Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

21. März 2023
MFT: OMDS 3.5/90 mm Macro 2:1 PRO IS im Praxisvergleich

Endlich – ein Macro-Traum wird wahr – lange ersehnt und spät noch eingetroffen.
Besonders am kleineren MFT-Sensor mit nur ¼ der Fläche, machen Macro-Objektive viel Freude und sie sind gegenüber Voll- und Mittel-Format immer im Vorteil. Um so bedauerlicher war es, dass bisher nur 30 mm, 45 mm und 60 mm Macro-Objektive von nicht immer erstklassiger Qualität angeboten wurden. Obwohl das vor 10 Jahren noch ohne IS erdachte 2.8/60 mm Olympus bis heute sehr beliebt ist, kann ich das nicht komplett nachvollziehen. Es ist ein”billige” Plaste-Konstruktion, die allenfalls durch die innovative Schiebe-Sonnenblende heraussticht. Und im Nahmodus bleibt man nur, wenn man  einen Drehschalter an der Seite dreht.

Wer auf diesen blöden Einfall kam… 1:1 nur durch Drehen ganz nach links

Fotografen und Filmer bekommen mit dem 90 mm erstmals alles in einem Tele-Objektiv – IS, Spritzwasserschutz, 2:1, da wird außer vielleicht einem Konverter, sonst kaum Zubehör nötig sein. Und man könnte sogar freihand messerscharfe Fotos erzielen. Man bekommt sehr schnellen AF an der OM-1 oder präzise manuelle Fokussierung.
Für die Baulänge von stolzen 14 cm fühlt es sich mit nur 450g Gewicht sehr leicht an.
Ich bin ja fast nie komplett zufrieden und sehe immer zusätzliche Möglichkeiten, mir ist gleich aufgefallen, dass die hier wichtige Blende nur mit 7 Lamellen schließt. Warum nicht wenigstens 9 oder 10? Ich bin gespannt wie die Hintergründe wirken.
Was ist besonders?
– viele Spezialgläser
– mit beiden Konvertern kombinierbar!
– 5 Achsen Bildstabilisator bis 7 Stufen!
– IP53 Regenschutz abgedichtet und schmutzabweisend
– kältefest bis 14°
– 14 cm lang
– nur 450g leicht
– wird geliefert mit speziellem Microfasertasche und Sonnenblende
– Schiebemechanik für den manuellen Scharfstellring – so muß es sein – kein by wire Fokus.

Das Ganze hat leider einen hohen Preis: erste Exemplare sind seit März 2023 für 1500€ erhältlich. Wie vermutet müssen wir auch hier wieder vorbestellen, da man sonst Monate auf die nächste Lieferung warten muss.

Einzig die Frage, wie man ein solches Spezialobjektiv ohne passende Stativschelle ausliefern kann, bleibt.
Doch gleich vorweg, auch wenn die erwarteten 4 Schrauben der Tele-Zooms von Olympus fehlen, die Schelle des 2.8/40-150 mm passt einwandfrei. Und wenn man sie nicht zu lose dreht, hält sie auch fest genug um zwischen Hoch- und Quer-Format zu wechseln. Kamera und Objektiv werden sicher und präzise gehalten. Dazu trägt eine winzige Nut bei dem 90 mm bei. Nur wenn ich die Schraube zu locker drehe, rutscht das Objektiv heraus.
Also es gibt eine Lösung und wer schon mit Olympus fotografiert, hat sicher das 40-150 mm und somit auch die passende Schelle.

An der optischen Leistung und dem effektiven IS hege ich keinerlei Zweifel, seit ich mir die Neuheit ansehen konnte.
Ich habe es aber auch gleich gegen das derzeit beste und modernste 100 mm Macro-Objektiv antreten lassen: Canon RF 28/100 mm L IS SA.

Vor allem den mechanischen und eben nicht, wie unreflektiert behauptet “by wire MF”, kommt eine zentrale Bedeutung zu. Ich kann nur bei OMDS PRO-IS Objektiven völlig präzise und oft auch mit Gefühl und Widerstand fokussieren. Ich kann auch aus dieser manuellen Scharfstellung blitzschnell in den AF-Modus wechseln, durch ziehen nach vorne und – das ist entscheidend, meine vormals manuelle Einstellung bleibt erhalten und ich bekomme sie sofort wieder, wenn ich zurückziehe. Es kann also wie eine Fokusspeicherung gehandhabt werden. Selbst wenn man im AF-Modus den Fokussring dreht, verändert sich die eingestellte, manuelle Scharfstellung keinen Millimeter.
Pentax und Tokina haben dieses Prinzip einst erfunden. Sehr bedauerlich, das Olympus diese mechanische Entkopplung vom elektronischen Autofokus nicht bei allen PRO Objektiven durchgehalten hat.
Ausschließlich 2.8/7-14 mm – 4.0/8-25 mm – 2.8/12-40 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/40-150 mm – 1.2/17 mm – 1.2/25 mm – 1.2/45 mm – 3.5/90 mm Macro & 4.0/300 mm verfügen darüber!
Es gibt zwei entscheidende Trends in der Nah-Fotografie: Das Smartphone (vor allem von Apple) und Brennweiten die beim Zoom und Festbrennweiten einen Abbildungsmaßstab von 1:2 zulassen! (Canon 8.0/100-400 mm (1:2.3) – 1.8/24 mm – 1.8/35 mm – 2.0/85 mm) – außer Canon schlafen hier fast alle anderen noch. Mit einem 24 mm oder 35 mm aus wenig Abstand lassen sich ganz neue Bildeindrücke, vor allem mit f:1.8 schaffen, versuche es einmal!

 

Ich bin gespannt ob das auch für 1500€ ein Renner wird – ich hatte realistisch mit 1000-1200€ gerechnet.
Aber wenn es ein richtig gutes Werkzeug ist und freihand superscharf zeichnet, wird es das Geld wert sein.
Das geilste ist zweifelsfrei die mögliche Nutzung der Konverter – das hat bisher nur Fuji bei seinem 80 mm Macro!
Canon, Nikon und Sony verbieten das ja regelmäßig – diese Spielverderber!
Wichtig ist die Naheinstellgrenze: 22cm bei maximaler Vergrößerung minus 14 cm für die Baulänge des Objektives, gut 1 cm bis zum Sensor – macht also nur 7 cm Abstand zum Objekt – wenn man keine Sonnenblende verwendet, denn die misst noch einmal gut 5 cm!
Dafür dann eben auch 2:1.
Bei 1:1 gewinnt man nicht viel – dann sind es 10 cm bis zum Objekt!
Was mich persönlich immer genervt hat am 60 mm Macro von Olympus – ich muß immer die Entfernungstaste vorschieben und halten um 1:1 zu erreichen. Leider hat OMDS dieses Prinzip beim 90 mm übernommen. Es sind zwei mechanische Einheiten eingebaut, der Bereich jenseits 1:1 wird erst durch Halten der Super-Macro-Taste erreicht. Das erschwert es für mich sehr, freihand und kontinuierlich zu fotografieren.
Canon 2.8/100 mm reicht auch bis 1,4:1 ohne solche Verrenkungen. Ich brauche solche großen Abbildungsmaßstäbe jenseits 1:2 zu selten, aber mich würde es nerven, dazu dauernd eine Taste zu halten – andere finden es gut.
So ganz versteht es ja OMDS auch nicht, wie der Entfernungsbereich abgestuft sein muss – das haben ja fast alle Japaner verlernt, insbesondere Canon und Sony kapieren es nicht, wie ein Fotograf die Bereiche braucht.Hier werden SuperMacro, Macro (0,25m-0,5m) und eben 0,25 bis unendlich angeboten. Wo ist der schnelle, wichtige Bereich 0,50 m bis Unendlich?

Konverter, ja anders als bei Canon oder Sony passen beide Konverter. Allerdings würde mir bei der OM-1 nie im Leben einfallen einen Konverter zu verwenden und meine Lichtmenge noch weiter zu beschneiden als f:5.0. Auf Tastendruck bekomme ich gleich 2x digitale Vergrößerung, kann also bis 4:1 in Uhren und andere Kosten abtauchen.
Lichtstärke, f:3.5 steht auf der Fassung, bis 1:1 stimmt das auch, allerdings darüber hinaus sinkt die tatsächliche Lichtdurchlässigkeit auf f:5.0 – wie wir das von jedem Balgen, Zwischenringen und jedem Macro-Objektiv kennen.
Nicht vergessen sollte jeder, das ist ein Spezialobjektiv – die Schärfe wird schnell zum Glücksspiel, wenn man nicht gewohnt ist sehr präzise zu fotografieren!

Soweit die Theorie – Kommen wir zur Praxis:
Leider hat OMDS mit seinem 4:1 den Mund reichlich voll genommen und wenn man dann noch darauf vertraut, alles aus freier Hand realisieren zu können – dann ist man von allen guten Geistern verlassen.
Ich habe es wieder besserer Kenntnis trotzdem versucht – doch dann habe ich einiges zu meckern:
Die Schärfe richtig zu legen, selbst bei 1:1 ist dann schon ein Kunststück. Da die Vögelchen alle Federn fleissig eingesammelt und beim Nestbau genutzt haben, war ich froh meine mechanische Uhr mit Glasboden dabei zu haben.
Meine Taktik mit einem AF-Messfeld und AF-C Nachführung zu scharfen Fotos zu kommen ging hier so leidlich, ist aber bei 1:1 und größer mit viel Ausschuss verbunden. Es ist auch weiterhin sinnvoller auf den gewollten Abbildungsmaßstab (der zum Glück auch markiert ist) einzustellen und dann durch vor und zurückbewegen der Kamera versuchen den Bruchteil eines Millimeters auch richtig zu platzieren.  Auch starkes Abblenden führt eher zu optischen Verlusten als zu besseren Fotos. Der manuelle Scharfstellring ist zwar angenehm breit, aber nur 90° Drehung sind für ein Macro-Objektiv von unendlich bis 1 cm Abstand sehr, sehr wenig. Da schnell und präzise die Schärfe zu finden ist praktisch unmöglich, da helfen auch die Monitoranzeigen nicht viel. Man muß vor und zurück, bis es sitz und darf sich ja nicht dabei bewegen. Also das klappt allenfalls vom Stativ und auch da eben nicht komplett zufriedenstellend.
4x Lupen-Macro im Bezug auf Vollformat erreicht man durch Nutzen des S-Macro-Schalters (SuperMacro), zum Glück lässt sich der einfach verschieben (dann kommen wir aber nicht mehr auf größere Entfernungen!) und muß nicht wie beim 60er festgehalten werden.
Den Einsatz mit 1.4x habe ich ausprobiert, aber schon das war kritisch weil noch eine Blende fehlte.Also da mit 2x Konverter zu experimentieren bietet sich nur mit sehr stabilem Aufbau an. Was ich aber gerne genutzt habe, war die digitale Vergrößerung mit Faktor 2x – wie man hier an den Fotos sehen kann.
Aber es gibt ja auch viele, tolle Motive, die kaum 1:1 brauchen und die sind mit dem 3.5/90 mm leicht und einwandfrei scharf zu bekommen. Wobei ich allerdings dann auch gene mit einem Tele-Zoom von 400-600 mm Brennweite arbeite.

Doch jetzt erst einmal ein paar scharfe Praxisfotos – oder vielmehr mein Spiel mit der Unschärfe, denn nichts ist für mich so langweilig wie ein flaches Bild, das überall scharf ist:

Und hier ein paar Fotos mit dem Canon RF 2.8/100 mm L IS
LICHT:
+ 540 g leicht und relativ kompakt

+ gute, stabile Sonnenblende für den Fernbereich (im Nahbereich sehr hinderlich)
+ beide Konverter einsetzbar
+ sehr hohe Schärfe und kaum Kontrasteinbußen
+ keine starken CAs sichtbar

SCHATTEN:
– geringe Lichtstärke, f:5.0 im 2:1 Macro-Bereich
– keine Stativschelle mitgeliefert
– sehr schwierig manuell perfekt zu fokussieren, da nur ¼ Fokussierung
– viel Verwendung von Polykarbonaten
– nur 7 Blendenlamellen
– Made in Vietnam
– sehr hoher Preis

Im Vergleich:
Ich ignoriere jetzt einmal bewußt alle Macro-Objektive für DSLR-Kameras und wie immer kümmern mich manuelle China-Versionen wenig. Dazu nur so viel:
Das Canon EF 2.8/100 mm L IS war bisher das beste DSLR Makro im Bereich 100 mm und hat das Nikon 2.8/105 mm Micro etwas alt aussehen lassen. Pentax hat leider mechanisch auch nicht überzeugt. Bei den ausgesprochenen Tele-Macros hatten Canon, Nikon und Pentax zu lange nichts Frisches mehr geboten, daher sind da mit Abstrichen beim AF nur die letzten Konstruktionen von Sigma 2.8/150 mm, 2.8/180 mm und vielleicht noch Tamron mit dem 3.5/180 mm heute noch interessant – für manuelles arbeiten.
Wer mit den zahlreichen Laowas oder anderen manuellen Konstruktionen froh ist und sowieso weder AF noch IS braucht – den wird meine Einschätzung kaum interessieren und er kann trotzdem sehr scharfe und schöne Fotos schaffen.
Heute gelten aber auch andere Regeln: Macro aus freier Hand ist möglich, dazu sind IS und IBIS eine große Hilfe. Entscheidend ist aber bis heute auch, die manuelle Bedienung, denn sonst muß man sich mit vor und zurückbewegen zufrieden geben oder und AF-C als Hilfe akzeptieren. Und am Stativ ist eine Stativschelle immer noch die entscheidende Hilfe!
Seit der Spiegel weg ist, haben Olympus und Panasonic einiges produziert und sonst war fast Stille. Kein Wunder, hat auch das Smartphone seit 2 Jahren erheblich aufgeholt um kleine Objekte sehr nah und scharf abzulichten.
Das ich vom 2.8/60 mm Olympus nicht so begeistert bin und mich auch die Mechanik des 2.8/45 mm Leica eher abschreckt hatte ich erwähnt.
Inzwischen hat Fuji nach dem eher manuellen 2.8/60 mm (1:2) mit dem 2.8/80 mm viel besser überzeugt, allerdings wird immer wieder eine starke Vignettierung bemängelt, die ich so auf JPEG nicht sehe. Das ist insgesamt eine sehr gelungene Konstruktion.
Sigma hat ein solides 2.8/105 mm ART für Sony und Sony ein sehr leichtes 2.8/90 mm Macro, das bis heute überzeugt.
Erst im letzten Jahr wurden dann endlich ein Nikon Z 2.8/105 mm S VR und ein Canon RF 2.8/100 mm L IS SA vorgestellt. Hiervon überzeugt das Canon mit Maßstab 1,4:1 und SA-Kontrolle auch optisch am meisten. Scharf zeichnen können alle, aber Canon bringt hier die meiste, sinnvolle Innovation, weshalb ich es zum Vergleich mit dem 90 mm OMDS mitnahm. An einer R7 erreicht es Dank zusätzlichem Faktor 1.6x auch fast 2:1 und stößt neben dem OMDS in den Micro-Bereich vor.
Außer Fuji und OMDS haben alle aktuellen Macros einen entscheidenden Fehler: Sie erlauben keinen Einsatz von Konvertern.
Im optischen Vergleich tun sich beide nicht weh, Canon kann immerhin mit 33 Megapixel bei Faktor 1.6x aufwarten und mehr Auflösung zeigen, als die OM-1 mit 20 MP an MFT. Auch mechanisch finde ich das Canon praktischer – aber hier sind gar keine Stativschelle und auch keine Konverter vorgesehen, was die Freude dann wieder trübt. Die SA-Funktion reißt es für mich wieder hinaus, weil so auch spannende Porträts oder veränderte Stimmungen damit realisiert werden können.Es ist bei gleichem Preis deutlich schwerer, etwas dicker und hat eben mit f:2.8 ja fast die doppelte Lichtstärke. Das macht sich auch beim AF bemerkbar, selbst die R7 fokussiert etwas zügiger und entschlossener als die OM-1 mit dem 90 mm.
Also so willkommen und weitgehend gelungen das 3.5/90 mm auch ist – Systemunabhängig ist das Canon 2.8/100 mm die interessantere Wahl.

 

Trotzdem hätte ich mir ein 2.0/90 mm Macro bis 1:1 gewünscht, das dann universeller einsetzbar ist – schon die erste Ankündigung mit f:3.5 hat mich gefrustet. Denn f:2.8 haben sicher fast alle erwartet, zumal das ja einer Schärfentiefe von f:5.6 am VF entspricht.
Aber besser als nüscht – denn das 45 mm und 60 mm sind längst nicht mehr auf dem Stand der Zeit.
Ich habe mit dem Canon 2.8/100 mm L IS zwar nur 1.4x im VF und kann bisher keine Konverter einsetzen, aber SA-Kontrolle möchte ich auch nicht mehr missen. Allerdings sind die Vorteile im MFT für Macro-Aufnahmen wenigstens unbestreitbar! Stacking und LifeND sind immer an Bord.
Ihr seht schon, ich bleibe weiter schwer zu begeistern – im Gegensatz zu den Jubelpersern im restlichen Internet. OMDS hat hier viel getrommelt und versprochen, optisch ist es sehr gut, keine Frage – aber mechanisch hätte ich mir eine andere Konstruktion gewünscht und f:3,5 ist selbst für ein Macro-Tele-Objektiv nicht ideal. Ich finde das immer zu engstirnig, warum wird nicht gleichzeitig ein 2.0/90 mm bis 1:1 präsentiert für 2.300€?

Klug, wer seine MFT-Kamera behalten hat – ab sofort kann es bei mir das 90 MM MACRO mit bestellt werden, einfach Mail an mich!
HarryPX@T-Online.de

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

5. März 2023
März 2023

Letzte Woche hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit einen Kernbeißer
sehr dicht und lange zu erleben, auf meinem Balkon.

Frühjahrs Neuheiten:
Ich habe mich zu weit vorgewagt, denn ich war mir sicher und meine Informationen besagten es alle, die aufgefrischte Canon R5II erscheint im März 2023. Und jetzt zeigt mir Canon eine lange Nase und senkt seinen Preis noch weiter und verkauft munter die R5. Trotz ihrer Fehler und obwohl es schon eine R6II gibt. An fehlenden Bauteilen und an neuer Technik liegt das sicher nicht.
Die Klasse der +45 MP Kameras ohne Spiegel ist bisher noch nicht wirklich umkämpft.
Das liegt eher an den Mitbewerbern, Nikon hat noch gar nichts auf gleicher Stufe, die Panasonic S1R können nicht viele ernst nehmen, da wichtige Technik fehlt und Sony mit 61 MP Sensor ist trotz 5ter Auflage nicht der große Durchbruch, dafür sind die 61 MP mit deutlich mehr Bildrauschen ab 6400 ISO und der schwache, interne Speicher verantwortlich.
Da Nikon anscheinend noch einige Monate braucht und keiner wirklich weiß, wie eine Z8 ausgestattet sein wird und Panasonic weiter an seinem AF bastelt, hat Canon keine Not eine R5II vorzustellen. Und ich weiß auch, das die meisten Fotografen gut mit der R5 zurecht kommen, sie sich lieber auf den Kauf neuer Objektive konzentrieren, als um immer neue Kameras. Viele sind auch erst mit der R5 frisch in die spiegelfreie Canon Vollformat-Fotografie gestartet, denn die R war unzufriedenstellend und die R3 erst nicht lieferbar und geht für 5000€ auch nicht weg wie frisch geschnittenes Brot.
Ich behelfe mir so lange mit der R7 für die Tele- und Macro-Motive. Wenn es denn Canon sein muß, sind R7 und R5 weiterhin die beste Wahl. Die R3 ist nur besser, wenn man keine Ausschnitte braucht.
Auf Canon R8 und R50 lohnt es sich bisher gar nicht näher einzugehen, aber klasse-Fotos und Videos sind damit sicher möglich.
Ansonsten die übliche Objektiv-Schwemme aus China, Tamron hält sich zurück und Sigma bringt aufgewärmte Altkonstruktionen für Nikon und Fuji und ein 1.4/50 mm.Dagegen schießt dann OMSystems mit seinem 3.5/90 mm wirklich fast die Biene ab – Macro mit 2:1 aus der freien Hand.
Auch Sony hat wieder nur ein 1.4/50 mm GM vorgestellt. Canon hat ein lichtschwaches 6.3/24-50 mm (VF) und ein 7.1/55-210 mm (Halbformat!) mit den neuen Kameras vorgestellt. Nikon brauchte ein 2.8/26 mm Pancake und ein 1.2/85 mm S – mich lassen beide kalt. Da ist das 1.0/50 mm Voigtländer jetzt auch für Nikon Z-Anschluß sicher interessanter – wenn dann richtig.
Alle Konzentration der Japaner liegt auf Video, besonders Nikon strengt sich hier an zu Sony aufzuschließen. Der Fotomarkt ist satt da sind offensichtlich kaum noch Gewinne zu erwarten.

Sony gegen Canon:


Sony wählt mit der 7RV wieder eine neue Richtung.
Wir erinnern uns:
Die Sony 7R       2013.10 – die 1. Vollformatkamera ohne Spiegel – 36 MP
Die Sony 7RII    2015.06 – die 1. VF-Kamera ohne Spiegel mit 42 MP Sensor, 5 Stufen IBIS
Die Sony A9       2017.04 – die 1. Stacked-Sensor Kamera mit 24 MP, 20 BpS, 5 Stufen- IBIS
Die Sony 7RIII  2017.10 – die 1. VF-Kamera ohne Spiegel mit Eye-AF – 42 MP
Die Sony 7RIV  2019.07 – die 1. VF-Kamera mit Eye-AF für Tiere und 61 MP
Die Sony A1       2021.01 – die 1. Stacked-Sensor Kamera mit 50 MP ohne RS, 30 BpS
Die Sony 7RV   2022.10 – die 1. VF-Kamera mit 8 Stufen IBIS & Eye-AF für Tiere und 61 MP
Im Oktober 2023 kann Sony 10 jährige Vollformat-Innovationen feiern, Sony war da als alle noch gepennt, oder mit kleineren Sensoren aufgetreten sind.
Egal was andere Hersteller für das Vollformat bewerben – Sony ist letztlich fast in allen wichtigen Innovationen der Erste und gibt den Kurs vor.
Canon hat vor 2 Jahren für Aufsehen gesorgt und eine R5 mit 45 MP und 8 Stufen Bildstabi angepriesen – allerdings ist der zusammengesetzt aus bestimmten Objektiven und der Leistung der Kamera und Canon zeigt Objektive mit hohem Aufwand und Preis die wiedersinnigerweise mit IS zusätzlich ausgestattet sind – wie 1.8/135 mm L IS, 1.8/24 mm IS, 2.8/100 mm Macro L IS und lässt den IS nur bei den 1.2/50 mm L und 1.2/85 mm L Konstruktionen weg. Wir sollten uns immer klar machen, das IS im Objektiv mehr Glas und somit eine noch höhere Fehler-Korrektur erfordert.
Ich finde es cleverer, wenn man außer bei langen Tele-Brennweiten auf den IS verzichten kann und das hat Sony jetzt in der 7RV vorgestellt und reizt die optische Leistung vor allem bei festen Brennweiten voll aus.

Trotz hoher Bewertung durch andere Testformate lässt eine Sony 7RV bei mir einen sehr zwiespältigen Eindruck zurück.
Sony 7RV – die Schwierigkeiten:
– nur kurze Bildserien,
– extrem teure Speicherkarten (CFE A) u die sind ein Muss
– Sucher-Unruhe,
– kein Stacked-Sensor,
– nur maximal 10 BpS!
– hohes Bildrauschen ab 6400 ISO, schlimmes Farbrauschen – 10.000 ISO unbrauchbar
– höheres Rauschen auch bis 320 ISO
– mit 725g nicht mehr leicht
– etwas reduzierte Akku-Kapazität bzw. höherer Stromverbrauch
– hohe Gefahr von Rolling Shutter, elektronisch Auslösen kaum machbar für Bewegung
– für Video praktisch unbrauchbar
– neuer Klappmonitor bei einigen Kollegen schon defekt und klapprig
– erhöhter Preis
sind für mich nicht gelöst.

LICHT:  Verbesserungen Alpha 7RV:
+ Sucher, sie hat 0.9x Vergrößerung bei 9,4 MP Auflösung für 3 Farben, grieselt aber kaum noch und ist jetzt der A1, A7RIV und A7s sichtbar überlegen, auch und besonders im 1.5x Modus zeigt sie klare Ansicht des Motives mit vielen Details, korrekten Farben und viel Brillanz.
+ Monitor, 2 MP und endlich eine für praktisch alle Zwecke gut geeignete Lösung mit Klapp und Drehmonitor – nur die Touch-Funktionen sind bei einer EOS noch besser gelöst
+ stark verbesserte Motiverkennung und schnellerer AF (schneller u besser als A1)
+ IBIS mit bis zu 8 EV-Stufen jetzt endlich auf neuem Niveau wie Canon und OM-1 und besser als in der A1 oder Z9
+ bewährt logische und bessere Bedienung als alle anderen Kameras – alles programmierbar
+ höchste 60 MP Auflösung mit feinsten Details oder 24 MP Halbformat-Auflösung
+ besonders gute Wiedergabe der Licht-Dynamik wie keine andere Vollformat-Kamera
+ beste Akku-Kapazität aller Systemkameras!
+ System-Griff der anderen Kameras (A1, zRIV, A9) passt weiterhin!
+ praktisch kein RS im Halbformat!
+ bestes Objektivsystem aller Anbieter

Schatten:
– schwache Speicherkarten-Lesung, bzw CFE A Karten weiter extrem überteuert
– mit 4500€ hoher Preis
– inzwischen relativ schwaches Super-Tele-Portfolio (nur 200-600 mm, 400 mm, 600 mm)
– hoher Rolling Shutter im Vollformat und bei Video
– nur 10 BpS – nur 7 BpS in FullRAW

IM VERGLEICH:
Ich bin mit vielem in der Praxis nicht einverstanden, schon gar nicht im Vergleich. Da ich alle Kameras inzwischen sehr gut kenne – meine Bewertung mit roten Strichen:

Ich würde die 7RV gleich vom hohen Podestplatz abwerten, denn Platz nach oben sollte immer bleiben.

Der A1 hat sie vor allem den Sucher voraus, aber die Kosten und die Geschwindigkeit der A1 sind erheblich höher!

Die OM-1 ist erheblich schlechter verarbeitet und weniger ergonomisch, schneidet aber bei wenig Licht und in der Gesamtperformance besser ab und ist im Preis-Leistung-Verhältnis unschlagbar.

Die Z9 ist außer in der Robustheit und Preis-Leistung fast überall deutlich unterlegen. Sie ist nur die bessere Winter/Kältekamera.

Die R5 schlägt sich auch längst nicht mehr so gut gegen die 7RV, vor allem Bedienung und Akkuleistung sind eher schwach.

 

Auf der Haben-Seite liefert sie für frische Einsteiger, die nicht mit einer A1 liebäugeln einiges:
LICHT:
+ Endlich gute Monitor-Beweglichkeit und 3,2″ mit 2 MP
+ Endlich 8 Stufen IBIS (ohne IS im Objektiv!)
+ Kleinere RAW-Dateien, auch im 1.5x Modus
+ am besten personalisierter von allen Kameras
+ endlich neuer mechanischer und leiserer Verschluß
+ 7 bis 10 BpS auch mit Blitzlicht – solange die Blitzakkus mitspielen…
+ deutlich bessere Farbwiedergabe als R5
+ lernfähiger und präzise anpassbarer Autofokus

Die Sony 7RV ist die Kamera für den Landschaftsfotograf, das Schielen zur Mittelformat Fuji GFX100s ist nicht wirklich nötig.
Auf der anderen Seite, ist sie für den Urlaubs-, Nebenbei-, Porträt-, Mode-, Macro-, und Tele-Fotograf kaum ideal.
Denn auch der beste Autofokus wird kastriert durch heutzutage langsame Bildserien mit nur 10 BpS, reichlich RS, einem kaum idealen Sucher für bewegte Motive – alles an der 7RV spricht gegen Bewegung, gegen lebendige Aufnahmen. Es kostet viel Mühe damit trotzdem tolle Tier- und Menschen-Aufnahmen zu machen – was nicht bedeutet, dass es nicht möglich ist.

Trotz mehr Auflösung ist die 7RV einer Canon R5 nicht überlegen, da bei 6400 ISO der Spaß abrupt endet.
Auch der Sucher und die “langsamen” Bildserien sind einer R5 aus meiner Sicht deutlich unterlegen.
Alle 3 Kamerakonzepte (incl. Pana S1R) wagen sich bisher nicht an Stacked-Sensoren heran, sondern nur an deutlich langsamere BSI-Technik.
Da kommen dann Sony A1 und Nikon Z9 oder bei deutlich reduzierter Auflösung auch Canon R3 ins Spiel.
Die Sony 7RV kann ihre 61 MP nur bis 800 ISO ausreizen – darüber hinaus verliert sie so sehr Details, dass eine R5 der überlegenere Kompromiss bleibt.
Wer eine schnelle Kamera mit höherer Auflösung bei geringem Farbrauschen bis 10.000 ISO braucht, findet auch Anfang 2023 in der Canon R5 den besten Kompromiss. Selbst eine Nikon Z9 kann da ab 6400 ISO nicht wirklich mithalten und auch eine Sony A1 tut sich da schwer, löst allerdings etwas mehr Details auf als R5 und alle anderen.
So sehr ich für Sony plädiert habe – ich sehe heute mehr Sony Natur-Fotografen als spiegelfreie Canon oder Nikon Fotografen – so unzufrieden bin ich jetzt mit den Kameras, auch mit der A1 und 7RV für meine Zwecke. Was bringt mir der “beste” Autofokus, wenn die 7RV sonst nicht mithält?
Der Vorteil der hohen Auflösung geht leider ab 1600 ISO bereits deutlich verloren. Da ist sogar die OM-1 mit kleinem Sensor im Vorteil.
Bei dem Objektiv-Portfolio hat Sony weiterhin das Zepter in der Hand, bei fast allen Objektiven!
Die paar Schwächen lassen sich leicht verschmerzen, allerdings ist Sony im Super-Tele-Bereich nicht mehr vorne dabei.
Die 100-400 mm und 200-600 mm Zooms sind den Konstruktionen von Canon (100-500 mm) und Sigma nicht gewachsen und OMDS erst recht nicht.
Und auch bei 400 mm und 600 mm hat sich Sony von Nikon überrunden lassen.
Geplante Sony Neuheiten 2.8/300 mm und 5.6/800 mm kommen 2024 sehr spät. Eingebaute Konverter sind nicht absehbar und auch neue Tele-Zooms noch nicht konkret.
Für fehlende Nikon-Objektive gibt es Abhilfe, nur Canon dümpelt mit den Objektiven gewollt alleine herum.
Ich habe mir einmal genau angesehen was die größte Plattform so resümiert und will anhand dessen auch die Fehler einmal analysieren, die da automatisch ausgeworfen werden – also bitte anschnallen – die Fahrt geht los:
(bitte nicht irritieren lassen von der im weißen Feld zuletzt gemachten Auswahl OM-1! Was zählt ist die grau unterlegte Kamera)

Sony 7RV gegen Canon EOS R5:
Die Kamera-Verarbeitungs-Qualität ist bei der R5 geringfügig anders, sie ist etwas handlicher.
Die Belichtungs- u AF-Genauigkeit ist bei der R5 besser, das ist so.
Die Bildqualität ist im RAW bei der Sony durch die hohe Auflösung im Bereich 400 – 1600 ISO besser – aber nur da!
Die Bildqualität der Sony im JPEG ist durch bessere Farben bis 1600 ISO besser – aber danach nicht mehr
Bei wenig Licht, hohen ISOs ist die R5 aus meiner Erfahrung sehr deutlich überlegen – weniger Farbrauschen! Hier betrügt das Diagramm!
Der Sucher und der Monitor sind bei der Canon deutlich besser – bei bewegten Motiven deutlich zu sehen. Sony hat jetzt endlich eine bessere Bewegung des Monitors, aber die Berührungseinstellung ist immer noch nicht auf Canons Niveau.
Die Gesamtperformance bis 20 BpS und ohne Limit bei JPEG und kaum je sichtbarem RS ist bei der R5 erheblich besser!
Die R5 ist inzwischen 700€ preiswerter!
Also die Gewichtung des Diagramms verzerrt reale Fakten schon erheblich.

Sony 7RV gegen Sony A1:
Spannend – Sony gegen Sony und die A1 zeigt eine andere Farbwiedergabe!
Die Kamera-Verarbeitungs-Qualität ist bei der A1 geringfügig besser (Abdichtung).
Die Belichtungs- u AF-Genauigkeit ist bei der A1 besser, etwa auf dem Niveau der R5, das ist so.
Die Bildqualität im RAW bei der Sony 7RV ist durch die hohe Auflösung im Bereich 400 – 1600 ISO geringfügig besser – aber nur da! Aber auch die A1 schlägt eine R5 in diesem Bereich nicht.
Die Bildqualität der Sony 7RV im JPEG ist durch bessere Farben bis 1600 ISO besser – aber danach nicht mehr und auch die A1 ist der R5 unterlegen ab 6400 ISO.
Bei wenig Licht, hohen ISOs ist die A1 aus meiner Erfahrung sehr deutlich überlegen – weniger Farbrauschen und die R5 ist beiden über.
Der Sucher und der Monitor sind bei der Sony 7RV besser als bei der A1, der Sucher ist bei bewegten Motiven bei beiden Kameras zu unruhig und nicht auf Höhe der der Canon R5. Sony hat jetzt endlich eine bessere Bewegung des Monitors, aber die Berührungseinstellung ist immer noch nicht auf Canons Niveau.
Die Gesamtperformance bis 30 BpS und ohne Limit bei JPEG und kaum je sichtbarem RS ist bei der A1 klarer Sieger, da bleibt auch die R5 etwas zurück!
Die A1 ist mit gut 7000€ zu teuer, R5 ist jetzt der Preis-Joker!
Die A1 überzeugt ab 1600 ISO, bei der Schnelligkeit und verliert bei der BQ im RAW nur sehr wenig – sie ist, wenn Geld keine Rolle spielt, der 7RV weiterhin vorzuziehen, auch wenn der Monitor nerven kann und der AF derzeit nicht mehr ganz mitgeht.
Also die Gewichtung des Diagramms verzerrt reale Fakten zugunsten der A1 schon deutlich, denn es müssen gut 2500€ mehr ausgegeben werden.

Sony 7RV gegen Nikon Z9:
Die Kamera-Verarbeitungs-Qualität ist bei der Z9 ist erheblich besser (+Abdichtung). Aber die Bedienung der Z9 ist auch nicht immer überlegen.
Die Schwächen der Z9 bleiben: Kein Belichtungskorrekturrad rechts, AF-Bedienung links unten, keine permanente Belichtungskorrektur im Sucher sichtbar (erst nach der Aufnahme). Doch das Handling der Z9 ist schwerfällig – schleppen möchte man das Gerät nicht weit.
Doch die 7RV wird mit zusätzlichem Handgriff größer und nur etwas leichter als die Z9 – bei weniger stabilem Auftritt.
Die Belichtungs- u AF-Genauigkeit ist bei der 7RV und A1 besser, als bei der Z9 und Canon R5 ist hier leichter Sieger.
Die Bildqualität im RAW bei der Sony 7RV ist durch die hohe Auflösung im Bereich 400 – 1600 ISO geringfügig besser – aber nur da!
Die Bildqualität der Sony 7RV im JPEG ist nur bis 1600 ISO besser – die Z9 rauscht leider auch mehr als R5 und anders als die Sonys. Also bei 6400 ISO ist auch die Z9 meist am Ende des Erträglichen.
Bei wenig Licht, hohen ISOs sind vor allem R5 und etwas auch die A1 aus meiner Erfahrung überlegen – weniger Farbrauschen.
Der Sucher und der Monitor sind bei der Z9 derzeit das Beste was man kaufen kann – hier liegt DPR komplett daneben. Die Sucher von Sony sind bei bewegten Motiven zu unruhig. Sony hat jetzt endlich auch eine bessere Bewegung des Monitors.
Die Gesamtperformance bis 60 BpS und ohne Limit bei JPEG und kaum je sichtbarem RS ist bei der Z9 klarer Sieger, da bleiben auch die A1 und R5 zurück!
Die A1 ist mit fast 8000€ (+ Griff und 2 Akkus) zu teuer, zu schwer, zu groß – die R5 ist jetzt der Preis-Joker!
Die Z9 überzeugt nicht so sehr ab 3200 ISO, hat aber wesentlich weniger Farbrauschen und verliert bei der BQ im RAW nur sehr wenig – sie ist, wenn Geld & Gewicht keine Rolle spielen, der 7RV weiterhin vorzuziehen, auch wenn AF zu wenige Messfelder hat & derzeit nicht mehr ganz mitgeht.
Das die Z9 mit 94% die beste Kamera ist – sehe ich nicht so eindeutig. Für Video auf jeden Fall, für schnelle Aktion von Tieren eher nicht. Speicherkarten nur CFE B, immer groß, auffällig und schwer, beim AF weiterhin nicht in der 1. Liga – aber dafür bei den Tele-Objektiven. Was vieles raushaut!

 


Sony 7RV gegen OMDS OM-1:
Was hat eine Kamera mit nur ¼ der Sensorfläche hier im Vergleich zu suchen? Bitte nicht so voreilig – denn es kommt wie immer darauf an – auf Licht, Motiv und die Vorteile richtig zu geeichten  das gelingt hier DPR nicht wirklich.
Die Kamera-Verarbeitungs-Qualität ist bei der OM-1 keineswegs besser! Nach einem Jahr zeigt meine OM-1 deutlich Abnutzung, das geht bei abgeätzter (durch Handschweiß) Beschriftung der Tasten los und setzt sich bei abgeschabten Ecken fort.
Die Vorteile der OM-1 sind beste Abdichtung, effektivster Staubschutz, effektivste Stabilisierung und Anti-Beschlags-Okular.
Die Sony-Kameras zeigen alle mehr Abnutzung als die Canon R5 und noch mehr als bei der Z9.
Ergonomie und Handling sind bei der 7RV deutlich besser als bei der kleineren OM-1 mit falschen Hauptschalter und weniger gutem Griff. Auch die Tasten wollen bei der OM stärker gedrückt werden, im Winter mit Handschuhen gewinnt nur die Z9.
Die OM-1 hat von allen Kameras die weitaus meiste Ausstattung und erheblich mehr als jede Sony! Auch hier lügt das Diagramm!
Die Belichtungsgenauigkeit ist kaum besser, die AF-Genauigkeit ist bei der 7RV besser, etwa auf dem Niveau der R5, das ist so.
Die Bildqualität im RAW bei der Sony 7RV ist durch die hohe Auflösung im Bereich 400 – 1600 ISO etwas besser – ist aber klar: 20 MP gegen 61 MP!
Für anspruchsvolle Landschafts-Fotografie und Porträts ist die OM-1 kaum gut geeignet, ausser man verwendet für Landschaften Stacking.
Dafür spielt sie ihre Vorteile mit langen Objektivbrennweiten und im Nahbereich und auf Reisen, aus!
Die Bildqualität der Sony 7RV im JPEG ist bis 1600 ISO besser – aber danach nicht mehr, die OM-1 ziehe ich auch auf 6400 ISO.
Bei wenig Licht, hohen ISOs ist die R5 nur wenn man keine Ausschnitte machen muss am besten – weniger Farbrauschen.
Der Sucher ist etwas kleiner und löst nicht extrem auf und der Monitor lässt sich nur ausklappen und drehen – trotzdem übertreibt es Sony einfach. Bei bewegten Motiven ziehe ich die OM-1, R5 und Z9 vor!
Die Gesamtperformance bis 50 BpS und ohne Limit bei JPEG und kaum je sichtbarem RS ist bei der OM-1 klarer Sieger, da bleibt auch die R5 deutlich zurück!
Die OM-1 ist mit gut 2000€ zu das Preis-Ass!
Also die Gewichtung des Diagramms verzerrt reale Fakten zugunsten der 7RV sehr deutlich, denn es müssen gut 2500€ mehr ausgegeben werden. Der Punktstand 87% gegen 92% ist ein schlechter Witz und nur den 61 MP für Landschaften vom Stativ geschuldet.

Blick in die anderen Kameraklassen für 2023:
Reduzierte Auflösung im Vollformat:
1. Canon R6II
Die Sony 7IV punktet trotz etwas höherer Auflösung nicht so gut und die Nikon Z6II reicht auch längst nicht an die R6II heran.
Preislich wäre die Nikon Z5 interessanter und die Panasonic S5II – allerdings muß man da in jedem Fall sich die Objektiv-Portfolio genau ansehen.

Schnelle Sport-Kamera:
1. Sony A1
Die Sony A9II ist veraltet und fällt auch sehr deutlich gegen eine Canon R3 ab – der beste Kompromiss bleibt der teuerste, die A1. Die Nikon Z9 kann hier auch punkten und ist der A1 nicht so sehr unterlegen, sie rauscht etwas mehr, ist schwer und der AF auch nach Updates nicht ganz so treffsicher.



Liest man die neuesten Spekulationen von Fujifilm – sie wollen eine Mittelformat-Sportkamera herausbringen – kann ich nur lachen, sie haben nichts verstanden, bzw. wollen die Leute zum Ausschneiden bringen.
Denn selbst wenn ein schneller 100 MP Stacked-Sensor im Mittelformat käme, entspricht er trotzdem nur weniger als 20 MP im Vergleich zur MFT-Kamera.
Anders denken – weg vom Vollformat.
Trotz großer Inovationsschritte im Objektivbau, zuletzt durch Sony und Canon, sind die Gewichte für Super-Tele-Objektive weiter zu hoch. Deshalb müssen die Kamera-Sensoren kleiner und hochauflösender werden. Faktor 1.5x ist nicht mehr wirklich spannend, Faktor 2.0x ist schon deutlich vorteilhafter und bei 1″ Sensoren mit Faktor 2,7x wird es richtig spannend. Da reichen dann schon ein 2,8/225 mm um das wichtige 4.0/600 mm zu ersetzen. Und ein 4.0/370 mm wäre gut um die 1000 mm zu erreichen. Dem OM-System fehlen lichtstärkere Tele-Objektive. Man kann nur auf das 2.8/200 mm Leica-Panasonic ausweichen um ein 2.8/400 mm und per Ausschnitt ein 2.8/800 mm zu erreichen.

Bevor die Kamera-Neuheiten dann doch noch auf uns einschlagen, hier einmal ein Versuche das komplexe Systemkamera-Angebot (Kameras mit Bajonett für Wechselobjektive) etwas zu entwirren.
Selbst ich habe ab und an Mühe die Kamera richtig zuzuordnen und anderen klar zu machen, für wen und für welche Motive und Situationen sie gedacht ist. Das liegt wie immer daran, dass die Hersteller viel zu viele unterschiedliche Geräte anbieten. Zu den üblichen Einsteiger-, Für-Alle-, Amateur-, Presse und Pro-Kameras, kommen mittlerweile noch einige Video- und Hybrid-Kameras dazu. Ich beschränke mich auf Kameras ohne Spiegelreflexmechanik, da diese allenfalls noch für Liebhaber von wenigen Herstellern weiter gefertigt werden und schon jetzt technisch nicht mehr Schritt halten können.
Also bevor die gewünschten Motive durch Zuruf am PC entstehen – hier die letzte Kameravielfalt:
Video-Modelle:
Canon R10
Canon M6II
Canon R5C
Nikon Z30
Panasonic GH6

Sony FX30
Sony E10
Sony A7c

Einsteiger-Modelle:
Canon R50
Canon R
Nikon Z50, Zfc
Panasonic G110
Sony 6400

Amateur-Modelle:
Canon R6II
Canon R5
Nikon Z5
Nikon Z6II
Nikon Z7II
Fujifilm X-T5
Fujifilm X-H2
Panasonic S5II
Panasonic S1
Panasonic S1R
OMDS OM-5
Sony 7IV
Sony 7RV

Presse/Sport-Modelle:
Sony 9II
Canon R3

Pro-Kameras:
Nikon Z9
Fujifilm X-H2s
Sony A1
OMDS OM-1

Die vermeintliche Qualität von Kameras und vor allem Kamera-Systemen hängt immer vom persönlichen Betrachtungswinkel ab.
Ich habe einmal über die Gründe nachgedacht, warum ich nicht bei meinem ersten und zweiten Kamera-System-Anbieter geblieben bin.
Pentax – da mußte ich mich schweren Herzen mit einem Zweitsystem anfreunden, weil Pentax einfach mit Aufkommen von Autofokus, die Objektive und vor allem Innovationen vermissen lies. Da war dann nur noch das Mittelformat-System 645 wichtig.
Mit meinen Ausflügen zu Leica und Linhof konnte ich keinesfalls die gesamte Bandbreite abdecken und nicht so fotografieren, wie es häufig auch erforderlich war.
Canon – wurde mit der 620 und RT mein zweites System und mein Einstieg in das AF-Zeitalter, als Nikon, Olympus, Minolta und alle anderen falsche Entscheidungen trafen, denn USM und IS waren bald unschlagbar und es gab Objektivauswahl ohne Ende und als mir ein 35-350 mm und das 4.0/600 mm in die Hände fielen, gab es sowieso keine Alternativen mehr.
Kurze Ausflüge zu Olympus-Digital, Nikon und Minolta haben mich nicht wirklich zufriedener gemacht.
Doch dann wurde noch mehr Qualität verlangt, noch mehr Fehlerfreiheit und ich wollte weniger Ausschuss, nach Indien mit der 5DIII  gab es für mich kein Halten mehr und ein neues Hauptsystem mußte her.
Die intensive Nutzung mit FT und MFT Systemen brachte immer wieder sehr gute und überraschende Ergebnisse, aber schwächerer AF und Sucher, sowie zu hoher Stromverbrauch frustrierten mich immer wieder und es gab nicht genug der lichtstarken Objektive, die ich wollte.
Nikon – konnte mit der D300 und vor allem D500 und D810 mehr Präzision beim AF und bot ein anderes Handling und hatte sogar einige reizvolle Objektive. Doch Nikon verpasste die Vorteile der spiegelfreien Objektive viel zu lange, bzw. setzte sie nur in überteuerten 1″ Kameras ein.
Sony – kam aus dem Nichts und zog mit der dritten Generation an allen im Vollformat vorbei. Ab der 7RIV und A1 waren sie praktisch konkurrenzlos.
Aber nicht fehlerfrei, Sucher und die teure Speicherlösung verärgerten mich auf Dauer zu sehr und als dann eine Konzentration auf Videofilmer und Weitwinkel-Fotografie und fehlende Updates, dazu kamen und Nikon gleichzeitig 4.5/400 mm und 6.3/800 mm zu realistischen Preisen vorstellte, flog Sony bei mir nach nur 4 Jahren schon wieder aus der Fototasche. Zumal mit der OM-1 eine schlagkräftige, leichte Kamera erschien, die weit mehr Vorteile als Nachteile hatte.
Viele Kapriolen kann ich jetzt nicht mehr machen und wenn Canon weiter auf extrem teure Teles oder extrem lichtschwache Teles setzt und auch bei Sony nur sehr teure Teles  zu erwarten sind, gibt es für mich keine wichtigen Gründe mich auf Canon und Sony zu konzentrieren.

Innovation brachte die jüngste Messe nur wenig.
Die echte Innovation findet für mich nicht bei den Kameras statt, sondern beim Zubehör.
Inzwischen gibt es vier brauchbare Griffe für die Smartphones und bei den Stativen tut sich sehr viel. Benro bringt bald das erste motorisch gesteuerte Digital-Stativ, das sich per Knopfdruck immer waagerecht austariert und viele Sonderfunktionen bietet. Mehr dazu, wenn es verfügbar ist.
Auch bei den Einbeinstativen tut sich erstaunliches, Tiffen hat ein Monopod mit Luftdämpfung, das sich mit dem Fuß stufenlos und schnell in der Höhe anpassen lässt. Schweineteuer, aber ich versuche an das gute Stück heran zu kommen, da es vor allem mit schwereren Teles echte Vorteile bringen kann.

Kamera-Fachgeschäfte
Die Saturn/Media-Gruppe geht langsam den Bach runter, in Sachen Foto sind sie bis auf wenige Filialen schon längst nicht mehr interessant. Selbst die große Abteilung in Frankfurt (Saturn MyZeil) wurde inzwischen auf unbedeutend zurückgeschrumpft.
In vielen mittleren Städten gibt es kaum noch kompetente Fotogeschäfte und wenn, sind es nicht selten Halsabschneider, die einfach nur verkaufen, was sie mal billig einkaufen konnten und sie nehmen kaum Rücksicht auf Kundenwünsche.
Mein Lieblingsladen waren immer Foto Meyer in Berlin und Alpa-Foto Neuwied.
(abgesehen von Foto Oehling/Foto Besier, die es nicht mehr gibt)

Calumet / Sauter = Wex außereuropäischen Briten – da kaufe ich nicht.
Foto Gregor = Camera-Express = CoolBlue die vorher viele geschluckt haben, gehört unseren Nachbarn in den Niederlanden
Mit denen habe ich allesamt keine wirklich positiven Erfahrungen.
Ganz anders mit Leistenschneider, da werde ich immer fündig und das Engagement ist auch sehr gut.
Wer von den Großen ist denn noch wirklich Deutsch?
Foto Koch
Foto Leistenschneider
Foto Erhardt
Foto Hamer
Alpa-Foto
AC-Foto
SH-Foto Nürnberg & Filialen: Fotomax Nürnberg und Fotomax Berlin traue ich nicht, macht viel Gewinn mit alten Kameras
fallen mir spontan ein.

Das ersehnte Vollformat wird zur teuren Sackgasse der Fotografie
Erinnern wir uns 10 Jahre zurück…
Wir plagten uns mit den kleinen Suchern, der manchmal zu großen Schärfentiefe und mit dem lästigen Umrechnen der Brennweiten und Blendenwirkungen.
Wir hatten ja Vollformal, aber als DSLR-Technik, immer wieder mußten Kameras justiert werden, vor allem beim Kauf von neuen Objektiven.
Und jetzt?
Wie teuer und groß sollen denn die Objektive und die Kameras noch werden?
Mancher wünscht sich die ultimative Nachtkamera mit wenig aber großen Pixeln auf dem Sensor, also nur 12 Millionen z.B.
Das scheint mir jedoch gar nicht sinnvoll. Wenn ich Kosten u Mühen auf mich nehme und mit VF oder gar MF arbeite, dann will ich letztlich immer mehr Details, mehr Dynamik und nicht weniger!
Und das Märchen – weniger Pixel = weniger Bildrauschen nicht stimmt, ist inzwischen 100fach bewiesen.
Es stimmte mal in der Anfangszeit, heute nicht mehr.
Und eine Nachteulenkamera gibt es mit Kühlung für Wissenschaft und Nasa und wird nicht durch wenig Auflösung auf großer Sensorfläche erreicht – schon gar nicht billig!
Also so wie S-Klasse mit Polomotor nicht von der Stelle kommt, so klappt das auch nicht mit Kameras.
Ich würde heute schon keine 12-24 MP Sensoren mehr verwenden, die Kollegen würden sich schlapplachen über mich. Am endgültigen Ausschnitt brauche ich 12-20 MP zumindest für elektronische Darstellung und bis A3 – aber eben keineswegs als Ausgangsmaterial.
Und ohne Licht gibt es eben auch keine Fotografie…

Die künstliche Intelligenz schlägt jetzt nicht nur bei allen Texten voll rein, sondern auch bei Bildschöpfungen. Fotografie will ich das gar nicht nennen, denn es wird ja im PC nicht mit Licht gemalt!
Aber selbst die mit natürlicher Intelligenz von Menschen erzeugten Bilder regen mich immer stärker auf – es wird nur noch nach einer Mode, nach einem Ideal gestrebt und alles idealisiert – ich sehe da immer weniger echte Auseinandersetzung mit Motiven und Licht.
Wenn man nicht seltene Vögel bei der Balz von der Wasseroberfläche oder gar von unten mit ganz ruhigem Hintergrund zeigt, wird man ja schon angeraunzt. Es ist schon alles so künstlich, kaum noch Raum für Kreativität und jetzt kommt Bild-Software daher und mischt aus Millionen Bildern im Netz einfach neue, schafft Landschaften, Dinge, Menschen, Tiere, alles und nichts davon hat je so existiert. Man möchte im Schwall Würfel erbrechen… der Mensch bringt sich selbst um das wertvollste in seinem Leben – seine Kreativität.
Die Musik ist schon kaputt, freie Texte und Bücher gehen gerade kaputt und Fotos folgen dem jetzt.
Digitale Maschinen können heute alles, uns bleibt nur noch zurücklegen und fressen, um bald gefressen zu werden.
Schon die Beschreibung “Content Creator” spottet Bilder- und Filmemachern den größten Hohn – “Ersteller von Inhalten”. Was soll das sein? Produzenten von Mist?
Die Marketing-Konzepte von Sony und Nikon wie auch Canon sind für mich einfach unpassend und schlecht!
Das Menschen sich heute so nennen und nennen lassen bestätigt nur: Kommerzielle Fotografie ist tot.
Und wenn jemand Filme drehen drehen will, nur um andere zu unterhalten (was ja noch sehr lobenswert wäre)  oder mit der Hoffnung sich die Taschen voll zu machen mit Klimpergeld – dann habe ich für den fast immer nur Verachtung übrig.
Bis auf ein paar halbwegs seriöse, die sich wenigstens Mühe geben und viele Unbedarfte die zumindest etwas anschaulich erklären wollen – kann man das nur als kolossal verschwendete Lebenszeit betrachten.

Wenn ich den Zustand in unserem Land sehe, fühle ich mich wie dieser Fisch:


Politisch scheitern wir hier in Deutschland auch auf ganzer Ebene.
Bin ich froh nicht grün Gewalt zu haben, Özdemir erreicht gar nichts, Habeck reitet jeden Kompromiss tot und erreicht viel zu wenig, nicht die SPD gewählt habe, die Gesundheit bringt uns alle um, der Kanzler ist unfähig sich mitzuteilen, Innenministerium poltert nur und hat keine Lösungen, Justiz sind die Hände gebunden, Verteidigung steht auf verlorenem Posten – keine FDP gewählt habe, Finanzen blockiert alles, Verkehr hat teilweise brauchbare Ideen und wer denkt mit der CDU wäre alles besser – den kann ich nur auf die letzten Jahrzehnte verweisen, da sehe ich noch weniger Sonne, denn schon die Oppositionsarbeit ist erbärmlich. Links und Braun sind außerhalb jeglicher Zumutung.
Wir stecken so tief im Sumpf, es ist zum Fürchten.
Das Weltklima wird nur wenige Menschen schonen, was denen auch nichts nützt, wenn die Artenvielfalt und der Zusammenhalt nicht mehr funktionieren. Nur die Geldgeier kreisen aggressiv weiter.

oder wie dieser Wurm:

 

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18. Februar 2023
Foto-Erlebnis 2022: MAUSWIESEL


Mein Foto-Erlebnis 2022

entstand völlig unverhofft und ganz plötzlich, ein kleines, braunweißes MAUSWIESEL starte mich an, hoffte um 14.30 Uhr nicht von mir entdeckt zu werden. Doch ich sah die kleine Bewegung, die dunklen Augen, den weißen Unterbauch. Bisher hatte ich immer nur ganz kurz einen Blick von weitem auf das extrem scheue Tier erhaschen können. Am 23.März war es anders. Ich streifte mit der OM-1 & 6.3/100-400 mm umher, um Testfotos zu machen, sonst hatte ich ausser dem Smartphone nichts dabei. Ich hob betont ruhig und besonnen die OM-1 ans Auge, jetzt konnte, jetzt mußte OMDS zeigen, was sie drauf haben. Ich sah das scharfe Gesichtchen mit vielen Details im Sucher und machte lautlos Fotos in Serie, nur nichts verreissen – mit offener Blende bei 1/500 Sekunde, das konnte klappen. Nur die ISO hatte ich als Feind, je nach Hintergrund gab mir die Automatik 3600 bis nur noch 8000 ISO.
Immer wenn sich der kleine Räuber bewegt und er bewegt sich blitzschnell, verliert die OM-1 in kurz aus dem Fokus – das wäre mit der Sony A1 nicht so deutlich passiert.
Ich durfte das kleine Tier 10 Minuten begleiten, es erlaubte sogar, dass ich vorsichtig um es herum ging und es auf der Treppe und den Eingang zu seinem Versteck ablichtete. Das Mauswiesel blickte mich einige Male direkt und unverwandt an, ich erkannte keine Furcht, eher Neugier – so sollte es immer sein bei der Begegnung mit Tieren!
Gepriesen sei die schnellste und lautlose Fotografie! Ich möchte nie wieder anders fotografieren. Längst nicht jedes Bild war einwandfrei scharf und umverwackelt, es fehlten noch alle Updates und bei schnellen Serien darf man von keinem System zu viel erwarten, alle Fotos “perfekt” scharf ist auch mit den teuersten Kameras und Objektiven sehr unrealistisch.
Der Himmel schenkte mir 10 Minuten mit diesem fantastischen kleinen Raubtier.
Kleiner König in seinem Reich – er hat sich seit März nicht mehr gezeigt, obwohl ich da noch hundert Mal vorbei gegangen bin und gewartet habe – nur so kann ich dieses seltene Glück und Vertrauen bemessen.

Als Kamera kamen hier die brandneue OMDS OM-1 (ohne die späteren Updates) und das Olympus 6.3/100-400 mm zum Einsatz. Das zeigt, es kann nicht jedes Bild scharf werden. Notwendig wäre das 2.8/40-150 mm und vielleicht noch der 1.4x Konverter, mit jeder Festbrennweite wäre ich zu unflexibel gewesen. Schon heute würden die Ergebnisse komplett anders aussehen, es gibt Augenerkennung und ich hätte das 4.5/150-400 mm mit mehr Lichtstärke dabei gehabt.
Entscheidend ist – immer vorsichtig dran bleiben ohne das Tier zu beunruhigen! Solche Fotografie ist nicht mit dem Smartphone möglich, nicht einmal mit Kompaktkameras und genau genommen auch nicht mit einer ratternden Spiegelreflex. Ich habe in rund 10 Minuten 896 mal ausgelöst um diese Fotos zu bekommen. Kleine Säugetiere bewegen sich sehr schnell und zeigen immer neue Facetten und 1/500 Sekunde und weit besser 1/2000 Sekunde braucht man sie kaum abzulichten. Vielleicht kann das verstärkte Bildrauschen wegen der unvermeidlich hohen Empfindlichkeit zukünftig von besserer Software beseitigt werden. Aber schon jetzt sehen die meisten dieser Fotos auf A2 an der Wand sehr gut und sehr rauscharm aus!

 

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