Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

15. November 2016
Weg mit VOLLformat

fujifilm-gfx-50s

ZUKUNFTS-System – Fujifilm GFX

WEG mit Vollformat – oder besser – Die Bedeutung von Vollformat wird schwinden

Schon der dämliche Begriff Vollformat hat mich immer geärgert – das Format des digitalen Sensors ist identisch mit dem von Oscar Barnack eingeführten Kleinbildformat im Verhältnis 2:3.

Nicht nur dass, das Verhältnis von 4:3 oder 4,5:6 oder 6:7 oder 9:12 für die meisten Motive viel praktischer ist, es nutzt auch den runden Bildkreis der Objektive weit besser aus. Trotzdem hat sich Vollformat als Begriff und als Sensor für größere, lichtstärkere Sensoren durchgesetzt und mit ihm die Kameras: Canon Eos 5D – Nikon D750 – Pentax K1 – Leica M10 – Sony Alpha 7 – Leica SL

Derzeit gibt es 16 teure Vollformat-Kameras auf dem Markt. Teuer nicht nur die Gehäuse – sondern auch die Objektive. Die sollten jüngeren Datums sein, ausgewählt besonders gut und deshalb auch oft jenseits 1000 – 3000€ kosten. Damit landen wir preislich sehr schnell oberhalb von 10.000€.
Doch, das ist ketzerisch behauptet, jetzt Schnee von gestern – denn das kleine Mittelformat kehrt zurück. Jeder Fotograf mit Schwerpunkt Landschaft, Architektur, Studio, Porträt, Hochzeit, Event – der etwas auf sich hält und am Markt bestehen will, wird bald wieder mit Mittelformat fotografieren – müssen.

Auch wenn diese neuen Kameras nur einen Sensor bieten, der 1,7x größer ist – also nicht einmal doppelt so viel Platz für die Pixel bietet – wird er sich dank besserer Farben, besserer Dynamik, besserer Schärfe bald durchsetzen.
Die Fotoliebhaber sind nicht selten in der finanziellen Belastbarkeit begrenzt – doch wenn ich sehe wer mir alles mit Fotoausrüstungen, die jenseits 10.000 kosten, begegnet…
trotzdem sind uns allen Grenzen gesetzt. Mittelformat wird mit einem Objektiv locker 10.000€ kosten und mit 3 Objektiven geht es dann schnell über 15.000€. Nur letztlich werden mehr Objektive am großen Sensor kaum gebraucht.
Die Tele- und Macro-Fotografie werden nie die Domäne des Mittelformats werden – da sind die Grenzen beim Vollformat ja oft schon gesetzt. Ich denke auch, dass diese handlichen neuen Mittelformatkameras das Potential haben Reportage- und Reise- Motive zu erobern. So wie meine Kollegen und ich früher mit der Pentax 67 oder 645 in Nordamerika unterwegs waren, so werden künftige Fotografen auf der Suche nach bester Bildqualität mit diesen neuen Kameras reisen.
Auch der Trend zu lichtstarken Festbrennweiten – um der Zoom-Falle zu entkommen – spricht für die spiegelfreien MF-Kameras. Es wird sobald keine Fremdobjektive geben und die Systeme werden in sich stimmig sein. Für viele Motive und Situationen sind 3 verschiedene Brennweiten ideal: 24 mm – 35 mm – 85 mm (jeweils noch bezogen auf KB) und andere werden 28 mm – 50 mm – 90 mm bevorzugen. Weitere Brennweiten wie 18 mm – 135 mm und ein Macro-Objektiv sind zwar auch spannend, werden nur meist erheblich weniger eingesetzt.
Nur bevor ich für ein bestes Weitwinkel-Objektiv für Vollformat 2000-3000€ ausgebe, werde ich mir auch überlegen eine Mittelformatkamera zu zu legen und für diese ein solches Objektiv anzuschaffen.
Was letztlich zählt ist die Auflösung – 50 MP sind jetzt aktuell und 100 MP sogar schon erhältlich.
Also es wird spannend wie kostspielig und wie scharf die neuen Objektive für das spiegelfreie Mittelformat werden.

Fujifilm GFX 50S
Der Schachzug von Fujifilm – gleich auf das Vollformat zu verzichten, kann gar nicht klug genug eingeschätzt werden – was wir in Zukunft brauchen und gerne verwenden ist entweder klein uns sauschnell – also Halbformat oder groß und von höchster Qualitäts-Reserve – also Mittelformat. Ob es bei Faktor 1.7x bleiben muss oder auch Faktor 2x mit dem Bildkreis der Objektive möglich sein wird, bleibt zunächst ein Geheimnis.
Mit 50 MP und bald 100 MP ist Mittelformat der klare Champion für die angesprochenen Motive.

Hasselblad X1D
Der Erfolg der Fujifilm Kamera steht für mich und viele Fotogrfaen, die sie auf der Photokina erlebt haben, jetzt schon fest. Ob das für die Hasselblad X1D auch gilt bleibt abzuwarten. Die Firma hat viele Fehler begangen und braucht jetzt beste Objektive und vergleichbare Preise um erfolgreich zu sein.

Pentax 645Z
Sie war einer der ersten und braucht bald eine Renovierung, denn wie lange sie sich gegen spiegelfreie Systeme von Fujifilm und Hasselblad behaupten kann ist ungewiss.

Leica S
Logischerweise das teure Edelsystem für Leica-Gläubige – kann aber nicht mehr als alle anderen Mittelformatsysteme.

Betrachtet man alle Sensor-Größen, die heute verfügbar sind, drängt sich unwillkürlich der Gedanke auf, dass sich jetzt erneut alles ändert.

Bisher stellt es sich so dar:

Kompaktkameras mit winzigem 2/3“ Sensor Vergleichsfaktor KB: 7,4x Format: 4:3.

Handliche Systemkameras im mFT Viertelformat Vergleichsfaktor KB: 2.0x Format: 4:3.

APS-C Systemkameras im Halbformat, Vergleichsfaktor KB: 1,5x / 1.6x Format: 2:3

Vollformat Systemkameras im Kleinbildformat: 1x – Format: 2:3

Mittelformat-Kameras Vergleichsfaktor KB: 1,7x Format: 3:4

 

Mittelformat 6×4.5                                     – 2.69x = 41,5×56 mm         – 2324mm2      analoges MITTELFORMAT
Pentax – Mamiya – Zenza Bronica (4,5x6mm)

Mittelformat          – 1,7x = 33×44 mm      – 1452mm2  MITTELFORMAT
Fujifilm – Hasselblad – Pentax – Leica (30x45mm)

Kleinbild – Vollformat – 1x = 24×36 mm    –   864mm2 VOLLFORMAT
Canon – Nikon – Pentax – Leica – Sony 

APS-C – 1,5x = 15,7 x 23,4 mm                 –   367mm2 HALBFORMAT
Fujifilm – Nikon – Pentax – Leica – Sony

APS-C – 1,6x = 15,1 x 22,7 mm                 –   342mm2  HALBFORMAT
Canon

Canon 1,5“ – 1,9x = 14,0 x 18,7 mm          –   233mm2    VIERTELFORMAT
Canon

microFourThirds – 2,0x = 13,0 x 17,0 mm                    –   221mm2       VIERTELFORMAT
Panasonic – Olympus 

1“ Zoll – 2,7x = 8,8 x 13,2 mm                  –   116mm2    ACHTELFORMAT
Panasonic – Nikon – Olympus – Canon – Fujifilm – Sony 

1/1,7“ Zoll             – 5,6x = 5,6 x 7,5 mm –     42mm2   KLEINSTFORMAT
Panasonic – Olympus – Pentax Q7 

1/2,3“ Zoll             – 7,4x = 4,5 x 6,2 mm –     28mm2    KLEINSTFORMAT
Pentax Q, & Mehrheit der Kompaktkameras und Smartphones

-Mittelformat hat nur 0,7x mehr Fläche als Vollformat

-Kleinbild-Vollformat hat mehr als 2x größere Fläche als APS-C Halbformat

-Kleinbild-Vollformat hat fast 4x mehr Fläche als mFT

-Kleinbild-Vollformat hat fast 8x mehr Fläche als 1“ Zoll

-APS-C hat nur 3x mehr Fläche als 1“ Zoll

-mFT hat 7,9x mehr Fläche als 1/2,3“
-mFT hat 1,9x mehr Fläche als 1“ Zoll

-1“ Zoll hat 4x mehr Fläche als 1/2,3“ Zoll

Daraus folgt:

– Bildqualität beginnt so wirklich erst ab dem 1“ Zoll Sensor.
– Für Tele-Fotografie haben Kameras mit Faktor 2x oder mindestens 1,5x große Vorteile.
– mFT und Halbformat-APS-C lassen heute bei gutem Licht bis 1600 ISO
praktisch ähnlich gute Bildqualität wie Vollformat zu.
– 4:3 Sensoren (1“; mFT; MF) lassen oft eine bessere Bildaufteilung für die meisten Motive zu
– Zum schönen Freistellen unter 200 mm Brennweite sind zumindest Vollformat oder
f:1,4 unverzichtbar.
– Mit Mittelformat lässt sich bei kleineren Blendenöffnungen (f:2,8) noch besser freistellen,
mehr Farben, Details und Dynamik aufzeichnen.
– Nur bei Verwendung eines sehr scharfen Objektivs sind höhere Sensorauflösungen vorteilhaft.
– Höchste Sensorauflösungen wie 51 MP verlangen nach höchster Objektivauflösung &
bestem Stabi/Stativ.
– Je höher die Auflösung des Sensors, desto ruhiger muss die Kamera gehalten werden.
– Ein Sucher ist oft unersetzlich. Glas-Prismensucher werden etwas überschätzt.
– Spiegelfreie Kameratechnik wird noch unterschätzt.
– DSLR-Technik wird manchmal überschätzt, sie ist nur eine Hilfstechnik,
Kameras ohne Spiegel können mehr.

Unterm Strich kristallisiert sich langsam aber deutlich heraus:

Mittelformat 4:3 bleibt perfekt für Landschaften, Bauten, Studio, Porträt, Hochzeit und Mode – allenfalls Vollformat kann in manchen Bereichen noch eine Weile da mitspielen.

Vollformat 2:3 ist längst nicht mehr so universell wie früher, weil eben die Ausrüstung sehr teuer, schwer und sehr groß wird. Sicher gebt es dafür die meisten Objektive, aber denen liegen meistens jahrzehntealte Berechnungen zu Grunde und beim Kamera-Neukauf mit 50 MP und demnächst mehr, sehen diese alt aus. Neue Objektive werden größer, schwerer und erheblich teurer – da sind nicht selten 4 stellige Summen gefragt.

Halbformat (APS-C) 2.3 wurde bisher von Canon, Nikon und Sony völlig falsch vermarktet und es wurden nicht die gewünschten Objektive hergestellt. Erst später zeigten Pentax und jetzt Fujifilm welches Potential in dieser Sensor-Größe steckt. Es bietet den weit besten Kompromiss, ist nicht so schwer, nachvollziehbare Preise, weniger Volumen und volle Leistung ohne gravierende Einbußen zum Vollformat. Und es bleibt noch bezahlbar.

microfourThirds (Viertelformat) 4:3 verspielt die Möglichkeiten im Weitwinkelbereich und hat immer sichtbare Einbußen zum Halbformat. Die Objektive und Kameras werden teilweise so klein und leicht, das sie am Ziel – der hochwertigen Fotografie – vorbei zielen. MFT ist ideal als Begleiter auf ausgedehnten Reisen und in Großstädten wenn schnell jedes Gramm zu viel wird und eine Vollformat einfach nur wie auffälliges Diebesgut aussieht.

1’ Zoll Format 4:3 wird Standard für alle Systeme mit eingebautem Zoom-Objektiv, entweder im lichtstarken Normalbereich oder im Super-Telebereich mit weniger Lichtstärke.

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7. November 2016
Leica TL – die Smart-Camera für die Jackentasche

leica-tl-systemNeustart mit 6 Objektiven – LEICA TL

Aus Leica T wird nach 2 1/2 Jahren die Leica TL,

jetzt ist sie beinahe so, wie sie von Anfang an hätte sein müssen, denn die Leica T war war eine kolossale Enttäuschung, technisch 5 Jahre zurück und wenig überzeugend.
Jetzt im gleichen Gehäuse die TL und dennoch – hat Leica wieder viel vergessen!

  • ein alter 16 MP Sensor – was soll ich damit, wenn er nicht von Fujifilm kommt?
  • kein Sucher eingebaut
  • kein beweglicher Monitor – aber immerhin einen veralteten Aufsteckmonitor gibt es
  • ein absurder Preis
  • mehr roter Punkt als Leica Qualität
  • …

Mein alter Leica T-Text – ich hoffe wirklich das sich bei der AF-Geschwindigkeit und der allgemeinen Verarbeitung wesentliches getan hat.

Das ist sie also, die neue Smart-Shooter-Camera aus der deutschen Edel-Metall-Schmiede LEICA! Ein weiteres Angebermodell des derzeit profitabelsten Kamera-Herstellers.
Kein Wunder, wenn man statt Masse, kleine Stückzahlen zu Fantasiepreisen vermarktet und vom Ruhm längst vergangener Tage zehren kann. Ich würde das mehr deutschen Firmen gönnen, Zeiss, Rollei, Voigtländer…
Nur in der heutigen Zeit ist ein solches Produkt ja allenfalls für 2 Monate spannend und neu und dann schon wieder überholt. Da hilft auch der Alu-Block nichts – allenfalls eine Wechselbare Einheit aus Sensor, Verschluss und Prozessor hätte hier einen neuen wichtigen Impuls setzen können – aber so weit ist Leica nicht gegangen.
Design bei AUDI – da das wird so als besonders hervorgehoben, ich hatte vor Jahren meinen dritten und absolut letzten AUDI zum Verkauf, Technisch total überholt und das Design der neuesten AUDIs will extrem sportlich aggressiv sein und ist nur bemüht. Das passt dann auch zur Leica T.

So werden aus 1,2 Kilo Aluminium – 84g Alu-Kameragehäuse
– die Blöcke werden bei Leica in Portugal zum Gehäuse bearbeitet

Mit Sucher schon nicht mehr wirklich klein – aber dafür auffällig!

 

Das Oberdeck – nicht dumm, Platz für Sucher und Blitz – separater Auslöser für Foto und
kleine Taste für Film

 

Immerhin auch eine schwarze-eloxierte Metall-Version mit fettem roten Punkt –
Hauptsache angeben

 

Unvermeidlich das Uni-Block-Gehäuse aus Aluminium – kalt und glatt

Oh Leica-Schmeica – geht es noch schlimmer? – die Rückseite der Leica T
(missbraucht als empfindliche Werbefläche ohne Bedien-Elemente mit großen Touch-Screen)

Über die Preise reden wir hier lieber nicht, jedem sollte klar sein, dass er mehr Technik und mehr Möglichkeiten zu weit günstigeren Preisen bekommt, nur damit eben nicht so gut angeben kann.

(Wer es doch wissen muss: Die Kamera wird für 1500€ vermarktet – nackt – ohne alles.
Der Sucher wird 600€ kosten, die Objektive ab 1500€ – also knapp 4000€ für eine Kamera mit einem Objektiv) Alleine der Sucher älterer Generation kostet so viel wie sonst ein ganzes Kameragehäuse.
Bedenklich ist, das Sucher, Verschluss und Sensor jetzt schon wieder überholt sind und es längst besseres gibt und auch der Leica T wird im übernächsten Jahr eine Leica T2 folgen usw.

Leica T

Wofür steht das T?
M stand für Messsucher, R für Reflex, S für Size, T für Terminated?

Sieht man sich die Werbung an, in english mit deutschen, dicken Worten, könnte klar werden, dass die Kamera für die alten Angelsachsen, die Amis und reiche Saudis entworfen wurde. Für Menschen mit Geld, die sich blenden lassen, weil sie selbst gerne blenden.
US-Journalisten bekamen die Kameras zu erst – das sagt doch schon alles.

Ausgerechnet Leica startet hier den Versuch die Kamera neu zu erfinden, neu zu prägen. Nach dem allzu offensichtlichen Vorbild von Apple versucht Leica hier alles richtig zu machen. Und zeigt wirklich spannende Ansätze, die mir gut gefallen:

+ endlich eine neue, innovative Gurtaufhängung

+ ein separater, beweglicher Sucher mit GPS

+ fest eingebauter 16 GB SSD Speicher

+ verdeckter, geschützter elektronische Anschluß für den Sucher

+ gelederte, leicht austauschbare Front-Deckel zum  Schutz

+ Accu mit Deckel

+ hoch ausfahrender Blitz

+ 3,7 Zoll TFT-Monitor mit 1,3 Millionen Pixel Auflösung

 

Dabei wurde aber auch viel verworfen:

– langsamer Kontast-AF?

– lange Einschaltzeit?

– keine Bildstabilisierung – weder Camera noch Objektive

– kein neues Dateiformat/Aufzeichnungs-Algorithmus

– kein schneller Profi-Verschluß mit 1/8000 Sekunde und schneller Blitzsync

– kein ISO 50 oder gar ISO 25

– nur bis ISO 12.500

– ISO 1600 sieht schon total verrauscht aus – kaum nutzbar!

– 5 Bilder pro Sekunde – nur 12 Bilder hintereinander möglich

– keinerlei Focus-Peaking beim manuellen Scharfstellen

– keine Horizont-Anzeige

– Belichtungskorrektur nur in 1/3 Stufen und nur bis +/- 3 Stufen

– ein Sony-Sensor mit nur 16 MP

– die Kamera lässt sich praktisch kaum personalisieren

– Rückschau immer mit mindestens 1 Sekunde

– langweilige, lichtschwache Objektive

– kein Speicher für Belichtung oder AF-Funktion

– keinerlei Knöpfe auf der Glasrückwand

– unbeweglicher Monitor

– der rote Punkt mit Leica Schriftzug ist mir zu fett

– fast alle Bedienung nur über den Daumen

– kein Vollformat, kein eigener „Metabones“ Adapter für Vollformat-Objektive

– kein drahtloses TTL-Blitzen möglich

– keine frei programmierbaren Tasten

– Kamera bei Kälte schlecht nutzbar

– klein dimensionierter Accu

– kein USB 3.0?

Ich bin kein Fan von Aluminium. Ich muss es bei PCs, Handys und Schreibgeräten ertragen. Noch, bis ich auch da Alternativen finde. Aluminium ist kalt, teilweise sogar hautunsympathisch, kann brechen, verbiegen, gibt Stöße ungefedert weiter und ist extrem aufwendig und umweltzerstörerisch in der Herstellung. Wohl kaum ein ideales Material für Kameras – nicht für mich. Wenn ich dann höre, dass aus einem 1,2 Kilo Block eine kleine 94g Leica gefräst wird, die dann 45 Minuten von Hand poliert werden muss, um anschließend aufgeraut und eloxiert (durchsichtig oder schwarz) zu werden – dann vermute ich, das da ein Hersteller keinen guten Weg geht.

Gegen das kalte, stark wärmeleitende Aluminium gibt es Verhüterlis aus belederter Plaste in 4 Farben zum überstülpen, damit ist dann die Front griffig beledert und geschützt. Allerdings ist weder die Rückseite, noch oben und unten geschützt. Für die Rückseite gibt es eine unpraktische, nach unten zu klappende Abdeckung aus grauem Silikon – ekelhaft. So soll dann perfekter Schutz aussehen – wo ist das Leder geblieben?

Auch Trageriemen und Handschlaufen werden aus Silikon angeboten – also ich habe dieses widerliche Zeug nur im Badezimmer und ganz sicher nicht an meinen künftigen Kameras. Es ist schon traurig so einen Quatsch von der letzten verbliebenen Kamera-Schmiede in Deutschland zu hören, von LEICA.

Ich rede jetzt mal nicht über Preise – sondern nur über die Möglichkeiten die bestmögliche System-Kamera unserer Zeit zu schaffen.

Da gibt es gute Ansätze:

Ein Wechselbajonett ist Pflicht. (ein Wechselsensor wäre es eigentlich auch)

Ein Wechselsucher kann vorteilhaft sein.

Wechselbare Griffe wären für mich sehr wichtig und ein wesentlicher Vorteil.

Wechselbare SD-Speicherkarten sind akzeptabel und 16 GB SSD-Speicherplatz fest eingebaut sind schon sehr modern und zukunftsweisend.

Ein voll beweglicher Monitor wäre mir wichtig – Leica mag keine beweglichen Teile an der Kamera, doch stopp, der Sucher lässt sich nach oben kippen – was zwar nett, aber selten wirklich praktisch ist.

Der Sucher entspricht leider nicht der neuesten Technik, ist nicht superschnell im Bildaufbau, nicht besonders hochauflösend und farbgenau – deshalb ist er wohl zum wechseln, damit bald ein teurer besserer Sucher ergänzt werden kann.

Gibt’s überhaupt Autofokus?

Ja langsamen, unsicheren Kontrast-AF. Sogar mit Mehrfeld-, Spot-AF und mit Gesichtserkennung und mit Touch-AF – also wohl das Modul von Panasonic’s älteren Kameras. Dr. Kaufman im Video ist kein Steve Jobs, Leica wäre gerne wie Apple und in der Tat sind sie sehr profitabel, verkaufen geringe Stückzahlen zum maximalen Preis.

 

Schon dreist:

Der Schriftzug fett auf der Rückseite:

LEICA CAMERA WETZLAR GERMANY

Sorry, auf ein solches Produkt kann keiner aus Deutschland stolz sein, Stolz ist zu meist ohnehin ein dummes Gefühl, das mir abgeht.

Bei Apple hatte das früher alles mal mehr Stil. Und Apple hat außer dem großartigen Design eben auch das gesamte Betriebssystem, die Kamera, den Accu und alles Zubehör selbst entwickelt.
Was an der Camera zeichnet sich denn noch als Leica aus? In erster Linie der Aluminium-Block, die Silikon-Tragegurte  und Überzieher.
Die Eigenschaften, das Können der Kameras werden heute am Computer programmiert, da ist keine Mechanik mehr, das wird so gar nicht selten in Auftrag gegeben. Objektive zu entwerfen, die es oft schon dutzendmale gab ist heute am Computer auch keine so aufwendige Sache mehr, wenn da auch sicherlich noch etwas Hexerei für die letzten 3% Bildgüte dabei sind.
Sonst lässt Leica alles fertigen und kauft es einfach aus dem Bestand zu. Die zentralen Bauteile wie: Sensor, Prozessor, Verschluss, Sucher, Blitz, Accu und Kleinteile fertigt Leica nicht selbst und kauft sie fertig.
Da frage ich mich ob Leica überhaupt noch ein Kamerahersteller ist und nicht nur Designer, obwohl, selbst das Design hat man AUDI machen lassen.

Das steht im krassen Gegensatz zu anderen Foto-Anbietern: Canon, Fujifilm, Olympus, Panasonic, Samsung die noch die allermeiste Technik und das Design selbst entwerfen und produzieren, da kommen dann wirklich nur Kleinteile von OEM-Fertigern.
Da lästern alle über Hasselblad Lunar, doch da werden zumindest hochwertige Gehäusematerialien verwendet und kein billiges Silikon. Sicher war es nicht clever einfach die Kamerainnereien bei Sony zu kaufen, zumal Sony keineswegs für die beste, haltbarste Technik bekannt ist. Und auch Leica setzt beim Sensor vermutlich auf Sony – Fujifilm wäre sicher die bessere Wahl.
Leica setzt sich hier mit hohem Preis mitten in die vielfältige Konkurrenz, selbst wenn wir die Pentax Q und Nikon 1 Baureihen wegen sehr kleiner Sensoren mal ausser Acht lassen  – haben vor allem Fujifilm, Canon, Olympus und Panasonic extrem gute Objektive zum fairen Preis – da noch Unterschiede zu Gunsten von Leica zu verifizieren wird sehr schwere Marketingarbeit.
Vor allem die Canon EOS M Objektive haben mich sehr überrascht und sie sind optisch keinesfalls schwächer als die vielbeachteten Fujinon-Objektive und besser als alle anderen Zooms die Canon bisher gerechnet hat.


Wunder-bare Leica-Objektive aus japanischer Fertigung!
Im ganzen System ist keine Bildstabilisierung vorgesehen! Zu kompliziert für Leica?

Langeweile pur – wenn mann mit Leica in erster Linie Lichtstärke verbindet –
die ersten beiden Objektive:
2,0/23 mm Asph = 35iger  —
3,5-5,6/18-56 mm Asph = 27-84iger

 

Wenigstens etwas spannender, die 2. Kombination:
3,5-4,5/55-135 mm Asph = 83-200er  —
3,5-4,5/11-22 mm
Asph = 17-35iger

Inzwischen gibt es noch ein 1.4/34 mm Asch und ein 2.8/60 mm Macro Asph.

Wie immer zeigt Leica wieder Kameras und Objektive, die noch längst nicht zu kaufen sind. Die beiden Objektive 55-135 mm und11-22 mm werden zur Photokina im Herbst gezeigt und sollen erst in einem Jahr zu kaufen sein, frühestens Frühjahr 2015. Bis dahin wird hoffentlich auch Canon eine Kamera mit Sucher und mehr Objektiven in den Läden haben.
Vor allem die Objektive langweilen mich total!

Sie sollen nicht viel schlechter anzufassen sein, als die M-Leicas, aber sie werden in Japan gefertigt,  Sigma, Tamron, vielleicht Tokina-Hoya kommen da in Frage. Es handelt sich um Metallfassungen mit sattem Einstellgefühl – immerhin.

Und wo ist die Bildstabilisierung?

Das kann doch nicht Leica’s Ernst sein, eine Kamera und Objektive ohne Bildstabilisierung zu vermarkten.
Auch wenn wir wegen der Software-Möglichkeiten kaum noch zwingend Lichtriesen brauchen, Leica ist für mich malen mit Licht – und f:5,6 ist für mich eher kritzeln mit Dunkelheit.

Das ganze klein halten zu wollen, gut und schön, aber es müssen doch spannende Brennweiten mit fester Lichtstärke möglich sein:

Leica 4,0/10-24 mm OIS

Leica 4,0/16-70 mm OIS

Leica 4,0/45-135 mm OIS

(Überlappung ist wichtig – Objektive wie 18-55 mm und 55-135 mm sind absolut praxisfremd!)

Klar sind die 4 erst der “billige” Anfang – aber eben doch sehr enttäuschend…

da vergeht jede Lust die Kamera auch nur in die Hand zu nehmen, geschweige denn zu kaufen.

Das Camera-Konzept hat Olympus vor Jahren schon vorgegeben und hat heute den besseren Verschluss & Sucher zum weit besseren Preis und die spannendsten Objektive.

 

 

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31. Oktober 2016
Nikon AF-S 1.4/105 mm ED

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eine gute Handvoll Glas – Mechanik – Elektronik und Träume: Nikkor AF-S 1.4/105 mm EDNikon_D810_mit_AFS_105_1.4

Ich liebe Innovationen, ganz besonders im Bereich der Tele-Objektive!
Nikon stellt ein bisher nie da gewesenes AF-S 1.4/105 mm ED vor.

Schauen wir einmal welche lichtstarken Porträt-Objektive mit fester Brennweite, es bisher zwischen 50 mm und 200 mm gibt:

Kleinbild-Vollformat-Objektiv-Rechnungen:
– 1.8/55 mm – von Zeiss für Sony
– 1.4/58 mm – exklusiv von Nikon, langsamer AF
– 1.4/75 mm – für meine Arbeit zu wenig Brennweite von Leica, MF
– 2.0/75 mm – das Summicron von Leica, MF
– 1.2/85 mm – ein Ausnahme-Objektiv nur von Canon
– 1.4/85 mm – ein Klassiker von Nikon, Sigma, Tamron, Sony, Pentax, Zeiss, Samyang
– 1.8/85 mm – die preiswerte, schnelle und sehr gute Alternative von Canon, Nikon
– 2.0/90 mm – Macro von Olympus – fantastisch, aber leider bis heute nur manuell
– 2.0/90 mm – Summicron von Leica – nur manuell
– 2.0/100 mm – ein unterschätzter Klassiker von Canon
– 1.4/105 mm – Neuheit von Nikon
– 2.0/105 mm DC – ein einzigartiges Objektiv mit Kontrolle des Vorher- oder Hintergrundes von Nikon
– 1.8/135 mm – ein spannendes, aber AF-technisch langsames Tele von Zeiss für Sony
– 2.0/135 mm – der scharfe Klassiker von Canon
– 2.0/135 mm DC – ein einzigartiges Objektiv mit Kontrolle des Vorher- oder Hintergrundes von Nikon
– 2.8/135 mm STF – das manuelle Soft-Focus von Sony Minolta
– 1.8/200 mm – ein hochlichtstarkes Einzelstück von Canon
– 2.0/200 mm – zwei fantastische, aber dicke und schwere Objektive von Canon und Nikon

Wechselobjektive berechnet für alle kleineren Sensoren, 1″, mFT und APS:
– 1.2/32 mm – gut gemeint von Nikon für das 1″ Kamerasystem – letztlich zu teuer und enttäuschend
– 0,95/42,5 – das besondere von Voigtländer für mFT, aber nur manuell
– 1.2/42.5 mm – Leica für mFT
– 1.7/42.5 mm – Panasonic mFT, preiswert und sehr gut
– 1.8/45 mm – Olympus mFT, etwas billig
– 1.4/55 mm – letztlich enttäuschend langsames Tele von Pentax
– 1.2/56 mm – von Fujifilm, perfekt für Halbformat-Sensoren
– 2.0/50 mm – Macro für Olympus FT – weit unterschätzt und wunderschön für Porträts
– 2.0/60 mm Macro – spannendes Macro von Tamron, leider sehr langsamer AF
– 2.4/70 mm – wenig lichtstarkes Mini-Tele von Pentax
– 1.8/77 mm – Pentax in fantastischer Metallfassung mit besten Leistungen
– 1.8/75 mm – Olympus mFT, keine leicht einzusetzende Brennweite
– 1.4/85 mm – von Samsung, wird leider nicht mehr produziert
– 2.0/90 mm – von Fujifilm, perfekt für Halbformat-Sensoren

Tamron, Sigma und Tokina haben sich bisher kaum um den wichtigsten fotografischen Bereich verdient gemacht.
Deshalb sind diese Porträts-Brennweiten ein guter Indikator um sich für das beste System zu entscheiden, da es praktisch keine Alternativen gibt. Will ich unauffälliger und weniger bedrohlich arbeiten, verwende ich Fujifilm oder mFT, aber für die optimale Leistung verwende ich Vollformat mit sehr hoher Auflösung oder auch Mittelformat.

Selbst von dieser gewaltigen Auswahl sind praktisch alle Objektive den Mittelformat-Objektiven an größeren Sensoren unterlegen.

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Let the sun shine…. through
das neue Nikkor ist ein neuer Spieler im Feld, viel Glas und folglich auch schwer, dick und kostspielig.

Konstruktionsmerkmale: NIKKOR AF-S 1.4/105 mm ED
Blenden:
1.4 – 16 in Drittelstufen oder Stufenlos durch die Kamera, 9 abgerundete Lamellen
Bauart: Polycarbonat mit Metallbajonett und Sichtfenster für Entfernung
Optischer Aufbau: 14 Elemente in 9 Gruppen und davon 3 ED-Linsen
Naheigenschaften: aus 1.o m Entfernung wird ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:7.7 erreicht
Filterdurchmesser: 82 mm
Dicke und Baulänge: 9,5 cm x 10,6 cm
Gewicht: 990g
PREIS: 2420€

LICHT:
+ Innovative Konstruktion mit sehr praxisnaher Brennweite
+ extrem scharf – schärfstes Porträt-Tele weltweit
+ sehr tolle Hintergrundzeichnung bei Offenblende
+ echte Innenfokussierung
+ sauber verarbeitet
+ 3 ED Gläser zur Minimierung von Farbfehlern
+ sehr gut abgedichtet
+ leiser AF-S Antrieb

SCHATTEN:
– keine DC-Funktion
– keine Konverter nutzbar
– keine Bildstabilisierung
– kein blitzschneller Autofokus
– keine Nahbereichsbegrenzung
– kein praxisnaher Abbildungsmaßstab eingebaut – nur 1:7.7
– kein Blendenring am Objektiv
– verrückter Preis
– Made in China

Zum Vergleich habe ich das Canon 1.2/85 mm L II – mit dem ich seit 10 Jahren arbeite und von Fujifilm nutze ich:1.2/56 mm und 2.0/90 mm, die nur auf Halbformat gerechnet sind.

Doch auch die anderen beiden Objektive kann ich einfach an Halbformatkameras wie 7DII, 80D und D500, D7200 einsetzen – dann sind sie gut vergleichbar:
Canon: 1.8/136 mm
Nikon: 2.1/159 mm
Fujifilm: 1.8/84 mm
Fujifilm: 2.8/135 mm

Das Canon kenne ich extrem gut. Es hat einige Schatten:
– starke CA – Farbfehler
– hohe Schärfe erst ab f:4-0
– ohne Sonnenblende kaum nutzbar
– bei Streiflicht geht oft kein AF mehr
– es fokussiert auch an neuesten Kameras eher etwas verzögert
– es hat keine echte Innenfokussierung
– die Sonnenblende löst sich schnell
– der Abbildungsmaßstab ist mit 1.9 nicht besonders
– es wiegt ein Kilo
– keine Canon-Konverter nutzbar
– es braucht zur Fokussierung immer Strom
– es ist bis zu 2000€ teuer

Auf der Seite des Lichts:
+ einzigartige Bildsprache
+ superlichtstark
+ es hat 72 mm Filterdurchmesser

Das Canon ist jetzt 10 Jahre alt und Nikon zeigt was besser geht und setzt es auch um.
Nikon gewinnt:
+ deutlich höhere Auflösung und Schärfe
+ traumhaft schönes Bokeh bei f:1.4
+ der AF ist schneller
+ keine CAs
+ kein ausfahrender Tubus
+ Abbildungsmaßstab 1:7.7
+ besser abgedichtet
+ praktisch gleiches Gewicht (aber länger und 1 cm dicker)

Den Bildstabilisator haben und brauchen beide NICHT! Er würde nur Lichtstärke und Abbildungsqualität kosten.
Letztlich ist das ein Objektiv für Nikon-Fans – aber kaum eines was der Porträt-, Mode-, Hochzeit-Fotograf haben muss.
Ich arbeite lieber mit Canon 1.2/85 mm – Fujifilm 1.2/56 mm und 2.0/90 mm oder Leica 1.2/42,5 mm. Wenn ich Nikon verwende kommt bei mir das 2.0/135 mm DC zum Einsatz.
Aber wer Schärfe bis an die Bildränder geil findet, ist hier richtig. Selbst das Zeiss Otus ist hier nicht mehr überlegen und es lässt sich nur langwierig fokussieren und ist ein Kaltzeichner – Also Nikon übernimmt hier die Krone. Ich bin gespannt wie Canon darauf antwortet.

Jetzt können wir trefflich darüber diskutieren, ob man so ein Objektiv braucht um bessere Fotos zu erleben – ob es nicht auch ein Zoom oder ein 1.8/85 mm tut. Mich inspiriert eine solche Neuheit dazu die Welt neu zu entdecken und bewußter zu fotografieren. Ich mag auch das hohe Gewicht, man hält es ruhig und bewußt und wenn es mal zu schwer wird, dann nehme ich die Fuji X-T2. Doch mit einem 2.8/70-200 mm – wie es viele tun, fotografiere ich ungern eine ganze Session – da wird es dann zu schwer und kopflastig.

Was bis heute fehlt ist ein lichtstarkes Zoom mit dem wichtigsten Brennweitenbereich:
AF-S 2.0/35-135 mm oder mindestens 2.0/35-105 mm

Alle Objektive die bei 70 mm Brennweite beginnen, zwingen mich noch ein weiteres Objektiv für den schnellen Wechsel zu Ganzkörper-Aufnahmen oder das einbeziehen von Hintergründen zu verwenden.
Auch das in den Himmel gejubelte Sigma 1.8/50-100 mm kann mich da gar nicht locken.
Es ist einfach lächerlich uns heute immer noch 2.8/24-70 mm und 2.8/70-200 mm für Menschenfotografie anzubieten!
Wenn, müssen sich die Bereiche deutlich überschneiden: 2.8/24-90 mm & 2.8/50-200 mm!
Liebes Nikon Team – das ist eine neue Lichtstärke für die schöne Brennweite 105 mm, extrem scharf – aber mehr leider auch nicht.
Das Objektiv ist 1000€ zu teuer, hat einen schwachen Abbildungsmaßstab und kann keine Fotos realisieren, die mit 1.4/85 mm oder gar 1.2/85 mm oder 2.0/135 mm nicht mindestens genauso gut möglich wären. Und die Hintergrundzeichnung eines 2.0/200 mm oder 2.8/300 mm ist noch schöner.

 

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Warum Canon-Objektive allgemein vielleicht immer Chef im Ring bleiben?
Das gigantische Bajonett eröffnet ganz andere Konstruktionen… Nikon – Canon – Fujifilm

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Ich sehe Objektive nicht nur technisch, sondern auch emotional:

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