Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

11. Dezember 2021
Darf ich bitten…

Liebe Leser, 79 Berichte und unzählige, beantwortete Leserbriefe 2021 –
Darf ich um eine Spende- auf mein neues Konto bitten?
IBAN 
DE97550905000008477027 
Herzlichen Dank dafür, das hilft mir sehr Mut und Möglichkeiten nicht zu verlieren.
Harry

 

Damit es auch morgen noch neue Berichte mit Biss gibt…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

7. Dezember 2021
Die Foto-Geräte-Wahl 2021

Da sind wir wieder. Etliche Internet-Plattformen blasen zur Wahl der besten Produkte 2021.
Frappiert ist alle Jahre wieder, dass Fotomenschen hier Produkte wählen, die es teilweise noch nicht im Handel gibt, die sie weder ausprobieren, noch in die Hand nehmen konnten – Produkte die sie in vielen Fällen nie kaufen werden, sich nie leisten können, so wie das Traumauto.
Ich ticke da anders.
Was mich an Dingen fasziniert und fesselt, wollte ich auch immer einmal eine Weile in meinem Besitz haben. Sicherlich im Rahmen meiner Möglichkeiten. und die sind auch begrenzt. Doch wenn ich nachdenke und auf die Geldausgaben blicke, kosten meine Kameras inzwischen 5000-7000€ und meine Fotoobjektive im Schnitt zwischen 2000-3000€ – also Leica Preise, obwohl ich lange nichts mehr von Leica gekauft habe. Aber apropos, jetzt könnte sich eine Leica M doch endlich wieder lohnen. Weil Leica hat endlich wichtige Grenzen überwunden: Analogen Film, die Limits durch den Messsucher, die Begrenzungen bei den Brennweiten und Abbildungsmaßstäben und es gibt endlich reichlich, preiswerte Auswahl an hochlichtstarken Objektiven von alternativen Herstellern. Dank elektronischem Visoflex sehe ich endlich anders, als durch einen auf 28mm geeichten Glassucher mit Brennweitenmarkierungen.
Nachteilig bleibt aber für mich, das die Kamera so ein gerundeter Backstein ist 13,9x8x3,9 cm und trotzdem 660g schwer und kein Handgriff eingebaut.
Also die Leica M bleibt ein Paradox – ein Sammlerobjekt das wie die Schweizer Uhren seine Daseinsberechtigung sucht. Ich werde vielleicht irgendwann wieder eine erben, aber nach meinen Liaisons mit M6, M7 und wenn ich sehe was ich heute mit Sony an scharfen und wundervollen Fotos realisieren kann (12,9×9,7×8,1 bei 740g – man sieht anhand der Daten sehr schnell, wieviel Griffigkeit der Leica immer gefehlt hat um ein vollendetes Werkzeug sein zu können), möchte ich mir keine mehr kaufen…


Es kann nur einen Aufstieg in Richtung Fujifilm GFX Mittelformat geben…

Zurück zu den Wünschen und tatsächlichen Kamera-Highlights 2021:

Der Plastikbomber des Jahres: Nikon Zfc (von der sich immerhin 6% der Fototräumer blenden lassen)

Für Fotografen uninteressante Neuheiten 2021: 
Sigma fpL – Olympus EP7 – Panasonic GH5II – Fujifilm X-E4 – Fujifilm X-E30II – Leica SL2S – Sony ZV-E10 – Ricoh GR3X – Pentax K3III
In dieser Reihenfolge – am Ende die wichtigeren.
Daran sehen wir schon, es war kein Jahr für Sigma, keins für Panasonic, ein dünnes für Pentax/Ricoh, Leica und sogar Fujifilm.

Beste Basis-Kamera: Sony Alpha 7IV (aber zu teuer, RS und mehr an Filmer orientiert) als Traumkamera kommt sie nur in weniger als 10% der Träumen vor.

Wovon Foto-Menschen wirklich träumen 2021:
Fujifilm GFX100S (11%)
Canon R3 (12%)
Sony A1 (14%)
Nikon Z9 (19%)
Na ja, träumen ist ja immer erlaubt – ich habe für mich Platz zwei zur Nummer 1 gemacht!

Welche Objektive Foto-Menschen gerne aus 2021 kaufen würden:

Zoom:
Canon RF 5.6-8.0/100-400 mm Macro (eine Neuschöpfung zum fairen Preis) 5%
Olympus 4.0/8-25 mm PRO (zweitklassig von Olympus – Leica 8-18 mm = erstklassig) 6%
Tamron 2.8/28-75 mm DI III (der dritte Versuch) 7%
Canon RF 4.0/14-35 mm L IS (Canon Perfektion) 7%
Sony 2.8/70-200 mm GMII (Perfektion von Sony) 9%

Nikon Z 4.5-5.6/100-400 mm S (Nikon-Fans haben Nachholbedarf) 10%
Nikon Z 4.0/24-120 mm S 10%
Tamron 2.0-2.8/35-150 mm (trotz mittelmäßiger Leistung und hohem Preis – endlich eine frische Kombination) 14%

Besonders auffällig hier:
Sigma kann auch dieses Jahr nicht überzeugen und bekommt von weiteren 5 Tamron-Objektiven den Rang abgelaufen!
Nikon bekommt bestimmt wieder super Tests – die kann man ja kaufen.
Bei Olympus und Panasonic fehlt ein Neuanfang.
Fujifilm punktet nicht.
Canon und vor allem Sony dominieren alle!

Festbrennweite:

Meine Rangfolge:
Sony 1.4/35 mm GM
Sony 1.8/14 mm GM
Canon RF 2.8/100 mm Macro L
Sony 1.2/50 mm GM
Die Sony GM Objektive sind sie sind alle unvergleichlich
 und optisch wie mechanisch führend!

Es gibt bei allen Wählern einen klaren Gewinner:
Sony 1.2/50 mm GM wobei ich mich dabei wirklich frage, was ich damit tun sollte und warum 50 mm immer noch so attraktiv erscheinen.
Nikon Z 2.8/105 mm Macro folgt auf Platz 2 – wo es auch nicht hingehört, denn Canon’s 2.8/100 mm Macro ist der klare Gewinner
Sony 1.8/14 mm GM – völlig zu Recht!
Sony 1.4/35 mm GM – seltsam abgeschlagen
Nikon Z 2.0/40 mm folgt auf Platz 4 – ok, aber das ist ein Billigobjektiv – ein 1.4/40 mm wäre mir erheblich lieber
OMSystems 1.4/20 mm PRO hat das dann wenigstens für’s kleine Format umgesetzt
Und alle anderen Objektive waren kaum der Rede wert.

FRÜHER
war die Schwierigkeit genug Geld heran zu schaffen, um sich etwas zusätzlich leisten zu können oder einfach nur sorgloser leben zu können.
Jetzt mit jenseits 50, (obermist-) Globalisierung, Pandemie und schnell veränderlichem Gesundheitszustand besteht die Hauptschwierigkeit darin, Geld überhaupt noch sinnvoll auszugeben.
Bei mir jetzt weniger, weil ich nicht zu viel habe und schon gar nicht weiß, ob ich mir Luxus, Gold oder Aktien antun soll, sondern mehr, dass auch kleinere Beträge zwischen Genügsam und Luxus nicht unsinnig verschleudert werden. Wohl dem der Kinder hat, mit ihnen meistens gut versteht und rechtzeitig daran denkt, ihnen alles wichtige zu schenken – das scheint mir fast die beste Adresse für übriges Geld. Sicher sollte man auch noch alles mögliche für die Tiere und Natur tun – das steht ausser Frage.

Ich hatte den Vormittag einige Kleinigkeiten in der Stadt zu erledigen, erschreckend wie viele Geschäfte plötzlich dunkel, verwaist oder gar ganz aufgegeben sind.
Beim Uhrmacher, der mir sagte, das meine “teuren” Uhren nichts mehr wert sind und nicht mehr funktionieren, wenn ich nicht einen Batzen Geld hinter her werfe… kaufen Sie niemals Quarzuhren jenseits 100€ – egal wie toll sie aussehen und vielleicht kaufen Sie besser auch niemals Luxus-Uhren (die jenseits 5000€ langsam beginnen), es sei denn, Sie legen sie staubfrei in einen Mechanik-Rüttler im Tresor und lassen sie trotzdem alle 2-5 Jahre neu warten und fetten.
Es ist ein Lotteriespiel mit den mechanischen oder automatischen Luxusuhren – ihr Wert ist vollkommen überreizt – Sie können mal Glück haben mit einer Patek, Hublot oder Rolex – das sie Ihnen jemand mit zu viel dummen Geld teuer bezahlt – doch als Wertanlage taugen sie nur sehr, sehr selten. Das Innenleben ist immer faszinierend, nur sieht man es praktisch nie und die aktuelle Zeit ist weit weniger wichtig, als wir alle vermuten.

Der Büro-Möbel-Händler, der immer sehr gut verdient hat, verkauft aus – auch das Geschäft wird längst im Internet erledigt. Der Schränke-Bauer hat seinen Laden dicht und so geht das in jeder Strasse immer weiter.
Was boomt sind eigentlich fast nur Apotheken, Optiker, Hörgeräte, Gesundheits-Ausstatter, Alten-Residenzen und Pflegedienste.
Doch es wurde noch schlimmer, mein Buch und Comic-Händler gab kleinlaut zu, dass er Anfang 2022 schließt, es mache alles keinen Sinn mehr und sei nur noch anstrengend. Das war es dann mit anspruchsvollen Comic’s in Koblenz. Damit gibt es keinen einzigen Laden mehr, der für mich etwas besonderes bietet und mich in die Stadt locken könnte.
Es ist sicherlich jedem klar, das wir uns für diese rasante Entwicklung in unseren Städten, die verarmen und verwüsten nicht bei der Pandemie – sondern nur bei dem globalen Großhändler der keine Gewinne zahlt, bedanken können!
Es gibt noch einen kleinen Fotoladen in der Stadt, aber alles andere ist wegrasiert und jetzt sind auch die Großen dran, Media und Saturn haben ihre Ladenfläche halbiert, für Filme, Musik, Kameras  und Kultur kommt fast keiner mehr in die Läden, die Konkurrenz hat gleich ganz geschlossen. Und es wird rasant weiter gehen und wir halten es jetzt nicht mehr auf. und es deutet sich bereits an, dass es auch mit der Klimakeule sehr schnell und schmerzhaft laufen wird. Und es hilft nur sich anpassen, kämpfen und irgendwie noch eine Weile gut überleben.
Es ist weit besser man fährt am Wochenende nicht in die Stadt, sondern in den Wald – aber da warten dann andere Probleme…
Wir klammern uns an unsere Fotogeräte, andere an ihre Musikinstrumente oder Computer – weil wir damit hoffen noch immer weiter kreative Höhepunkte schaffen zu können und so bin ich froh über jede echte Neuheit, die erscheint und wo sich Hersteller nicht nur vom Gewinngedanken leiten lassen, sondern auch wirklich eine Verbesserung erreichen wollen – Sony und Canon machen das heute besonders exemplarisch vor.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

4. Dezember 2021
Gute Frage… Sony & Sucher

Guten Morgen.
Ich spiele mit dem Gedanken mir eine Sony Vollformat Kamera 2022 zuzulegen.Welche ist noch nicht klar.
Testest Du die Alpha IV? Habe momentan nur 2 E-Mount Vollformatobjektive. Das Tamron 150-500mm und das Sigma 2,8/70mm Makro Art. Kann aber ältere Sigma Vollformat Objektive wie Sigma 4,0/300mm Apo Makro adaptieren. Zur späteren Abrundung des Systems möchte ich mir ein Tamron 35-150mm/2,0-2,8 zulegen oder ein Tamron 28-200mm oder das Sony 24-240mm.Sicherlich alle 3 Bbjektive ein Kompromiss. Als letztes könnte ein Tamron 17-28mm kommen.
Als Auslöser waren ein paar Photos, die ich mit der Nikon Z5 und dem 24-200 mm Nikon gemacht habe. Die Sichtweise beim Vollformat ist besser als beim APS-C.

Beste Grüße

Guten Morgen na du hast ja vor… und machst ernst.

Bei der Nikon Z5 hat Nikon erstmals Vieles richtig gemacht, was man von Z6 und Z7 kaum behaupten kann und auch die Z9 sehe ich da eher kritisch. Der Hauptunterschied liegt weniger in den Bildmöglichkeiten, sondern mehr in einem sehr wichtigen Detail, dass ich seit Jahren bei Sony, Olympus, Panasonic kritisiere – dem Sucher.

Nikon gönnt der sehr preiswerten Kamera einen exemplarisch guten Sucher, wie auch der Z50 – etwas was sonst niemand in der 1000-1500€ Preisklasse bieten kann (doch Fuji annähernd). Sony ist in allen 6000 Kameras da sehr schlecht. Wer nur die kennt, gewöhnt sich, aber sobald er vergleicht, geht das Licht aus und die Motive sehen alle banal aus.
Anders als bei den jungen, verwirrten, die nur Smartphones gewöhnt sind und Sucher gar nicht richtig kennen und sowieso meistens mit dem Monitor als „Sucher“ herum spielen, kennen wir echte Sucher. Alle DSLR-Fotografen hatten große Zweifel und auch Angst zu spiegelfreien Kameras zu wechseln – weil sie mal durch eine Olympus, Panasonic oder Sony geblickt haben – das war natürlich das „Grauen“ gemessen an dem Spiegelreflexsucher!
Keine Tonwerte, keine echten Farben, keine gute Auflösung, verpixelt, überschärft, Zeitverzögerung etc.
Heute sieht es ganz anders aus, Sony hat für Vollformat viel getan, Canon ist gut gestartet und Nikon zeigt wieder allen, wie man sehr gute Sucher baut und DSLR möchte da wahrlich „niemand“ mehr vermissen.

Also du kannst dich mit Vollformat gegenüber Halbformat nicht so toll verbessern, dass es die Kosten wert wäre schon gar nicht, aber du bekommst einen tollen Blick auf deine Fotos und natürlich viel mehr Prozessorleistung, mehr Auflösung und etwas geringeres Bildrauschen – brauchst aber zügig einen neuen Computer – um das auch gut umsetzen zu können.

Den Hype um das Tamron 2.0-2.8/35-150 mm verstehe ich noch nicht wirklich, ich hatte noch keins. Optisch ist es auf jeden Fall eher „mangelhaft“ bei großer Blendenöffnung, aber für alle Menschen-, Events und Hochzeit-Fotografen die sich nicht mehr mit 2.824-70 mm und 2.8/70-200 mm behängen wollen, eine große Erleichterung, wenn auch von der Abbildungsgüte deutlich reduziert.
Die 2.0 kommt ja ausschließlich bei 35 mm zum tragen. Danach ist es praktisch ein 2.8 Zoom.

Die 7IV ist wie erwartet eine Art „Baukasten-Kamera“ in die vieles eingeflossen ist und mit frischem Sensor verbunden wird, was Sony die letzten Jahre als Innovation gebracht hat.
Allerdings hat sie für mich eine entscheidende Schwäche – Rolling Shutter bei allen bewegten Motiven und schnellen Reaktionen.
Sie ist auch in erster Linie für Hobby-Filmer, denn für Fotografen gedacht, daher werde ich wohl keinen expliziten Test damit durchführen. Stärken und Schwächen sind für mich schon offensichtlich. Sobald sie unter 2300€ fällt, ist sie sicher trotzdem eine gute und preiswertere Wahl im Sony-Kosmos und den älteren Kameras sicher vorzuziehen. Ich würde allerdings immer zu einer gebrauchten 9 oder noch besser 9II raten.

Das Tamron 28-200 mm ist nichts dolles und das 24-240 mm Sony konnte mich auch nicht überzeugen, ich verwende aber gerne das Canon RF 24-240 mm – bin dem großen Zoombereich also keineswegs abgeneigt. Ich hoffe Sigma gibt 2022 mal Gas (wenn sie überleben wollen) und bringt vergleichbares.

Herzliche Grüße aus dem Moseltal

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht