Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

6. April 2017
Fotografieren am Limit


Hier eine Aufnahme die heute in einem kleinen Naturschutzgebiet entstanden ist.
Sieht auf den ersten Blick nach nichts Besonderem aus.
Wer genauer hinschaut, dem fällt vielleicht die ungewöhnliche Wiedergabe der Natur auf, vor allem das glatte Wasser des Sees rechts.
Das ist so mit normalen Fotobedingungen mit Stativ und langer Zeit erreichbar.

Ich habe verwendet:

Panasonic GH5 mit Olympus 4.0/12-100 mm PRO IS und DolDer X-Pro Slim 1000x Neutralgrau (20€ in 72 mm) bei 1.5 Sekunden Belichtung
aber ich habe kein Stativ, keinerlei Auflage oder Unterstützung und keine besondere Atemtechnik verwendet – einfach so frei hand, wie ich immer fotografiere.

Meine Schlussfolgerung, Der Bildstabilisator leistet inzwischen an den neuesten microFourthirds-Kameras mit neuen Objektiven fantastisches.
Das ist mit keinem anderen System freihand möglich.
Besonders ist vielleicht auch, ich habe nicht, wie sonst üblich, den Filter abgeschraubt, gemessen, fokussiert, den Filter aufgeschraubt und gehofft das es klappt.
Nein, ich hatte den 1000x Filter die ganze Zeit auf der Kamera und ich habe mit AF gearbeitet.

Hier habe ich bewußt verrissen um mal zu schauen, welcher Effekt dabei heraus kommt…

und hier mit 1,3 Sekunden Belichtungszeit bei 100 mm Brennweite = 200 mm Bildausschnitt bezogen auf KB.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

28. März 2017
Foto-Wissen: Status-Quo


Scharfes Foto – Canon EOS 7D2 mit 2,8/300 mm + 2x Extender – 1600 ISO – 960 mm Bildausschnitt = freihand

FÜR FOTOS mit BISS –
MERKsätze für digitale Fotografie: (bearbeitet- März 2016)

Das beste System bleibt das, welches die besten Objektive anbietet und mit dem Sie am besten zurecht kommen!

Hohe Lichtstärken wie f:0,95 – f:1.2 – f: 1.4 – f:1,7 – f:2.0 – f:2.8
brauchen wir nur dringend, wenn wir bei schlechten Lichtverhälnisssen fotografieren müssen –
außerdem werden sie sehr gerne bei mittleren Brennweiten zur perfekten Auflösung des Hintergrunds bei Porträts verwendet. Bei Weitwinkelfestbrennweiten machen diese hohen Lichtstärken nur begrenzt Sinn.

Abbildungsqualität und Sensor-Leistung:
Vollformat bringt nur dann sichtbar bessere Bildergebnisse, wenn bei weniger Licht mit höheren ISO-Empfindlichkeiten ab 800-6400 ISO gearbeitet wird mit einem geringer auflösendem Sensor. Bei 100, 200 und meist auch bei 400 ISO liefern Kameras mit gleich guten Objektiven in APS-C und Vollformat und sogar in mFT auch bei 100% Betrachtung keine signifikanten Unterschiede. Die Vorteile eines größeren Sensors sind schlichtweg allenfalls sichtbar im direkten Vergleich bei ganz kritischen Motiven – sonst nicht.
Für den der hauptsächlich mit wenig Empfindlichkeit im Studio und Landschaften fotografiert, gibt es ausser den Objektiven und dem Handling keinen Grund Vollformat dem APS-C Sensor vorzuziehen.
20 MP oder 24 MP liefern von allen Sensorformaten praktisch gleiche Bildqualität, selbst ein 16-20 MP mFT Sensor zeigt allenfalls einen Hauch schwächere Dynamik und Auflösung. Sie liefern nichts, weswegen man teurere Ausrüstung kaufen und mehr Gewicht tragen muss. Man bezahlt ein sicheres Feeling teuer, wenn man meint, man muss Vollformat haben.
Auch Unterschiede zwischen 20 und 24 MP sind so gering, dass frühestens ein kleiner Vorteil ab 42 MP zu sehen ist. Erst der Unterschied von 22 MP zu 46-51 MP Sensoren fällt ins Auge.
Der wird aber nicht selten mit schwerem Stativ und sicherem Stativ-Kopf und sehr bewusster Arbeitsweise „erkauft“.
Für großzügige Bildausschnitte braucht man sehr viel Auflösung und sehr gute Objektive. Will ich von 51 MP einen Ausschnitt mit Faktor 2x – 100% festlegen, lande ich bei einer 13 MP Datei und selbst bei nur 50% Ausschnitt – was dann meist APS-C entspricht, erhalte ich nur 26 MP Dateien – Allerdings mit dem Bildrauschen eines 51 MP-Sensors, es kann ab 3200 ISO etwas höher ausfallen, als das eines 20-24 MP Sensors von APS-C.
Erst Nikon ändert das jetzt mit der D850 – bei hohen Empfindlichkeiten rauscht die 46 MP Kamera vergleichbar wie eine 20-24 MP Kamera im Halbformat. Nikon hat Canon aus dem Stand überholt.

Der Motiv-Vergleich fällt anders aus, wenn Sie viele Fotos bei wenig Licht mit 1600, 3200 und 6400 ISO belichten – dann ist jeder größere Sensor mit moderater Auflösung (16-24 MP) im Vorteil – dann macht der Unterschied schnell 2 bis sogar 3 Stufen aus, die das Bildrauschen später, verstärkt einsetzt.
Für die Tier-Fotografie werden meistens kurze Zeiten benötigt und die Fotos entstehen selten bei idealem Licht – daher sind die bestmöglichen Kameras die Canon EOS 1DXII, und Nikon D5.
Ist das Licht noch gut und die Tiere weit entfernt, sind die Canon EOS 5DSR, EOS 7D2, Nikon D500; Fujifilm X-T1; Panasonic GH4 die bestmöglichen Kameras.
Für die Reise-Fotografie ist die Panasonic GH4 bisher ungeschlagen. Canon EOS 80D; Nikon D5300; Olympus E-M1; Sony Alpha 6000 und Fujifilm X-T1, X-Pro2 wären die besten Alternativen, die durch entsprechend gute und schnelle System-Objektive unterstützt werden.
Für die Street-Fotografie ist die Fujifilm X-Pro 2 praktisch kaum zu schlagen, es sei denn man braucht einen beweglichen Monitor, dann wählt man eine Panasonic GX8 oder Olympus E-M5II.

Eine neue Digital-Kamera bringt nur dann sichtbare Vorteile, wenn der Nachfolger deutlich mehr Auflösung bei verringertem Bildrauschen bietet. Aktuelles Beispiel: Fujifilm X-Pro1 (16 MP bis 3200 ISO) – X-Pro2 (24 MP bis 6400 ISO)

OBJEKTIVE weisen deutlich größere Unterschiede auf und beeinflussen die resultierende Bildqualität stärker – als alle aktuellen Sensoren.

BILDQUALITÄT ist eine Fantasie die uns von Kameragehäuse-Herstellern vorgegaukelt und verkauft wird!
(Es gibt sie nicht zu kaufen und sie wird NICHT mit neuen Kameras mitgeliefert)
In Wahrheit ist BILDQUALITÄT nur erreichbar, mit viel Hingabe zum Motiv, mit viel Wissen über das Motiv und das Licht, mit dem geeigneten Objektiv und eingehenden Erfahrungen in der Kunst und der Fototechnik.
Die Bildqualität ist immer nur Theorie – so lange bis ein erfahrener Fotograf sie mit jedem System umsetzen kann.

Bessere Bildqualität lässt sich nur erzielen, wenn die gesamte Kette der Geräte und fotografischen Kenntnisse auf das Motiv und das Licht optimiert sind.

Je mehr Megapixel Auflösung, desto detailreicher wird auch die Farbdifferenzierung – 51 MegaPixel sind keinesfalls das Ende.

Vollformat ist ein alter Zopf aus der Analogzeit, die Ansichten vieler Fotografen haben sich leider nicht geändert. APS-C Halbformat und mFT Viertelformat haben heute viel mehr Vorteile und deutlich sichtbare Kompromisse bei der Bildqualität zu machen.

16 Megapixel sind immer 16 Megapixel, ganz gleich auf auf dem Smartphone, der Kompaktkamera, der mFT, der APS-C, der Vollfromat oder der Mittelformat. Der sichtbare Unterschied liegt allenfalls im Bildrauschen ab 1600 ISO und in der Helligkeits- und Farbdynamik.

Je größer desto besser – stimmt nur bei extrem hohen Empfindlichkeiten und bei Weitwinkelobjektiven.

Eine exzellente Kamera braucht 500-600 g Eigengewicht (ohne Objektiv) – zu leichte Kameras sind problematisch in der Handhabung.

RAW-Dateinen sind primär für Menschen mit zu viel Lebenszeit und Extremsituationen und für schwierigstes Mischlicht.

Die theoretisch beste Kamera lässt sich so einstellen, dass sie druckfähige Fotos liefert.

Nähe zum Motiv ist durch nichts zu ersetzen! Freistellen von Motiven wird nicht primär durch größere Sensoren ermöglicht, sondern durch Brennweite oder extrem lichtstarke Objektive.

Software-Korrekturen & Bildbearbeitung reduzieren immer die erreichbare Auflösung/Bildqualität – je weniger Bearbeitung – desto besser.

Bei hohen Qualitätsansprüchen ist ein excellenter Service des Herstellers unerlässlich. (wird nicht geliefert von: Sony, selten von Pentax, Fujifilm)

Für weit entfernte Motive und starke Vergrößerung sind kleinere Bild-Sensoren immer im Vorteil.

Zum Angeben sind große, fette Spiegelreflex- und Mittelformat-Kameras immer besser geeignet.

Auf Reisen sind kleinere, leichte Systeme – außer in der Dämmerung und Nacht – immer im Vorteil.

Zum längeren Beobachten sind Spiegelreflexkameras mit Sucherprismen meistens besser geeignet.

Senden Sie bitte defekte Kameras und Objektive immer an den Hersteller – vor allem außerhalb der Garantie – und nicht über Fotogeschäfte – denn die müssen Geld verdienen.

Schnelle Bildserien sind nur realisierbar, wenn die Kamera die Fotos schnell abspeichern kann. Hier sind Olympus und Panasonic in ihrer Preisklasse bis 1500€ heute ungeschlagen – bis zu 50 RAW+JPEG in Folge.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

24. März 2017
Gut zu Wissen: VERSCHLUß & Kamera-Auslösungen

mechanischer Kamera-Verschluß

Gut zu Wissen: VERSCHLUß

Alle sollten jetzt endgültig SCHLUß machen mit der schon immer dämlichen Frage nach den Auslösungen einer Kamera. Diese Information war noch nie besonders erhellend, zumal Verschlüsse allenfalls 200-300€ kosten und oft sogar aus Kulanz ausgetauscht werden. An einem defekten Verschluß versagen nur wenige Kameras. Die meisten werden schlicht nicht mehr verwendet oder fallen hin oder werden durch Strom oder andere Einflüße beschädigt. Und selbst eine hohe Zahl an Auslösungen von 100.000 sagt nichts immer den Zustand und die Verwendung der Kamera aus. Ich mache häufig Bildserien und komme selten am Tag mit weniger als 1000 Aufnahmen zurück – also wenn ich nur eine Kamera verwende habe ich oft schon nach nur 100 Einsätzen so viele Auslösungen und nach 1-2 Jahren wären meine Kameras dann fertig.
Das ist mitnichten so.

Jetzt kommt dazu, das wir immer mehr Fotos gar nicht mehr mit dem mechanischen Verschluß belichten, sondern elektronisch. Also die Kameras, die diese Auslösungen dann zählen und dem Fotografen als Information ausgeben verzerren dieses Bild, der stark gebrauchten Kamera total.
Deshalb die Bitte – fragen Sie nie mehr bei gebrauchten Kameras nach der Anzahl der Auslösungen! Schauen Sie sich den Gesamtzustand der Kamera an und treffen Sie danach ihre Kaufentscheidung.

Ich hatte zwei Mal in 30 Jahren, mit ungezählten, aber vielen hundert Kameras, einen defekten Verschluß. Beide Male war dies auf den Verschluß selbst zurück zu führen und beide Male wurde er kostenfrei repariert (Canon & Contax).

Inzwischen beherrschen die neuesten Kameras ohne Spiegelreflexmechanik das lautlose Fotografieren mit dem elektronischen Zeitintervall, der mechanische Verschluß wird dazu einmal geöffnet und am Ende wieder geschlossen, dazwischen kann ich hunderte Fotos speichern. Besonders gut und ohne Verzeichnungseffekte (Rolling-Shutter) funktioniert das bisher nur mit: Olympus E-M1II, Panasonic GH5, Fujifilm X-T2

Wenn ich diese Kameras in ein bis zwei Jahren verkaufe, werden sie viele tausende oder gar hunderttausende Momente gespeichert haben, der mechanische Verschluß wird aber nur wenige hundert Male geöffnet und geschlossen worden sein.

Also das Wissen über die Anzahl der Kamera-Auslösungen taugt absolut nicht mehr zur Beurteilung des Kamerazustands oder gar deren Lebensdauer.

Ich bevorzuge fast ausschließlich Kameras die Verschlußzeiten von mindestens 1/8000 Sekunde zulassen. Konstruktionen mit Zentralverschluß im Objektiv (meist nur bis 1/2000 Sekunde) oder Spar-Verschlüße, die nur 1/4000 oder 1/6000 zulassen sind mir verdächtig.
Mit elektronischem Verschluss ist heute oft auch 1/16.000 möglich und Olympus schafft sogar 1/32.000 Sekunde.

 

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