Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

30. Juni 2019
Vergleiche: RAW – JPEG

Intelligenz hat es schwer, aber sie lässt sich eben auch nicht unterkriegen. Inzwischen fotografieren immer mehr angesehene Fotografen, auch aus beruflicher Motivation überwiegend mit JPEG – ja ich weiß, darunter sind kaum Hochzeit-, und Landschafts-Fotografen und das hat ja auch einen guten Grund!

Besonderen Dank an meinen geschätzten Kollegen, Anders Uschold, das er sich wie ich, dazu bekennt, das RAW beim Testen und eigentlich auch bei den allermeisten Fotos ein Riesen-Blödsinn ist – nur drückt er sich vorsichtig & diplomatisch aus.

Das RAW – also nahezu Rohdateien eigentlich  nach dem Beginn von Canon 2000 in der D30 nie wieder existiert haben, sollte man wissen. Der Wahnsinn begann mit Canon’s richtungsweisenden Entschluss CMOS-Sensoren zu fertigen (ab 2000 in der D30), auf diesen Zug sprangen bald alle Anbieter auf, CCD-Sensoren starben schnell. Canon war damals absolut führend. Mit der 1DS erschien dann 2002 die erste Pro-Kamera mit CMOS-Sensor. Nikon begann erst Ende 2004 mit der D2x auf CMOS Sensoren und RAW zu setzen. RAW gab es zwar auch schon bei frühen Kodak CCD Sensoren, war aber unbedeutend.
Es wird alles interpoliert. RAW-Dateien erfahren eine meist noch deutlich stärkere Bearbeitung, Optimierung durch den Hersteller als JPEG und die Kameraeigene Bildbearbeitung und angebotene Software ist bei weitem die beste, die Sie bekommen können. Adobe wird hoffnungslos überschätzt und überzahlt. Ich wünschte ein Hersteller traut sich mal den Amis den Hahn ab zu drehen, aber es gibt internationale Absprechen, die genau das den Japanern und auch den Deutschen untersagen – der Protektionismus der Amerikaner ist so stark, das es kaum noch auffällt, allenfalls an ihrem Präsidenten. Weder in Japan, noch Deutschland hebt ein Flugzeug ab ohne amerikanische Genehmigung und das geht in Wahrheit noch viel weiter, als wir uns das vorstellen können. Der Freund ist kein freund und die Feinde sind keine Feinde – das sollte man wissen.
Aber ich schweife ab.
Heute werden die bei weitem meisten Objektive nicht mehr auskorrigiert – sie würden zu schwer zu fett zu teuer.
Und es stimmt wenn Anders sagt, das zwei Objektive der gleichen Lichtstärke und nahezu identischer Brennweite zeigen können, welcher Hersteller mehr optische und welcher mehr Datei-Korrektur vornimmt – man merkt es am Gewicht und Baulänge und am Preis für das Objektiv. Oder aber der Software-Korrigierer setzt den Preis einfach unverschämt genauso hoch an…
Panasonic hat schamlos damit begonnen, die optische Korrektur zu reduzieren und auf elektronische Signalaufbereitung in der Kamera zu setzen. Fujifilm tut das sehr stark, Sony auch, Sigma, Tamron und inzwischen auch längst Canon, Nikon und Pentax und Zeiss tun es. Allerdings, korrigiert Panasonic vernehmlich für Videoanwendungen, braucht leichtere und besser arbeitende Objektive für Video. Wer von Panasonic hohe optische Korrekturen wünscht, kauft die Varianten auf denen Leica steht.
Leica, Olympus und Sigma ART tun es am wenigsten und perfektionieren am stärksten weiterhin die optische Korrektur.

JPEG ist das einzige realistische Format, bei dem man die Unterschiede klar sehen kann. Und Monitore zeigen bis heute niemals RAW an, können sie gar nicht – Drucker sowieso nicht. Also wer in RAW testet und Bilder zeigt, macht Quatsch und weiß nicht was er tut! Und diese Fixierung auf Lightroom und RAW ist ein Hobby und zeichnet keineswegs Profis aus.
Die Belastung für eine Kamera, die RAW aufnehmen muss, ist gigantisch im Vergleich zum JPEG.  RAW braucht mehr Strom, wird heißer, Rauschen steigt und Dynamik fällt!
Wer Tieraufnahmen in Serie mit RAW speichert macht alles falsch was nur machbar ist!
Alle Serienaufnahmen, Bewegungsaufnahmen, Dauerbeobachtungen sollten ausnahmslos in JPEG gespeichert werden. RAW bringt schlicht nur Nachteile.
Das ist keine neue Erkenntnis, das hat schon Fritz Pölking 2005 so veröffentlicht und ich seit den ersten Canon Digitalkameras.
Ich kann Menschen nicht ernst nehmen, die nichts ausprobieren, sich keine Gedanken machen und dann einfach ein Urteil fällen wie: Nur wer RAW verwendet, ist auch ein professioneller Fotograf. Gleiches gilt für Lightroom, Adobe überhaupt. Das ist mit Verlaub, Schwachsinn.
Es gibt Vorteile von RAW, aber es gibt eben auch enorme Nachteile und kostet immens Power, Lebenszeit und Speichervolumen. Deswegen, lasst bitte diese dummen Sätze nicht auf euch wirken und macht euch vor dem Fotografieren Gedanken, welches Dateiformat sinnvoll ist.
Ich sage das hier explizit so deutlich, weil ein M.K. mit seiner oft unqualifiziert doofen Art das Meiste wieder verwässert und A.U. natürlich alle Mühe hat, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen und die Fakten gegen die Seiteneinwürfe zu verteidigen. Bei mir ist das nicht anders, nicht selten sind Beiträge in Foren so unqualifiziert und dumm oder eben auch bezichtigend und übel, das einem nichts mehr Sinnvolles einfällt.
Die Menge labbert, weiß aber nichts und noch nicht einmal, dass sie nichts weiß und falschen Propheten vertraut, die selbst keine Ahnung haben oder finanzielle Interessen.

Wer alles in RAW fotografiert, soll das ruhig weiter machen, er verschwendet damit seine eigene Lebenszeit, beleidigt die Intelligenz der anderen und kostet uns alle Ressourcen. So ist das eben.

Das ist wie bei Rauchern, die dann noch ihre Kippen weg werfen, wie Sonntagsfahrer, die sinnlose Autofahrten unternehmen, wie Discountkäufer, die danach den Müll auf die Welt laden, SUV-Fahrer die sich in Sicherheit träumen und für alle anderen ein hohes Risiko und Belastung darstellen und vieles mehr.

Menschen informiert euch richtig und glaubt nicht einfach jeder Quelle, die euch gerade in den Kram passt.

Immer wieder werden Vergleiche bemüht.

Ja wenn ich mir eine neue Küche kaufe ändert sich noch längst nichts am Essen und so ist das auch mit einer neuen Kamera. Aber – eine neue Küche, wie auch eine neue Kamera können mich inspirieren, können dazu führen das ich mich intensiver damit beschäftige und das dann Essen und Fotos besser werden.

RAW-Dateien sind wie die Zutaten für einen leckeren Kuchen und JPEG ist der fertige Kuchen – also da kann ich nur ganz anderer Meinung sein. Bei vielen Gelegenheiten ist ein fertiger Kuchen nützlicher als die Zutaten – selbst wenn ich noch so versiert bin – ist mir die Zeit vielleicht zu wertvoll mich ständig mit Kuchen backen zu beschäftigen. Und vermutlich sind Smartphone Bildergebnisse dann vergleichbar mit Fertigkuchen aus der Tiefkühltruhe anstatt vom Konditor, mit allen erdenklichen Nachteilen.

Wenn man diesen Vergleich bemüht ist es eher so –

bei RAW komme ich in eine schicke, teure Küche und muß mir alles zusammen suchen und dann anfangen zu backen, 1000 Möglichkeiten und mehr als 100 Dinge, die schiefgehen können.
Bei JPEG komme ich in eine günstige Küche, aufgeräumt und jemand hat schon alles für mich bereit gestellt, ich kann noch verändern und frei entscheiden, aber mir stehen nicht mehr alle Lebensmittel in der Küche zur Verfügung – die ich aber für einen bestimmten Kuchen, dessen Zutaten ich vorher festgelegt habe – auch gar nicht benötige!

Also wie immer man es sieht – es ist nicht so einfach, wie Vergleiche es gerne darstellen!

Aufgenommen vor wenigen Wochen mit Olympus E-M1II & 6.3/12-200 mm – geiles Reiseobjektiv!

Aufgenommen mit Sony 7RIII & 5.6/100-400 mm

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

28. Juni 2019
Rat & Tat

Liebe Leser

Ich kann nicht so viel schreiben und ausführlich behandeln wie ich gerne würde. Ich habe bestimmt 20 Berichte im Rohzustand, doch ständig kommt neues herein, ich möchte mich aber auch nicht ständig wiederholen oder als Prediger erscheinen, alles ändert sich, ständig.
Ich war 14 Tage auf einer Insel mit (gezwungenermaßen) Olympus 12-200 mm – wieviel Spaß das gemacht hat – kann ich hier kaum beschreiben – vielleicht ein Tipp für die Reise.

Das ist in diesen Umbruchszeiten mit ständigen Neuheiten einfach unmöglich. Was aber nicht bedeutet, dass ich nichts mehr ausprobiere und teste. Ich habe immer die neuesten spannenden Objektive und Kameras in meiner Fototasche, ganz gleich ob Nikon, Sony, Olympus, Panasonic, Canon, Fujifilm, Sigma, Tamron, Voigtländer oder etwas ganz anderes darauf zu lesen ist.
Schon aus eigener Neugier und Fotoleidenschaft verschaffe ich mir immer die frische Erkenntnis.

Darum die dringende Bitte:
Bitte mailen Sie mich an, haben sie keine Scheu fragen zu stellen, meine Expertise zu Objektiven oder Kameras einzuholen.
Lassen Sie uns im Dialog bleiben.
Wenn Sie etwas interessiert, Sie sich sogar überlegen etwas neu oder gebraucht zu kaufen – ich gebe Ihnen gerne, markenunabhängig, meinen Rat und Tipps dazu.

Denn ich scheitere jetzt wieder an meiner Homepage, Fotos und langen Textbeiträgen, die ich nicht zeitnah genug online verfügbar machen kann.

Einfach Mail an:

HarryPX@t-Online.de

(Und wenn keine Antwort oder Fehlermeldung kommt, bitte nach einigen Tagen kopieren & erneut senden)

Wenn Sie jetzt auf Reisen gehen, wünsche ich tolle Erlebnisse und Motive – ich schwitze den Sommer hier am Bildschirm oder Kamerasucher.

 

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26. Juni 2019
AF-Systeme 2019

Das bei weitem schnellste Autofokus-System mit der besten Trefferquote und hoher Präzision – ausprobiert mit Tele-Objektiven ab 200 mm Brennweite, denn darunter sind Unterschiede geringer.
Im Telebereich sind sie hingegen stark spürbar und da merkt auch ein erfahrener Fotograf schnell, wie schlecht der Double-CMOS Sensor von Canon sich bewährt, wie stark er den AF ausbremst und das sowohl Sony als auch Nikon und Olympus erheblich schneller zu mehr Treffer führen.
Die EOS R mit adaptierten Super-Tele-Objektiven verliert hier total, vor allem bei weniger Kontrast, Licht. Da können Canon-Fans behaupten was sie wollen, es ist langsamer und erlaubt weit weniger scharfe Fotos. Für eine R1 oder R5 muß Canon hier noch etwas viel besseres als Double-CMOS einfallen.
Diese Ergebnisse sind nicht erfunden und werden von mir ständig überprüft. Inzwischen werden sie von immer mehr anderen bekannten Fotografen genauso bestätigt und belegt. Jeder muss allerdings sein System und die Bedienung beherrschen – es hilft nicht viel eine Sony zu kaufen und dann auf dauerhaft scharfe Ergebnisse zu hoffen – obwohl auch das, Dank der besten Motiverkennung, schon in Reichweite rückt.

Sony Alpha 9
Sony Alpha 7RIII
(Besonders schnell, beste Motiverkennung und auch mit Konvertern noch ohne deutliche Verluste und viel schneller als alle anderen Anbieter!)

Olympus E-M1X – E-M1II (neue Firmware)
(Nicht so variabel mit den AF-Feldern, doch inzwischen hohe Ansprechgeschwindigkeit und schnelle, präzise Fokussierung – auch bedingt durch die große Schärfentiefe des kleinen Sensors)

Nikon D5
Nikon D850 – D500
Nikon Z6 – Z7
(Z-Bajonett hat Nikon D5 und D500 noch nicht eingeholt – zumal es noch keine Teleobjektive ohne Adapter gibt!)

Canon EOS 1DXII
Canon EOS 5DIV
(schnell und bewährt, so lange genug Licht/Kontrast vorhanden und kein Konverter eingesetzt wird. Besonders an der R mit Adapter werden die Ergebnisse weniger vorhersehbar und bleiben nicht gleich – ähnlich Panasonic))

Sony Alpha 6400
(bisher nicht so schnell und präzise wie Vollformat)

Fujifilm X-T3
Fujifilm X-H1
(Kämpft mit Start-Reaktionsverlusten, Einschaltverzögerung, schwächerer Motiverkennung,  aber noch sehr gut und mit kaum AF-Verlusten mit Konvertern auch am 5.6/100-400 mm)

Panasonic G9
Panasonic S1
(Der DFD-AF hat Sprünge zur Folge, bei vielen Bildserien bleiben die Ergebnisse nicht gleich scharf, im Sucher sieht es nervös aus und der AF bleibt häufiger unvorhersehbar)

Sigma Objektive
Tamron Objektive
Pentax K1II

Wer auf Schnelligkeit und Präzision gesteigerten Wert legt und eine Kamera erwartet, die verzögerungsfrei einschaltet (können alle Fuji & Pentax-Kameramodelle bis heute nicht!) sollte sich heute für Sony Vollformat, Nikon oder Olympus entscheiden. Die Zeiten wo Canon eine Vorreiter-Rolle gespielt hat scheinen lange vorbei. Weder Double-CMOS (gut für Video und in DSLR-Kameras – sonst nicht) noch Motiverkennung sind der Konkurrenz gewachsen. Ob Canon die Kurve noch bekommt, bezweifle ich auch bei der nächsten EOS R.
Wer das beste haitische Kamera-Erlebnis sucht und selten bewegte Motive bei wenig Licht fotografiert, wird sich ganz anders entscheiden.
Panasonic G9
Nikon Z6 – Z7
Olympus E-M1II
Fujifilm X-H1

sind dann in dieser Reihenfolge meine Empfehlungen (Beste zuerst)!
Canon EOS R, wie Fuji X-T3, Sony Alpha 7RIII, Sony Alpha 6400 scheitern hier und auch eine Pentax K1, Olympus E-M1X, Panasonic S1 scheitern an rund 1 Kilo Gewicht – das braucht es heute nicht mehr.

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht