Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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28. August 2026
Neue Super-Tele in der Praxis

Wichtig für Sony-Fotografen
Sony hat wieder ein Super-Tele-Zoom, denn das 200-600 mm war ja allmählich langweilig geworden.
Canon ist inzwischen Konkurrent im Teleobjektiv-Portfolio und hat ein 200-800 mm Ausziehzoom!
Nikon hat bessere Preise und die richtigen Alternativen bei Festbrennweiten, 4.5/400 mm und 6.3/800 mm..

Meine Kritik am Canon RF 6.3-9.0/200-800 mm IS USM
Bei dem Verkaufspreis von 2500€ ist es keine L-Konstruktion, aber es wurde auch kein DO-Element verwendet. Es hat einen hochwirksamen Bildstabilisator und immerhin einen Nano-USM Antrieb.
Das klingt bei der Lichtstärke wenig verheißungsvoll, bietet aber dafür mehr Tele-Zoom.
Alle populären 150-600 mm und 180-600 mm Zooms mit f:6.3 sind genau doppelt so lichtstark – die Brennweite 800 mm zu erreichen kostet genau eine Blende Licht. Das ist viel!
Ich könnte jetzt gleich in den Ring werfen, OMDS mit seinem 4.5/150-400 mm kann das auch – 4x so lichtstark bei gleichem Gesamtgewicht von rund 2 Kilo. Allerdings bietet ja Canon auch die Option sein neues Telezoom an der R7 als 9/320-1280 mm bei 32 MP zu nutzen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass mit der R7 bei spätestens 3200 ISO die Freude am rauscharmen Bild verblasst, während ich meine OM-1 oft bis 6400 ISO nutzen kann. Allerdings kostet es bei OM Systems auch 7500€ und bei Canon nur 2500€!
Zur Lichtstärke: Von 300-450 mm = F:7.1 – von 450-600 mm = F:8.0 und bei 700-800 mm dann F:9.0
Blendenöffnung:
Ich gebe zu bedenken, wenn sich ein Tier oder Vogel oder sonst ein Motiv im Schatten setzt, wie gestern das Rotkelchen um 9.45 Uhr an meinem Balkon, dann sind meine Belichtungsdaten 1/1000 sec bei f:7.1 und 12.800 ISO an einer R7! Ja es wäre schön das Motiv noch dichter und detaillierter zu zeigen, aber f:9 bei 800 mm führt selbst wenn ich die Zeit auf 1/500 sec senke nicht zu einem richtig guten Bild!
Ganz anders ist es, wenn bei gutem Sonnenschein die Vögel am Himmel kreisen oder Tiere in der Sonne sitzen, dann fotografiere ich auch gerne mal mit dem 11/800 mm.
Am Ende sind immer die kurzen Belichtungszeiten entscheidend für bessere Fotos und die sind praktisch nicht erreichbar mit einer Lichtstärke von f:6.3 und weniger. Da nützen mir auch Entrauschung und höchste Push-Empfindlichkeiten nicht wesentlich. Ich fotografiere Tiere selten unter 1/1000 Sekunde und oft brauche ich 1/3000 Sekunde (z.B. beim Abflug, oder bei Aktion). Deshalb nutze ich mein Olympus 4.5/150-400 mm so häufig erfolgreich und wenn ich näher heran kommen kann, auch immer das 2.8/40-150 mm oder eben ein 2.8/70-200 mm und 2.8/300 mm.
Canon RF 200-800 mm ist lang, gut 2 Kilo schwer, hat einen Auszug und ist nicht mehr so leicht und einfach zu händeln. Es ist immer schön auch ein Zoom dabei zu haben, aber wenn ich weiß, ich möchte den Eisvogel, Rotkelchen, Zaunkönige und andere scheue Motive ablichten, dann nehme ich gleich eine 800 mm Festbrennweite (6.3/800 mm) mit und brauche kein Zoom, das ich ohnehin nur bei 800 mm nutzen würde. Allerdings finde ich mit 400 mm meine Motive viel schneller und zoome dann erst auf 800 mm – wir kennen das vom Fernglas, da ist ein 8x auch immer am schnellsten am Motiv!
Konkurrent:
Das Sony 8.0/400-800 mm ist ganz offensichtlich als Konkurrent für  das RF Canon 9.0/200-800 mm, das Fujifilm 8.0/150-600 mm und eben das Olympus 4.5/150-400 mm gedacht. Und es reicht gar an einer A1 bis zum Ausschnitt bei 1200 mm, was Fuji (900 mm) und Olympus mFT (800 mm) nur mit TC leisten können. Wobei an der OM-1 eben auch 5.6/1000 mm Ausschnitt und sogar 2000 mm Ausschnitt bei sehr guter Qualität bei gutem Licht verfügbar sind!
OM-1 mit 4,5/150-400 mm + TC1,25 + TC14 = 8.0/375-1400 mm bei 20 MP!
R6II mit 9.0/200-800 mm + TC 14 = 12,6/280-1120 mm bei 24 MP
R6II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 10 MP
R5, R5II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 20 MP
mechanisch mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 32 MP
Ich sehe es häufiger, dass die R6II mit TC14 und späterem Ausschnitt am 9/200-800 mm verwendet wird.
Kann man machen, aber Lichtschwäche f: 12.6 hält mich fast immer davon ab!
Die R7 hat damit einfach Schwächen beim AF, beim Sucher und wegen des RS ist der elektronische Verschluss nur bei absolut ruhigen Motiven verwendbar.

Voll gezoomt erhalten wir ein sehr langes Objektiv! Und hier fehlt ja noch die 9 cm lange ET-101 Sonnenblende vom 11/800 mm, die diesmal endlich mitgeliefert wird! Somit wird das gesamte Super-Tele-Zoom gut 50 cm lang! (schwierig im Tarnzelt, im Auto  und auch erschreckend für Wild. Und man braucht unbedingt eine Tarnung!)

Das Sony 6.3-8.0/400-800 mm G OSS hat leider einige Schattenseiten:

SONY 6.3-8.0/400-800 mm G
Design, Aussehen und Handhabung sind dem bewährten Sony 200-600 mm zum verwechseln ähnlich. Nur das höhere Gewicht von rund 2.500g ist eine markante Änderung.
Doch letztlich sind das alles gute Amateur-Linsen, wo bleiben die GM PRO-Zooms?
Es sieht fast ein bisschen langweilig aus, dem 200-600 mm sehr ähnlich, nur länger, dicker und die Stativschelle ist zu meinem Ärger hier fest installiert. Hier sind auch wieder die deutlich zusammengezogene Nahgrenze und der Bessere Abbildungsmaßstab das besondere: 1.70m Minimalabstand bei 1:4.4!
Damit liegt es nicht nur weit besser im Rennen als das Canon RF 11/800 mm Fernobjektiv, sondern schlägt auch das geniale Nikon 6.3/800 mm und ist sogar dem Canon 200-800 mm Zoom im Vorteil. 

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:8.0
– Gewicht 2780g
– nur bis 600 oder 700 mm richtig brillant
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern

– nur Griff umständlich zu entfernen, Schelle nicht
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– Abbildungsmaßstab variiert sehr je nach Brennweite
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige, schwere Sonnenblende – nicht einbebaut und ausziehbar
– 95 mm Filtergewinde
– weiße Ausführung
– 3000€ teuer

LICHT
+ ideal für Vollformat
+ Innenzoom-Konstruktion
+ sehr schnelle und leichte Brennweitenveränderung
+ endlich ein Bereich von 400-800 mm (oder 600-1200 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm
+ echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen
+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ****

Ihr lest, ich bin nicht komplett zufrieden oder sogar häufig eher unzufrieden mit dem Sony 400-800 mm. Konstruktion und vor allem Sonnenblende sind deutlich zu schwer geraten, um mir zu gefallen. Und auch sonst zeigt es viele kleine Mängel. Ich habe mir wie immer ein besseres Exemplar ausgesucht, optisch besser wird es also nicht. Ich vermute ich werde es nicht auf Dauer behalten, aus der Traum mit Sony Supertele-Aufnamen zu fertigen.
Wie ich schon öfter feststellte, hat Nikon als einziger bei 800 mm alles richtig gemacht; relativ leicht und noch handlich, beste Abbildungsleistung, schneller AF, schwarz und robust. Und wenn Motive weit entfernt sind, brauchen wir wahrlich kein Zoom.
Ich kaufe mir wohl lieber doch endlich das 2.8/300 mm, das ist dann wirklich ein G-Master.

Das Canon 6.3-9.0/200-800 mm IS USM hat aber nicht weniger Schattenseiten:

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:9.0
– Gewicht 2050g
– keine Innenfokus-Konstruktion
– keine L-Konstruktion
– Artefakte/Ringe der gepressten Asphären, besondern beim Abblenden
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern
– kein echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen! (programmierbar auf Einstellring ganz hinten!)
– Zoom-Weg relativ lang und etwas langsamer durch mehrmaliges Umgreifen

– Stativgondel nicht zu entfernen
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– kein IS-Schalter mehr
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige Sonnenblende ET-101 vom 11/800 mm
– 95 mm Filtergewinde
– 2500€ teuer

LICHT
+ fast ideal für Vollformat
+ endlich ein Bereich von 200-800 mm (oder 360-1280 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm

+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ***

 

 

Mein Olympus 150-400 mm habe ich seit gut einem Jahr immer bei mir, ich sehe da noch keine Gefahr. Erst wenn Canon bessere, schnellere Sensoren anbietet, könnte meine OM-1 ins rutschen kommen.
Eine R7 ist meiner OM-1 bei Sensor und Prozessor noch keineswegs ebenbürtig, allenfalls die R3/R5II. Trotz des kleinen MFT-Sensors sind mit der hohen Lichtstärke f:4.5 in der Praxis nie Nachteile zum Vollformat erkennbar und f:4.5 reicht mir oft noch nicht um schnelle Zeiten mit maximal 1600 ISO zu verbinden – das gelingt dann mit diesem Canon 200-800 mm erst recht schwierig. Denn entgegen allen Marktschreiern, müssen auch Canon-Kameras bisher bei 6400 ISO und spätestens 10.000 ISO eingefangen werden und außer bei der R3 kommt immer ein starker Rolling Shutter dazu. Einzige Ausnahme jetzt die R5II!
Der Preis 2500€ ist heiß und eindeutig eine Kampfansage an OMS, Fujifilm und Sony.
Ich lese überall das Feixen von Canon-Jüngern, die jetzt OMS eine lange Nase zeigen wollen, weil sie ja viel billiger an ihre Fotos kommen. Beim Rechnen sind die allerdings meist schwach. Um sich an die Leistung einer OM-1 mit 4.5/150-400 mm TC anzunähern, braucht es bei Canon mindestens die R5II oder R3 plus dieses Zoom – also 7500-8500€. Dafür bekommen Ihr eine ausgewachsene Kamera mit guten Features und ein Amateur-Super-Tele der Lichtstärke f:9! Ich finde daher weiterhin das Angebot von OMS fairer, Profi-Kamera, mit vielen Sonderfunktionen und Profi-Objektiv, dass seine Baulänge immer behält (31 cm) und von Hand gefertigt ist und noch einen Schärfe- und Brillanz-Gegner unter allen Tele-Zooms des Weltmarktes sucht!
Vergessen wird auch der 1.25x Konverter der eingebaut ist und ein 5.6/1000 mm ergibt. Also in der Praxis kann Canon da erst punkten wenn eine Stacked R7II erscheint, die viel leistungsfähiger ist oder die R5II Wünsche erfüllt.
Mal abwarten wie bald Sony und auch Nikon darauf reagieren! Oder Tamron könnte ja auch ein 200-800 mm bringen.
Mein Tipp für Canon Super-Tele-Fotografie:

Bei Canon das 7.1/100-500 mm mit der R5II kaufen und vielleicht auf eine schnelle R7II hoffen, als dieses 200-800 mm Tele-Zoom. Wer noch mehr braucht, kauft sich den sehr guten TC14 Konverter dazu, auch wenn das nervig ist, weil das 100-500 mm nicht mehr komplett zurückgezoomt werden kann und immer lang bleibt – das ergibt ein: 10/220-1120 mm mit schnellerem AF und besserem Gehäuse bei weniger Gewicht (1600g!).
Das 11/800 mm mit nur 1280g lohnt sich auch weiterhin bei gutem Licht! Leichter und schneller kann man mit keinem Super-Tele sein!

Das man keinen breiten Scharfstellring vorne am Objektiv hat, geht für die meisten gar nicht, ganz egal wie gut der AF-C inzwischen meistens funktioniert! Und dass man mit dem schmalen Ring ganz hinten fokussieren kann, den man kaum mit den Fingern erreicht, ist ein konstruktives Unding!
Auch das die nicht selten unerwünschte Stativgondel nicht entfernt werden kann – ist kaum zu verzeihen. Das Objektiv würde ohne vermutlich gut 250g leichter.
Die Schärfe ist da, doch der Microkontrast und die Detailzeichnung sinken ab 600 mm. Der Einsatz von Konvertern kann also nur Notbehelf bei sehr kontrastreichen Motiven bei bestem Licht sein!
Es ist nicht wirklich schnell beim Einstellen der Brennweite, denn es braucht fast 180° Drehung um von 200 auf 800 mm zu wechseln – das ist im Vergleich zu Nikon, Olympus, Sony sehr viel, die kommen meist mit 90° Drehung und weniger aus. Das macht uns erheblich schneller beim anpassen an das Motiv!
Also Kauftipp?
Ja für Vollformat, eher nein für Halbformat aber in beiden Fällen immer mit erheblichen Einschränkungen beim Komfort und Bedienung.
Ich nutzte trotzdem viel lieber mein Olympus 4.5/150-400 mm an der OM-1 und auch das Nikon Z 6.3/180-600 mm an der Z9!

Der Kampf zwischen Vollformat und dem spiegelfrei-Erfinder MFT geht jetzt in die nächste Runde, bei Allen SWW und WW Objektiven liegen die meisten Vorteile schon beim VF und jetzt schicken sich auch die Super-Tele an. Nur beim Macro sieht VF keinen Stich und auf Reisen ist jede VF-Kamera praktisch immer unterlegen.
1.8/8 mm – 4.0/8-25 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/12-40 mm – 2.8/40-150 mm oder noch kleiner oder lichtstärkere Festbrennweiten sprechen da eine klare Sprache Zugunsten MFT.

Canon hat als erster begonnen microFourThirds vom Vollformat-Tele-Bereich aus zu torpedieren. Nachdem das vorher Fuji vergeblich versucht hatte (mit 8.0/140-600 mm) hat Canon erst  11/800 mm, 11/600 mm und dann ein 9.0/200-800 mm speziell gegen die Daseinsberechtigung von MFT platziert.
Jetzt kommt Sony und bald sicher auch Tamron und vielleicht auch Sigma und Nikon mit Zoom-Objektiven die bis 800 mm am Vollformat erreichen.
Doch wir sollten vor unserer Trennung oder Missachtung von MFT beachten: Ein Zoom-Objektiv besteht aus weit mehr als aus Brennweite und Lichtstärke!
Wer die Gelegenheit hat, ein 4.5/150-400 mm auf den Naturfoto-Festivals in die Hand zu nehmen, sollte dies tun. Ja es ist mit rund 7500€ sehr kostspielig, fast der dreifache Preis des Canon 9/200-800 mm.
Aber es ist auch ein Ausnahmezoom und das Canon ist nicht einmal eine L-Konstruktion.
Vorteile Olympus:
+ eingebauter Konverter

Ich würde an Stelle von OMD eine günstiger Version ohne zuschaltbarem Konverter anbieten, die braucht nicht mehr als 4000€ zu kosten. Oder ich würde das Zoom bei gleicher Qualität in ein 4.5/150-400 x TC1.5 – also ein 5.0/225-900 mm – das dem Bildwinkel eines 450-1800 mm entspricht.
Aber der Vergleich zwischen Olympus 4.5/150-400 mm und Canon 9/200-800 mm ist total unfair – Canon kann da in keiner Disziplin, außßsser beim Preis mithalten. Vergleichbar ist das Canon nur mit dem Olympus 6.3/100-400 mm IS II und das ist 800g leichter und kostet 1100€ weniger. Und es ist erheblich kompakter.

 

Sony ist fast immer der erste, der mit leichteren Neu-Konstruktionen an den Markt tritt. Hier wär mal Canon der Herausforderer und bekommt dann auch jetzt den kompletten Arschtritt. Im Vergleich verliert das Canon 9/200-800 mm (außer bei Brennweitenbereich) praktisch in jedem Punkt. Bei Canon wird man immer auf 5 stelligen Kosten durch PRO-Zooms angewiesen sein.
Allenfalls das neue Sigma 4.0/300-600 mm könnte interessanter sein, aber es ist sehr schwer.
Nur, welche Sony Kamera kaufen? Für Normal-Fotografen ist alles vorhanden, aber wer es sehr schnell will wird einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Alternativ können nur die Sony-Objektive auf die besseren und preiswerteren Nikon-Kameras adaptiert werden.
Außer Sony A1, A1II, A9III ist keine schnelle Kamera verfügbar.

Es geht ja doch:
SIGMA stellt ein 4.0/300-600 mm OS Sports vor!

LICHT – Sigma 4.0/300-800 mm:



+ Innenzoom
+ 1.4x TC nur von Sigma für L-Anschluß
+ gut sitzende Sonnenblende
+ abschraubbarer Handgriff
+ mit 7.500€ noch moderater Preis
+ Arca-Swiss-Führung im Fuß eingebaut

+ AF-Stopp-Tasten
+ Gurtbefestigung
+ sehr gute Abdichtung

SCHATTEN:
– schwer und dick, wie gewohnt sehr unhandlich
– Bildstabilisierung bisher nur an A1II und A9III
– langsame, schwergängige Änderung des Brennweitenbereichs
– sehr kopflastig
– etwas kleiner Bereich, 300-800 mm oder 200-800 mm wären willkommener

SPAßFAKTOR: von (******). **

Doch bei aller Freude, haben sie es beim Gewicht auch etwas zu gut gemeint, knapp 4 Kilo ist tatsächlich heftig.
Aber es stimmt eben auch, ein solches Objektiv gab es bisher nie (es gab ein Pentax 5.6/250-600 mm und ein Sigma 5.6/300-800 mm, die jeweils schwerer waren) und auch die 4.0/200-400 mm xTC14 wogen knapp 4 Kilo und hatten den aufwendigen, internen Konverter um auf 560 mm zu kommen. Von denen möchte ich heute schon längst keins mehr haben. Ich besass das Canon und bin froh, das ich es für gutes Geld los wurde.
Bei 3 kg muß man schon ganz schön schleppen und es ist fast nur gut nutzbar, wenn man sein Auto motivnah parken kann, bei 4 kg ist es noch heftiger.
Trotzdem bei einem Preis um 7.000€ reizt es schon sehr. Das ist allerdings etwas heftig, 1000€ Aufschlag zur USofT (United States of Trump).
Bei 300 mm wird es abgesehen vom Sony 2.8/300 mm Spitzenklasse sein, aber schon die MTFs verraten, das es bei mehr Brennweite wie 500mm bis 600mm Auflösung verliert. Deshalb vermute ich, es wird sich kaum mit Nikon, Sony oder Canon 4.0/600 mm Festbrennweiten messen können und die sind rund 1 Kilo leichter.
Es wird für L-Bajonett angeboten, doch bisher gibt es keine schnelle Kamera mit Stacked-Sensor! Immerhin passen dann 2 Sigma Konverter.
Es wird auch für Sony angeboten, aber dann sind alle Konverter tabu – bzw passen weder Sigma noch Sony Konverter.

 

25. November 2018
Diese Woche – Kataloge – Testurteile – Stative

Was passiert sonst noch?
KATALOG-Sterben
Nach dem OTTO-Versand seine Gesamtkatalog-Produktion jetzt zum letzten Male fertigt, scheint sich auch der Brenner-Versand (Alles-Foto) dazu entschlossen zu haben, seine bisher sehr guten Brenner-Foto Gesamtkatalog einzufrieren.
Der war zwar nie wirklich fehlerfrei, bot nie alle wichtigen Daten und war zuletzt immer stärker durch Werbung und Sponsoring durchsetzt. Doch wurde immerhin der kompletteste Überblick für Fotogerät und Zubehör weltweit geboten.
Damit scheint jetzt Schluß zu sein, zum ersten Male wurden auf der Photokina keine Komplettkataloge mehr ausgegeben. Anstatt dessen gibt es jetzt von Brenner B.I.G. Zubehör-Kataloge und einen stark gekürzten Gesamtkatalog.
Immerhin jetzt bunt und im Lifestyle-Look. Von ehemals 324 Seiten blieben aber nur 164 Seiten PDF-Datei übrig. Sehr bedauerlich – aber alles muss irgendwann enden.
Immerhin hat die Foto-Profi-Apotheke CALUMET die Lücke erkannt und baut seinen eigenen Katalog CalumetFocus auf 84 Seiten aus.
EnjoyYourCamera aus Hannover haben bisher auch umfangreiche Kataloge heraus gegeben, aktuell kann ich leider keinen finden. Der letzte ist von 2016 und auf der Messe gab es eine abgespeckte Version.
Also auch da gibt es Überblick, was die Fotofirmen überhaupt noch liefern – denn dazu ist ja kein Handel mehr im Stande und das Internet in komprimierter Form schon gar nicht. Bald wird uns die China-Schwemme voll gänzlich gestrandet an Smartphone-Inseln aussetzen. Von dem Fotoangebot ausgesuchter Hersteller bleibt immer weniger übrig. Heute ist alles wie in der Auto- und PC-Branche – sehr viele Anbieter – aber letztlich immer weniger Produzenten, die ihre Teile an alle Verkaufen oder bestenfalls Auftragsfestigungen übernehmen.

Was ist noch passiert?
Ich wollte mich vom Fujifilm XF-System trennen.
Trotz sehr guten Objektiven wie 1.4/23 mm – 1.2/56 mm – 2.0/90 mm – 2.8/50-140 mm – 5.6/100-400 mm sind mir die Entscheidungen von Fuji in den letzten 2 Jahren auf den Geist gegangen. Erst eine X-H1 für den Videofilmer, immerhin mit IBIS, aber ohne neuen Akku und neuen Sensor – aber mit dem leisesten, angenehmsten mechanischen Verschluss aller Zeiten. Der ist so leise, dass man die elektronische, lautlose Auslösung kaum je vermisst. Der Auslöser endlich vor der Kamera, aber auch schwer und größer. Dann eine X-T3 wie gehabt, ohne Bildstabs, mit altem Akku, schwächeren Leistungen im High-ISO-Bereich, besondere Filmfunktionen, verbesserter Sucher und sauschnell. Ich bekam jetzt eine X-H1 so günstige, dass ich nicht neun sagen konnte – also bleibt Fujifilm noch eine Weile.
Entscheidend ist aber jetzt, dass sie Objektive verbessern, dass das avisierte 4.0/16-80 mm ein Knüller wird und mehr Teller kommen.

Das FotoMag setzt dem Faß wieder eine Krone auf, da werden im aktuellen Heft die neuen spiegelfreien Vollformat-Kameras verglichen:

Meine Wertung jeweils in ROT – FotoMag in schwarz – ich behalte mal die langweilige %-Wertung bei
und werte so, dass die derzeit beste Kamera auch volle 100% für den Teilbereich bekommt!

…………………..BildQualität………………..Schnelligkeit………………Ausstattung………………Bedienung:

Canon EOS R …87%  80%…………….95%  80%………………..94%  80%………………..80%  60%
Leica SL ……….80% 70%…………….96%  82%………………..84%  80%………………..85%  30%
Nikon Z7
……….87% 88%…………….91%  82%………………..98%  90%………………..85%  85%
Sony A 7III …… 85% 85%…………….98%  80%………………..93%  80%………………..85%  70%
Sony A 7RIII……90% 90%…………….95%  90%………………..96%  95%………………..85%  75%
Sony Alpha 9… 85% 85%……………100%  100%………………95%  95%………………..85%  80%

Rangfolge: 1. Sony Alpha 9 – Sony Alpha 7RIII = nicht annähernd perfekt, aber klar überlegen
Rangfolge 2: Nikon Z7 = für langsame, ruhige Fotografie brauchbar
Rangfolge 3: Sony Alpha 7III = für Blinde brauchbar
Rangfolge 4: Canon EOS R = brauchbar
Peinlich: Leica SL

 

Stative sind IN
Wie kann die Weltfirma Vitec – die so viele Stativ, Taschen und Zubehör-Hersteller, unter sich vereint hat, es Manfrotto nur durchgehen lassen eine neue große Stativserie “BE FREE” zu nennen?
Letztlich sollte doch jedem Fotografen, Filmer, Vlogger klar sein – das so ein dreifüßiges Ding allenfalls “BE SLAVE” heißen kann.
Also im Ernst, von was befreit einen ein Stativ, bestenfalls von Gewicht und Verwacklung, von verwackelten Fotos, verzitterten Filmen – aber in Wahrheit macht es einen zum Sklaven – denn man braucht immer diese zusätzlichen drei Beine und kann sich nicht mehr frei bewegen.
So ist meine Einstellung, seit es große Lichtstärken und vor allem seit es Bildstabilisatoren gibt. Was auch immer ich halten kann, nutze ich freihändig ohne Stativ. Trotzdem gibt es zahlreiche Foto und vor allem Filmprojekte, bei denen ein Stativ allerdings unverzichtbar ist.
Ich nutze ein Berlebach Holz-Stativ um Objektive auf gleichem Niveau zu testen – dazu nutze ich es ohne Stativkopf und auf geeignetem Untergrund. Ich nutze ein Cullmann Magic ab und zu auf Reisen oder für bestimmte Bildideen, es ist sehr schlank, nicht sehr hoch – aber es liefert oft umverwackelte Fotos und ist sehr schnell aufgebaut und transportabel wie kein Zweites dieser Höhe.
Alle anderen Stative von Manfrotto, Gitzo, Bilora, Vanguard, Sirui, Vinten, Linhof und Co habe ich schon gehabt und auch wieder verkauft.
Aktuell bestand wieder einmal die Notwendigkeit für ein Studiostativ und für eins, dass sich wirklich schnell und bombenfest aufbauen lassen soll und auch schwere Gewichte sicher über den ganzen Tag halten kann.
Also mit den Anforderungen kauft man kein Stativ aus Carbon – sondern nur Aluminium oder Holz.
Denn Carbon ist nicht perfekt verwindungssteif, Carbonrohre können nicht wirklich lang und trotzdem fest hergestellt werden und brauchen oft 3 Auszüge oder erreichen eben nicht die gewünschte Höhe mit 2 Auszügen. Deshalb ist das leichtere Carbon keineswegs immer ideal für Stative und die 300-400g Gewichtsersparnis, sind allenfalls auf Reisen und Geländewanderungen wertvoll – sonst nicht.
Also, auch wenn ich schon viele Carbonstative besprochen und von Anfang an verwendet habe – Carbon scheidet diesmal als unzweckmässig aus.
Holz habe ich und Holz führt zu sehr voluminösen, mächtigen und schweren Stativen, deshalb ist es für meine Vorhaben auch nicht perfekt.
Bleibt nur Aluminium – kalt im Winter, unter Umständen laut, aber kaum kaputt zu bekommen.

Bald mehr zu meiner neuen Stativ-Auswahl für Super-Tele Aufnahmen und für Reisen.

 

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21. November 2018
Objektiv Zukunft spiegelfrei

Roadmap – wo geht es hin im Objektivbau?
Nikon hat erstmals auf der Photokina eine Objektiv-Roadmap vorgelegt, wie es andere Hersteller (Fujifilm, Leica, Pentax) schon länger praktizieren – das ist für das neue Z-Objektivbajonett auch dringend geboten. Nur so haben Einsteiger und Aufsteiger eine Aussicht was sie erwartet, was in den kommenden 2 Jahren geplant ist.
Bei Nikon liest sich das nur nicht besonders innovativ, Nikon bleibt den Traditionen verpflichtet – es kommt eine f:1.8 Baureihe fester Brennweiten (wie es sie schon gab, nur optisch besser) und die gut bekannten Zooms mit f:2.8.

Irgendwie müssen sich die Hersteller gegen die Sigma Flut aus f:1.4 Art-Objektiven wehren und dem eigene Ideen dagegen setzen.

Nikon hat damit auch seine Strategie verraten, was kommt ist bekannt und sogar weiterhin absehbar.
2.8/14-24 mm – 4.0/14-30 mm – 2.8/70-200 mm sind gut aber nicht wirklich innovativ. Die 1.8er Festbrennweiten sollen sicher das bezahlbare Ende sein: 20 mm – 24 mm – 35 mm – 50 mm – 85 mm – das ist geschickt und macht Sinn, wenn hohe optische Leistungsfähigkeit daraus resultiert. Die Objektive bleiben damit kompakt und f:1.8 erlaubt deutlich kompaktere und leichtere Bauweise als die 1.4 Boliden von Sigma. Eine Reihe mit f:1.2 scheint mir nicht ausgeschlossen – da Nikon ja auch auf besonders lichtstarke Objektive für das Z-Bajonett hinaus will und ein 0,95/58 mm Noct manuell angekündigt hat.
Doch die Schattenseite ist, was würde ich davon kaufen? Allenfalls ein 1.8/20 mm oder 1.8/24 mm und wieder notgedrungen ein 2.8/14-24 mm – wenn kein 4.0/12-24 mm angeboten wird. Für mich ist das alles eben auch langweilig.

Lichtstärke:
Neue Rekorde wie Festbrennweiten mit f:1.2 und Zooms mit f:1.8 & f:2.0 sind eben nur Rekorde. Canon und Leica waren die ersten bei den festbrennweiten und Sigma hält mit aufregenden Zoom Konstruktionen dagegen (1.8/18-35 mm – 1.8/50-100 mm – 2.0/24-35 mm).
Die microFourThirds Systeme wehren sich mit f:1.2 Festbrennweiten (1.2/12 mm – 1.2/17 mm – 1.2/42,4 mm – 1.2/45 mm – 1.8/8 mm Fisheye) und demnächst mit einem f:1.7/10-25 mm Zoom. Dazu kommen Voigtländer f:1.2 Konstruktionen und unzählige chinesische manuelle Objektive mit verrückten Lichtstärken. Nur Tamron und Pentax halten sich auffällig zurück.
Sind diese Objektive denn auch praktisch?
Dicke, schwere und unhandliche Objektive sind nie praktisch. Und es ist zwar wunderbar, wenn der Sensor-basierte AF dann endlich mal präzise und schnell genug wird, um auch bei offener Blende die Details im Motiv auch zuverlässig zu treffen – doch wann braucht man das?
Die Sensoren haben alle Grenzen gesprengt, 1600 ISO bei 50 MP, 6400 ISO bei 42 MP und 12.800 ISO bei 24 MP liefern heute auf Kleinbildformat professionelle BQ wie sie noch nie zuvor erreicht wurde. Und es wird weitere Verbesserungen geben.
Was sollen wir dann mit f:1.2 FB und f:2.0 Zooms? Noch geringere Schärfentiefe als bisher schon? Das ist für wenige Motive und Lichtsituationen brauchbar oder auch nur sinnvoll. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe diese Objektive immer geliebt, doch wie oft kann ich so viel Lichtstärke (außer bei meinen bewegten Tierfaufnahmen und selbst da wäre mehr Schärfentiefe oft besser) einsetzen? Vermutlich wird auch ein eingebauter Graufilter bald in den Kameras realisiert werden müssen oder eben noch viel kürzere Zeiten durch einen voll elektronischen Verschluß oder eine teilweise und unterschiedliche Belichtung auf dem Bildformat. Aber noch ist das Zukunft und nein, es macht keineswegs jedes Bild „besser“ – vergrößerte Schärfentiefe ist meistens ein Gewinn im Bild.
Deswegen frage ich nach dem Nutzen der hochlichtstarken Objektive – ich denke der einzige Sinn besteht darin, zu zeigen was man kann und den Menschen das Geld zu entlocken. Das kann aber auch gewaltig ins Auge gehen, wenn die Konstruktionen so groß und gewaltig werden wie 4.0/11-24 mm oder 2.0/28-70 mm von Canon oder 1.8/14 mm – 1.4/20 mm – 1.4/85 mm von Sigma.

Ich denke – bisher ist die höchste Lichtstärke fast nur bei kleineren Sensoren wie mFT und Halbformat besonders wichtig und sinnvoll. Vor allem bei mFT wird damit stärkeres Bildrauschen vermieden und auch eine kurze Schärfentiefen-Zone erreicht. Aber diese Systeme wurden entwickelt um handlicher, leichter-kompakter zu sein und das sollten die Hersteller und Anwender nie vergessen.

Vollformat muß sich heute gegen Mittelformat und vor allem gegen die kleineren Sensorformate behaupten – ganz abgesehen von Smartphones.

Was wird CANON machen?
Canon trat mit drei ungewöhnlichen und einem bekannten Zoom für das neue RF-Bajonett an.
Ein 2.0/28-70 mm hat sicher keiner erwartet und ein 1.2/50 mm plus 1.8/35 mm Macro (1:2) zum Start auch nicht unbedingt.
Canon war immer innovativ im Objektivbau und heute müssen sie sich gegen Sigma, Tamron und alle anderen Kamera-Anbieter verteidigen und letztlich noch innovativer sein. Das zeigen Konstruktionen wie: T-SE 4.0/17 mm – 4.0/8-15 mm Fisheye – 4.0/11-24 mm – 2.8/65 mm Lupe – 4.0/400 mm DO – 5.6/35-350 mm – 4.0/200-400 mm x1.4x IS – die anschließend erst von anderen Anbietern realisiert wurden.

Canon kann auch jetzt seine Nachteile beim Sensor- und Kamera-Bau, durch innovative Objektive teilweise wett machen und das Interesse auf sich ziehen.

Canons Stärke liegt im Weitwinkelbereich, da schafft bisher kaum ein anderer Anbieter so gute BQ wie Canon.
Ich denke diese 3 innovativen RF-Objektive könnten neue Reihen eröffnen:
2.0/16-32 mm und 2.0/70-140 mm sowie weitere 1.2/24 mm – 1.2/35 mm – 1.2/85 mm sind nicht unwahrscheinlich.
Viele Patente kursieren, auch ein 1.4/14-21 mm und eine Wiederbelebung des Super-Zooms in Form eines 5.6/25-300 mm oder 4.5/30-350 mm sind möglich.
Und ich erwarte 4.0/500 mm und 4.0/600 mm DO Konstruktionen für RF – denn damit kann Canon sowohl mFT, Fuji als auch Sony eins auswichen und setzt sich vielleicht wieder an die Spitze der Super-Tele. DO hat bisher sonst nur Nikon als VC realisiert (4.0/300 mm & 5.6/500 mm).

Lassen wir uns nicht zu sehr von den Lichtstärken blenden – diese Objektive kosten ungeheuer viel und sind fett – wie das 2.0/28-70 mm L für 3.300€ (1430g) deutlich zeigt. Außerdem verzichtet Canon da wegen der komplexen Konstruktion auf den IS und wir müßten warten ob sich Canon nicht doch endlich mal zu IBIS entschließt – aber es sieht nicht danach aus. Der praktische Nutzen ohne Stativ ist eher gering – zumal jede 1.4/24 mm – 1.4/35 mm – 1.4/85 mm Festbrennweite diese Zooms optisch deutlich in den Schatten stellen wird.
Was sich wieder durchsetzen wird sind 3er Zoom-Reihen wie: 2.8/14-24 mm – 2.8/24-70 mm – 2.8/70-200 mm und 4.0/12-24 mm – 4.0/24-105 mm – 4.0/70-200 mm.

SIGMA?
Spannend wird auch wie Sigma antwortet – sie müssen die Gewichte reduzieren ohne die stabile Bauweise zu deutlich zu gefährden und sie müssen trotzdem weitere Innovationen bringen. Die Alleinstellung ihrer scheinbar beliebten Art-Objektive ist gefährdet, zumal sie in dieser Form an spiegelfreien Kameras keinen Sinn machen. Wie alle anderen auch, muß jetzt auch endlich Sigma bei null wieder anfangen, für kurze Auflagenmaße und größere Bajonett-Durchmesser.
Warum die neue Baureihe 1.4/16 mm – 1.4/30 mm – 1.4/56 mm von Sigma als Contemporary und nicht aufgrund der LichtSTÄRKE ART genannt wird – weiß wohl nicht einmal Sigma selbst zu beantworten!
Hingegen die lichtSCHWACHE Baureihe für Halbformat und mFT: 2.8/19 – 2.8/30 mm – 2.8/60 mm – heißt ART und wirklich logisch ist dann auch nicht, das es ein 1.4/30 mm ART gibt.

Ehrlich gesagt, finde ich aus meiner umfangreichen Erfahrung hohe Lichtstärken nur für kleinere Sensoren wichtig, für KB-Vollformat sind mir eine bessere Sensorleistung und IBIS, wie sie Sony und Nikon bieten, erheblich wichtiger. Ich traue Canon viel zu, doch ob ich je wieder mit Canon fotografieren muß um die beste Technik nutzen zu können, scheint mir seit Jahren sehr fraglich.

 

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19. November 2018
Volle Breitseite

es ist wieder unverschämte Hamster-Geizhals-Zeit – alle wollen so viel es geht, für so wenig Kohle wie möglich – da erwacht in jedem Deutschen der Handelskrieger – leider.

Ich finde es da fast schon gemein, über US-Präsis zu schimpfen, wir haben Aldi groß gemacht, alles in Plastik verpackt, das Haltbarkeitsdatum eingeführt, den geilen Geiz erfunden und sind neben der Verschwendungssucht auch noch kauflaunisch, umtauschsüchtig und schnappergeil. Ich bekomme ja keinen Jahresendbonus, mir bleibt also nichts anders übrig als gute Ware zu verkaufen – und verstärkt jetzt, wo die Menschen bereit sind Geld aus zu geben – da mache ich eben genau solche Erfahrungen im Dutzend jeden Tag.

Gestern hat CANON die volle Breitseite bekommen – und das sogar von der Seite, die dem großen Technik/Buch/Alles -Verkäufer gehört – Sie wissen hoffentlich wen ich meine.
Aber es ist sicher alles wieder sehr nett verpackt. Erst wenn man sich die Vergleiche zu anderen aktuellen Kameras aufruft wird offensichtlich, wie weit Canon technisch hinter her hinkt und auch Nikon schneidet nicht so richtig gut ab.

Die Schattenlisten bei Canon EOS R und Nikon Z7 sind länger als die Sonnenliste. Die Z6 wäre als richtiger Konkurrent zu Alpha 7III und EOS R auch nicht besser und wurde noch nicht getestet. Die Nikon Z7 lässt sich in Sachen BQ und Sensor nur mit der Sony Alpha 7RIII vergleichen – das wird gerne durcheinander geschmissen, weil eben die Z6 zu spät in den Handel kommt.

Fairer Vergleich: Canon EOS R gegen Sony Alpha 7III:

Dazwischen klaffen Welten! Ja der Sony Sucher ist mies – das kann Canon viel besser, die Sony-Haptik ist ohne zusätzliche Griff-Verlängerung (100€) oder Akku-Griff (300€) ebenfalls mies – das hat Canon besser hin bekommen. Aber schon bei der Tastenbedienung – dem Bedienlayout enttäuscht Canon sehr – viel mehr als Sony – denn ohne großes Drehrad und Joystick ist die Canon eigentlich keine Canon mehr – will sagen – man müsste sich beim Kauf so sehr umgewöhnen – das man (abgesehen vom Sucher) viel besser gleich die Sony kauft und sich daran gewöhnt!
Das die produzierte Qualität (erster Punkt) so viel besser sein soll, als bei Sony – muß sich in der Praxis erst einmal zeigen – das ist eher ein Canon-Erfahrungsbonus – den ich auch zugunsten Canon geben würde! Das hier die Sucher fast gleich bewertet und der Sony gar minimal besser sein soll – also da waren Blinde am Werk!
Bei allem !!! Anderen dominiert Sony!

Gegen eine Nikon Z7 ist die Sony-Dominanz keineswegs so ausgeprägt – aber ausgerechnet beim AF patzt Nikon sehr – womit sowohl Z6 und Z7 bei mir trotzdem keine Empfehlung bekommen!
Bei der BQ sind sie pari und zocken Canon locker ab. Auch sonst kann Nikon gut mit halten und gewinnt vor Canon und Sony ganz klar in der Bauart und Bedienung – Nikon hat die Fehler von Canon nicht gemacht und bekennt sich sogar zu IBIS – nur den voll beweglichen Monitor müssen sie noch lernen.  Was Nikon fehlt sind Objektive – also erst Z7II und Z6II werden da spannend.

Das ist eigentlich kein fairer Vergleich, da ja eine von Seiten Nikons deutlich höhere Sensorauflösung und ein fast doppelter Preis berücksichtigt werden müssen. Trotzdem gelingt es Nikon nicht, zu Sony auf zu schließen, eine Sony 7RIII kann alles schneller und mit Griffstück auch zufriedenstellend in der Haptik.

Wer sich wirklich etwas zum Jahresende leisten will – weil die Elektroautos sind ja noch nicht so weit, die Elektro-Fahrräder total überteuert, die Fitness-Uhren ausgereizt, Smartphones und Tabletts ja total langweilig – wird es auch bei Fotokameras sehr schwer haben.
Keinesfalls will ich hier in Sony-Euphorie verfallen und ganz klar benennen was sie bei Sony nicht kaufen sollten:
SONY:
Alpha 6000
Alpha 6300
Alpha 7
Alpha 7R
Alpha 7II
Alpha 7RII
Alpha 77II
Auch wenn sie da günstige Angebote finden, Sie werden damit nicht froh und schon in kurzer Zeit bessere Technik haben wollen!
Ich denke den besten Kauf bei Sony kann man derzeit mit folgenden Kameras machen:
1: Sony RX100 VI (nur die! plus Klebe-Griff)
2. Sony Alpha 7RIII
3. Sony Alpha 9
Alles andere gibt es anderswo besser oder stellt kaum zufrieden! Beim Halbformat sonst auf die Alpha 7000 warten, allerdings wird die auch eher teuer (>2000€)

CANON:
Egal zu welchen Preis würde ich heute nicht mehr kaufen:
EOS 5DIII
EOS 5DIV
EOS 1DX
EOS 1DXII
EOS 6D
EOS 6DII
EOS 7D
EOS 7DII
EOS M5 – sowie alle anderen M-Kameras
Bei Canon kann man eine EOS 80D immer noch gut kaufen, auch wenn die 90D im Frühjahr da sein wird.
Eine EOS R mit Bauchschmerzen, wenn man sich umgewöhnen mag und keine schnelle Fotografie betreibt oder einfach neugierig ist auf die neue Technik – aber dann gleich mit 4.0/24-105 mm R IS und Adapter für ein paar alte Objektive die es wert sind (Fragen dazu gerne per E-Mail – die Auflistung wird sonst zu aufwendig).

NIKON:
Schwierig, weil zum richtigen Preis lohnt sich eigentlich immer noch fast jede Nikon…
Nikon DF
Nikon D610
Nikon D800

Nikon D4/D4s
Nikon Serie 1
Selbst D4 & D810 leisten heute noch gute Performance und auch die D3000 und D5000 Baureihen können für preisbewußte Käufer eine gute Wahl sein.
Aber alle anderen aktuellen Nikon Kameras können durchaus zufrieden stellen, vor allem:
Nikon D850
Nikon D500 (bei mir gebraucht zu haben)
Nikon D5
Nikon D750
Nikon D7500

FUJIFILM:
Das ist dieses Jahr wieder eine sehr schwierige Wahl. Jeder der nicht von Mittelformat träumt wird merken, das Fuji-Portfolio ist etwas zerrissen. Ich kann weder X-H1 noch X-T3 uneingeschränkt empfehlen. Die X-H1 ist groß und schwer und haptisch nicht perfekt und die X-T3 hat den schwächeren Sensor im Vergleich zur X-T2 – deshalb lohnt sie sich nur, wenn man nicht ständig über 1600 ISO Empfindlichkeit muss.
Ich würde derzeit nur X-T2 kaufen.
Das neue 4/16-80 mm ist noch nicht verfügbar – das wird der wichtigste Objektivkauf (wenn es denn eine gute Leistung zeigt!). Ansonsten lohnen sich nur wenige Festbrennweiten und 50-140 mm + 100-400 mm zum Kauf.

Zu mFT habe ich so viel geschrieben, das wiederhole ich an dieser Stelle nicht – G9 und E-M1II sind mit entsprechenden Objektiven ein sehr guter Kauf.

 

Jetzt schnell wieder in die Nüsse: (natürlich mit Sony 7RIII und 100-400 mm + 2x)

 

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