich mit vielem abfinden – aber nur so lange es nichts Besseres gibt! Und Canon, Nikon, Pentax, Olympus, Panasonic und Sony-Nex-Kameras sind einfach haptisch erheblich besser!
Deshalb fallen auch die neuesten SLT-Kameras 65 und 77 bei mir unten durch!
Jetzt kann sie nur noch die Technik, der Sensor oder das Objektivsortiment retten…

Auch wenn der Monitor zum Glück wieder zurückgekehrt ist – das gefällig gerundete Design und das elegante Mikrofon deuten zunächst über die ungünstige Verteilung hinweg. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber die wichtigen Tasten +/1 und ISO sind ohne Umgreifen oder verkrampfte Finger kaum erreichbar. Der Griff ist angenehm groß, verstärkt das Problem aber noch. Die vorstehende, rechte Gurtaufhängung stört und bohrt sich manchmal auch in die Hand – Also haptisch – ist die Sony Alpha 77, wie alle bisherigen Sony-Alpha Kameras – kein glatter Reinfall.
Selbst wenn Sony jemals führend mit den Objektiven werden sollte und Techniken anbieten könnte, die kein anderer beherrscht – solche Kameras werden mir nie Freude bei der Arbeit, beim Fotografieren machen und mich immer nerven. Das hatte ich auch schon bei der Alpha 900 festgestellt, sie ist einfach keine Kamera mit der ich gerne arbeite und liegt nur gut in der Hand, solange ich nicht an die Drucktasten heran muß.
Der Mensch kann sich an vieles gewöhnen, sich mit vielem abfinden – aber nur so lange es nichts Besseres gibt! Und Canon, Nikon, Pentax, Olympus, Panasonic und Sony-Nex-Kameras sind einfach haptisch erheblich besser!
Deshalb fallen auch die neuesten SLT-Kameras 65 und 77 bei mir unten durch!
Jetzt kann sie nur noch die Technik, der Sensor oder das Objektivsortiment retten…

Der SUCHER:
Kaum jemandem wird auffallen das er durch einen hochauflösenden (2 MP) Bildmonitor anstatt durch den guten alten Prismen-Sucher schaut. Erst wenn Sie ein Objektiv mit Lichtstärke f: 5,6 einsetzen und in dunkle Ecken schauen, wird Ihnen ein Licht aufgehen. Dann wird offensichtlich, wie gut und vorteilhaft diese neue Sucher-Generation wirklich ist. Das sichtbare Motiv wird nicht dunkel sondern sogar heller und ist bestens beurteilbar.
Der Sucher ist einfach klasse, er spiegelt auf Wunsch alle nur erdenklichen Informationen ein, zeigt das eben gemachte Bild oder den Film, kommt sowohl mit hohen Kontrasten als auch mit konturlosen Scenen klar – das ist die wirklich echte Innovation, die ab jetzt Canon und Nikon noch brauchen.

Die Zeit der DSLR-Technik und der Prismensucher, die Pentax einst erfunden hat ist vorüber.
Panasonic hat den Anfang gemacht (in Systemkameras und Olympus und Sony haben die Sucher konsequent verbessert.)

AUTOFOKUS:

Für mich ist ein schneller, höchst präzisier Autofokus, der mit allen Objektiven schnell arbeitet, bewegten Motiven folgen kann, mich bei wenige Kontrast/Licht und beim Einsatz von Konvertern nicht im Stich lässt – besonders wichtig an allen Kameras!

Sony bewirbt 19 Sensoren mit 11 Kreuzsensoren, das klingt nicht schlecht, aber Canon und Nikon bieten nicht umsonst über 40 Sensoren an. Sony verteilt sie ungünstig in der Bildmitte, so das sie bei der Komposition wenig helfen. Sony hat alte Methoden aus der Canon-Mottenkiste gekramt und die SLT-Technik mit zusätzlichem Glas im Strahlengang vor dem Sensor wieder ausgegraben. Damit erreichen Sie  durch ein drittel Lichtverlust (!) auf dem Sensor, dass alle Motive auch über den Monitor schnell fokussiert werden können.

Sony setzt ein spezielles Glas (vergütete, dünne, teildurchlässige Folie) in den Strahlengang, an die Stelle des bisherigen Klappspiegels und kann so einen Teil des Lichts für die Autofokus-Berechnung abzweigen. Dadurch fällt der bisherige, aufwendige Spiegelmechanismus weg und so kann eine dauerhaft schnelle Fokussierung auch bei Monitor-Fotografie (Live-View) sichergestellt werden. Die Auslösegeräusche sind außerdem deutlich leiser, es können sehr schnelle Bildserien (12 B/Sek) mit kontinuierlichem Autofokus realisiert werden und es entstehen keine Dunkelpausen mehr durch den bewegten Spiegel, wie bei allen anderen DSLR-Kameras. Dadurch fällt auch das bisherige DSLR-Sucherprisma weg und wird durch einen Sucher-Monitor mit bisher höchster 2 MP Auflösung ersetzt. Der Lichtverlust im Sucher ist nicht mehr spürbar, da dieser seine Helligkeit elektronisch regelt.
Das Geheimnis des besten Autofokus besteht aus vielen Komponenten. Viel Licht oder Kontrast, ein entsprechend schnelles AF-Objektiv, der AF-Kameraeinheit mit seinen hochempfindlichen kreuzförmigen AF-Sensoren und der Kameraberechnung im Prozessor. Schaut man sich die neuesten und besten AF-Systeme genau an sind zwei Komponenten besonders wichtig, das AF-Objektiv mit Ultraschall-Motor und die Lichtempfindlichkeit der AF-Sensoren.

Die Lichtempfindlichkeit wird in einem Bereich in EV angegeben, bei einfachen Kameras liegt der meist bei 0 EV bis 18 EV, der kleinste Wert ist entscheidend für die Fokussierung mit wenig Licht/Kontrast. Die beiden modernsten Systeme Olympus E-5 & Canon Eos 1D X, die auch bei geringstem Kontrast und in dunkelsten Ecken oft noch die Schärfe finden (auch ohne Hilfslicht) arbeiten bis -2 EV!

Zum Vergleich: Canon Eos 7D = -05 EV;  Canon Eos 5D MK II = -0,5 EV; Canon Eos 1D = -1 EV;  Nikon D300s; D7000; D3x; D3s; D700 = -1EV / Pentax K5 = -1 EV.

Das liest sich, als seien es kleine Unterschiede, zwischen -1EV und -2EV – in der Praxis sind das aber Welten und die Olympus hat diesen Wert als erster geknackt und kann sogar mit 2x Konverter an lichtstarken Objektiven noch fast verlustfrei fokussieren und auch dann noch scharf stellen wenn fast kein Kontrast, kaum noch nicht vorhanden ist. Diese Leistung werden jetzt auch die neuen Canon Kameras bringen. Nikon, Pentax und alle Sony Nex, Panasonic G und Samsung NX-Kameras sind von dieser AF-Leistung noch weit entfernt. Die Sony Alpha 77 wird mit -1 EV angegeben, während bisherige Sony-Kameras einschließlich Alpha 900 immer bei 0 EV fest hingen.

Für die Sony Alpha-SLT-Kameras kommt erschwerend hinzu, das nur ein Teil des Lichts zum AF-Sensor gelenkt wird und ich konnte schon im Büro feststellen, das die Alpha 77 größere Schwierigkeiten in dunklen Ecken hat.

Also beim Autofokus, nicht wirklich viel Neues. Mir fällt auch immer auf, das die Kollegen den AF mit 5,6/18-55 mm oder 2,8/16-50 mm oder allenfalls mal mit einem 5,6/70-300 mm testen und ihn für toll befinden. Nur das mit solchen Objektiven und Brennweiten praktisch jeder AF bei gutem Licht gleich schnell ist. Die Unterschiede zeigen sich ja erst mit 2,8/300 mm; mit 4,0/500 mm; mit 2,8/70-200 mm und Konvertern, mit 1,4/85 mm, mit den Macro-Onbjektiven – und da hinkt Sony noch immer sehr hinterher, schon durch die Objektive und deren AF-Motoren – die nicht mit Canon Eos II und Olympus SWD-Technik konkurrieren können.


Der SENSOR:

Sony ist mit Canon zweifelsfrei der größte Sensor-Produzent und baut Sensoren für Handys bis Vollformat-DSLR-Kameras für Nikon, Pentax, Apple und viele andere Firmen. Sony beherrscht die Fertigung sehr gut, aber in Sony-Kameras fällt immer wieder auf, das Firmen wie Nikon und Pentax die Abstimmung besser beherrschen und aus Sony-Sensoren sichtbar mehr Leistung und weniger Bildrauschen heraus kitzeln. Ich finde besonders den 16 MP Sensor wie er jetzt in der Sony Nex 5n, der Pentax K5, der Nikon 7000 und der Alpha 580 angeboten wird sehr gelungen. Kein anderer Halbformat-Sensor rauscht auch so wenig bei hohen ISO-Empfindlichkeiten ab 6400 ISO.

Doch der neue 24 MP Sensor verhält sich da ganz anders, er ist auf Auflösung getrimmt und macht schon bei 1600 ISO keine Freude mehr. Ich fürchte das wir bald auch Nikon- und Pentax-Kameras mit diesem hoch auflösenden Sensor erleben, der in der Praxis nur sehr selten, bei pingeligem Arbeiten vom Stativ mit optimaler Blende einen kleinen Bild-Gewinn bringen, erleben.

Für die Tier- und Action- und Sport-Fotografie sind rauscharme 1600 ISO fast schon das untere Limit und daher ist die Alpha 77 leider unbrauchbar.

Schade, dass Sony in alle beide Kameras den falschen Sensor mit 24 MP baut, die 65 hätte mit 16 MP ein Hit werden können.

Sony Alpha 77 und Alpha 65

Die abgespeckte Alpha 65 ist für mich völlig uninteressant, noch schwächerer AF, langsamerer Verschluß, weniger haltbar. Doch auch die Alpha 77 zeigt mir, der Zug DSLR längst aus dem Bahnhof raus und es macht für die allermeisten fotografischen Anwendungen heute Sinn sind sich eine Systemkamera zu kaufen und keine DSLR mehr. Sony präsentiert nun schlussendlich mit der Alpha 77 Jahre zu spät die Kamera, die das System von Anfang an gebraucht hätte um wirklich erfolgreich zu sein und an Renommee zu gewinnen.

Und doch hat Sony mindestens 2 Fehler im System, 24 MP sind viel zu viel für Halbformat und Sony hat nicht ein einziges spannendes Objektiv – das man als Fotograf haben müsste, das es bei den Mitbewerbern nicht in besserer Ausführung gibt. Und kaum eines der bisher angebotenen Objektive wird aufgeblendet für 24 MP gut genug sein, sie schwächeln ja schon deutlich bei 16 MP auf dem kleinen Sensor! Und selbst die Alpha 900 war mir auf Vollformat nicht gut genug, nicht mit diesen Objektiven und nicht einmal mit den Zeiss-Rechnungen.

Was Sony hier betreibt ist letztlich alles Zahlenspielerei und Augenwischerei – im wahrsten Sinne des Wortes!

Ich verstehe auch nicht, dass Sony eine so ambitionierte Kamera wie die Alpha 77 nicht gleich mit Vollformat-Sensor anbietet. Sony hat außer dem 2,8/16-50 mm und 3,5-4,5/16-80 mm Zeiss kein einziges gutes Objektiv unterhalb 85 mm für hohe Halbformat-Auflösungen zu bieten.

Und die kommende Alpha 99 mit SLT-Technik wird sicherlich einen Vollformat-Sensor mit 32 MP oder gar 36 MP bekommen, den dann auch Nikon übernimmt – total verrückte Sony-Welt.

Viel andere Technik, aber das alles macht kein einziges Foto besser.

Sie werden dank aggressiver Werbung Erfolg haben – aber der Dampf geht in die falsche Richtung, noch mehr unsinnige Pixel bei reduzierter Bildqualität.
Besonders bitter ist, dass Sony einen so excellenten 16MP Sensor hat und ihn in die Nex 5n baut und ihn ja auch Pentax und Nikon zur Verfügung stellt!

ABER – bei aller Kritik – Sony ist wenigstens innovativ.

Für mich ist Sony jedoch eher mit dem Nex-System eine spannende Alternative – denn für die SLT-Alpha-Technik kann ich mich nicht begeistern. Bis 300 mm Brennweite ist eine Nex 5n in vielen Punkten die bessere Wahl. Wer nur 2-3 Objektive kaufen will, kauft mit einer Alpha 77 bestimmt eine falsche Kamera.

Wegbereitend ist die Sony Alpha dadurch das sie endlich die alte Spiegelreflextechnik über Bord wirft, einen schönen, hellen Suchermonitor bietet, viel leiser und weicher auslöst und zusätzlich einen schnellen Autofokus für Bilder und Filmaufnahmen über den Monitor bietet. Der große, hochauflösende Monitor ist sehr flexibel einsetzbar, wie bei sonst keiner anderen Kamera!
Ich finde es trotzdem wichtig, das die Schärfe wie beim Olympus Pen, Panasonic Lumix und Sony Nex-System zukünftig direkt über den Sensor eingestellt wird.
Letztlich bleibt die Sony Alpha 77 gut gemeint, aber nicht konsequent genug umgesetzt. Wegen der Objektive würde ich jederzeit jedes andere System vorziehen!

Für alle die schon Minolta oder Sony-Alpha Equipment besitzen: Unbedingt dazu kaufen, das bisher beste Sony Zoom-Objektiv im Normalbereich: SAL 2,8/16-50 mm SSM

Aus SPORT-REPORTER SICHT – IST DIE KAMERA NATÜRLICH NICHT WIRKLICH PROFESSIONELL, denn schon bei 8 B/SEK kann man nicht mehr das Motiv im jetzigen Augenblick sehen, weil immer noch die Abfolge der Bildserie gezeigt wird – eine Canon EOS 1 oder NIKON D3 sind in vieler Hinsicht schneller und präziser. Der Autofokus AF-C kann bei bewegten Objekten und schnellen Bildfolgen nicht mit den Bildergebnissen einer Canon Eos 1D mit 2,8/70-200 mm oder gar den Super-Tele-Objektiven von Canon oder Nikon mithalten. Wenn die Hälfte aller Fotos leidlich scharf werden ist das schon viel! Früher erreichte ich mit der Nikon D3s; D700 und D300s die größte scharfe Bildausbeute bei 5 B/Sek mit einem 2,8/70-200 mm oder 2,8/400 mm – mittlerweile ist die Trefferquote mit der Canon Eos 7D oder 1D mit gleichen Objektiven noch einmal höher.
Da muß die Alpha 77 noch viel üben und bessere, schnellere Objektive bekommen…

Auch ist nach 14 Bildern im schnellen Serienmodus bereits der Speicher voll, ganz gleich ob in RAW oder JPEG aufgenommen und selbst im langsamen Serienmodus ist bereits ab 20-24 Bildern Schluß mit schneller Speicherung. Die Sony Alpha 77 kann hier nicht einmal mit der Canon Eos 7D oder Nikon D300s oder Nikon D700 oder Olympus E-5 konkurrieren.

Der Bildstabilisator ist gut, bringt aber nur 2-3 Stufen Gewinn, die 24 MP fordern hier Tribut, denn um ein wirklich verwacklungsfreies Bild zu erhalten muß der Steady-Shot jetzt noch mehr leisten. Canon und Nikon Kameras sind mit aktuellen IS und VR Systemen hier auch im Vorteil.

Außerdem würden Profis, die sich jeden Tag auf die Kamera und Objektive verlassen können müssen, keine Sony Alpha 77 kaufen und auch die bisherigen 5,6/11-18 mm; 1,4/85 mm; 2,8/70-200 mm und 2,8/300 mm Objektive wären zu langsam und nicht auf neuestem technischen Stand. Es fehlt ein besonders ein 4,0/10-24 mm und viele weitere Festbrennweiten und auch das 2,8/16-50 mm muß sich erst bewähren – so bleibt Sony-SLT-Technik immer Amateuren und Fans vorbehalten!

Man wird auch den Eindruck nicht, los, dass Sony mit der 77 mehr eine Video-Foto-Reporter-Kamera konstruieren wollte – denn in Sachen Videofilmen ist die 77 den Mitbewerbern bis auf Panasonic, voraus. In Zukunft werden wir natürlich immer mehr Filmchen zu sehen bekommen und das wird von Sonys Live-View Technik und dem toll beweglichen Monitor sehr erleichtert.

 

Die andere Sicht:

Wenn ich noch ein großes Alpha oder Minolta Dynax-System hätte:

Die ganzen letzten Alpha Kameras konnten mich alle nicht überzeugen, weder die Alpha 550, 580, noch die 55, 33, die 850 und schon gar nicht die inzwischen veraltete Alpha 700. Die Alpha 900 hatte ich ein Jahr, sie war mir zu laut, zu groß, zu schwer, nur gut in RAW, rauschte zu sehr und es gab zu wenig Objektive.
Wenn ich heute meine Alpha-Ausrüstung weiter führen wollte, fiele meine Wahl ganz klar auf dies Alpha 77!

Sie bittet endlich das moderne Gehäuse mit schnellerem Autofokus – in schnellen Bildserien – in vielen Situationen, Film-Möglichkeiten, einen tollen Monitor, einen Bildstabilisator für alle Objektive und einen sehr guten Prismen-Sucher-Ersatz. Nur die hohe Auflösung und die eingeschränkte Nutzung ab 1600 ISO würden mir etwas Sorgen machen.

Die 77 bietet eine hohe Abdichtung, kann unter vielen Witterungsbedingungen arbeiten, kann mit einem Accu gut 500 – 1000 Aufnahmen realisieren und ist für mehr als 150.000 Auslösungen ausgelegt

Und sie hat große Konkurrenz im eigenen Hause, die Sony Nex 5n rauscht 3 Stufen weniger und löst mit 16 MP trotzdem vorbildlich hoch auf, es gibt den gleichen Sucher als Zubehör und für Brennweiten von 18-200 mm reicht sie sicherlich völlig aus und macht sogar etwas mehr Spaß, weil sie klein und unauffällig ist. Und wer es professioneller mag, den wird die Nex 7 verführen, gleicher 24 MP Sensor mit weniger Schwächen (die Nex 7 rauscht tatsächlich weniger und die Farben sind etwas besser), eine tolle Bedienung mit eingebautem Sucher und die 7 sieht einfach aus wie die Kamera aus der Zukunft!

Ich würde mir nur eine Nex 7 sixteen wünschen mit dem 16 MP Sensor aus der Nex 5N – dann wäre sie spitze!

Angesichts aller Alternativen, finde ich die Alpha 77 spannend, wenn man die ganze Bandbreite aller Brennweiten ausnutzen will, also sich auch das 70-400 mm oder gar das 2,8/300 mm sowie das kommende 500 mm zulegen will.

Doch so bald ein gutes 10-24 mm für die Nex-Serie erscheint – wird NEX immer mehr Boden gewinnen und der Alpha das Leben schwer machen, denn das ist derzeit auch bei mFT zu beobachten.

Ich finde sie zwar mit 1200 € noch etwas zu teuer, aber das reguliert der Markt, sie wird sicher schon bald unter 1000 € zu haben sein.


 

Was kommt auf die Sony-Fans zu?
Im Frühjahr eine Alpha 99 und endlich das versprochene 4,0/500 mm Apo Supertele und endlich ein konkurrenzfähiges, schnelles Zeiss Tele-Zoom 2,8/70-200 mm???
Siehe Foto – weißes Objektiv!

Sony Alpha & Nex-System –

sieht nach viel aus, doch Teleobjektive ab 400 mm Brennweite sowie hochwertige Weitwinkel-Objektive unterhalb 16 mm Brennweite, sowie neue Macro-Objektive sucht man vergebens. Der Schwerpunkt von Sony liegt bisher auf dem Bereich 16-200 mm Brennweite für APS-C.


 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test

25. Oktober 2011
Nikon 1 System-Kameras absurd (unfähig, ungeschickt, unsinnig)

Jetzt gibt es schon zwei Firmen, die die kostbaren Ressourcen verschwenden und Produkte (Kamerasysteme mit Objektiven!) die kein Mensch jemals wirklich brauchen wird und die letztlich sinnlos sind:

Pentax & Nikon!
Ist die Pentax Q Minikamera mit Minisensor wirklich nur ein teures Spielzeug und die Nikon 1 Serie (Der Name bezieht sich auf den 1 Zoll Sensor, wirkt aber dreist und unbeholfen) fällt trotz besserer Bildqualität in die gleiche Sparte? Oder probieren hier beide Fotofirmen nur neue Technik am Massenmarkt aus? Was will Nikon?
– Die kleinste Kamera mit Wechselobjektiven?
Sind sie nicht, Pentax, Olympus, Panasonic und Sony können es deutlich kleiner!
– Ist die V1 ein kleiner Handschmeichler?
Wohl für die Wenigsten, sie hat keinen Griff und ist für normale Hände viel zu klein. Das aufgeraute, dicke Gehäuse vermittelt nicht wirklich Qualität.
– Die leichtesten und handlichsten Wechselobjektive?
Hat Nikon nicht, sie sind teilweise größer als die der Sony Nex und viel größer und schwerer als Olympus und Panasonic mFT
und das trotz winzigem Sensor mit Faktor 2,7x!
– Die Systemkamera mit der besten Bildqualität?
Können sie nicht, dazu ist der 1 Zoll Sensor (8,8 mm x 13 mm) viel zu klein!
– Der preiswerteste Einstieg in die Nikon-Welt?
Dazu sind Kameras und Objektive viel zu überteuert!

– Den schnellsten AF aller Sysstemkameras?

Versprechen sie zwar, aber der AF von Olympus ist deutlich schneller, vor allem bei wenig Licht oder Kontrast.
– Die schnellste Vollautomatikkamera zum Gehirn wegwerfen – das Überraschungsei der Fotobranche…
keine Fotos mehr bewußt festhalten sondern überraschen lassen was die Kamera schon vorher oder nachher oder zwischendurch mal in Hochgeschwindigkeit eingefangen und ausgesucht hat – ist für manchen vielleicht lustig… und ein kurzer Spaß, aber völlig am Grund vorbei, warum Menschen fotografieren – um sich zu entfalten um ihre Kreativität auszuschöpfen.
Die das nicht tun halten nur Dinge und Lebewesen fest – sie knipsen – und das gelingt heute sehr gut mit jedem Handy – Nikon am Ziel völlig vorbei?!

Nikon – verschwendet nur Geld und trägt zur Umweltzerstörung bei – sollte das System gleich wieder einstampfen.

Nikon bewirbt die neue Kameraserie 1 (1 Zoll Bildsensor) extrem, schon die letzten Kampagnen „I AM“ fand ich sehr nervtötend und an den Fakten vorbei – so sehr möchte ich mich mit keiner Firma jemals identifizieren! Nikon reklamiert einen revolutionären Wandel für sich, die Fotografie mit neuen intelligenten Kameras neu zu definieren. Richtig, das hatten wir schon einmal, damit ist Minolta anfangs der 80iger Jahre baden gegangen, intelligente Kameras die den Fotografen bevormunden… und genau das tun einige Funktionen der neuen Nikon Kameras auch.

Letztlich hat hier Nikon nur wieder ein neues Bajonett eingeführt (wieder, weil auch das ursprüngliche F-Bajonett so oft abgewandelt wurde, das der Begriff „kompatibel“ kaum ernst gemeint sein kann – da die Einschränkungen immer größer wurden, anders als bei Canon Eos. Nikon behauptet bei Null angefangen zu haben, immerhin 8 Jahre nach Olympus mit FourThirds und 2 Jahre nach Sony mit NEX – wobei ich beide Neustarts für viel gelungener halte – warum sollte man sich da die Nikon 1 mit kleinerem Sensor und zum hohen Preis kaufen? Die Nikon 1 J1 ist die preiswertere Einsteiger-Version. Sie hat keinen Sucher-Monitor, ist deutlich kleiner und technisch abgespeckt. Sie wird auch in zahlreichen Farben (mit farbigen Objektiven) angeboten und soll wohl die Handtaschen-Welt ansprechen. Sie ist kleiner als die V1 und deutlich preiswerter, aber sonst finde ich sie uninteressant.

Nikon 1 V1 Praxis-Test:

Eine saubere Signalaufbereitung beherrscht Nikon,
das beweisen Sie auch mit der V1 wieder, die Bildergebnisse des 1 Zoll Sensors sind natürlich nicht so schlecht wie von Unwissenden gerne prognostiziert, aber sie reichen eben auch längst nicht an mFT und APS-C heran – Punkt!

Sonst ist mit der Nikon 1 V1 technisch noch keine Aufholjagd spürbar, der versprochen schnelle AF hinkt hinter Panasonic und noch viel weiter hinter Olympus Pen 3 her…
besonders im leichten Telebereich ab 30 mm (x2,7 = 81 mm KB), ist meine Pen 3 gefühlt mehr als doppelt so schnell, im Weitwinkel spürt man den Unterschied nicht so stark, aber er ist vorhanden. Weder Sony, noch Panasonic oder Nikon kommen an den Autofokus der neuesten Olympus-Generation heran! Warum eigentlich nicht?
Da wird am falschen Ende gespart und die Leute werden mit teurer Werbung für dumm verkauft – nur Werbung ersetzt keine technische Innovation!
An die mFT Festbrennweiten kommt derzeit ohnehin nichts heran und die Nikon – Objektive verzeichnen wieder mal zu stark… Das 2,8/10 mm fühlt sich billig an und kann optisch nicht überraschen.

Ich denke, Nikon probiert hier nur Technik aus, mehr nicht. Denn schließlich müssen sich auch die ausgewachsenen Nikon-Kameras weiter entwickeln in Richtung spiegellos – eine andere Zukunft gibt es nicht. Und wenn Nikon clever ist, passen die Objektive auch an eine APS-C – Kamera ohne Spiegel, die irgendwann kommt und die D7000; D5100 etc. ersetzt… groß genug sind die Objektive ja 🙁

Also die Verbreitung von mFT und Nex wird Nikon hiermit nicht aufhalten – da müßte schon Canon etwas einfallen…

Jetzt werden natürlich schnell technisch verschwurbelte Test-Berichte geschrieben, die alles vernebeln und nichts aussagen und die kleine Nikon 1 auf eine Stufe mit mFT und Nex zu heben – peinlich!
Da werden Vergleiche gezogen, die nichts aussagen, die bestätigen, das die V1 ab 1600 ISO stark rauscht, die Objektive nur bis Blende f:16 reichen und daher auch nur mit guter Leistung bis Blende f: 5,6 und allenfalls f:8 einsetzbar sind (!) und die Schärfentiefe auch bei 100 mm (270 mm KB) noch sehr weit in die Tiefe reicht und damit letztlich nicht mehr kreativ zu arbeiten ist – 1 Zoll Sensor hurrah! Bald wird die Software uns alles vorgaukeln, Schärfe, Unschärfe, Fokus etc…

Schon das graugelbe Menü ist hässlich und misslungen. Die neuen Spielfunktionen völlig uninspiriert.

Nikon V1

SCHATTEN:

– dickes und großes Gehäuse sprengt die Erwartungen negativ

– versenkte Objektive wie Olympus

– billiges Objektiv-Finish

– knarzender, billiger Entriegelungsknopf am Objektiv

– Zoom läuft nicht sauber

– verspielte Lackierung

– Serienfotos fühlen sich verspielt an, irgendwie unecht

– Sucher schlechter als Pen-Suchder

– schwache Bedienung und hässliche Menüs

– schwacher AF bei wenig Licht

– ungenauer Weißabgleich

– auch ISO 100 ist nicht völlig rauschfrei

– ab ISO 800 nimmt Bildrauschen deutlich zu

– fummeliges Drehrad, leicht Fehleinstellung möglich

– kleiner Suchereinblick

– Blitz nicht eingebaut – extra Anschluß – nicht kompatibel

– Trageösen bohren sich in die Hand – völlig veraltet

– Monitor unbeweglich

LICHT:

+ sehr leise und angenehm

+ schnelle Bildfolgen mit AF bei gutem Licht möglich

Im Vergleich:

Ich konnte einige Vergleichsaufnahmen der Nikon V1 gegen die Sony Nex 5N und die Olympus Pen 3 machen. Die Sony Nex verliert noch einiges Potential durch nicht optimierte Objektive und ist somit häufiger schwächer im Bildergebnis als die Pen 3, deren Objektive offensichtlich erheblich besser sind (sowohl 14-42 mm; 14-150 mm als auch 1,8/45 mm). Aber genauso offensichtlich schlagen beide Systeme die Bildqualität und vor allem das Bildrauschen der Nikon V1. Die V1 rauscht auch bei 100 ISO.
Der vielbeworbene Autofokus der Nikon V1 konnte mich nicht wirklich überzeugen, schon im Büro ist er viel langsamer als der der Pen 3 und sobald man in eine dunklere Ecke oder auf kontrastarme Flächen fokussiert, ist die Pen 3 merklich schneller.
Schade was Nikon hier bewirbt, entspricht einfach nicht den Tatsachen.
Mir gefallen dann auch Handling, Haptik und Menü nicht, die Kamera ist dick und wenig griffig. Der Sucher ist gut, aber gerade einmal auf dem Niveau der Pen 3, die einen deutlich größeren Suchereinblick bietet und deutlich schwächer als der Sucher der Sony.
Nikon wird seine Fans finden, wie immer – aber schon jede mFT Kamera ist eine spannendere Alternative, von der preiswerten Samsung NX und der ambitionierten Sony Nex ganz zu schweigen.
Die Objektive der Nikon 1 haben mich allesamt nicht überzeugt, weder mechanisch noch optisch.
Nikon braucht eine gelungene Kamera mit Halbformatsensor – die 1 Kameras sind Spielzeuge.

Die Nex 5n ist die geilere Kamera, hat den besten Sensor derzeit, die Nex 7 das beste Ausstattungspaket und Haptik und einen stark rauschenden Sensor – aber die Nex-Objektive sind bisher eher schwach; Panasonic verliert in Sachen Geschwindigkeit/Schnelligkeit bisher deutlich gegen Olympus Pen 3, ist aber im Filmsegment ungeschlagen, für mFT gibt es die besten Objektive – also das ist eine leichte Wahl, ganz nach Geschmack.

Die Mitbewerber bei kompakten Kamera-Systemen: Nikon, Sony, Samsung und Pentax zeigen –
wie gut und sinnvoll das FourThirds und microFourthirds-System durchdacht ist!
Olympus und Panasonic haben hier die fotografische Quadratur des Kreises möglich gemacht.
– ein System das sowohl klein und leicht sein kann – Kameras und Objektive!
– aber trotzdem höchstmögliche Bildqualität bietet und sogar Leica-M-Objektive einsetzen kann!
– ein System das ein Sensorformat hat um die Objektive gut auszunutzen, nur ein Quadrat wäre noch besser
– ein System das in nur 2 Jahren 28 Wechselobjektive von 7 mm bis 300 mm & von Blende f:0,95 bis Blende f:6,7 ermöglicht
– die Nachteile liegen allenfalls in der begrenzten – aber sinnvollen Auflösung von 12 MP oder 16 MP und
– im stärkeren Bildrauschen ab 3200 ISO
– die etwas größere Schärfentiefe gemessen an Kleinbild ist in Wahrheit nur sehr selten ein Nachteil, wenn überhaupt.
Den meisten Fotos tut eine größere Schärfentiefe sehr gut und wer sie begrenzen will, nimmt ein Tele-Objektiv oder das geniale Voigtländer 0,95/25 mm

– Nachteil Samsung: keine guten Sucher, langsamer Autofokus, schächerer, stark rauschender Sensor
– Vorteil Samsung: programmierbare Taste an den Objektiven

– Nachteil Sony: sehr große Objektive mit begrenzter Leistung
– Vorteil Sony: großer Sensor (1,5x) geringes Bildrauschen, bester Sucher (2 MP), sowohl Knipserfun- als auch Fotografentauglich

– Vorteil Nikon und Pentax: keiner erkennbar – nur teuer!

Was soll ich Positives über das neue Engagement von Nikon schreiben???

Ich habe die Daten analysiert, mir die Objektive genau angesehen – das wird nichts.

Beispiel am wichtigsten Objektiv:
Ein lichtschwaches Nikon 5,6/10-100 mm (27-270 mm) – 9,5 cm lang, 72 mm Durchmesser; 540 g schwer; Abbmaßstab: 1:5 und gut 750 € teuer – was soll das?
Olympus Pen: 5,6/14-150 mm (28-300 mm) – 8,3 cm lang; 58 mm Durchmesser; 290 g leicht; Abbmaßstab: 1:4,2 und rund 500 € günstig
Panasonic Lumix 5,8/14-140 mm (28-280 mm) – 8,4 cm lang; 62 mm Durchmesser; 460g schwer; Abbmaßstab: 1:5 und für 700€ zu haben
Sony Nex 6,3/18-200 mm (27-300 mm) – 9,9 cm lang; 67 mm Durchmesser; 530g schwer; Abbmaßstab: 1:2,9 und für 700€ zu haben
Samsung NX 6,3/18-200 mm (27-300 mm) – 10,5 cm lang; 67 mm Durchmesser; 580g schwer; Abbmaßstab: 1:2,9 und für 700€ zu haben

Und letztlich ist ein solches Superzoom das Hauptobjektiv, das man zu seiner Systemkamera anschaffen sollte,
Sony hat seine Berechtigung, viel Brennweite, lichtschwach und schwer, aber optisch sehr gut und toller Abbildungsmaßstab am großen Sensor!
Olympus 14-150 mm macht spaß weil es so kompakt und leicht und optisch sehr gut ist.
Bei Panasonic wird sicher bald ein neues 14-150 mm PZ kommen, leichter und schneller…
Aber Nikon hat das Ziel glatt verfehlt!
Und lichtschwache Pan- und Kit-Objektive sind ja zum Tragen ganz nett, aber zum fotografieren dann doch meist langweilig!

Und letztlich ist ein solches Superzoom das Hauptobjektiv, das man zu seiner Systemkamera anschaffen sollte,

Selbst wenn die Bildqualität bei 10 MP ausreichend empfunden wird – es bleiben nur 10 MP und die Physik ist nicht auszutricksen – sprich große Schärfentiefe und eine frühzeitige Verminderung der Bildqualität durch die Beugung ab f:8!

Und geringes Bildrauschen bei ISO 3200 und 6400 ISO kann so ein kleiner Sensor nicht liefern.

So verkorkst war wohl noch nie eine Vorstellung der Firma Nikon, selbst das schlimme E-Objektivangebot, das APS-Engagement und die F501 (erste AF-Kamera) kamen besser bei den Fotografen an. Was Nikon hier mit dem Nikon 1 System abliefert, ist so wenig das was Fotografen wollen und zu teuer für Digicam-Nutzer und Einsteiger.

Wirklich Sinn macht ja nur die V1 mit Sucher und das 10-100 mm Zoom – dafür werden dann 1500€ fällig!
Nikon lässt das Projekt am besten Fallen, bevor es in größeren Stückzahlen anläuft. Dieses Engagement mit bisher 4 Objektiven und weiteren 6 vorgesehenen kosten Nikon so viel Kraft, Geld und Kapazität – die den DX und FX-Systemen fehlen wird!

Die Größe der Objektive deutet jedoch für mich darauf hin, dass Nikon sich eine Hintertür offen gelassen hat und damit vielleicht auch Sensoren mit 2x oder gar 1,5x Faktor ausleuchten kann. Wenn Nikon nicht ganz dumm ist, haben sie eine spiegellose DX-Kamera in Reserve, die dann auch mit dem CX-Objektivsystem eingesetzt werden kann.

Sonst macht es wirklich keinen Sinn.

Die Nikon-Fans werden alles unter Faktor 1,5x kaum akzeptieren.

Nikon müsste an der 1 zu viel ändern:

Sie braucht ein gefälligeres Aussehen,
einen belederten Griff,
einen beweglichen und berührungsempfindlichen Monitor
GPS eingebaut,
einen Sucher mit 2 MP Auflösung
einen System-Blitz-Schuh
die Objektive brauchen eine programmierbare Taste

Mein guter Rat:

Heutzutage kann man die erste Generation einer neuen Kamera nicht kaufen, erst die zweite ist besser und ab der dritten ist die Technik einigermaßen ausgereift und wurde auf die Wünsche der Kunden eingegangen.
Das war mit der Canon Eos 5D; der 1D; den Nikon D200; der Panasonic G1; der Olympus E-P1; der Sony Nex 5; und den meisten anderen Kameras aus jüngster Zeit so.
Nikon muß bei der V1 noch viel Arbeit leisten!

Noch ein Gedanke zu den farbigen Kameras und sogar farbigen Objektiven:

Mit Farbe verkaufen sich keine Kameras. Systemkameras sind schwarz!
Verwirrte Jungs oder ausgeflippte Mädels, die farbige Kameras schätzen,
können ganz leicht ein farbiges Ledertäschen kaufen, dazu muß die Kamera selbst nicht farbig sein!
Pentax, Panasonic, Olympus uund jetzt besonders Nikon sind auf dem Holzweg und die Farbe ist oft viel weniger haltbar.
WEG mit der Farbe Farbe gehört in Fotosnicht in Kameras!

Meine echte Vermutung ist, das Nikon hier nur einen Versuchsballon gestartet hat. Canon und Nikon haben keine Erfahrung mit der notwendigen Technik mit so einem System. Und auch Panasonic, Olympus und Sony haben eine –zwei Generationen gebraucht um ihre Kinderkrankheiten los zu werden.

Der großer Adapter (270 €!) für alle anderen Nikkore macht hier noch weniger Sinn als schon bei Olympus und Sony, denn mit Faktor 2,7 lässt sich ja praktisch nur ein Telebereich erreichen. Das Nikon verrückterweise eine Aufnahme mit V1, Adapter und 2,8/24-70 mm freigibt zeigt deutlich wie verrückt es in den meisten Fällen wäre, ein Nikkor-Objektiv zu adapzieren. Das 24-70 mm mutiert zum Bildausschnitte 2,8/65-190 mm könnte also theoretisch das 2,8/70-200 mm ersetzen und das 2,8/70-200 mm VR II würde zum 2,8/190-540 mm – das klingt schon interessant… doch bei nur 10 MP Auflösung und mit einer Schärfentiefe die f: 8 entspricht – nicht unbedingt das, was woir uns für viele Situationen wünschen.

Das 5,6/70-300 mm würde zum 5,6/190-810 mm Bildausschnitt, aber schon sehr lichtschwach und mit viel Schärfentiefe…

Und ob der AF überhaupt noch schnell und zufriedenstellend funktioniert und wie es mit VR aussieht und wie man eine so kleine Kamera am Tele-Zoom halten soll…

Hat Nikon noch nicht erklärt!

Wirklich spannend fände ich, abgesehen vom indiskutablen Händling den Versuch mit 2,8/70-200 mm und 5,6/80-400 mm

 

Das Design der Objektive gefällt mir auf den Fotos zuerst ausgesprochen gut, hier waren fähige Designer am Werk, die rund genobte Oberfläche und die metallisch wirkenden Ringe verleihen den CX-Objektiven etwas edles. Aber in der Praxis entpuppt sich das als billige OPlaste-Verarbeitung, die Verzeichnung so stark wie von Nikon gewohnt, bei Offenblende relativ scharf, steigern sich dann aber nicht mehr und werden rasch schwächer, ab f: 8 geht es schon bergab mit der Bildqualität.

Die 1 Objektive

Nikon hat vier neue NIKKOR-Objektive vorgestellt:

2,8/10 mm Pan

3,5-5,6/10-30 mm Normal-Zoom

4,5-5,6/10-100 mm Super-Videozoom

3,8-5,6/30-110 mm Tele-Zoom

 

Konkret geplant sind noch folgende Objektive:

5,6/ ??? kompaktes Standart-Zoom

1,8/31 mm Porträt-Objektiv

5,6/6-13 mm Super-Weitwinkel-Zoom

???   High Power Zoom-Objektiv für Reisen

5,6/50-220 mm Super-Tele-Zoom

2,8/39 mm Micro

 

Das Nikon 1 System könnte nur einen Sinn machen, wenn lichtstarke Objektive erscheinen, wie ein:

2,0/8,5 mm

1,8/18 mm

2,8/8,5-33 mm

2,8/26-75 mm – aber dann wird es viel zu teuer und andere liefern das bereits zu guten Preisen!

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test