Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

6. Januar 2023
Tele-Objektiv: LEICHTER = besser!


800 mm plus extremer Ausschnitt 1/1500 Sec trotz schlechtem Licht und Schneetreiben
– heute ist fast alles möglich

Es ist heutzutage in aller Munde, es gibt seit dem microfourthirds-System viel leichtere Tele-Objektive, die einen großen Bildausschnitt (nicht Brennweite!) erlauben!
Das Olympus 4.0/300 mm war noch keineswegs wirklich leicht (gemessen am Nikon 4.0/300 mm PF oder auch dem alten 4.0/300 mm L IS von Canon).
Panasonic-Leica schaffte es mit einem 2.8/200 mm auch mit TC14x noch leichter und kompakter bei gesteigerter Leistung.
Es gibt heute Zoom-Objektive mit extremen Brennweiten bis hin zu 800 mm um sie aus freier Hand nutzen zu können (scheint lange her, dass ich mit Sigma 5.6/300-800 mm (6Kg) und Dreibeinstativ unterwegs war).
Olympus erfand ein lichtstarkes 4.5/150-400 mm x1.25 Super-Tele-Zoom ohne Brennweitenauszug.
Es folgten 6.3/100-400 mm und 6.3/150-600 mm, 6.3/200-600 mm, 6.3/180-600 mm Lösungen, erstere sehr leicht und letztere relativ schwer.
Wie groß der Vorteil bei Zoomobjektiven mit der interne Brennweitenverstellweg ist, kann gar nicht genug betont werden.
Wenn sich die Baulänge im längsten Teilbereich nicht ändert, bleibt auch die ausgewogene Balance erhalten, an jedem Zaun oder Glas ist nichts zu befürchten, Staub und Feuchtigkeit könnten erheblich schwerer eintreten und der Autofokus ist im allgemeinen deutlich schneller.
Dann folgte Sony mit dem 2.8/400 mm und 4.0/600 mm – die beide nur rund 3.000g wiegen.
Canon griff mit sehr leichten aber lichtschwachen 11/600 mm und 11/800 mm DO Berechnungen an.
Und zuletzt zeigte Nikon der Welt was noch alles geht: 4.5/400 mm, 6.3/600 mm, 6.3/800 mm, 2.8/400 mm x1.4, 4.0/600 mm x1,4

Wir haben für die naturnahe Tierfotografie schon viele schwierige Weg-Gabelungen und Hindernisse in den letzten 30 Jahren technisch brauchbar gemeistert:
Lange noch bezahlbare Brennweiten oder besser Bildausschnitt, hohe Empfindlichkeit rauscharm, schnelle AF-Geschwindigkeit, schnelle Bildspeicherung durch relativ großer interne Speicher und schnelle Speicherkarten, Freistellung, Gewicht, Bildstabilisierung, Motiverkennung

Eins habe ich absichtlich ausgelassen – weil das genau DER springende Punkt heute bei der Auswahl eines Super-Teles ist:
Die angebotene Lichtstärke!
Sie ist heute immer wichtiger als Brennweite, da die per Ausschnitt mit Bildbearbeitung erreicht werden kann und als ISO-Empfindlichkeiten, die realistisch immer bei 10.000 bis 12.800 ISO ihr sinnvolles Ende erreicht haben und dann entrauscht und nachgeschärft werden können.
Oft höre ich das nur teilweise stimmige Argument, man brauche Objektive mit f:2.8 (bis 400 mm) und f:4.0 (bis 600mm) um ein Motiv vorm Hintergrund schön freizustellen. Das stimmt aber nur, wenn wir unbeweglich sind und eine zu geringe Schärfentiefe, die damit einhergeht, kann sehr problematisch werden und den guten Bildeindruck schnell zu Nichte machen. Erfahrene Fotografen verwenden auch dann f:3.5 – f: 11 oder f: 4.8 – f:11 wenn sie eins dieser lichtstärksten Teles in der Hand haben!
Alles entscheidend für die besten Fotos sind also nicht diese ganzen Errungenschaften sondern letztlich immer die BELICHTUNGSZEIT!
Wenn ich die nicht auf mindestens 1/1000 Sekunde und oft besser auf 1/3000 Sekunde und manchmal sogar 1/4000 und 1/8000 Sekunde innerhalb meiner ganzen anderen Werte verkürzen kann – bekomme ich selten wirklich starke Action-Fotos.
Man kauft daher kein 2.8/400 mm um es vorwiegend bei f:2.8 zu verwenden, sondern um bei Bewegung kürzeste Belichtungszeiten zu erreichen. Blendet man sowieso oft stärker ab, macht der Kauf wenig Sinn und verfolgt man keine schnellen Action-Scenen in mittlerer Distanz, macht das 2.8/400 mm ebenfalls weniger Sinn. Ich selbst tendiere aber immer zu lichtstärkeren und kürzeren Brennweiten als zu lichtschwächeren und sehr langen Brennweiten.
Etwas tricky ist in jedem Falle die Schärfentiefe, die mit der Wiedergabe des Bildhintergrundes zusammenhängt.

Noch 2 Dinge möchte ich zu bedenken geben:
Zu langsame Motive gibt es in der Tele-Fotografie praktisch nicht, weshalb wir immer die kürzestmöglichen Verschlußzeiten brauchen.
Zu viel Licht gibt es in der Tele-Fotografie in der Praxis auch nicht, immer nur zu wenig um auch wirklich schnelle Motive und weit entfernte Motive noch sicher einfangen zu können.
Der Ansatz von Sony ist deswegen komplett richtig und nur konsequent, wir brauchen die lichtstärksten Teles, die möglich sind zum geringstmöglichen Gewicht. Zuerst hat Sony das mit Der RX10 Baureihe, dann mit dem 2.8/400 mm und jetzt mit dem 2.8/300 mm umgesetzt.
Und nur Canon hat es geschafft das 400 mm zu kopieren, sonst kann keiner genauso leicht bei der Lichtstärke. Überhaupt ist f:2.8 die Lichtstärke die immer angestrebt werden sollte, maximal f:4.5 – ganz gleich wie gut Entrauschungsprogramme zu funktionieren scheinen.

Kommen wir zu der inzwischen reichhaltigen Auswahl an Super-Tele-Objektiven:
BITTE beachten Sie auf jeden Fall mein Copyright!
Es steckt jahrzehntelange Erfahrung und unzählige Praxistests in diesen Blitz-Licht Listen!

Da heute häufig die Preisgrenze bei rund 2000€ liegt, gibt es dafür praktisch nur ein Zoom und der Nutzer verzichtet meistens auf 1 ⅓ bis 2 Blenden Lichtstärke. Zooms haben unbestreitbar Vorteile, aber sie schlucken Licht und können bei der Freistellung des Motivs vor unruhigem Hintergrund deutlich sichtbar mehr Ärger bereiten. Ihr Einsatz hängt also mehr vom vorhandenen Licht und der Beschaffenheit, sowie Entfernung des Hintergrundes ab!

Die Festbrennweiten:
Sie fordern vom Fotograf eine Beweglichkeit, oder eine vorherige Abschätzung mit welchen Motiven er es in welcher Distanz zu tun bekommt. Aber dann sind sie fast immer lichtststarke und können Motive meistens besser freistellen. Alle erfahrenen Fotografen nutzen am liebsten ein 4.0/600 mm mit Konvertern für kleine Vögel oder scheue Motive.

Ich vermutlich der einzige erfahrene Fotograf der mit allen Systemen von 1 Zoll bis digitalem Mittelformat mit ausnahmslos allen Tele-Objektiven Praxiserfahrungen hat. Das bringt mir so erst einmal nichts ein und es liegt mir auch sehr fern mich damit zu brüsten.
Es ist eben meine kleine technische Leidenschaft, alles zu probieren und so gut wie möglich zu nutzen und technisch nie stehen zu bleiben.
Aber ich muß das hier immer wieder einmal klar stellen. Denn es wird immer mehr und immer schneller und raffinierter geschummelt, gelogen, behauptet in diesem verflixten Internet, wo jeder eine halbbare Meinung herausblubbern kann. Und die Hersteller, Vertriebsorganisationen, Händler und nicht zuletzt “fanatische” Markengläubige tragen einen immer noch größeren Teil zu diesem Mist bei. Selbst die Fotomenschen und Redakteure bei DPR oder Peta oder andere weltbekannte Vertreter von Tests und Co verfügen meistens nicht über die Bandbreite und das Vergleichswissen, das ich mir angeeignet habe, alle kennen immer nur Ausschnitte.
Und ich, weiß trotzdem noch längst nicht genug!

 

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

31. Dezember 2022
Feuerwerk 2022

Eisvogel  Mein Feuerwerk 2022: Mit besten Wünschen für 2023



 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

31. Dezember 2022
Mein Eichhörnchen Tagebuch 2022


    

Eichhörnchen beim Strecken und Gähnen:

 
 

 

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