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Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

15. November 2017
Panasonic 2.8/200 mm OIS Elmarit Teleobjektiv


Es geht schon wieder los…
Ich habe mein Leben lang Objektive wie: 2.8/300 mm – 2.8/400 mm – 4.0/500 mm – 4.0/600 mm und 5.6/800 mm geschleppt und es regt mich tierisch auf, wenn Firmen, Testleute und Einzeller diese dann mit mFT-Objektiven wie 2.8/40-150 mm – 2.8/200 mm – 4.0/300 mm gleichstellen!
Und noch schlimmer, bei Äpfel&Birnen-Vergleichen schreien viele gleich auf – doch hier schreit niemand.
Jüngster Fall: Panasonic Leica 2.8/200 mm OIS
bestimmt ein ambitioniertes Objektiv, das auf einem winzigen Sensor für 20-30 MP erstklassige Auflösung liefern muß. Das ist sehr viel verlangt und Panasonic will sich das mit stolzen 3000€ bezahlen lassen.
Bei Canon und Nikon (180 mm) gibt es diese Objektive noch für unter 1000€ – sie wurden vor 20 Jahren entworfen, sind immer noch gut, aber sicher nicht mehr spitze.
Sie werden heute kaum noch gebraucht und wenig verkauft – genauso wie ein 5.6/400 mm Canon heute überflüssig ist – denn es gibt heute Vario-Zoom-Objektive gleicher Lichtstärke die inzwischen vergleichbar gut und sogar besser abbilden: 2.8/70-200 mm & 5.6/100-400 mm.

Man kann die Panasonic-Leica Neurechnung getrost mit dem alten Canon 2.8/200 mm vergleichen – dann fällt auf:
Canon 1996: 770g – 14 cm lang – 72mm Filter – 1:6.2 Abbildungsmaßstab
Leica 2017: 1250g – 17 cm lang – 77mm Filter – 1:5 Abbildungsmaßstab

Die Neuheit ist nicht nur mehr als 3x so teuer, sie ist fast doppelt so schwer, 3cm länger, dicker, hat OIS-Bildstabilisierung, den etwas besseren Abbildungsmaßstab, zahlreiche Tasten und Stativadapter eingebaut.
Also scheint ein Preis um 1700 – 2000€ gerechtfertigt – zumal ein abgestimmter 1.4x Konverter beiliegt.
Doch es ist entweder extrem irreführend oder besonders dämlich das Leica 2.8/200 mm mit einem Canon 2.8/400 mm zu vergleichen.
Denn dann handelt es sich nicht nur um eine komplett andere Konstruktion, die viel schwerer, länger und kostspieliger sein muss – zumal sie ein 4x größeres Bildformat beliefern muss.

Und wenn ich die Fotos vergleiche, fallen sie komplett anders aus in der Bildwirkung – auch wenn der Bildausschnitt vergleichbar ist. Ein 2.8/200 mm wird niemals ein 2.8/400 mm ersetzen – dieser Vergleich verbietet sich.
Anders herum könnte man das alte Canon 2.8/200 mm an eine Panasonic G9 adaptieren (genauso wie ein Canon/Nikon 4.0/300 mm an mFT) und erhält die exakt gleiche Bildwirkung – aber ein 2.8/400 mm adaptiert liefert ein 2.8/800 mm Bildwirkung – das ist eine ganz andere Bildwelt!

Also bitte nicht für dumm verkaufen lassen, was immer uns Olympus, Panasonic, Leica und irgendwelche Schreiber uns da präsentieren.

Davon abgesehen, sieht man auch mich oft mit mFT Objektiven wie 300 mm und 100-400 mm und zukünftig auch mit dem 200 mm. Ich nutze den Vorteil, der lautlosen, schnellen Fotografie mit größerer Schärfentiefe aus freier Hand – so lange das Licht reichlich vorhanden ist und Nikon noch keine spiegelfreie Halbformatkamera anbietet.
Ich habe aber Objektive wie 2.8/400 mm und 4.0/600 mm schon längst weitgehend aufgegeben, weil sie praktisch fluguntauglich sind, letztlich nicht unempfindlich und man sie zu selten zwingend braucht. Die dicken Teile haben außer dem hohen Gewicht auch weitere Nachteile. Sie sind prima vom Ansitz auf dem dicken Stativ – aber sie wirken auch abschreckend auf Tiere und man muss bei kürzeren Distanzen zwischen 5-10 Meter sowieso häufig abblenden, um einen größeren scharfen Bereich im Bild zu bekommen.
Heutige Kameras liefern bis 6400 ISO hervorragend störungsarme Dateien und stellen so auch schnellste Belichtungszeiten sicher, da sind solche Kanonen immer seltener zwingend notwendig.

Noch unfairer geht es nicht – zu Gunsten von Panasonic!

Das Canon 2.8/400 mm liese sich auch an einer Canon 5DSR auf den gleichen Bildausschnitt (2x) bringen, bei vergleichbarer Auflösung und dann liefert es die Bildwirkung eines 5.6/800 mm!
Das Panasonic liefert die Bildwirkung eines 5.6/200 mm an einer Vollformat-Kamera.

Das finde ich wenig spektakulär.
Ich verstehe auch nicht, warum uns Leica/Panasonic hier nicht ein 2.8/70-200 mm oder gar ein 4.0/50-300 mm liefern – das wäre mal eine Schlagzeile wert.

Wenn Canon und Nikon solche Teleobjektive mit DO/PF Technik liefern, sieht mFT ganz schön alt aus. Mein Nikon 4.0/300 mm PF ist nicht nur erheblich leichter, kürzer, schneller im AF-C sondern auch preiswerter als ein Olympus 4.0/300 mm ProIS.
Sobald Nikon eine D500 ohne Spiegel liefert, brauche ich für die Tele-Fotografie keine mFT-Kamera mehr – denn der Vorteil des größeren, lichtempfindlicheren Sensors überwiegt dann.

Der Bildstabilisator im Objektiv und kombiniert mit den neuesten Kameras ist wichtig und richtig. Nur sollte man nicht vergessen, schnelle Bewegungen brauchen kurze Belichtungszeiten – ein Bildstabilisator hilft dabei gar nichts.
Er sorgt nur für die Ruhe aus der eigenen Hand und aus Fahrzeugen – das Motiv beruhigt er leider noch nicht.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

14. November 2017
Lieblingsfotos – Luchse – Welches Objektiv wurde verwendet?

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

14. November 2017
Kamera Sucher


Kameras ohne Sucher sind wie Malen ohne Pinsel, musizieren ohne Gehör –
im Zeithalter von Smartphones sind Kameras ohne Sucher schlichtweg Unsinn.
Aber bisher kapieren das Canon, Leica und Co noch nicht.
Immerhin gibt es aufsetzbare Sucher, zu extremen Preisen.
Canon wird nicht müde Kameras ohne Sucher anzubieten, nach der M6 wird wohl auch die M50 darauf verzichten. Das soll vielleicht der GoPro Marktanteile wegnehmen.
Vermutlich werden Kameras ohne Sucher irgendwo in Asien oder sonstwo gut verkauft, sonst gäbe es sie nicht – die Welt ist groß.
Nur das sie für Europa beworben und verschifft werden ist überflüssigKleine Seifenstücke die Kameras sein wollen sind unsinnig – da könnte man ja gleich ein Smartphone nehmen.
Eine Kamera braucht ein gewisses Volumen, einen Griff, einen Sucher um überhaupt einem lichtstarken Objektiv oder gar einem Tele gerecht zu werden.
Ob die Kamera dann am Bajonett rund 2 cm dicker wird – ist letztlich bedeutungslos.
Der Vorteil von Kameras ohne Spiegel ist keineswegs ein kompaktes Gehäuse – denn es wird ja durch die Hochleistungsobjektive – die noch länger und schwerer werden – noch mehr gefordert.
Die Vorteile sind die sofortige Bildbeurteilung im Sucher, Bildstabilisierung, Geräuschlosigkeit, Schnelligkeit, Videofunktionen…
Das was uns Firmen wie Olympus, Sony, Leica da anfangs andrehen wollten taugt kaum für kreative Fotografenhände. Von den winzigen Akkus einmal ganz abgesehen.
Canon und Nikon können in der Größe nur überleben, wenn ihre Objektive ohne Adapter weiter voll nutzbar sind.

 

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