Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

12. April 2017
Die nächsten Tests 70-200 mm


Da ich jetzt über die aktuelle Kamera- & Sensor-Technik von Canon, Nikon, Olympus, Panasonic und Fujifilm verfüge, kann ich bei Objektiven wieder vieles ausprobieren.

Zuletzt waren das viele Nikon-Objektive mit einigen neuen Erkenntnissen:
D500 – an der schnellsten und aus meiern Sicht besten heutigen Kamera, mutiert jedes 70-200 mm Objektiv zum 105-280 mm – das klingt verlockender, als es heute ist, viele haben sich längst an die Beherrschung von Bildausschnitten wie sie 400mm bis 600 mm Brennweite bieten,  gewöhnt und ich bin häufig sogar mit 900mm Bildausschnitt unterwegs.

70-200 mm f:4.0 oder 2.8?
Ich finde, dieses Tele-Zoom muß sich unbedingt weiter entwickeln, dringend.
Es braucht entweder mehr Brennweite und weniger Lichtstärke oder eine ganz neue Konstruktion, die zumindest bei 50 mm beginnt.
– 4.0/70-200 mm VR, es reicht nicht nur, es ist sogar sehr gut, sehr scharf, sehr schnell und sehr leicht. Gegen ein 2.8/70-200 mm VR II macht es eine sehr gute Figur und schlägt es in den allermeisten Aufnahmesituationen.
CANON:
4.0/70-200 mm L IS – Baujahr seit: 2006 – Gewicht:  760g – Baulänge: 17,2 cm – Abb.-maßstab: 1:4.8 – Preis: 1150€
2.8/70-200 mm L IS II – Baujahr seit: 2010 – Gewicht:  1490g – Baulänge: 19,9 cm – Abb.-maßstab: 1:4.8 – Preis: 2000€

NIKON:
4.0/70-200 mm ED VR – Baujahr seit: 2012 – Gewicht:  850g – Baulänge: 17,7 cm – Abb.-maßstab: 1:4.0 – Preis: 1200€
2.8/70-200 mm ED FL VR – Baujahr seit: 2016 – Gewicht:  1430g – Baulänge: 20,3 cm – Abb.-maßstab: 1:4.8 – Preis: 2600€

TAMRON:
2.8/70-200 mm  – Baujahr seit: 2016 – Gewicht:  150g – Baulänge: 19,4 cm – Abb.-maßstab: 1:6.1 – Preis: 1600€

Ältere Exemplare würde ich heute (2017-04) weder von Canon und schon gar nicht von Nikon oder gar Tamron kaufen. Auch das aktuelle Sigma würde mich nicht zufrieden stellen.
Beste Wahl:
1. 4.0/70-200 mm Nikon ED VR
2. 2.8/70-200 mm  Nikon ED FL VR
Canon muß hier nach legen, Sigma hat Baujahr 2010, Tamron bleibt beim schwachen Abbildungsmaßstab, Pentax ist schwer und im Nahbereich nicht stark.

 

Etwas anders verhält es sich, wenn ich das neueste 2.8/70-200 mm VR FL mit den beiden 2.8ern vergleiche. Das Neue ist das Nikon Reportage-Tele, das von allen seit den 80iger Jahren das schärfste ist, es bleibt noch leicht, reagiert sehr schnell, hat endlich einen angenehmen Abbildungsmaßstab und ist sogar, je nach Exemplar etwas schärfer bei f:2.8/200 mm als der bisherige Champion Canon 2.8/70-200 mm L IS II (allerdings ist da ein Nachfolger in Produktion, der die Leistung mechanisch noch einmal neu definieren könnte, wofür Canon ja legendär ist).
Im Vergleich zum 4.0/70-200 mm VR, das jetzt endlich auch ein Fluorit-Element verwendet,  bewegen sich beide Nikkore auf höchstem Niveau ohne wesentliche optische Unterschiede. Nur Gewicht, Baulänge und Preis unterscheiden sich drastisch. Und die Abbildung gelingt im Nahbereich noch etwas größer mit dem lichtschwächeren Zoom.
Jeder muß für sich entscheiden, wie oft und zwingend er f:2.8 bei den Brennweiten wirklich braucht. Ob er kein längeres Tele anschaffen/mitnehmen möchte und nur Konverter einsetzen will.
Ich habe probiert, das 5.6/200-500 mm VR hat mehr Reserven, als jedes 2.8/70-200 mm plus 2.0x Konverter und selbst das 5.6/80-400 mm kann sich gut behaupten.
Wer mehr Tele braucht, kommt an einem zusätzlichen Tele nicht vorbei.
Deshalb wird das 2.8er immer mehr zum Prestige-Objekt und ist immer weniger das unverzichtbare Tele.
Ich wünsche mir nur dringend, das es zusätzlich ein aufgebohrtes Tele-Zoom mit Blende f:4.0 oder 4.5 gibt. Pentax hat ein 4.0/60-250 mm, das kann sicher schärfer und mit besserem Abbildungsmaßstab konstruiert werden. Und die optimale Lösung bleibt ein 4.5/50-300 mm.

Daran ändert auch ein günstiges, neues Tamron 2.8/70-200 mm VC G2 leider nichts – es mag ein günstiger Einstieg sein, kaum teurer als das 4.0/70-200 mm VR – doch es bleibt doppelt so schwer, hat einen schwachen Abbildungsmaßstab und ist deutlich länger und dicker.
Also schwere Entscheidung, gleichzeitig für Canon- und Nikon-Fotografen. Pentax- und Sony-Fans haben leider keine Alternativen.
Sigma und Canon werden als nächste angreifen.
Was haben die anderen?
Pentax bietet ein sehr gutes, sehr stabiles 2.8/70-200 mm – nur der AF bleibt etwas langsamer.
Sony kann auch hier wieder nicht mit Canon oder Nikon mithalten, die Unterschiede sind nicht gewaltig, aber ich würde kein Sony 2.8/70-200 mm GM haben wollen.
Fujifilm hat mit dem 2.8/50-140 mm OIS alles richtig gemacht, es ist schnell und sehr scharf. Preis und Leistung passen.
Olympus stellt mich mit dem 2.8/40-150 mm PRO ohne IS nicht wirklich zufrieden. Hier sind zu viele Kleinigkeiten unschön gelöst und die Hintergrundzeichnung missfällt mir häufig.
Panasonic hat sein 2.8/35-100 mm OIS leider nur geringfügig verbessert, aber es bleibt das klein sie und leichteste professionelle Tele-Zoom.

85 mm – 105 mm

Diese Brennweiten mit hohen Lichtstärken sind für mich die, auf die ich am wenigsten in der Fototasche verzichten möchte. Da heute jedes Taschen-Spielzeug eine brauchbare Knipse hat, aber noch lange keine 85-105 mm Brennweite mit höchster Lichtstärke hat (Apple hat gerade 2.8/64 mm geschafft, lächerlich).

Bei Sigma & Tamron bleibe ich sehr skeptisch, nichts desto trotz, Tamron hat sein G2 erheblich verbessert, der AF ist endlich schneller und es kann sich jetzt auch bei größte Blenderöffnung und 200 mm sehen lassen.
Für rund 1600€ scheint es eine gute und günstige Alternative zu sein. Dennoch würde ich vor dem Kauf derzeit eher auf das Sigma warten (vermutlich Herbst) oder ein gebrauchtes Canon 2.8/70-200 mm L IS II vorziehen.

 

12. April 2017
Nikon D7500 – Enttäuschung


Wie vermutet hat Nikon jetzt seine D7200 renoviert und eine D7500 präsentiert.
Sie übernimmt den Sensor, den schnellen Prozessor, den RGB-Sensor mit verbesserter Gesichtserkennung und den beweglichen Monitor aus der D500. Und sie ergänzt den Blitz und hat einen überarbeiteten Akku. Und Nikon beschreibt und bewirbt sonst fast nur 4K Videoeigenschaften.
Doch anders als von Nikon gewohnt, handelt es sich offenbar um ein Sparmodell, denn das wichtigste, das beste was die D500 bietet, fehlt der D7500 – das beste Autofokus-Modul der Welt.
Damit ist sie für mich selbst als Zweitkamera uninteressant, ich gehe nie wieder zurück!
Ich habe Canon merklich reduziert, denn was der Nikon AF kann, kann keine Canon und bis heute auch nur die D500 und D5.

Deshalb finde ich die D7500 nicht wirklich wichtig, egal wie preiswert sie einmal werden könnte.
Weiterhin ist sie in folgenden Dingen ein Sparmodell:
– nur Klapp-Monitor
– nur ein langsamer SD-Kartenschacht
– geringe Monitor-Auflösung (922.000 Pixel)
Zum verrückten Preis von 1500€!

Vielleicht werden die wesentlichen, schnellen Fotoeigenschaften vernachlässigt, weil so viele nach dem sinnlosen 4K Video schreien. Wenn ich Filmen will, benutze ich eine Videokamera und wenn ich glaube 4K zu brauchen, muß ich mir die schnellsten Programme, die größten Festplatten und den modernsten PC zulegen – nur dann macht das irgendeinen Sinn.
Hier fallen viele junge Leute auf Werbegeschrei herein. Auch 6K gibt es schon und in zwei Jahren 8K – also dann müssen die Trendsetter noch viel, viel Geld ausgeben – für Filmchen die noch nur kurzlebig und schnell konsumiert sind. Das scheint mir so ein Auswuchs der unbedingten, optimierten Selbstdarstellung zu sein. 4K Video ist absolut verzichtbar in Fotokameras.

Ich finde die D7500 ist so bisschen ein Moselpaket, so wie es sonst immer Canon macht, den guten AF bekommen nur die teuren Kameras. Deshalb werde ich mich mit dem Modell nicht länger aufhalten.
Es ist eine kleinere, leichtere Nikon mit sehr gutem Sensor und schnellem Prozessor – für 950€ ist sie ein guter Konkurrent zur Canon EOS 80D, in dem Vergleich hat sie den besseren Sensor, aber Canon punktet mit dem Preis, dem voll beweglichen Monitor mit schnellstem Live-View-AF…
Die D7500 wird bei uns sicher für 1500€ eingeführt und als Kit mit 5.6/18-140 mm auch schon 1850€ kosten. Auch im Kit mit dem sehr guten 2.8-4.0/16-80 mm VR ist sie mit 2500€ extrem teuer. Die Preise werden deutlich nachgeben müssen, aber schon jetzt ist klar, der geringe Aufpreis für die D500, die schon für 1800€ zu haben ist, wird sich schnell auszahlen!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

6. April 2017
Kurioses Foto-Leben



Ich bin vielleicht zu extrem…
doch die Denkweise der Menschen hier regt mich auf, Angst macht manche Zeitgenossen verrückt.

Ich entdeckte heute das ein Schwarm Vögel immer wieder enge Kreise flog, hielt an, brachte die Fujifilm X-T2 und das 100-400 mm mit 1.4x Extender in Fotostellung und lichtete einige Serien ab.
Erst nach nun nach registrierte ich, dass es sich um Tauben handelt, die unterschiedlich große Kreise um ein Gehöft ziehen und ich bemerkte, dass mich eine Frau anschrie…

“Was machen Sie da?”
“Ich mache Fotos von Vögeln, sieht man das nicht?”
“Das dürfen Sie nicht, die Vögel gehören die Nachbarn!”

“Hallo? Es sind Vögel, die sich frei bewegen!”
“Verschwinden Sie, das dürfen Sie nicht, ich schreibe ihr Kennzeichen auf”
“Nur zu, alles was sich frei bewegt ist frei und gehört niemandem, abgesehen davon gehört Menschen sowieso gar nichts auf der Welt!”

Die Tauben beendeten irgendwann ihre Kreise, ich meine Fotos und die Frau bekam sich nicht mehr ein.

Also Menschen gibt es… hat die sicher auch gedacht.
Bei allem Recht und Ordnung, solange ich nicht auf “privatem Grund” stehe, niemanden behindere, belästige und Tiere, die nicht mehr als Sachen gelten, ablichte, lasse ich da nicht mit mir reden.
Es war ein supermotiv um die AF-Verfolgung zu testen – ging gut, Nikon kann es aber zuverlässiger.

 

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