Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

20. Dezember 2016
Einbildung und Bildung oder Fantasie und Wirklichkeit

_1120860-bskl

Frankfurter Christmas Lights 2016

Einbildung und Bildung oder Fantasie und Wirklichkeit

Immer wieder lese ich an allen Plätzen, dass die japanischen Fotoanbieter schlafen und die technischen Möglichkeiten nicht umsetzen und noch gewagter die These, dass Sony der innovative Antriebsmotor ist und alles richtig macht.

Der Grund für diesen Unglauben sind die japanischen Hersteller allerdings selbst schuld, denn was ich ihnen auch wirklich vorwerfen muss, ist eine sehr mangelhafte Kommunikation mit ihrer Kundschaft. Und ja, dass Handys einmal den Hauptanteil aller Fotokameras ausmachen könnten, nur weil man damit Fotos schnell um die Welt teilen kann, dass hatten sie wirklich nicht im Blick und da schlafen sie bis heute.
Da lässt sich kaum verstehen warum Weltfirmen wie Canon sich nicht einfach einen Handyhersteller kaufen oder warum es selbst der große Elektronikkonzern wie Panasonic nicht schafft mit einem Handy zu überzeugen und selbst Sony gegen die großen Smartphone-Anbieter strauchelt.

Es ist alles nicht so einfach, wie sich die meisten das denken.

Warum kommunizieren Canon, Nikon und Pentax nicht öffentlich, dass das Hauptproblem nicht darin besteht eine gute schnelle Vollformat- oder Halbformat-Kamera ohne Spiegel und mit modernster Technik her zu stellen – sondern an den Objektiven die daran einwandfrei arbeiten müssen.
an Objektiven die überhaupt erst mal vorhanden sein müssen.
an Objektiven die heute gut genug sein müssen 100 Megapixel und mehr aufzulösen.
an Objektiven die klein, kompakt und trotzdem gut und schnell genug sein müssen.
Objektiven die harmonisch mit einer kleineren, schlankeren Kamera zusammenarbeiten müssen.

Panasonic hatte es da viel einfacher, die haben mFT eingeführt und bei null begonnen und haben jetzt auch 8 Jahre gebraucht um ein weitgehend harmonisches System anzubieten und auch Olympus stellt jetzt erst nach 7 Jahren eine weitgehend ausgereifte Kamera vor, die E-M1II. Bei Sony müssen die Käufer bereit sein einige Schwächen zu akzeptieren, wenn sie eine Alpha 7 oder gar eine Alpha 6000 Kamera anschaffen. Mich überrascht nur, dass das so nicht gleich erkannt wird. Da wird von der leichteren, kompakteren Ausrüstung fabuliert und dabei werden alle Schwächen übersehen:
Extreme Preise – sehr hoher Stromverbrauch – sehr geringe Akku-Kapazität – eher schwaches Handling und Design – technische Kompromisse – erhöhte Hitze in der Kamera – fehlende Objektive und Zubehör und vieles mehr.
So schön ein elektronischer Monitor, ein schneller Live-View mit einem Autofokus bis in die Bildecken und Bildstabilisierung und das 2 cm schlankere Gehäuse auch sein mögen – das wird alles sehr teuer erkauft.

Mich hat die Kamera-Bauweise ohne Spiegelreflex-Hilfstechnik von Anfang an fasziniert und oft auch begeistert, doch ich weiß auch noch genau, was ich an einer modernen DSLR habe und für welche Motive ich sie immer noch alternativlos einsetze.

Der unbedingte Wunsch nach dem einen System für alles, ist eine verrückte Utopie.
Je weiter man sich hinaus wagt, sich spezialisiert, desto angepasster muss das Handwerkszeug sein.
Und da heute jeder mit dem Smartphone alle Alltagsbilder realisieren kann, muss man sich schon sehr spezialisieren, um die interessanteren Fotos, die auch noch beachtet werden, zu liefern.

Viele Gedanken und Kommentare sind eben mehr Wunsch als machbare Wirklichkeit.
Der reale Gewichtsunterschied zwischen spiegelfrei und DSLR wird ja nur dann spürbar, wenn man auf einen kleineren Sensor wie 1″, mFT oder Halbformat ausweicht.
Die 250g die eine spiegelfreie VF leichter sein kann, müssen ja zusätzlich an Akkus mit geschleppt werden, die Objektive bleiben groß und schwer und legen sogar noch zu, da sie heute 100MP Auflösungen zufrieden stellen sollen.

Also von durch die Gegend buckeln kann keine Rede sein. Wenn ich eine EOS 80D oder Nikon D7200 oder eben eine Eos 6D oder D750 mitnehme, dann sind die Kameras 2 cm dicker und kaum schwerer als ambitionierte Systemkameras ohne Spiegel.
Und die Profi-Kameras 5D, D810, K1 leisten im Grenzbereich nicht selten immer noch mehr als jede „Elektrofalle“.

Wenn man dann konkret hört, was den Leuten bei Canon oder Nikon fehlt, ist das noch seltsamer:
– elektronische Wasserwaage im Sucher – da nimmt man eine optische im Blitzschuh oder die elektronische auf dem Monitor
– exakter Fokus in den Bildecken – die Fälle, in denen man exakt in den Bildecken fokussieren muss, kann ich getrost vernachlässigen oder umgehen – das ist keine Notwendigkeit
– Bildstabi im UWW-Objektiv? Es sollte bekannt sein, dass jeder Bildstabi im Normalen Brennweitenbereich am besten wirkt und sowohl im WW, UWW, Tele und Nahbereich an Wirkung verliert und auch nur selten ein Stativ ersetzen kann und außerdem kann er nur den Fotografen ruhig stellen und nicht das Motiv.
– hochauflösende Zooms im UWW-Bereich?
Dazu ist es gut zu wissen, dass bisher alle UWW-Zooms mit großen optischen Kompromissen zu kämpfen haben und eigentlich nur zwei zufriedenstellend sein können: Canon 11-24 mm und Nikon 14-24 mm. Im extremen WW Bereich ist eine Festbrennweite fast unentbehrlich und ein Zoomen auch nur selten zwingend erforderlich. Fuji hat ein sehr gutes 14 mm! Für mich geht es im UWW Bereich um Auflösung und daher würde ich immer das größtmögliche Sensorformat vorziehen, also GF, MF oder zumindest VF – alles andere kann auf Dauer kaum zufrieden stellen.

Die Masse der fotografierten Motive sind und waren immer: Menschen. Danach dann Landschaften.

Und Smartphones haben mitnichten UWW- oder Tele-Brennweiten, sondern ein klassisches 35iger (umgerechnet auf KB) oder 28iger.
Was ja immer zu diesen nervigen Gesichtern führt, total verzeichnet und verdrückt – deshalb brauchen Smartphones so dringend ein echtes (kein Bildausschnitt!) Zoom von vergleichbar 35-90 mm! Davon sind sie noch weit entfernt – aber die Masse der Menschen kapiert das ja gar nicht.
Jede Digiknipse für 100 € macht bessere Menschenbilder als irgendein schweineteures Smartphone.

Das Problem für Canon und Nikon und Pentax sind nicht die spiegelfreien Kameras – sondern die Objektive dafür! Wie man ja auch deutlich bei Sony sehen kann, die auch bei null anfangen müssen und dann teure Monsterobjektive für kleine Kameras anbieten.

Also neue Kameras von Nikon oder Canon zu fordern, ist der falsche Denkansatz.

Die Frage ist, wie lassen sich welche sehr guten Nikkore sinnvoll an einem spiegelfreien System integrieren?

Canon hat es jetzt an der M5 geschafft, EOS-Objektive praktisch ohne AF-Verluste einsetzen zu können, also man ergänzt sein System mit der M5 und ist weiter als es Sony mit der 6000 je sein wird.

Und warum soll nicht irgendwann eine Canon S1 erscheinen, mit Vollformat-Sensor?
Nur müssen dann alle EOS-Objektive optimiert sein. Gleiches gilt für Nikon.
Und die PF und DO-Objektive zeigen, wie man sogar Olympus und Panasonic-Kameras sehr schnell groß und schwer aussehen lassen kann – das entscheidende sind die Objektive!

Nikon hat seine Entwicklungsabteilung geschlossen?
Einfach mal mit der V3, der D500, der D5 fotografieren – dann wird der Gedankenfehler schnell klar.

Totgesagte leben länger. Nikon hat Probleme mit dem kleinen Bajonett, schon sehr lange und jetzt ist es fast zu spät um das zu tun was Canon und Minolta in den 80igern richtig erkannt haben – das EOS-Bajonett ist bis heute die bei weitem beste und problemloseste Verbindung zwischen Kamera und Objektiv, groß genug für alle Sensoren und voll elektronisch.

Nikon arbeitet mit Hochdruck an besseren Objektiven und überholt auch endlich mal Canon mit 2.8/70-200 mm, den Super-Teles, dem 300 mm PF und anderen Neurechnungen.

Wenn ich mit dem vergleiche was Sony und Olympus und Co da auf den Markt bringen und selbst hochgelobte Sigma-Objektive überzeugen nur selten so gut wie die neuesten Nikkor-Objektive.

Nikon wird auch 2017 wieder liefern und neue Lösungen anbieten – NIKON wird 2017 100 Jahre!

Nikon gibt Gas:

Nikon hat bessere 1.8/20 mm – 1.8/24 mm – 1.8/35 mm
Nikon kann 1.4/85 mm und 1.8/85 mm in besserer Qualität liefern
Nikon hat als erster ein superscharfes 1.4/105 mm
Nikon hat ein leichtes 4.0/300 mm VR PF
Nikon hat die leichtesten, besten Supertele: 2.8/400 mm FL – 4.0/500 mm FL – 4.0/600 mm FL – 5.6/800 mm FL
Nikon hat das schärfste 2.8/14-24 mm
Nikon hat das erste 2.8/24-70 mm VR
Nikon hat das schärfere und bessere 2.8/70-200 mm VR FL
Nikon hat das schärfere und bessere 4.0/70-200 mm VR
Nikon hat ein gutes, preiswertes 5.6/200-500 mm VR

Wo hat Canon weiterhin Oberwasser:
Canon hat das weltweit schärfste und beste 1.4/35 mm L II
Canon hat das einzige MP-E 2.8/65 mm Lupenobjektiv
Canon 1.2/50 mm L – 1.2/85 mm L – 2.0/135 mm L
Canon hat das schärfste 2.8/100 mm L IS Macro
Canon hat das weltweit beste 2.8/300 mm L IS II
Canon hat das 4.0/400 mm IS DO
Canon microUSM (schnellster AF weltweit: 3.5-5.6/18-135 mm IS & 4.0-5.6/70-300 mm IS
Canon hat das 4.0/8-15 mm L Fisheye
Canon hat das schärfste 4.0/11-24 mm L
Canon führt auch bei 2.8/16-35 mm L III und 4.0/16-35 mm L IS
Canon hat das beste 4.0/24-105 mm L IS II
Canon hat das schärfste 2.8/24-70 mm
Canon hat das schnellste und beste 4.5-5.6/100-400 mm L IS II
Canon hat das einzigartige 4.0/200-400 mm L IS x 1,4x

Es ist häufig der Umgang mit dem neuen Gerät der zu Frust führt – und seltener die Technik selbst.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

15. Dezember 2016
Beste Kamera für 2017?

_1120464-bskl

Kamera-Wertung 2016
Es ist für mich spannend zu sehen, wie die Leser/Anwender die Kameras, Objektive und Produkte des Jahres einschätzen. Und für die Firmen sicher ebenfalls, Verkaufszahlen und Vorbestellungen vom Handel sind eine Sache, Preise von Zeitschriften-Redaktionen wirken immer gekauft, das Votum von Foto-Interessierten ist dagegen sicher eine ganz andere.
Ich finde daher das Votum auf dpreview zu den einzelnen Sparten sehr spannend und dieses Jahr werde ich sogar bestätigt.

Bei der für mich wichtigsten Kategorie, den schnellen, oft professionellen Kameras für Wechselobjektive sind sehr viele Menschen mit mir einer Meinung:
Sony bleibt weitgehend bedeutungslos, Pentax ist ein Gewinner, Panasonic spielt diesmal nicht mit, Leica sowieso nicht, Olympus schlägt sich tapfer – was mich etwas überrascht bei dem Preis – E-M1II ist wirklich schnell und insgesamt sehr leistungsfähig.

Nur ist das auch wieder mit Vorsicht zu genießen, eigentlich lässt sich so etwas nur wirklich gewichten, wenn ein Jahr, nach Erscheinen der Kameras vergangen ist, denn weder Olympus E-M1II, Sony Alpha 99, Fujifilm X-T2, noch Panasonic GH5 sind bisher im Handel großflächig zu kaufen – das ist bezüglich dieser Kameras nur ein Wunschdenken aufgrund der Kameraausstattungen.
Ich erwarte keinen große Nachfrage nach der teuren Sony Alpha 6500 und noch weniger nach der überteuren Alpha 99 im alten System. Für mehr als 3000€ werden Sony-Fans sicher die Alpha 7RII zu Recht vorziehen oder auf eine Alpha 9 hoffen – obwohl die noch erheblich teurer wird, man munkelt von über 6000€. Sony braucht einen Erfolg bei Profis, den sie bisher nicht haben. Und aus meiner Sicht werden sie damit an den neuen Mittelformatkameras scheitern, denn wer kauft ernsthaft eine Sony, wenn er eine Hasselblad, Fujifilm oder Pentax mit noch mehr Bildqualität und Details haben kann?
Ich vermute auch, das die Olympus E-M1II kein so großer Erfolg wird, der Preis ist einfach zu hoch und auch Olympus tut sich trotz wieder eingeführtem Profi-Service schwer, endlich in einem Profi-Rucksack zu landen. Die neue E-M1 II wird aber alle bisherigen mFT-Nutzer, die nicht Filmen wollen, sicher begeistern. Filmisch kann sie sich noch immer nicht mit Panasonic messen.
Olympus fährt seine Taktik weiter und hält künstlich die Stückzahlen sehr knapp, beliefert nur bestimmte Händler. Grundsätzlich finde ich stabile Produktpreise nicht verkehrt, doch wenn sie so deutlich erhöht sind, kann man nur auf ein letztlich geringeres Kundeninteresse hoffen.
Die Kamera ist gelungen, vielleicht die beste Olympus seit der E-1, doch die Konkurrenz ist hart.

Wirklich aussagekräftig ist die Auflistung nur bei den Kameras die schon viele Monate im Handel sind und auch nur von den Menschen, die wirklich länger damit fotografiert haben. Und dann wird Canon für beide Kameras zu Recht deutlich abgewatscht, Canon Eos 1DXII und Canon Eos 5DIV sind weniger innovativ und preislich falsch positioniert. Canon scheint zu groß zum scheitern und patzt doch, da können eigentlich nur die EOS 80D und EOS M5 Erfolge werden und Canon muß jetzt dringend eine richtig positionierte, innovativ wirkende EOS 6DII bringen. Die darf nicht zu heftig im AF beschnitten sein, muss den voll beweglichen Touch-Screen liefern und Geschwindigkeit – ganz egal ob darunter dann die 5DIV leidet, die ohnehin nur für Filmer wichtig sein will. Die 6D wird im 6ten Jahr angeboten, sie kam 2012 für 2000€ – also die 6DII darf keinesfalls mehr als 2000€ als Einführungspreis haben, sie sollte sogar ein Zeichen setzen und Canon Vollformat-Technik für 1700€ bieten – aber das wird nicht passieren, ich rechne eher mit 2500€ und dann bringt sich Canon weiter in die zu teure Ecke.
Pentax konnte seine Fans mobilisieren und die sind wirklich angetan von der K1 noch über Nikon D810 Niveau. Hier stimmen einfach Preis und Leistung sehr gut! Nur das System – die AF- und Objektivqualität stimmen für mich noch nicht.
Fujifilms X-Pro 2 bekommt nicht so viele Stimmen, weil fast jeder die X-T2 haben will und die steht dem Begehren nach fast Kopf an Kopf mit der klassischen Profi-DSLR Nikon D500.

Keiner kommt dieses Jahr an den beiden besten Kameras heran, Nikon D5 und vor allem Nikon D500.

Da hat Nikon viel richtig gemacht, sie sind beide wie ein Heilpflaster auf geschundenen Nikon-Nutzer-Seelen – und das trifft mich insbesondere, denn meine Kamera des Jahres ist mit weitem Vorsprung die Nikon D500!

Ich erwarte das Nikon rasch eine genauso tolle und schnellere Nikon D850 bringt, die sich die K1 als Messlatte nimmt und mit neuem Sensor im 50 MP Bereich und dem AF der D5 neue Akzente setzt.

beste-kamera-2016-2

 

Meine Auflistung der lieferbaren, professionellen Kameras sieht anders aus:
1. Nikon D500
2. Canon EOS 5DSR
3. Nikon D5
4. Olympus E-M1II
5. Canon Eos 5DIV
6. Fujifilm X-T2
7. Pentax K1
8. Canon Eos 1DXII
9. Fujifilm X-Pro 2
10. Panasonic GH4
11. Panasonic GX 8
12. Sony Alpha 7RII

Spannend auch – die preislich bis 1200€ positionierten Kameras:

Die Olympus-Kameras PL-8 und Pen-F kommen nicht so gut an, wie Olympus gehofft hatte, Pentax tut sich schwer die Halbformat-Kameras richtig anzupreisen, obwohl die K70 sehr gut ausgestattet ist und eine vielversprechende Kamera ist.
Die Canon Eos 80D hat nicht voll begeistert, aber sie ist verlässlich und hat endlich einen besseren Sensor, der neuen M5 mit gleicher Technik, besserem Prozessor, nur ohne Spiegel, trauen die Foto-Fans offensichtlich noch nicht, Canon ist hier platziert wie ein Newcomer – das dürfte dem Marktführer auch zu denken geben. Ich finde die M5 gut, genau der richtige Schritt, wenn auch sehr spät. Aber sie ist das, was Nikon und Pentax fehlt und was heute von vielen verlangt wird. Vor allem, lassen sich alle EOS-Objektive mit dem Adapter und sehr schnellem AF nutzen – wenn das die Canon-Fotografen erst einmal verstanden haben – wird sie auch gekauft.
Allerdings machen nur sehr wenige EOS-Objektive wirklich Sinn an der Kamera (allenfalls Normal-, Macro- und leichte Teleobjektive) und was an EFM und EFS Objektiven verfügbar ist, wirkt eher peinlich.
Denn weder Nikon, Pentax, Olympus, Panasonic, Leica, Fujifilm noch Sony können auch nur annähernd viele tolle, herausragende und schnelle Objektive an eine ihrer spiegelfreien Kameras bringen! Was Canon seit 1987 auszeichnet sind EOS-Objektive – das sollte keiner vergessen. Bei aller Anstrengung von Nikon und anderen, da mit zu halten gelingt nur in Ausnahmefällen.
Die Fans werden erst lernen müssen, Canon zu vertrauen – hoffentlich passiert das, bevor Sony und Olympus zu fett werden in dem spiegelfreien Bereich.
Denn jetzt wo es die M5 endlich mit Sucher gibt, braucht es keine APS-C Kamera mehr von Sony, allenfalls Fujifilm sehe ich daneben als spannendes Konzept und als bessere Porträt-/Studio-/Reise-Kamera.
Die Panasonic G81 (G85) kommt endlich an und ist fast gleichauf mit der teuren Alpha 6300, die mir gar nichts gibt – gut so.

Meine Kaufempfehlungen bis 1200€ sind hier wirklich:
1. Canon EOS 80D
2. Nikon D7200
3. Canon EOS M5
4. Panasonic G81
5. Pentax K70
und nichts anderes.
beste-kamera-2016

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

13. Dezember 2016
Autofokus-Speed

nikon-d500_af

Um ein Motiv in Bewegung oder im dunklen oder mit geringem Kontrast scharf einzufangen, brauchen wir zunächst ein sehr geübtes Auge und für Bewegung sehr schnelle Reaktionen.
Die Kamera vor unserem Auge muß an sein und möglichst blitzartig das Motiv finden und erkennen – das ist abhängig von der Ansprechzeit des Objektives und ob schnell die richtige Richtung erkannt wird und sehr maßgeblich von der Empfindlichkeit der Messzellen und den Prozessoren in der Kamera.

Viele Jahre waren EV Werte von 0 und -1, das was technisch machbar war, bei Kerzenlicht ein Motiv noch korrekt fokussieren.
Canon realisierte dann -2 und sogar -3 und heute bietet Nikon sogar mit der D5 und D500 -4EV.

Bei den ganzen spiegelfreien Kameras wird dieser Wert nur zu gerne verschwiegen und deshalb ist auch schnell klar, dass sie noch heute oft da stehen geblieben sind, wo DSLR vor 10 Jahren war, bei 0EV bis -2EV und die Objektive haben nicht selten Schwierigkeiten besonders schnell und richtig zu fokussieren.

Und das ist einer der wichtigen Gründe, warum ich heute am liebsten mit der Nikon D500 fotografiere.

Bei Canon sind die neuesten microUSM-Motoren im 18-135 mm und 70-300 mm Garant für den schnellsten AF auf dem Weltmarkt.
Canon EOS 5DIV – zentraler Punkt: -3EV  (LiveView bis -4EV)
Canon EOS 1DXII – zentraler Punkt: -3EV
Pentax K1 – zentraler Punkt: -3EV und eher langsame AF-Motoren in den Objektiven
Nikon D5 – zentraler Punkt: -4EV
Nikon D500 -zentraler Punkt: -4EV
Fujifilm X-T2 : -3EV

 

Die Steigerung von -3 EV bis hin zu -4 EV können Sie praktisch mit einer Verdoppelung der Leistungsfähigkeit gleichsetzen.

dsc_5884-bskl

Nikon D500 & Nikkor AF-S 4.0/300 mm VR PF + 1,7x = 1/500 Sekunde bei vergleichbar 1000 mm Bildausschnitt
Freihand mit Bildstabilisierung im Objektiv. Der AF hat das Motiv richtig fokussiert.
Die 500 Sekunde war noch nicht kurz genug und die Bildstabilisierung kann kein bewegtes Motiv schärfer abbilden.

Nikon_d500

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht