Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

19. November 2018
Volle Breitseite

es ist wieder unverschämte Hamster-Geizhals-Zeit – alle wollen so viel es geht, für so wenig Kohle wie möglich – da erwacht in jedem Deutschen der Handelskrieger – leider.

Ich finde es da fast schon gemein, über US-Präsis zu schimpfen, wir haben Aldi groß gemacht, alles in Plastik verpackt, das Haltbarkeitsdatum eingeführt, den geilen Geiz erfunden und sind neben der Verschwendungssucht auch noch kauflaunisch, umtauschsüchtig und schnappergeil. Ich bekomme ja keinen Jahresendbonus, mir bleibt also nichts anders übrig als gute Ware zu verkaufen – und verstärkt jetzt, wo die Menschen bereit sind Geld aus zu geben – da mache ich eben genau solche Erfahrungen im Dutzend jeden Tag.

Gestern hat CANON die volle Breitseite bekommen – und das sogar von der Seite, die dem großen Technik/Buch/Alles -Verkäufer gehört – Sie wissen hoffentlich wen ich meine.
Aber es ist sicher alles wieder sehr nett verpackt. Erst wenn man sich die Vergleiche zu anderen aktuellen Kameras aufruft wird offensichtlich, wie weit Canon technisch hinter her hinkt und auch Nikon schneidet nicht so richtig gut ab.

Die Schattenlisten bei Canon EOS R und Nikon Z7 sind länger als die Sonnenliste. Die Z6 wäre als richtiger Konkurrent zu Alpha 7III und EOS R auch nicht besser und wurde noch nicht getestet. Die Nikon Z7 lässt sich in Sachen BQ und Sensor nur mit der Sony Alpha 7RIII vergleichen – das wird gerne durcheinander geschmissen, weil eben die Z6 zu spät in den Handel kommt.

Fairer Vergleich: Canon EOS R gegen Sony Alpha 7III:

Dazwischen klaffen Welten! Ja der Sony Sucher ist mies – das kann Canon viel besser, die Sony-Haptik ist ohne zusätzliche Griff-Verlängerung (100€) oder Akku-Griff (300€) ebenfalls mies – das hat Canon besser hin bekommen. Aber schon bei der Tastenbedienung – dem Bedienlayout enttäuscht Canon sehr – viel mehr als Sony – denn ohne großes Drehrad und Joystick ist die Canon eigentlich keine Canon mehr – will sagen – man müsste sich beim Kauf so sehr umgewöhnen – das man (abgesehen vom Sucher) viel besser gleich die Sony kauft und sich daran gewöhnt!
Das die produzierte Qualität (erster Punkt) so viel besser sein soll, als bei Sony – muß sich in der Praxis erst einmal zeigen – das ist eher ein Canon-Erfahrungsbonus – den ich auch zugunsten Canon geben würde! Das hier die Sucher fast gleich bewertet und der Sony gar minimal besser sein soll – also da waren Blinde am Werk!
Bei allem !!! Anderen dominiert Sony!

Gegen eine Nikon Z7 ist die Sony-Dominanz keineswegs so ausgeprägt – aber ausgerechnet beim AF patzt Nikon sehr – womit sowohl Z6 und Z7 bei mir trotzdem keine Empfehlung bekommen!
Bei der BQ sind sie pari und zocken Canon locker ab. Auch sonst kann Nikon gut mit halten und gewinnt vor Canon und Sony ganz klar in der Bauart und Bedienung – Nikon hat die Fehler von Canon nicht gemacht und bekennt sich sogar zu IBIS – nur den voll beweglichen Monitor müssen sie noch lernen.  Was Nikon fehlt sind Objektive – also erst Z7II und Z6II werden da spannend.

Das ist eigentlich kein fairer Vergleich, da ja eine von Seiten Nikons deutlich höhere Sensorauflösung und ein fast doppelter Preis berücksichtigt werden müssen. Trotzdem gelingt es Nikon nicht, zu Sony auf zu schließen, eine Sony 7RIII kann alles schneller und mit Griffstück auch zufriedenstellend in der Haptik.

Wer sich wirklich etwas zum Jahresende leisten will – weil die Elektroautos sind ja noch nicht so weit, die Elektro-Fahrräder total überteuert, die Fitness-Uhren ausgereizt, Smartphones und Tabletts ja total langweilig – wird es auch bei Fotokameras sehr schwer haben.
Keinesfalls will ich hier in Sony-Euphorie verfallen und ganz klar benennen was sie bei Sony nicht kaufen sollten:
SONY:
Alpha 6000
Alpha 6300
Alpha 7
Alpha 7R
Alpha 7II
Alpha 7RII
Alpha 77II
Auch wenn sie da günstige Angebote finden, Sie werden damit nicht froh und schon in kurzer Zeit bessere Technik haben wollen!
Ich denke den besten Kauf bei Sony kann man derzeit mit folgenden Kameras machen:
1: Sony RX100 VI (nur die! plus Klebe-Griff)
2. Sony Alpha 7RIII
3. Sony Alpha 9
Alles andere gibt es anderswo besser oder stellt kaum zufrieden! Beim Halbformat sonst auf die Alpha 7000 warten, allerdings wird die auch eher teuer (>2000€)

CANON:
Egal zu welchen Preis würde ich heute nicht mehr kaufen:
EOS 5DIII
EOS 5DIV
EOS 1DX
EOS 1DXII
EOS 6D
EOS 6DII
EOS 7D
EOS 7DII
EOS M5 – sowie alle anderen M-Kameras
Bei Canon kann man eine EOS 80D immer noch gut kaufen, auch wenn die 90D im Frühjahr da sein wird.
Eine EOS R mit Bauchschmerzen, wenn man sich umgewöhnen mag und keine schnelle Fotografie betreibt oder einfach neugierig ist auf die neue Technik – aber dann gleich mit 4.0/24-105 mm R IS und Adapter für ein paar alte Objektive die es wert sind (Fragen dazu gerne per E-Mail – die Auflistung wird sonst zu aufwendig).

NIKON:
Schwierig, weil zum richtigen Preis lohnt sich eigentlich immer noch fast jede Nikon…
Nikon DF
Nikon D610
Nikon D800

Nikon D4/D4s
Nikon Serie 1
Selbst D4 & D810 leisten heute noch gute Performance und auch die D3000 und D5000 Baureihen können für preisbewußte Käufer eine gute Wahl sein.
Aber alle anderen aktuellen Nikon Kameras können durchaus zufrieden stellen, vor allem:
Nikon D850
Nikon D500 (bei mir gebraucht zu haben)
Nikon D5
Nikon D750
Nikon D7500

FUJIFILM:
Das ist dieses Jahr wieder eine sehr schwierige Wahl. Jeder der nicht von Mittelformat träumt wird merken, das Fuji-Portfolio ist etwas zerrissen. Ich kann weder X-H1 noch X-T3 uneingeschränkt empfehlen. Die X-H1 ist groß und schwer und haptisch nicht perfekt und die X-T3 hat den schwächeren Sensor im Vergleich zur X-T2 – deshalb lohnt sie sich nur, wenn man nicht ständig über 1600 ISO Empfindlichkeit muss.
Ich würde derzeit nur X-T2 kaufen.
Das neue 4/16-80 mm ist noch nicht verfügbar – das wird der wichtigste Objektivkauf (wenn es denn eine gute Leistung zeigt!). Ansonsten lohnen sich nur wenige Festbrennweiten und 50-140 mm + 100-400 mm zum Kauf.

Zu mFT habe ich so viel geschrieben, das wiederhole ich an dieser Stelle nicht – G9 und E-M1II sind mit entsprechenden Objektiven ein sehr guter Kauf.

 

Jetzt schnell wieder in die Nüsse: (natürlich mit Sony 7RIII und 100-400 mm + 2x)

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

19. November 2018
Welche Ausrüstung für welche fotografischen Schwerpunkte?

Was ich mir selbst kaufe, ist ja ein Indikator für Alle die schnelle Fotografie lieben, oder zumindest mit schnellen, scheuen Motiven zu tun haben.
Die lebendige Tier-Fotografie  ist DIE Königsdisziplin und ich zeige hier nicht ganz umsonst Eichhörnchen-Fotos, weil ich die Erfahrung habe, das es nicht viele gleich schwierige, gleich schnelle Motive auf unserer Erde gibt. Vogelfotografen mögen widersprechen – aber das trifft dann allenfalls zu, weil man noch mehr Brennweite braucht.
Wenn ich allen anderen Fotografen zur “richtigen” bestmöglichen Fotoausrüstung raten soll, ist das aus meiner Sicht relativ einfach:

Landschaftsfotografen: Fujifilm GFX50s oder Hasselblad X1D oder Nikon D850 – wenn eine Großformatkamera nicht in Frage kommt! Bitte mit Stativ und besten Festbrennweiten!

Hochzeit-Porträt-People-Fotografen: Nikon D850, Sony Alpha 7RIII schöpfen mit den richtigen Objektiven die Motive am besten aus. MF ist zu langsam, Canon hat den Anschluß verpasst.

Reise-Fotografie: Panasonic G9, Olympus E-M1II – es sei denn man viel mehr schleppen und auffallen – dann aber Richtung und die Hasselblad kaufen!

Nah- und Makro-Fotografie: Panasonic G9, Olympus E-M1II und alle mFT und Halbformatkameras mit geeigneten Objektiven

Filmer: Kauft euch eine richtige Videokamera und spielt nicht mit Vollformat-Fotosystemen herum, Alternativ Panasonic GH5

Spezialaufgaben: Dafür gibt es spezielle Objektive und spezielle Kameras, die sind meistens im Vollformat oder bei mFT zu finden.

Spiegelfreie-Kameras kann man zunächst nur als Ergänzung sehen und in Abrede stellen, dass sie alles ändern – aber wenn erst mehr Objektive wie die von Sony, Olympus, Leica und jetzt Canon R auf dem Markt sind, werden alle Spiegelreflexsysteme gewaltig an Attraktivität verlieren. Der Wert der reinen DSLR-Objektive wird fallen – das sage nicht ich alleine, da sind sich alle Experten, die Hersteller und alle die schon ein paar Jahre spiegelfrei fotografieren, einig.

Wenn ich mir anhöre, was Tony N.da für Erfahrungen mit MFT hat und warum er glauben will, mFT ist tot – wird mir ganz schwindelig. Er behauptet alles sei eine Marketinglüge von mFT.
Ganz unrecht hat er nicht, ein 4.0/300 mm ist kein 4.0/600 mm – das habe ich auch immer klar gestellt.
Doch die Vorteile bleiben ja.

 

Die Nikon Z7 bringt sich in Konkurrenz zur Sony Alpha 7RIII

Vorteile SONY:

– kleiner und kompakter
– doppelte Akku-Reichweite (650 gegen 330 CIPA)
– SD-Speicher und zweiter langsamer Schacht
– schnellerer AF-C
– Eye-AF
– größerer interner Speicher (Buffer)
– leichtere Objektive, viel leichtere Super-Tele
– 2,8/400 mm !!!
– schnellere Bildfolgen
– Sucher mit 120Hz, doppelt so schneller Bildaufbau
– 25 angepasste Objektive plus 2 Konverter plus 9 von Sigma
– mehr Erfahrung und Wirkung beim 5-A-IBIS
– offenes Bajonett für alle Anbieter
– etwas preiswerter
– für Super-Tele-Fotografie zukunftssicherer
– 4/12-24 mm, 4/24-105 mm & 100-400 mm vorhanden – bei Nikon nicht mal in Planung

Vorteil NIKON:
– viel griffiger und durchdachter
– vertrautes Nikon-Menü

Schatten NIKON:
– nur 5,5 Bilder pro Sekunde sinnvoll nutzbar
– halbierte Akku-Kapazität
– langsamer Problem-AF
– kaum spannende Objektive
– IBIS noch schwächer

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

15. November 2018
AF-Geschwindigkeit & MFT Zukunft


Auch 2019 bleiben die schnellsten Kameras für Teleobjektive jenseits 200 mm und bewegte Motive:

Nikon D5 & Nikon D500

Sony Alpha 9 (Alpha 7RIII etwas gebremst durch Prozessor)

Panasonic G9 & GH5

Fuji hat mit X-T3 und X-H1 etwas aufgeholt und kann mit 5.6/100-400 mm und 2.0/200 mm-2.8/280 mm auftreten.

Olympus dürfte mit der kommenden E-M1X mindestens auf Panasonic aufschließen oder gar etwas überholen.

Canon und Nikon bieten leider für R & Z noch keine Tele-Objektive ohne Adapter an. Und die adaptierten Supertele sind nicht so schnell wie an DSLR.

Sony könnte mit Alpha 7000 und Alpha 9II noch weiter beschleunigen und alle anderen außer Sichtweite entkommen. Bis Canon & Nikon mit eigenen R/Z-Supertele aufwarten.

 

Es wird immer noch oft und gerne behauptet: Festbrennweiten fokussieren in der Regel etwas schneller als Zooms…

Wir neigen alle, mangels besseren Wissens und Erfahrungen, zu Pauschalurteilen – ich leider auch.
Die machbare AF-Geschwindigkeit hängt von vielen Faktoren ab, wenn große Glasmassen bewegt werden müssen bleibt er relativ langsam, ganz gleich welche Kamera mit welchen Prozessoren daran arbeitet. Und bei wenig Licht/Kontrast ist da nicht selten auch die Kamera zu langsam.
Da Zooms häufig mit halbierter Lichtstärke auftreten – im Vergleich zur FB – aber leichteres Glas bewegt wird, sind eigentlich eher Zooms schneller im Fokus. Und sogar erheblich, wenn man mal Canon 100-400 mm mit 2.8/300 400 mm oder auch 4/500 mm u Co vergleicht. Und das aktuelle 70-300 mm würde ich als das aktuell bei weitem schnellste Tele einschätzen.
Bei Nikon sieht es etwas anders aus, weder 80-400 mm noch 200-500 mm fokussieren besonders schnell – da helfen auch D500/D5 nicht so viel – nur das neuere 70-300 mit anderem AF Motor u anderen Massen ist bei Nikon schnell. Daher stimmt für Nikon die Aussage eher als bei Canon oder Fuji.
Doch es ändert sich gerade ganz viel, Vanon hat mit DO angefangen, AF-sauschnell, Leica hat ganz veränderte Konstruktion im 90-280 mm, Sony u Canon haben jetzt 2.8-400 mm (+600 mm Canon) mit weniger beweglichen Massen konstruiert und sind bestimmt so schnell wie 100-400 mm C/S – wenn nicht gar noch schneller.
Jetzt gehts da erst richtig los!
Und wenn jetzt mehr DO/PF kommen – wird die AF-Geschwindigkeit entfesselt!

Bei mFT ist das 2.8/200 mm am schnellsten und sichersten im AF, an beiden Kameramarken. 4/300 ist etwas gebremster – auch gegen 200 mm mit Konverter – um fair zu bleiben – und das 100-400 mm ist sehr flott, hat aber deutlich mehr Ausreißer bei der Trefferquote und einen anderen AF-Motor.
Damit bin ich nicht perfekt glücklich und auch nicht mit dem Oly 40-150 mm – das auf mich schon überscharf wirkt und die Hintergründe unschöner zeichnet.

Die Freistellung wird über strapaziert. Am wichtigsten sind hier nicht die Brennweite oder Lichtstärke oder Sensorgrösse – sondern der Abstand zum Motiv und dessen Abstand zu anderen Motiven und einem Hintergrund.
Und ja, ein 600 mm zeichnet ganz anders als ein 300 mm – ganz gleich welche Größe der Sensor hat!
Das war immer schon ein lächerlicher Vergleich, der sich nur auf einen Bildausschnitt bezieht.
Zumal ein 600 mm mit Adapter an mFT ja ein 1200 mm ist!
Und ein 300 mm auch an APSC und Vollformat ein 300 mm bleibt!

Und größere Schärfentiefe ist weit häufiger wertvoll, als zu geringe Schärfentiefe – hängt auch wieder sehr von der Nähe zum Motiv ab.
Also wer mit den angebotenen Objektiven von mFT nicht freistellen oder kein Bokeh zaubern kann – sollte noch viele Kurse besuchen und sich Gedanken um seine Art zu fotografieren machen und sich mehr um das Motiv bewegen.
Klar im Tarnzelt oder an der Bande beim Sport – vom Stativ, sind wir alle angezählt und da nehme ich auch lieber Vollformat.

OLYMPUS FT E-1 – einige der wenigen Kameras die es bei mir ins Regal geschafft haben – eben absolut kein Langweiler

Gedanke zu mFT:

microFourthirds wird bleiben und Olympus wird das weiter beleben, schon ab Februar wird eine neue, noch schnellere, noch professionellere Kamera im Handel sein. Panasonic wird zunächst einen Schwerpunkt auf Vollformat legen – das sollte jedoch nicht zu der Vermutung führen, das mFT abstirbt oder in Zukunft weniger wichtig wird.

Es ist ein Szenario denkbar, dass das neue L-Bajonett (Leica-Panasonic-Sigma) unerwartet erfolgreich wird und zur Nummer Vier aufsteigt und Olympus-Foto ins trudeln gerät und von Panasonic geschluckt wird – was aber wahrscheinlich auch nicht zum vorzeitigen Ende von mFT führen wird.

Die neuen Vollformat-Systeme und vor allem deren große Objektive werden überdeutlich zeigen, dass die kleineren Aufnahmeformate wie MFT unbestreitbare Vorteile haben und behalten.

Nach 10 Jahren fällt mir bei den unterschiedlichen Systemen immer wieder auf, dass sich Olympus zu sehr an Canon orientiert und Panasonic aus den Schatten von Nikon heraus wächst.
Panasonic geht einen eigenen Weg beim AF und bei der Bedienung und das ist bisher sehr mutig und sehr gelungen!

Auch die kommende Olympus E-M1X nimmt schon im Namen und im fest verbauten Hochformatgriff Anleihen an Canon. Was mir beim Menü gefallen würde, aber bei der Bauart gar nicht gefällt. Olympus würde sich besser an seiner bis heute haptisch gelungensten Kamera orientieren: E1!

 

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