Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

20. Januar 2020
Extreme Ausschnitte

zum Glück mit 61 MP kein Problem – trotz 560 mm Brennweite… x 1.5 durch Nutzung von halbierter Sensorfläche – es bleiben 26 MP nutzbare Bilddateien.
Eine zusätzliche APS-C-Halbformatkamera ist nicht mehr notwendig – da die Vollformatkamera zusätzlich schneller abspeichert und 10 B/Sekunde mit AF schafft.
Wird Zeit das hier Canon und Nikon mal mitziehen und entsprechend neu berechnete Teleobjektive anbieten.

Und da ja im Internet sowieso nichts geglaubt wird, hier einmal an alle die, die so gerne meinen ich habe ja von Canon gar keine Ahnung mehr und erst recht nicht von der EOS 1DX – hier einmal in trauter Zweisamkeit, Alpha 9 und meine EOS 1DX:

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

20. Januar 2020
Her mit den Leserbriefen – Pentax – Sony…

Hallo Harry,

lang lang ist´s her, dass wir uns zuletzt was geschrieben haben. Aber zumindest ich bleibe immer wieder mit Dir in Kontakt, weil ich immer wieder auf Deine Internetseite reinschaue.

Ich hoffe, es geht Dir gut und alles ist im grünen Bereich. Ich bin beruflich immer noch total eingespannt, aber gut ist, mein Hauptthema, die Vernässung der Moore aufgrund des Klimawandels stärker in den Fokus der politischen Aufmerksamkeit gerückt ist, da trocken Moore heftige CO2-Schleudern sind und im Umkehrschluss die Wiedervernässung viel zur Reduzierung der Klimakrise beitragen kann. Aber hier ist es wie überall, das Beharrungsvermögen unseres Beamtenapparates (und je größer der wird, je träger wir diese Masse) extrem ist. Es war ja schon schwierig genug, die Politiker für das Thema zu interessieren, aber momentan ist die Politik (zumindest in D) weiter als der Beamtenapparat darunter. Nun bremsen die alles aus. Es ist zum Verrücktwerden – und extrem beschämend, dass unsere Kinder und Jugendliche auf die Strasse gehen müssen, weil die Entscheidungsebene zu blöd ist, um die Tragweite ihres Nichthandelns zu begreifen ….

Zurück zur Fotografie:
Ich bin bisher immer noch Pentax treu geblieben – ist für mich sowas wie eine “erste Liebe” …. Allerdings war ich dann schon ziemlich enttäuscht, dass im “anniversary-Jahr” das ersehnte neue APS-Flaggschiff nicht herausgekommen ist. Nun ist diese Kamera zwar vollmundig für den Sommer 2020 angekündigt, doch wer weiß, ob sie wirklich kommt und mit welchen AF-Features. Die ungenügende AF-Qualität ist für mich ja das größte Problem, der Rest passt ja ganz leidlich. Seit längerem verfolge ich nun die Entwicklung bei Sony, weil auch ein Wechsel zu Canon oder Nikon für mich nicht wirklich in Frage gekommen war – gegen diese beiden habe ich eine persönliche, nicht näher erklärbare Abneigung. Klingt blöd, ist es vielleicht auch, aber mir geht es halt so. Und Sony fällt mir leichter, da hatte ich auch schon Super-Hifi-Geräte im Wohnzimmer stehen ….
Besonders die Alpha 7R4 hat es mir angetan, aber bevor ich den Schritt mache (spätestens wohl, wenn Pentax im Sommer wieder nix “Gscheites” daherbringt), habe ich mir zu Weihnachten die DSC-RX10 MIV “geschenkt”. Ich wollte damit den Einstieg zu Sony wagen, und da ich eh ein leichtes Gehäuse zum Rucksack-Wandern in Schweden brauche (und mir meine bisherige Kombi Pentax K5IIs plus Tamron 18-250 plus Pentax 150-450 eigentlich zu schwer war) kam mir diese gerade recht. Nun sitze ich mit dem Ding rum und hadere mit den irre komplizierten Menu- und Einstellungs-Details und trauere der für mich perfekten Einstellungs-Ergonomie von Pentax nach. Schon, als sich der “AF-Punkt” von mittig dauernd irgendwo an den Rand hin verschoben hat (ohne mein bewusstes Zutun hin), habe ich geflucht.
Vermutlich kann man alles so einstellen, wie es dann nachher perfekt passt, aber das Handbuch und die Hilfe sind dabei nicht wirklich eine große Hilfe ….
Und da dachte ich mir, vielleicht kannst Du mir etwas weiter helfen, da Du Dich ja ins Sony-System eingearbeitet hast und wahrscheinlich auch die großen Sonys in der Menu-Logik dem gleichen System folgen. Kannst Du mir Deine Einstellungen irgendwie schicken oder mir zumindest ein paar Tipps geben, wie ich folgendes “richtig” einstellen kann:
1) Auto ISO – welche Min / Max Werte machen Sinn? Bei Pentax konnte ich die ISO-Sprünge auf volle Blenden reduzieren. Das fand ich praktisch. Finde ich bei Sony nicht.
2) Auto-ISO Sprünge und Brennweite: Bei Pentax gab es eine Einstellung, dass entweder eine möglichst niedrige ISO-Zahl möglichst lange genutzt wurde (höhere Bildquali) oder eine möglichst zur Brennweite passende Verschlußzeit Vorrang hatte. Finde ich bei Sony nicht.
3) Überhaupt tue ich mir schwer, Einstellungen oder ein Programm zu finden, um wie früher mit Veränderungen der Blende oder der Verschlußzeit “aktiv selbst” zu fotografieren. Irgendwie geht alles automatisch ……
4) Der Sucher ist mir viel zu hell – ist eh irgendwie komisch so ein digitales Bild, wenn man von ner Spiegelreflex kommt. Aber, z.B. an Weihnachten im Zimmer war das Bild im Sucher viel heller als nachher das Foto. Das ist enorm doof, weil man dann ja im Sucher gar nicht richtig kontrollieren kann, wie das Bild nachher wird.
5) Und die zig AF-Einstellungen checke ich auch noch nicht wirklich: Ich hätte gerne zunächst den AF in der Mitte, und dann die Möglichkeit, des Verfolgens (AF-Tracking?) des Vogels, wenn er im Himmel rumfliegt oder rumhüpft.
Das sind momentan mal meine ersten “Baustellen” …..
Gibt es denn ein gutes Buch, das mir diese und die anderen Einstellungen erklärt. Ich will Dich ja nicht dauernd mit meinen blöden Fragen nerven ….
Vielen Dank schon im Voraus für Deine Mühe und die besten Wünsche für die Feiertage und das Neue Jahr!  Liebe Grüße

 

Hallo
schön von dir zu lesen, auch spannend was du zur Moor-Situation beiträgst.

Es wird dich vielleicht verblüffen, aber ich bekomme gerne solche Leserpost mit Fragen, denn sie führen meist dazu, das ich mich eines Themas intensiver widme und das dann auch für alle veröffentliche – das ist befreiend,  weil ich mir ja sonst immer etwas „ausdenke“ oder nur schreiben kann, was mich beschäftigt.
Schön ist auch, das ich gerade aufgrund des Updates zum zweiten Mal eine RX10IV angeschafft habe. Vorher stimmten einfach der Preis nicht und neben anderen kleinen Fehlern war der AF nicht optimal. Perfektion ist noch nicht nahe gerückt – aber ich sehe für unterwegs kein Produkt, wenn es auch um Telereichweite geht, das ihr auch nur annähernd das Wasser reichen kann, Panasonic ist da leider sehr ins Hintertreffen geraten. Keineswegs schlecht und auch viel günstiger – aber es fehlt eben an den Pana-Kameras die Performance. Und jetzt hat der große Elektronik-Konzern auch noch seine Sensor-Speicherung komplett aufgegeben und muss bei Sony kaufen und gibt dem Rivalen damit endgültig die Monopol-Stellung.
Das verheißt nichts gutes und Canon ist ebenfalls technisch so stark angeschlagen, das auch deren Sensorfertigung einen großen Satz machen müsste um mit Sony gleich zu ziehen. Sicher, wenn eine neue Sensortechnik kommt, hat Canon dazu die Chance, oder Fuji, oder Samsung – aber das ist noch nicht konkret in Sicht.
Ich verstehe auch gut, das du dich als Pentax-Nutzer nicht von Canon oder Nikon „ausbremsen“ lassen willst, ich vermute aber – und das belegt das 100ste Jahr von Pentax zu deutlich – das bald das Feuer im Pentax-Kamin erlischt. Es ist einfach eine Frage, wie viele Fehlentscheidungen kann sich eine Fotofirma heute noch leisten?
Pentax hat sein gewinnbringendes Herzblut an Ricoh abgegeben (wie bei Olympus die Medizintechnik) – Foto alleine bringt die kommenden Jahre nicht genug ein und ein sensationeller Umschwung ist nicht denkbar,  wir erleben eher den Erfolg von Uhren und Brillen mit Fototechnik, denn auch das Smartphone wird so nicht mehr lange weiter machen – als das wieder ein Boom für Kameras beginnt. Der Name Pentax wird vermutlich weiter geführt, aber en konkurrenzfähige Produkte glaube ich da nicht mehr.
Wer aber heute und in den nächsten 10 Jahren wie gewohnt und mit hoher Ausdruckskraft  und logischer Technik weiter fotografieren will, dem bleiben nur C, N, Fuji, Panasonic, Olympus und eben Sony übrig. Im Jubeljahr hätte Pentax mit neuer 645 und Halbformat auf dem Markt sein müssen – die 645 in Hybrid-Technik mit Sucher oder Bildschirm anbieten müssen und eben das Auflagemaß fest in die Kamera integrieren müssen. Es war ein komplett peinlicher Auftritt mit einer K1II. Und der AF wird langsam bleiben. Pentax hat 6 Kameras in den letzten 5 Jahren vorgestellt… hat viel zu wenige Impulse gegeben.
Pentax hat abgesehen vom verschleppten AF, AF-Konverter, Sucher, Objektiven eben auch mit dem Designobjekt der K-01 – damit waren sie zu früh – aber das hätten sie unbedingt weiter verfolgen sollen, das war die richtige Idee – EVF-Sucher drauf, neuer AF über den Sony-Sensor und dann mit 24 MP, 42 MP kontern – verpennt – zu mutlos gewesen. Und dann die Q – die dann selbst für Asien schnell zu verspielt war, die BQ lag bald schon hinter der SP-BQ…

Das Menü von Sony ist gar nicht kompliziert – auch wenn es alle sagen – die Masse hat nicht immer automatisch recht – nicht selten ist die Masse auch einfach doof. Nur das Sony kein komplettes Handbuch beilegt und auf Online-Lösungen und Videos vertröstet ist sehr ärgerlich. Die Denkweise hinter dem Menü ist eine völlig andere.
Sony-Techniker sind inzwischen so weit voraus, das sie wissen, das ein Menü und viele heute tägliche Einstellungen in der Form gar nicht mehr benötigt werden. Deshalb haben sie mal alles mögliche reingeschrieben, was ihnen so einfiel und dann am Ende eine Lösung angeboten: Sich einmal die wichtigen Dinge heraus kopieren auf 4 Blätter (im Menü am Ende MEIN Menü-Einstellung), wo man sie schnell findet und dazu weitgehend frei programmierbare Tasten – fertig.
Was soll daran kompliziert sein – frage ich immer, wenn ich lese, das die Canon/Nikon Fotografen da mit ihren Gewohnheiten heran gehen. Es ist einfach anders.
Beispiel, woran man jetzt schon klar sieht wie weit Sony ist und wie sie denken: AF – ist bei allen Kameras noch die Auswahl von AF-S, AF-C, MF, bestimmter Messfeldgruppen, oder Ein-Messefeld, Joystick zu navigieren, oder Touch-Screen – das geht bei Sony auch – für die „Oldies“ – aber Sony geht für viele Motive einen Schritt weiter – einfach IMMER AF-C und der AF sucht sich ein Auge, Gesicht oder Hauptmotiv, stellt es rasanter als alle anderen scharf, speichert es und behält die Schärfe einfach darauf. Die Ablenkung durch AF-Punkte und Steuerung sind passè.
Noch besser klappt das in der RX10, weil die ja nur den kleinen Sensor mit großer Schärfentiefe hat, also kann sie ja schneller und präziser fokussieren als im Vollformat.
Für die Landschaft oder ruhige Motive ist es dann wieder sinnvoll manuell zu fokussieren oder eben mit Einzelfeld einzugreifen.
Auto ISO – es gibt kaum noch exotische Lichtsituationen in denen man eine ISO vorwählen sollte – das ist meistens Blödsinn – eher im Studio wichtig. Heute verwendet man Auto-ISO und gibt eben frei, wie es einem gefällt. Kritische Geister werden die Sony nicht über ISO 800 freigeben. Das wird aber dann problematisch mit schnellen Motiven und das Bildrauschen ist eben sehr abhängig von der Temperatur (!) um die Kamera, von der Art der Beleuchtung, von der Struktur des Motivs etc. Ich habe für mich fest gelegt, das auch 1600 ISO selbst bei schwachem Licht und unruhigem Motiv noch gut sind. Bei 3200 wird es kritisch – aber ich stoppe erst bei 6400 ISO, weil ich oft schnelle Motive bei relativ gutem Licht habe, aber die 1/1000 Sekunde brauche! Und eine scharfe Aufnahme mit 6400 ISO fast immer noch zu vergrößern und zu verkaufen ist – immer besser als eine Unscharfe oder gar keine Aufnahme.

Ja Pentax hatte da tolle Programme, die hat sich Sony gespart – du entscheidest mit Zeit und Blende, wieviel BQ du bekommst, die ISO passt sich dam an. 
IMMER in M fotografieren! Volle Kontrolle über Zeit und Blende – außer im Studio. Ich lasse die Blende immer ganz offen – warum sollte ich die jemals schließen??? Gut das ist jetzt fast blasphemisch – aber der Sensor hat nur 1/8 Größe und die Leistung des Objektives wird nicht nennenswert besser beim Abblenden, allenfalls f: 5.6 könnte man nehmen, alles andere macht für mich wenig Sinn. Je mehr Licht der kleine Sensor bekommt, desto besser die Ergebnisse (mal von Fotos in Lichtquelle/Sonne abgesehen! was man mit Sensoren nie machen sollte). Es ist eben nicht, wie bei Halb-, Voll-Format das kreativ mit Blende gearbeitet wird – die Kreativität liegt bei der RX10 in der Entfernung zum Motiv und dem Zoom!!!
Das macht die Kamera so genial – oder eben so langweilig, wenn man an den Rädern drehen will… Für mich zählt in erster Linie immer das Ergebnis. Wer hier alles einstellen und ISO und RAW wählen will – ist hier eigentlich falsch. Das ist wie ein Angler der sich mehr mit seiner Angelrute beschäftigt als mit Köder, Wind, Wasser und Fisch. Kann jeder machen – ist aber aus meiner Sicht Unsinn und führt nur in sehr wenigen Ausnahmefällen (Mischlicht) zum vielleicht einmal besseren Ergebnis.

Sucher
Das ist ein Monitor, dein IMac oder anderer PC-Monitor oder dein SP sind auch brutal hell, vor allem wenn das Umgebungslicht aus ist. Das ist genau das „geile“, man sieht endlich immer was man da ablichtet – nicht so eine dunkle Schattenbox wie in der Pentax – die zwingend lichtstarke Objektive braucht – das ist vorbei! 
Da bitte „einfach“ Umdenken/Umgewöhnen und blos nicht die Sucherhelligkeit verstellen… besser nicht! Das kann man im Konzert machen – aber das führt immer zu Irritationen. Der Sucher könnte, müßte noch deutlich hochauflösender sein, wie in der 7RIV und der 9 – das wird die kommende RX10V bringen – aber es ist gut brauchbar. Das was du im Sucher siehst ist eben nicht mehr das dunkle Glasbild oder der Fotoabzug – sondern dein SP oder Monitor-Bild – weil ja heute kaum noch jemand Fotos ausdruckt. Und selbst wenn man das, wie ich, noch macht, wird man überrascht sein wie toll und richtig belichtet die Fotos werden – denn das geht ja heute auch digital und da wird eben auch auf Monitoren kontrolliert.
AF, nimm einfach die erste Einstellung – dann kannst du wählen wie groß den AF-Feld sein soll (endlich!) – und fertig. Und für alles was sich bewegt, nimmst du die letzte AF-Feld-Auswahl, plazierst sie auf dem Motiv und gibst die Kamera frei und du wirst bald feststellen, das du noch nie, mit keiner Kamera jemals, so viele richtig fokussierte Fotos hattest. Wichtig Update auf 2.0 machen! 
Weiter finde ich den Menü-Punkt 1/ 6 von 14 Ges./AugenAF-Einst – da wähle ich meistens Tier – dann geht aber seltsamerweise kein Tracking – das geht nur bei Einstellung Mensch – da fehlt also noch eine Up-Date-Stufe. Deshalb brauchst du meistens den erweiterten Flexible Spot AF – der verfolgt und sucht selbstständig. Tracking eben nur bei Menschen – also Sport.
Für die Vögel auf Tier einstellen. Ich bin aber auch noch am Einstellungen testen, da ich hier nicht alles wie in der 9 oder 7R machen muss und ich immer noch probiere, wann die Kamera am schnellsten reagiert.
Also gerne weiter nach fragen.

Ich hoffe das hilft erst einmal – deine Gedanken neu zu „justieren“ – weg von DSLR-Hilfs-Technik – sie ist eben leider jetzt veraltet – auch wenn sie uns ein Leben lang gute Dienste geleistet hat und Pentax der entscheidende Wegbereiter war. Am besten, alles teure von Pentax verkaufen, oder eben als Museums- / Rumspiel-Ware betrachten – wenn einen der Wert nicht kümmern muß. Ich meine das keineswegs böse, ich habe auch meine LX, ME Super, Super A, 645 hier stehen und spiele manchmal einfach gerne damit.
Beste Grüße  Harry 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

19. Januar 2020
Fotografie? Wozu noch?

Hallo Harry,

Ich habe meine Canon 5 DIII mit dem Tammy 100-400 getestet. Die BQ ist o.k. Ergänzend habe ich mir noch eine 80D angeschafft, um auf 600mm zu kommen. Die AF Anpassung mache ich mit der Tab-in Konsole. Ich habe lange auf das Oly 150-400 gewartet. Es wird wohl Mitte Februar vorgestellt. Das dauert mir alles zu lange. Dafür habe ich altersbedingt keine Zeit und Lust mehr. Also mache ich mit dem Canon Equipment so gut es geht weiter. Es macht ohnehin keinen Sinn, noch mehr Geld in neue Geräte zu investieren. Der Markt mit guten Bilder ist gesättigt und die Bilderflut nimmt kein Ende mehr. Die guten Zeiten sind längst vorbei. Überall hocken ehrgeizige,gut vernetzte Amateurfuzzis und machen Bilder zum Abwinken.
Somit ziehe ich es vor, nach fast 50 Jahre intensiver Forografie die Dinge laufen zu lassen und die Natur auch ohne ständige Fotografie zu geniessen. Das ist zwar nach so viel Engagement in der Vergangenheit nicht einfach, aber letztlich kann man damit auch ganz gut leben. Hoffe ich.
HG

Lieber ….
ich habe ja die Naturfotografie nie als Geschäftszweig gesehen – sondern immer nur um selbst Freude am Genuss der Natur und der Fotos zu haben und diesen teilen zu können und Menschen auf Tiere und Natur hinnzuweisen, ihnen vor Augen zu führen wie wunder-voll alles ist – und das gelingt mit Nichts besser, als mit eindrucksvollen Fotos.
Das wird auf absehbare Zeit kein Smartphone und keine Watch, keine Brille können – weil man lange Brennweiten braucht um als zu gestalten und zu komprimieren und um Tieren eben nicht zu dicht auf die Pelle zu rücken und sie zu erschrecken oder gefährden. Weshalb ich diesen Weitwinkel-Hype auch keinesfalls gutheißen kann – sicher spielt die Nähe zum Motiv und das Vertrauen der Tiere, die entscheidende Rolle – aber nicht um den Preis der Gefährdung!
Und diese ganzen Vilmer – wer schaut sich selbst die besten Filme denn noch häufig an? Man kann sie nicht hinhängen, nicht alle Details in Ruhe genießen – sondern eben nur Bewegungen und Geräusche sinnvoll dokumentieren das ist prima – aber eben keine Fotografie.

Und deshalb ist mir völlig Hupe wer wo sitzt und ansprechende Fotos macht und dann das Maul groß aufreißt, was für ein Hecht er ist – zur Not schlage ich mit meinem Einbein um mich. Tiere fotografiere ich immer zuerst für mich und dann für alle denen ich damit die Wunder zeigen kann. Und bevor ich Angeln, Jagen, Wandern gehe oder gar Sportwahnsinn mit Geräten betreibe – bin ich doch bei der allerbesten Freizeitbeschäftigung die denkbar ist.
Nur Zuschauer zu sein, fällt mir unsagbar schwer und bevor mein Augenlicht nicht verblasst – ist das für mich keine Option.
Was bringt es mir, wenn ich wie letzte Woche sagen kann, das da öfter ein Eisvogel neuerdings an der Mosel sitzt – ich hatte ihn nur ganz kurz gesehen und dann war er gleich wieder weg, Tage später würde ich denken, ich habe nur geträumt – doch 2 Tage später konnte ich ihn mit 800 mm fest halten und zeigen!
Freihand, ohne großen Aufwand, nur mit Vorsicht, Ruhe und etwas verdeckt.
Und dann ist auch egal wie viele Eisvögelbilder schon in Garten und unter Wasser im Teich beim Fischfangen abgelichtet wurden.
Ich werde niemandem sagen wo er sitzt und fast alle Menschen werden ihn niemals wahr nehmen, sie sagen mir immer wieder, das ich Dinge sehe, die ihnen nie auffallen, die in der ganzen menschgemachten Welt kaum Bedeutung erlangen. Menschen leben in Käfigen, zusammengehalten aus Angst oder Übermut.
Das hier sind keine verwertbaren, verlautbaren Fotos – damit kann ich mich unter Naturfotografen nur lächerlich machen – obschon ich wette, das alle sich bestenfalls mit solchen Aufnahmen einem Motiv erstmals nähern.

Ich habe Bilder von ihm – nur das zählt.
In dem Sinne, immer weiter. Harry

Fotografiert mit: Natürlich mit Sony Alpha 9 & Sony 6.3/200-600 mm G OSS – mit was sonst, mit jeder anderen Kameramarke wäre das ja so lautlos, schnell, freihat und ohne jede Vorbereitung
gar nicht möglich 😉 

Wobei ich unüberlegt nur die Alpha 9 dabei hatte und leider nicht die 7RIV – mit der eine viel nähere Aufnahme bei weniger Rauschen möglich gewesen wäre dank 1.5x bei 26 MP!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht