Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

27. November 2018
Die schwächsten Vollformat-Objektive

Wenn die übermächtige Verkaufsindustrie jetzt überall für die besten Objektive wirbt, mache ich mal das GEGENTEIL.
Was sind die schwächsten – der wichtigen – Objektive in jedem System und warum?
Das macht vielleicht mehr Sinn.
VOLLFORMAT:

CANON
EOS RF:
2.0/28-70 mm L
zu dick, zu schwer, zu unhandlich, zu teuer, optischer Kompromiss

EOS EF:
2.8/16-35 mm L III
kein IS, großer Durchmesser 82 mm, noch schwerer, dick, sauteuer, optisch nicht umwerfend
2.8/17-40 mm L
optisch schwach, mechanisch dürftig, kein IS, zögerlicher AF-Motor
4.0/24-70 mm L
teuer, starker optischer Kompromiss, kein IS, unpräziser AF
4.0/24-105 mm L IS II – 5.6/24-105 mm IS
schwer, teuer, optischer Kompromiss, im Telebereich schwach
5.6/28-135 mm IS
Plaste-Fassung, optisch mangelhaft, lahmer AF
5.6/28-300 mm L IS
sauteuer, sehr groß, sehr schwer, starker optischer Kompromiss, veralteter IS
4.0/200-400 mm x1.4x L IS
sauteuer, Bedienung, sehr schwer, schon veraltet, schwacher Abbildungsmaßstab
2.8/14 mm L II
teuer, veraltet optisch nicht auf der Höhe
1.4/24 mm L II
teuer, veraltet, optisch mittelmäßig
2.8/20 mm; 2.8/24 mm IS, 1.8/28 mm; 2.8/28 mm IS, 1,4/50 mm; 2.5/50 mm Mac, 1.8/85 mm;
2.0/100 mm

insgesamt veraltet, optisch längst nicht auf der Höhe der Zeit, lahmer & unpräziser AF, Plaste-Fassung
1.2/50 mm L & 1.2/85 mm L
schwer, lahmer AF-Motor, optisch viel CA und wenig Leistung
4.0/300 mm L IS
komplett veraltet, sehr lahmer und unpräziser AF, IS praktisch ineffektiv
5.6/400 mm L
kein IS, veraltet, lahmer, unpräziser AF
5.6/800 mm L IS
veraltet, sauschwer, sauteuer, IS viel zu schwach

SONY
Alpha FE VF:
2.8/16-35 mm GM
großer Durchmesser 82 mm, nicht leicht, dick, sauteuer, optisch nicht umwerfend, eher zögerlicher AF-Motor
2.8/24-70 mm GM
sauteuer, schwer, dick, lang, optisch nicht umwerfend, zögerlicher AF-Motor
4.0/24-70 mm Zeiss
sauteuer, optischer Kompromiss,  AF-Motor könnte flotter sein
6.3/24-240 mm
sauteuer, starker optischer Kompromiss, schwer, lahmer AF-Motor
5.6/28-70 mm
Plaste-Fassung, optisch mangelhaft, lahmer AF
4.0/28-135 mm PZ
sauteuer, groß, schwer, starker optischer Kompromiss für Foto, gut für Video
2.8/70-200 mm GM
sauteuer, etwas schwächer als Canon/Nikon, AF-Motor nicht der schnellste
4.0/70-200 mm G
teuer, schwacher Abbildungsmaßstab, am Tele-Ende nur aus 1,5 m, lang, AF ok
5.6/70-300 mm G
schwer, teuer, lahmer AF, starker optischer Kompromiss
2.8/35 mm Zeiss
teuer, lahm, optisch nicht auf der Höhe
1.8/50 mm
teuer, sehr lahm, Plaste-Fassung, langweilig, optisch so lila
1.4/85 mm GM
schwer, sauteuer, kein OSS, lahmer AF-Motor
2.8/90 mm G Macro
lang, sauteuer, AF etwas zögerlich
2.8/100 mm STF GM
lang, schwer, lichtschwach, lahmer AF, überflüssig

NIKON FX:
4.0/16-35 mm VR
starke Verzeichnung, optisch nicht auf der Höhe, lahmer AF
2.8/17-35 mm
kein VR,  hohe Verzeichnung, zögerlicher AF-Motor, CA
3.5-4.5/18-35 mm
kein VR,  zögerlicher AF-Motor, hohe Verzeichnung, CA
2.8/24-70 mm VR
teuer, lang, starker optischer Kompromiss,  unpräziser AF
2.8/24-70 mm
veraltet, kein VR, optisch nicht umwerfend
4.0/24-120 mm VR
schwer, teuer, optischer Kompromiss, im Telebereich schwach
5.6/28-300 mm VR
teuer,  optischer Kompromiss, veralteter VR
5.6/80-400 mm VR
sauteuer, schwer, schon veraltet, optischer Kompromiss
4.0/200-400 mm VR
sauteuer, schwer, schon veraltet, optischer Kompromiss
2.8/14 mm ED
teuer, veraltet optisch nicht auf der Höhe
1.8/28 mm – 1.8/35 mm
teuer, optisch mittelmäßig
2.8/24 mm, 2.8/28 mm; 1,4/50 mm; 1.8/50 mm; 2.0/100 mm
insgesamt veraltet, optisch längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit, eher lahmer & unpräziser AF
1.4/58 mm ED & 1.4/85 mm ED
schwer, lahmer AF-Motor, optisch viel CA, kein VR
2.0/200 mm ED VR II
zu schwer, zu kopflastig, optisch top
4.0/300 mm ED
veraltet, kein VR
2.8/300 mm VR II; 2.8/400 mm VR FL; 4.0/500 mm VR FL; 4.0/600 mm VR FL
veraltet, sauschwer, sauteuer, optisch top

Von PENTAX und Sony Alpha A ganz zu schweigen.

 

An den neuesten Kameras:
Canon EOS RF, EOS  5DIV, EOS 5DSR
Sony Alpha 7RIII, Alpha 9
Nikon D850, D5
würde ich diese Objektive alle nicht mehr verwenden wollen – da es bessere Alternativen gibt. Von Sigma, Tamron, oder eben im anderen System.

 

25. November 2018
Diese Woche – Kataloge – Testurteile – Stative

Was passiert sonst noch?
KATALOG-Sterben
Nach dem OTTO-Versand seine Gesamtkatalog-Produktion jetzt zum letzten Male fertigt, scheint sich auch der Brenner-Versand (Alles-Foto) dazu entschlossen zu haben, seine bisher sehr guten Brenner-Foto Gesamtkatalog einzufrieren.
Der war zwar nie wirklich fehlerfrei, bot nie alle wichtigen Daten und war zuletzt immer stärker durch Werbung und Sponsoring durchsetzt. Doch wurde immerhin der kompletteste Überblick für Fotogerät und Zubehör weltweit geboten.
Damit scheint jetzt Schluß zu sein, zum ersten Male wurden auf der Photokina keine Komplettkataloge mehr ausgegeben. Anstatt dessen gibt es jetzt von Brenner B.I.G. Zubehör-Kataloge und einen stark gekürzten Gesamtkatalog.
Immerhin jetzt bunt und im Lifestyle-Look. Von ehemals 324 Seiten blieben aber nur 164 Seiten PDF-Datei übrig. Sehr bedauerlich – aber alles muss irgendwann enden.
Immerhin hat die Foto-Profi-Apotheke CALUMET die Lücke erkannt und baut seinen eigenen Katalog CalumetFocus auf 84 Seiten aus.
EnjoyYourCamera aus Hannover haben bisher auch umfangreiche Kataloge heraus gegeben, aktuell kann ich leider keinen finden. Der letzte ist von 2016 und auf der Messe gab es eine abgespeckte Version.
Also auch da gibt es Überblick, was die Fotofirmen überhaupt noch liefern – denn dazu ist ja kein Handel mehr im Stande und das Internet in komprimierter Form schon gar nicht. Bald wird uns die China-Schwemme voll gänzlich gestrandet an Smartphone-Inseln aussetzen. Von dem Fotoangebot ausgesuchter Hersteller bleibt immer weniger übrig. Heute ist alles wie in der Auto- und PC-Branche – sehr viele Anbieter – aber letztlich immer weniger Produzenten, die ihre Teile an alle Verkaufen oder bestenfalls Auftragsfestigungen übernehmen.

Was ist noch passiert?
Ich wollte mich vom Fujifilm XF-System trennen.
Trotz sehr guten Objektiven wie 1.4/23 mm – 1.2/56 mm – 2.0/90 mm – 2.8/50-140 mm – 5.6/100-400 mm sind mir die Entscheidungen von Fuji in den letzten 2 Jahren auf den Geist gegangen. Erst eine X-H1 für den Videofilmer, immerhin mit IBIS, aber ohne neuen Akku und neuen Sensor – aber mit dem leisesten, angenehmsten mechanischen Verschluss aller Zeiten. Der ist so leise, dass man die elektronische, lautlose Auslösung kaum je vermisst. Der Auslöser endlich vor der Kamera, aber auch schwer und größer. Dann eine X-T3 wie gehabt, ohne Bildstabs, mit altem Akku, schwächeren Leistungen im High-ISO-Bereich, besondere Filmfunktionen, verbesserter Sucher und sauschnell. Ich bekam jetzt eine X-H1 so günstige, dass ich nicht neun sagen konnte – also bleibt Fujifilm noch eine Weile.
Entscheidend ist aber jetzt, dass sie Objektive verbessern, dass das avisierte 4.0/16-80 mm ein Knüller wird und mehr Teller kommen.

Das FotoMag setzt dem Faß wieder eine Krone auf, da werden im aktuellen Heft die neuen spiegelfreien Vollformat-Kameras verglichen:

Meine Wertung jeweils in ROT – FotoMag in schwarz – ich behalte mal die langweilige %-Wertung bei
und werte so, dass die derzeit beste Kamera auch volle 100% für den Teilbereich bekommt!

…………………..BildQualität………………..Schnelligkeit………………Ausstattung………………Bedienung:

Canon EOS R …87%  80%…………….95%  80%………………..94%  80%………………..80%  60%
Leica SL ……….80% 70%…………….96%  82%………………..84%  80%………………..85%  30%
Nikon Z7
……….87% 88%…………….91%  82%………………..98%  90%………………..85%  85%
Sony A 7III …… 85% 85%…………….98%  80%………………..93%  80%………………..85%  70%
Sony A 7RIII……90% 90%…………….95%  90%………………..96%  95%………………..85%  75%
Sony Alpha 9… 85% 85%……………100%  100%………………95%  95%………………..85%  80%

Rangfolge: 1. Sony Alpha 9 – Sony Alpha 7RIII = nicht annähernd perfekt, aber klar überlegen
Rangfolge 2: Nikon Z7 = für langsame, ruhige Fotografie brauchbar
Rangfolge 3: Sony Alpha 7III = für Blinde brauchbar
Rangfolge 4: Canon EOS R = brauchbar
Peinlich: Leica SL

 

Stative sind IN
Wie kann die Weltfirma Vitec – die so viele Stativ, Taschen und Zubehör-Hersteller, unter sich vereint hat, es Manfrotto nur durchgehen lassen eine neue große Stativserie “BE FREE” zu nennen?
Letztlich sollte doch jedem Fotografen, Filmer, Vlogger klar sein – das so ein dreifüßiges Ding allenfalls “BE SLAVE” heißen kann.
Also im Ernst, von was befreit einen ein Stativ, bestenfalls von Gewicht und Verwacklung, von verwackelten Fotos, verzitterten Filmen – aber in Wahrheit macht es einen zum Sklaven – denn man braucht immer diese zusätzlichen drei Beine und kann sich nicht mehr frei bewegen.
So ist meine Einstellung, seit es große Lichtstärken und vor allem seit es Bildstabilisatoren gibt. Was auch immer ich halten kann, nutze ich freihändig ohne Stativ. Trotzdem gibt es zahlreiche Foto und vor allem Filmprojekte, bei denen ein Stativ allerdings unverzichtbar ist.
Ich nutze ein Berlebach Holz-Stativ um Objektive auf gleichem Niveau zu testen – dazu nutze ich es ohne Stativkopf und auf geeignetem Untergrund. Ich nutze ein Cullmann Magic ab und zu auf Reisen oder für bestimmte Bildideen, es ist sehr schlank, nicht sehr hoch – aber es liefert oft umverwackelte Fotos und ist sehr schnell aufgebaut und transportabel wie kein Zweites dieser Höhe.
Alle anderen Stative von Manfrotto, Gitzo, Bilora, Vanguard, Sirui, Vinten, Linhof und Co habe ich schon gehabt und auch wieder verkauft.
Aktuell bestand wieder einmal die Notwendigkeit für ein Studiostativ und für eins, dass sich wirklich schnell und bombenfest aufbauen lassen soll und auch schwere Gewichte sicher über den ganzen Tag halten kann.
Also mit den Anforderungen kauft man kein Stativ aus Carbon – sondern nur Aluminium oder Holz.
Denn Carbon ist nicht perfekt verwindungssteif, Carbonrohre können nicht wirklich lang und trotzdem fest hergestellt werden und brauchen oft 3 Auszüge oder erreichen eben nicht die gewünschte Höhe mit 2 Auszügen. Deshalb ist das leichtere Carbon keineswegs immer ideal für Stative und die 300-400g Gewichtsersparnis, sind allenfalls auf Reisen und Geländewanderungen wertvoll – sonst nicht.
Also, auch wenn ich schon viele Carbonstative besprochen und von Anfang an verwendet habe – Carbon scheidet diesmal als unzweckmässig aus.
Holz habe ich und Holz führt zu sehr voluminösen, mächtigen und schweren Stativen, deshalb ist es für meine Vorhaben auch nicht perfekt.
Bleibt nur Aluminium – kalt im Winter, unter Umständen laut, aber kaum kaputt zu bekommen.

Bald mehr zu meiner neuen Stativ-Auswahl für Super-Tele Aufnahmen und für Reisen.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht, Praxis-Tests

21. November 2018
Objektiv Zukunft spiegelfrei

Roadmap – wo geht es hin im Objektivbau?
Nikon hat erstmals auf der Photokina eine Objektiv-Roadmap vorgelegt, wie es andere Hersteller (Fujifilm, Leica, Pentax) schon länger praktizieren – das ist für das neue Z-Objektivbajonett auch dringend geboten. Nur so haben Einsteiger und Aufsteiger eine Aussicht was sie erwartet, was in den kommenden 2 Jahren geplant ist.
Bei Nikon liest sich das nur nicht besonders innovativ, Nikon bleibt den Traditionen verpflichtet – es kommt eine f:1.8 Baureihe fester Brennweiten (wie es sie schon gab, nur optisch besser) und die gut bekannten Zooms mit f:2.8.

Irgendwie müssen sich die Hersteller gegen die Sigma Flut aus f:1.4 Art-Objektiven wehren und dem eigene Ideen dagegen setzen.

Nikon hat damit auch seine Strategie verraten, was kommt ist bekannt und sogar weiterhin absehbar.
2.8/14-24 mm – 4.0/14-30 mm – 2.8/70-200 mm sind gut aber nicht wirklich innovativ. Die 1.8er Festbrennweiten sollen sicher das bezahlbare Ende sein: 20 mm – 24 mm – 35 mm – 50 mm – 85 mm – das ist geschickt und macht Sinn, wenn hohe optische Leistungsfähigkeit daraus resultiert. Die Objektive bleiben damit kompakt und f:1.8 erlaubt deutlich kompaktere und leichtere Bauweise als die 1.4 Boliden von Sigma. Eine Reihe mit f:1.2 scheint mir nicht ausgeschlossen – da Nikon ja auch auf besonders lichtstarke Objektive für das Z-Bajonett hinaus will und ein 0,95/58 mm Noct manuell angekündigt hat.
Doch die Schattenseite ist, was würde ich davon kaufen? Allenfalls ein 1.8/20 mm oder 1.8/24 mm und wieder notgedrungen ein 2.8/14-24 mm – wenn kein 4.0/12-24 mm angeboten wird. Für mich ist das alles eben auch langweilig.

Lichtstärke:
Neue Rekorde wie Festbrennweiten mit f:1.2 und Zooms mit f:1.8 & f:2.0 sind eben nur Rekorde. Canon und Leica waren die ersten bei den festbrennweiten und Sigma hält mit aufregenden Zoom Konstruktionen dagegen (1.8/18-35 mm – 1.8/50-100 mm – 2.0/24-35 mm).
Die microFourThirds Systeme wehren sich mit f:1.2 Festbrennweiten (1.2/12 mm – 1.2/17 mm – 1.2/42,4 mm – 1.2/45 mm – 1.8/8 mm Fisheye) und demnächst mit einem f:1.7/10-25 mm Zoom. Dazu kommen Voigtländer f:1.2 Konstruktionen und unzählige chinesische manuelle Objektive mit verrückten Lichtstärken. Nur Tamron und Pentax halten sich auffällig zurück.
Sind diese Objektive denn auch praktisch?
Dicke, schwere und unhandliche Objektive sind nie praktisch. Und es ist zwar wunderbar, wenn der Sensor-basierte AF dann endlich mal präzise und schnell genug wird, um auch bei offener Blende die Details im Motiv auch zuverlässig zu treffen – doch wann braucht man das?
Die Sensoren haben alle Grenzen gesprengt, 1600 ISO bei 50 MP, 6400 ISO bei 42 MP und 12.800 ISO bei 24 MP liefern heute auf Kleinbildformat professionelle BQ wie sie noch nie zuvor erreicht wurde. Und es wird weitere Verbesserungen geben.
Was sollen wir dann mit f:1.2 FB und f:2.0 Zooms? Noch geringere Schärfentiefe als bisher schon? Das ist für wenige Motive und Lichtsituationen brauchbar oder auch nur sinnvoll. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe diese Objektive immer geliebt, doch wie oft kann ich so viel Lichtstärke (außer bei meinen bewegten Tierfaufnahmen und selbst da wäre mehr Schärfentiefe oft besser) einsetzen? Vermutlich wird auch ein eingebauter Graufilter bald in den Kameras realisiert werden müssen oder eben noch viel kürzere Zeiten durch einen voll elektronischen Verschluß oder eine teilweise und unterschiedliche Belichtung auf dem Bildformat. Aber noch ist das Zukunft und nein, es macht keineswegs jedes Bild „besser“ – vergrößerte Schärfentiefe ist meistens ein Gewinn im Bild.
Deswegen frage ich nach dem Nutzen der hochlichtstarken Objektive – ich denke der einzige Sinn besteht darin, zu zeigen was man kann und den Menschen das Geld zu entlocken. Das kann aber auch gewaltig ins Auge gehen, wenn die Konstruktionen so groß und gewaltig werden wie 4.0/11-24 mm oder 2.0/28-70 mm von Canon oder 1.8/14 mm – 1.4/20 mm – 1.4/85 mm von Sigma.

Ich denke – bisher ist die höchste Lichtstärke fast nur bei kleineren Sensoren wie mFT und Halbformat besonders wichtig und sinnvoll. Vor allem bei mFT wird damit stärkeres Bildrauschen vermieden und auch eine kurze Schärfentiefen-Zone erreicht. Aber diese Systeme wurden entwickelt um handlicher, leichter-kompakter zu sein und das sollten die Hersteller und Anwender nie vergessen.

Vollformat muß sich heute gegen Mittelformat und vor allem gegen die kleineren Sensorformate behaupten – ganz abgesehen von Smartphones.

Was wird CANON machen?
Canon trat mit drei ungewöhnlichen und einem bekannten Zoom für das neue RF-Bajonett an.
Ein 2.0/28-70 mm hat sicher keiner erwartet und ein 1.2/50 mm plus 1.8/35 mm Macro (1:2) zum Start auch nicht unbedingt.
Canon war immer innovativ im Objektivbau und heute müssen sie sich gegen Sigma, Tamron und alle anderen Kamera-Anbieter verteidigen und letztlich noch innovativer sein. Das zeigen Konstruktionen wie: T-SE 4.0/17 mm – 4.0/8-15 mm Fisheye – 4.0/11-24 mm – 2.8/65 mm Lupe – 4.0/400 mm DO – 5.6/35-350 mm – 4.0/200-400 mm x1.4x IS – die anschließend erst von anderen Anbietern realisiert wurden.

Canon kann auch jetzt seine Nachteile beim Sensor- und Kamera-Bau, durch innovative Objektive teilweise wett machen und das Interesse auf sich ziehen.

Canons Stärke liegt im Weitwinkelbereich, da schafft bisher kaum ein anderer Anbieter so gute BQ wie Canon.
Ich denke diese 3 innovativen RF-Objektive könnten neue Reihen eröffnen:
2.0/16-32 mm und 2.0/70-140 mm sowie weitere 1.2/24 mm – 1.2/35 mm – 1.2/85 mm sind nicht unwahrscheinlich.
Viele Patente kursieren, auch ein 1.4/14-21 mm und eine Wiederbelebung des Super-Zooms in Form eines 5.6/25-300 mm oder 4.5/30-350 mm sind möglich.
Und ich erwarte 4.0/500 mm und 4.0/600 mm DO Konstruktionen für RF – denn damit kann Canon sowohl mFT, Fuji als auch Sony eins auswichen und setzt sich vielleicht wieder an die Spitze der Super-Tele. DO hat bisher sonst nur Nikon als VC realisiert (4.0/300 mm & 5.6/500 mm).

Lassen wir uns nicht zu sehr von den Lichtstärken blenden – diese Objektive kosten ungeheuer viel und sind fett – wie das 2.0/28-70 mm L für 3.300€ (1430g) deutlich zeigt. Außerdem verzichtet Canon da wegen der komplexen Konstruktion auf den IS und wir müßten warten ob sich Canon nicht doch endlich mal zu IBIS entschließt – aber es sieht nicht danach aus. Der praktische Nutzen ohne Stativ ist eher gering – zumal jede 1.4/24 mm – 1.4/35 mm – 1.4/85 mm Festbrennweite diese Zooms optisch deutlich in den Schatten stellen wird.
Was sich wieder durchsetzen wird sind 3er Zoom-Reihen wie: 2.8/14-24 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm und 4.0/12-24 mm – 4.0/24-105 mm – 4.0/70-200 mm.

SIGMA?
Spannend wird auch wie Sigma antwortet – sie müssen die Gewichte reduzieren ohne die stabile Bauweise zu deutlich zu gefährden und sie müssen trotzdem weitere Innovationen bringen. Die Alleinstellung ihrer scheinbar beliebten Art-Objektive ist gefährdet, zumal sie in dieser Form an spiegelfreien Kameras keinen Sinn machen. Wie alle anderen auch, muß jetzt auch endlich Sigma bei null wieder anfangen, für kurze Auflagenmaße und größere Bajonett-Durchmesser.
Warum die neue Baureihe 1.4/16 mm – 1.4/30 mm – 1.4/56 mm von Sigma als Contemporary und nicht aufgrund der LichtSTÄRKE ART genannt wird – weiß wohl nicht einmal Sigma selbst zu beantworten!
Hingegen die lichtSCHWACHE Baureihe für Halbformat und mFT: 2.8/19 – 2.8/30 mm – 2.8/60 mm – heißt ART und wirklich logisch ist dann auch nicht, das es ein 1.4/30 mm ART gibt.

Ehrlich gesagt, finde ich aus meiner umfangreichen Erfahrung hohe Lichtstärken nur für kleinere Sensoren wichtig, für KB-Vollformat sind mir eine bessere Sensorleistung und IBIS, wie sie Sony und Nikon bieten, erheblich wichtiger. Ich traue Canon viel zu, doch ob ich je wieder mit Canon fotografieren muß um die beste Technik nutzen zu können, scheint mir seit Jahren sehr fraglich.

 

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