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Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

15. März 2016
Tief in der Uhrenwelt

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Was heute alles ganz einfach möglich ist, zeige ich hier anhand einer Taschenuhr mithilfe des Yasuhara Nanoha X5 Micro-Objektives.
Mit der Olympus Kamera sind Details bis 10x vergrößert mit Bildstabilisator praktisch freihändig entstanden.

 

 

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15. März 2016
Lieblingsstücke: Uhren

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7. März 2016
AutoFokus: Wissen & Tipps – Neueste Tele-Fotografie

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sieht einfach aus, hier die Schärfe zu halten, doch aus mittlerer Distanz mit 5.6/600 mm Objektiv und entsprechend 960 mm Brennweite am Halbformat (Eos 70D & 2.8/300 mm & Extender)
sind absolut scharfe Ergebnisse schon eine Herausforderung an Fotograf und Technik!

Immer wieder mein Lieblingsthema – AutoFokus

Denn Belichtung und Weißabgleich und ISO-Empfindlichkeit lassen sich heute mit allen Kameras gleich gut automatisieren oder beeinflussen – was alle Kameras aber doch noch stark unterscheidet ist wie genau und wie schnell die sehr verschiedenen Systeme scharf stellen können!

Vor allem die Behauptungen in der Produktwerbung und auch das nervtötende Nachgeplapper in Foren stört mich sehr. Glaubt man dem, hat Sony einfach den allerschnellsten, Fujifilm und Olympus gleich dahinter, alle DSLR leiden an der Präzision und Leica schickt sich an, alle zu Überholen. (Dank neuer Objektiv- und AF-Technik für die SL)

Meine Praxis sieht ganz anders aus.
In der neuen Colorfoto (04/16) war ein halbwegs aufwendiger Versuch beschrieben und die Ergebnisse zu denen man dort in nachgestellten Situationen kommt, decken sich weitgehend mit meinen Erkenntnissen. Von Systemen die weniger als 2000€ kosten – alle Halbformat und micro-FourThirds – schneiden vor allem Sony und Leica und auch Fuji sehr schlecht ab. Sowohl in der AF-Präzision und erst recht in der Geschwindigkeit.
Soviel dazu, Sony hat den schnellsten – das es nicht so ist, ist für den aufmerksamen Fotografen schon daran zu merken, das jede neue Sony-Kamera, aktuell die Alpha 6300, mit einem noch einmal stark verbesserten AF-System wirbt.
Wenn doch die letzte Kamera so gut war, warum dann noch schneller und präziser? Weil die letzten Kameras: Alpha 6000, Alpha 7RII, 7SII, 7II, 77II im Vergleich eher unzureichend waren.

Am aller langsamsten ist die Leica T, das merkt man sofort, wenn man sie anfasst und einschaltet, bis da etwas passiert, verdunkelt sich die Sonne. Und auch zur Leica SL gibt es bisher nur beeindruckende Zahlen, aber noch kein beeindruckendes Foto.
Und auch Fujifilm müsste sich eingestehen, das die X-T1 oft an den Ansprüchen scheitert und die X-Pro2 noch einmal ein größerer Sprung in die richtige Richtung ist.
Was beim Colorfoto-Versuch nicht richtig läuft, sind die Unterschiede zwischen mFT und APS-C und die Auswahl der Objektive – alle entsprechen 5.6/70 mm Vollformat.
Alle mFT-Kameras haben es physikalisch einfacher, denn die Schärfentiefe ist erheblich größer, als die von Halbformat und die wiederum ist erheblich größer als die vom Vollformat. Je größer die Schärfenausdehnung ist und bei Blende f:5.6 ist sie, je nach Aufnahmeentfernung und Brennweite, schon sehr groß – desto leichter ist es für ein Kamerasystem – die besten Autofokus-Ergebnisse zu liefern. Wären Nikon 1 oder Panasonic FZ1000 mit angetreten, wären die eindeutig die Gewinner eines solchen Vergleichs.
Einem Motiv zu folgen und es auch in Bewegung mit 5.6/70 mm Objektiv scharf einzufangen, ist für kaum ein System wirklich schwer, dennoch scheitern hier Leica, Sony, Olympus ungewöhnlich oft.
Vor allen ist Panasonic GH4 einsamer Sieger und nur Nikon und Canon liefern häufig gute Ergebnisse.
Realistisch ist es einen solchen Vergleich mit 2.8/200 mm Brennweite zu machen und danach mit 2.8/300 mm und mit 5.6/400 mm – dann können Systeme wirklich zeigen was sie können.
2.8/200 mm –
In dem Rennen gewinnen Panasonic GH4 oder GX8 weit vor Olympus E-M1 oder E-M5II
– Sony und Leica können nicht mitspielen, weil sie ein solches Objektiv immer noch nicht anbieten, Pentax bleibt langsam, Samsung war fast auf Niveau von Olympus, Fujifilm schlägt sich tapfer, aber Nikon und Canon überholen hier in vielen Situationen alle mit der bewährten DSLR-Technik.
Fujifilm hat ein 2.0/200 mm in Planung, sein 5.6/100-400 mm fertig und Panasonic kann bald sein 6.3/100-400 mm und Olympus sein 4.0/300 mm liefern, dann überprüfe ich den Super-Tele-Bereich neu.
Bisher hat Panasonic auch im längsten Telebereich die meisten Treffer, vor Olympus und vor Fuji mit dem 100-400 mm.
Nur Canon und Nikon sind mit den 5.6/100-400 mm Konstruktionen oft noch etwas schneller und sicherer.


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 Canon EOS 5D3 – Vollformat mit 2.8/300 mm – aus kurzer Distanz – da hilft nur abblenden – f:5.6 und schnelles Serienbild und den Autofokus beherrschen!

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Summa summarum lassen sich nach gut 30 Jahren Autofokus (Minolta 7000 – 1985) folgende Erkenntnisse beschreiben:
Die Firmen, mit den längsten Erfahrungen in der AF-Kamera- und Objektiv-Technik haben allen anderen Anbietern gegenüber einen fast uneinholbaren Vorsprung. (Ausnahme Minolta und Pentax, die zwar auch früh dabei waren, aber deren Objektive oft nicht mitkamen, weil sie nicht mit Ultraschall angetrieben und für AF optimiert sind.)
Minolta/Sony – Pentax/Ricoh – Olympus – Leica – Fujifilm haben bis heute das Nachsehen.
Canon & Nikon haben in der DSLR-Technik und Nikon zusätzlich bei der Serie 1 alles dafür getan um immer zu den besten zu gehören.
Samsung und vor allem Panasonic sind die Shooting-STARS, denen es gelungen ist, mit ganz anderen Denkansätzen für die neuen spiegelfreien Kameras den heute bestmöglichen Autofokus (je nach Objektiv) zu liefern.
Der AF ist immer sehr abhängig vom Licht und Kontrast und vom Motiv selbst. Nicht nur die Kamera, ihre Sensoren-Technik, ihre CPU und ihr Akku entsacheiden über Treffsicherheit und Geschwindigkeit, sondern sehr maßgeblich eben auch die Bauart und die Motoren des eingesetzten Objektives. Und natürlich wie die Kamera eingestellt ist und der Fotograf mit der Technik umzugehen weiß.

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Das Motiv in den Sucher nehmen – AF-Feld auf den Kopf bringen und dann Kamera immer präzise ausrichten war gestern.
Die Methode hat sich eigentlich überholt.

Vor allem bei großer Blendenöffnung, bei sehr langen Brennweiten, bei sehr kurzen Abständen zum Motiv sind die AF-Felder an den Rändern überfordert, und eine Speicherung auf den mittleren Sensor und verschwenken der Kamera lässt die benötigte Präzision oft vermissen.

Die Methode ein Messfeld am Bildrand auszuwählen ist nicht besonders geeignet bei langen Teles – denn die Felder außerhalb der Bildmitte sind weit weniger empfindlich, schnell und präzise arbeitend. Erst die Nikon D500/D5 und die Canon Eos 1DXII wollen das jetzt ändern.
So seltsam es klingt – und da haben dann hochauflösende Kameras durchaus ihre Berechtigung – besonders in der Tier- & Sport-Fotografie –
Nutzen Sie nur die mittleren AF-Felder, verwenden Sie weniger Brennweite um das Motiv gut in der Suchermitte mit ausreichend Raum für Bewegung und Ausschnitt halten zu können und korrigieren Sie den Bildausschnitt besser später am PC.
Das gilt besonders bei bewegten Motiven – denken Sie um und halten Sie ihren fliegenden Vogel, rennenden Tiger, tollenden Bären einfach nur in der Suchermitte und legen zu Hause den schönsten Bildausschnitt fest.

Deshalb ist die Canon EOS 5DSR derzeit vielleicht einfach die beste Kamera der Welt für bewegte Motive – Sie haben genügend Auflösung für 2fache Bildausschnitte und genügend Platz das Motiv raus aus der Mitte an die Bildecken oder den Bildrand zu positionieren.
Mit einer 16 MP Kamera sind sie dann schnell am Limit und auch 24 MP – Halbformatkameras bieten für hochwertige Fotos kaum Spielraum, wenn der Bildausschnitt nicht gleich präzise gesetzt wurde.
Eine EOS 5DSR rauscht nicht verifizierbar deutlich mehr, auch nicht bei 6400 und 12.800 ISO und gestattet trotzdem starke Ausschnitte.

Canon EOS 5DSR

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht