Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

21. Juni 2015
Sony Alpha 6000 – trotz neuer Werbung – Enttäuschung pur

ERGÄNZUNG: 29.Mai 2015:
Quo Vadis Alpha?

Der weltschnellste Autofokus? Das ich nicht lache – womit will Sony das belegen mit Weitwinkel-Objektiven? Ganz im Ernst, jede Olympus und besonders die Panasonic GH4 liefert schneller präzise scharfe Fotos als bisher jede Sony-Kamera.

Die Sony Alpha 6000 ist wieder aktuell in der Werbung – die Hauptschwäche bleibt bestehen

kein gutes – kein bezahlbares Objektiv-System. Klar wer mit Adaptern und großen DSLR-Objektiven jonglieren will, wird Objektive genug finden. Inzwischen ist den allermeisten Fotofans klar, was ich schon vor 2 Jahren zu bedenken gab, die meisten Objektive sind eher schwach und kommen mit den hohen Auflösungen der Kameras kaum zurecht. Der Autofokus ist de facto langsamer als der der Konkurrenz und trotz sagenhaft kurzer Ansprechzeit, liegt der Fokus sehr oft einfach daneben.
Sehr bedenklich ist auch, dass Sony mit dem teuren, ambitioniertem Vollformat-System der Alpha 7 Kameras genauso weiter macht…technisch reizvolle Kameras – letztlich für Anspruchslose – da in der Praxis unausgereift und frustrierend.

Auch das neue Zeiss 4,0/24-70 mm OSS für die Alpha 7 bekleckert sich in der Praxis und im Labor nicht gerade mit Ruhm, exzellente Gehäuseverarbeitung, aber schwächliche Abbildungsleistung, eine hohe Auflösung, die sich nur auf die Bildmitte konzentriert, zu deutliche Bildfehler, Verzeichnung, Vignettierung, CA – die nur von der Software beseitigt werden sollen – weder bei 24 mm noch bei 50 mm und erst recht nicht bei 70 mm sonderlich gut. Das haben auch die renommierten Kollegen inzwischen im Netz bestätigt.

Damit ist aus meiner Sicht, das neue Vollformat-System noch längst nicht interessant. Denn wenn es Zeiss nicht schafft, exzellente Zoom-Objektive für faires Geld anzubieten, was soll man dann damit?
Denn Sonys 3,5-5,6/28-70 mm OSS ist mehr als peinlich.
Bisher sind nur das Zeiss 2,8/35 mm (sauteuer, lichtschwach kein OSS) & Zeiss 1,8/55 mm (supergut, fairer Preis, kein Bildstabi) die einzigen sinnvoll verwendbaren Objektive für das System. Das 1,8/55 mm finde ich allerdings viel spannender als 1,8/82 mm an der Alpha 6000.
Sicher Markenfans und Käufer dieses Systemflops verteidigen ihr System vehement und werden mir vorwerfen, dass ich nur mFT oder Fuji pushen will, ich spare bei diesem Systemen auch nicht mit Kritik und für mich zählt nur das in der Praxis beste System und keine Markennamen.

Auch die Sony Alpha 6000 zeichnet sich nicht durch echten technischen Fortschritt aus, dazu ist sie wohl auch zu billig und 24 MP sind für die Objektive zu viel. Der AF ist ein Trauerspiel – das darf ich gar nicht gleichzeitig mit dem AF von Panasonic, Olympus, Nikon 1 in den Mund nehmen – der Vergleich ist höchst unfair gegen Sony.

Wo bleiben für das APS-C-Halbformat-System – abgesehen von 3 herausragenden Zeiss Objektiven – denn endlich einmal sehr gute Objektive, Festbrennweiten und Zooms, ein sehr gutes Macro 2,8/60 mm fehlt, von einem scharfen Tele-Zoom keine Spur, eine lichtstarke Tele-Festbrennweite ist erst recht nicht in Sicht und das kleine, wacklige 16-50 mm mit der mittelmäßigen BQ ist ja eher ein schlechter Witz…

Sony baut weiterhin Kameras und Technik ins Blaue und liefert kein reizvolles Objektivstem. Was Olympus heute ankündigt wird Sony wohl in Jahren nicht liefern.

Wer ne Knipskiste für die Jackentasche braucht, prima – aber ein erlogener, weltschnellster AF mit Brennweiten von 10-200 mm bereichert die Fotowelt nicht wirklich. Ich bin mal gespannt ob und wann mal Objektive kommen.

Mit den vier einzigen brauchbaren Objektiven: 1,8/24 mm – 4,0/16-70 mm – 1,8/55 mm (alle Zeiss) – 4,0/70-200 mm OSS – kostet der Sony-Spaß dann schon 5000€!
Die preiswerte Kamera und die billigen Zooms sind Augenwischerei und an einem 24 MP Sensor nichts wert – Sony ist teuer!

Die Alpha 6000 ist deutlich abgespeckt beim Sucher, halbierte Auflösung und kleineres Sucherbild im vergleich zur Nex 6 und Hex 7. Dafür hat sie jetzt 179 Phasenvergleichs-AF-Punkte – wenn Sony das braucht um anzugeben und trotzdem nicht schnell und präzise zu fokussieren…

Außerdem gefällt mir das Gehäuse der Alpha 5000 viel besser – ich hatte gehofft – Sony knüpft da an und baut moderne Technik ein, aber nein, wieder kein konsequentes Modell. Ich behaupte, Sony weiß gar nicht was da im Hause geschieht, Nex gibt es plötzlich nicht mehr, alles heißt Alpha und keiner kann mehr die Trennung zwischen ehemals DSLR mit großem Auflagemaß, SLT-Technik mit großem Auflagemaß, Alpha mit APS-C-Sensor und kurzem Auflagemaß und Alpha Vollformat-Sensor und kurzem Auflagemaß unterscheiden. Vielen wird gar nicht transparent, dass die 5 Objektive der Alpha Vollformat problemlos mit Faktor 1,5x an den Alpha APS-C und Nex-Kameras genutzt werden können, wie 2,8/35 mm und 1,8/55 mm Zeiss und bald auch 4,0/70-200 mm OSS (Sony).

Sony vergeigt es gerade ganz besonders!
Und dann die Preise, das 4,0/70-200 mm OSS kostet 1500€ – bei Canon und Nikon kosten vergleichbare Hochleistungs-Objektive rund 1000€. Warum ist es bei dem horrenden Preis kein Zeiss Objektiv? Das passt alles hinten und vorne nicht.

Insgesamt bekomme ich bei Fujifilm bessere Qualität, bessere Sensoren zum besseren Preis und bei Olympus/Panasonic bekomme ich lichtstärkere Objektive und viel mehr Auswahl zum besseren Preis. Ich sehe nicht wo Sony hin will.

Spannend ist nur, was an der Alpha 6000 alles fehlt…

– kein interner Bildstabilisator
– kein Touch-Screen
– kein hochauflösender Sucher
– kein Zusatzgriff
– nur 16:9 Monitor (kleineres Bild als alle anderen)
– kein schneller Verschluss
– Miniblitz mit nur LZ6
– keine technisch zeitgemäße Video-Funktion
– für 650€ gibt es nur ein billigst Zoom
– kein Accu-Ladegerät mitgeliefert
– keine Teleobjektive mit Bildqualität
– horrende Preise für gute Objektive

Autofokus-Wahnsinn

Olympus hatte mit der E-M1 einen theoretischen Bestwert für die AF-Geschwindigkeit beworben.
Die Fuji X-T1 will mit einer MAXIMALEN AF-Geschwindigkeit von 0,08 angeben,
gleich danach sagt Panasonic für die GH4 0,07 als Geschwindigkeit voraus
und jetzt behauptet Sony einfach – man sei unschlagbar mit 0,06 Sekunden

aber alle haben bisher kein einziges, schnelles Teleobjektiv mit dem sich gute Werte an bewegten Motiven verifizieren Liesen. Ich denke wir können beruhigt abwarten bis Canon oder Nikon den AF mit 0,01 bewerben und dann richtig schnelle AF-Objektive mit noch besserem AF nutzen. Nach dem Pixel und ISO-Wahnsinn – jetzt also der AF-Wahnsinn – im Klartext heißt das, der AF war bisher viel zu langsam und wird jetzt laaannnngsam brauchbar… aber ohne ein entsprechend berechnetes Teleobjektiv mit schnellsten Ultraschall-Antrieb nützen diese ganzen Kamera-Innovationen gar nichts.

Die Alpha 6000 gehört schon vor ihrem Erscheinen allen Sony verantwortlichen zum Frühstück serviert.
Der Preis von 650€ für das Gehäuse in abgesteckter Qualität und mit holen Versprechungen ist ein Witz.

SONY = größtmögliche Enttäuschung.

Wenn es unbedingt Sony sein soll, es gibt ja immerhin Zeiss-Objektive mit AF die bisher praktisch konkurrenzlos sind – dann empfehle ich folgende Ausrüstung:

im Moment werden 38 Objektive für das Sony Alpha (Nex) Bajonett angeboten von 10-400 mm
Sony Nex 6 (bisher bester Kompromiss)
Die Besten Objektive:

Zeiss 2,8/12 mm Touit
Zeiss 1,8/24 mm
Zeiss 1,8/32 mm Touit
Zeiss 1,8/55 mm
Zeiss 4,0/16-70 mm
Sony 4,0/70-200 mm

 

Brauchbare Kompromisse:
4,0/10-18 mm OSS Sony
3,5-5,6/18-55 mm OSS Sony
4,0/18-105 mm OSS Sony
3,5-6,3/18-200 mm VC Tamron
2,8/8mm Samyang Fisheye
1,8/35 mm OSS Sony

1,8/50 mm OSS Sony

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

20. Juni 2015
Sigma Neuheiten im Objektivbau

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oder SIGMA – Stop making sense?

Aktuell hat Sigma ein 2,0/24-35 mm OS ART vorgestellt – 1 Kilo leicht und der Preis dürfte um 1000€ liegen.

Tolle Inovation – doch was sollen wir damit? Wer schleppt 1-Kilo-Zoom-Monster mit herum das 82 mm Filter braucht, 12,3 cm lang ist und jede Kamera zur Neigung zwingt wenn wir eine 2,0/24 mm oder 2,0/35 mm Festbrennweite mitnehmen können die 300g wiegt?

ein 2,8/180 mm Macro mit 1,2 Kilo Gewicht
ein 4,0/24-105 mm, dass viel zu spät kommt und zu teuer ist,
drei langweilige Festbrennweiten für spiegelfreie Kameras, 19mm, 30mm, 60mm
ein 1,8/18-35 mm Kilo-Monster für Halbformat
drei hochlichtstarke Festbrennweiten, 1,4/24 mm und 1,4/35 mm und 1,4/50 mm – die von Sigma kaum jemand braucht
2 optisch gleiche Telezooms mit 1 Jahr Verspätung – 5,0-6,3/150-600 mm

Solidere Bauart, endlich mehr Metall und haltbarere Bajonette, alles schön und gut, aber die viele Neuheiten gehen im Gewicht deutlich auf 1 Kilo zu und das wo die neuesten Kameras erheblich abgespeckt haben auf unter 500g.
Sigma, das passt nicht zusammen.

Noch mehr Blödsinn von Sigma.
Wer braucht so ein Objektiv?
Es wird mit Sonnenblende gut 1 Kilo schwer und der Preis tendiert Richtung 1000€ – also da kaufe ich mir eine lichtstarke Weitwinkel-Festbrennweite und die erfüllt alles was sie soll, wahlweise sogar bei f:1,4.
Ich sehe nicht, dass die Experimente von Sigma sonderlich reißenden Absatz finden, weder das 1,8/18-35 mm, noch 1,4/50 mm oder 1,4/24 mm.
Gibt es eigentlich einen Grund warum sich Sigma nicht daran traut seine sehr guten Macro- und Teleobjektive (Festbrennweiten) zu optimieren und endlich mit besserer Fassung zu versehen?
Warum nicht endlich ein 3,5/60-150 mm Macro bis 1:1,
Warum nicht ein 2,0/35-120 mm Porträt-Zoom?
Wann mal ein wirklich scharfes Super-Weitwinkel-Zoom 4,0/14-30 mm?
Wann kommt endlich ein Allround-Zoom: 2,8/24-90 mm?

Sigma sucht nur noch Nischen, die zumindest meine Fotografie nicht bereichern können.

Innovation sieht für mich anders aus.

Canon-Fotografen kaufen ein 2,8/24 mm IS mit Bildstabi oder gleich das 1,4/24 mm L oder das 2,0/35 mm IS und ein 1,4/35 mm L II ist in Vorbereitung.
Nikon-Fotografen kaufen ein 1,4/24 mm oder gleich das 1,8/28 mm oder das 1,8/35 mm oder ein 1,4/35 mm.
Sony-Fotografen warten auf Zeiss.

Egal wie es optisch ausfällt – auch dieser Neuheit kann ich keine Kaufempfehlung aussprechen, weil sie keinen Sinn macht.

 

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

28. Mai 2015
Praxiserfahrungen: Canon EOS M3

 

Wechselobjektive, Wechselsucher, Griffstück, Klapp-Monitor, Micro-Blitz und 24 MP =  Canon EOS M3 

Bei Canon bleibt alles anders.

Wer Canon DSLR-System besitzt, liebäugelt mit einer leichteren, kompakten Reisekamera. Bisher wurden die Canon G Powershot Kameras gerne eingesetzt, aber letztlich bleiben die alle durch kleine Sensoren und unzureichende Objektive eher unzureichend.

Die erste Systemkamera EOS M1 konnte mit dem lahmen AF die wenigsten überzeugen. Und die neue M3 krankt am System und ist sehr stark beschnitten um nicht die Eos 750D Baureihe zu verdrängen, die aber letztlich heute gar keinen Sinn mehr macht. Ein Spiegel in der Kamera kann eine prima Hilfe sein, in einer professionellen Kamera – aber in den modernen Systemkameras ist er oft schlichtweg überflüssig und hinderlich, wie Panasonic, Olympus und Fuji gekonnt beweisen.

Canon bietet 7 Jahre nach Einführung der kompakten System-Kameras auch heute nur 1 Kameragehäuse, 3 Zoomobjektive, eine Festbrennweite und einen Adapter.
Anfangs waren viele begeistert von den Adaptiermöglichkeiten der neuen Kameras, letztlich sind jedoch die allermeisten Objektive schlicht zu groß, zu schwer und optisch bei weitem nicht gut genug für Kameras wie die M3 mit 24 MP.
Andere Hersteller haben sehr erfolgreich Systeme mit 20-40 neuen Objektiven aufgebaut. Und das ist aus meiner Sicht auch der einzige Weg den Canon gehen kann. Schon das schöne EFs 3,5-5,6/15-85 mm ist letztlich viel zu schwer und zu dick an der kleinen M3.

Wieder nur eine schicke Kamera – sonst nichts – wieder eine Knipserkamera ohne Sucher –

obwohl das ist nicht ganz richtig, der schwache, langsame Aufstecksucher der bei weniger Licht rauscht und keinen schnellsten Bildaufbau zulässt -G1X II EVF-DC1- passt jetzt immerhin auf die M3. Das mit dem abnehmbaren Sucher ist gar nicht so ein Problem, aber Technik und Preis sind einfach schlecht. Er ist so keine wirklich gute Hilfe, macht die Kamera viel größer und seine Technik ist einfach, wie bei Leica auch, nicht auf der Höhe der Zeit und ach ja, er kostet noch einmal gut 250€ extra.

Immerhin hat die M3 aber einen Selfie-Klappmonitor – auch das ist wieder nicht auf der Höhe der Zeit, wo alle erkennen, dass ein Monitor voll beweglich sein muss. Es macht den Eindruck, Canon nimmt auch weiterhin alle Kamera-Arten außer DSLR nicht besonders ernst.

Spiegelfreie Kameras entwickeln sich zum Fluch für Canon – denn Panasonic, Olympus, Fujifilm, Sony, Samsung sind so meilenweit voraus und Nikon 1 ist immerhin sehr schnell und die Leica T weiß zu gefallen.

Im Juli 2012 hatte Canon rund 4 Jahre nach Panasonic doch noch ein einsehen und präsentierte die EOS M. Eine spiegelfreie Kamera, ein neues System mit neuen Objektiven und Adapter für alle EOS und EOSs Objektive. Damit hat Canon drei unterschiedliche Objektiv-Baureihen die kaum wirklich kompatibel sind. Anders als bei Sony, Pentax und Nikon passen die EFs Halbformat-Objektive nicht auf die Vollformatkameras. Erstaunlich dass der EOS M –Adapter immerhin beide Serien an einer EOS M nutzbar macht.

So schön und teilweise sehr innovativ die EOS M auch ist, sie floppte grandios. Der Autofokus ist vor allem mit den adaptierten Objektiven viel zu langsam und unbefriedigend und sie ist mit 1000€ zu teuer für das was sie bietet. Sie will nur eine kleine schicke Ergänzung zu den DSLR-Kameras sein. Und das als Panasonic, Olympus und Sony schon semiprofessionell ausgestatte Kameras für weniger Geld anbieten.

Doch was in Erinnerung bleibt, sind sehr scharfe, wertig verarbeitete und kleine EOS M Objektive, die Hoffnung machen auf ein tolles M-System. Canon brauchte aber fast 3 Jahre um jetzt mit der M3 einen echten Nachfolger zu kreieren.

Die Schritte von CANON erinnern hier doch sehr stark an die Einführung der Olympus Pen und Sony Nex –

  1. Kamera ohne Sucher, flach und klein
  2. Kamera mit abnehmbarem, veraltetem Sucher
  3. Kamera – dann endlich mit eingebautem Sucher, aber langsam

Canon verzichtet plötzlich auf eine gute Idee: die Canon Eos M hatte 2012 als erste Canon Kamera eine neuartige, bessere Gurtaufhängung und diese wurde hier wieder durch die uralten Ösen ersetzt. Salto Mortale zurück?

Auch der Akku wurde sofort wieder verändert, LP-E17 heißt er jetzt und hat 1040 mAh. Der bisherige Akku der EOS M LP-E12 war auch mit nur 875 mAh extrem schwach auf der Brust und der Stromverbrauch der sucherlosen Kamera ist sehr hoch, mehr als 300-500 Aufnahmen sind da selten möglich. Immerhin 16% mehr Akkukapazität und ein gesenkter Verbrauch.

Die EOS M wiegt 300g mit Akku und Speicher – die EOS M3 bringt es auf 370g – immer noch ein Fliegengewicht, aber diesmal um einiges griffiger.

Trotzdem, dass grundsolide Gefühl und die fantastisch glatte und unempfindliche Oberfläche der roten und weißen M1 Kamera ist der üblichen EOS-Einsteiger-Bauart einer 700D gewichen.

Monitor und Sucher lassen sich dafür jetzt endlich klappen und man kann wie mit einer alten Rolleiflex arbeiten und muss das Motiv nicht zwingend direkt anvisieren. So ein Klappsucher hat den Vorteil viel unauffälliger zu sein und bei selbsttönenden Brillengläsern dennoch gut fotografieren zu können (wenn Sie sonst aufrecht durch den Sucher schauen, dunklen die Gläser stark ab, mit dem Kopf nach unten passiert das nicht).

Man merkt sehr deutlich, das ein anderes Entwicklerteam mit der M3 beschäftigt war, viele Absprachen mit dem der M gibt es offensichtlich nicht, außer dem Bajonett und dem Menü ist beinahe alles verändert worden – unsinnigerweise.

Wie ist denn die Bildqualität?

Auflösung und Schärfe haben einen Satz gemacht, gemessen an der M1 sind die Fotos deutlich knackiger und sie rauschen sogar ab 1600 ISO sichtbar weniger. Die Farben sind prima, solange man den Weißabgleich richtig einstellt oder RAW verwendet – denn der AWB arbeitet hier besonders schlecht. Mit der Automatik (AWB) sind ständige Farbschwankungen unvermeidlich.
Leider ist der brandneue Sensor im Dynamikspektrum, das er wiedergeben kann, wieder etwas unterlegen. Aus professioneller Sicht macht es jedoch auch wenig Sinn erstklassige Landschaftsaufnahmen mit einer Halbformatkamera realisieren zu wollen.

Autofokus

Sie fokussiert viel entschlossener und schneller als die M1, aber im Wettbewerb zieht sie trotzdem immer noch den letzten Platz. Alle aktuellen Wettbewerber die 2014 & 2015 vorgestellt wurden, fokussieren schneller. Es bleibt für mich unbefriedigend. Sicher ist er mit 18-55 mm, 22 mm und 11-22 mm leidlich schnell – aber das sind alle Kameras. Das Tele 55-200 mm finde ich nicht wirklich reizvoll und so habe ich auf den Adapter von Canon zurück gegriffen um das 55-250 mm als leichtes Tele nutzen zu können. Bewegung damit einfangen ist fast unmöglich, das fokussieren ausschließlich in der Nähe oder der Ferne klappt sehr flott, aber wehe die Kamera muss zwischen Nah und Fern wechseln oder das Licht lässt nach. Nicht wesentlich anders vehgällt sich das 2,8/70-200 mm L IS II – also an der Lichtstärke des Objektives liegt die Ursache nicht.

Canon hat das Problem der Fokussierung mit Kontrast-AF über den Sensor ja eigentlich super gelöst – in der 70D und 7DII – aber die haben beide den teureren 20 MP Sensor, der 20 Millionen AF-Vergleichs-Sensoren hat. Diese Technik fehlt leider in der M3 – denn dann könnte sie rasend schnell mit den meisten Objektiven fokussieren.

Also wird es entweder eine deutlich teurere Kamera geben oder aber Canon wird noch 1-2 Generationen mit den jetzigen Unzulänglichkeiten vertrösten.

Ich habe auch die hochlichtstarken Teles versucht: 1,2/50 mm – 1,2/85 mm – 2,8/300 mm – sie fokussieren alle ganz gut, aber trotz hoher Lichtstärke wird die richtige Einstellebene nicht immer schnell gefunden und der USM-Antrieb arbeitet sehr unterschiedlich und unruhiger. Selbst die schnellen AF-Teles wie 2,8/70-200 mm und 5,6/100-400 mm befriedigen nicht wirklich und sind letztlich auch viel zu schwer an der kleinen Kamera.

Canon EOS M lenses

EOS M-Objektive

Erstmals sind Canon-Objektive nicht völlig schwarz oder weiß, die Alu-Haut ist dunkel anthrazit und auch nach Jahren noch sehr glatt und unempfindlich. Bisher wurden leider nur 4 Objektive präsentiert, alle „Made in Taiwan“. Doch sie sind alle mechanisch und optisch auf sehr hohem Niveau und tatsächlich kleiner und leichter, als alle anderen Halbformat-Objektive am Markt. Hier können sich vor allem Sony, Samsung und Fujifilm abschauen wie man Objektive konstruiert. Nur Leica bekommt mit seinen überteuerten T-Objektiven (Made in Japan) diese Kurve auch.

Aber auch hier zieht Canon seine miese Marketingstrategie weiter durch, alle Objektive werden ohne Sonnenblende geliefert und für die Plaste-Teile wird gepfeffert abkassiert.

Verfügbar:

Canon EFM 4,0-5,6/11-22 mm STM IS
Canon EFM 3,5-5,6/18-55 mm STM IS
Canon EFM 4,5-6,3/55-200 mm STM IS
Canon EFM 2,0/22 mm STM
Trotz Adapter fehlt hier noch vieles, vor allem ein Macro und lichtstärkere Objektive:

Canon EFM 2,8/11 mm STM
Canon EFM 2,0/15 mm STM
Canon EFM 2,0/30 mm STM
Canon EFM 1,8/60 mm STM IS
Canon EFM 2,0/60 mm Macro STM IS
Canon EFM 4,0/10-20 mm STM IS
Canon EFM 2,8/15-50 mm STM IS
Canon EFM 2,8/40-130 mm STM IS
Canon EFM 3,5-5,6/16-200 mm STM IS

Die EOS M3 wird in Deutschland nicht ohne 18-55 mm Zoom angeboten. Das ist ein richtiger Bruch zur M. Denn wer die schöne kleine Kamera behalten hat, hat auch schon ein 18-55 mm und so geht es jedem, so dass man das 18-55 mm auch praktisch nicht mehr los wird. Es gibt hartnäckige Gerüchte, das bald auch eine abgespeckte 18-55 mm Variante ausgeliefert wird um die Preise zu drücken, dann wird das sehr gute 18-55 mm wieder interessant.

 

Was bietet die EOS M3?

+ 24 MP Sensor ohne die neue AF-Technik aus der 70D/7DII
+ sehr gute Bildqualität, weniger Bildrauschen als alle 18 MP Kameras
+ deutlich schnellerer AF als die EOS M
+ ISO 100-25.600
+ 49 AF-Felder, per Touchscreen wählbar
+ nur 4,2 Bilder pro Sekunde
+ WiFi
+ klappbarer 3″ Monitor, Touchscreen mit 1 MP Auflösung
+ optionaler Klapp-Sucher für 250€
+ 370 Gramm leicht
+ jetzt auch mit Fokus-Peaking für manuelles scharfstellen
+ endlich 500 bis sogar 1000 Serien-Fotos mit einer Akkuladung möglich
+ sehr fortschrittliche Gesichtserkennung und Belichtung

 

 Wo sind die Schatten, was fehlt?

– hoher Preis 750€ plus 250€ für Sucher
– hoher Preisverfall, Kamera schon kurz nach Erscheinen für 620€ zu haben
– Dynamikumfang des Sensors eingeschränkt (Canon typisch)
– Kamera wird nicht ohne Objektiv angeboten
– aufgerautes Gehäuse, nicht wirklich hochwertig wie M1
– harter, lauter Verschluss mit nur 1/4000 Sekunde
– nur 4-5 RAW-Aufnahmen in Serie
– Automatische Belichtungsreihe AEB praktisch nutzlos & nicht mit HDR möglich
– nur 100 – 25.600 ISO – rauscharm nur bis 6400 ISO
– AF zwar schneller aber längst nicht auf Panasonic- oder Sony-Niveau
– kein elektronischer Verschluss
– keine lautlose Auslösung – relativ laut
– nicht einzeln ohne Objektiv erhältlich
– der große Monitor wird nicht gut genutzt 6,3mm Bild/7,8cm Monitorbreite
– Griff nur angedeutet, wirklich griffig sieht anders aus
– winziger Microblitz – was soll man damit?
– AF-Hilfslicht bescheuert platziert
– nur langweilige, meist lichtschwache Zooms
– AWB-Weißabgleich sehr unsicher, Sie sollten mit RAW oder fester Einstellung arbeiten
– Monitor ist ein Klapperratismus
– kaum Optionen zur Tastenbelegung
– abgespecktes Menü auf Kompaktkameraniveau
– ungenaue Akkuanzeige, schneller Leistungsabfall ab 3 Balken
– Drehräder nicht gegen unabsichtliches Verstellen gesichert
– winzige Wasserwaage – fast unbrauchbar, kleine Icons
– kaum Filter, kein Panorama
– so gut wie keine Individualfunktionen und Konfigurierbarkeit
– Kreativ-Assistent wirklich nur für Einsteiger und „Blonde“
– keine Sonnenblenden mitgeliefert mit Objektiv – teure Abzocke
– mit Sucher rund 1000€ teuer
– geniale Gurtaufhängung der M nicht mehr da

Canon – das wird auch kein Erfolg. Die Kamera wird sich nur über fallende Preise verkaufen lassen, selbst 500€ mit 18-55 mm erscheint mir nicht unrealistisch oder 700€ mit Sucher und Objektiv. Ich verstehe auch die Zielgruppe für diese Art von Kameras nicht, weder Nikon mit der Serie 1 noch Canon mit Eos M oder Leica mit der T haben eine klare Zielgruppe.
Denn wer soll denn lichtschwache Wechselobjektive kaufen, das macht doch keinen Sinn und selbst die lichtstarken Festbrennweiten von Fujifilm und Olympus machen für mich nur sehr begrenzt Sinn. Wer mal im Urlaub was Tolles sieht und Objektive wechseln muss, weiß was ich meine.

Irgendwie ist das alles zu kurz gedacht. Es muß ein handliches 4,0/18-135 mm möglich sein.

Wenn Spiegelfrei – dann richtig – also entweder eine wirklich fortschrittliche, ausgereifte und griffige Kamera wie die Panasonic GH4 oder eine wirklich kompakte Reisekamera: Panasonic LX100 mit 1,7-2,8/24-75 mm (13 MP auf mFT-Sensor für knapp 700€) oder Panasonic FZ1000 2,8/25-400 mm (20 MP auf 1 Zoll Sensor für knapp 800€)

Mit beiden bin ich viel besser bedient, auch wenn die Sensoren etwas kleiner und etwas weniger hochauflösend sind, das eine sind nur Zahlen, aber meine Fotos sprechen eine andere Sprache.
Wem das zu viel Panasonic ist (die Firma ist eben seit 10 Jahren Wegbereiter und fast einziger Innovator für schnelle Hochleistungskameras), der freundet sich eben mit Olympus oder Fujifilm an. Nur im Vergleich, verlieren auch diese Kameras.

Die Panasonic Kompakt-Klasse lässt zu den Preisen gar keine Luft mehr für Wechselobjektivsysteme, die kaum besser sein können. Kameras mit Wechselobjektiven sind nie so präzise abstimmbar (Objektiv-Sensor), nie so staubfrei und nie so kompakt und schnell.

Und auch die Canon EOS M3 darf nicht besser sein, weil sonst kaum noch jemand eine EOS 760D, 70D oder 7D2 kauft. Nikon visiert immerhin die Taucher an, für die das System ein Gewinn sein könnte, wenn lichtstärkere Superweitwinkel-Objektive erscheinen würden.

Fujifilm fängt wenigstens ein paar superschlaue, die glauben damit bessere BQ realisieren zu können, Leica fängt die Designfans, die von Fotografie wenig Ahnung haben, Sony die Technik-Nerds etc.

Canon EOS M3 – na wenigstens “klappt” was!

und blitzen tut es auch!

und schon ist es vorbei mit der schönen, robusten Innovation – die EOS M war kein Erfolg, also wird alles geändert – die Gurtaufhängung wird auf Eis gelegt, der Blitz wird eingebaut, ein Griff angeflanscht, der Monitor bekommt ein Scharnier und endlich ein Anschluß für einen separaten Sucher.

Seit April für 700€ incl 18-55 mm bei mir erhältlich.

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht