Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

9. Juni 2013
Sigmas neue Strategie – Erste Eindrücke

Bisher hat sich der Objektiv-Hersteller überwiegend an Knipser, Einsteiger und ein paar Hobby-Fotografen gewendet, doch auch deren Qualitätsvorstellungen sind deutlich gestiegen. Daher wurde es Zeit etwas Neues zu wagen.

Das DG 1,4/35 mm ART ist gelungen, es werden nicht so viele Fotografen wirklich brauchen und beim mehr als doppelten Preis wird es nicht so rasch eine Konkurrenz für die 1,4/50 mm Objektive werden. Doch sind sich die meisten einig, daß es eine günstigere Alternative zu den Reportage-Objektiven von Canon und Nikon ist und sogar optisch mindestens gleichwertig. Was fehlt sind entsprechend hohe Abdichtungen, es bleibt also abzuwarten wie es sich im Alltag bewährt.

Es profitiert im Moment vom Vollformat-Hype. Für mich kommt es 10 Jahre zu spät, denn früher hätte ich es unbedingt haben wollen, heute wäre es nur ein zusätzliches Gewicht von immerhin 660g (10 cm Baulänge), dass ich zu selten wirklich dringend benötige. Brauche ich Lichtempfindlichkeit und kurze Zeiten, verwende ich ein 1,8/24 mm Zeiss (Nex) oder 1,8/17 mm (mFT) und wenn ich geringe Schärfentiefe ausreizen will, verwende ich lieber 1,2/50 mm oder 1,2/85 mm.

Auch das neue Sigma DC 2,8-4,0/17-70 mm OS Contemporary hatte ich inzwischen kurz zum Testen. Es ist eine komplett optimierte Rechnung und hat mit den älteren Versionen gleicher Brennweite nicht viel gemeinsam.

Wie alle neuen Sigma-Objektive hat es ein verstärktes, langlebigeres Bajonett und besteht aus erheblich hochwertigeren Materialien, es wird sogar Metall für den Tubus verwendet.
Es läuft sehr geschmeidig, nicht zu leicht und präzise, die Gravur an der Frontlinse ist nicht mehr in weiß, was Reflexionen verursachen könnte, sondern farblos und der Durchmesser bleibt bei 72 mm. Es hätte für mich ein 2,8-4/15-70 mm sein müssen (für Canon) – oder zumindest 16-70 mm für Nikon/Sony Kameras. Der Bereich der 24 mm KB-Brennweite wird hier gänzlich vernachlässigt.
Nach erstem Kontakt frage ich mich unwillkürlich, womit hat uns Sigma eigentlich die letzten 30 Jahre veralbert – es geht doch – sogar zum fairen Preis von 450€ ist Präzision und Detailfreude zu machen.

Gans ehrlich, es ist schwer viele der Sigma Bananen-Zooms der letzten Jahrzehnte zu vergessen, ich bin gespannt ob Sigma es schafft mit der neuen Strategie neu Fuß zu fassen. Die Festbrennweiten waren oft sehr gut, vor allem die Macros und die innovativen Zoom-Brennweiten haben mir immer gefallen, nur die Umsetzung bei letzteren war kaum wirklich professionell. Zu bedenken gebe ich auch, Sigma wechselt so schnell und manchmal fast unbemerkt das Finish, die Eigenschaften oder die Gläser, Vergütungen, Beschriftungen, Drehrichtungen – da kann einem leicht schwindelig werden. Ein wirklicher Überblick über die zahllosen Versionen ist kaum möglich. Sigma fehlt die Konsequenz, die stringente Linie und somit ist auch der Werterhalt nur gering. Wer sucht schon ein bestimmtes, gebrauchtes Sigma-Objektiv? Geld was Sie für ein Sigma-Objektiv ausgeben, auch wenn es scheinbar günstig ist – ist oft schon nach Monaten, spätestens aber nach 2 Jahren nichts mehr wert. Während sich gebrauchte Canon, Nikon, Pentax Objektive doch eher steigender Beliebtheit erfreuen.

 

Vorbildlich mit präziser Sonnenblende und mit feiner Gravur und sehr guter Fassung.

 

Neu ausgeliefert wird jetzt auch die dritte Version vom DG 2,8/120-300 mm OS SPORT. Dieses Objektiv ist seit Erscheinen vor rund 10 Jahren besonders verheißungsvoll, die große Blendenöffnung bis hinein in den Supertelebereich. Ich habe beide Vorgänger-Versionen besessen und durchlitten – doch ich konnte nie mein 2,8/70-200 mm (erheblich leichter 1,5 kg, handlicher und schneller) oder gar mein 2,8/300 mm bzw. 4,0/400 mm (deutlich schärfer, robuster, weniger Kopflastig, mehr als 1 Kg leichter) durch das schwere Sigma Tele-Zoom ersetzen. Letztlich war mir die variable Brennweite in diesem Bereich sogar immer weniger wichtig. Es wird oft erst besonders wichtig zwischen 200 mm und 500 mm. Die Arbeit mit Konvertern war zwar immer möglich, aber dann war die Abbildungsleistung nur noch im absoluten Bildzentrum gut.

Hauptproblem waren immer seine Kopflastigkeit, die das Handling enorm erschwert und sein mit rund 3 Kilo hohes Gewicht. Diese neue Version wiegt jetzt mit 3400g noch einmal 450g mehr – das ist schwer. Diese Angabe hatte Sigma bis zuletzt unter Verschluss gehalten um sie jetzt still und leise nach zu reichen – für mich steht aber hier schon fest, jetzt ist es viel zu schwer. Hinzu kommt ein schwacher Abbildungsmaßstab von nur noch 1:8,1.

Ich hatte Zweifel, dass nach den brillanzarmen und nur zentrumsscharfen Vorgänger Versionen, Sigma hier jetzt ein Geniestreich gelungen ist. Und tatsächlich ist die optische Konstruktion identisch mit dem Vorgänger – es ist scharf im Bildzentrum und bei f:5,6 auch bis zum Bildrand. Ohne Konverter ist es ein gute Objektiv, doch mit Konverter lässt es noch einmal deutlich nach. Bisher war es weder mit Canons 2,8/70-200 mm noch mit dem 2,8/300 mm auch nur annähernd vergleichbar. Zu gerne lasse ich mich aber überzeugen, das die neue SPORT-Version die Zukunft der Reportage- und Tierfotografie ist… Ich fürchte aber es wird ein Nischenobjektiv bleiben, dass nur sehr selten gekauft wird.

Um es wirklich attraktiver zu machen, hätte Sigma das Gewicht auf 2600g senken sollen, den Abbildungsmaßstab auf 1: 4 verbessern und den Brennweitenbereich auf 80-300 mm ausdehnen sollen.
Ideal wäre derzeit aus meiner Sicht nur ein leichtes 4,0/50-300 mm, das maximal 2 Kilo wiegt und voll mit Konvertern einsetzbar ist. Vielleicht arbeitet ja Sigma auch daran…



Sigma gibt Alles – auch für das Halbformat – APS-C: DC 1,8/18-35 mm ART!
28iger – 35iger und 50iger in einem – es wäre ja vielleicht spannend wenn es bei 16 mm beginnt und dann zweifachen Zoombereich bei hoher Leistung bietet – aber für den Bereich 28-50 mm sehe ich keine wichtige Anwendung.
A gehen ambitionierte Nutzer oft lieber mit Kleinbildformat fotografieren – die brauchen es nicht und können es nicht nutzen
B wenn ich ein lichtstarkes 35iger oder 50iger habe, reicht meistens das eine Objektiv für fast alles, den Rest machen die Füße.
Sicher spielen Perspektive und Gestaltung eine Rolle, doch letztlich sind die Unterschiede nicht so gewaltig und mir persönlich sind dann extremere Brennweiten wie 16 mm oder 12 mm lieber.

Der Preis scheint zwar heiß, denn mit 799€ ist er geringer als erwartet und er wird sicher im Handel noch bis 600€ durchrutschen – doch auch dann bleibt es ein schweres, großes 2,5/28-50 mm im Vergleich zu Kleinbild-Vollformat (810g schwer und 12 cm lang!) – weder für zu Hause noch auf Reisen finde ich es besonders spannend.

Es erntet viel Anerkennung – denn es ist ja ein Schritt in eine neue Richtung, den die anderen Kamerahersteller bisher nicht gewagt haben – Canon bietet ja nicht einmal ein 1,8/35 mm für Halbformat an. Und Sigma setzt ja immer sehr gerne bei Canons Versäumnissen oder Schwachstellen an. Nach dem neu gerechneten 1,4/30 mm sind im nächsten Schritt sind dann auch 1,4/24 mm; 1,4/56 mm und 1,8/135 mm denkbar. Das 1,8/135 mm ist sicher auch im Vollformat willkommen, hier haben Nikon und Canon alte – wenn auch sehr gute – Konstruktionen (2,0/135 mm).

Sigma ist gezwungen die Nischen zu besetzen.

Also prima wenn Sigma wieder innovativ ist und sich neue Nischen überlegt und besetzen will – aber doof wenn die echten Notwendigkeiten dabei noch übersehen werden:
– ein 2,0/35-105 DG mm wäre doch weine Wucht
– ein 4,0/50-300 mm OS DG wird dringend gebraucht
– 3,5-5,6/16-200 mm OS DC
– 3,5-5,6/24-200 mm OS DG
– 5,6/200-600 mm OS
– 1,8/135 mm OS (soll in Planung sein)
– 4,0/400 mm OS
– 4,5/500 mm OS
– 5,6/600 mm OS

wären begehrte Objektive, wenn hochauflösend, leicht und bezahlbar.

Was Sigma auch anbieten sollte, sind Motorzoom-Objektive mit großen Zoombereich – die sind nicht nur für Filmer spannend.
Ein 5,6/16-160 mm für APS-C muß doch in guter Qualität machbar sein.

Ein 4,0/15-85 mm sicher auch.

Sigma-Feinanpassung der Objektive an alle Kameras?

Die neuen drei Baureihen von Sigma ART, SPORT, CONTEMPORARY lassen sich mit einem 50€ teuren Adapter plus Kabel an den Computer anschließen, auslesen, anpassen und sogar verstellen.
Ich mag kein RAW – es zwingt mich an den Computer.
Ich mag kein Kamera-Finetuning – eine Kamera muß scharfe und richtig belichtete Fotos liefern, wenn ich sie kaufe – bis zu dem Tag an dem ich sie verkaufe. Wie Hersteller das hin bekommen ist mir egal, denn ich zahle ja viel Geld dafür.

Was Sigma uns da jetzt verkaufen will, setzt dem ganzen die Krone auf – Finetuning für Objektive.
Also tatsächlich bedeutete dies, Sigma will es nicht mehr machen oder kann es nicht und jetzt soll es der Kunde machen. Das ist ein schlechter Witz. Sigma hat sich leider mit vielen neueren Produkten auf  ein schwaches Niveau begeben und kann bei mir nur noch selten Punkten. Die neue Qualitätsoffensive mit ART – SPORT – CONTEMPORARY (= lichtstark – schnell – Einsteiger)  Objektiven sehe ich sehr kritisch – und eine Feineinstellung an Objektiven werde ich ganz sicher nicht vornehmen.

Man kann das natürlich auch anders betrachten und als besondere Möglichkeit sehen, seine Sigma-Objektive immer schön an die neuesten Kameras anzupassen – doch glauben Sie mir, in Zukunft werden Sie mit neuen Kameras immer wieder auch einige Objektive neu dazu kaufen müssen, Macro- und Tele-Objektive vielleicht ausgenommen.
Also für den ein oder anderen mag es eine Chance sein und vielleicht bieten Nikon und Canon ja einmal ähnliches an.

Sigma feiert einen Achtungserfolg mit dem gelungenen: 1,4/35 mm ART
Dafür ist das DC 1,4/30 mm auch wieder nicht wirklich verbessert und das 2,8-4,0/17-70 mm C auch nichts Neues.

Von Sigma Kameras halte ich gar nichts, von keiner dieser bis heute vorgestellten Kameras – Das Design und die Haptik sind einfach zu grässlich – da nützt der ambitionierteste Sensor nichts.

 

 

9. Juni 2013
Fotogeräte-Fach-Beratung

Foto-Fach-Handel

Was man sich in Foto-Geschäften in Sachen Kamera-Beratung anhören kann ist immer wieder umwerfend und erhellend, wortwörtlich.

Erst gestern wieder.

Da bekommt eine Frau mittleren Alters, nett und durchaus attraktiv eine Beratung von einer weiblichen Fachangestellten.

Die stellt ihr gleich eine Sony Nex 3 vor die Nase,

die Kundin spielt etwas damit und befindet, ohne Sucher sei das nichts für sie, denn bei hellem Sonnenlicht könne sie auf dem Monitor nicht genug sehen.

Daraufhin wird die Eos 550D mit großem 18-135 mm herausgeholt. Schon besser, aber irgendwie groß und unhandlich und nicht so wirklich das erträumte.

Langsam werde ich, daneben auf meinen Verkäufer wartend, nervös.

Ich habe eine kleine Tasche umhängen, in der sich meine neue Panasonic GH2 mit 14-140 mm und 100-300 mm befindet.
Ich hatte damit bis vor einer Stunde versucht Wölfe, Luchse, Bisons und Otter zu fotografieren. Das war mir nur leidlich gelungen,
das Licht war zu schlecht und auch bei ISO 1600 war keine kürzere Zeit als 1/50 zu erreichen und damit waren die Fotos vorprogrammiert unscharf und verwackelt.
Aber man macht natürlich trotzdem einige Klicks…

Glücklicherweise hatte ich parallel die Eos 7D dabei, die bei ISO 3200 eine etwas größere Ausbeute versprach, die lag aber jetzt im Auto.

Das Gespräch und Zeigen dauerte jetzt schon 10 Minuten, inzwischen war unvermeidlich noch eine Nikon D7000 dazu gekommen.

Dann juckte es mich und ich erklärte etwas zu hastig, dass ich die Tests für die Zeitschriften mache und es vielleicht eine schöne Alternative gebe,
mit Sucher und trotzdem modern und handlich und klein, etwas, dass man gerne mitnimmt.

Und empfahl der mit östlichem Akzent sprechenden Verkäuferin doch mal eine G2 von Panasonic zu zeigen.

Sie suchte, ich wusste mit einem Blick wo sie stand. Sie suchte zu lange, daran wurde deutlich,
dass sie fast immer die Sony Nex oder die Canon zuerst griff und gar nicht recht wusste, was sie noch alles in den weitläufigen Glasvitrinen hinter ihr hat.

Ich deutete schließlich auf die hinterste Ecke in der die G2 verwaiste.

Sie nahm sie endlich hervor und gab sie der Kundin.

Ihr Gesicht hellte sich auf, das war doch mal kompakt. Ich nahm zwischenzeitlich meine GH2 heraus,
es schauten von hinten noch weitere Kunden zu, die sich vorgenommen hatten sich für die
Canon Eos 60D mit Schwenkmonitor zu interessieren (Canon wird immer gern gekauft, kennt ja jeder…)

Ich spielte also mit der GH2 mit dem 14-140 mm und demonstrierte was mit dem Monitor möglich war (das was die Fach-Verkäuferin hätte machen sollen)

Und bestätigte die gute Bildqualität.

„Wunderbar leicht“ befand die Kundin.

Dann kam aber prompt der Einwand, das auf der G2 ja nur das 14-45 mm Objektiv drauf sei und
man besser das 14-140 mm oder den Kit mit Telezoom nehme und das die Sony Nex aber viel handlicher sei.

Also wieder Sony…

Darauf konnte ich mich nicht zurückhalten und meinte, das die Qualität der von Panasonic sichtbar unterlegen sei, die Objektive seinen nicht in einer Liga.

Jetzt platze der Fach-Verkäuferin dann doch endlich der Kragen, sie beeilte sich die Colorfoto holen zu gehen,
mit den abgedruckten Tests etwas zu belegen und sagte zu mir, das ich Unrecht habe und Sony viel besser sei.

Ich frage so freundlich wie möglich, ob sie denn schon damit gearbeitet und intensiv verglichen habe?

Nein, aber der Chef, der sagt, Sony ist das allerbeste…

Aha… der Chef hat bei Sony ein Prozentpünktchen mehr heraus gebettelt und das Lager voll mit Sony, also müssen die verkauft werden,
während die Panasonic-Geräte (und Olympus, Samsung etc) staub ansetzen…

Ich gebe ja zu, ich provoziere zu gerne… aber so läuft das fast immer im Foto-Geschäft.

Die Kundin war nun völlig verwirrt und ich hielt mich zurück.

Sie wog die Kameras gegeneinander ab und befand dass sie durch den Panasonic Sucher gar nichts erkennen könnte.

Die Fach-Verkäuferin schnappte etwas in der Art von „ja sehen sie!“

Und ich murmelte nur, sie solle einmal den Dioptrieausgleich auf ihre Augen anpassen…

Der Hammer, da stehen dann Kameras in der Vitrine, die nicht einmal eingestellt sind oder vielleicht sogar absichtlich verstellt sind…

Woher sollen normale Kunden denn wissen, dass heute bei den allermeisten Kameras das Sucherbild auf die eigenen Augen angepasste werden sollte.

Genauso werden Kunden häufig Kameras ohne geladenen Accu, mit englischem Menü, im ausgeschalteten Zustand in die Hände gegeben…
ein Witz – dieser Foto-Fachhandel.

Aber – ich gestehe natürlich zu, dass die landläufigen Verkäufer oft nicht lange in einem Laden oder gar bei dem Job bleiben und
wenn haben sie kaum die Möglichkeiten, geschweige denn die Zeit, die immer neuen Geräte mit nach Hause zu nehmen um sie ohne Vorbehalt auszuprobieren.

Und wenn, dann schon bald keine Lust mehr darauf.

Die allermeisten Verkäufer haben ihre Vorliebe, weil sie mal ein gutes Seminar bei einer Firma mitgemacht haben und die Fotos ja auch schön scharf waren –
sie werden dann ihr Leben lang auf Canon oder Nikon oder vielleicht sogar auf Sony schwören.

Sie bekommen dann zusätzlich allmonatlich eine Menge bestimmter Kameras aufgedrückt die verkauft werden müssen – mit allen Mitteln.

Und es gibt trotzdem die sturen Verkäufer, die dann immer die Canon greifen und den Leuten einpacken, denn die lassen sich fast immer am leichtesten verkaufen,
auch wenn der Handel oft am wenigsten an einer Canon verdient – Massengeschäft bringt es dann eben.

Es ist ja viel zu mühsam zu fragen, was ich auch hier im Laden rasch gefragt habe:

„Was möchten Sie denn fotografieren, was fotografieren Sie am liebsten?“

Diese Frage hatte die attraktive Kundin offensichtlich noch nie gehört und war etwas befremdet.

Denn das ist entscheidend, die Kameras können alle einwandfreie Fotos machen, aber längst nicht jede ist für jedes Motiv und jede Art zu Fotografieren gleich gut geeignet.

Damit war für sie klar, sie würde heute nicht kaufen, ich gab ihr meinen Flyer.

Ich verdrückte mich dann auch langsam.

Mit Menschen (Fach-Verkäufern) die etwas empfehlen und etwas behaupten, das sich nicht belegen lässt, mag ich mich nicht auseinander setzen.

Da orientiert sich die Dame an Tests aus der Colorfoto, die auch gleich griffbereit ist und dem was der Chef vorgibt – ein Witz.

Und so läuft der Verkauf 1000 x am Tag – nur das ich leider nicht immer da sein kann und aufklärend wirken oder gar schlimmes verhindern kann.

Wobei natürlich die meisten froh sind mit ihrer Kamera und dann gar keine Vergleiche mehr haben und oft auch wurscht ist,
wenn es mit einer anderen Kamera besser zurecht gekommen wären, sie mehr Spaß gehabt und bessere Bilder gehabt hätten.

Informationen sind fast wertlos, wenn man nicht weiß welcher Quelle man trauen kann und welche Quelle überhaupt für einen selbst in Frage kommt.

Wer weiß denn schon was die Vorgaben in den Magazinen, Internetforen, Testplattformen, Geschäften sind und welche persönlichen Vorlieben dahinter stecken?

Nun können Sie natürlich denken, wenn der Harry eine Panasonic empfiehlt, dann kaufe ich lieber die Sony,
denn ich komme mit dem was der Harry empfiehlt ja nie zurecht – und schon habe ich auch was bewirkt.

Oder die ganzen Nikon-Fans, die weiter Blitzlicht lesen, auch wenn ich Nikon seit meinen letzten Erfahrungen mit
Produkten der Marke und der Behandlung durch Firmen-Angehörige sehr kritisch betrachte.

Wer den Vergleich hat und ausprobiert, kann vielleicht früher oder später mein Ergebnis nachvollziehen oder
für sich bestimmen, mir reicht diese Kamera und diese Qualität.

 

Veröffentlicht in General, Praxis-Tests

12. Mai 2013
Systemvergleich Canon & Nikon

Canon Eos 5D Mark III & Canon EF 2,8/400 mm L IS plus Canon Ef 1,4x Extender III

Pole Position

Marken-Fans sehen gerne Vorteile für die Kamera, die sie besitzen – doch einen eindeutigen Sieger oder gar eine beste Kamera – kann es nicht geben – die Pole-Position wird alle paar Jahre neu definiert.
Menschen und Anforderungen und Foto-Situationen sind viel zu verschieden, als das es ein dauerhaft bestes Kameramodell geben könnte.

Für meine Fotografie habe ich das Wettrennen der großen Fotoanbieter stark vereinfacht, wer mir den besten Autofokus und die besten Objektive bei geringstem Bildrauschen zur Verfügung stellt – gewinnt bei mir das Rennen!
Ich hatte lange Teles für Canon, für Minolta, für Nikon, für Olympus FT und jetzt wieder für Canon.

Die reine Auflösung, Bild-Serien-Frequenz, Belichtungsgenauigkeit. Blitz-Belichtung,  Weißabgleich und alle Spielereien sind für mich absolut drittrangig.

Alle paar Jahre wird der Profibereich neu definiert, Canon und Nikon sind schon da und Sony will auch ein Stück haben und sogar Panasonic strengt sich an, setzen die Bestmarke im Systemkamera-Bereich mit der GH3, ebenfalls bei den Bridge-Kameras mit der FZ200.
Wer NIKON-Systembausteine hat, wird nicht wechseln, es sei denn ihm fehlen wichtige Objektive. Es ist zwar nicht logisch, das Nikon seine im Vergleich zu Canon öfter schwächeren Objektive (weniger scharf: 2,8/70-200 mm; 5,6/70-300 mm;1,4/85 mm; 2,0/135 mm; 2,8/300 mm; 2,8/400 mm; 4,0/500 mm; 4,0/600 mm und schwächeren Konvertern) mit einer extrem hochauflösenden Kamera D800 konfrontiert – aber solange fleißig gekauft wird…

Nikon ist etwas überlegen mit: 4,0/16-35 mm; 4,0/24-120 mm und deutlich mit dem neuen AF-S 4,5-5,6/80-400 mm VR II.
CANON hat das einzig Richtige gemacht, nachdem Nikon in den letzten Jahren im Profi-Bereich wieder erstarkt ist – um die nicht ganz optimalen Weitwinkel-Objektive aufzuwerten wurden endlich Profile erstellt: Die Eos 5D III und die Eos 1DX haben sie eingebaut für JPEG-Fotos und Canon’s DPP-Software kann alle RAW Fotos optimieren. Natürlich auch alle bisher gemachten und so gewinnen das 16-35 mm; 17-40 mm; 24-70 mm und die Festbrennweiten wieder an Qualität und Ausdruck. Die Problem mit der Eos 1 D Mark III dürfen nicht wieder auftreten und so lässt die 1DX wieder alles hinter sich. Und Canon hat den Autofokus mächtig renoviert und kann endlich wieder von seinem besonders schnell ansprechendem USM profitieren. Und Canon vermeidet bisher noch eine extreme Auflösung, wird aber sicher auch bald in Richtung 40 MP nachziehen.
Auch OLYMPUS hat seine Entwicklung korrigiert, schneller hochmoderner AF, neue Systemkameras mit mFT-Bajonett (E-M5 OM-D) und ein paar hochwertige Zuiko-Gläser (2,0/12 mm & 1,8/45 mm & 2,8/60 mm & 1,8/75 mm). Aber die User fordern auch neue Sensoren – die OM-D macht den Anfang mit einem für mFT Verhältnisse 16 MP Sony Sensor.
SONY sucht noch nach einem Weg, die Sensoren sind teilweise super (bis 16 MP) und eine neue hochauflösende Generation steht für Vollformat in den Startlöchern. Die Kamerakonzepte A77; A65 und A58 sind jetzt stimmiger und bieten neben den Systemkameras als einzige einen wirklich schnellen Life-View mit beweglichem Monitor. Sony wird weitere Zeiss-Objektive zeigen und die Lücken schließen. Das hoffnungsvoll erwarteten 2,8/300 mm und 4,0/400 mm stammen leider nicht von Zeiss, sind trotzdem sehr teuer und nicht auf einer Höhe mit Canon und Nikon. Bei Sony sind die Objektive am weitesten vom Stand der Technik entfernt.

Vergleiche – Canon’s Eos 5D III und Nikon D800

Irgendjemand hat in totaler Unkenntnis oder Umnachtung den Blödsinn geschrieben, die Nikon D800 sei total neu (mit altem AF und altem Verschluß und neuer Unhandlichkeit und verkleinertem Accu) und die Canon Eos 5D Mark III sei nur ein kleines Update.
Das ist völliger Unsinn, denn an der Eos 5D III ist im Unterschied zur 5D II praktisch jedes Bauteil außer dem Bajonett und dem Accu anders, anderer Sucher, anderer Verschluß, andere Bedienung, andere Belederung, anderes Menü, andere Speicherkarten-Schächte, sogar andere Kartenklappe, andere Anschlüsse und ein neuer Sensor, der wesentlich mehr Schärfe zeigt und ein Nachschärfen fast ganz überflüssig macht, ein ganz neuer, viel leistungsfähiger AF – den es so bei Canon noch nie gab, ein Sensor der um 2 volle EV-Stufen in der Lichtempfindlichkeit gesteigert wurde und mehr als 2 EV-Stufen weniger rauscht. Wer jetzt also die Neuheiten-Qualitäten einer Kamera an der Sensor-Auflösung fest macht, denn hier gewinnt die Eos 5D Mark III zur Vorgängerin nur 1.000.000 Pixel – der hat bis jetzt nicht verstanden wie ein Sensor funktioniert und Bilder zu Stande kommen. Mehr Pixel machen keine besseren Fotos, schon lange nicht mehr – für einige, wenige Motive und Zwecke sind noch gewaltigere Auflösungen in Verbindung mit entsprechenden Objektiven jedoch nützlich. Einen interessanten Aspekt der Nikon D800 sehe ich eher in der D800E, wegen dem weglassen des superlästigen AA-Filters und nicht in 36 MP Auflösung. Der Filter in der Eos 5D III ist ebenfalls dünner geworden und Canon wird ihn sicher auch bald loswerden wollen, wenn dadurch die Detailzeichnung bei Mustern im Gefieder und in Stoffen nicht mehr leidet. Leider wird der Blödsinn den jemand verzapft gerne nachgeplappert. Ich bemühe mich immer den Details kritisch auf den Grund zu gehen, den Nutzen für mich zu entdecken. Nachplappern und dummes Zeug schreiben ist langweilig.

ISO-Empfindlichkeit:
Ab 800 ISO zeigt die D800 minimales Bildrauschen und ab da geht der Detailvorsprung vor der Eos 5D zurück und schon 1600 ISO werden anspruchsvolle Fotografen versuchen zu vermeiden.
Ab 1600 ISO überholt die Eos 5D in jeder Hinsicht und auch ISO 3600 sind für sehr anspruchsvolle Fotografen voll nutzbar. Alle anderen werden, wie ich auch 6400 ISO und 12.800 ISO problemlos nutzen können. Meine Tierfotografie profitiert jetzt enorm vom Bereich 100-12.800 ISO bei einer bisher nicht gekannten Schärfe mit den neuen Objektiven!

AUTOFOKUS
Ich vermute NIKON verschenkt hier sein Potential an zu günstige chinesische AF-S Motoren. Denn seit Nikon D200 und D2 hatte Nikon einen Vorteil beim Autofokus durch die neuen AF-Felder in der Kamera und den Lock-On. Das hat Nikon jetzt beileibe nicht mehr. Was im Super-Tele-Bereich noch nicht so stark auffällt, macht sich im Weitwinkel bis zum mittleren Tele-Bereich deutlich bemerkbar – die Canon Eos 5D III fokussiert jedes Objektiv zwischen 16 und 300 mm schneller und sitzt sofort auf dem Punkt, während Nikon mit den “langsamen” AF-S Motoren noch rumwickelt und den Punkt sucht. Außerdem ist das Umschalten zwischen Single-AF und Nachführ-AF ist sinnlos aufwendig, mit zwei Händen Drücken und Drehen und den Monitor beobachten – das ist schlimmer Mist. Das habe ich schon bei der D7000 bemängelt – den Nikon-Fans fällt das kaum auf, sie werden jetzt mit langsamen AF arbeiten wie sonst nur Mittelformat-Studio-Kameras.

SENSOR – Technik
Die Auflösung von Nikon ist gut 1/3 höher als die von Canon. In den Fotos macht sich das durch eine etwas bessere Detailzeichnung bei 100 bis 800 ISO bemerkbar. Die Nikon-Fotos können in diesem Bereich etwas stärker vergrößert werden. Für manchen Studio – oder Landschafts-Fotografen mag das ein Vorteil sein mit richtig guten Zeiss- oder Nikkor-Objektiven. Grundsätzlich ist die Auflösung mit vielen Objektiven erreichbar, wenn man mit Stativ und besonders sorgfältig arbeitet – aus freier Hand jedoch eher nicht!

SERIENBILDER
Die D800 schafft 4 B/Sekunde, wird aber auf 6 B/Sekunde beschleunigt mit dem Accu-Handgriff – dadurch ist zwischen Nikon und Canon Gleichstand. Nur die schwächere Stromversorgung aus der Nikon D7000 gibt Manchem zu denken. Die Ausdauer der Eos 5D ist deutlich höher.

BELICHTUNG & BLITZTECHNIK & WEIßABGLEICH
Hier legt Nikon weiter vor, mit eingebautem Mini-Blitz und Blitz-Steuerung und einer sichtbar besseren Blitzbelichtung kann Nikon punkten. Canon leistet sich hier immer noch Schwächen, die Konstanz der Ergebnisse muß besser werden und die Belichtungsgenauigkeit sollte noch optimiert werden.
Dafür arbeitet der automatische Weißabgleich von Nikon längst nicht immer einwandfrei und Canon gibt hier schon lange kaum noch Grund zum klagen.

OBJEKTIVE
Für mich hängt sehr viel von der Auflösung und dem Autofokus-Motor und der Zuverlässigkeit der Objektive ab. Auch der Preis und die Verfügbarkeit als gebrauchte Exemplare sollte bei den Überlegungen eine Rolle spielen.
Nikon trumpft auf mit 2,8/14-24 mm; 2,8/24-70 mm; 4,0/24-120 mm; 4,0/200-400 mm – verliert aber praktisch bei allen Festbrennweiten vom 1,4/24 mm, beim bezahlbaren 4,0/300 mm ohne VR bis hin zum 4,0/600 mm VR und ein 5,6/800 mm VR wird immerhin im Oktober endlich existieren. Die wichtigen Zooms: 2,8/70-200 mm VR II; 5,6/70-300 mm VR; 5,6/80-400 mm VR zeigen sich ebenfalls unausgereifter und schwächer als die Pendants von Canon.
Die Super-Teles 2,8/300 mm; 2,8/400 mm sind schwächer, langsamer und schwerer als die Neurechnungen von Canon, es gibt auf unserem Markt nur wenige gebrauchte Exemplare und die jetzigen werden bald durch Neurechnungen ersetzt werden müssen. Wer Canon und aktuelle Objektive hat, muß sich 6-10 Jahre kaum Gedanken machen.

WER bei NIKON angekommen ist und bleiben will – hier einige Entscheidungshilfen für die geeignetste NIKON-KAMERA: Die D2, D200 und D300 Modelle waren tolle Kameras, aber sie sind überholt. Der D7000 Sensor ist in der Halb-Sensorenklasse das beste, was man bei Nikon bekommen kann, sichtbar besser als die D300s – nur leider ist es das Kameragehäuse der D7000 nicht – es reicht für Einsteiger und als Zweitkamera.
Es soll bis Herbst eine Nikon D400 mit 24 MP-Sensor erscheinen, die hoffentlich das Bildrauschen unter Kontrolle hat und trotzdem schnell, leise und vibrationsarm ist (was die D800 so nicht ist!).
Auch eine D600 als direkter Nachfolger der D700 soll bald mit 24 MP-Sensor verfügbar werden. Sie könnte der ideale Kompromiss für alle Nikon Fotografen werden.
Die Nikon D3s ist eine sagenhafte Kamera, die im High-ISO-Bereich bis jetzt das Non-plus-ultra war – wer oft bewegte Motive ablichtet oder bei wenig Licht arbeitet, sollte sie weiterhin behalten. Das gilt auch für die beliebte D700 – auch wenn beide “nur” 12 MP auflösen und Bildausschnitte nur begrenzt zulassen, im Bereich hoher Empfindlichkeiten gibt es jetzt und in nächster Zeit bei Nikon keine Alternative. Die D3x ist mit ihrem 24 MP Sensor eingeschrängt verwendbar und wird durch die neue D800/D800E in vielen Bereichen geschlagen. Die Nikon D4 ist die Sport-Foto-Kamera. Die Tierfotografen werden sie nicht alle akzeptieren, weil sie oft mehr Auflösung als 16 MP wollen und Ausschnitte brauchen!

GRÜNDE die trotz hochauflösender D800 und zu erwartender D400/D600 vielleicht für einen Wechsel/Ergänzung durch Canon sprechen:

Nikons Abhängigkeit von Sony-Sensoren
Nikons lautes, etwas kränkelndes Auslösegeräusch (auch im leisen Modus) und die starke Vibration in der Kamera
Nikons Unvermögen die Objektive zu Ende zu denken
Nikons offensichtlicher Sparkurs bei den Objektiven, bei den AF-Motoren und Materialien
Nikons geringes Gebrauchtangebot im Tele- und Super-Tele-Bereich
Nikons Politik jetzt nach moderater und sinnvoller Auflösung auf höchste Auflösung und den ständigen Neukauf von Objektiven und Zubehör zu setzen
Nikons falscher Kurs bei den Systemkameras – die Serie 1 hat zu kleine Sensoren, ist überteuert, hat kaum Objektive und ist keine gute Zweitkamera zur Reflex
Nikons durchweg schwächere Konverter
Nikons schwächere Super-Teles – die schon bald in neuer Version erscheinen müssen
Nikons kleines, limitiertes Bajonett und mechanische Bauteile – auch nach 25 Jahren noch
Nikons starke Vignettierung und starke Kamerakorrektur
Nikons schlechte Stativ-Arme an den Super-Teles
Fehlende Nikkor Objektive: PC-E  4,0/17 mm; 1,2/50 mm; 1,2/85 mm; AF-S 2,0/135 mm; AF-S 3,5/180 mm Micro; AF-S 4,0/300 mm VR; AF-S 4,0/400 mm VR

Nikons Vorteile vor Canon:
gewohnte Bedienung
geringfügig bessere Sucher, je nach Modell
Nikons bessere Konstanz in der automatischen Belichtung
Nikons Kompatibilität mit den DX-Objektiven an FX-Kameras
Nikons bessere Studiokameras (Blitzbelichtung, hohe Auflösung)
Nikons etwas weniger aggressive Rauschuntertrückung & bessere Texturwiedergabe bis 1600 ISO
Nikons (stark eingeschränkte) Kompatibilität mit alten Nikkor-Objektiven
Nikons bessere Handgriffe mit Booster-Funktion

 

Objektive – Vorteile für Nikon: (welche Nikkor Brennweiten sind Canon überlegen)

DX 3,5-4,5/10-24 mm (schärfer)
DX 3,5-5,6/18-200 mm VR II (schneller, schärfer)
DX 3,5-5,6/18-300 mm VR (wenn auch eher drittklassig)
DX 2,8/10,5 Fisheye (DX Fisheye)
DX 1,8/35 mm
FX 2,8/16 mm Fisheye
FX 1,4/24 mm ED (schärfer, aber langsamer AF)
FX 1,8/28 mm
FX 1,4/35 mm ED (schärfer, aber langsamer AF)
FX 2,8/14-24 mm
FX 4,0/16-35 mm VR
FX 2,8/17-35 mm
FX 4,0/24-120 mm VR
FX 3,5-5,6/28-300 mm VR (kompakter)
FX 4,5-5,6/80-400 mm VR II (viel schärfer)

Objektive – Vorteile für Canon: (welche EOS Brennweiten sind Nikon überlegen)

EF-s 2,8/60 mm Macro
EF-s 3,5-5,6/18-55 mm IS STM
EF-s 3,5-5,6/18-135 mm IS STM

EF 2,8/14 mm L II
EF 4,0/17 mm L T-SE
EF 2,8/24 mm IS
EF 2,8/28 mm IS
EF 2,0/35 mm IS
EF 2,8/40 mm Pan
EF 1,2/50 mm L
EF 2,8/65 mm Lupe
EF 1,2/85 mm L II
EF 2,0/135 mm L
EF 3,5/180 mm Macro L
EF 2,0/200 mm L IS (schärfer, leichter, schneller)
EF 2,8/300 mm L IS II (schärfer, schneller)
EF 4,0/300 mm L IS (schneller, IS)
EF 2,8/400 mm L IS II (schärfer, leichter, schneller)
EF 4,0/400 mm DO IS
EF 4,0/500 mm L IS II  (schärfer, leichter, schneller)
EF 4,0/600 mm L IS II  (schärfer, leichter, schneller)
EF 5,6/800 mm L IS  (Nikon extrem teuer)
EF 4,0/8-15 mm L Fisheye
EF 2,8/24-70 mm L IS II  (schärfer, schneller)
EF 2,8/70-200 mm L IS II  (schärfer, schneller)
EF 4,0-5,6/70-300 mm L IS
EF 4,0/200-400 mm L IS 1,4x (schärfer, schneller & 1,4x)

1,4 x Exetender III (schärfer, viel schneller)
2,0 x Extender III (schärfer, viel schneller)

Canons Vorteile liegen sehr offensichtlich im Telebereich – besonders jetzt auch durch die neuen Konverter – da muß Nikon noch viel aufholen!
Für meine Lieblingsmotive bringen mir Nikon-Kameras mit den vorhandenen Objektiven keine Vorteile und die Nikon D800 wirkt sich auf meine Motive und meine Art sie abzulichten sogar negativ aus, deshalb werde ich beim jetzigen Stand der Technik kein weiteres Geld für Nikon Produkte ausgeben.

 

Leopard & Canon Eos 5D III & 2,8/400 mm L IS

Canon Eos 5D Mark III & Canon EF 2,8/400 mm L IS plus Canon Ef 1,4x Extender III

wird weiter ergänzt….

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test