Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

27. Juli 2019
Kino – Gedanken an einen ganz bedeutenden Schauspieler

Für mich ist Ridley Scotts unvergleichliches Meisterwerk: Blade Runner auch 37 Jahre nach seinem ersten Flimmern auf der Leinwand, der beste Kinofilm, den ich je gesehen habe.
(auch wenn ich die erste Kinofassung mit Off-Dialogen und dem tröstlichen Ende viel bedeutender Finde als den Directors Cut)
Massgeblichen Anteil daran hat RUTGER HAUER, der jetzt mit 75 Jahren verstorben ist. (Harrison, Ford, Sean Young und andere in diesem Film waren auch bemerkenswert gut, aber auch viele andere Schauspieler hätten ihre Rollen ausfüllen können – bei Rutger Hauer wäre das kaum möglich.

Blond, groß, athletisch, Niederländer, entdeckt von einem weiteren Meister, von Paul Verhoeven. Menschen gebohren in den 60iger Jahren werden ihm vielleicht in zahlreichen Filmen begegnet sein und allen anderen ist er sehr zu empfehlen. Mein Leben hat er entschieden bereichert, er war nie so eindeutig fest zu machen als gut oder böse, er hat immer aller heraus geholt und selbst viele kleine, billige, sogar schrotige Produktionen oft bereichern können. 

In 172 Rollen hat er sein Herzblut und seine Kraft hinein gespielt, vieles davon Trash, aus Spaß am Spiel, doch dabei sind einige bemerkenswerte Filme die heute nicht zu unrecht Kultstatus haben.

Hier meine 10 Filmtipps um diesen Schauspiel-Gigant kennen zu lernen:

1. Der Blade Runner
2. 
Hitcher – Highway-Killer
3. 
Türkische Früchte
4. 
Flesh & Blood
5. Diese vitale Wut (Lina Wertmüller – Luna)
6. 
Tag des Falken
7. Die Brut des Adlers
8. Spetters
9. Vaterland
10.Heinecken Entführung
11.Soldat von Oranien
12.Ruf der Wildnis
13.Kreuzfahrt ins Jenseits
14.Das Ostermann Weekend
15.Die Jugger

Deckard (Harrison Ford) and Replicant Roy Batty (Rutger Hauer) in the Ridley Scott film Blade Runner

Und seine kurzen, aber sehr erinnernswerten Kurzauftritte in:

Knocking on Heavens Door
Batman Begins
Valerian
Sin City
Bone Daddy
True Blood

In 3 Serien hat er intensiv mit gespielt:
Lexx – The Dark Zone, True Blood &
Floris
die Serie für den ihn Paul Verhoeven entdeckt hatte. (Die Serie gab es anschließend in 19 Teilen aus deutscher Produktion – nicht verwechseln, denn die ist nicht von P.V.)

Darauf folgten 5 gemeinsame Spielfilme. Aber man stelle sich einmal vor, wenn Rutger Hauer anstelle von dem nervösblassen Michael Douglas die Hauptrolle in Basic Instint übernommen hätte, wenn er den maulfaulen, stoischen Arnold Schwarzenegger in Total Recall ersetzt hätte und er wäre sicher auch der bessere Robocop gewesen. Die größten Versäumnisse in seiner Karriere waren jedoch das die 007-Produzenten ihn nicht als Gegenspieler besetzt haben und das Blade Runner 2049 ohne ihn gedreht wurde.

Harrison Ford, Michael Douglas, Bruce Willis sind alles spannende Helden-Darsteller mit mehr oder weniger Tiefgang  doch sind sie aus meiner Sicht auch gerne überschätzt.
D
ie A Klasse mit den meisten unvergessenen Filmen sind für mich neben Rutger:
Michael Caine, Anthony Hopkins, Pierce Brosnan, Sean Connery, Liam Neeson, Al Pacino, Kevin Costner. Clint Eastwood, William Hurt, Gary Cooper, Roger Moore, Lex Barker, Lee Marvin, Franco Nero, Alain Delon, Steve McQueen, Paul Newman, Patrick Macnee

Viel Vergnügen beim Entdecken von Rutger Hauers Filmen – er wird durch sie noch lange unvergesslich bleiben.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

22. Juli 2019
Sony ALPHA 7RIV – sucht erneut die Limits…

Neu ab September 2019: Sony ALPHA 7RIV mit 61 MP – 4000€

Meine Begeisterung hält sich noch in Grenzen – die Fotos ab 3200 ISO müssen zeigen, ob das eine interessante Kamera ist.
Und wieder sollen Fotografen für Video-Innovationen zahlen… verkehrte Welt für mich – Video filme ich nicht mit Fotokameras und Hollywood-Look überlasse ich den gigantischen Produktionen, die damit Ballerfilmchen drehen.

Zu viel wurde wieder nicht verbessert – sie haben nicht zugehört, oder wenn nur den Filmen…
Wo bleibt der voll bewegliche Monitor wie in der A99II?

Der Monitor verfügt weiter nur über 1.4 MP Auflösung! Ein Info-Display gibt es nicht. Das Korrektur-Rad ist jetzt endlich mit Klickknopf verriegelt – Danke Sony.

Waow das Gehäuse wurde 2 mm breiter und 1 mm höher und der Griff ist um 4 mm weiter gewachen, die Knöpfe sind größer und abgedichtet. Die Bodenplatte wurde stabiler gefertigt. Endlich hat die Kamera eine richtige, kräftige Speicherkarten-Tür wie Panasonic mit 2 gleich schnellen Schächten für SD-Karten.

Wo ist das linke Bedien-Rad der A9?
Wo ist das 1cm längere Gehäuse, damit man sich nicht mehr rechts die Finger zwischen Teles quetscht?
Und viele Kleinigkeiten mehr, die das Fotografen-Leben erleichtern könnten.

Immerhin wurden Sucher  = 5.8 MP und AF weiter verbessert und endlich an den duschenden Fotografen gedacht, bessere Abdichtung…
Auch der IBIS wurde endlich noch mal verbessert, mußte er auch, schon wegen der 61 MP!
Weiterhin 10 B/Sek! Es sind 68 RAW aber im Halbformat-Modus mit 26 MP nur noch 30 RAWs in Folge!!!  Aufnahmen in Serie – also 7 Sekunden lang – mit schnellsten SD-Karten möglich und dann dauert es eine halbe Minute pro Bild zum speichern – der interne Speicher ist für RAW definitiv viel zu klein. Wie es sich für meine JPEGS verhält muß ich erst ausprobieren.
Multi-Shot mit 16 Aufnahmen die zu einer 240 MB Aufnahme führen sind nachträglich in der Software möglich. Also jeder Windhauch wird im Landschaftsbild Störungen verursachen. Die Funktion ist mehr für windstille Studio-Fotografie gedacht.
Endlich 2 schnelle SD-Speicherkarten-Schächte – aber wieder kein CFast oder XQD.
Also begeistert bin ich als Sony-Nutzer nicht – auch wenn beim Faktor 1.5x immer noch 26 MP übrig bleiben – solange Objektiv und Bedingungen nahezu perfekt sind.
Erst wenn das sichtbare Bildrauschen dem der 7RIII mindestens ebenbürtig oder geringer ist, wird diese Kamera vielleicht interessant… das deutet sich an, denn die 4 ist wie die 3 mit 100-32.000 ISO angegeben – sie sollten also trotz der deutlich gesteigerten Auflösung vergleichbar wenig rauschen- mal sehen.

Als Ersatz für eine Alpha 7000 – wie ich sie mir wünsche – ist sie mit rund 4000€ einfach zu teuer.

Alle die, denen 61 MP viel zu viel sind, dürfen weiter mit ihren alten Kameras fotografieren, sie werden nicht verstehen worum es geht und was möglich ist. Tatsächlich werden so hohe Zahlen aber immer, immer falsch diskutiert.
Denn 61 MP sind rund 50 % mehr Pixel als die 7R3 bietet – aber NUR 25% mehr Auflösung (bitte immer an das Quadrat denken!).
Die hohe Pixelmenge wird dazu führen das Beugungsunschärfen schon ab f:8 sichtbar werden, das man bei 150 MP Dateien einen neuen PC einplanen muss, das Stative trotz IBIS für hochauflösende Bilder ständige Begleiter werden, Randunschärfen und Objektivtoleranzen werden leicht sichtbar, nur noch wenige Objektive werden bei wenigen Blenden volle Leistung zeigen können… der Preis für 15 Stufen Dynamik ist folglich hoch.

Ich finde, die Alpha 7R4 kommt zu früh – die meisten werden die deutlich verbesserte 7R3 gerade erst bezahlt und warm fotografiert haben, nach nur 20 Monaten kommt jetzt Sony mit einer erheblichen Steigerung – das ist nicht wirklich fair. Auch wenn man die Kamera nicht kaufen mag, so wird doch der Restwert der 7R3 damit fallen und die Kameras davor praktisch kaum noch verkäuflich.
Abwarten was die Sony Alpha 9II bei Vorstellung im September bringt und eine Alpha 7000 wird trotzdem irgendwann kommen.

Also wer dachte, wenn eine neue Sony kommt, springt Harry sofort positiv darauf an, den muß ich leider enttäuschen, ich bleibe kritisch – bei jedem Hersteller.

LICHT:
+ 4 mm tieferer Griff
+ alles im Gefühl überarbeitet, bessere Knöpfe
+ endlich bessere Karten-Tür und Dichtungen
+ endlich mit Klick verriegelbares Korrektur-Rad
+ angeblich gesenkter Stromverbrauch
+ endlich 2 schnelle Kartenschächte
+ verbesserte Verbindungen, WiFi – BluTooth
+ Real-Time-AF auch für Video
+ im Halbformat-Modus 26 MP und 325 AF Felder über die gesamte Bildfläche
+ AF Punkte ab jetzt nicht mehr grau sondern rot oder weiß und gut sichtbar


SCHATTEN:

– extrem hohe Auflösung verlangt beste Objektive, beste Fotografen, oft Stativ, meistens neuen PC
– sehr hoher Preis
– gebremst im Halbformat durch den internen Speicher
– starke Rolling-Shutter Effekte mit dem elektronischen Auslöser
– in der Breite decken die AF-Felder nur 74% des Sucherbildes ab
– sichtbar höheres Bildrauschen als von der 7R3 gewohnt
– EYE-AF noch nicht fehlerfrei, erst recht nicht bei Tieren
– Sucher mit 5.8 MP Auflösung
– Sucher-Auflösung ist abhängig von der Bildrate – hohe Auflösung nur mit 60 B/Sek und bei 120 B/Sek für schnelle Bewegungen ist die Auflösung halbiert
– Pixelshift nur sinnvoll im Studio – sonst eher ein Gimmick
– keine RAW-Bearbeitung in der Kamera
– weiterhin nur 8 Bit oder 14 Mit RAW
– neuer Batteriegriff
– linke Kameraseite leer
– Gutaufhängung…

Ich hatte sie 1 Jahr, dann haben mich Sucher-rieseln bei Halbformat, RS, zu kleiner, interner Speicher ständig genervt und ich habe die schweineteure A1 gekauft. Diese habe ich aber auch nach 1 Jahr wieder abgegeben. Es bleibt schwierig mit den Sony-Kameras.

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

22. Juli 2019
Wohnmobil-Reisen 2017-2018

Wohnmobil-Reisen ins Burgenland und an die kroatische Adria

Was habe ich fototechnisch gelernt?
Drei Reisen mit dem Wohnmobil, mehr als 15.000 km, immer unterwegs mit maximaler Ausrüstung, denn Platz und Gewichtsbeschränkungen gab es nicht.

Womit habe ich die meisten Fotos belichtet?
Olympus E-M1II mit Olympus 4.0/12-100 mm PRO IS
Mit der Panasonic G9 etwas weniger, aber mit gleichem Objektiv, weil ich die Kamera erst auf einer der Reisen zur Verfügung hatte.
Die Nikon D500 habe ich viel für Tieraufnahmen im Burgenland eingesetzt – doch mit 16-80 mm bei Reisemotiven macht sie weniger Freude als das mFT-System, sie wird schnell schwer, wenn man den ganzen Tag zu fuß unterwegs ist und die BQ ist nicht so entschieden besser, wenn überhaupt einmal. Die große Sonnenblende macht das Objektiv auch sehr auffällig.

Mit Canon habe ich Versuche gemacht, aber weder Canon EOS 5DIV, noch 80D, noch M5 haben mir Freude gemacht oder mich gar zu besonderen Fotos inspiriert. Canon ist für mich erledigt, nachdem ich fast 30 Jahre lang mit allen wichtigen Kameras und allen Objektiven intensiv gearbeitet habe, wollte ich heute keine Canon mehr mit nehmen.
Auch wenn Canon das beste 4.0/16-35 mm – 2.8/24-70 mm, eins der besten 2.8/70-200 mm – 4.0/70-200 mm und das beste 2.8/300 mm – 5.6/100-400 mm und ein spannendes 4.0/11-24 mm anbietet. Es gibt dafür keine passende Kamera mehr. Eine 6DII ist ein schlechter Witz, eine 5DIV hinkt technisch hinter her, für die EOS 80D gibt es zu wenig gute, passsende Objektive, die spiegelfreie M-Baureihe ist eine Katastrophe – wenn man vergleicht was andere bieten.

Die Fujifilm X-T2 und die fantastischen Objektive habe sie nur sehr wenig eingesetzt. Es sind Kleinigkeiten, wie die fummelige Sonnenblende am 10-24 mm, der langweilige Bereich am 18-55 mm, die mir die Fuji-Fotografie auf Reisen verleiden. Ich hatte die Fuji in den vergangenen Reisen häufiger im Einsatz, auf Städtetouren wurden mir die Festbrennweiten mit dem ständigen Wechseln schnell lästig und besondere Fotos bei offener Blende sind nicht so häufig möglich, weil ISO 12/25 nicht angeboten werden und ich nicht auch noch mit Graufiltern die optische Qualität reduzieren will.
Im Sommer oder bei viel Licht finde ich die Leistungsfähigkeit von Festbrennweiten immer wieder sehr theoretisch und der Nutzen von Lichtstärke ist noch sehr eingeschränkt.
Und ich bin auch nicht der landschaftsbegeisterte Fotograf der eine Fujifilm GFX mitschleppen und ihre Langsamkeit akzeptieren würde.

Ich hatte auch die Nikon D850 mit zahlreichen Objektiven dabei – doch sie wird zu schwer vor allem mit den besten Zooms wie: 2.8/14-24 mm – 2.8/24-70 mm – 5.6/200-500 mm. Und die anderen Zooms sind mir an der Kamera einfach nicht gut genug, weder 5.6/28-300 mm noch 4.0/24-120 mm, noch 5.6/80-400 mm konnten mich zufrieden stellen – ich schleppe nicht so viel mehr Gewicht, wenn ich mit leichteren Geräten bessere Fotos in mehr Situationen bekomme. Also auf Reisen ist eine D850 für mich derzeit kein idealer Begleiter – obwohl ich sie für die beste Kamera unserer Zeit halte. Es fehlen entschieden bessere Zoom-Objektive! Am Ende der Reisen ist die schöne Bildausbeute erheblich geringer als mit dem mFT-System.

Eine Kamera muß perfekt in der Hand liegen, sofort einsetzbar sein, schnell auf Bewegung, Lichtveränderung und Brennweitenverstellung reagieren und es mir erlauben unauffällig und unbehelligt überall zu fotografieren was mir gefällt. Dazu braucht sie die richtigen, schnellen Zoom-Objektive.
Von allen erhältlichen Kameras kommt da heute für mich nur eine einzige in Frage.
Nein es ist nicht die Sony RX10III und auch nicht die Panasonic FZ1000/FZ2000 – da mir da die BQ vor allem im Telebereich und die Verzeichnung im Weitwinkelbereich doch zu heftig und zu schnell beschränkt wird und letztlich oberhalb ISO 800 keine rauscharmen Fotos mehr möglich sind.
Es ist keine Spiegelreflex mehr, weil die immer Aufmerksamkeit auf sich zieht, Lärm macht, große Objektive braucht und selten über die modernste Objektivtechnik verfügt.
Es könnte die Fuji X-T2 sein, wenn es spannendere Zoom-Objektive gäbe, Bedienung und Reaktionsschnelligkeit verbessert würden.
Es könnte eine Sony Alpha 6500 sein, wenn sie aufgebaut wäre wie die Fuji und die neueste Technik von Sony verfügbar macht. Es könnte eine Alpha 7RIII oder 9 sein, aber auch da fehlt es an Objektiven im System, wobei man mit 4/12-24 mm – 4/24-105 mm – 5.6/100-400 mm schon sehr gut zurecht kommen kann. Doch der wirkliche sichtbare Vorteil vor microFourThirds kommt mir zu selten zum Tragen.
Es könnte die Olympus E-M1II sein, doch der falsch platzierte Hauptschalter nervt bei jedem einschalten (ich schalte spiegelfreie Kameras immer sofort nach den Fotos wieder aus um Akku zu sparen). Außerdem produziert sie häufiger Fehlfokus, bzw. erkennt das Motiv, die Bewegung etwas verzögert, wenn es mal schnell gehen muß.
Deshalb ist die Panasonic G9 mit 2.8-4.0/8-18 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/200 mm die beste und letztlich für mich konkurrenzlose Reisekamera-Ausrüstung.

Sony kann das schlagen, wenn sie eine veränderte Alpha 6500 mit dem Sucher in der Mitte auf den Markt bringen (werden sie vermutlich nicht tun) oder die Preise für Alpha 7RIII und 9 und Objektive deutlich senken (werden sie noch viel weniger tun) oder schnell eine Alpha 7IV mit besserem Sucher und Bedienung bringen (wird noch 2 Jahre dauern).

 

Also ganz gleich was Canon und Nikon jetzt auf der Photokina enthüllen – da die Objektive fehlen werden bzw. nur mit Adapter angeschlossen werden können – werden sie nicht mit Sony Alpha, Fujifilm FX oder gar mFT konkurrieren können.
Fujifilm wird mit einer X-T3 vermutlich auch kein neues Wunder liefern, schon gar nicht mit den bisherigen Objektiven und ohne internen Bildstabilisator.

Pentax und Leica bedienen zu kleine Märkte.
Panasonic hat außer Kompaktkameras alles erneuert und ist allen anderen um Jahre voraus.
So bleibt nur Olympus, die für eine echte Überraschung sorgen können – sie könnten bereits die neue Profikamera-Generation für 2019 avisieren.

Sie erkennen jetzt vielleicht auch – am Ende kommt es immer auf die verfügbaren Objektive an! Sensoren und Kameras sind auch wichtig – aber nur im Zusammenspiel und kaum alleine betrachtet. Und sie wittern vielleicht auch, dass ich mich langsam auf Sony einschießen – während ich die Sony-Produkte jetzt 6 Jahre intensiv kritisiert habe, haben sie jetzteine Marktposition mit moderner Technik erkämpft, die Canon, Nikon, Pentax, Leica das Leben sehr schwer macht und haben überzeugende Objektiv-Konzepte vorgelegt die mir und allen anderen die Fotografie zwar erheblich verteuert aber eben auch erleichtern.

 

 

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