Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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28. August 2026
Neue Super-Tele in der Praxis

Wichtig für Sony-Fotografen
Sony hat wieder ein Super-Tele-Zoom, denn das 200-600 mm war ja allmählich langweilig geworden.
Canon ist inzwischen Konkurrent im Teleobjektiv-Portfolio und hat ein 200-800 mm Ausziehzoom!
Nikon hat bessere Preise und die richtigen Alternativen bei Festbrennweiten, 4.5/400 mm und 6.3/800 mm..

Meine Kritik am Canon RF 6.3-9.0/200-800 mm IS USM
Bei dem Verkaufspreis von 2500€ ist es keine L-Konstruktion, aber es wurde auch kein DO-Element verwendet. Es hat einen hochwirksamen Bildstabilisator und immerhin einen Nano-USM Antrieb.
Das klingt bei der Lichtstärke wenig verheißungsvoll, bietet aber dafür mehr Tele-Zoom.
Alle populären 150-600 mm und 180-600 mm Zooms mit f:6.3 sind genau doppelt so lichtstark – die Brennweite 800 mm zu erreichen kostet genau eine Blende Licht. Das ist viel!
Ich könnte jetzt gleich in den Ring werfen, OMDS mit seinem 4.5/150-400 mm kann das auch – 4x so lichtstark bei gleichem Gesamtgewicht von rund 2 Kilo. Allerdings bietet ja Canon auch die Option sein neues Telezoom an der R7 als 9/320-1280 mm bei 32 MP zu nutzen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass mit der R7 bei spätestens 3200 ISO die Freude am rauscharmen Bild verblasst, während ich meine OM-1 oft bis 6400 ISO nutzen kann. Allerdings kostet es bei OM Systems auch 7500€ und bei Canon nur 2500€!
Zur Lichtstärke: Von 300-450 mm = F:7.1 – von 450-600 mm = F:8.0 und bei 700-800 mm dann F:9.0
Blendenöffnung:
Ich gebe zu bedenken, wenn sich ein Tier oder Vogel oder sonst ein Motiv im Schatten setzt, wie gestern das Rotkelchen um 9.45 Uhr an meinem Balkon, dann sind meine Belichtungsdaten 1/1000 sec bei f:7.1 und 12.800 ISO an einer R7! Ja es wäre schön das Motiv noch dichter und detaillierter zu zeigen, aber f:9 bei 800 mm führt selbst wenn ich die Zeit auf 1/500 sec senke nicht zu einem richtig guten Bild!
Ganz anders ist es, wenn bei gutem Sonnenschein die Vögel am Himmel kreisen oder Tiere in der Sonne sitzen, dann fotografiere ich auch gerne mal mit dem 11/800 mm.
Am Ende sind immer die kurzen Belichtungszeiten entscheidend für bessere Fotos und die sind praktisch nicht erreichbar mit einer Lichtstärke von f:6.3 und weniger. Da nützen mir auch Entrauschung und höchste Push-Empfindlichkeiten nicht wesentlich. Ich fotografiere Tiere selten unter 1/1000 Sekunde und oft brauche ich 1/3000 Sekunde (z.B. beim Abflug, oder bei Aktion). Deshalb nutze ich mein Olympus 4.5/150-400 mm so häufig erfolgreich und wenn ich näher heran kommen kann, auch immer das 2.8/40-150 mm oder eben ein 2.8/70-200 mm und 2.8/300 mm.
Canon RF 200-800 mm ist lang, gut 2 Kilo schwer, hat einen Auszug und ist nicht mehr so leicht und einfach zu händeln. Es ist immer schön auch ein Zoom dabei zu haben, aber wenn ich weiß, ich möchte den Eisvogel, Rotkelchen, Zaunkönige und andere scheue Motive ablichten, dann nehme ich gleich eine 800 mm Festbrennweite (6.3/800 mm) mit und brauche kein Zoom, das ich ohnehin nur bei 800 mm nutzen würde. Allerdings finde ich mit 400 mm meine Motive viel schneller und zoome dann erst auf 800 mm – wir kennen das vom Fernglas, da ist ein 8x auch immer am schnellsten am Motiv!
Konkurrent:
Das Sony 8.0/400-800 mm ist ganz offensichtlich als Konkurrent für  das RF Canon 9.0/200-800 mm, das Fujifilm 8.0/150-600 mm und eben das Olympus 4.5/150-400 mm gedacht. Und es reicht gar an einer A1 bis zum Ausschnitt bei 1200 mm, was Fuji (900 mm) und Olympus mFT (800 mm) nur mit TC leisten können. Wobei an der OM-1 eben auch 5.6/1000 mm Ausschnitt und sogar 2000 mm Ausschnitt bei sehr guter Qualität bei gutem Licht verfügbar sind!
OM-1 mit 4,5/150-400 mm + TC1,25 + TC14 = 8.0/375-1400 mm bei 20 MP!
R6II mit 9.0/200-800 mm + TC 14 = 12,6/280-1120 mm bei 24 MP
R6II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 10 MP
R5, R5II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 20 MP
mechanisch mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 32 MP
Ich sehe es häufiger, dass die R6II mit TC14 und späterem Ausschnitt am 9/200-800 mm verwendet wird.
Kann man machen, aber Lichtschwäche f: 12.6 hält mich fast immer davon ab!
Die R7 hat damit einfach Schwächen beim AF, beim Sucher und wegen des RS ist der elektronische Verschluss nur bei absolut ruhigen Motiven verwendbar.

Voll gezoomt erhalten wir ein sehr langes Objektiv! Und hier fehlt ja noch die 9 cm lange ET-101 Sonnenblende vom 11/800 mm, die diesmal endlich mitgeliefert wird! Somit wird das gesamte Super-Tele-Zoom gut 50 cm lang! (schwierig im Tarnzelt, im Auto  und auch erschreckend für Wild. Und man braucht unbedingt eine Tarnung!)

Das Sony 6.3-8.0/400-800 mm G OSS hat leider einige Schattenseiten:

SONY 6.3-8.0/400-800 mm G
Design, Aussehen und Handhabung sind dem bewährten Sony 200-600 mm zum verwechseln ähnlich. Nur das höhere Gewicht von rund 2.500g ist eine markante Änderung.
Doch letztlich sind das alles gute Amateur-Linsen, wo bleiben die GM PRO-Zooms?
Es sieht fast ein bisschen langweilig aus, dem 200-600 mm sehr ähnlich, nur länger, dicker und die Stativschelle ist zu meinem Ärger hier fest installiert. Hier sind auch wieder die deutlich zusammengezogene Nahgrenze und der Bessere Abbildungsmaßstab das besondere: 1.70m Minimalabstand bei 1:4.4!
Damit liegt es nicht nur weit besser im Rennen als das Canon RF 11/800 mm Fernobjektiv, sondern schlägt auch das geniale Nikon 6.3/800 mm und ist sogar dem Canon 200-800 mm Zoom im Vorteil. 

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:8.0
– Gewicht 2780g
– nur bis 600 oder 700 mm richtig brillant
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern

– nur Griff umständlich zu entfernen, Schelle nicht
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– Abbildungsmaßstab variiert sehr je nach Brennweite
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige, schwere Sonnenblende – nicht einbebaut und ausziehbar
– 95 mm Filtergewinde
– weiße Ausführung
– 3000€ teuer

LICHT
+ ideal für Vollformat
+ Innenzoom-Konstruktion
+ sehr schnelle und leichte Brennweitenveränderung
+ endlich ein Bereich von 400-800 mm (oder 600-1200 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm
+ echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen
+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ****

Ihr lest, ich bin nicht komplett zufrieden oder sogar häufig eher unzufrieden mit dem Sony 400-800 mm. Konstruktion und vor allem Sonnenblende sind deutlich zu schwer geraten, um mir zu gefallen. Und auch sonst zeigt es viele kleine Mängel. Ich habe mir wie immer ein besseres Exemplar ausgesucht, optisch besser wird es also nicht. Ich vermute ich werde es nicht auf Dauer behalten, aus der Traum mit Sony Supertele-Aufnamen zu fertigen.
Wie ich schon öfter feststellte, hat Nikon als einziger bei 800 mm alles richtig gemacht; relativ leicht und noch handlich, beste Abbildungsleistung, schneller AF, schwarz und robust. Und wenn Motive weit entfernt sind, brauchen wir wahrlich kein Zoom.
Ich kaufe mir wohl lieber doch endlich das 2.8/300 mm, das ist dann wirklich ein G-Master.

Das Canon 6.3-9.0/200-800 mm IS USM hat aber nicht weniger Schattenseiten:

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:9.0
– Gewicht 2050g
– keine Innenfokus-Konstruktion
– keine L-Konstruktion
– Artefakte/Ringe der gepressten Asphären, besondern beim Abblenden
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern
– kein echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen! (programmierbar auf Einstellring ganz hinten!)
– Zoom-Weg relativ lang und etwas langsamer durch mehrmaliges Umgreifen

– Stativgondel nicht zu entfernen
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– kein IS-Schalter mehr
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige Sonnenblende ET-101 vom 11/800 mm
– 95 mm Filtergewinde
– 2500€ teuer

LICHT
+ fast ideal für Vollformat
+ endlich ein Bereich von 200-800 mm (oder 360-1280 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm

+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ***

 

 

Mein Olympus 150-400 mm habe ich seit gut einem Jahr immer bei mir, ich sehe da noch keine Gefahr. Erst wenn Canon bessere, schnellere Sensoren anbietet, könnte meine OM-1 ins rutschen kommen.
Eine R7 ist meiner OM-1 bei Sensor und Prozessor noch keineswegs ebenbürtig, allenfalls die R3/R5II. Trotz des kleinen MFT-Sensors sind mit der hohen Lichtstärke f:4.5 in der Praxis nie Nachteile zum Vollformat erkennbar und f:4.5 reicht mir oft noch nicht um schnelle Zeiten mit maximal 1600 ISO zu verbinden – das gelingt dann mit diesem Canon 200-800 mm erst recht schwierig. Denn entgegen allen Marktschreiern, müssen auch Canon-Kameras bisher bei 6400 ISO und spätestens 10.000 ISO eingefangen werden und außer bei der R3 kommt immer ein starker Rolling Shutter dazu. Einzige Ausnahme jetzt die R5II!
Der Preis 2500€ ist heiß und eindeutig eine Kampfansage an OMS, Fujifilm und Sony.
Ich lese überall das Feixen von Canon-Jüngern, die jetzt OMS eine lange Nase zeigen wollen, weil sie ja viel billiger an ihre Fotos kommen. Beim Rechnen sind die allerdings meist schwach. Um sich an die Leistung einer OM-1 mit 4.5/150-400 mm TC anzunähern, braucht es bei Canon mindestens die R5II oder R3 plus dieses Zoom – also 7500-8500€. Dafür bekommen Ihr eine ausgewachsene Kamera mit guten Features und ein Amateur-Super-Tele der Lichtstärke f:9! Ich finde daher weiterhin das Angebot von OMS fairer, Profi-Kamera, mit vielen Sonderfunktionen und Profi-Objektiv, dass seine Baulänge immer behält (31 cm) und von Hand gefertigt ist und noch einen Schärfe- und Brillanz-Gegner unter allen Tele-Zooms des Weltmarktes sucht!
Vergessen wird auch der 1.25x Konverter der eingebaut ist und ein 5.6/1000 mm ergibt. Also in der Praxis kann Canon da erst punkten wenn eine Stacked R7II erscheint, die viel leistungsfähiger ist oder die R5II Wünsche erfüllt.
Mal abwarten wie bald Sony und auch Nikon darauf reagieren! Oder Tamron könnte ja auch ein 200-800 mm bringen.
Mein Tipp für Canon Super-Tele-Fotografie:

Bei Canon das 7.1/100-500 mm mit der R5II kaufen und vielleicht auf eine schnelle R7II hoffen, als dieses 200-800 mm Tele-Zoom. Wer noch mehr braucht, kauft sich den sehr guten TC14 Konverter dazu, auch wenn das nervig ist, weil das 100-500 mm nicht mehr komplett zurückgezoomt werden kann und immer lang bleibt – das ergibt ein: 10/220-1120 mm mit schnellerem AF und besserem Gehäuse bei weniger Gewicht (1600g!).
Das 11/800 mm mit nur 1280g lohnt sich auch weiterhin bei gutem Licht! Leichter und schneller kann man mit keinem Super-Tele sein!

Das man keinen breiten Scharfstellring vorne am Objektiv hat, geht für die meisten gar nicht, ganz egal wie gut der AF-C inzwischen meistens funktioniert! Und dass man mit dem schmalen Ring ganz hinten fokussieren kann, den man kaum mit den Fingern erreicht, ist ein konstruktives Unding!
Auch das die nicht selten unerwünschte Stativgondel nicht entfernt werden kann – ist kaum zu verzeihen. Das Objektiv würde ohne vermutlich gut 250g leichter.
Die Schärfe ist da, doch der Microkontrast und die Detailzeichnung sinken ab 600 mm. Der Einsatz von Konvertern kann also nur Notbehelf bei sehr kontrastreichen Motiven bei bestem Licht sein!
Es ist nicht wirklich schnell beim Einstellen der Brennweite, denn es braucht fast 180° Drehung um von 200 auf 800 mm zu wechseln – das ist im Vergleich zu Nikon, Olympus, Sony sehr viel, die kommen meist mit 90° Drehung und weniger aus. Das macht uns erheblich schneller beim anpassen an das Motiv!
Also Kauftipp?
Ja für Vollformat, eher nein für Halbformat aber in beiden Fällen immer mit erheblichen Einschränkungen beim Komfort und Bedienung.
Ich nutzte trotzdem viel lieber mein Olympus 4.5/150-400 mm an der OM-1 und auch das Nikon Z 6.3/180-600 mm an der Z9!

Der Kampf zwischen Vollformat und dem spiegelfrei-Erfinder MFT geht jetzt in die nächste Runde, bei Allen SWW und WW Objektiven liegen die meisten Vorteile schon beim VF und jetzt schicken sich auch die Super-Tele an. Nur beim Macro sieht VF keinen Stich und auf Reisen ist jede VF-Kamera praktisch immer unterlegen.
1.8/8 mm – 4.0/8-25 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/12-40 mm – 2.8/40-150 mm oder noch kleiner oder lichtstärkere Festbrennweiten sprechen da eine klare Sprache Zugunsten MFT.

Canon hat als erster begonnen microFourThirds vom Vollformat-Tele-Bereich aus zu torpedieren. Nachdem das vorher Fuji vergeblich versucht hatte (mit 8.0/140-600 mm) hat Canon erst  11/800 mm, 11/600 mm und dann ein 9.0/200-800 mm speziell gegen die Daseinsberechtigung von MFT platziert.
Jetzt kommt Sony und bald sicher auch Tamron und vielleicht auch Sigma und Nikon mit Zoom-Objektiven die bis 800 mm am Vollformat erreichen.
Doch wir sollten vor unserer Trennung oder Missachtung von MFT beachten: Ein Zoom-Objektiv besteht aus weit mehr als aus Brennweite und Lichtstärke!
Wer die Gelegenheit hat, ein 4.5/150-400 mm auf den Naturfoto-Festivals in die Hand zu nehmen, sollte dies tun. Ja es ist mit rund 7500€ sehr kostspielig, fast der dreifache Preis des Canon 9/200-800 mm.
Aber es ist auch ein Ausnahmezoom und das Canon ist nicht einmal eine L-Konstruktion.
Vorteile Olympus:
+ eingebauter Konverter

Ich würde an Stelle von OMD eine günstiger Version ohne zuschaltbarem Konverter anbieten, die braucht nicht mehr als 4000€ zu kosten. Oder ich würde das Zoom bei gleicher Qualität in ein 4.5/150-400 x TC1.5 – also ein 5.0/225-900 mm – das dem Bildwinkel eines 450-1800 mm entspricht.
Aber der Vergleich zwischen Olympus 4.5/150-400 mm und Canon 9/200-800 mm ist total unfair – Canon kann da in keiner Disziplin, außßsser beim Preis mithalten. Vergleichbar ist das Canon nur mit dem Olympus 6.3/100-400 mm IS II und das ist 800g leichter und kostet 1100€ weniger. Und es ist erheblich kompakter.

 

Sony ist fast immer der erste, der mit leichteren Neu-Konstruktionen an den Markt tritt. Hier wär mal Canon der Herausforderer und bekommt dann auch jetzt den kompletten Arschtritt. Im Vergleich verliert das Canon 9/200-800 mm (außer bei Brennweitenbereich) praktisch in jedem Punkt. Bei Canon wird man immer auf 5 stelligen Kosten durch PRO-Zooms angewiesen sein.
Allenfalls das neue Sigma 4.0/300-600 mm könnte interessanter sein, aber es ist sehr schwer.
Nur, welche Sony Kamera kaufen? Für Normal-Fotografen ist alles vorhanden, aber wer es sehr schnell will wird einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Alternativ können nur die Sony-Objektive auf die besseren und preiswerteren Nikon-Kameras adaptiert werden.
Außer Sony A1, A1II, A9III ist keine schnelle Kamera verfügbar.

Es geht ja doch:
SIGMA stellt ein 4.0/300-600 mm OS Sports vor!

LICHT – Sigma 4.0/300-800 mm:



+ Innenzoom
+ 1.4x TC nur von Sigma für L-Anschluß
+ gut sitzende Sonnenblende
+ abschraubbarer Handgriff
+ mit 7.500€ noch moderater Preis
+ Arca-Swiss-Führung im Fuß eingebaut

+ AF-Stopp-Tasten
+ Gurtbefestigung
+ sehr gute Abdichtung

SCHATTEN:
– schwer und dick, wie gewohnt sehr unhandlich
– Bildstabilisierung bisher nur an A1II und A9III
– langsame, schwergängige Änderung des Brennweitenbereichs
– sehr kopflastig
– etwas kleiner Bereich, 300-800 mm oder 200-800 mm wären willkommener

SPAßFAKTOR: von (******). **

Doch bei aller Freude, haben sie es beim Gewicht auch etwas zu gut gemeint, knapp 4 Kilo ist tatsächlich heftig.
Aber es stimmt eben auch, ein solches Objektiv gab es bisher nie (es gab ein Pentax 5.6/250-600 mm und ein Sigma 5.6/300-800 mm, die jeweils schwerer waren) und auch die 4.0/200-400 mm xTC14 wogen knapp 4 Kilo und hatten den aufwendigen, internen Konverter um auf 560 mm zu kommen. Von denen möchte ich heute schon längst keins mehr haben. Ich besass das Canon und bin froh, das ich es für gutes Geld los wurde.
Bei 3 kg muß man schon ganz schön schleppen und es ist fast nur gut nutzbar, wenn man sein Auto motivnah parken kann, bei 4 kg ist es noch heftiger.
Trotzdem bei einem Preis um 7.000€ reizt es schon sehr. Das ist allerdings etwas heftig, 1000€ Aufschlag zur USofT (United States of Trump).
Bei 300 mm wird es abgesehen vom Sony 2.8/300 mm Spitzenklasse sein, aber schon die MTFs verraten, das es bei mehr Brennweite wie 500mm bis 600mm Auflösung verliert. Deshalb vermute ich, es wird sich kaum mit Nikon, Sony oder Canon 4.0/600 mm Festbrennweiten messen können und die sind rund 1 Kilo leichter.
Es wird für L-Bajonett angeboten, doch bisher gibt es keine schnelle Kamera mit Stacked-Sensor! Immerhin passen dann 2 Sigma Konverter.
Es wird auch für Sony angeboten, aber dann sind alle Konverter tabu – bzw passen weder Sigma noch Sony Konverter.

 

1. Januar 2017
Good-bye 16

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Ich lese allenthalben, dass 2016 ein schlimmes Jahr war, politisch, die Umwelt-Umwälzungen sind jetzt dramatisch offensichtlich – das Sterben der Pflanzen- und Tierarten kann jetzt kaum noch jemanden kalt lassen – das Klima kann einen verrückt machen und die allermeisten Menschen lassen sich von ihrem Selbstzerstörer-Gen leiten und machen genauso weiter wie bisher oder es tauchen immer mehr auf, die zu denken scheinen: “Jetzt erst recht”.

Und das es so alles nicht weiter gehen darf, muß jedem schmerzlich klar sein.
Wir sollten die Tiere, Pflanzen und alle Natur jetzt gegen alle Widerstände beschützen, pflegen, wieder aufbauen.
Das fängt bei der Vermeidung jeglicher Plastiktüten und Umverpackungen an und zieht sich leider durch unser ganzes Wohnstands-Verhalten. Und vielleicht sollten wir, die wir gerne fotografieren, noch stärker die Umweltzerstörung dokumentieren, öffentlich machen und anprangern.

Trotzdem hoffe ich, daß jeder auch schöne Erlebnisse aus dem Jahr 2016 in seiner Erinnerung wach halten kann oder sogar auf Fotos fest gehalten wurden.

In der Fotobranche hat sich aus meiner Sicht einiges verändert:

  • mein Stammsystem Canon EOS hat gelangweilt und überzogen
  • die ehemalige Profimarke NIKON ist wieder erstarkt, rehabilitiert sich und hat in 2016 überzeugt, mich zumindest
  • Panasonic schwächelt auffällig
  • Olympus macht genauso bedenklich weiter wie in den letzten Jahren – kann kaum liefern, hohe Preise, viele Versprechen
  • Sony ist in aller Munde und macht Boden gut – zu meinem Entsetzen
  • Pentax hat seine Verspechen wahr gemacht und ist wieder Voll vertreten
  • Fujifilm fährt den vollen Angriff auf das Establishment und hat Erfolg
  • Sigma kann weiter viele mit den ART-Objektiven überzeugen – mich bisher nicht
  • Adobe macht genauso schlimm und schlecht weiter und fast alle müssen mit machen, mangels Alternativen

Wir können erkennen, das die Hochphase der Fotogeräte, wie wir sie kennen, seit einigen Jahren vorüber ist und so wohl nie wieder zurück kehrt. Aber was kehrt schon zurück? Ab jetzt werden die Verkaufszahlen nur noch sinken, das ist selbst Canon klar, die sich schon in andere Richtungen orientieren. Auch die Filmerei ist da kein echter Hoffnungsschimmer.

Die Zukunft wird Iris-Kameras und andere noch kaum vorstellbare Konzepte, bringen. Aber zuerst einmal kommt ein elektronischer Verschluss, Panasonic und Canon arbeiten intensiv daran – das gesamte Bild mit einem Schnapp zu speichern.

Für mich persönlich ist meine große Reise nach Sri Lanka, die als Workshop-Ziel ausgeweitet werden sollte, zum traurigen, schmerzhaften Erlebnis geworden und steht in meiner Erinnerung leider sehr im Schatten von meiner Indien-Reise und meinen USA-Canada und Europa-Reisen.
Besonders Irland und auch die Schweiz haben mich 2016 sehr positiv überrascht und mich etwas getröstet, die Menschen und Landschaften – der Tag bei den Irischen Schäferhunden war ein großartiger Tag.

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Finanziell war es ein sehr schwieriges Jahr, ich möchte mich nicht unterordnen, nicht den Werbeschreiern zum Frass vorwerfen (auch wenn ich mich für Manchen vielleicht derzeit mit Nikon, Canon, Fuji vielleicht ähnlich anhöre – aber das kommt aus Erfahrung und Überzeugung, aus besseren Bildergebnissen und nicht aus finanziellen Interessen oder gar um anderen Firmen zu schaden).

Aber auch die tollen Erlebnisse in der Schweiz/Lichtenstein und die Liebe der Katzen dort – bleibt unvergessen…
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30 Jahre Praxistests und ich habe immer mit dem allerbesten Foto-Equipment gearbeitet, nicht immer mit dem teuersten, ich habe immer versucht die Objektive und Kameras den Motiven anzupassen und so mache ich weiter. Gerade heute war ich mit der nikon D500 und dem 1.4/105 mm in der verzauberten Winterlandschaft unterwegs, natürlich alles mit f:1.4 – denn wozu sollte ich ein über 2000€ teures Objektiv abblenden – dann könnte ich ja gleich mit einer Zoom-Linse arbeiten. Mir reicht wenn 1 Millimeter scharf ist – das Bild muss nur wirken.
Unterwegs sprach mich heute ein “Pinguin” an (= Nonne – ich meine das nicht despektierlich, sondern lieb) und war neugierig, welche Fotos ich aus dem Aperat zaubere, sie war sehr überrascht und ich lies mich zu der Bemerkung hinreißen:
“Was dem Einen sein Gebet – ist für mich die Fotografie”
Doch sie reagierte komplett anders als erwartet und freute sich noch mehr und verstand mich vollkommen, die nähe zur wundervollen Schöpfung verband uns.
Ein klasse Moment.
Alle folgenden Bilder mit NIKON D500 und bis auf die 2 Hochformat-Bäume – alle mit 1.4/105 mm Nikkor bei offener Blende.
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Viele Testseiten scheinen mir fast sinnlos, weil es unfassbar schwer ist – gegen eine Masse von Tests anzuschreiben oder aber deren übereilte Feststellungen teilweise wiederholen oder widerlegen zu müssen. Aber AUFGEBEN ist trotzdem keine Option. Auch ich werde mich mit meiner Schreibe, meinen Tests und Erkenntnissen irgendwie weiter entwickeln und behaupten. Und ich bin jederzeit gerne für SIE hier, Antworte, mache mir Gedanken, gebe Rat, gebe persönliche Workshops und helfe auf die Sprünge!

Testen SIE mich aus! Mail an HarryPX@T-Online.de

 

P:S: Die wichtigste Buchempfehlung für unsere Zeit: Alle Bücher von Peter Wohlleben – dessen Name schon alleine Programm für unsere Zeit ist. Endlich mehr Verständnisse für Bäume, Pflanzen, Tiere – total verständlich und sehr wichtig!

Welcome 17

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Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

29. Dezember 2016
Die besten Wünsche an alle Leser in unserer Galaxie für 2017

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Ich wünsche allen ein glückliches Zusammenfeiern und den Genuss des Lebens!
Eine wundervolle Weihnacht!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

28. Dezember 2016
Was am Ende des Jahres bleibt … 2016

hpx_2130-bsklDie Photo-Kameras und Objektive 2016

So viele neue Kameras und die schreibenden Kollegen waren wieder alle unterwegs, in Spanien für Olympus, in ganz Deutschland für Canon, weiß der Himmel wo, in der Sonne für Sony und Fujifilm, Leica und Co lassen sich sicher auch nicht lumpen. Da werden Events angeboten und Meinungen glatt gebügelt, wenn nicht gar gekauft. Ich bin da nicht dabei, bekomme da kaum noch etwas angeboten und bin auch keine Zielgruppe, weil ich mir meine Erfahrung, meine Anwender-Meinung und meine Expertise sowieso nicht verbiegen lasse.
Die Kollegen schreiben brav nach, was vom Marketing vorgekaut wird, haben oft keine Erfahrungen im Telebereich, oder gar mit schnellen Motiven oder schwierigsten Lichtverhältnissen. Sie faseln von Sony und Olympus und wissen gar nicht was eine Nikon mit dem richtigen Objektiv tatsächlich leistet, oder eine Pentax.

Wo ist die neue Ausrüstung, für die es sich lohnt das Sparschwein zu kitzeln?

Das Profi-Jahr 2016 geht zu Ende, 28 neue Kameragehäuse für Wechselobjektive mit und ohne Spiegelreflextechnik sind erschienen – aber, das besondere: Es sind immerhin 11 professionelle Kameras dabei, so viele wie noch nie zuvor in einem Jahr!
Nur die Panasonic GH5 und eine Sony Alpha 9 lassen 2017 noch auf sich warten.
Dadurch sind die nächsten 2 Jahre kaum wichtige Neuentwicklungen zu erwarten.
Wenn auch Canon und Nikon einem ersteren Engagement mit spiegelfreien Kameras nicht aus dem Weg gehen können.

Blicke ich tiefer in die Kameras, dann sind nur sehr wenige Modelle wirklich mit spannenden Verbesserungen für uns Fotografen erschienen. Bei Canon und Nikon DSLR’s ist bei Käufern seit langem die Taktik beliebt, ein Modell zu überspringen und das macht auch dieses Jahr Sinn. Wer eine EOS 5D Mark III hatte, gewinnt kaum durch die Mark IV, gleiches gilt für die Eos 1DXII und 80D. Nur Nikon setzt dieses Jahr die Ausnahme, wer die D4s hatte erlebt einen deutlichen Sprung mit der D5 (außer in der Dynamik, die ist schlechter!) und von der D300s zur D500 sind es Welten.
Auch bei spiegelfreien Kameras sind die Innovationssprünge längst nicht so groß wie gerne suggeriert, eine Fujifilm X-Pro2,  X-T2, Olympus E-M1II lassen kaum bessere Fotos zu, als die Vorgänger, nur schneller und sicherer sind sie geworden. Da die Technik bei Kameras ohne Spiegel aber noch nicht so ausgereift und ausgereizt ist wie bei DSLR, sind trotzdem für die Meisten Verbesserungen spürbar. Es zeigt sich jetzt, das die X-T1, X-Pro1, E-M1 und früheren Sony-Kameras gar nicht so gut waren, wie verheißen.
Hier die aus meiner Sicht wichtigsten neuen Kameras 2016:

Für die Landschafts-, Studio-, und kommerziellen Porträt-Fotografen:
Fujifilm GFX 50S
Hasselblad X1D

Für alle Fotografen die genug Leidenschaft und Geld haben:
Nikon D500
Nikon D5
Pentax K1
Sony Alpha 99II

Für alle die auf Reisen/Ausflügen fast alles in einer Kamera wollen:
Panasonic FZ1000 – oder vielleicht FZ2000

Die Preise laufen Amok, der Fotomarkt ist um mehr als die Hälfte eingebrochen und ein weiterer Aufschwung ist kaum vorstellbar. Sicher werden einige der Menschen, die heute mit dem Handy knipsen, in Zukunft gerne mal eine Systemkamera mit Wechselobjektiven haben wollen, aber einen solchen Boom wie zuletzt durch die digitale Fotografie wird die Branche so nicht mehr erleben.
Betrachten wir doch einmal ein paar Preise:

Hasselblad X1D = 9400€
Fujifilm GXF 50S = 9000€
Pentax 645Z = 8000€
Nikon FX D5 = 7000€
Leica SL = 6900€
Canon EOS 1DXII = 6300€
Canon EOS 5DIV = 4060€
Sony Alpha 99II = 3600€
Sony Alpha 7RII = 3600€
Nikon DX D500 = 2200€
Leica TL =2100€  (incl Sucher)
Pentax K1 = 2000€
Olympus E-M1II = 2000€
Fujifilm X-Pro2 = 1800€
Fujifilm X-T2 = 1700€
Sony Alpha 6500 = 1700€
Panasonic FZ2000 = 1250€
Olympus Pen-F = 1200€
Canon Eos 80D = 1100€
Canon EOS M5 = 1100€
Panasonic G81 = 900€
ALLE PREISE JEWEILS OHNE OBJEKTIV –
Die Spanne reicht von 900€ für mFT bis hin zu 9400 € für kleines Mittelformat.
Das LEICA bei den Preisen gleich durch das grobe Sieb fällt, ist offensichtlich und auch so gewollt – “lieber viel Gewinn mit wenigen Kameraverkäufen, als Massenfertigung” ist die Devise.
Wenn ich nicht alleine die Kamera – ihre Funktionen, ihren Sensor und ihre Schnelligkeit – sondern auch die wichtigen Objektive für jedes System betrachte, zeigt sich für mich glasklar:
Extrem überteuert sind angesichts von Ausstattung, Sensor und möglicher BQ:
Canon EOS 5DIV – Nikon FX D5 – Olympus E-M1II und alles von Sony Alpha

Es gibt auch die andere Seite, noch günstig angesichts der gebotenen Ausstattung sind:
Canon EOS M5 – Pentax K1 – Pentax 645Z – Panasonic G81
da gibt es richtig viel Technik für das Geld und die Folgekosten bei den Objektiven sind besonders bei Canon und Panasonic moderat und bei Sony, Olympus und Nikon teilweise sehr übertrieben.
Nach meinen Praxiserfahrungen sind dennoch folgende Kameras/Systeme ihr Geld auch wert:
Nikon D500 – Fujifilm X-T2 – X-Pro2 – Pentax 645Z – Canon Eos M5 – Canon Eos 80D

Canon EOS M5Canon hat 2016 nichts wirklich Neues gebracht, weder 1DX II, noch 5DIV bewegen mich zum rechnen und auch die EOS M5 lässt mich einstweilen noch kalt. Negativpunkte sind für mich: geringe Akku-Kapazität, keine langen Bildfolgen möglich, kein voll beweglicher Monitor, kaum spannende M-Objektive. Ich werde sie vielleicht irgendwann kaufen, aber ich warte erst einmal das Frühjahr ab, Canon muß anspruchsvolle Objektive dafür anbieten. Und es fehlen noch weitere Entwicklungsschritte, so wie es auch bei allen anderen Herstellern war.
Auch wenn die Kamera zunächst von Canon nur als kleine, schnelle Ergänzung zum EOS-System vermarktet wird, folgende Objektive will ich dafür haben:
2.8/15-50 mm – 2.8/35-135 mm – 4.0/18-135 mm  – 2.8/11 mm – 2.0/60 mm
Sicher, alle Kameras sind verbessert worden und die M5 Systemkamera hat jetzt endlich den lange geforderten Sucher – doch mir reicht das nicht.
Nikon hat Canon in der DSLR-Geschwindigkeit und beim AF überholt und hat mehr neue Objektive gebracht und zeigt den Willen sich ganz neu aufzustellen: Das alles fehlt bei Canon im Moment, tolle, extravagante Objektive wie das 4.0/11-24 mm und das 3.5/28 mm Macro mit Ausleuchtung und überarbeitete 2.8/16-35 mm und 4.0/24-105 mm Versionen, genügen da einfach nicht.
Mein EOS-Systemtipp: Vielleicht die M5 dazu kaufen und mit Adapter die EOS-Objektive mal anders nutzen. EOS M wird bleiben und ist keine Eintagsfliege mehr.
Die 5DIV kann kaufen, wer bisher nur mit einer 5D, 5DII oder 6D fotografiert und viel Geld hat. Als verbesserte Version gegen die 5DIII lohnt sie sich hingegen kaum. Auch die EOS 1DXII braucht man  allenfalls wenn man die 1DX noch nicht hat oder die fettesten High-Speed-Aufträge warten.
Doch auch diese High-Speed-Boliden wie 1DX und 5D sind von den Systemkameras schon überrundet, Leica SL, Olympus E-M1, Panasonic GH5 – Fujifilm X-T2 sind noch schneller in der Bildfolge und lautlos!
Ich halte im EOS System weiterhin die EOS 5DSR oder die EOS 80D für die sinnvollsten Käufe. Alles andere braucht man nicht zwingend. Schon im Februar wird eine neue 6DII zeigen ob Canon innovativ ist. Ich erwarte einen neuen AF und einen vollständig beweglichen Monitor mit schnellem LiveView, für Filmer wird sie sicher beschnitten sein.
Denkbar ist sich endlich der Schritt zu einer 6D ohne Spiegel und ohne Adapter, die alle EOS-Objektive problemlos aufnehmen kann.
Mit seinen EOS-Filmkameras ist Canon bisher eher erfolglos, sie gelten als zu kompliziert und anfällig und stellen Berufsfilmer kaum zufrieden.
Ein gutes, schnelleres Update der 5DSR mit besserem Bildrauschen sollte Ende 2017 möglich sein.
Schwere Zeiten für Marktführer Canon, die M5 kommt sehr spät, bei der 5DIV wurde der bewegliche Monitor nicht realisiert, die 1DXII ist ein sterbender Dinosaurier und eine schnelle 7DIII fehlt. Wenn Nikon jetzt noch einen Pixel-Riesen bringt, ist Canon in allen Sparten abgehängt.

Sony Alpha 99II
Die Sony Alpha 99II ist als Kamera spannend und sucht wieder Augenhöhe mit Canon und Nikon, doch die SLT-Folien-Hilfslösung missfällt mir und das System dahinter hat für mich zu große Schwächen. Darauf lasse ich mich nicht ein. Sony hat  keine echten Neuheiten im Gepäck, die sind eher 2017 zu erwarten. Gemunkelt wird sowohl von einer Alpha 7III als auch von einer Alpha 9 – also da sehe ich einiges Verbesserungspotential, selbst wenn die Marke für meine Fotografie kaum interessant ist. Wer heute Sony kauft, ist selbst schuld und gibt viel zu viel Geld aus, ohne dafür einen Mehrwert zu bekommen. Wer das System schon hat, die SLT-Technik hat sich nicht bewährt, daran ändert auch eine 99II nichts und die meisten Objektive sind nur B-Klasse. Wenn Sony, dann Alpha 7RII oder besser auf die kommenden Neuheiten im Frühjahr warten (7III – 7RIII – 9 ?). Denn mit dem hohen Stromverbrauch und den unsteten Leistungen können die Kameras bisher nur halbherzig zufrieden stellen.
Sony ist ein System für Träumer und Technikverliebte, Fotografen kaufen meist andere Geräte.

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Die Panasonic FZ2000 gehört als kompakte Superzoom-Kamera mit festem Objektiv hier nicht wirklich hin, aber sie ist verborgen innovativ. Mit neuem innenfokussiertem Zoom-Objektiv, plus automatischem Grau-Filter. Sie könnte so den Maßstab für die nächsten 2 Jahre setzen und durchaus als leichte Alternative spannend ist. Panasonic und Leica haben bisher oft eine geniale Kooperation, denen nahm niemand die Stafette weg und auch Sony und Zeiss bleiben daneben blass.
Doch mit der FZ2000 scheinen die Entwickler am Ziel vorbei geschossen zu haben. Die Kameras die ich bisher ausprobieren konnte, zeigen einen deutlichen Verlust im Telebereich – der Sensor scheint nicht optimal auf das Objektiv abgestimmt zu sein. Die FZ2000 ist nur 100g schwerer als die FZ1000, aber sie ist doch deutlich wuchtiger, unhandlicher und weckt nicht, wie der Vorgänger, das Gefühl sie immer mitnehmen zu müssen. Der AF ist schneller geworden und der Graufilter ist sehr wichtig – aber das rechtfertigt kaum einen Preis über 900€ – schon gar nicht 1250€. Auch wenn das so von Sony vorgelebt wird, deren Superzoom-Kameras ich noch schlechter finde, in allen Werten.

Ich fürchte die FZ2000 wird kein großer Wurf und auch die TZ71 und TZ81 taten sich am Markt sehr schwer – die Objektive sind irgendwie ausgereizt – sehr schade.
Für Panasonic wird erst 2017 wieder ein wichtiges Kamerajahr. Die GH5 knüpft ganz neu an, soll 18-20 MP auflösen aber hoffentlich einen Durchbruch bei geringem Bildrauschen auch oberhalb 1600 ISO erzielen. Meine Erwartungen an die GH5 sind vielleicht zu hoch, sie entwickelt sich zur Kamera für Filmer, für Drohnen, das finde ich sehr bedauerlich – einen wirklich neuen Anreiz ausser 6K sehe ich da noch nicht. Ich war auch etwas konstaniert auf der Photokina, als ich sah, dass das an sich geniale Gehäuse – das für mich alle anderen existierenden Digitalkameras in Handling und Bedienung schlägt – geändert wird. Vergrößert und anders. Da müssen wir abwarten, wie sie präsentiert wird und sie wird gut 2000€ kosten. Ansonsten ist mFT ziemlich am Limit, daran ändern auch die 3 kommenden Leica-Zooms vermutlich nicht sehr viel. MFT täte vielleicht eine Kamera mit 12 MP-Sensor die auch bei 12.800 ISO kaum Bildrauschen zeigt, richtig gut. Die 20 MP Sensoren rauschen wie auch die 16 MP-Vorgänger ab 1600 ISO schon zu deutlich, je nach Lichtstimmung.

Die Menschen, die die letzten 8 Jahren nicht mit mFT arbeiten konnten, finden es jetzt plötzlich spannend und mir fehlt irgendwie der richtige Anreiz. Inzwischen sind viele andere Kameras ähnlich klein und sehr kompakt und kleine Objektive gibt es immer mehr – also mFT steht aus meiner Sicht mächtig unter Druck.

Auch Olympus rudert verzweifelt rum, die E-M5 II wollte keiner mehr haben, die E-M1II ist preislich so hoch gesetzt, dass viele lieber den Vorgänger behalten oder jetzt kaufen. 2000€ ohne Zubehör ist eine Summe für Viertelformat, daneben nehmen sich 1200€ für eine Pana FZ2000 mit 2.8-4.0/24-480 mm Leica Zoom fast wie ein Taschengeld aus. Auch das 1.2/25 mm finde ich verrückt, die Brennweite ist langweilig und was sollen f:1.2 im Bild ausrichten? Es hätte schon ein 0.7/22 mm sein müssen um mir positiv aufzufallen. Olympus wird sich an Fujifilm und Sony die Zähne ausbeißen. Wer gute mFT-Objektive hat, oder seine alten FT-Objektive noch gut und schnell einsetzen will, ist hingegen mit der E-M1II derzeit am besten beraten. Die Kamera ist schnell und bietet viele Spielereien.

Pentax hat mit der K1 eine Fan-Kamera vorgelegt, die sich gewaschen hat und die allermeisten zum Kauf reizt, hier stimmen Preis und Leistung schon fast zu gut. Einige neue Objektive gibt es, etwas schneller ist der AF auch geworden – mir reicht das aber so noch nicht. Pentax muss jetzt mit einer richtig schnellen und robusten Halbformatkamera im Stile der Nikon D500 weiter nachlegen.
Und eine mutige 645 muss kommen. Der Trend der anspruchsvollen Fotografen geht wieder zu Mittelformat, hier muß sich Pentax 2017 stark positionieren, oder noch preiswerter.
Einen Einstieg in das Pentax System kann ich auch weiterhin nicht vorbehaltlos befürworten. Deine sehr gute Kamera macht noch kein System.

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Leica ist mir kaum eine Zeile wert, weil mir die Kameras SL, TL und S gar nicht gefallen und keine Freude machen. Aber trotzdem muß ich zugeben, die Idee mit dem roten APO-Summicron 2.0/50 mm vor den schwarzen nichts sagenden Leica-M-Kameras ist genial. Und das Apo-Summicron dürfte auch Sigma und sogar Zeiss OTUS die Grenzen aufzeigen und ist viel kompakter. Objektive können sie einfach, die Menschen in Wetzlar!
Ich würde mir aktuell mit jeder Leica-Kamera drittklassiert vorkommen – aber trotzdem schön, dass die Marke bei anderen Kaufwilligen wieder beliebt ist.
Die nächsten 2 Jahre haben anspruchsvolle Fotografen deshalb nicht viel zu erwarten! Ganz ehrlich, hat mich vieles neue Gerät bisher nicht in Kaufstimmung versetzt.
Rekapituliere ich einmal was 2016 neu erschienen ist:
Canon EOS M5 – Canon EOS 1300D – Canon EOS 80D – Canon EOS 5D4 – Canon EOS 1DXII
Leica TL
Hasselblad X1D
Nikon D3400 – Nikon D5600 – Nikon D500 – Nikon D5
Fujifilm X-A10 – X-A3 – Fujifilm X-E2s – Fujifilm X-Pro2 – Fujifilm X-T2 – Fujifilm GFX 50S
Olympus Pen-F – Olympus PL8 – Olympus E-M1 II
Panasonic GF8 – Panasonic GX80 – (Panasonic FZ2000) – 2017: Panasonic GH5
Pentax K70 –Pentax K1
Sony Alpha 6300 – Sony Alpha 6500 – Sony Alpha 99II

Die fleißigste Firma war glasklar Fujifilm.
Canon und Nikon waren nicht wirklich faul, aber was Fuji leistet, da kann man nur staunen. Die X-Pro-2 mit richtig tollem Sucher für die Weitwinkelfotografie und dazu die klassische Bedienung und die X-T2 geschickt aufgewertet mit neuem AF und vielen Detailverbesserungen. Nur die reine Fotoqualität wird auch durch 24MP kaum merklich besser werden, dazu muß man in andere Spähren. Ob so viele Gehäuse wirklich gut sind, wage ich zu bezweifeln, wenn Fuji, dann die X-T2 – alles andere finde ich weniger spannend. Für alle die weit weniger bezahlen wollen, kann ich dann nur die X-E2s empfehlen.
2017 wird zeigen ob oder besser, wie schnell sich das kleine Mittelformat wieder etabliert, ich erwarte, das Fujifilm den Markt mit seiner GFX mächtig belebt und auch Pentax bei der 645Z nachlegt. Canon hat hier blöderweise seine Chancen nicht genutzt und Nikon wird in der Richtung – größeres Sensor-Format – auch nicht aktiv. Sony könnte da noch eins drauf legen, aber die werden erst einmal den Markt beobachten.

TROTZDEM – viele dieser 27 neuen Kameras sind nur etwas verbesserte Nachfolge-Modelle. Viele lassen eine echte Innovationskraft vermissen.
Panasonic hat Großes vor mit der GH5 und der FZ2000 – beide dürften zu den Gewinnern in 2017 gehören.

Olympus hat sich auf seine Fan-Basis zurück gezogen und bietet wenig echte Innovationen und dafür eine deutliche Verbesserung der jetzigen Technik.

Pentax kann endlich wieder richtig überzeugen mit der K1!

Ganz deutlich gesagt:
Die Unterschiede der Sensoren sind meistens minimal. Selbst bei Fujifilm ist der Sprung von 16 MP auf 24 MP in der Bildqualität nur marginal. Ganz zu schweigen von Canon bei 24 MP und 30 MP.

 

Meine Kamera-Kauf-Tipps zum Jahresende 2016:
1. Nikon D500 – für Fans von Geschwindigkeit und Tier-/Sport-Fotos
2. Fujifilm X-T2 – für alle die Porträts und tolle Reisefotos lieben, alle Studio-Fotografen
3. Olympus E-M1II – für mFT-Fotografen
4. Fujifilm GFX – alle Landschafts- Architektur- und Studio-Fotografen

Wer eine Leidenschaft für höchste Bildqualität hat, sollte sich heute Gedanken um die Fujifilm GFX machen, eine Canon EOS 5DSR in Betracht ziehen oder auf Nikon warten.

Wer schnell fotografiert, bewegte Motive liebt und ein großes System will, kommt nicht an der Nikon D500 vorbei.
Eine ganz neue Erfahrung kann eigentlich nur die Pentax K1 bieten. Nur müssen Sie sich dann ganz auf das neueste Objektiv-Portfolio von Pentax einlassen, nur die Kamera alleine macht noch keine tollen Bilder.
Ich kann auch im 7. Jahr des Bestehens der Sony Alpha Kameras nicht zu dem System raten. Auch wenn es immer mehr begeisterte Stimmen zu den Alpha 7 Kameras gibt – die Probleme bleiben die gleichen:
Sehr schwache Akku-Versorgung, schwache Haptik, Kameras zu klein, Objektive zu groß, extrem überzogene Preise, keine sichtbar bessere Objektiv-Qualität. Sonys Marktanteil könnte trotzdem steigen, weil Canon, Nikon und Pentax sich nicht an digitale Vollformat-Kamera-Systeme ohne DSLR-Technik heran wagen. Nur, wenn man sich die Technik genau betrachtet, sind aber auch die vermeintlichen Vorteile der Sony Alpha 7RII oder 7SII allenfalls für Filmer greifbar und für Fotografen eher nichtig.
Vor fast 9 Jahren sind moderne Systemkameras von Panasonic (G1 und GH1) angetreten um kompakter und leichter zu guten Fotos zu verhelfen. Das ist Panasonic auch auf Anhieb gelungen.
Doch der Preis dafür sind: kleine, lichtunempfindlichere Sensoren, ganz neue Objektivsysteme, hoher Energieverbrauch. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Die kommende GH5 wird beweisen müssen, ob sie für die Fotografie entscheidende Vorteile bringen kann, oder sich doch nur verstärkt an Filmer richtet.
Fujifilm ist nach vielen Anfangsproblemen, dem zuerst schwachen AF und der altmodischen, zuerst unpraktischen Bedienung jetzt dabei den Markt ganz neu auf zu rollen. Fujifilm ist heute schon wichtiger als Sony, Olympus, Pentax und Leica.
Sie haben abbildungsmäßig die bei weitem besten Objektive auf dem Weltmarkt. Und sie greifen Nikon und Canon Kunden ab, die nicht mehr warten wollen. Sie haben jetzt sogar die Power mFT- und Sony Kunden zu verführen, zu mehr Bildqualität. Fujifilm kann sich zur Zeit fast nur selbst schlagen. Alle, die wie ich mit Pentax LX, Nikon F3, Canon F1 groß geworden sind, wird die x-T2 gleich gefallen – abgesehen vom Menü sind alle Basisfunktionen schnell erkenn- und umsetzbar.

Wenn Sie eine wirklich neue Erfahrung machen möchten, kaufen Sie eine Fujifilm X-T2 oder sparen für eine GFX. Fujifilm-Kameras sind perfekt für Menschen-Fotos aller Art und alle Studio-Aufnahmen. Auch die Bedienung der X-T2 ist so genial abgestimmt auf diese Motive, dass man nicht mehr mit Canon, Nikon und Co im Studio oder mit Menschen arbeiten möchte.
Meine Lieblingsmotive, Tiere, lassen leider den Einsatz von Fujifilm-Kameras nur begrenzt zu, zumal noch lichtstarke Tele-Festbrennweiten wie 2.0/200 mm, 2.8/300 mm und 3.4/400 mm fehlen. Deshalb werde ich auch in den kommenden Jahren noch Nikon und Canon DSLR-Kameras für meine Leidenschaft einsetzen.
Hinzu kommt auch, dass Canon und Nikon mit leichteren, schnelleres Kameras und sehr leichten, sehr schnellen, Teleobjektiven zeigen, dass DSLR-Technik so bald nicht abgelöst werden kann. Wo Sony versucht flache, leichte Kameras zu bauen, setzen beide Hersteller griffige, robuste Superkameras und schnellste Objektive mit DO oder PF Glas-Technik dagegen. Ich würde eine Nikon D500 bei jetzigem Stand der Technik nicht gegen irgendeine Sony oder Olympus, Panasonic, Leica, Fujifilm, Pentax oder auch nur eine Canon eintauschen wollen.

Je lauter die Hersteller von spiegelfreien Systemkameras die AF-Geschwindigkeit, die AF-Präzision und die allgemeine Schnelligkeit beschreien – desto mehr sollten wir ihnen misstrauen!
Keine auf dem Markt befindliche Systemkamera kann sich mit der Nikon D500 oder gar D5 und EOS 1DXII oder 5DIV messen – keine.
Auch nicht wenn Olympus von 18 Bilder pro Sekunde mit AF spricht – die Fotos sind längst nicht so scharf, wenn überhaupt. Im Telebereich trennt sich ab 300 mm ganz schnell die Spreu vom Weizen,
Sony hat erst gar keine Teleobjektive (angepasst an das Alpha-FE-Bajonett),
Pentax hinkt mit dem AF sowieso hinter her und baut noch klassisch mit Spiegel und Prisma,
Fujifilm hat auch trotz modernem AF und jetzt schnellen Objektiven noch mit Schärfenachführung und Schärfepräzision zu kämpfen,
Panasonic ist schnell und hat den Vorteil der großen Schärfentiefe und daher eine ganz brauchbare Trefferquote – aus meiner Sicht die beste aller spiegelfreien DSLM-Kameras.
nikon-d500Die Nikon Werbung zur D500 ist mal wieder irre führend, denn für die Landschaftsfotografie würde ich die Kamera sicher nicht vorrangig verwenden.

Die Kamera des Jahres 2016 ist für mich ganz eindeutig die Nikon D500!
Ich nutze sie mit Meike-Griff, Hänel-Zusatzakkus, Lexar XQD-Karte, Nikkor: 4.0/300 mm PF – 4.0/70-200 mm – 2.8/60 mm Micro – 5.6/18-55 mm VR – Tamron 6.3/16-300 mm

Da kommt selbst eine Canon 7DII mit 2.8/70-200 mm und 2.8/300 mm nicht mit.
Die erreichbare BQ, vor allem ab 1600 ISO, ist mit der Nikon erheblich gesteigert, die Dynamik sowieso und auch Autofokus und Gesamtgeschwindigkeit liefern die heute beste Performance.

Die Auslaufmodelle – was würde ich heute schon nicht mehr kaufen wollen:

Canon EOS M3 – Canon EOS 7DII – Canon EOS 6D – Canon EOS 5D3
Leica T
Nikon 1 J5 – Nikon 1 V3 – Nikon D5500 – Nikon D7200 – Nikon D810 – Nikon DF
Olympus E-M5II – Olympus E-M1
Pentax K3II
Sony Alpha 5100 – Sony Alpha 6000 – Sony Alpha 7 – Sony Alpha 7II – Sony Alpha 7R – Sony Alpha 7S – Sony Alpha 77II – Sony Alpha 99

Was hat das Jahr 2016 gebracht und welche Aussichten haben wir?

Welche Kameras haben mich angeregt? Womit habe ich gerne fotografiert 2016?
Begleitet haben mich als wichtigste Kameras:
Canon EOS 5DSR – Canon EOS 80D – Canon G5X – Fujifilm X-T1 – Nikon D500 – Panasonic FZ1000 – Panasonic GH4

Welche davon haben mich sehr beeindruckt und habe ich behalten?
1. NIKON D500
2. FUJIFILM X-T2
3. Panasonic FZ1000
4. Canon EOS 80D 

 

Mit welchen Kameras und Objektiven lässt sich zum Abschluss richtig schön eine Menge Geld versenken?

Ich kaufe und verkaufe viele Kameras und Objektive und beobachte den Gebrauchtmarkt seit 25 Jahren sehr intensiv. Ich habe mir da keine Listen gemacht, denn ich finde Listen mit erzielten oder erzielbaren Verkaufspreisen sehr irreführend und dumm.
Das es mal ein Angebot wie folgendes gab: “Canon Eos 5D3 – wie neu für 1700€”
heißt eben nicht, dass wenn das Angebot verschwindet, die Kamera auch für den Preis verkauft wurde, den Preis wert war, oder ob nicht der Anbieter erkannt hat, dass das Angebot viel zu günstig war und er auch problemlos 2100€ hätte bekommen können. Natürlich gibt es Notverkäufe und auch einfältige Menschen, aber die können ja nicht als Maßstab für einen Preis gelten. Dafür lässt sich nur der aktuelle Neupreis heran ziehen – davon 1/3 sollte jedes brauchbare Foto-Equipment im guten Zustand wert sein.

Ich rate ja gerne auch mal vom Kauf ab – denn ich erkenne oft, wenn ein Produkt noch unausgereifter ist, wie andere.

 

KALENDER: Ich mag den Tisch-REISE-Kalender mit täglich neuen Fotos und Tipps von Harenberg, den habe ich seit vielen Jahren auf dem Schreibtisch.
Die Wildlife-Triplet-Kalender von Kirsch sind jedes Jahr klasse, mir gefallen auch die Hardenberg Wochenkalender sehr gut. Wenn ich selbst wieder einen Kalender fertig mache, wird es ganz sicher ein Wochenkalender, ich finde die Monatsabstände zu groß.

KAMERAGURT: einen Eddycam aus Elchleder – den sollten Sie haben, sie können ihn gleich per Mail bei mir bestellen, in vielen Farben und drei verschiedenen Breiten und Längen verfügbar.
Jetzt auch in Gelb/schwarz und rot/schwar für Nikon oder Canon.

FOTOGESCHÄFT des Jahres 2016: Vielen Dank nach NEUWIED für die gute Zusammenarbeit an ALPA-FOTO und nach Düsseldorf an Foto Leistenschneider. 

FOTOTASCHE: Für Systemkameras mit vielen kleinen Objektiven: LowePro EventMessenger 250, schmal am Körper sicher und groß genug für alles, auch auf Reisen.

SPEICHER: Hat man nie genug und werden endlich auch richtig schnell. Mein Tipp:
Sie sollten wichtige Foto-Sessions und Reisen immer auf der Speicherkarte belassen und dieser zur dauerhaften Speicherung verwenden. Keine Festplatte, keine DVD, keine Blu-Ray, kein USB-Stick und auch kein anderes Speicherverfahren ist derzeit so relativ datensicher wie die CF-, XQD- oder SD-Speicherkarte! Verwenden Sie Speicherkarten wie früher die Filme, sie sind sehr preiswert geworden, es lohnt sich nicht sie zu überschreiben.

SPEICHER-LESEGERÄT: Lexar USB 3.0

BESTE FILME 2016: Star Trek Beyond hat mich sehr gut unterhalten – Money Monster – Die Vorsehung – Big Short – Die Königin der Wüste
Beste Serie: The Night Manager

Tier-Erlebnis des Jahres 2016:
Elefanten, Vögel, Leoparden auf Sri Lanka – aber die wollen alle noch aufbereitet werden.

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Was ist von meinem letzten Weihnachtsfest noch übrig?

Angeschafft hatte ich für mich:
Fujifilm X-T1 – sie mußte der X-T2 weichen
Panasonic GH4 mußte der GX8 weichen
Canon EOS 7DII wurde von der Nikon D500 verdrängt
Canon EOS 5DSR bleibt bis etwas besseres kommt.

 

Wer eine Digicam mag:

Die Gründe für eine Digicam, klein und leicht für die Jackentasche und kinderleicht zu bedienen
Panasonic hat in nur 12 Jahren den Markt für sich erobert und ist mit den FZ und TZ Kompaktkamera-Serien fast immer technisch an der Spitze und schon lange qualitätiv der Vorreiter dank Leica-Objektivrechnungen. Bei fast allen Kameragrößen sind sie technologisch überlegen und zeigen wie es geht. Mal sehen, ob das so bleibt, die neueren Produkte lassen mich zweifeln.

Nikon Coolpix sind nicht lieferbar, die Sonys gefallen mir in der BQ nicht, Canon macht immerhin wieder einiges richtig, die G5X finde ich prima, Olympus macht nur noch Action-Cams – also der Markt ist ganz schön ausgedünnt. Fujifilm findet mit der X100T dank APS-C Sensor und sehr guter, fester Brennweite bei einigen Beachtung, aber den seltsamen Retro-Style muss man mögen und ich würde immer Wechselobjektive bevorzugen.

Olympus zieht sich immer mehr zurück, die TG-2 Allwetter/Unterwasserkamera bleibt die beste der günstigen, am Markt und die lichtstarke XZ-2 ist auch absolut empfehlenswert.

Sony klotzt und  kommt mit einigen Kameras am ehesten in Panasonic-Lumix Reichweite. Die HX300 (24-1200 mm) ist schnell, aber die Bilder sind wenig Detailtreu und die RX10 – eine 1200€ teure 1 Zoll Sensor Kamera mit 2,8/24-200 mm Zoom wird sicher eher schwertun Fans zu finden, zumal die ersten Kameras bereits extreme Dejoustierungen des Objektives zeigen. Sony kann noch teurer, die RX1R für 3100 mit festem Zeiss Objektiv und 24 MB Vollformat-Sensor sucht reiche Kauflustige. Der optionale, elektronische Sony-Sucher hat mich gar nicht überzeugt und so ist das Kamera-Konzept für mich nicht schlüssig. Sony entfacht immer einen Hype, liefert aber letztlich nicht selten unbefriedigenden Mist.

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