Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

23. Dezember 2021
Weihnachten 2021

Zuerst wollte ich 1991 schreiben – dieses Vor-Weihnachten fühlt sich so fremd an, als wären wir in einer Zeitreise gefangen.

Also fröhlich – besinnlich sehe ich da nicht, jeder darf glauben was er mag, aber von dem religiösen Fest der Christen ist so wenig zu spüren wie nie, trotz der Pandemie.
Es ist ein Kaufrausch, ein Rennen um die letzte Nuss… wie ich es sonst nur von meinen Nagern kenne.

TROTZDEM wünsche ich allen Lesern ein wunder-volles FEST und Zuversicht und gute Ideen!

Sie kennen meine unscharfen Farb-Spiele zum Jahresende zu Genüge, daher dieses Jahr einmal FROST.

Realisiert mit dem bei weitem besten Foto-Aufnahmegerät, seit es Photographie gibt:
Sony Alpha 1 & Sony 2.8/70-200 mm GM II & Sony TC 1.4x
(keine Kamera kann je perfekt sein – schon gar nicht für alle Anwender und Situationen und Sony wird sicher noch den beweglichen Monitor, einen grieselfreien Sucher, preiswerte, schnelle Speicherkarten und vieles mehr, dafür “erfinden” – aber das Objektiv ist nach heutigen Massstäben perfect und weit besser als alles vergleichbare.)

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

11. Dezember 2021
Darf ich bitten…

Liebe Leser, 79 Berichte und unzählige, beantwortete Leserbriefe 2021 –
Darf ich um eine Spende- auf mein neues Konto bitten?
IBAN 
DE97550905000008477027 
Herzlichen Dank dafür, das hilft mir sehr Mut und Möglichkeiten nicht zu verlieren.
Harry

 

Damit es auch morgen noch neue Berichte mit Biss gibt…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

7. Dezember 2021
Die Foto-Geräte-Wahl 2021

Da sind wir wieder. Etliche Internet-Plattformen blasen zur Wahl der besten Produkte 2021.
Frappiert ist alle Jahre wieder, dass Fotomenschen hier Produkte wählen, die es teilweise noch nicht im Handel gibt, die sie weder ausprobieren, noch in die Hand nehmen konnten – Produkte die sie in vielen Fällen nie kaufen werden, sich nie leisten können, so wie das Traumauto.
Ich ticke da anders.
Was mich an Dingen fasziniert und fesselt, wollte ich auch immer einmal eine Weile in meinem Besitz haben. Sicherlich im Rahmen meiner Möglichkeiten. und die sind auch begrenzt. Doch wenn ich nachdenke und auf die Geldausgaben blicke, kosten meine Kameras inzwischen 5000-7000€ und meine Fotoobjektive im Schnitt zwischen 2000-3000€ – also Leica Preise, obwohl ich lange nichts mehr von Leica gekauft habe. Aber apropos, jetzt könnte sich eine Leica M doch endlich wieder lohnen. Weil Leica hat endlich wichtige Grenzen überwunden: Analogen Film, die Limits durch den Messsucher, die Begrenzungen bei den Brennweiten und Abbildungsmaßstäben und es gibt endlich reichlich, preiswerte Auswahl an hochlichtstarken Objektiven von alternativen Herstellern. Dank elektronischem Visoflex sehe ich endlich anders, als durch einen auf 28mm geeichten Glassucher mit Brennweitenmarkierungen.
Nachteilig bleibt aber für mich, das die Kamera so ein gerundeter Backstein ist 13,9x8x3,9 cm und trotzdem 660g schwer und kein Handgriff eingebaut.
Also die Leica M bleibt ein Paradox – ein Sammlerobjekt das wie die Schweizer Uhren seine Daseinsberechtigung sucht. Ich werde vielleicht irgendwann wieder eine erben, aber nach meinen Liaisons mit M6, M7 und wenn ich sehe was ich heute mit Sony an scharfen und wundervollen Fotos realisieren kann (12,9×9,7×8,1 bei 740g – man sieht anhand der Daten sehr schnell, wieviel Griffigkeit der Leica immer gefehlt hat um ein vollendetes Werkzeug sein zu können), möchte ich mir keine mehr kaufen…


Es kann nur einen Aufstieg in Richtung Fujifilm GFX Mittelformat geben…

Zurück zu den Wünschen und tatsächlichen Kamera-Highlights 2021:

Der Plastikbomber des Jahres: Nikon Zfc (von der sich immerhin 6% der Fototräumer blenden lassen)

Für Fotografen uninteressante Neuheiten 2021: 
Sigma fpL – Olympus EP7 – Panasonic GH5II – Fujifilm X-E4 – Fujifilm X-E30II – Leica SL2S – Sony ZV-E10 – Ricoh GR3X – Pentax K3III
In dieser Reihenfolge – am Ende die wichtigeren.
Daran sehen wir schon, es war kein Jahr für Sigma, keins für Panasonic, ein dünnes für Pentax/Ricoh, Leica und sogar Fujifilm.

Beste Basis-Kamera: Sony Alpha 7IV (aber zu teuer, RS und mehr an Filmer orientiert) als Traumkamera kommt sie nur in weniger als 10% der Träumen vor.

Wovon Foto-Menschen wirklich träumen 2021:
Fujifilm GFX100S (11%)
Canon R3 (12%)
Sony A1 (14%)
Nikon Z9 (19%)
Na ja, träumen ist ja immer erlaubt – ich habe für mich Platz zwei zur Nummer 1 gemacht!

Welche Objektive Foto-Menschen gerne aus 2021 kaufen würden:

Zoom:
Canon RF 5.6-8.0/100-400 mm Macro (eine Neuschöpfung zum fairen Preis) 5%
Olympus 4.0/8-25 mm PRO (zweitklassig von Olympus – Leica 8-18 mm = erstklassig) 6%
Tamron 2.8/28-75 mm DI III (der dritte Versuch) 7%
Canon RF 4.0/14-35 mm L IS (Canon Perfektion) 7%
Sony 2.8/70-200 mm GMII (Perfektion von Sony) 9%

Nikon Z 4.5-5.6/100-400 mm S (Nikon-Fans haben Nachholbedarf) 10%
Nikon Z 4.0/24-120 mm S 10%
Tamron 2.0-2.8/35-150 mm (trotz mittelmäßiger Leistung und hohem Preis – endlich eine frische Kombination) 14%

Besonders auffällig hier:
Sigma kann auch dieses Jahr nicht überzeugen und bekommt von weiteren 5 Tamron-Objektiven den Rang abgelaufen!
Nikon bekommt bestimmt wieder super Tests – die kann man ja kaufen.
Bei Olympus und Panasonic fehlt ein Neuanfang.
Fujifilm punktet nicht.
Canon und vor allem Sony dominieren alle!

Festbrennweite:

Meine Rangfolge:
Sony 1.4/35 mm GM
Sony 1.8/14 mm GM
Canon RF 2.8/100 mm Macro L
Sony 1.2/50 mm GM
Die Sony GM Objektive sind sie sind alle unvergleichlich
 und optisch wie mechanisch führend!

Es gibt bei allen Wählern einen klaren Gewinner:
Sony 1.2/50 mm GM wobei ich mich dabei wirklich frage, was ich damit tun sollte und warum 50 mm immer noch so attraktiv erscheinen.
Nikon Z 2.8/105 mm Macro folgt auf Platz 2 – wo es auch nicht hingehört, denn Canon’s 2.8/100 mm Macro ist der klare Gewinner
Sony 1.8/14 mm GM – völlig zu Recht!
Sony 1.4/35 mm GM – seltsam abgeschlagen
Nikon Z 2.0/40 mm folgt auf Platz 4 – ok, aber das ist ein Billigobjektiv – ein 1.4/40 mm wäre mir erheblich lieber
OMSystems 1.4/20 mm PRO hat das dann wenigstens für’s kleine Format umgesetzt
Und alle anderen Objektive waren kaum der Rede wert.

FRÜHER
war die Schwierigkeit genug Geld heran zu schaffen, um sich etwas zusätzlich leisten zu können oder einfach nur sorgloser leben zu können.
Jetzt mit jenseits 50, (obermist-) Globalisierung, Pandemie und schnell veränderlichem Gesundheitszustand besteht die Hauptschwierigkeit darin, Geld überhaupt noch sinnvoll auszugeben.
Bei mir jetzt weniger, weil ich nicht zu viel habe und schon gar nicht weiß, ob ich mir Luxus, Gold oder Aktien antun soll, sondern mehr, dass auch kleinere Beträge zwischen Genügsam und Luxus nicht unsinnig verschleudert werden. Wohl dem der Kinder hat, mit ihnen meistens gut versteht und rechtzeitig daran denkt, ihnen alles wichtige zu schenken – das scheint mir fast die beste Adresse für übriges Geld. Sicher sollte man auch noch alles mögliche für die Tiere und Natur tun – das steht ausser Frage.

Ich hatte den Vormittag einige Kleinigkeiten in der Stadt zu erledigen, erschreckend wie viele Geschäfte plötzlich dunkel, verwaist oder gar ganz aufgegeben sind.
Beim Uhrmacher, der mir sagte, das meine “teuren” Uhren nichts mehr wert sind und nicht mehr funktionieren, wenn ich nicht einen Batzen Geld hinter her werfe… kaufen Sie niemals Quarzuhren jenseits 100€ – egal wie toll sie aussehen und vielleicht kaufen Sie besser auch niemals Luxus-Uhren (die jenseits 5000€ langsam beginnen), es sei denn, Sie legen sie staubfrei in einen Mechanik-Rüttler im Tresor und lassen sie trotzdem alle 2-5 Jahre neu warten und fetten.
Es ist ein Lotteriespiel mit den mechanischen oder automatischen Luxusuhren – ihr Wert ist vollkommen überreizt – Sie können mal Glück haben mit einer Patek, Hublot oder Rolex – das sie Ihnen jemand mit zu viel dummen Geld teuer bezahlt – doch als Wertanlage taugen sie nur sehr, sehr selten. Das Innenleben ist immer faszinierend, nur sieht man es praktisch nie und die aktuelle Zeit ist weit weniger wichtig, als wir alle vermuten.

Der Büro-Möbel-Händler, der immer sehr gut verdient hat, verkauft aus – auch das Geschäft wird längst im Internet erledigt. Der Schränke-Bauer hat seinen Laden dicht und so geht das in jeder Strasse immer weiter.
Was boomt sind eigentlich fast nur Apotheken, Optiker, Hörgeräte, Gesundheits-Ausstatter, Alten-Residenzen und Pflegedienste.
Doch es wurde noch schlimmer, mein Buch und Comic-Händler gab kleinlaut zu, dass er Anfang 2022 schließt, es mache alles keinen Sinn mehr und sei nur noch anstrengend. Das war es dann mit anspruchsvollen Comic’s in Koblenz. Damit gibt es keinen einzigen Laden mehr, der für mich etwas besonderes bietet und mich in die Stadt locken könnte.
Es ist sicherlich jedem klar, das wir uns für diese rasante Entwicklung in unseren Städten, die verarmen und verwüsten nicht bei der Pandemie – sondern nur bei dem globalen Großhändler der keine Gewinne zahlt, bedanken können!
Es gibt noch einen kleinen Fotoladen in der Stadt, aber alles andere ist wegrasiert und jetzt sind auch die Großen dran, Media und Saturn haben ihre Ladenfläche halbiert, für Filme, Musik, Kameras  und Kultur kommt fast keiner mehr in die Läden, die Konkurrenz hat gleich ganz geschlossen. Und es wird rasant weiter gehen und wir halten es jetzt nicht mehr auf. und es deutet sich bereits an, dass es auch mit der Klimakeule sehr schnell und schmerzhaft laufen wird. Und es hilft nur sich anpassen, kämpfen und irgendwie noch eine Weile gut überleben.
Es ist weit besser man fährt am Wochenende nicht in die Stadt, sondern in den Wald – aber da warten dann andere Probleme…
Wir klammern uns an unsere Fotogeräte, andere an ihre Musikinstrumente oder Computer – weil wir damit hoffen noch immer weiter kreative Höhepunkte schaffen zu können und so bin ich froh über jede echte Neuheit, die erscheint und wo sich Hersteller nicht nur vom Gewinngedanken leiten lassen, sondern auch wirklich eine Verbesserung erreichen wollen – Sony und Canon machen das heute besonders exemplarisch vor.

 

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