Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

11. Oktober 2018
Gedanken-Fetzen Herbst 2018

Mich interessiert wie die zwei neuen Vollformat-Systeme angenommen werden.
Dabei schiele ich nicht auf baldige Verkaufszahlen von internationalen Märkten, oder den Quatsch den ein Online-Händler da sehr verzerrend und immer abrufbar bereit hält – sondern ich will wissen wie das kritischste Käuferpotential darauf reagiert. Deutschland ist schon lange der wichtigste Testmarkt für elektronische Artikel.
Das heißt nicht, das in Asien oder USA nicht vielleicht ein gigantischer Absatz der Produkte möglich wäre – aber die sind nicht so kritisch, nicht so verwöhnt, nicht so sparsam.
Ich habe die letzten Tagen mit einigen unterschiedlich großen Händler gesprochen – mit denen die Canon und Nikon noch gut bestückt im Portfolio haben.
Die unterscheiden sich natürlich von Canon-PRO-Händlern, die ihre Canon Verträge erfüllen müssen und immer positive Stimmung für Canon machen müssen, sonst bleibt die Kasse leer.
Unter dem Strich waren sich fast alle Händler einig
die Canon EOS R ist der Flop schlechthin, die will kaum einer.
die Nikon Z7/Z6 laufen ganz gut bisher, über den Erwartungen.
doch Sony räumt jetzt erst recht ab, 7III, 7RIII, 9 und einige ältere Modelle sind kaum geliefert und schon wieder weg.

Das überrascht selbst mich – wird sich aber vermutlich noch ändern, wenn Canon seine zweite, sehr teure Kamera im Frühjahr präsentiert.
Wobei die dann jenseits 3700€ liegt und naturgemäß keine hohen Verkaufszahlen zaubern wird.

Doch Sony wird bis dahin die Halbformat-Kameras weiter entwickelt haben und preisbewußtere Käufer anlocken, die Canon und Nikon noch gar nicht mit neuer Technik bedienen können.

Farben
Ich lese häufig Werbeaussagen von Kameraherstellern und Meinungen von Berufs- und Hobby-Fotografen welche Kameras die Farben am „Besten“ einfangen. In jüngster Zeit wirbt besonders Canon damit und Canon-Fotografen wollen Canon nicht aufgeben, weil die Farben in fremden Kameras so schlecht wieder gegeben werden.
Für mich klingt das nicht plausibel.
A) sieht jedes Lebewesen und jeder Mensch Farben anders, beurteilt sie anders – Farben entstehen im Gehirn und nicht in Kameras oder auf Monitoren/Fotopapier/Druck.
B) sind Objektive nicht unmaßgeblich für die gelieferten Farben zuständig
C) Farben existieren so gar nicht, sie sind Reflexion und Absorption an ungezählten Oberflächen
D) ich mag es lieber etwas farbenfroher und ich bewerte die Farbigkeit aus Olympus, Nikon und für Portäts von Fuji als weit angenehmer als die blassen Farben von Canon, das rötliche von Panasonic oder das kühlere von Sony.
E) doch wer danach ein Kamerasystem bevorzugt oder andere ablehnt, sollte keine Fremdobjektive verwenden und er kennt sich offensichtlich nicht mit Bildbearbeitung im JPEG oder RAW aus.
F) wer mit RAW fotografiert – für den sind Aussagen zur Farbqualität bestimmter Kameras kompletter Blödsinn – Farben werden nach Wunsch in RAW-Konverter entwickelt.

Fotografie mit Tablet:
Seit Jahren wundere ich mich, dass es Menschen gibt, die mit einem großen 10‘ Tablet vor dem Gesicht Abbildungen machen. Ich habe nie verstanden, was das soll, denn diese Leute haben ja meistens auch ein Smartphone. Bis ich neulich von meinem Vater aufgeklärt wurde… Die Fotos und Farben seinen ja viel besser, viel klarer als von jedem Smartphone oder Kamera. Nein, protestierte ich, die Aufnahmeeinheit in allen Tablets ist viel zu schwach. Was er aber meint wird mir klar, er meint die große, leuchtende Wiedergabe! Ich könnte ihm leicht beweisen, das Smartphone Fotos und noch viel deutlicher Kamerafotos auf dem Tablett noch erheblich besser aussehen, als mit dem Tablett gemachte. Diese Menschen kennen sich einfach nicht mit den Möglichkeiten der Bildübertragung aus oder wollen sich nicht damit beschäftigen. Schade.
Aber das ist das größte Versäumnis der Kamerahersteller, die nie verstanden haben, das Fotos von da sofort leicht u schnell überall hin gesendet u eingestellt werden können sollten. Nur Samsung hatte das verstanden. Shame on you.
Viel wichtiger als GPS und anderen Quatsch brauchen Kameras heute eine integrierte Bildbearbeitung und Sende Einheit.

Marktverteilung von Kameras:
Endlich spricht mal ein Verantwortlicher japanischer Kamerahersteller aus, was wichtig und klar ist: 70% der Kameramarktes sind und bleiben kleineren Sensoren als Vollformat vorbehalten. Allenfalls 30% entfallen vielleicht einmal wieder auf Vollformat. Das liegt an den Preisen und der Grössenverteilung und auch daran, dass für weit mehr als 70% aller Motive ein Vollformat keine Vorteile bringt. Panasonic bekräftig, das mFT immer ihr Hauptmarkt bleiben wird und sie mit Vollformat nur die übrigen 30% bedienen wollen.

Wende?
Sogar die FAZ spricht von einer Wende im Fotokamera-Segment. Das die Messe 2018 wohlmöglich die spannendste Photokina der letzten 20 jahre war, ist auch allenthalben aus prominentem Mund zu lesen.

Auf mich wirkt beides anders.
Die echte Wende war von 10 und vor 8 Jahren als Panasonic mit mFT antrat um den Kameras neue Möglichkeiten bei kompakteren Abmessungen zu schenken. Denn das jetzt nachgeschobene Vollformat von Canon, Nikon und Panasonic/Leica/Sigma wird zunächst einmal kein Foto wesentlich verbessern.
Es macht Kameras zuerst einmal wieder groß, gewichtig und sehr teuer.
Die Photokina war stark verkleinert und voll, für schöne Live-Events war weniger Platz, wirklich sehens- und fotografierens-wert war nur wenig. Was wirklich eine kleine Wende einleiten konnte, wurde zumeist noch gar nicht gezeigt oder in kastrierten, langsamen und unreifen Modellen.
Selbst Nikon kann nicht die selbe Netto-Leistung liefert wie in der D850 – die Z7 kämpft mit Banding und Auflösungsverlusten durch den hinzugefügten Sensor-AF – den die D850 ja nicht hat.
Also die Strategie von Canon mit dem Double-CMOS könnte aufgehen, das könnte für neuentwickelte (!!!) Objektive neben Sony das zukunftsfähigste, schnellste AF-System werden. Könnte, wäre, hätte wenn – alles konjunktiv.
Noch gibt es von den Neuen nichts was man kaufen sollte oder gar müßte.

Panasonics Einstieg ins Vollformat oder immer diese Smartphone-Angst

Wer mit dem Smarty versucht zu fotografieren, tut dies, weil es praktischer ist und man es aus anderen, selbstgemachten Zwängen meistens dabei hat.

Die Angst der Industrie und vieler Fotofans, das Smartys bald verschiedene Kameraklassen verdrängen ist letztlich unbegründet.

Ja, die Telefone sind zum Allrounder in Sachen Kommunikation geworden und haben preiswerte und kompakte Kameras verdrängt. Das war unausweichlich. Kaum jemand schleppt zwei technische Geräte mit, die je rund 200g wiegen.

Die erreichbare Qualität ist gut genug und viele Brennweiten zum Wechseln wurden von den meisten Fotografen noch nie gebraucht. Auch in früheren Jahrzehnten war man nur mit 50 mm oder bestenfalls mit 35 mm und 90 mm unterwegs. Pro Kamera wurden 1,7 Objektive verkauft – das sagt alles. Und erst Zoomobjektive führten viele Menschen an die Möglichkeiten der Brennweiten heran.

Es ist heute nicht zu befürchten, dass Smartphones alle Systemkameras ablösen, noch das ein Megasensor mit 96 MP alle Wechselobjektive und Zooms überflüssig macht. Auch die neue Sorge, dass Smartphones als nächstes mFT und Halbformat überflüssig erscheinen lassen könnten ist unwahrscheinlich. Das sind alles nur Werbescenarien um Leute zu noch größeren Geldausgaben zu locken. Wir reiten auch heute noch auf Pferden, haben mechanische Uhren und machen Feuer.

Die Masse ist nicht interessant, sie hat früher gar nicht fotografiert und knipst heute mit allem was Abbilder liefert. Nur Hobby- und Berufsfotografen sind für Kamerahersteller wichtig. Canon hat mit Einführung der digitalen Vollformat-Kamera aber keinesfalls all denen einen Gefallen getan. Größere Sensoren erfordern immer größere Objektive und schwerere und teurere. Deshalb war Vollformat nie die Antwort für alle Hobby- und Berufsfotografen und wird es auch nie sein.

Heute sind Microfourthirds-Kameras weit über dem Niveau früherer Kleinbildkameras. Bevor ich die einst beliebte Nikon F3/F4 verwende würde ich immer eine mFT-Kamera mit ihren Objektiven vorziehen! Die Unterschiede der Schärfentiefe, Hintergrundauflösung und -Trennung lassen sich durch die große und kompakte Brennweitenauswahl praktisch aufheben. Vorteile wie die des geringeren Bildrauschens und durch größere Dynamik sind für die allermeisten Lichtsituationen und Motive unbedeutend.

Auch wenn meine Vorlieben für Tiermotive und schnelle Bewegungen zu den Ausnahmen gehören, die nach schnellsten Halbformatkameras oder hochauflösendsten Vollformatkameras schreien.

Die Fotohersteller verkaufen dass, was den meisten Gewinn verspricht, das sind meistens Griffe, Objektive und Zubehör. Wenn sie, durch Kameras mit größeren Sensoren als notwendig, die Käufer zur Ausgabe von mehr Geld locken können, dann tun sie dies. Also die Diskussionen um Vollformat sind unsinnig. Wer mit einer mFT nicht sein kreatives Potential ausschöpfen kann, wird es kaum mit Vollformat erreichen. Für mich bleibt offensichtlich, dass Vollformat viel zu teuer wird und nicht im gleichen Maß zu „besseren“ Bildern führt. Auch wenn ich hier aktuell zeige, was mit höher auflösenden Sensoren derzeit am Limit machbar ist.

Panasonic macht trotzdem alles richtig, wenn sie als Erfinder der spiegelfreien Systemkameras alles aus dem mFT Format heraus holen und es mit den besten Objektiven unterstützen und jetzt zusätzlich Vollformat einführen, um mehr Geld zu verdienen und Menschen eine teurere Klasse anzubieten.

Ob das dann ein fotografischer Aufstieg oder ein finanzieller Abstieg ist – muss jeder individuell bewerten. Der Vorsprung und das Potential einer mFT-Kamera vor jedem Smartphone ist so überdeutlich, das sich da niemand verrückt machen sollte. Und der Vorteil von Vollformat zu mFT ist so klein, dass man sich auch da nicht zu viele Gedanken machen sollte.

Fujifilm X-T3
Alles besser mit dem neuen Gehäuse?
Ersten Erfahrungen nach wohl nicht. Die Kamera ist schneller und hat erstmals eine Autofokusgeschwindigkeit, die nicht mehr nachteilig auffällt, schneller anspricht und auch die Gesichts- und Augenerkennung gelingt jetzt deutlich flüssiger. Insgesamt ist das mit den schnellsten Teleobjektiven (50-140 mm – 100-400 mm – 200 mm) noch nicht auf dem Niveau von Sony mit vergleichbaren Objektiven, aber doch vergleichbar gut wie mFT-Kameras und Zoom-Objektive.
Capture ONE arbeitet endlich mit Fuji-RAW-Dateien zusammen, das hatten sich sicher viele RAW-Fotografen gewünscht.
Bis zu 30 Bilder pro Sekunde sind für wenige Sekunden möglich, die Farben sind besonders und für Menschenfotos sehr beliebt. Nur der Akku ist gleich geblieben, der Stromverbrauch der Kamera soll jedoch etwas verringert worden sein – das bleibt leider weiter eine Schwierigkeit für Vielnutzer, man kommt dann kaum ohne 2 Zusatzakkus über den Tag.
Viele kleine Verbesserungen und ein günstigerer Preis (1500€) wirken auch auf alle X-T1 und X-T2 Besitzer verlockend.
Auf der Messe machte das Gehäuse auch auf mich einen sehr guten Eindruck und weckte den Wunsch auf den neuen BSI-Sensor mit schnellerem Prozessor aufzusteigen. Die Aussagen der Fuji-Beschäftigen am Stand bekräftigten bis zu 2 Stufen weniger Bildrauschen – das wäre für mich der wichtigste Faktor, noch geringeres Bildrauschen bei 3200-12.800 ISO.
Kollegen und Labore haben jetzt jedoch heraus gefunden, das die tolle Weiterentwicklung X-T3 auch einen Nachteil hat, sie opfert den bisherigen Kernvorteil von Fujifilm, geringstes, störendes Bildrauschen bei 24 MP Halbformatsensoren. Es wird geschrieben von 1 Stufe Verschlechterung bei 25.000 und 50.000 ISO. In den RAW Bildern ist aber auch schon eine deutliche Verschlechterung bei 3200 und 6400 ISO sichtbar. Diese wirkt dann im JPEG noch stärker.
Der Vorteil der schnelleren Sensorauslesung wird hier mit dem Nachteil höheren Bildrauschens erkämpft.
Das wird sicher 90% aller Fotografen nicht belasten, weil sie kaum jenseits 3200 ISO fotografieren. Für den Tier- und Sport-Fotografen, der einfach schnellste Zeiten braucht und daher auch leicht in den Bereich einer Lichtverstärkung oberhalb von 1600 ISO rutscht ist das ein deutliches Problem. Damit fällt die X-T3 sichtbar hinter die X-T2, X-T1, X-H1, X-Pro2 und Sony Alpha 6500 und Nikon D500, D7500 zurück.

Ich werde noch gezielte Praxisversuche mit dem Gehäuse machen, aber schon jetzt zeigen die abrufbaren Vergleichsdateien, dass die Kamera für mich ein Rückschritt wäre – für meine Tierfotografie ist sie somit unbrauchbar. Und für alle anderen Motive ist meine X-T2 weiterhin gut und schnell genug. Ein wichtiger Punkt ist doch, bei 160-800 ISO sind heute praktisch alle Fotokameras excellent. Da kann sich auch kein Hersteller ernsthaft absetzen, außer mit größeren Sensoren bei nicht gesteigerter Auflösung.
Höhere Auflösung bedeutete häufig, nicht immer Rückschritte beim Bildrauschen. Ein Mittelformat-Sensor mit 50 MP zeigt selbstverständlich rauschärmere Fotos als ein 50 MP Vollformatsensor und erst recht als ein 20 MP MFT-Sensor. Doch wenn ich einen Sensor im Vollformat mit nur 24 MP nutze, schwindet der Vorteil vom Mittelformat. Und wenn die jetzt auf 100 MP aufstocken, sehen auch aktuelle 42 MP-47 MP Vollformat-Kameras wieder gut aus. Jede neue Technologie bringt est einmal neue Nachteile. Nikon zeigt etwas schlechtere Bildergebnisse und stärkere Störungen des 45 MP Sensors an der Z7 gegenüber der D850 und ich bin sicher, dies wird durch die AF-Felder auf den neuen Sensoren (spiegelfrei) auch die kommende Z6 betreffen und sie wird die D750 kaum überbieten können.

Auch die Canon EOS R kann sich mit neuerem 30 MP Sensor nicht von der 2 Jahre alten EOS 5DIV absetzen.
Meine Erkenntnis: Die Sensorentwicklung stockt. Sony gibt den Takt an und hat mit 24 MP und 42 MP erst einmal alle ausgebremst, keiner rauscht vergleichbar wenig und liefert so gute Performance – auch wenn Sony bei der Farbgebung und Dynamik für manche Nutzer kleine Schwächen zeigen und die Nikon D850 derzeit weiterhin als beste Kamera im gesamten Sensor-Ergebnis glänzen darf.

Es gibt da keinen ernsthaften technischen Grund lieber eine 24 MP Kamera zu verwenden, außer dem Preis.

Insgesamt ist das vor allem bei Fuji eine unbefriedigende Entwicklung für mich und Fujifilm wird im Bereich der High-ISO-Fotografie und in der AF-Performance hinter Sony zurückfallen. Es wird noch spannender zu sehen, welchen Sensor Sony für die kommende Alpha „7000“ verwendet und wie er bei höchster Lichtverstärkung reagiert.
Jeder Fortschritt wird von Kompromissen begleitet. Doch ich muß leider auch erkennen, Sony ist mächtig und bestimmt noch alleine wohin die Sensor-Entwicklung geht. Ich vermute und hoffe, dass die kommende Kameragenerationen sichtbar verbesserte Sensoren bekommen – zuerst bei Sony und dann später erst bei anderen Herstellern.

Das ist auch ein Grund, warum ich immer sage, wir sollten die jetzige Kamerageneration weitgehend überspringen. Nur mFT (20 MP) und Nikon DSLR (D850/D5/D500/D7500) und Sony (Alpha 7RIII, Alpha 9), sowie Mittelformat (50 MP) liegen jetzt noch vorne.
Canon bleibt weiter bei allen Kameras im Zugzwang, Nikon muss bei den Z-Kameras Verbesserungen herbei führen, Fujifilm braucht weiterhin technische Optimierungen und mFT bleibt bei 20 MP.
Für mich folgt daraus, wir bewegen uns auf verbessertem Niveau für Filmer, die unbedingt mit Fotokameras filmen wollen (anstatt eine geeignetere Videokamera zu verwenden).

Diese relevanten Kamera-Neuheiten für Wechselobjektive sind 2018 erschienen:
Canon EOS M50 wenn keine Ansprüche an Geschwindigkeit bestehen und es kompakt und Canon sein muss
Canon EOS R wenn man keine EOS 5D hat und den Live-View viel nutzt
Fujifilm X-T100 für Starter die etwas preiswertes suchen und keinen Wert auf schnelle Verarbeitung legen
Fujifilm X-T3 für Videofilmer und normale Fotografen, die keine X-T2 haben
Fujifilm GFX50F wer erstklassige Sensorleistung im kompakten Format braucht und dem Geschwindigkeit nicht wichtig ist
Nikon D3500 für Starter ohne Erfahrungen
Nikon Z6 für Leute mit zu viel Geld, die etwas Neues suchen
Nikon Z7 vielleicht für Nikon-Fans
Panasonic GX9 für alle die eine kompakte Kamera mit schneller Verarbeitung suchen
Pentax K1II für alle, die es schwer und solide lieben und gerne bewußt fotografieren
Sony Alpha 7III für die, denen der Sucher nicht so wichtig ist und die Wert auf sonst gute Performance legen

Aus 11 Kameras ist dann doch die Fujifilm X-T3, die Kamera mit den wenigsten Beschränkungen und den meisten Möglichkeiten zum fairsten Preis. Canon und Nikon werden nur wenige überzeugen, die EOS R könnte man kaufen, wenn man bereit ist die neuen Objektive zu kaufen – die Nikon Z VF-Kameras starten beinahe mit den gleichen Objektiven wie vor 5 Jahren Sony und wiederholt deren Fehler und bietet nichts begehrenswertes. Nur der Sucher liefert eine besonders überzeugende Vorstellung.

Pentax lebt in einer eigenen Welt. Panasonic bietet eine schöne Ergänzung. Sony patzt nur schlimm beim Sucher und setzt weiter den Trend.

Deshalb steht für mich außer Frage, dass auch 2018 kein besonders innovatives oder spannendes Jahr für Kameras war.
Ich persönlich habe aus dem besseren Vorjahr (2017) 3 Kameras in Nutzung und werde aus 2018 keine einzige Kamera kaufen.
Innerhalb des nächsten Jahres müssen vor allem Canon, Nikon und Sony viel bessere, reifere Kameras für High-Speed-Fotografie vorlegen. Panasonic, Leica, Sigma werden dazu stoßen und Olympus muss vom kleineren Sensor noch überzeugendere Foto-Ideen zeugen.
Auf der Olympiade 2020 wird es dann das erste echte Duell um die Gunst der Fotografen und Käufer geben, Canon gegen Sony, Nikon, Panasonic. Canon hat viel zu verlieren und Sony viel zu gewinnen.
Spannend wird, ob Canon mit einer wirklich professionell schnellen EOS R antreten wird, oder nur eine schnellere EOS 1X, oder beides bringt und auch Nikon muss sich zwischen D6 und Z9 entscheiden. Nur bei Sony wird das Angebot mit Alpha 9II, 7SIII und vielleicht auch 7RIV fest stehen.
Und selbst was Samsung und Apple 2018 vorgestellt haben, kann man getrost verschlafen.

Nur bitte nicht missverstehen, ich habe mir Sony nach langem Überlegen geleistet – die Kamera ist als reine Kamera weit weniger logisch und perfekt als eine Panasonic G9, Nikon D850, Fujifilm X-T3 und andere. Ich habe volles Verständnis, für alle, die sich nicht auf das teure Experiment Sony einlassen wollen. Ich werde nicht zum Sony-Fan, aber ich berichte eben weiter aus meiner täglichen Praxis und da spielt Sony jetzt wieder eine deutlich stärkere Rolle als die letzten 5 Jahre und Canon eine schwächere. Gute Fotos kann ich mit allen Marken realisieren.

 

 

Vollformat – was geht?

Hier Sony Vollformat mit 42 MP und 100-400 mm plus 2x Konverter – also 11/800 mm bei offener Blende: (immer die identische Datei mit Ausschnitten)


 

 

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4. Oktober 2018
Sony Tele-Fotografie

Sony Alpha 7R3 mit 5.6/100-400 mm und TC2x Konverter = f:11/800 mm bei ISO 12.800:


Bild Zwei: Extremer Ausschnitt aus Bild eins!

 

Und dann, volles Risiko, trotz wenig Licht, die Zeit auf 1/60 Sekunde reduziert um auf 5000 ISO zu kommen – 800 mm mit IBIS frei Hand:

also wer jetzt noch auf Canon und IS schwört, der macht sich was vor – das leistet Canon einfach mit keinem Sensor und mit keinem 100-400 mm!
Und wenn man einen Blick auf das Bokeh wirft…
Aber wünschenswert ist natürlich trotzdem ein 2.8/400 mm bzw. 5.6/800 mm – damit man nicht schon um 18 Uhr einpacken muss…


Wieder 12.800 ISO plus starker Ausschnitt von 50%

 

4. Oktober 2018
Sparfüchse

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Sony für Sparfüchse?

Manchmal komme ich mir vor, als sammle ich Argumente gegen Sony. Dem ist wirklich nicht so. Aber wenn ich bei Kollegen lese, dass der Austausch eines verkratzen Front-Glas-Elements bei Sony FE-Objektiven locker das 3-fache im Vergleich zu denen bei Canon oder Nikon kostet und generell Sony-Reparaturen deutlich teurer sind – gibt mir das schon zu denken. Auch dass bei Panasonic Frontlinsen (2.8/200 mm) nicht ausgetauscht werden können, ist keinesfalls zu rechtfertigen.
Bei Sony und Panasonic rentieren sich nicht selten Reparaturen erst gar nicht, da ganze Baugruppen ausgetauscht werden müssen – wo bei anderen Herstellern Frontgläser ganz Routinemäßig zum Preis zwischen 150-300€ bei mittleren Linsendurchmessern ausgetauscht werden.

Daraus lässt sich der wichtige Tipp an Sony- Panasonic-Nutzer ableiten – bitte verwendet aufwendige Schutzfilter und immer die Sonnenblende bei den teuren Objektiven – auch wenn erstere die optische Leistung oft deutlich reduzieren – oder behandelt die Objektive wie rohe Eier.

Ich habe es immer wieder vor gerechnet: Eine Kamera gibt es nie zum Schnäppchen-Preis.
Wenn sich der Laie wundert, warum er denn überall bestimmte Marken empfohlen bekommt, im Handel, in Test-Foren, in Zeitschriften und auf allen möglichen Blogs – dann sollte er auch bedenken, dass der Fotohandel am Verkauf von diesen Geräten rund das doppelte verdient, wie an den anderen Herstellern. Und er verkauft natürlich am liebsten das, wo der Verdienst am besten ist. Nur hat der Kunde davon ja herzlich wenig.
Auch die ganzen Meinungen bleiben keineswegs unbeeinflußt von den vielen Sony-Veranstaltungen, Reisen, Gratis-Workshops die Sony das ganze Jahr über durchführt.
Das ist alles nicht neu und hat es so früher von Canon, Nikon und Co auch gegeben – doch derzeit gibt es da ein Ungleichgewicht an Sponsoring…

Auch die Sparfüchse, die sich Sigma und Tamron Objektive leisten, zahlen nicht selten am Ende drauf. Vor allem mit Canon können deutliche AF-Ungenauigkeiten entstehen (mit Nikon weniger!). Dazu kommt, dass diese Hersteller oft alle 3-5 Jahre neue Versionen vorstellen – bei Canon und Nikon dauert es meist 7-10 Jahre.
Der kluge Käufer zahlt einmal einen soliden Preis und braucht sich dann 7-10 Jahre nicht zu sorgen – alle anderen kaufen öfter und zahlen mehr.

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Sparen sollten Sie auch nicht
am Speicher (besser SanDisk oder Lexar),
am Akku – ein billiger Fremdakku kann die ganze Kameraelektronik leicht beschädigen,
nicht an der Tasche, wenn Sie eine Ausrüstung für mehrere 1000€ mit nehmen,

niemals am Objektiv, wenn sie mit Kameras arbeiten wollen, die 20 MP und mehr auflösen,
nur begrenzt am Blitz, die vielen tollen, fiepsenden, chinesischen Blitze tun erst einmal was sie sollen und Blitzen, aber sie können auch ganz leicht die Kameraelektronik schädigen. Das Geld für einen Metz-, Cullmann oder gebrauchten Original-Blitz ist weit besser eingesetzt.

Eine Kamera im Angebot sagt gar nichts über die anfallenden Kosten aus.

Kalkulieren sie eine neue Fotoausrüstung richtig – lassen Sie sich von mir beraten.

Mail an: HarryPX@T-Online.de

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