Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

21. März 2022
OMS OM-1 – Erste Praxis-Ergebnisse

“Der Nussmensch hat schon wieder ne neue Rohrkamera – nix wie weg… der Seelenräuber!”


Vieles kann die OM-1 von OMSolutions 90% besser als alle anderen FT und MFT Kameras.
Sie kann ab sofort bei mir bestellt werden. Wichtiges Zubehör sind der Zusatzgriff, ein Doppel-Ladegerät, auch die neuen 2.8/12-40 mm PRO II, 4.0/40-150 mm Pro machen mit der Kamera – um alle Möglichkeiten bestens nutzen zu können unbedingt Sinn.

Gehäuse: 2200€ – Zubehör und Gesamtpreise bitte bei mir erfragen.

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Wer mich kennt oder schon länger begleitet, weiß dass ich nicht schnell aufgebe – ich bin mitten im Testfieber – ich will wissen wer heute – 2022 – die beste Fototechnik anbietet und was ich als erfahrener Fotograf daraus machen kann.

  1. Beispiel
    Was heute alles geht – Foto bei 800 mm Bildausschnitt – gegen Foto mit 1600 mm Bildausschnitt (interner 2.0x Digitalkonverter) 1250 ISO – 1000 sec – Prämisse: Wir dürfen selbstredend die ISO nicht zu hoch pushen – bei maximal 8000 ISO bekommen wir Pixelmatsch, je nach Licht auch schon bei 1600 ISO.

 

Ich wollte positiv beginnen – weil ja Vielen das positive sehr wichtig ist.

2. Beispiel Plötzliche Begegnung

Leider 1. Bild – Motiverkennung Vogel – nicht getroffen, Schnaps gesoffen – zweites Bild (nach mehreren Ausreißern, also tatsächlich das 6 Bild) sitzt

Ich natürlich… wie immer umgetarnt und auf Gelegenheit hoffend und auf etwas Vertrauen…

“Alter – schon wieder eine neue Kamera, mit der du uns ablichtest?”

Ich mache es mir nicht leicht – schon gar nicht mit meinen Praxiserfahrungen.
Seit einer Woche stehe ich früh auf, mache jeden Tag tausende Bilder um meine Fehler oder die der Hersteller zu erkennen und zu eliminieren. Mittags überprüfe ich dann die vielen Fotos am 27″ Monitor und ziehe danach wieder los, bis zum letzten Licht. Ich leihe Objektive von Lesern, Freunden (vielen herzlichen Dank Helmut!) vom Handel, oder vom Hersteller um hier etwas richtiges und fundiertes zu schreiben. Wer mich dieser Tage trifft, sieht, das ich drei Kameras mit vergleichbaren Super-Tele-Zooms dabei habe. Denn alle die Power und Videodreher, die nur mit dem einen System arbeiten kann ich selten ernst nehmen – sie können niemals eine Aussage dazu treffen, wie die neuen Geräte sich im Vergleich behaupten. Meist ist es sogar nur Auftrags- oder Fan-Gerede.
Also ich arbeite mich langsam vor und versuche nicht vor zu verurteilen, aber was ich gerade teste, hat ein AF-C Problem.

Und heute wurde ich mehrmals gefragt, warum ich so extrem fotografiere – 800 und 1000 mm Bildausschnitt plus 2x Glaskonverter und 2x elektronischer Konverter – ich will wissen, was Technik am Limit leistet. Davon kann ich immer wieder zurück – aber wenn ich nie am Limit war – kann ich  – glaube ich – gar keine intelligente Aussage treffen.
Viele sagen, warum 2x elektronischer Konverter, das kann nichts werden – Doch kann es sehr wohl, wie ich hier gleich zeige. Und das kommt doch auf das gleiche heraus – ob man das in der Kamera macht oder später einen Ausschnitt am PC – könnte man denken, stimmt aber nicht – das zeigt sofort die Dateigröße: 17 MB ohne TCE – 17 MB mit TCE – und festhalten – nur 4.8 MB nach Ausschnitt am PC:


Was geht noch?
ND Filter freihand bei 1 Sekunde:


Und bitte immer bedenken:

Nicht der Fotograf alleine macht die Fotos, die Kamera nicht und auch das beste Objektiv nicht – DAS LICHT macht die Fotos!

 

Jetzt folgen hier Fotos satt – bitte bewahrt etwas Sitzfleisch und Geduld – alle Fotos am Limit und echt wildlife – ohne Tricks, ohne Tarnung, ohne Anfüttern, ohne Lichtschranken, ohne Blitz, ohne jegliche Veränderung der Natur!!!
Alles freihand, ohne Stativ, ohne RAW!
Also ohne die üblichen Tricks mit denen die allermeisten Tierfotografen ständig arbeiten.

Weiteres folgt…

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

21. März 2022
OMS OM-1 Teil 2

 

Ab hier jetzt Vergleichsbilder mit Canon EOS R5 und Canon 7.1/100-500 mm
Die bisher noch das Motiv viel leichter und viel konsequenter in der Schärfe hält, aber eben rein vom Gehäuse betrachtet, das doppelte kostet.

 





Ich habe die Kamera seit einer guten Woche und bisher mit allen Tele-Objektiven im Vergleich zur bisher stabilsten AF-Performance der R5 getestet. Ich will keine voreiligen Schlüsse ziehen, einiges muß ich noch mit OMS abklären, denn einiges funktioniert nicht wie es soll.
Ich gebe mir hier viel Mühe, weil man das bei OMS auch erkennt und weil es ein  Traum wäre endlich mit OM-1 und  4.5/150-400 mm los zu ziehen.
Denn sie hat ein paar Besonderheiten, die alle anderen nicht haben.

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

9. März 2022
März 2022

Schau mir ins Auge – Oly 6.3/100-400 mm
(ich hoffe das menschenähnliche Gross-Auge mit dem scheinbaren Lichtreflex wird erkannt)

Wenn fotografieren, wie hier, ohne nachträglichen Beschnitt möglich ist,
kann MFT eine prima Alternative sein, wenn nicht, sieht man zu leicht die Auflösungsverluste.

Wissen und Glauben behindern sich gegenseitig.
Glauben ohne Wissen führt in eine saudumme Sackgasse, aus der Menschen oft nicht mehr heraus kommen.
Um überhaupt etwas glauben zu können, sollte man viel Wissen ansammeln und immer wieder aktualisieren und auch mal hinterfragen.
Glauben alleine bringt einen sicher auch über den Tag, aber man ist eben schnell auf einem dunklen, einsamen Pfad ohne Wendemöglichkeit. Denn man verstrickt sich in Rechtfertigungen und lehnt alles Wissen ab und alle, die Wissen vorgeben.
Die Religionen haben das ja, seit der Existenz erster sozialer Zusammenkünfte von Menschen, vorgemacht. Heute sind viele gläubige Menschen die im Dienst einer Religion arbeiten, ja häufiger sehr gebildet und belesen und allenfalls in praktischen Erfahrungen unwissend.
Die Religionen haben ja nicht ganz umsonst immer das Wissen verhindert und verteufelt, schon rein zu ihrem Machterhalt.
Heute ist es mit der zahllosen Fülle an Internet-Meinungen und You-T-Filmchen genauso – ihnen glauben zu schenken kann schnell auf einen dunklen Pfad, weit weg von tatsächlichem Wissen führen. Ich sehe mir da auch einiges an, wenn ich mal nichts besseres zu tun habe. Über 99% kann ich allenfalls lachen oder fluchen – so viel bornierte Dummheit oder bestenfalls eben Unerfahrenheit. Bei 5% davon sehe ich dann die Cleverness mit ihrem Meinungsbeitrag Geld zu verdienen, sich Einfluss und “Macht” zu verschaffen. Heftig sind dann die Ambassadors oder wie auch immer sich die “freien” Firmenvertreter auch nennen. Fast nichts davon hält einer erfahrenen Überprüfung dann stand. Wir alle sind immer, jeden Tag gefährdet da auf den Glaubenspfad und weg von Wissenspfad zu geraten. Auch wenn alles Wissen nur ein kleiner Status Quo sein kann und immer weiter vertieft und hinterfragt werden muss – es ist trotzdem etwas ganz anderes, wie der Glauben – besonders an Dinge und Funktionen von Technik.
Wir sehen das ja sehr deutlich an der Pandemie und selbst beim Kriegsgeschehen, wie viele Menschen manipuliert werden und sich auch leicht beeinflussen lassen.

Gefährlich wird es immer, wenn ich dass, was ich glaube anderen andrehen, aufzwingen will.
Die zusätzliche Schattenseite ist vor allem auch für mich, diese abhängigen Firmenposer bekommen Neuheiten früh, nur kurz und haben praktisch nie den Vergleich. Während ich inzwischen von mehr Firmen gar nichts mehr im ersten halben Jahr des Erscheinens bekomme, der Andrang ist vertausendfacht. Selbst im Handel oder auf Festivals bekommt man kaum noch eine Neuheit länger in die Finger und kann sie nur selten einmal etwas länger ausprobieren. Daher hat mancher Leser, der vorbestellt, inzwischen die Neuheiten früher in der Hand als ich. Ich verbiete es mir meist etwas vor zu bestellen, denn meine Erfahrung spricht gegen die tollen Werbeaussagen. Und ich würde mich auch oft verarscht fühlen, wenn ich beispielsweise eine Z9, R3, OM-1, GH6, 7IV vorbestellt hätte um dann die ganzen zusätzlichen Nachteile heraus zu finden. Blindes Vorbestellen mag ich gar nicht, was ich nicht in die Hand nehmen kann wird auch nicht vorab bezahlt. Viele sehen das inzwischen anders und glauben sich dann ihre teure Anschaffung schön…
Eins teile ich sicher mit den bekanntesten Wissenschaftlern – die Neugier.
Gibt es noch bessere Methoden und besseres Material um noch spannendere Abbilder der beliebtesten Motive anzufertigen und diese hoffentlich auch besser zu kennen und zu verstehen?
Ich bin da bei Kameras, Objektiven und Aufnahmetechniken immer NEUGIERIG.
Und das sehe ich eben, bei den meisten, die nur glauben nicht mehr.

Sie sind wieder da – die Schmetterlinge – das ist mal Fakt – und ich kann es nicht lassen sie mit mindestens 500 mm Brennweite plus 1.6x Ausschnitt aufzunehmen

Glauben – wir alle glauben irgend etwas und wir alle halten lange an diesem Glauben fest.
Wir kommen zu einer Einschätzung, und die bleibt für uns richtig, meist bis es gar nicht mehr anders geht – bis alle Sinneseindrücke, alles neue Wissen, jede neue Erfahrung revoltiert und dagegen spricht.
Ich will das jetzt gar nicht mal auf die Weltpolitik beziehen – es trifft aber da genauso zu – wir begrenzen uns hier auf Fotogeräte – wo ich umfängliche Erfahrungen habe.
Ja es stimmt, wir können mit einer Pentax LX, Nikon F3, Canon F1, Pentax 645 und unzähligen früheren und weniger ambitionierten Kameras auch manuell heute noch beeindruckende Fotos schaffen (wenn wir noch Filme und eine gute Entwicklung finden). Und das gelingt auch mit EOS 1DX, 5DIII, D500, D850, GH5, X-H1 und mit unzähligen anderen Kameras, die die letzten 30 Jahre erschienen sind. Wir brauchen nichts neu zu kaufen, es scheint nicht viel besser geworden zu sein.
Der Schein trügt – IMMER!
Erst der konkrete Vergleich und die Erfahrung bringen neues Wissen und spornen zugleich auch an. Ob die Preise heute noch gerechtfertigt sind, ob sie es je waren? Ich finde, Menschen, Firmen die etwas produzieren und da entweder gewaltige Stückzahlen oder/und sagenhafte Gewinner von mehr als 100% kalkulieren – tun das immer auf KOSTEN aller anderen Menschen und vor allem Umwelt, Natur und Tiere.
Wenn gewinne die Triebfeder sind, gehören sie trotzdem von Staaten und Organisationen abgesaugt und wieder verwendet um den ganzen Planeten zu beschützen. Ich bin da auch schlimm in der Falle, mit jedem Objektiv, jeder Kamera, jedem Kleidungsstück, jedem Buch, jeder Zeitschrift, jeder BluRay die ich kaufe – denn alles wird auf Kosten allen Lebens auf dem Planeten erzeugt.Allerdings bleiben Kameras und Objektive nicht bei mir im Schrank, sie werden benutzt und dann wieder an jemand anderen verkauft. Mit Kleindung und allem anderen geht das ja leider noch kaum – oder da sind wieder “Gangster” wie Zwischenhändler am Werk, die dir für ein Buch oder BluRay lumpige 50 cent bis 1 €anbieten und die Dinge dann meist für 7 bis 20€ verkaufen – da gibt es also viele Dinge die nicht stimmen und unbedingt zerschlagen gehören.
Also die Kameras und vor allem die neueren Objektive bieten und können viel mehr, als Fritzchen mit seiner digitalen Spiegelreflex je vermuten würde.
Und die Spezialisierung aller Fotogeräte geht immer weiter, auch um sich irgendwie gegen Smartphones zu wehren.
Wenn ich im Schwerpunkt heute Porträts und Events fotografieren würde, käme für mich nur Fujifilm als Marke in Frage, kein anderer, auch Canon und Nikon nicht, bietet hier so viel.  Wenn dann Halbformat nicht mehr reicht, oder ich irgendwann meine Super-Tele nicht mehr schleppen kann, würde ich sicher mit der Fuji GFX fotografieren.
Doch für die Tier-Fotografie kommen derzeit nur Canon und Sony in Frage, bei Nikon fehlt da noch zu viel und auch die neuesten MFT-Kameras können nicht mithalten.

Klar kann sich jeder auch sein Foto-Leben schwer machen und mit Software und RAW herum tricksen um was brauchbares aus MFT heraus zu kitzeln, aber die Überlegenheit vom Kleinbild-Aufnahmesystem war immer da und wird wohl auch bis zu letzt da sein.
Es kommt aus meiner Sicht immer darauf an, wie schwer wollen wir uns das leben machen, wieviel Aufwand wollen und müssen wir betreiben.
Technik die da ist, nutze ich auch, egal was andere glauben, denn irgendwann wird der Druck, durch die Bildergebnisse derer, die die neue Technik bereits nutzen, zu groß.
Für mich bringt dieses Frühjahr neben schlimmer Nachrichten und meiner Erkrankung mit ihren Folgen, wieder viele Motive und ich werde wieder intensiv schauen welche Vorteile vielleicht die neuen Kameras von OMSystem und bald auch Fuji bringen und vielleicht kommt ja auch noch etwas spannendes von Canon oder Sony. Die manuellen China-Objektive sollen die Einsteiger nutzen, für mich ist das Spielzeug, selbst die neuesten AF-Objektive reizen mich da gar nicht – zumal dadurch die Preise der großen japanischen Hersteller noch weiter abdriften werden.

Noch etwas anderes, in einem Monat (21.04.-24.04.) ist endlich wieder Glanzlichter in Fürstenfeldbruck – da geht es ja nicht nur um Fotogerät sondern auch um eine der schönsten Landschaften in Deutschland. Wer von meinen Lesern fährt hin, mag sich mit mir treffen oder vielleicht sogar mit mir zusammen aus meiner Gegend anreisen? (die 5-6 Sunden Fahrtzeit werden ja immer ganz schön lang nur mit Radio)
Letztes Jahr war es wirklich klasse und auch coronasicher, wie ja alle bei mir lesen konnten.
Also wer hat Lust mal raus zu kommen?


Ich weiß ja nicht wie meine Leser mit der Situation umgehen, ich habe meine Heizung weitgehend runter gedreht, sitze hier im flauschigen Fleece, schränke das heiße Duschen weiter ein und fahre nur noch verbindend und wo es unausweichlich ist, mit dem Auto. Und ich freue mich, wenn ich jetzt bald wieder meinen 3L-Roller hier und im Umkreis nutzen kann. Von mir nur kleines Geld für P. Kriegskasse. Mehr kann ich nicht tun, alle Maßnahmen, die den Krieg weiter eskalieren lassen, lehne ich ab. Die Hilferufe des Herrn S. aus K. sind zwar verständlich, weil er selbst eins der nächsten Opfer wird – aber uns damit hineinziehen zu wollen finde ich dann schon wieder schändlich.
Es sind elende Zeiten, zum Glück haben wie die Fotografie und Kreativität und das beste Gerät in großer Auswahl (allerdings nur, wer rechtzeitig gekauft hat – ab April kommt die nächste saftige Preiserhöhung fast aller großen Marken und neue Geräte sind ohnehin kaum lieferbar).
Meine OM-1 ist im Zulauf, der GH6 und Z9 werde ich nicht viel Zeit widmen und die R3 wird erst bei mir landen, wenn sie 45 MP bietet.

Ich habe mal ein Haus für die Bedürftigen aufgestellt…

Es ist grausam, dumm und ignorant, dass wir die wirklich wichtigen Wahrheiten jetzt aus den Augen verlieren.
Der Februar 22 wird uns noch lange beschäftigen, aber nicht alleine, weil die niedersten Instinkte ein Land überfallen haben, Deutschland eine brutale Vollbremsung und 180° Drehung gemacht hat, sondern weil wir jeden Tag mehr aus dem Fokus verlieren, wie es um die Lebensqualität auf der Welt bestellt ist.
Da feixen die allerschlimmsten Kreaturen, dass jetzt Aktiengewinne mit Öl, Gas und der Rüstungsindustrie möglich sind – wir geisteskrank kann man sein?
Wenn es jetzt richtig schlecht läuft, machen wir mit Atom und Kohle weiter. Erstaunlich auch, dass plötzlich 100 Milliarden für die Rüstung da sind – nein richtig gesagt, dass jetzt solche gigantischen Summen zu unseren Schulden werden und wir alle sie zurück zahlen müssen. Und noch viel mehr Geld wird für Umweltveränderungen und Schäden aufgewendet werden müssen. Und zahlen werden das wieder nicht die vielen Millionäre, die werden damit eher noch reicher, nicht die Erben und nicht die wirtschaftenden Firmen.
Der russische Diktator hat vielleicht der Welt sogar einen kleinen Gefallen getan, einige etwas wach gerüttelt, aber es ist trotzdem bitter, das wir keinen 007 oder MI Agenten senden können, der uns von solchen irren Diktatoren befreit. Und außerdem kommt dann oft nichts besseres nach. Es gibt heute so viele Länder mit Herrschern die pulverisiert werden sollten, die so dumm sind, Menschen, Länder und alles als Besitz zu betrachten.
Ich verstehe auch nicht, warum wir so viele Details überall in der Presse lesen – was haben die da verloren?
Ständig wird alle Politik, jedes Spezialwissen in der Presse diskutiert und bewußt Meinungsmache betrieben – ich finde das pervers.
Die Welt ist klein und eng geworden.

Autofokus Empfindlichkeit aktueller Kameras:
Gerne versteckt oder verschwiegen, ist es sehr wichtig und sagt einiges über die Praxistauglichkeit der Kamera bei schwachem Licht/Kontrast aus.
Sony A1 = -4.0 EV (bei 100 ISO und f:2.0)
Sony A9II = -3.0 EV (bei 100 ISO und f:2.0)
Sony A7RIV = -3.0 EV (bei 100 ISO und f:2.0)
Sony A7IV = -4.0 EV (bei 100 ISO und f:2.0)
OM-System OM-1 = -8.0 EV (bei 100 ISO und f:1.2) / -6.5 EV bei f:2.0
Olympus E-M-1III = -6.0 EV (bei 100 ISO und f:1.2) / -4.5 EV bei f:2.0
Panasonic GH6 = -4.0 EV (bei 100 ISO und f:1.2) /-2.5 EV bei f:2.0
Panasonic S1R = -6.0 EV (bei 100 ISO und f:1.4) /-5.0 EV bei f:2.0
Canon R3 = -7.5 EV (bei 100 ISO und f:1.2) / -6.0 EV bei f:2.0
Canon R5 = -6.0 EV (bei 100 ISO und f:1.2) / -4.5 EV bei f:2.0
Canon R6 = -6.5 EV (bei 100 ISO und f:1.2) / -5.0 EV bei f:2.0
Nikon Z9 = -6.5 EV (bei 100 ISO und f:1.2) /-5.0 EV bei f:2.0
Nikon Z7II = -3.0 EV (bei 100 ISO und f:2.0) ( Push: -4 AF mit wenig Licht)
Nikon Z6II = -4.5 EV (bei 100 ISO und f:2.0) ( Push: -6 AF mit wenig Licht)
Nikon D850 = -4.0 EV (bei 100 ISO und f:1.4) /-3.0 EV bei f:2.0

Und diese Werte gelten immer nur bei Single-AF ohne Nachführung – denn dann fallen die Werte weiter ab!
Die Unterschiede sind beträchtlich, außer Sony und Nikon geben alle den Wert für Objektive mit f:1.2 an – was in der Praxis völlig irrelevant ist.
Trotzdem ist es wichtig zu wissen, wer hier besonders gut und besonders schwach abschneidet:
1. OMS OM-1
2. Canon R3
3. Nikon Z9 / Canon R6 / Panasonic S1r
4. Canon R5
5. Sony A1
Sony hat hier Optimierungsbedarf und Nikon schneidet hier mit den anderen Z-Kameras schwach ab und Panasonic wie befürchtet am schwächsten. Canon war in der Disziplin die letzten 30 Jahre, bis auf wenige Ausnahmen von Nikon, immer am besten.

Die japanische Messe, die kurzfristig abgesagt wurde und allenfalls auf Onlinepräsentationen zurück griff, war mal wieder weitgehend enttäuschend. Außer den häufig verschobenen Neuheiten wie OM-1 und G6 und verrückt teure Canon Ultra-Tele und ein paar Nachzügler von Sigma für das Fuji-Bajonett kam nichts neues ans Tageslicht. Nikon hat sein spannendes 6.7/800 mm noch nicht offiziell vorgestellt, Canon hatte keine neue Kamera, Sony hatte gar nichts. Also die Zeiten bleiben mehr als lausig!

OM-Systems
hat jetzt auch sein bewährtes Presse-Team (united-communications) von seinen Aufgaben entbunden. Jetzt ist wieder eine Pressestelle im Haus in Hamburg für Anfragen zuständig. Ob das sich positiv oder eher nachteilig auswirkt kann ich noch nicht bewerten.
Sehr unschön ist auf jeden Fall, das die Vorbesteller-Aktion OM-1 mit zusätzlichem Akku und erweiterter Gewährleistung schon 1 Woche vor dem Ablaufdatum, nicht mehr möglich ist. Das kann daran liegen, das viele Bestellungen eingegangen sind oder die Liefermengen so gering sind. Auf jeden Fall wird es viele bisherige Kunden sehr unzufrieden zurück lassen.

 

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