Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

13. Mai 2014
Canon – Superweitwinkel-Zoom-Objektive

Canon EF 4,0/16-35 mm L IS USM – 1019€

extrem teuer und volksnah billig – Canon hat endlich neue Super-Weitwinkel-Zooms.
Es war ja zu erwarten, dass der Nachfolger des 17-40 mm mit IS Richtung 1000€ kosten würde, trotzdem ist dieser Preis für so ein Objektiv überzogen. Es ist kaum leichter, nicht kürzer und hat keinen wesentlich besseren Abbildungsmaßstab als das 2,8/16-35 mm L – es hat dafür endlich den Bildstabilisator. Trotzdem kommt es auf die Motive an, für bewegte Szenen ist die doppelte Lichtstärke, 2,8 wertvoller und für ruhende Motive kann der IS ein Vorteil sein.

615g schwer

12 cm lang

77 mm Filterdurchmesser

0,28 cm Naheinstellgrenze – 1:4,4 im Telebereich erreichbar

1019€ ab Ende Juni 2014

Nur wirkliche Innovation sieht anders aus. Ich hatte auf ein 4,0/14-28 mm L IS gehofft – wieder nichts.
Dafür wird vermutlich dann im Spätherbst ein 2,8/14-24 mm L IS Monsterzoom für 2000€ kommen – das kaum einer wirklich braucht und durch die Lichtstärke zum Klotz wird (siehe Nikon).
Wer ein gutes 4,0/17-40 mm hat oder mit seinem 2,8/16-35 mm L zufrieden ist, der muß sich für diese kostspielige Neuheit kaum interessieren.

Canon EFs 4,5-5,6/10-18 mm IS STM – 280€ – Ende Mai

Ein ganz anderes Kaliber ist das lichtschwache 10-18 mm IS STM für das Halbformat – es kostet 280€, also können es sich erstmals viele Fotofans leisten – hier wird Canon wieder deutlich seinem Anspruch gerecht, spannende und günstige Objektive für alle zu bieten. Denn zu dem Preis bietet kein anderer Hersteller so viel Bildwinkel. Es reiht sich nahtlos ein in die überraschend gute Baureihe: 18-55 mm STM, 18-135 mm STM und  55-250 mm STM  – Canon kann preiswert und gut – das ist es was bei Nikon und Sony und Pentax fehlt – die sind immer nur das eine oder das andere und manchmal sogar beides nicht.
Es hat aber auch zur Folge, das in Zukunft noch viel mehr Superweitwinkel-Aufnahmen auftauchen und das dann eben auch nichts Besonderes mehr ist.

Besitzer eines guten 3,5-4,5/10-22 mm müssen sich kaum umsehen, denn sie verfügen über fast doppelte Lichtstärke. Das 10-18 mm spricht eine andere Zielgruppe an.

In der Praxis erwarte ich keine relevanten Nachteile in der optischen Darstellung zu den über 1000€ teuren L-Objektiven.

240g leicht

7,2 cm kurz

67 mm Filterdurchmesser

0,22 cm Naheinstellgrenze – 1:4,2 im Teilbereich erreichbar bez auf KB-Vollformat

280€ ab Ende Mai 2014

Das 10-18 mm wird ein Hit – den andere Hersteller erst einmal nachmachen müssen, damit erschließt Canon seinen jungen und preisbewussten Fans eine ganz neue Welt – zukünftig braucht auch für Superweitwinkel keiner mehr auf Sigma, Tamron oder Tokina auszuweichen.
Für nur 250€ Ladenpreis kann man das sogar seinen Kindern zur EOS 700D/70D schenken.

Das 16-35 mm wird sich optisch beweisen müssen, aber ein Verkaufsknüller wird es vermutlich auch für 800€ Ladenpreis nicht werden.

Die Schere zwischen Vollformat-KB und Halbformat-APS-C bewegt sich immer weiter auseinander – den 4 fachen Preis für etwas mehr Lichtstärke und Format, verbunden mit mehr als dem doppelten Gewicht und fast doppelter Baulänge sprechen auch eine deutliche Sprache für Halbformat. Wer sich unterscheiden will muss künftig noch viel mehr Geld ausgeben um mit Vollformat auftrumpfen zu können.

CANON was fehlt?
So Canon, jetzt bitte dieses Jahr noch:

2,8/35-105 mm L IS – für Porträts
5,6/100-500 mm L IS – für Tiere
1,2/43 mm L – für die Nacht
1,4/35-50 mm
1,8/90 mm L IS
1,8/135 mm L IS
4,5/400 mm L IS leicht
5,6/600 mm L IS leicht
– dann ist es geschafft.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

30. April 2014
Erneuerung – die Kameraindustrie verändert sich

Atomium Brüssel – Canon Eos 70D & Canon 4,0/8-15 mm L

Von meinem japanischen Freunden aus der Fotoindustrie höre ich dieses Jahr: Die Veränderung ist da und sie ist tiefgreifend.

Die Fotografen wollen andere Kameras.
Auch Leica ist jetzt als letzter Hersteller mit der Leica T auf den Zug der modernen Kameras ohne Spiegel als Hilfsmechanik und mit elektronischem Sucher und Live-View aufgesprungen.

Die Zeiten von der dominierenden DSLR-Plattform gehen zu Ende.
Jahrzehntelang haben sich die Foto-Journalisten mehrheitlich für zunächst für Pentax und Nikon und zuletzt für Canon entschieden.
Auch das endet hier.

Journalisten, die Aushängeschilder, die Fotografen, die gerne als Profis verstanden werden – brauchen heute Kameras die extrem flexibel, schnell, hochpräzise, unauffällig sind und zugleich perfekte Videoqualität in 4K liefern.

Das können DSLR-Kameras so aber nicht sein. Der Spiegel ist im Weg, wird nicht mehr gebraucht, die großen, altmodischen Objektive können zumeist nicht mehr mithalten. Und all das was verlangt wird sind digitale Spiegelreflexkameras heute nicht mehr. Panasonic, Olympus und Sony haben hier nachhaltig den Markt verändert und präsentieren alljährlich neue, noch schnellere, leistungsgesteigerte Technik.

Irgendwann wird es auch der verschlafene Journalist einsehen, die PANASONIC – Kameras GH3 und GH4 gestalten & bestimmen Gegenwart und nähere Zukunft. Keine Kamera von Sony, keine von Olympus, keine von Nikon, nicht mal eine von Canon kann da mithalten.

Panasonic hat alle Tricks, die für das Erstellen von Filmmaterial für Tabletts und Smartphones nötig sind, an Bord und bietet mit einem Multimedia-Deck alle zusätzlichen Raffinessen. Panasonic beherrscht alle aktuelle Technik für schöne und druckfähige Fotos und die Kameras sind robust und abgedichtet,
Und wer dann wieder nach Gestaltungsfreiheit, nach kleinster Schärfentiefe, nach dem Cinema-Look schreit – verwendet ein Olympus 1,8/75 mm; das Leica 1,2/42,5 oder ein 0,95er von Voigtländer und auch die lichtstarken Super-Teles sind in Produktion.

Und was ist mit dem filmenden Rest?

Ausser Canon und Sony hat sich sonst noch kein Hersteller von den klassischen Foto-Anbietern zum Film und zu modernster Technik bekannt.
Olympus will nachziehen, bietet aber bisher kaum das geeignete Handling für Filmer, nicht einmal in der E-M1.
Fujifilm, Nikon, Pentax, Sigma, Leica lassen allesamt den filmenden Journalisten im Regen stehen und bieten bis heute keine praktische Kamera an. Canon tobt sich einstweilen im hochpreisigen Segment aus und die echten Filmer sind bisher selten wirklich überzeugt von den filmenden EOS-Kameras.

Was ändert sich noch für den Hobby-Fotografen?

Heute wollen immer mehr Männer wichtige Erst-Tester sein. Viele wollen das Neueste vom Fotomarkt sofort. Früher waren es Uhren, dann die Handys, jetzt sind es die offenbar die Kameras. Es ist fast zweitrangig geworden welcher Hersteller, gestern Nikon, heute Olympus, Panasonic, Sony morgen Fujifilm – Hauptsache als erster die Finger an den neuen Kameras. Schneller als gedacht werden große Systeme in den Schrank oder auf den Gebrauchtmarkt wandern. Die Zeiten vom “perfekt” passenden DSLR-System zum sammeln gehen für nicht wenige jetzt zu ende.

Ich bin gespannt wie schlecht es den Fotovertreibern in Europa geht, wenn auch dieser Hype zu Ende ist…
am Ende steht die Erkenntnis, das die Smartphones für 80-90% aller Bildeindrücke mehr als ausreichend sind… fürchte ich.
Es wird Taschen-Flachmänner mit Wechselobjektiven, mit lichtstarken Zooms und anderem Zubehör geben.

Schon bald diskutiert kein Mensch mehr über Sensorgrößen (die schon heute beinahe unwichtig sind) und Auflösungen.

Es sind natürlich auch Flops und Irrwege entstanden und ich war mit vielen Kameras die Anfangs viel versprachen nach kurzer Zeit sehr unzufrieden. Und selbst bei Fuji und Sony sehe ich bis jetzt noch nicht, das die Talsohle der Irrungen durchschritten wäre.

– Wer schnellsten und präzisen Autofokus erwartet, sollte sich bisher keine Kamera von Sony, Samsung, Pentax, Canon, Leica kaufen

– Wer die höchstmögliche Auflösung erwartet, muss 3-Bein-Stativ & die ideale Blende unter besten Lichtbedingungen verwenden und sollte nur mit Fuji X-T1 & Festbrennweiten oder Sony Alpha 7r mit Zeiss Objektiven arbeiten.

– Wer größten Wert auf den Sucher legt, behält am besten eine DSLR und kauft sich eine Fuji X-T1 oder Olympus E-M1 dazu.

– Wer viel reist wird meistens nur mit eine mFT-Systemkamera oder Nikon 1 glücklich oder er beschränkt sich auf 1-3 Objektive

– Wem die absolute All-Round-Tauglichkeit bei jedem Wetter wichtig ist kann mit der Panasonic GH4/GH3 glücklich werden oder er behält eine DSLR.

– Wer Belichtungsgenauigkeit und Farben schätzt, verwendet besser keine Fuji, keine Sony, keine Samsung und bedient die Kameras von Olympus, Panasonic, Nikon und Canon mit manuellem Weisabgleich und kontrolliert die Belichtung.


Panasonic G             19.01.2009   START: GH1    SYSTEM: 36 + 21 Objektive

Olympus OM-D      29.07.2009  START: E-P3    SYSTEM: 36 + 21 Objektive

Samsung NX           04.01.2010                               SYSTEM: 15 +  5 Objektive

Sony Alpha (Nex)   11.05.2010   START: Nex 6   SYSTEM: 18 + 20 Objektive
Sony Alpha VF        16.10.2013                                SYSTEM: 05 Objektive

Pentax Q                  23.06.2011                                SYSTEM: 07 Objektive

Nikon 1                     21.09.2011  START: V3          SYSTEM: 11 Objektive

Fujifilm X                09.01.2012  START: X-T1     SYSTEM: 13 + 10 Objektive

Canon EOS M        23.07.2012                                SYSTEM:  03 + 3 Objektive

Leica T                    24.04.2014                                SYSTEM:  02 Objektive

9 Systeme kämpfen seit 2009 um Kunden, aber nur für 4 Hersteller interessieren und engagieren sich auch andere Hersteller von Objektiven: Panasonic, Olympus, Sony & Fujifilm.

Die Systeme von Samsung, Pentax Q, Canon Eos M, Sony Alpha Vollformat und Leica T sind noch gar nicht richtig gestartet, aus meiner Sicht experimentieren sie wild mit Techniken und Features, haben aber noch kein reifes Produkt ausgeliefert – ja das gilt ausdrücklich auch für die sehr langsame Sony Alpha 7 Baureihe.
Wirklich im Wettbewerb stehen also nur 5 Systeme.

LEICA T spricht ein Zielpublikum mit zu viel Geld und Geltungsdrang an – das wird kaum jemals technisch konkurrenzfähig sein. Die Kamera besteht mehr aus Design als aus eigener Technik.
PENTAX Q mit Faktor 5,4 hat sich bei den Kompaktkamera-Sensoren eingereiht – und damit nicht wirklich konkurrenzfähig.
CANON EOS M sucht immer noch einen Weg, die Kamera ist schön, aber das Konzept ist so nicht lebensfähig, der AF muss viel schneller werden und ohne Sucher ist sie für die allermeisten uninteressant.
SAMSUNG NX braucht erst einmal eine klare Linie, bessere Sensoren, Objektive und AF-Technik – richtig sich bisher mehr an Einsteiger und Spielkinder.
NIKON 1 muss erst noch mit dem Sensor überzeugen, der mit Faktor 2,7x sehr klein geraten ist und ganz deutlich Nachteile bei weniger Licht hat.
SONY Alpha Vollformat braucht erst einmal ausgereifte AF-Technik und zufriedenstellende Objektive um besser zu sein.
SONY Alpha (Nex) krankt seit Anfang an am schlechten, unzuverlässigen AF und schwächeren Objektiven.
OLYMPUS hat mit der OM-D Baureihe viel Boden gut gemacht, die Pen-Kameras und die ersten schwachen Objektive sind fast vergessen. Mit innovativster Technik geht Olympus ganz klar neue Wege und zeigt fast alleine was alles möglich und sinnvoll ist.
PANASONIC hat viele Wege ausprobiert und mit den GH, GX und GM Baureihen jetzt endlich den verdienten Erfolg. Der Videoexperte setzt weniger auf Design als auf praktischen Nutzcharakter und kann bei Viel-Fotogrfaierern und Berufsfotografen bisher als einziger überzeugen.

 

Auch bei den Objektiven verändert sich Vieles

Heute sind Zooms mit Lichtstärke f:2,0 in Serie, streichholzschachtelkleine Hochkleistungsobjektive, die aufwendigsten Super-Zoom-Objektive und die winzigsten Spionage-Objektive  möglich.
SAMYANG – der schnell gewachsene koreanische Anbieter wird bald Autofokus-System-Objektive für die meisten Marken anbieten. Die Chinesen werden folgen. Es wird schwer für Sigma und Tokina und beide sehen heute schon alt aus, gegen die neuesten Zoom-Konstruktionen von Tamron, da sind schon gute 16-300 mmm und 150-600 mm Konstruktionen im Programm..
Hochleistungsobjektive werden immer kompakter und lichtstärker, immer neue Glas-Sorten und Rezepte drängen im Halbjahreszyklus auf den Markt, nur wenig scheint optisch noch unmöglich.
Und was das Glasobjektiv heute nicht leistet, wird per Software gerichtet – kein Hersteller verzichtet heute mehr auf Software-Tricks in der Kamera – zur Optimierung der Bildfehler und Schönzeichnung für Tester. Bei den großen Marken soll das auch wieder das einsetzen “Firmenfremder” Objektive unattraktiv machen.

Formate? Sofern das Aufnahmeformat noch wichtig ist…

Mittelformat siecht dahin, die Zeiten für Hasselblad, Phase One, Mamiya, Leica und Pentax sind noch schlechter geworden. Nur Pentax versucht jetzt mit der günstigen 645Z und 16 sehr guten Objektiven neues Leben einzuhauchen.  Doch die Gründe sich eine Mittelformatkamera zu kaufen sind nur noch bei vergleichsweise wenigen Studio- und Landschafts-Fotografen vorhanden. Die Auflösung und Wiedergabe der Vollformatkameras mit neuesten Objektiven ist einfach zu gut geworden (Leica, Zeiss Otus, Canon Cine etc.).

Es wird immer schwieriger ein System oder gar eine Kamera zu finden die annähernd optional zu einem passt.
Bei mir ist das heute die Panasonic GH4. Weil eine Kamera darf einfach nicht zu klein und zu leicht sein, wie eine Olympus Pen, eine OM-D E-M5, selbst eine Fujifilm X-T1 liegt mir nicht sonderlich gut in der Hand und die Sonys schon gar nicht.
Die E-M1 von Olympus ist gut, aber die Panasonic passt einfach besser.
Wenn die ganz kleinen Kameras ausgereizt sind, werden die anderen Hersteller wieder Kameras bauen, die optimal in der Hand liegen.
Eine Kamera für alle Aufnahmemotive sollte rund 500g wiegen, sonst hat man das Bildermachen nicht mehr wirklich in der Hand..

 

Atomium Brüssel – Canon Eos 70D & Canon 4,0/8-15 mm L

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

20. April 2014
Lieber lange Brennweite oder großer Abbildungsmaßstab bei Tele-Objektiven?

Brennweite oder Abbildungsmaßstab?

Darf es etwas mehr sein?
Brennweite ist wichtig, es ist ein Unterschied ob ich an meiner Kamera 200 mm oder 400 mm echte Brennweite zur Verfügung habe. Noch besser sind oft 500 mm und es wird auch immer Motive für 800 mm und noch mehr Brennweite geben. Doch das beziehe ich dann immer auf weit entfernte Motive, denen ich mich nicht gefahrlos nähern kann oder die sehr klein sind.
Es ist wichtig zu verstehen: 600 mm oder 800 mm Brennweite machen ein Foto ja nicht besser. Sie komprimieren sehr stark und die Luft zwischen Objektiv und Motiv kann die Abbildungsleistung deutlich verschlechtern.
Die alte Weisheit:
“Je weniger Tele-Brennweite, desto besser – desto intimer und lebendiger das Foto”,
stimmt auch heute noch.

Ich habe für mich die Grenze bei 400 mm gezogen, denn ein 800 mm ist schon sehr speziell und wird von mir seltener gebraucht. 500 mm liegt irgendwie dazwischen und ist kaum entscheidend mehr als 400 mm – 600 mm steht per Konverter zur Verfügung. Für die Vogelfotografie sind aber 800 mm goldrichtig und manches mal auch noch zu wenig.
Allerdings favorisiere ich lichtstarke Festbrennweiten mit 400 mm und kein Zoom. Denn ein Zoom müßte ich mindestens eine volle Blende schließen und f:8,0 ist für meine Motive und spannendes Licht häufiger problematisch.
Zooms sind mir am liebsten bis 300 mm – leider fehlt hier noch ein schnelles 4,0/50-300 mm – was ich als ideales Zoom für die heutigen Bedürfnisse ansehen würde.
Ein Canon EF 4,0/200-400 mm L IS x 1,4 sowie ein Nikon AF-S 4,0/200-400 mm VR II sind leider schon wieder sehr schwer (3360g), sehr lang (37 cm), Sie müssen zum Zoom-Ring umgreifen und somit auch extrem teuer und unhandlich – bietet aber aus 2,00 m Entfernung beachtliche 1:3,7 Abbildungsmaßstab.
Und das Sigma DG 2,8/120-300 mm HSM OS ART war bisher auch keine voll zufriedenstellende Lösung.
Spannend sind 5,6/70-300 mm Zoom-Objektive um Schmetterlinge, Insekten und Frösche zu fotografieren – denn Abbildungsmaßstabe von 1:4 bis sogar 1:2 sind mit etwas Abstrichen bei der Abbildungsleistung möglich.

Zusätzlich verfügen wir ja heute noch über den kamerainternen Tele-Konverter oder Vergrößerungsfaktor, je nach Kamera beträgt er 1,5x – 1,6x – 2,0x – 2,7x.
Auch für KB-Vollformat-Fotografen kann es wichtig sein eine zweite Kamera mit Halbformat zur Verfügung zu haben.
Doch vergessen Sie in dem Zusammenhang nicht – Bildstabilisatoren (IS, VR, OS, VC, OIS, Steadyshot) sind eine große Hilfe – doch ihre Wirkung wird begrenzt durch die Brennweite des Objektives und natürlich auch die Auflösung des Sensors. Ein Foto auf 36 MP Sensor lässt sich lange nicht so gut stabilisieren wie eins auf 18 MP oder 24 MP!
Und bei Bewegung des Motiven helfen sie gar nichts. Heute können realistisch 2-3 Zeit-Stufen zusätzlich ruhig gestellt werden:
400 mm Brennweite (ohne Vergrößerungsfaktor!) = 1/500 Sekunde ( ohne Stativ und Stabilisator)
400 mm Brennweite (ohne Vergrößerungsfaktor!) = maximal 1/60 Sekunde (mit Stabilisator)
400 mm + 1,6x Vergrößerung APS-C – 640 mm Bildausschnitt = maximal 1/125 Sekunde (mit Stabilisator)

Besser ist in jedem Fall: Zusätzlich ein Ein-Bein-Stativ!

Die wichtigesten Tele-Objektive für mich sind:

2,8/70-200 mm (mit Konverter)
2,8/300 mm oder 4,0/300 mm oder 4,0/400 mm
2,8/400 mm oder 4,0/500 mm
Eine Festbrennweite mit f:4,0 ist an den DSLR-Kameras immer im Nachteil gegen f:2,8 – da der Autofokus für Schnelligkeit und Präzision mehr Licht benötigt.
Deshalb macht ein 4,0/70-200 mm nur begrenzt Sinn, auch ein 4,0/200-400 mm ist einem 2,8/300 mm immer unterlegen.
Das 4,0/600 mm ist schon zu unhandlich, zu schwer, schlechtere Naheinstellgrenze und im AF begrenzt durch f:4,0. Gleiches gilt für das 5,6/800 mm noch stärker – beide sind sehr spezielle Objektive mit Schwerpunkt: Vogel- und Sport-Fotografie.

Ein 5,6/100-400 mm oder 5,6/80-400 mm ist gut für Ausflüge, aber nicht superscharf, das Bokeh kann seltener überzeugen, es ist mit gut 1600g nicht besonders leicht und erst ab f:8,0 wirklich hochauflösend. Ein 5,6/70-300 mm ist meistens zu wenig, da bin ich mit 2,8/70-200 mm und Konvertern noch besser ausgerüstet.
Eine besondere Ausnahme und andere Exoten mit großem Brennweitenbereich:

TAMRON 5,0-6,3/150-600 mm VC USD ist für mich heute klarer Favorit zu einem unschlagbaren Preis.
Sigma DG 4,5-6,3/50-500 mm HSM OS
– bei 500 mm aus 0,50 m Entfernung: = 1:3,1.
Echte 500 mm Brennweite, es ist allerdings rund 2 Kilo schwer, hat einen sehr langen Auszug und ist entsprechend unhandlich.
Canon EF 3,5-5,6/28-300 mm L IS bei 300 mm aus 0,30 m Entfernung = 1:3,3
Ein sehr schnelles Profi-Schiebezoom für Action, Metallfassung – 1670g – 18,4 cm lang
Nikon AF-S 3,5-5,6/28-300 mm VR bei 300 mm aus 0,50 m = 1:3,1
Amateurzoom, Polycarbonat, nicht sonderlich scharf im Tele-Bereich – 800g – 11,5 cm kurz
Olympus 2,8/90-250 mm bei 250 mm aus 2,50m = 1:12,5 (1:6,3)
Profizoom, Metallfassung, sehr scharf, 3300g schwer – 28 cm lang
Sony 4,5-5,6/70-400 mm bei 400 mm aus 1,50m = 1:3,7
Amateurzoom, Polycarbonat, nicht sonderlich schnell im Tele-Bereich – 1500g – 20 cm lang
Pentax kann hier leider gar nicht mitbieten, außer mit dem Sigma 50-500 mm und 120-400 mm.

 

Echte Brennweite ?

Immer öfter stellen Amateur-Fotografen in Foren fest, dass ihre Zoom-Objektive scheinbar gar nicht über die versprochene längste Brennweite verfügen. Jüngste Beispiele: Tamron 2,8/70-200 mm und Panasonic 2,8/35-100 mm. Beides sind innenfocussierte Objektive, die aus Gründen der Kompaktheit nur im Inneren eine Linsengruppe verschieben und beim Zoomen nicht länger werden.
Wenn ich im Bereich 2-5 m Abstand vergleiche – stimmt es auch – die Bildausschnitte stimmen nicht mit denen von Festbrennweiten identischer Brennweite überein. Ganz anders jedoch im Bereich unendlich – dann sind die Bildausschnitte normalerweise identisch. Um ein Motiv groß abzubilden muß ich somit sehr dicht heran.
Letztlich wollen viele Menschen mit einem Tele-Zoom Objektiv Motive auch in der Nähe groß abbilden.
Beispiel: 2,8/70-200 mm –
Die Brennweitenangabe ist dabei gar nicht wirklich wichtig.Deshalb sollten alle viel mehr auf den möglichen Abbildungsmaßstab bei längster Brennweite achten – also nicht auf die Meterangabe: 1,80 m – die ist letztlich auch irreführend – sondern auf die Angabe 1:8 (Sigma), 1:8,6 (Nikon) oder gar 1: 4,8 (Canon L II) (auch als 0,21 angegeben), Tamron 1:5,6 und siehe da – Canon schlägt beim 2,8/70-200 mm alle anderen Anbieter von Objektiven um Längen.
Die Brennweite ist letztlich nur wirklich wichtig im Bereich 10m bis unendlich.
Deshalb sind im Bereich 1,50 – 10 m häufig Festbrennweiten im Vorteil. Bei halbzahmen Tieren und Tieren in Gefangenschaft brauchen Sie regelmäßig große Abbildungsmaßstäbe im Nahbereich.

Besonders gute Beispiele:

Nikon AF-S 4,0/300 mm  = 1:3,7   –  Nikon AF-S 2,8/300 mm VR II = 1:6,4

Canon 4,0/300 mm L IS = 1:4,2    –  Canon 2,8/300 mm L IS II = 1:5,5
beide Objektive mittlerer Lichtstärke werden optisch ohnehin weit unterschätzt.

Zoom-Objektive und erreichbare Abbildungsmaßstäbe

Für viele ist eine Naheinstellgrenze ein wichtiger Kauffaktor. Dabei sollten Sie zwei wichtige Dinge nicht außer Acht lassen:

  1. Die Naheinstellgrenze wird immer gerechnet ab Sensorebene.

bedeutet, wenn ein Objektiv 20 cm lang ist, die Kamera 7 cm Bautiefe hat und der Sensor 5 cm tief im Gehäuse liegt und die Naheinstellgrenze 50 cm beträgt – können Sie bis auf 25 cm ans Motiv herangehen – oder anders ausgedrückt, wenn sie es groß abbilden wollen, müssen Sie dem Motiv bis auf 25 cm auf die Pelle rücken!

  1. Die angegebene Naheinstellgrenze, lässt nicht automatisch auf einen guten Abbildungsmaßstab schließen, schon gar nicht bei modernen innenfocussierten Tele-Zooms.

Bei kleineren Bildsensoren als Vollformat erreichen Sie auch um diesen Vergrößerungsfaktor größere Abbikldungen – da sich der Abbildungsmaßstab aber auf die Sensorgröße bezieht – ändert er sich nicht. Trotzdem erreichen Sie mit einem 5,6/100-300 mm an einer microFourThirds Kamera Aufnahmen, die Abbildungsmaßstab 1:2,6 am Vollformat entsprechen – aus 1,50 m Entfernung!

Lange Brennweite oder großer Abbildungsmaßstab – beides ist wichtig für mich!