Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

4. März 2017
Wir werden beeinflusst

alles nutzen was geht, war gestern.

Heute sollten wir uns im Internet ganz genau überlegen wo wir uns aufhalten, wie oft, was wir “liken”, was wir schreiben…

denn wir werden erforscht und einsortiert und beeinflußt – das geht bis hin zur politischen Wahl.

Nutzen Sie besser Facebook, Instagram und Co weniger und wenn  = besser nur schauen und nichts kommentieren oder “liken”
– machen sie sich nicht abhängig von GOOGLE!!!
– machen Sie sich nicht abhängig von AMAZON!!!
– achten Sie darauf was Apple vor hat!

Wessen Meinung und Urteil kann man heute noch vertrauen?

Es wird soviel geschrieben und geklaut und einfach nur eine Meinung heraus trompetet.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

1. März 2017
Nur ein einziges Tele-Objektiv wählen

Wenn Sie sich nur 1 Tele-Objektiv leisten wollen,
nur 1 Teleobjektiv tragen und mit auf Reisen nehmen können?

Welches wäre das?

Der erste Gedanke fällt bei mir auf die 85iger (oder 105 mm) Brennweite, weil ich die für Menschenbilder, für Landschaften und zum verdichten meiner Bildidee immer brauche. Am liebsten so lichtstark wie sie noch tragbar und bezahlbar bleibt. Ich habe ein 1.2/85 mm und auch ein 1.4/105 mm – aber auch ein modernes 1.8/85 mm mit Bildstabilisator kann mich absolut glücklich machen.

Doch das alleine bringt für viele Tier-, Natur-, Sport- und Reportage-Motive noch nicht die benötigte Reichweite, dazu ist eine längere Brennweite, ein engerer Bildwinkel notwendig.
Die besten Objektive dieser Brennweite liefert:
Nikon AF-S 1.4/105 mm ED (sehr kostspielig) – schönste Bildsprache
Tamron SD 1,8/85 mm VC (bildstabilisiert)
Sigma 1.4/85 mm ART (extrem schwer und groß)

Ein 85iger sollte jeder Fotograf besitzen – aber wenn er mit einem Tele die Welt erkunden will, sollte es noch etwas mehr sein:

Das 2.8/70-200 mm liegt nahe. Es ist mit 1.5 Kilo zwar schwer und mit 20 cm relativ lang, hat die beste Lichtstärke und oft einen guten Abbildungsmaßstab 1:4.8 aus 1,1m Entfernung. Optimale Bildstabilisierung und ist für ein Zoom sehr ausgereift und stielt jedem 4.5-5.6/70-300 mm wie auch nicht selten einer 2.8/200 mm Festbrennweite, die Show.
Jedes Zoom ist nur für eine Brennweite optimiert und diese Optimierung liegt für die 70-200 mm Objektive leider nicht selten bei 70 mm oder bei den besseren bei 135 mm – bei längster Brennweite und bei offener Blende, lässt es Randschärfe und Details vermissen.
Hinzu kommt: die Reichweite ist bei 200 mm sehr begrenzt, es lässt mit 2x Konverter doch schon ganz gut Federn, es ist sehr teuer – 2000-3000€ und es hat brutale Konkurrenz:
4.0/70-200 mm & 5.6/80-400 mm
Die besten Objektive dieser Brennweite liefert:
Nikon AF-S 2.8/70-200 mm FL VR
Canon EF 2.8/70-200 mm L IS
Tamron SP 2.8/70-200 mm VC G2

In den allermeisten Fällen gibt es eine bessere Wahl:
Das Nikon 4.0/70-200 mm bei fast halbiertem Gewicht, rund 3 cm kürzer und bietet Abbildungsmaßstab 1:4 oder das beinah gleich gute Canon 4.0/70-200 mm L IS oder selbst das Sony FE 4.0/70-200 mm G OSS
Nur eignen die sich weniger für den Einsatz mit Konverter, allenfalls ein 1.4x kann sinnvoll eingesetzt werden.

Besser gleich ein Supertele?
5.0-6.3/150-600 mm OS oder 5.6/200-500 mm VR?
Beide sind mindestens 2 Kilo schwer und 26-29 cm lang – Abbildungsmaßstab 1:4 – 1:5
Problem: Schwer, dick, lang, auffällig, kein superschneller AF, lichtschwach und beginnt erst bei 150-200 mm – bei diesen Daten wird zusätzlich ein 4.0/70-200 mm benötigt!
Deshalb sind diese Zooms von Tamron, Sigma, Nikon als Allein-Lösung selten ideal.

Eine einzige Festbrennweite?
da fällt mir nur ein 2.8/300 mm L IS ein, da das 4.0/500 mm schon wieder sehr lang, langsamer im AF, sehr schwer und teuer ist. Ein 2.8/300 mm verträgt einen 2x Konverter und wird dann zum 5.6/600 mm und an Halbformatkameras bietet es sogar 450 mm und 900 mm Bildausschnitt.
Schon deshalb werden die 500 mm, 600 mm und 800 mm Super-Tele immer mehr zu Exoten. Sie bleiben wichtig für Vogelfotografie, scheue oder gefährliche Wildtiere und Sportarten – nur im Foto-Alltag wird man sie kaum häufiger einsetzen.
Das 2.8/300 mm ist 13 cm dick und gut 25 cm lang, erreicht nur Abbildungsmaßstäbe von 1: 7,7 bei Gewichten ab 2550g.
Es ist daher einem 4.0/300 mm in allen Punkten unterlegen und auch optisch nicht schärfer, kontrastreicher oder Detailverliebter als ein modernes 4.0/300 mm!
Auch wenn viele sich noch nicht intensiv mit DO/PF Linsensystemen auseinander gesetzt haben, bei 300 mm und 400 mm sind ihre Vorteile unübersehbar. Und selbst die erfolgreichsten Fotografen der Welt (Art Wolfe uvm.) nutzen das Canon 4.0/400 mm DO IS II oder das Nikon 4.0/300 mm PF VR intensiv. Beide Teles sind mit einem Fresnel-Linsen-System ausgestattet und schlangen konventionelle Tele-Objektive deutlich.
Nikon 4.0/300 mm ED = 1300g Gewicht – 9 cm Durchmesser – 22 cm lang – 1:4.2
Nikon 4.0/300 mm PF VR = 750g Gewicht – 9 cm Durchmesser – 15 cm lang – 1:4.2
Canon 4.0/300 mm L IS = 1190g Gewicht – 9 cm Durchmesser – 22 cm lang – 1:2.9
Olympus 4.0/300 mm IS PRO = 1270g Gewicht – 9,3 cm Durchmesser – 23 cm lang – 1:4.2
Pentax 4.0/300 mm ED SDM = 1070g Gewicht – 8,3 cm Durchmesser – 18,4 cm lang – 1:4.2
Für mich sind hier Nikon PF und Pentax die klaren Gewinner, beide bieten effektive Bildstabilisierung, nur das Nikon fokussiert deutlich schneller und sicherer.
Das Canon ist eine Rechnung von 1997 – sein Bildstabilisator ist heute nicht mehr effektiv und auch optisch wird es von Nikon und Olympus in den Schatten gestellt.

Wo setze ich den Kompromiss an?
Ein 4.0/300 mm oder 4.0/400 mm in Leichtbauweise – ja für mich auf jeden Fall sehr wichtig. Ein 5.0-6.3/50-500 mm war eine gute Idee von Sigma, aber die Realität war zu schwer und zu mächtig. Alle Konstruktionen wie 28-300 mm, 18-200 mm, 18-270 mm, 18-300 mm oder gar 16-300 mm bleibt die signifikante Schwäche an Auflösung, Schärfe und Brillanz im Telebereich ab 100 mm Brennweite als großer Makel.
Es ist immer wichtig den Telebereich im Zoom-Objektiv vom Weitwinkel- bis Normal-Bereich zu trennen.

Die meisten Fotografen wählen ein 5.6/100-400 mm
Sony kann sogar ein 5.6/70-400 mm liefern kann, es ist trotzdem nicht wirklich spitze. Auch das Nikkor 5.6/80-400 mm überzeugt nicht alle und selbst das jüngste Fujifilm 5.6/100-400 mm kann nicht perfekt glänzen.
Das Canon 4.5-5.6/100-400 mm L IS II ist einfach konkurrenzlos, scharf, schnellster AF, belastbar, abgedichtet, Nahtauglich (1:3.2) und mit 1570g und 20 cm Baulänge gerade noch transportabel. Dagegen sieht auch das Nikon 5.6/200-500 mm richtig schwer, dick und lang aus – es hat einfach nicht dieselben Qualitäten und zwischen 100 mm und 200 mm Anfangsbrennweite sind riesige Unterschiede, wenn ein Motiv zu nah kommt, andererseits lassen sich die fehlenden 100 mm im Telebereich heute leichter verschmerzen.

Wem 1,5 Kilo zusätzlich noch zu schwer sind, dem bleibt nur ein 4.5-5.6/70-300 mm, das meist knapp 800g wiegt – Canon zeigt hier auch wieder Spitzenleistung und schnellstem AF:
Canon EF 4.0-5.6/70-300 mm IS II STM – 710g – 7 cm Durchmesser – 15 cm lang – 1:4.0

Auch für Menschen mit vielen Hobbys gibt es für kleinere Sensoren berechnete 5.6/50-200 mm, 5.6/55-300 mm Versionen um 450g, die wenig kosten.

Wenn Gewicht und Volumen nicht die wichtigste Rolle spielen und es auf Lichtstärke und beste Bildqualität ankommt, der kann nur auf ein 2.8/300 mm, 4.0/400 mm oder 4.0/500 mm sparen. Dann wird man aber oft trotzdem noch ein Zoom mitnehmen wollen, ein 2.8/70-200 mm oder 5.6/100-400 mm.

FAZIT:
Mit nur einer Tele-Brennweite auszukommen ist verflixt schwer.
Ich würde Stand 03/2017 folgenden Objektiven den Vorzug geben:
Nikon AF-S 1.4/105 mm
Ja es ist schweineteuer, aber mit seiner kaum verwechselbaren Bildsprache kann ich jeden von meiner Bildidee überzeugen. Ein noch schweres Sigma ART ist hier keine echte Option.

Wenn ich ein zweites Teleobjektiv mitnehmen kann, was eigentlich immer der Fall ist, dann trenne ich die Wahl in:
Zuhause:
Nikon AF-S 4.0/300 mm PF VR oder Nikon AF-S 4.0/70-200 mm VR oder Canon 4.0-5.6/70-300 mm IS II STM
Auf Reisen:
Canon 4.5-5.6/100-400 mm L IS II

Für mich steht damit fest, das ich auch heute noch für die Tele-Fotografie zumindest eine Nikon- oder Canon Kamera brauche. Weder Olympus, noch Panasonic, Sony, Leica, Fujifilm können mit ihren Objektivsortimenten hier im Telebereich punkten.

Auf Safari bleibt mein 2.8/300 mm mit 2x Extender an der hochauflösenden Kamera mein liebster Begleiter
Ich würde nur heute mit Nikon D500 reisen wollen

 

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20. Februar 2017
Sigma – Frühjahrs-Neuheiten

SIGMA schließt die Lücken – erwartet wurden 2.8/70-200 mm OS und 2.8/300 mm OS – aber beide kommen vielleicht erst im Herbst oder noch später.
Sigma wird in den kommenden Monaten 4 neue Objektive anbieten, 3 Neurechnungen und ein komplett neues Zoom.

Sigma 1.8/14 mm HSM ART
Ein Exot, schwer und rund, für Sternenhimmel-Forscher, Taucher mit großen Gehäusen und andere nicht ganz alltägliche Fotoideen. Ein Objektiv, dass ich nicht brauche, das aber sicher ein spannender Ansatz ist und im großen Portfolio von Canon oder Nikon nicht geboten wird.

Sigma 2.8/24-70 mm HSM OS ART
– was soll ich sagen, wieder ein größeres, hoffentlich schärferes, aber letztlich mutloses Reportage-Zoom – das wird nur wenige von Canon oder Nikon weglocken – dazu müsste es ein 2.8/24-90 mm sein. Aber immerhin geht jetzt auch Sigma hier den Trend zum Bildstabilisator, nachdem Tamron und Nikon hier schon vorgelegt hatten. Jetzt muss Canon mit einer IS-Version kontern. Warum es ein ART und kein SPORT ist, leuchtet mir nicht ganz ein.

Sigma 5.0-6.3/100-400 mm HSM OS Contemporary – na endlich noch ein leichtes Telezoom für den kleineren Geldbeutel. Es ist praktisch ein lichtschwacher Nachkomme des guten 4.5-5.6/120-400 mm HSM. Also da sind Canon und Nikon bestens ausgestattet. Die Lichtstärke hier noch weiter zu beschränken finde ich nicht zielführend. Der angepriesene Abbildungsmaßstab von 1:3.7 wird erreicht aus 1,6m Abstand, das wäre ganz sinnvoll. Canon schafft beim 100-400 mm aus 1,0m Entfernung = 1:3.3. Das leichtere Zoom mit rund 1100g hat Potential und findet viel Beachtung. Es bleibt zwar 18 cm lang, aber es ist deutlich handlicher als alle anderen 100-400 mm Objektive mit Lichtstärke f:5.6. Bleibt abzuwarten wie es sich mechanisch, optisch und technisch schlägt. Was fehlt ist eine wirksame Abdichtung, eine Stativschelle sucht man ebenfalls vergebens. Die beiden Canon Zooms sind unbestritten die schnellsten AF-Tele Objektive auf dem Weltmarkt. Mal sehen wie Sigma sich da schlägt und ob der OS diesmal etwas taugt.
Canons Champions:
Canon 4.5-5.6/70-300 mm STM =         710g – 14,6 cm lang – 1:4 aus 1.20m – 67 mm Filterdurchmesser – 500€
Canon 4.5-5.6/100-400 mm L IS II = 1550g – 19,3 cm lang – 1:3,2 aus 0,98m – 77 mm Filterdurchmesser – 2000€
Sigma 5.0-6.3/100-400 mm OS =        1160g – 18,2 cm lang – 1:3.8 aus 1,60m – 67 mm Filterdurchmesser – ??? (800€?)

Sigma 1.8/135 mm HSM ART

– das fordere ich schon sehr lange, ein frisches, hochlichtstarkes 135iger. Denn 2.0/200 mm und 2.8/300 mm sind für ausgiebige Mode- und Porträt-Sessions schon zu schwer und machen die Gesichter schon sehr flach. Die bisherigen 135iger sind meist schon sehr alte Rechnungen – da kommt ein 1.8/135 mm wie eine Erlösung. Allerdings fehlt hier wieder der Bildstabs, was die optische Rechnung zwar deutlich beeinflussen würde, aber bei der Brennweite schon wieder wichtig wäre. Obwohl ich vom Nikon 1.4/105 mm sehr begeistert bin, wenn das 1.8/135 mm ART konvertertauglich wäre, könnte ich schwach werden (ein 2.5/190 mm – bzw am Halbformat ein 2.5/280 mm mit 1,4x wäre sehr reizvoll).

Demnächst mehr zu diesen Neuheiten.

 

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