Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

30. Juli 2019
Besitz und Tierpark-Glas

Wie stelle ich als Tierpark/Zoo sicher, dass mir Tiere alleine gehören und kein Fotofreund einwandfreie Fotos „meiner Tiere“ bekommt?
Dann wird dickes, unvergütetes Glas verwendet.
Früher waren die Zäune ja schon schlimm – brachte im Hintergrund immer nervöse strukturen – aber Glas ist der Albtraum.

Da hilft das beste Objektiv der Welt nichts – hier ein paar Beispiele mit dem 2.8/400 mm.

Echte Schärfe und Auflösung unmöglich. Besonders schlimm wird es, wie hier, wenn Sie schräg zum Glas fotografieren. Aber Auflösungsverluste haben sie auch dann, wenn Sie das Objektiv plan auf das Glas aufsetzen, dann reicht schon das billigste Sigma-Zoom – BQ ist dann nicht mehr zu erwarten.

Außerdem vertrete ich die Meinung, das insbesondere Tiere und Pflanzen NIEMALS einem Menschen oder menschlichen Organisationen gehören können – Mensch kann an anderen Lebewesen, so oder so, nie Besitz erwerben.
Wenn wir ernsthaft über Freiheit reden, muß dieser Gedanke zu erst einmal einleuchten!
Ich gehe sogar noch weiter und vermeide es Blumen zu „pflücken“ und dann in meiner Wohnung auszustellen – erst recht kaufe ich keine Vasenblumen im Discounter, noch beim Blumenhändler.

Aber das Tierparks und auch Privatleute Rechte an Tieren und Fotos von denen einklagen, das ist pervers.
Nur weil Sie einen Hund füttern und versorgen und er Ihnen nachläuft – gehört er Ihnen noch lange nicht. Oder wie wird das mit menschlichen Partnern gehandhabt? Das Tier oder ein anderer Mensch gehört allenfalls ZU Ihnen, wenn es/er das will.
Ja gut, so kann vielleicht nur ein verdrehter Katzenfreund argumentieren – trotzdem weise ich jeden Besitzanspruch an Lebewesen weit von mir.

Wir sind hier, um die anderen Lebewesen zu genießen und zu beschützen und ja es braucht öfter Glas und Zäune um uns selbst vor ihnen zu schützen, Reviere ab zu trennen und um Beutezüge gegen andere Tiere zu verhindern.
Das werden Menschen die sich mit Recht beschäftigen ganz anders sehen, werden argumentieren, das Besitzansprüche und Recht ganz elementar für unser zusammenleben sind – das mag so sein.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

30. Juli 2019
Objektive beschränkt oder neues Fass aufmachen

um die Ecke gucken, ist sauwichtig! Bitte nicht die beschränkte Abbildungsleistung beurteilen, die Aufnahme erfolgte durch dickes Glas…

Objektiv Beschränkung – Festbrennweiten ohne Konverter?

Ich finde es extrem beschränkt, das alle Autos praktisch gleich sind, einer Mode folgen und noch viel schlimmer ist das bei Objektiven. Immer wieder 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm und dann Festbrennweiten ohne Ende – Japaner wagt doch endlich mal Neues.

Ok, jetzt haben wir endlich leichte 400 mm und 600 mm Super-Tele – alle zufrieden und keiner denkt mehr weiter. Wenn sich Nikon und Panasonic jetzt beweisen wollen und den Kuchen endlich neu aufteilen wollen, müssen sie etwas anderes anbieten.

Nein nicht einfach 300 und 500 mm – sie müssen Super-Tele mit integriertem Konverter anbieten – Festbrennweiten wie 2.8/300 mm und 2.8/400 mm mit 2.0x Konverter zum Einschwenken.

Bitte keinen 1.4x Konverter, das brauchen nur „Angsthasen“, wenn dann richtig.
Die beiden Zooms mit 1.4x Schwenk-Konverter also Canon 4.0/200-400 mm und Nikon 4.0/180-400 mm war spannend, aber viel zu schwer, zu unhandlich und Canon hat den Schwenkhebel für mich falsch platziert. Nikon hat es besser gemacht, bei Sportfotografen finden die Konstruktionen vielGegenliebe, auch wenn sie kaum schärfer als preiswerte Zooms 60-600 mm oder 150-600 mm oder 100-400 mm mit Konverter, sind.
Ich folgere daraus und aus den vielen älteren Fotografen und auch Jungen, die ungerne mit Konvertern hantieren – das es endlich Zeit wird für Festbrennweiten mit integriertem Schwenk-Konverter.
Das beseitigt das Risiko bei der Montage, hält Staub, Schmutz und Feuchtigkeit aus dem optischen System fern, kann kompakter und optisch noch besser (weil angepasst) realisiert werden.
Die Konstruktion müßte nicht so viel schwerer und auch nicht mehr als 500-1000€ teurer werden. Anstatt immer größere Zoom-Bereiche ab zu decken – wäre es im langen Brennweitenbereich für weiter entferte Motive viel sinnvoller neue llichtstarke Festbrennweiten mit integriertem Konverter anzubieten. Also Sigma, Tamron, wo bleiben 2.8/300 mm +2.0x – 4.0/400 mm +2.0x – 2.8/400 mm + 2.0x – 4.0/500 mm + 2.0x?

Aber stimmt – ich soll ja mal zufrieden sein und nicht gleich wieder ein neues Fass aufmachen … sorry, ich bin nun einmal so.

Ich bin sicher Manchem zu brutal und zu indifferenziert,  zu pointiert in meinen Vergleichstest-Ausführungen. Geschuldet der großen Mühe und dem Zeitaufwand, kann ich oft nicht einmal so einfach im Bild belegen, warum das eine Objektiv entschieden besser ist, als das andere. Ich werde aber nach meinen Vorstößen immer wieder, von Menschen mit ausreichend Erfahrungen – gegen alle Marketing- und Finanzmaximierung-Bemühungen – auf wundersame Weise bestätigt. Ich fühle erst, welches Objektiv mir mehr liegt und dann sehe ich es auch sehr rasch in Vergleichsaufnahmen – hier ein paar Erkenntnisse zum beliebten 2.8/70-200 mm – die für meine Leser nicht neu sind – aber kaum anzuzweifeln:

2.8/70-200 mm altbekannt, altbewährt?

R. Cicala, der 2006 LensRentals in Memphis Tennessee hoch gezogen hat, hat die meisten aktuellen Reportage-Tele aktuell neu mit mTF Kurven und knappen Worten bewertet.
Wie in den meisten Fällen, weiß er genau wovon er redet und ich stimme mit ihm in der Theorie – in der kritischen Labormessung unter Idealbedingungen, überein.
Ein 2.8/70-200 mm ist fast immer besser bei 4.0 als ein 4.0/70-200 mm – aber der Unterschied ist mit dem neuesten Canon 4.0/70-200 mm L IS II sehr geschrumpft!
Sony patzt bei diesem Zoomtyp total, sowohl 2.8/70-200 mm GM als auch 4.0/70-200 mm G sind wenig beeindruckend. Optisch nicht, mechanisch nicht und der AF ist auch vergleichsweise lahm und der Abbildungsmaßstab ist schwach – bei beiden Zooms. Ich habe zunächst immer das Canon Zoom adaptiert und seit neuesten nutze ich das beste Tele-Zoom dieser Art, das Nikkor 2.8/70-200 mm FL an Sony Kameras. Genauso nutze ich am liebsten das preiswerte und sehr gute 1.8/50 mm STM Canon an Sony Kameras und ganz sicher nicht die 50iger von Sony.
Sony sollte hier unbedingt rasch tätig werden und seine 2 Objektive auf’s Altenteil schicken.
Sigma mag es zwar wieder scharf hin bekommen haben, aber die neue SPORT-Version ist mechanisch wieder so misslungen, das mir nichts positives dazu einfällt, außer das es eben sehr scharf in der Bildmitte ist. Es ist zu schwer, zu lang, zu schwacher Abbildungsmaßstab, zu teuer…

In der Praxis sind jedoch viele kleine Unterschiede gar nicht in einem Foto sichtbar, selbst bei 48-61 MP kaum. Trotzdem, wer es auf die Leistungs-Spitze treiben will und unabhängig von Kamera und Sensor wissen will, welcher Hersteller kann es mit welcher Version am besten:

9. Sony 2.8/70-200 mm GM
8. Tamron 2.8/70-200 mm SP
7. Panasonic 2.8/35-100 mm
6. Sigma 2.8/70-200 mm Sport
5. Pentax 2.8/70-200 mm
4. Fujifilm 2.8/50-140 mm
3. Canon 2.8/70-200 mm L IS III
2. Nikon 2.8/70-200 mm FL
1. Olympus 2.8/40-150 mm PRO

Für Sony sehe ich es genauso, ich würde weder mit dem 4.0 noch dem 2.8 arbeiten wollen und immer Canon oder Nikon adaptieren. Zumal beide Sonys nicht überzeugend schnell fokussieren. Tamron und Sigma sind noch sehr gut. Für Pentax gilt das ähnlich, aber es gibt für das System keine Alternative. Panasonic baut superklein und leicht, aber zu teuer und erreicht nicht den Bildausschnitt. Fujifilm sollte niemand unterschätzen, die Schärfe und Handling sind super. Nikon schlägt hier erstmals Canon deutlich bei 200 mm.
Und Olympus ist der Joker, das Bokeh nicht so überzeugend – aber dafür der Bildausschnitt von 80-300 mm bei der hohen Lichtstärke – das ist unschlagbar! Und es gibt endlich 1.4x und 2.0x Konverter mit schnellem AF.
Ich bin sehr gespannt auf das neue, versenkte 2.8/70-200 mm L R und ob Nikon den gleichen Weg einschlägt…

Und wer wirklich Bokeh und Hintergrund-Trennung braucht – der fotografiert heute viel sinnvoller mit 1.8/135 mm – 2.8/300 mm oder 1.4/85 mm.
Wenn man f:2.8 nicht permanent braucht, lohnt es sich das leichtere, kompaktere Canon oder Nikon 4.0/70-200 mm zu kaufen.

 

27. Juli 2019
Kino – Gedanken an einen ganz bedeutenden Schauspieler

Für mich ist Ridley Scotts unvergleichliches Meisterwerk: Blade Runner auch 37 Jahre nach seinem ersten Flimmern auf der Leinwand, der beste Kinofilm, den ich je gesehen habe.
(auch wenn ich die erste Kinofassung mit Off-Dialogen und dem tröstlichen Ende viel bedeutender Finde als den Directors Cut)
Massgeblichen Anteil daran hat RUTGER HAUER, der jetzt mit 75 Jahren verstorben ist. (Harrison, Ford, Sean Young und andere in diesem Film waren auch bemerkenswert gut, aber auch viele andere Schauspieler hätten ihre Rollen ausfüllen können – bei Rutger Hauer wäre das kaum möglich.

Blond, groß, athletisch, Niederländer, entdeckt von einem weiteren Meister, von Paul Verhoeven. Menschen gebohren in den 60iger Jahren werden ihm vielleicht in zahlreichen Filmen begegnet sein und allen anderen ist er sehr zu empfehlen. Mein Leben hat er entschieden bereichert, er war nie so eindeutig fest zu machen als gut oder böse, er hat immer aller heraus geholt und selbst viele kleine, billige, sogar schrotige Produktionen oft bereichern können. 

In 172 Rollen hat er sein Herzblut und seine Kraft hinein gespielt, vieles davon Trash, aus Spaß am Spiel, doch dabei sind einige bemerkenswerte Filme die heute nicht zu unrecht Kultstatus haben.

Hier meine 10 Filmtipps um diesen Schauspiel-Gigant kennen zu lernen:

1. Der Blade Runner
2. 
Hitcher – Highway-Killer
3. 
Türkische Früchte
4. 
Flesh & Blood
5. Diese vitale Wut (Lina Wertmüller – Luna)
6. 
Tag des Falken
7. Die Brut des Adlers
8. Spetters
9. Vaterland
10.Heinecken Entführung
11.Soldat von Oranien
12.Ruf der Wildnis
13.Kreuzfahrt ins Jenseits
14.Das Ostermann Weekend
15.Die Jugger

Deckard (Harrison Ford) and Replicant Roy Batty (Rutger Hauer) in the Ridley Scott film Blade Runner

Und seine kurzen, aber sehr erinnernswerten Kurzauftritte in:

Knocking on Heavens Door
Batman Begins
Valerian
Sin City
Bone Daddy
True Blood

In 3 Serien hat er intensiv mit gespielt:
Lexx – The Dark Zone, True Blood &
Floris
die Serie für den ihn Paul Verhoeven entdeckt hatte. (Die Serie gab es anschließend in 19 Teilen aus deutscher Produktion – nicht verwechseln, denn die ist nicht von P.V.)

Darauf folgten 5 gemeinsame Spielfilme. Aber man stelle sich einmal vor, wenn Rutger Hauer anstelle von dem nervösblassen Michael Douglas die Hauptrolle in Basic Instint übernommen hätte, wenn er den maulfaulen, stoischen Arnold Schwarzenegger in Total Recall ersetzt hätte und er wäre sicher auch der bessere Robocop gewesen. Die größten Versäumnisse in seiner Karriere waren jedoch das die 007-Produzenten ihn nicht als Gegenspieler besetzt haben und das Blade Runner 2049 ohne ihn gedreht wurde.

Harrison Ford, Michael Douglas, Bruce Willis sind alles spannende Helden-Darsteller mit mehr oder weniger Tiefgang  doch sind sie aus meiner Sicht auch gerne überschätzt.
D
ie A Klasse mit den meisten unvergessenen Filmen sind für mich neben Rutger:
Michael Caine, Anthony Hopkins, Pierce Brosnan, Sean Connery, Liam Neeson, Al Pacino, Kevin Costner. Clint Eastwood, William Hurt, Gary Cooper, Roger Moore, Lex Barker, Lee Marvin, Franco Nero, Alain Delon, Steve McQueen, Paul Newman, Patrick Macnee

Viel Vergnügen beim Entdecken von Rutger Hauers Filmen – er wird durch sie noch lange unvergesslich bleiben.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht