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Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

26. Januar 2017
Gerüchteküche für 2018

Nach einer 4500 km Tour mit einem Wohnmobil durch den Balkan und Österreich, die sehr entspannend und anregend war, fliegen mir hier im Büro wieder die Gerüchte wild um die Ohren. Da ich in anderen Foren darauf Antworte, will ich das hier meinen Lesern nicht vorenthalten.

FUJIFILM lässt durchblicken, dass bis zum Frühjahr eine X-H1 mit 5-Achsen-IBIS im Laden sein soll. Das ist ein sehr wichtiger Schritt und wird Fujifilm sehr aufwerten – wenn sie die Technik dann beherrschen, haben sie den besten Sensor und die besten Objektive im Halbformat und müssen sich vor kaum einem System geschlagen geben. Bei den Objektiven stockt es leider bei Fujifilm, man merkt dass dort alle Energien in das GFX-Mittelformat fließen. Das ist nicht gut, denn ein neues 2.8-3.5/18-50 mm sollte längst fertig sein, im Prinzip müssen alle Objektive der ersten und zweiten Generation überarbeitet werden, da sie einfach langsam im AF und mechanisch Fehlerhaft sind (Blendenringe, Sonnenblenden). Fuji wach auf! Das 2.0/200 mm ist angekündigt, es dauert aber vermutlich noch bis zur Photokina bis es lieferbar sein wird und dann ist sein Preis spannend, 6000€ oder noch mehr?
Das 2.8/8-16 mm erscheint hoffentlich noch bis zum Sommer:
Ein 3.5-5.6/15-45 mm wird jetzt bald lieferbar – eine schöne, kurze Ergänzung – hoffentlich ist es auch optisch gelungen.

CANON bereitet neben einigen kleinen Einsteiger-Kameras mit und ohne Spiegel auch eine neue 90D vor – Halbformat mit leicht gesteigerter Auflösung – die 7DIII ist vermutlich verschoben oder wird vielleicht auch ganz auf Eis gelegt. Was für mich auch absolut Sinn macht.
Von Canon sollten auch neue 2.8/24-70 mm L IS & 2.8/70-200 mm L IS Versionen vorgestellt werden, denn Canon hat da die ältesten (wenn auch keineswegs die schlechtesten) Objektive im Portfolio.

PENTAX – nach der silbernen K1 war absehbar, dass sie vom Markt verschwindet. Eine neue K2 oder K1II steht für Frühjahr in den Startlöchern und auch die K3II sollte schnell aufgewertet werden. 2018 müßte auch eine neue 645 Kamera erscheinen, aber Bürohersteller Ricoh geht es finanziell sehr schlecht, es ist wieder fraglich ob die Pentax-Kamerasparte so weiter entwickelt werden kann.

SIGMA verspricht einige kompakte Objektive für spiegelfreie VF-Kameras von Sony, die später wahrscheinlich auch für Nikon und Canon angeboten werden – wenn die mal so weit sind. Ein 1.4/35 mm ART ist in Produktion, weitere ART-Festbrennweiten werden folgen.
Das dürfte sich für Sony-Bajonett kaum lohnen – also wird es spannend zu sehen wie schnell Sigma auch bald für die neuen Generationen von Canon und Nikon anbietet.
Außerdem werden bald die neuen Tele-Zooms 2.8/70-200 mm Sport und 4.0/70-200 mm C vorgestellt.

Bei TAMRON ist alles ruhig, ich hoffe die arbeiten endlich wieder an einer Tele-Festbrennweite – ein 4.0/300 mm und ein 2.8/300 mm wären sehr willkommen! Aber der Erfolg bisheriger Festbrennweiten ist leider verhalten – sehr bedauerlich.

PANASONIC-LEICA: Der Technik-Konzern feiert 100jähriges Bestehen – da sind dieses Jahr vielleicht noch mehr Überraschungen drin als die G9 und GH5s!
Das Leica 2.8-4.0/50-200 mm OIS ist immer noch nicht erschienen, wird wohl es auch nicht vor Herbst in die Läden und zu mir schaffen. Dann ist diese Baureihe, mittlerer Lichtstärke mit allerbester Leistung – also eigentlich die Professional-Reihe, auch abgeschlossen. Panasonic hat dann noch eine Lücke, denn das Olympus 4/12-100 mm ist eingeschlagen wie eine Bombe und es ist nicht wirklich kompatibel und macht an Panasonic-Kameras wenig Sinn, da es nicht mit dem IBIS der Marke zusammen arbeitet – das und das 4.0/300 mm PRO IS und die besseren Farben sind die Hauptgründe warum ich doch eine E-M1II behalten habe.

OLYMPUS: sollte bald auch wieder eine innovativere E-M5III zeigen, sie braucht den neuen Sensor, am besten sogar ohne Tiefpassfilter. Denn was mir an der E-M1II am meisten aufstößt ist neben dem schwammigen Auslöser, dem sehr bescheuert platziertem Hauptschalter (links – wozu es dann 2 Hände braucht – anstatt rechts, wo das der Daumen mit erledigen kann wie bei Panasonic) und der Tiefpassfilter vor dem 20 MP Sensor.
Olympus baut seine professionelle Objektivbaureihe mit festen Brennweiten weiter aus: 1.2/17 mm und 1.2/45 mm sind bald zu kaufen. Ich finde allerdings die Preise zu abgehoben und den echten Nutzen dieser hohen Lichtstärke bei mFT zu gering. Denn auch ein 1.2/45 mm kann einem preiswerten 1.8/85 mm am Vollformat keine Bokeh-Konkurrenz machen, vom 25 mm und 17 mm ganz zu schweigen. Olympus sollte sowohl das 2.8/12-40 mm als auch das 2.8/40-150 mm verbessern und als PRO IS mit eingebautem Stabi aufwerten, aber ich fürchte, das dauert noch. Ein Pendant zum 6.3/100-400 mm fehlt Olympus und ein 2.0/150 mm und 4.5/400 mm sollten endlich produziert werden.

SONY hat schon wieder eine neue Alpha 7RIII in den Handel gebracht – immerhin endlich mal haptisch ausgereifter. Jetzt ist endlich auch eine neue Alpha 7000/8000/9000 denkbar. Ich habe festgestellt, dass sich zwar eine Alpha 6000 immer noch sehr gut verkauft und sogar Canon-Fotografen in meiner Bekanntschaft inzwischen die Kamera als kleine Zweitkamera angeschafft haben. So viel noch aktuelle Kameratechnik gibt es sonst kaum unter 500€. Dagegen sieht eine neuere Canon M5 einfach alt aus und ihr Preis von 1150 € mit kleinem Zoom oder 850€ nackt, ist einfach absurd. Beide haben die gleichen Probleme, wenig Griffigkeit, einfache Verarbeitung, hoher Stromverbrauch-geringe Akku-Kapazität, unausgereifte Sucher.
Für mich sind das eher Spielzeuge und noch Generationen entfernt von dem was Fujifilm, Olympus und Panasonic schon

LEICA ist kaum der Rede wert, die Marke hat sich mit der TL und SL bei mir völlig ins Aus geschossen, mit so hässlichen Gehäusen, unsinniger Bedienung möchte ich nicht arbeiten, eine Systemkamera ist eben doch kein Smartphone.

Tatsächlich ist der Kameramarkt so angegriffen vom Smartphone und von einer Übersättigung mit sehr guten Kameras, dass es für die Hersteller so schwierig ist wie nie, neue Konzepte und Verkaufserfolge zu kreeiren. Auch die Flucht in höchste Preisregionen kann den Markt nicht heilen – im Gegenteil, wenn jetzt Preise jenseits 2000€ für die Kamera und sehr gute Objektive weit mehr als 1000€ kosten, werden sich nur noch mehr Menschen mit Software beschäftigen – denn letztlich kostet ein neues Kamerasystem mit ein paar wichtigen Objektiven schnell 5000-10000€ – das ist viel zu teuer.

Die letzten Jahre haben alle Hersteller den Fotomarkt mit neuen Weitwinkel und Ultraweitwinkel-Konstruktionen geflutet. Unbearbeitet blieb der Markt für Tele-Festbrennweiten und Makro-Objektive.
Eins ist offensichtlich, Canon und Nikon werden ganz neu beginnen, ohne Spiegel und mit neuen Objektiv-Konstruktionen. Besonders Sigma und Tamron waren in den letzten Jahren sehr fleissig.

WÜNSCHE:
2018 sollte von nahezu allen Herstellern ein Klassiker neu definiert werden:
Nikon, Canon, Sigma, Fujifilm sollten neue 2.8/300 mm Supertele bringen.
Fujifilm hat als erster schon angekündigt, dass ein 2.0/200 mm in Konstruktion ist, von Canon ist bisher nur ein 4.0/600 mm DO in Planung.
Das Nikkor 2.8/300 mm ist sehr gut, aber veraltet und wird als FL Version mit neuem VR kommen. Sigma bleibt seit langem ein neues, leichtes 2.8/300 mm ART schuldig.

Was ist eigentlich mit den Makro-Objektiven los?
Warum findet hier keine Innovation oder zumindest Rückbesinnung statt? Wo bleibt ein neues Tele-Makro-ZOOM? Warum geht kaum ein Anbieter über 1:1 hinaus?
Was ist mit den klassischen 3.5/180 iger Macros oder einer Neuauflage des Sigma 2.8/150 mm Macro mit Bildstabilisator?
Gerüchteweise kommt ein neues 2.8/60 mm VR von Nikon – aber sonst ist Stille auf der japanischen Insel.

Olympus könnte uns gefallen, wenn bisherige mFT-Objektive noch mal optimiert und aktualisiert würden: 2.8/12-40 mm PRO IS – 2.8/40-150 mm PRO IS und ein 2.0/150 mm PRO IS sowie ein 2x Extender fehlen noch im Anschluß an das geniale 4.0/12-100 m PRO IS wäre ein 4.0/100-250 mm Pro IS ein Knüller!

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

19. Januar 2017
Lieblings-Photos im letzten Licht des Tages

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Rotkelchen im letzten Licht des Tages
mit Fujifilm X-T2 plus Fujifilm 5.6/100-400 mm plus 1.4x Extender – freihat bei Offenblende und 12.800 ISO

Vergessen Sie bitte die Vögel nicht – auch wenn ich nicht als ausgesprochener Vogelfreund bekannt bin – so ist doch unübersehbar, dass es in vielen Gegenden nur wenige gibt und die großen Hunger haben und sich nahe an Menschen heran wagen – die Böden sind schon lange gefroren und Futter ist Mangelware – dazu kommt die Vogelgrippe.

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Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

18. Januar 2017
Manuelle Objektive im AF-Zeitalter

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OBJEKTIVE – Die Welt durch den Sucher
Über Objektive schreibe ich ja am liebsten. Und über die wichtigsten und allermeisten habe ich schon geschrieben. Mancher fragt sich warum ich nicht auf die vielen manuellen Objektive – eingehe: Samyang, Walimex, Voigtländer, Zeiss, HandeVision, Laowa, Meyer-Optik Görlitz, TH Swiss Irix, Mitagon, Lomo, Lensbaby, Dörr Kowa, Yasuhara und wie sie alle heißen.
Aus dem Grund, weil es oft zu nostalgische und vor allem manuelle Objektive sind. Manches ist besonders spannend für Filmer, um sich vom Einerlei in der Bildsprache unterscheiden zu können.
Sicher ist es heute viel einfacher als je zu vor, sogar einfacher als zur Zeit der bedeutenden Leica M, manuell präzise auf den Millimeter zu fokussieren. Vielfältige elektronische Anzeigen helfen vor allem in allen spiegelfreien Kameras dabei.
Das ist dann ein gemütliches Präzisions-Fotografieren – was ich so nur sehr selten betreibe. Sicher ziehe ich auch mal mit meinem manuellen Tokina 6.3/300 mm oder 0,95/25 mm Voigtländer los und neuerdings auch wieder mit alten Nikkoren, wie dem 2.8/55 mm Micro.
Da ich aber häufig mit voller Öffnung fotografiere, ist mir der Autofokus trotzdem meistens eine willkommene Hilfe.

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Vor allem der Trend zu extremer Lichtstärke und auch zu hohen Preisen stört mich eher, als das ich ihn begrüße. Ich sage ganz offen, manuelle 1.4/85 mm oder auch nur 1.4/50 mm Objektive machen für mich weniger Sinn und Freude.

Schon ab 50 mm will ich spätestens einen Autofokus und präzise Elektronik im Objektiv – sonst sind viele meiner flüchtigen Motive allenfalls durch stärkstes Abblenden etwas scharf zu bekommen.
Und ich würde mir nie ein Objektiv mit Lichtstärke f:0,95 kaufen, wenn ich nicht auch diese offene Leistung verwenden wollte. Genauso wenig macht es Sinn sich ein 2.8/300 mm oder gar 1.4/105 mm zu zu legen, wenn man damit nicht die Mehrheit der Aufnahmen mit größter Blendenöffnung realisiert.

Und genau dann zeigen diese ganzen manuellen Rechnungen, bis auf wenige Ausnahmen, doch deutlich störende Bildfehler, wie chromatische Aberrationen, Verzeichnungen, Farbflecken, matschige Bildwiedergabe und einiges mehr, die ich heute in den allermeisten Fällen nicht toleriere. Und die ich auch selten in einer RAW-Software versuche zu korrigieren, was letztlich dann ja wieder Auflösung kostet.
Ich bleibe dabei, keine zusätzliche Software-Korrektur gibt es umsonst, auch wenn alle von Bild-Entwicklung und Optimierung sprechen – letztlich geht Leistung verloren.
ich will mein Bild in der Kamera mit dem Objektiv und dem Licht gestalten und nicht an einem Computer.

Die größte Freude meiner Fotografie findet ihren Ursprung im Moment des Festhaltens einer Idee, des Lichts, eines Motives.
Weder dem Bearbeiten, noch dem Vergrößern, noch dem Teilen oder dem Ausstellen oder den Ansichten anderer Menschen darüber, kann ich so viel abgewinnen, wie dem Vorgang des Gestaltens und Auslösens – dem Moment wo alles stimmt und von mir bewahrt wird.

Ich bin eben am kreativsten mit der Kamera in der Hand – ich sehe die Welt am liebsten durch den Sucher!

Und genau deshalb sind mir auch Autofokus, Bildstabilisierung und vor allem Objektive & Sucher so wichtig.
Ich möchte mich lösen von Fesseln wie Stativen, launigen Kameras mit hohem Stromverbrauch, langsamen Prozessen in und um die Kamera. Alles was sich unpräzise anfühlt macht mir wenig Freude.
Wenn ich immer wieder beobachte, das klapprige Stative, oder teure Stative mit wenig geeigneten Köpfen und Stativplatten eingesetzt werden, gruselt es mich. Also dann lieber die Empfindlichkeit und Blende ausnutzen und scharf bekommen, was geht – aus meinen Händen.
Ein elektronischer Sucher ist praktisch und ist eine wichtige Entwicklung, er hilft bei wenig Licht, er zeigt Filterwirkung, SW-Kontraste, Schärfenverlauf und das entstehende Foto bereits im voraus. Doch seine Auflösung ist mir immer noch viel zu gering, das Zittern und Zappeln bei bewegten Motiven oder bewegter Kamera ist mir noch viel zu nervig. Bei Serienbildern kommen die Sucher oft noch nicht gut mit der Darstellung mit.
Deshalb ist ein großer Spiegelreflexsucher auch weiterhin wichtig und schön für mich.
Und er braucht keinen Strom und reagiert unmittelbar auf alles, auf das Objektiv, das Licht und jedes Motiv.
Die kleinen Fernseher sind inzwischen sehr gut geworden, Fujifilm X-T2, X-Pro-2, Olympus E-M1II, Leica SL und Panasonic GX8 und GH5 haben sich sehr bemüht – doch da steckt noch sehr viel Potential, was nicht ausgeschöpft wird.

Sie lösen die Leica-M Fotografie praktisch ab. Sicher wird der aufwendige Messbild-Sucher für einige immer besonders attraktiv bleiben, aber fotografisch hat er spätestens heute jegliche Berechtigung verloren. Allenfalls in den Fujifilm-Kameras X100 und X-Pro findet er eine moderne, intelligente Umsetzung. Er ist ja letztlich auf 35-50 mm Objektive beschränkt. Sicher zeigt er mehr Umgebung als tatsächlich ins Bild passt, aber auch das ist heute kein Alleinausstattungsmerkmal mehr. Er braucht keinen Strom und war bisher die präziseste Technik. Doch mir hat die Beschränkung auf wenige sinnvolle Brennweiten nie gefallen.

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Zurück zu den bald unüberschaubar vielen manuellen Objektiven. Glas und Metallfassung kommen zu allermeist aus China oder Südkorea und der Riese Samyang beginnt jetzt auch mit Elektronik und Autofokus in seinen Objektiven und vielleicht werden da bald Tamron und Sigma abgelöst.

Trotzdem ich mag die allermeisten dieser manuellen Objektive nicht, nur Adapter mag ich noch weniger. Oft sitzen sie mit Bewegungsspiel am Bajonett und verschleudern ihr Potential schon beim Ansetzen, in dem das Auflagemaß nicht präzise eingehalten wird.
Mit Adapter wird es dann fast immer noch viel schlimmer.

Welche dieser Objektive sind vielleicht trotzdem reizvoll?

Für mich an erster Stelle stehen hier die drei VOIGTLÄNDER Konstruktionen für das mFT-Bajonett:
0.95/10.5 mm – 0.95/17,5 mm – 0.95/25 mm
Das 0.95/42,5 mm finde ich schon wieder sehr unpraktisch für lebendige Porträts.
Das 25iger hat eine einzigartige Naheinstellgrenze und auch mit dem 10er lassen sich spannende Schärfeverläufe realisieren. Die Haptik ist sehr altmodisch und gefällt mir genau genommen gar nicht – aber alles ist aus Metall, keine Gummi-Ringe und keine Plaste-Verarbeitung – die Objektive sind kalt und zeichnen warm. Sie kosten alle um 1000€ und man muß schon spezielle Bildideen dafür im Sinn haben, das sie sich lohnen.
An einer der besseren Kameras machen sie auf jeden fall eine gute Figur, denn sie sind ja nicht leicht und machen an den auf leicht&klein getrimmten Kameras oder gar denen ohne Sucher, kein Vergnügen.

Voigtländer-Objektive für das M-Bajonett lassen sich wohl immer noch irgendwo in Asien gut verkaufen, an alle die sich kein Leica-Objektiv leisten können.
Das Sony-Alpha FE-Vollformat-Bajonett wird jetzt auch unterstützt – auch wieder für Menschen die herum spielen wollen.
Auch wenn ein 5.6/10 mm noch so scharf ist, klein und handlich – die wirkliche Notwendigkeit erschließt sich mir nicht und 1200€ sind kein kleiner Betrag.

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WALIMEX-Objektive sind meistens die B-Produktion von Samyang – Walimex ist nur ein Name der auf das Produkt von Samyang geschrieben wird und da ist mir dann das Original immer lieber.

SAMYANG ist ein Aufstiegs-Kandidat, der vermutlich bald Sigma den japanischen Boden heiß macht. Was aus dieser südkoreanischen Schmiede an Neuheiten kommt, habe ich auf jeden fall im Focus.

Besonders die Fisheye und lichtstarken Objektive sind hier sehr spannend und lohnen sich in vielen Fällen auch als manuelle Version.

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HANDEVISION – immerhin eine deutsche Entwicklung mit chinesischer Fertigung in Shanghai, versucht mit Lichtstärke f:2.4 für Vollformat und Metallkonstruktion zu begeistern – mich nicht. Und für Halbformat und mFT wird ein 0.85/40 mm fleissig beworben – 1800€. Nur was soll ich damit? Klar die Bildsprache könnte interessant sein, aber das ist und bleibt ein Exot, der bisher nicht einmal die Sammlerherzen begeistert.

1480374750000_IMG_398190LAOWA aus China vertreibt exotischere Objektive, alle ohne Elektronik. Ein 2.8/60 mm Macro bis 2:1 für rund 500€ klingt immerhin interessant. Ein 4.0/15 mm mit Macro-Einstellung bis 1:1 und Shift-Funktion für 600€ wird sicher auch einige Fans finden. Ein 2.0/105 mm STF Porträt-Objektiv mit regelbarem Apodisationsfilter folgt den Vorbildern Minolta und Fuji – doch für 900€ ohne AF finde ich das wieder nicht praxisgerecht.

MEYER-OPTIK Görlitz hat wohl auch irgendwo zu viel Metall und Glas herum liegen und versucht mit höchsten Preisen, Freunde dieser lichtstarken Objektive von 35 mm bis 100 mm zu finden. Da wird mit bis zu 14 Blendenlamellen geworben – und mehr Augenwischerei als Fotografie ermöglicht.

TH SWISS Irix ist ein Schweizer, der in Asien fertigen lässt und Ultra-Weitwinkel und eine Normalbrennweite zum hohen preis anbietet. Ein 2.4/15 mm oder ein 1.4/45 mm sind sicher für ein paar Käufer interessant.

Und dann natürlich noch ZEISS – die bei der Objektiv-Produktion aus China (bei Cosina) wieder volle Power fahren – offensichtlich wird da endlich wieder Geld verdient.
Otus, Batis, Loxia und Touit heißen die Vögel, die kaufkräftige Kunden anlocken sollen.
Otus für die verwöhnten Filmer, die mal was anderes ausprobieren wollen, aber nach allen Tests die ich bisher mit den Objektiven machen konnte, brauche ich nicht ein einziges davon. Zu viele Design-Entscheidungen von Zeiss finde ich einfach nur seltsam.

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