Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

20. August 2019
Canon Herbst 2019


CANON versucht Sony und Nikon zuvor zu kommen und mehr Aufsehen mit 2 technisch ähnlichen Kameras zu erhaschen.

Ich bin gespannt, ob sich heraus kristallisiert, das CANON hier einen frischen 32MP SONY-Sensor verwendet und jetzt nach NIKON auch die Sensor-Fertigung aufgegeben hat. Ich vermute sehr stark das sich Canon, wenn überhaupt nur noch auf eigene Vollformat-Sensoren und Objektive konzentriert.

Die eine: Canon EOS M6II Vlogging Kamera, die auch Fotos in Bildserien bis 14 B kann und die einen Elektro-Sucher nur optional anbietet.

Die andere: EOS 90D mit bestens vertrauter Spiegelreflextechnik bis 10 B/SEK und der Video-Option.

Canon versucht es wieder mit dem abnehmbaren Sucher. Das ist im Grunde eine gute Idee, wenn die Anschlüsse bleiben und man in einigen Jahren auch verbesserte Sucher dafür kaufen kann. Der bisherige Sucher der ersten M6 ist weder besonders hochauflösend noch zeigt er gute Dynamik – der braucht erst einmal das Niveau einer EOS R. Allerdings, so wie ich den Canon-Konzern kennen gelernt habe, wird das hier in der M6II nur gemacht um den Preis scheinbar niedrig zu halten. Und der Zubehör-Sucher wird dann gut 200€ zusätzlich fordern.
Was mich wirklich immer fasziniert, dass offensichtlich auch NIKON mit einer Z5 mit ähnlichem Konzept (optionaler und abnehmbarer Sucher) demnächst erscheint. Das ist für mich immer ein klares Indiz, das die Entscheidungsträger immer wieder bei Sake und Reis zusammen gekauert sitzen, die Puppen tanzen und Koraoke-Sänger singen lassen und einer in die fröhliche Altherren-Runde fragt, womit können wir jetzt sattes Geld verdienen? Und Canon antwortet, wir verkaufen die „Epson“-Sucher als teures Extra. Das war schon bei Olympus und Panasonic vor knapp 8 Jahren so, Sony und Leica haben es auch schon probiert – sollte also klappen.
Neu sind der 32 MP Sensor, eine Per-Shooting-Funktion a la Olympus, 14 b/Sek und ein spezieller Schalter für den schnellen Wechsel von AF auf MF – AF-C wurde mal wieder unterschlagen an diesem Schalter.

Die M6 wurde vor nur 2 ½ Jahren eingeführt für rund 1000€ mit 15-45 mm Zoom und der Sucher kostete 250€ extra – also keineswegs ein preiswertes Kamerapaket.
Eine ähnliche Kalkulation ist jetzt auch zu erwarten.
Trotzdem lohnt sich jetzt der preiswerte Kauf der M6, M5, M50, M3 kaum. Weil die Kameras wenig Reife haben und kaum mit der Konkurrenz mithalten können. Die M6 richtet sich besonders an junge Leute, an Video-Blogger oder neuenglisch Blogger.

Achtung – Fotos zeigen noch die M6 – die M6II ist noch nicht erhältlich und wird äußerlich nur kleinere Änderungen zeigen.

Spannend wäre wenn der Sucher dann auch extern funktioniert und per kabelfreier Verbindung Motiv und Bild korrekt zeigt – aber so weit sind wir wohl noch nicht.
Ich würde wetten, dass bald nach der M6II eine M5II vor den Weihnachtsrausch erscheint, die dann weiter den fest verbauten Sucher hat, bei sonst fast gleicher Technik.

Die langerwartete EOS 90D löst die 3 ½ Jahre alte EOS 80D ab.
Das Gehäuse wurde neu gerundet hat einen Joystick und sonst Canon-Bewährtes- Erstaunlicherweise passen sogar der Griff der EOS 80D & 7DII weiterhin, daher kann man von vergleichbaren Abmessungen der Bodenplatte ausgehen – vielleicht wurde sogar das grobe Skelett der EOS 80D übernommen. Sie hat einen 100% Prismensucher, einen voll beweglichen 100% Monitor, kann bis ISO 25.000 und auch noch 2 Stufen darüber gepusht werden,  verfügt über eine Antistaub-Funktion, fast 100% AF-Abdeckung in Live-View, Gesichts-, & Augenerkennungs-AF, Touch-Funktion, Info-Display,  ein schneller SD-Schacht.
Aber wirklich spannend wird bei den zwei neuen Kameras der 32,5 MP Sensor. Er muss liefern, was bei Canon seit 5 und mehr Jahren nicht geliefert wird, viel mehr Dynamik und geringes Bildrauschen bei hoher Push-Empfindlichkeit. 
32 MP auf einem 1.6x Sensor, das ist weit attraktiver als 20 MP auf MFT 2x Sensor.
Ein wichtiger Nutzen von so hohen Auflösungen mit entsprechend guten Objektiven wird gerne unterschlagen:
Es ist sehr schwierig mit langer Brennweite ein bewegtes Motiv zu finden und zu verfolgen! Es gelangen schon früher viele unglaubliche Fotos mit Leica M und 35 mm – die mit 75 mm und 90 mm, geschweige denn 135 mm kaum möglich waren – weil man dem Motiv folgen konnte. Deshalb begrüße ich wieder alle Zweifel die extremen Auflösungen! Es macht die neuen Canon Kameras sehr attraktiv, wenn ich mit weniger Brennweite leichter mein Mitiv einfangen kann. Das ist auch der Grund warum ich 300-400 mm als längste Brennweite bevorzuge und unbedingt Halb- oder Viertel-Format Sensoren höchster Auflösung haben will. Hinzu kommt, die Objektive werden viel leichter, kürzer, unauffälliger und wirken weit weniger bedrohlich auf Lebewesen als extreme Super-Tele! Trotzdem ist für mich ein 2.8/400 mm wegen seiner Lichtstärke unverzichtbar. Und ein 4.0/600 mm oder 5.6/800 mm meistens Unsinn – zumal die Brennweiten mit Konverter erreichbar sind!
Sony wird auch mit über 30 MP kommen und dann wird es wunderbar mit 200 – 300 und 400 mm alle Motive fest zu halten!

Auf dem Bildmaterial sieht vor allem die EOS 90D sehr billig aus, eher wie eine Einsteiger-Kamera der 800D Serie als ein Ersatz für eine 7D und selbst die ist einer NIKON D500 hoffnungslos unterlegen. Sie sieht für mich aus wie eine 799€ Kamera. Aber sie wird vermutlich jenseits 1000€ vermarktet werden mit veraltetem EF-S Objektiv, die alle schon bei 24 MP überlastet waren.
Die EOS 90D bekommt neue empfindlichere AF-Sensoren bis -5 EV – insgesamt 45 Kreuzsensoren, die zusätzlich zu dem Double-CMOS-Live-AF auf dem Monitor auch beim Blick durch den Sucher die schnelle Scharfstellung sicher stellen sollen.
Bei der M6II ist das anders gelöst, sie greift gleich auch im elektronischen Sucher auf das ganze Motiv zu und kann überall schnell scharf stellen.
Beide Kameras scheinen wieder am IBIS zu scheitern, bzw. keinen zu bieten. Genau der wäre mit dem extrem auflösenden Sensor aber schon für viele Objektive zwingend notwendig- weil sich wegen der Pixelmenge das Verwacklungsrisiko deutlich erhöht. Es kann schon wie ein schlechter Witz anmuten, dass die winzigen RX100 und G5XII Kameras trotzdem einen ausfahrbaren Sucher haben und eine M6 ohne angeboten wird. Am Platz kann das nicht gelegen haben.

Ich mag keinen Messsucher-Style (Rangefinder) in Kameras, ich brauche den Sucher in der Mitte der Kamera und nicht am für mich falschen Rand.

Und wieder 2 neue Canon-Gehäuse ohne die unentbehrlichen neuen Objektive vorgestellt.
Schon durch den 35% höher auflösenden Sensor, wäre das aber besonders wichtig gewesen. Die beiden Kameras bedienen Derivate vom EOS-Bajonett: EF-S und EF-M. Das ist es was mit Unbehagen bereitet. Die S Objektive sind veraltet und das Portfolio im Bereich unter 100 mm sehr lückenhaft mit Schwerpunkt auf Menschen die nur die Kamera im Kit mit 18-55 mm oder bestenfalls 18-135 mm kaufen.
Bei dem M Bajonett entwickelt sich das ähnlich schwach, die Objektive sind deutlich kompakter, es gibt ein 18-150 mm statt dessen, aber das Meiste sehr lichtschwach.
Und 2.8/15-50 mm und 2.8/40-130 mm, geschweige denn 1.8/16-40 mm sind nicht in Sicht. Nicht einmal wirklich vorstellbar. Bei den Festbrennweiten hat Canon wieder Sigma Platz gemacht für drei sehr gute 1.4er mit 16, 30 und 56 mm Brennweite. Als Tele-Zweitkamera wäre ich nicht einmal komplett abgeneigt eine EOS 90D oder gar M6II mit Adapter (oder realistischer gleich eine M5II) anzuschaffen – wenn der Sensor über Sony-Niveau liegt. Das ist jedoch kaum zu erwarten.
Somit ist dann bei den Sensoren und bei den Kameras wieder 3-6 Jahre Ruhe im Karton. Bei DSLR wird sich in Halbformat lange nichts mehr ändern, wenn nicht gar die 90D der Schwanengesang auf Halbformat-DSLR ist. Bei der M werden weiter kleine Verbesserungen kommen, demnächst eben M5II, M3 und M50II und so weiter.

Im nächsten Schritt wird Canon eine ähnliche Taktik beim Vollformat ankündigen, weniger DSLR Kameras und mehr spiegelfreie.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

11. August 2019
August – Wald-Leben mit Sony

Ich will hier nachvollziehbar machen, in wie weit mich neue Kameratechnik inspiriert, fordert und mir neue Möglichkeiten verschafft.
Und es geht nicht darum Sony hervor zu heben, ich hätte wohl auch mit Nikon- oder Fuji-Spiegelfrei-Technik sehr gute Aufnahmen zustande bringen können.
Allerdings hat Sony derzeit als einziger die schnellsten und besten Objektive im Tele-Bereich.
Ich habe Sony jetzt Zug um Zug ausgebaut:
4.0/24-105 mm GM
5.6/100-400 mm GM
1.4/85 mm GM
2.8/90 mm GM
2.8/100 mm GM STF
2.8/400 mm GM
1.4x Externer
2.0x Extender

Noch reizvoll sind sonst derzeit nur:
4.0/12-24 mm G
6.3/200-600 mm G
1.4/24 mm GM
1.8/135 mm GM – das bisher schnellste Teleobjektiv aller weltweiten Teleobjektive – der AF-schlägt alles andere – leider kann es nicht mit Konvertern eingesetzt werden.

2.8/16-35 mm – 4.0/16-35 mm – 2.8/24-70 mm – 4.0/24-70 mm – 2.8/70-200 mm – 4.0/70-200 mm meide ich bisher ganz bewußt, denn sie sind Konstruktionen von Nikon und auch Canon zu sehr unterlegen. Und dann adaptiere ich diese Objektive lieber bei Bedarf von Nikon.

In der Tele-Fotografie ab 85 mm ist Sony derzeit unantastbar. Auch Fujifilm und MFT können da nicht wirklich konkurrieren, denn sowohl AF als auch Auflösung und High-ISO sind deutlich spürbar unterlegen.
Bei Macro-Fotografie behält mFT seine Vorteile und für Weitwinkel-Motive ist es Geschmacksache, Fuji dominiert mit der GFX100 und GFX 50 und den besten Objektiven, aber auch Canon und Nikon sind hier gut aufgestellt.
Dennoch, wer heute Porträts, Tier, Sport ablichten will wird Sony wählen müssen oder Jahre warten oder eben mit unterlegener Technik & Objektiven fotografieren.

Heute Morgen am Waldrand, etwas braunes leichtere in der Sonne, zunächst hielt ich es für frische Erde, doch als ich dann davor eine kleine Bewegung sah hielt ich inne und hielt mir die Alpha 7RIII mit 5.6/100-400 mm GM vor das Auge… erst eins….
Und solches Leben betrachten nicht wenige Menschen als Besitz, zu ihrem Grundstück gehörendes Nutzvieh, als Schädling, als Braten… diese Menschen haben nichts verstanden.

 

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11. August 2019
Wald-Intim-Leben Teil 2

Also Fotos (c.) by Harry P. Lux
Alle Fotos “Wildlife” – kein Gehege – nicht abgefüttert, kein Hochsitz, frei im Wald. Fotografiert mit Sony Alpha 7RIII & 5.6/100-400 mm GM & 1.4x

 

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