Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

25. Juli 2026
USA 2024 Foto-Tagebuch

Liebe Leser, liebe Foto-Freunde,
Ich bin zurück, wenn auch noch aus der Zeit gefallen und etwas klimaanlagenkrank (der Unterschied Miami mit 33° zu 11° in Frankfurt und diesem harten Osterwetter hier, war dann doch zu krass).
Fast 4 Wochen durch: Nevada, Arizona, Utah, Californien, Florida

Hier die Karte des ersten Teils der Reise:

Nach einer vierwöchigen Reise mit den besten Kameras liegt jetzt vermutlich die Erwartung an “Klasse-Landschaftsfotos” an mich sehr hoch.
Das muß ich leider hier gleich entzaubern. Die habe ich nicht machen können.
DAS HAT VIELERLEI GRÜNDE.
Der erste gleich unumwunden vorweg, ich bin kein begnadeter Landschafts-Fotograf, war ich nie und werde ich nie.
 beeindrucken Landschaften sehr, aber ich brenne nicht dafür sie im spannendsten Licht unter größtmöglichen Strapazen festzuhalten. Und das muß man heute und vermutlich auch früher, wie ja am Beispiel A. Adams bekannt ist.
Ich brenne für Lebewesen und hauptsächlich für Säugetiere und die in einer tollen Landschaft gut abzulichten ist mein persönlicher Antrieb. Denn ihnen gehört zunächst einmal die Landschaft, Menschen treten da ja nur als oft zerstörerische Ordnungsgewalt auf.
Hinzu kommt, dass dort im Colorado-Plateau fast immer das gleiche Wetter mit sehr ähnliche Wolkenformationen vorliegen. Nicht ohne Grund sehen fast alle Fotos vom Grand Canyon, Bryce Canyon, Zion, Arches, Monument Valley, Canonlands meistens sehr gleich aus. Wenn da nicht gerade Sturm und besonderes Wetter vorliegen ist es fast unmöglich frische Bilder dieser jährlich millionenfach fotografierten Landschaften zu bekommen.
Selbst die Vermillion Cliffs und verstecktere Slot Canyons sind inzwischen gut bekannt und werden von fiten jungen “Entdeckern” ständig abgelichtet.
Deshalb erwartet da bitte von mir keine “Wunder”, dazu reichen eine Mittelformat und ein geschultes Auge nicht – da braucht es viel Zeit an jedem Ort, besondere Ortskenntnis, Fitness und extreme Wander- und Hitze-Begeisterung. Ich war froh wenn ich überhaupt irgendwo den Sonnenaufgang- oder Untergang mit bekam und meine Tiere entdeckt habe.

 

Ich habe wieder versucht einiges anders zu machen. Ich kannte ja die Gegend von einigen früheren Besuchen, außer dem Death Valley und Santa Rosa war mir alles von früheren Reisen bekannt. So habe ich meine Tochter gerne Hotels und Versorgung anhand der groben Strecke suchen lassen. Denn es war mit großen Schwierigkeiten verbunden an den meisten Stellen preislich noch bezahlbare und freie Unterkünfte zu finden. Trotz dem März, der keineswegs eine Hauptreisezeit ist, die beginnt erst im Mai und oft sind im Juni erst wieder die Passstrassen frei. Aber wir hatten nicht mit “Spring Break” gerechnet, also 2 wilde Wochen für junge Leute, vergleichbar unseren Vor-Osterferien. Und wir hatten nicht wirklich im Bewusstsein wie sehr Corona dieses Land und seine Infrastruktur beschädigt hat. Doch dazu später mehr.

Es war ein wilder, sehr anspruchsvoller und teilweise wirklich schwieriger Tripp und er wurde im Verlauf am Pazifik nicht wirklich leichter.

Doch an dieser Stelle erst einmal ein fotografischer Einwurf, ich hatte folgendes dabei:
Und das bitte immer vor dem Hintergrund, das ich es nicht mag nur mit einem System unterwegs und davon abhängig zu sein, dass ich eben nicht über alle wichtigen Objektive in vier Systemen verfügen kann. Ich habe mir meinen Traum erfüllt und bin das erste Mal seit 25 Jahren wieder mit Mittelformat gereist.
 Fujifilm GFX 100SII mit 4.0/20-35 mm, 4.0/45-100 mm, 3.5/50 mm, 2.0/110 mm, 4.0/250 mm
 Canon EOS R5 mit 4.0/14-36 mm, 7.1/100-500 mm, 1.8/35 mm
 Olympus/OMDS OM-1 mit 4.0/8-25 mm, 2.8/12-40 mm, 2.8/40-150 mm, 4.5/150-400 mm, TC 1.4x
 Fujifilm X100VI

Am Ende habe ich die X100VI kaum benutzen können und auch für Fuji 3.5/50 mm, 2.0/110 mm blieb keine Zeit sie einzusetzen – Motive hätte es schon gegeben.
Wenig verwendet wurde die Canon mit dem 14-35 mm und das 1.8/35 mm hatte ich für schöne Sonnensterne geplant, dazu kam ich gar nicht.
Beim MFT System hätte ich 8-25 mm und 12-40 mm zu Hause lassen können.
Man weiss das vorher nicht. Ich bin diesmal nicht in einen Slot Canon gekommen, was ich sofort sehr bereut habe, aber Wetter und Zeitaufwand machten das sehr schwierig.
Außer bei plötzlichen Tierbegegnungen habe ich kaum Muse gehabt, weil einfach aufgrund von Zimmersuche, Preisvergleichen, langen Fahrstrecken, kaum gutes Essen vor Ort (alles schloß zum Sonnenuntergang) war meine Fotografie diesmal noch mehr vom Zufall abhängig.
Ich hätte sehen wollen mit wie wenig Strecke und Fotos, Menschen die alles wie besessen vorher planen, zurück gekommen wären…
Ich habe einfach intuitiv alles, was ging, aufgezogen und versucht immer schöne Fotos in die Kiste zu bekommen.
Alles andere hätte mich wirklich gestresst, oder ich hätte den 4-6 fachen Zeitaufwand vor Ort gebraucht.
Und letztlich habe ich sehr viel Glück gehabt, viel versäumt und vielleicht noch mehr entdeckt.

 

27. April 2015
Improved Autofokus…

Fujifilm X-t1_firmware

Wenn ich von meinen Autofocus-Erfahrungen mit allen Systemen und den Teleobjektiven berichte, werde ich ja von den Markenfans nur zu gerne an den Pranger gestellt.

Seltsam finde ich aber:
Wenn der Autofokus so perfekt, ausgereift und genial schnell ist, wie alle Sony-, Olympus-, Samsung-, Pentax- und Fuji-Jünger nur zu gerne behaupten…

Warum werden dann alle paar Monate neue Firmware-Updates mit dem “Improved AF” vorgestellt?
Vor allem Fuji, Samsung und Sony sind da sehr eifrig.
Wann haben Sie je gehört, das es von Canon oder Nikon einen Improved AF gab?
Ich kann mich nicht erinnern.
Die beiden Pro-Anbieter testen meist so lange bis der AF den meisten Eventualitäten und Motiven schnell stand hält. (Ausnahmen bestätigen die Regel, wie Canon EOS D30, 5D, M1 beweisen).

Vor allem bei Fuji, Samsung und Olympus wird man nicht müde, den weltschnellsten AF zu verkaufen, faktisch liegt er für jeden spürbar hinter Canon, Nikon und Panasonic zurück (in genau dieser Reihenfolge!).

Lassen Sie sich nicht blenden.
Zum schnellen, präzisen AF gehört viel Erfahrung mit AF, die haben Fuji, Samsung, Olympus und Pentax gar nicht, die haben ja fast 20 Jahre AF-Technik verschlafen.
Es gehören sehr schnelle Objektive und lichtempfindliche Sensoren genauso dazu, wie schnellste Prozessoren und die richtige Erkennung des Motives.

Alle spiegelfreien Kameras können dem Phasen-AF der DSLR-Kameras bis heute in schwierigen Situationen nicht das Licht reichen.

Wenn die Lichtstärke der Sonne am Abend geringer wird – wenn kein hoher Kontrast im Motiv verfügbar ist – wenn kein hochlichtstarkes Objektiv mit mindestens f:2,8 eingesetzt wird – hat der Autofokus der spiegelfreien Kameras erheblich mehr Probleme schnell und genau scharf zu stellen als der AF in DSLR-Kameras.

Im Brennweitenbereich bis 100 mm (bezogen auf KB-Format) fällt das nicht weiter auf, doch im echten Telebereich merkt selbst ein Laie die Unterschiede.
Panasonic ist als erster und einziger Anbieter dank DLM-Technik dicht heran gerückt.
Samsung und Olympus geben sich große Mühe. Die Nikon 1 Kameras sind ebenfalls sehr schnell, so lange genügend Licht/Kontrast im Motiv vorhanden ist.

Der Rest macht lieber markige Werbung.

Samsung_NX1_price_with-50-150MM_6

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

9. April 2015
FUJIfilm X-T1 und Fujinon XF 4,0/10-24 mm OIS im Praxistest

Ich bekomme ja fast alles was die Japaner, Koreaner, Chinesen, Deutschen so für Fotokameras zusammen polieren und schrauben, in die Finger. Bei manchen Objektiven sind die Erwartungen hoch und werden dann auch kaum enttäuscht, wie beim Canon 4,0/200-400 mm L IS, beim Nikkor 5,6/800 mm VR – Pentax 4,0/300 mm SDM – Olympus 2,8/60 mm Macro – Canon 4,0/16-35 mm L IS – Canon 4,0/11-24 mm L

– einige Objektive sind besser als erwartet, Olympus 2,8/12-40 mm PRO – Zeiss 1,8/24 mm, Tamron 5,0-6,3/150-600 mm VC – Canon 4,5-5,6/55-250 mm IS STM – Sony 4,5-5,6/70-400 mm G SSM II – Panasonic 4,0/7-14 mm – Panasonic 4-5,6/45-175 mm OIS – Sigma 2,8-4,0/17-70 mm OS – Tamron 2,8/24-75 mm VC – Leica 1,7/15 mm

– anderes enttäuscht sofort: wie Zeiss 2,8/12 mm Touit – Canon 4,0/24-70 mm L IS – Nikon 3,5-4,5/10-24 mm – Nikon 2,8/14-24 mm – Olympus 4,0-5,6/14-150 mm – Panasonic 4,0-5,6/45-200 mm OIS – Sony 3,5-5,6/16-50 mm -Sony 4,5-6,3/55-210 mm OSS – Fuji 2,4/60 mm Macro;

und dann gibt es die Objektive die mich auch im längeren Einsatz absolut begeistert haben:
Leica 3,5-5,6/14-150 mm FT – Voigtländer 0,95/25 mm – Canon 1,2/85 mm L II – Canon 2,8/300 mm L IS II – Canon 2,8/70-200 mm L IS II – Olympus 2,0/50 mm Macro FT – Olympus 2,8/300 mm FT

und zu letzteren zähle ich jetzt schon das brandneue Fujinon 4,0/10-24 mm OIS.
Das geilste Objektiv was ich seit langem in den Händen hatte…

Es wäre mit Abstand das spannendste WEITWINKELOBJEKTIV dieser Zeit.
Wenn Fujifilm die Produktion in den Griff bekommt. Denn was ich vor 6 Wochen in den Händen und zum testen hatte, war extraklasse. Die Objektive, die anfangs an die Kunden ausgeliefert wurden sind es jedoch nicht. Und für satte 1000€ dürfen die Erwartungen eben auch hoch sein.
In dem Superweitwinkel-Bereich gelang Sigma mit dem 3,5-4,5/15-30 mm ein erster Durchbruch,
das Pentax 3,5-4,5/10-17 mm Fisheyezoom war spannend,
Sigma setzte noch ein drauf mit dem 4,5-5,6/12-24 mm,
Olympus begeisterte mit FT 4,0/7-14 mm,
Canon zeigt was geht mit dem 4,0/11-24 mm L und dem 4,0/16-35 mm L IS,
Olympus setzt eine Bestmarke mit dem 2,8/7-14 mm Pro
und Panasonic kann es mit dem 4,0/7-14 mm erheblich kompakter, mit Software-Korrektur kaum schwächer –

Nikon setzte ein Zeichen mit dem Koloss 2,8/14-24 mm und bot mit dem 2,8/17-35 mm das bis heute beste, lichtstarke WW-Zoom;
Sigma legte ein 4,5-5,6/8-16 mm für’s Halbformat nach,
Sony hat ein ambitioniertes 4,0/10-18 mm OSS, was in der Serie nicht so ganz überzeugt,
Canon ist bisher nur das spannende 4,0/8-15 mm Fisheye-Zoom eingefallen, am Halbformat ist es raffiniert;
Sigma hat ein gutes 3,5/10-20 mm;
Tokina ein gutes 2,8/16-28 mm
und Zeiss bietet mit dem Distagon 3,5/18 mm am Vollformat die Bestleistung
Canon mit dem teuren, manuellen TS-E 4,0/17 mm L den Schärfe-Meister.

Ein Zoom mit hoher Schärfe und praktischem Alltagsnutzen, leicht und handlich und präzise zugleich, staubgeschützt, butterweich, zielgenau und sehr variabel mit fester Lichtstärke, sowie attraktiver Lichtstärke fehlt schon sehr lange.

Das Olympus FT 4,0/7-14 mm war ein Klotz, den man nicht gerne schleppt,
das Panasonic 4,0/7-14 mm verzichtet auf den auch hier wichtigen Bildstabilisator,
den hat jetzt das Olympus 2,8/7-14 mm an allen Olympus-Kameras,
das Nikon 2,8/14-24 mm ist nicht tragbar und die große Blende ist Unsinn, auch die Verarbeitung ist wenig vertrauenserweckend – eher etwas für Fans,
beim Canon 4,0/8-15 mm ist die Frontlinse zu gefährdet und es macht als Zoom nur am Halbformat Sinn,
Sony hätte es mit dem 4,0/10-18 mm OSS fast geschafft – patzt aber in der Serie

Fuji hat den besten Kompromiss gesucht und geschafft:

Fujinon 4,0/10-24 mm OIS

Es zeichnet am Halbformat wie ein 4,0/15-36 mm Vollformat-Zoom. Mit Bildstabilisator und gesunder Baulänge und einem seidenweichen Brennweitengang.
Nachfolgend Fotos mit dem Objektiv, meine Tests zeigen es optisch im Zeiss Distagon-Lager und dann ist der Preis von 1000€ angemessen – doch wahrlich nicht alle Exemplare sind auf dem Niveau.

Es ist mit 9 cm Baulänge nicht gerade kurz und hat einen Filterdurchmesser von 72mm, der gebraucht wird um Vignettierung zu vermeiden; das Gewicht liegt bei moderaten 410g und die Naheinstellgrenze beträgt nur 24 cm bei Abbildungsmaßstab 1:4,2. Aber nur bei 10 mm, bei 24 mm muss man weiter weg bleiben und der Abbildungsmaßstab ist nicht mehr befriedigend. Leider ein sehr fauler Kompromiss. Darüber war ich sehr enttäuscht, das können meine Superweitwinkel von Panasonic und Olympus weit besser.

Auch hier ist ein Blendenring vorhanden, leider ist er umbeschriftet, in der Praxis muß man ständig auf die Anzeigen schielen und er verdreht sich auch viel zu leicht und rastet nur zart in ⅓ Stufen. Das entspricht überhaupt nicht meiner Arbeitsweise. Wenn schon ein Blendenring, dann mit fester Rüstung und deutlicher Beschriftung der Blendenwerte oder zumindest eine nach Wunsch programmierbare Funktion (Zeit, ISO, Dateiformat, AF, WB, etc).
Und ⅓ Werte sind Mist, es dauert zu lange um mal eben schnell die Blende präzise einzustellen und bringt in der fertigen Bilddatei kaum einen relevanten Unterschied.

Wenn alle Exemplare so wären, wie meine Testexemplare, könnte es sich lohnen, eine Fuji-Kamera und dieses Super-Weitwinkel-Zoom zu kaufen. Sehr preiswert ist das X-A2 Gehäuse ohne Sucher mit beweglichem Monitor und sehr hoher Schärfeleistung die meist an Vollformat heran kommt. Zu Preisen um 500€ ein echtes Schnäppchen. Wer den Sucher braucht, sollte die X-T1 für rund 1200€ auf seinen Wunschzettel schreiben (gerne auch an mich!). Allen anderen möchte ich eher abraten, denn auch auch die vielgelobte X-T1 Kamera ist noch nicht völlig ausgereift und fehlerfrei.

Die deutschen Fotografen sind seit letztem Jahr verrückt nach Fuji – die X-T1 wird viel gelobt und auch gekauft. Ich weiß nicht genau was den Hype ausgelöst hat, vielleicht ist es einfach der exotische Hersteller, der immer schon durch seine tollen Filme positiv verankert war. Und Fujifilm ist ein Riese, größer als Nikon, Olympus, Pentax, Sigma und Co und kaum kleiner als Panasonic und Sony. Fuji ist bekannt für besonders gute Objektive.
Doch wenn ich die letzten 2 Jahre Kamera-Geschäft genau betrachte, werden Sony, Nikon und auch Fuji vor allem in Deutschland überbewertet und Panasonic, Olympus und Pentax weit unterschätzt.
Sony erschlägt die Welt mit Marketingphrasen, die sich alle schnell unschön auflösen, also wenn ich heute ein neues System aufbauen wollte, wäre Sony Alpha – ganz gleich welches Aufnahmeformat und welcher Sensor sicherlich die letzte Marke meiner Wahl – weil mich die Kameras und vor allem die Objektive immer wieder sehr enttäuschen.
Aber auch Fuji, sehe ich neben Samsung noch eher kritisch.
Ich wollte die X-T1 sofort kaufen – doch bei genauer Betrachtung und einem Test mit allen Objektiven bin ich sofort zurück geschreckt. Das ganze System ist noch nicht stimmig und die an sich tolle Kamera hält nicht was sie verspricht, bzw. täuscht mit der klassischen Bedienung etwas vor, was sie nicht einhalten kann – die Bedienung ist aus meiner Sicht eher kompliziert, ungewohnt und sogar unpraktisch – ich kann da so nicht wirklich mit arbeiten.

Ich werde mich jetzt intensiver mit der neuen Nikon 1 V3 und dem Potential als Reisekamera beschäftigen, bei Fuji muss jetzt noch einiges besser werden und die Tele-Objektive fehlen noch. Und dann lanciert Fuji bereits Gerüchte, man denke über VOLLFORMAT oder gar MITTELFORMAT nach, mit – natürlich – komplett neuen Objektiven. Das bedeutet aber in der Praxis, auch dieser neuer Angriff von Fuji wird noch mindestens bis 2017 brauchen, bis er in der Praxis vielleicht eine Alternative ist.

Ein neues System aufzubauen dauert 3-5 Jahre – microFourThirds hat das bisher als einziges neues Format gut realisiert, wenn auch mit einigen Umwegen und fehlenden Macro- & Super-Teleobjektiven. Da behalten Canon und Nikon auch dieses Jahr noch die Alleinstellung.

Das überproportional hohe Gebrauchtangebot aller bisherigen Fuji-Kameras untermauert meinen Eindruck, das Fuji zwar spannendes anbietet, aber in der Praxis bei Vielen durchfällt. Zumal der Anspruch an Fuji-Kameras/Objektive mit Sicherheit höher ist, als der an Sony- oder Samsung- Ausrüstungen – deshalb sind Käufer dann auch schneller unzufrieden und betrachten die Ausrüstung besonders kritisch.

Nach 2 Wochen im harten Vergleich zur E-M1 und GH3 und den DSLR-Kameras steht für mich fest, das Objektiv ist gut, aber macht in der Praxis mir nur wenig spaß. Die Sonnenblende, Blendenring und der lose Deckel sind sehr nervig. Auch die X-T1 besticht durch unpraktische Bedienung, eine mehr als seltsame Belichtungsmessung und Aussetzer beim AF.
Die Kombination ist nichts für mich, sie ist zwar schön und zart verarbeitet, aber eben nicht besonders praktisch.  Ich habe nach 2 Wochen das Gefühl wie bei der Sony Hex 6 & 6000, dass jedes 5 Bild nicht richtig fokussiert wurde und der AF einfach manchmal nicht vorhersehbar arbeitet, aussetzt und mit schnellen Motiven sowieso nicht zurecht kommt. Die Kamera neigt zu starken Unterbelichtungen, die ISO-Empfindlichkeit einzustellen ist ein Krampf.

Der Akku macht etwa bei 200-300 Auslösungen schlapp, selbst die Oly E-M1 schafft mit einem kleinen Accu meist die doppelte Anzahl der Fotos, ganz abgesehen von der GH3/GH4 die hier wirklich professionellen Ansprüchen genügen.

Auch der tolle große Sicher der X-T1 ist keineswegs besser, er flackert öfter unruhig, zeigt Farben und Kontraste nicht immer so gut wie die Olympus E-M1. Also hier bleibt viel Arbeit für Fuji um an die besten im Markt anzuschließen.

 

Fujinon 4,0/10-24 mm OIS

LICHT – Sehr gelungen:

+ sehr scharf ab f:5,6

+ hohe Vergütung gegen Streulicht

+ leiser AF

+ Abbildungsmaßstab 1:4,2, aber nur bei 10 mm

+ Spritzwasser-Schutz & Abdichtung

+ wirksame Bildstabilisierung bis 20 MP bis 1/125 Sek

+ sehr geringe CA Farbfehler

+ scheinbar günstiger Preis 900€

+ 9 Blendenlamellen, beim Abblenden gutes Bokeh

+ Innenfokussiert, der Front-Tubis dreht sich nicht mit

+ 2 Jahre Garantie

 

SCHATTEN – Was fehlt noch zur Perfektion?

– relativ lang und große Sonnenblende

– Bildstabi nur nach deutlicher Verzögerung voll aktiv

– Sonnenblende eher weich, sitzt nicht fest – schwer zu befestigen

– Gläser extrem staubempfindlich – besonders die Rückseite

– Naheinstellung fließend, bei 10 mm (7cm) näher als bei 24 mm (10cm)

– Deckel sitzt viel zu lose

– ungewohnt kurzer Einstellweg der Brennweite

– keine Entfernungs-Scala

– Blendenring ohne Zahlen – dreht durch

– Blendenring nicht auf Funktionen programmierbar

– für Präzision nur zentrales AF-Messfeld der Kameras nutzbar

– AF nicht schnell genug für Bewegung

 

Resümee:

Schön wenn man die aktuellen Systeme hat und vergleichen kann. Die Abbildungsleistung dieser Kombination ist sehr hoch und sogar dem mFT-System etwas überlegen und rauschärmer. Sony ist sie sowieso überlegen und Samsung, Canon und Leica haben kein vergleichbares Objektiv im Angebot. Fujifilm konkurriert hier also letztlich mit Vollformat – muss sich aber einer Eos 5D3 und erst recht einer 5DSR mit 4.0/16-35 mm L IS geschlagen geben.

Dafür ist sie aber erheblich leichter, leiser und kompakter – aber dafür 2000€ ausgeben?
Dafür verlange ich persönlich mehr Liebe zum Detail.

 

Sie können das Fujinon sofort bei mir bestellen zum Preis von 900€. 

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

 

30. März 2015
Noch eine Meldung – Monostat-Stative

startseite

Eine Meldung, die mich erschüttert hat.

Die Firma Monostat löst sich auf und wird keine weiteren Einbeinstative mehr produzieren.

Die Schweizer Firma hat den genialen Stativfuss, der in jedem Gelände perfekten Halt bieten kann, erfunden – ich arbeite seit 25 Jahren damit. Auf Beton, auf glitschigen Steinen im Bach, am Strand, im Gebirge habe ich noch nie ein anderes brauchbares Stativ mit solcher Standfestigkeit gefunden.

Wenn Einbein-Stativ – dann Monostat.

Alle Kopien von Manfrotto, Velbon und Co. können sich kaum damit messen.
Schade das Monostat mit dem Fuß nie ein Dreibein gefertigt hat.

Foto-Joos in Ravensburg bietet immerhin noch den genialen Stativfuss an und rüstet einige Stative wie INDURO damit aus. Einige wenige Exemplare des letzten Monostat RS16SK sind sogar noch lieferbar.

http://www.monostat.de

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht, Praxis-Tests