Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

28. August 2026
Neue Super-Tele in der Praxis

Wichtig für Sony-Fotografen
Sony hat wieder ein Super-Tele-Zoom, denn das 200-600 mm war ja allmählich langweilig geworden.
Canon ist inzwischen Konkurrent im Teleobjektiv-Portfolio und hat ein 200-800 mm Ausziehzoom!
Nikon hat bessere Preise und die richtigen Alternativen bei Festbrennweiten, 4.5/400 mm und 6.3/800 mm..

Meine Kritik am Canon RF 6.3-9.0/200-800 mm IS USM
Bei dem Verkaufspreis von 2500€ ist es keine L-Konstruktion, aber es wurde auch kein DO-Element verwendet. Es hat einen hochwirksamen Bildstabilisator und immerhin einen Nano-USM Antrieb.
Das klingt bei der Lichtstärke wenig verheißungsvoll, bietet aber dafür mehr Tele-Zoom.
Alle populären 150-600 mm und 180-600 mm Zooms mit f:6.3 sind genau doppelt so lichtstark – die Brennweite 800 mm zu erreichen kostet genau eine Blende Licht. Das ist viel!
Ich könnte jetzt gleich in den Ring werfen, OMDS mit seinem 4.5/150-400 mm kann das auch – 4x so lichtstark bei gleichem Gesamtgewicht von rund 2 Kilo. Allerdings bietet ja Canon auch die Option sein neues Telezoom an der R7 als 9/320-1280 mm bei 32 MP zu nutzen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass mit der R7 bei spätestens 3200 ISO die Freude am rauscharmen Bild verblasst, während ich meine OM-1 oft bis 6400 ISO nutzen kann. Allerdings kostet es bei OM Systems auch 7500€ und bei Canon nur 2500€!
Zur Lichtstärke: Von 300-450 mm = F:7.1 – von 450-600 mm = F:8.0 und bei 700-800 mm dann F:9.0
Blendenöffnung:
Ich gebe zu bedenken, wenn sich ein Tier oder Vogel oder sonst ein Motiv im Schatten setzt, wie gestern das Rotkelchen um 9.45 Uhr an meinem Balkon, dann sind meine Belichtungsdaten 1/1000 sec bei f:7.1 und 12.800 ISO an einer R7! Ja es wäre schön das Motiv noch dichter und detaillierter zu zeigen, aber f:9 bei 800 mm führt selbst wenn ich die Zeit auf 1/500 sec senke nicht zu einem richtig guten Bild!
Ganz anders ist es, wenn bei gutem Sonnenschein die Vögel am Himmel kreisen oder Tiere in der Sonne sitzen, dann fotografiere ich auch gerne mal mit dem 11/800 mm.
Am Ende sind immer die kurzen Belichtungszeiten entscheidend für bessere Fotos und die sind praktisch nicht erreichbar mit einer Lichtstärke von f:6.3 und weniger. Da nützen mir auch Entrauschung und höchste Push-Empfindlichkeiten nicht wesentlich. Ich fotografiere Tiere selten unter 1/1000 Sekunde und oft brauche ich 1/3000 Sekunde (z.B. beim Abflug, oder bei Aktion). Deshalb nutze ich mein Olympus 4.5/150-400 mm so häufig erfolgreich und wenn ich näher heran kommen kann, auch immer das 2.8/40-150 mm oder eben ein 2.8/70-200 mm und 2.8/300 mm.
Canon RF 200-800 mm ist lang, gut 2 Kilo schwer, hat einen Auszug und ist nicht mehr so leicht und einfach zu händeln. Es ist immer schön auch ein Zoom dabei zu haben, aber wenn ich weiß, ich möchte den Eisvogel, Rotkelchen, Zaunkönige und andere scheue Motive ablichten, dann nehme ich gleich eine 800 mm Festbrennweite (6.3/800 mm) mit und brauche kein Zoom, das ich ohnehin nur bei 800 mm nutzen würde. Allerdings finde ich mit 400 mm meine Motive viel schneller und zoome dann erst auf 800 mm – wir kennen das vom Fernglas, da ist ein 8x auch immer am schnellsten am Motiv!
Konkurrent:
Das Sony 8.0/400-800 mm ist ganz offensichtlich als Konkurrent für  das RF Canon 9.0/200-800 mm, das Fujifilm 8.0/150-600 mm und eben das Olympus 4.5/150-400 mm gedacht. Und es reicht gar an einer A1 bis zum Ausschnitt bei 1200 mm, was Fuji (900 mm) und Olympus mFT (800 mm) nur mit TC leisten können. Wobei an der OM-1 eben auch 5.6/1000 mm Ausschnitt und sogar 2000 mm Ausschnitt bei sehr guter Qualität bei gutem Licht verfügbar sind!
OM-1 mit 4,5/150-400 mm + TC1,25 + TC14 = 8.0/375-1400 mm bei 20 MP!
R6II mit 9.0/200-800 mm + TC 14 = 12,6/280-1120 mm bei 24 MP
R6II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 10 MP
R5, R5II mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 20 MP
mechanisch mit 9.0/200-800 mm x 1.6 = 9/320-1280 mm bei 32 MP
Ich sehe es häufiger, dass die R6II mit TC14 und späterem Ausschnitt am 9/200-800 mm verwendet wird.
Kann man machen, aber Lichtschwäche f: 12.6 hält mich fast immer davon ab!
Die R7 hat damit einfach Schwächen beim AF, beim Sucher und wegen des RS ist der elektronische Verschluss nur bei absolut ruhigen Motiven verwendbar.

Voll gezoomt erhalten wir ein sehr langes Objektiv! Und hier fehlt ja noch die 9 cm lange ET-101 Sonnenblende vom 11/800 mm, die diesmal endlich mitgeliefert wird! Somit wird das gesamte Super-Tele-Zoom gut 50 cm lang! (schwierig im Tarnzelt, im Auto  und auch erschreckend für Wild. Und man braucht unbedingt eine Tarnung!)

Das Sony 6.3-8.0/400-800 mm G OSS hat leider einige Schattenseiten:

SONY 6.3-8.0/400-800 mm G
Design, Aussehen und Handhabung sind dem bewährten Sony 200-600 mm zum verwechseln ähnlich. Nur das höhere Gewicht von rund 2.500g ist eine markante Änderung.
Doch letztlich sind das alles gute Amateur-Linsen, wo bleiben die GM PRO-Zooms?
Es sieht fast ein bisschen langweilig aus, dem 200-600 mm sehr ähnlich, nur länger, dicker und die Stativschelle ist zu meinem Ärger hier fest installiert. Hier sind auch wieder die deutlich zusammengezogene Nahgrenze und der Bessere Abbildungsmaßstab das besondere: 1.70m Minimalabstand bei 1:4.4!
Damit liegt es nicht nur weit besser im Rennen als das Canon RF 11/800 mm Fernobjektiv, sondern schlägt auch das geniale Nikon 6.3/800 mm und ist sogar dem Canon 200-800 mm Zoom im Vorteil. 

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:8.0
– Gewicht 2780g
– nur bis 600 oder 700 mm richtig brillant
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern

– nur Griff umständlich zu entfernen, Schelle nicht
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– Abbildungsmaßstab variiert sehr je nach Brennweite
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige, schwere Sonnenblende – nicht einbebaut und ausziehbar
– 95 mm Filtergewinde
– weiße Ausführung
– 3000€ teuer

LICHT
+ ideal für Vollformat
+ Innenzoom-Konstruktion
+ sehr schnelle und leichte Brennweitenveränderung
+ endlich ein Bereich von 400-800 mm (oder 600-1200 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm
+ echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen
+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ****

Ihr lest, ich bin nicht komplett zufrieden oder sogar häufig eher unzufrieden mit dem Sony 400-800 mm. Konstruktion und vor allem Sonnenblende sind deutlich zu schwer geraten, um mir zu gefallen. Und auch sonst zeigt es viele kleine Mängel. Ich habe mir wie immer ein besseres Exemplar ausgesucht, optisch besser wird es also nicht. Ich vermute ich werde es nicht auf Dauer behalten, aus der Traum mit Sony Supertele-Aufnamen zu fertigen.
Wie ich schon öfter feststellte, hat Nikon als einziger bei 800 mm alles richtig gemacht; relativ leicht und noch handlich, beste Abbildungsleistung, schneller AF, schwarz und robust. Und wenn Motive weit entfernt sind, brauchen wir wahrlich kein Zoom.
Ich kaufe mir wohl lieber doch endlich das 2.8/300 mm, das ist dann wirklich ein G-Master.

Das Canon 6.3-9.0/200-800 mm IS USM hat aber nicht weniger Schattenseiten:

SCHATTEN:
– Lichtstärke f:9.0
– Gewicht 2050g
– keine Innenfokus-Konstruktion
– keine L-Konstruktion
– Artefakte/Ringe der gepressten Asphären, besondern beim Abblenden
– Katzenaugen-Reflexe – starke Beugung an den Rändern
– kein echter MF-Fokus-Ring zum sofortigen Eingreifen! (programmierbar auf Einstellring ganz hinten!)
– Zoom-Weg relativ lang und etwas langsamer durch mehrmaliges Umgreifen

– Stativgondel nicht zu entfernen
– nur 3 gepresste UD-Linsen (100-500 mm = 1 SUD + 6x UD)
– f:7.1 nur bis 450 mm
– kein IS-Schalter mehr
– keine Fluor-Beschichtung
– 10 cm dick und 31 cm lang
– keine Rastpunkte bei 90°

– keine Arca-Swiss-Schiene
– wird sehr lang: 31,4 cm für Reisen fast zu lang
– Entfernungsbereiche nicht zufriedenstellend
– mächtige Sonnenblende ET-101 vom 11/800 mm
– 95 mm Filtergewinde
– 2500€ teuer

LICHT
+ fast ideal für Vollformat
+ endlich ein Bereich von 200-800 mm (oder 360-1280 mm)
+ Immerhin Abbildungsmaßstab 1:4 aus 0,80 m ab Sensorebene

+ verträgt trotzdem beide Konverter (jeweils 1)
+ Sonnenblende schwarz und immerhin mitgeliefert
+ Ösen für Gurtbefestigung
+ 5,5 Stufen IS bei 800 mm

+ Spritzwasserschutz

SPAßFAKTOR: von (******) = ***

 

 

Mein Olympus 150-400 mm habe ich seit gut einem Jahr immer bei mir, ich sehe da noch keine Gefahr. Erst wenn Canon bessere, schnellere Sensoren anbietet, könnte meine OM-1 ins rutschen kommen.
Eine R7 ist meiner OM-1 bei Sensor und Prozessor noch keineswegs ebenbürtig, allenfalls die R3/R5II. Trotz des kleinen MFT-Sensors sind mit der hohen Lichtstärke f:4.5 in der Praxis nie Nachteile zum Vollformat erkennbar und f:4.5 reicht mir oft noch nicht um schnelle Zeiten mit maximal 1600 ISO zu verbinden – das gelingt dann mit diesem Canon 200-800 mm erst recht schwierig. Denn entgegen allen Marktschreiern, müssen auch Canon-Kameras bisher bei 6400 ISO und spätestens 10.000 ISO eingefangen werden und außer bei der R3 kommt immer ein starker Rolling Shutter dazu. Einzige Ausnahme jetzt die R5II!
Der Preis 2500€ ist heiß und eindeutig eine Kampfansage an OMS, Fujifilm und Sony.
Ich lese überall das Feixen von Canon-Jüngern, die jetzt OMS eine lange Nase zeigen wollen, weil sie ja viel billiger an ihre Fotos kommen. Beim Rechnen sind die allerdings meist schwach. Um sich an die Leistung einer OM-1 mit 4.5/150-400 mm TC anzunähern, braucht es bei Canon mindestens die R5II oder R3 plus dieses Zoom – also 7500-8500€. Dafür bekommen Ihr eine ausgewachsene Kamera mit guten Features und ein Amateur-Super-Tele der Lichtstärke f:9! Ich finde daher weiterhin das Angebot von OMS fairer, Profi-Kamera, mit vielen Sonderfunktionen und Profi-Objektiv, dass seine Baulänge immer behält (31 cm) und von Hand gefertigt ist und noch einen Schärfe- und Brillanz-Gegner unter allen Tele-Zooms des Weltmarktes sucht!
Vergessen wird auch der 1.25x Konverter der eingebaut ist und ein 5.6/1000 mm ergibt. Also in der Praxis kann Canon da erst punkten wenn eine Stacked R7II erscheint, die viel leistungsfähiger ist oder die R5II Wünsche erfüllt.
Mal abwarten wie bald Sony und auch Nikon darauf reagieren! Oder Tamron könnte ja auch ein 200-800 mm bringen.
Mein Tipp für Canon Super-Tele-Fotografie:

Bei Canon das 7.1/100-500 mm mit der R5II kaufen und vielleicht auf eine schnelle R7II hoffen, als dieses 200-800 mm Tele-Zoom. Wer noch mehr braucht, kauft sich den sehr guten TC14 Konverter dazu, auch wenn das nervig ist, weil das 100-500 mm nicht mehr komplett zurückgezoomt werden kann und immer lang bleibt – das ergibt ein: 10/220-1120 mm mit schnellerem AF und besserem Gehäuse bei weniger Gewicht (1600g!).
Das 11/800 mm mit nur 1280g lohnt sich auch weiterhin bei gutem Licht! Leichter und schneller kann man mit keinem Super-Tele sein!

Das man keinen breiten Scharfstellring vorne am Objektiv hat, geht für die meisten gar nicht, ganz egal wie gut der AF-C inzwischen meistens funktioniert! Und dass man mit dem schmalen Ring ganz hinten fokussieren kann, den man kaum mit den Fingern erreicht, ist ein konstruktives Unding!
Auch das die nicht selten unerwünschte Stativgondel nicht entfernt werden kann – ist kaum zu verzeihen. Das Objektiv würde ohne vermutlich gut 250g leichter.
Die Schärfe ist da, doch der Microkontrast und die Detailzeichnung sinken ab 600 mm. Der Einsatz von Konvertern kann also nur Notbehelf bei sehr kontrastreichen Motiven bei bestem Licht sein!
Es ist nicht wirklich schnell beim Einstellen der Brennweite, denn es braucht fast 180° Drehung um von 200 auf 800 mm zu wechseln – das ist im Vergleich zu Nikon, Olympus, Sony sehr viel, die kommen meist mit 90° Drehung und weniger aus. Das macht uns erheblich schneller beim anpassen an das Motiv!
Also Kauftipp?
Ja für Vollformat, eher nein für Halbformat aber in beiden Fällen immer mit erheblichen Einschränkungen beim Komfort und Bedienung.
Ich nutzte trotzdem viel lieber mein Olympus 4.5/150-400 mm an der OM-1 und auch das Nikon Z 6.3/180-600 mm an der Z9!

Der Kampf zwischen Vollformat und dem spiegelfrei-Erfinder MFT geht jetzt in die nächste Runde, bei Allen SWW und WW Objektiven liegen die meisten Vorteile schon beim VF und jetzt schicken sich auch die Super-Tele an. Nur beim Macro sieht VF keinen Stich und auf Reisen ist jede VF-Kamera praktisch immer unterlegen.
1.8/8 mm – 4.0/8-25 mm – 4.0/12-100 mm – 2.8/12-40 mm – 2.8/40-150 mm oder noch kleiner oder lichtstärkere Festbrennweiten sprechen da eine klare Sprache Zugunsten MFT.

Canon hat als erster begonnen microFourThirds vom Vollformat-Tele-Bereich aus zu torpedieren. Nachdem das vorher Fuji vergeblich versucht hatte (mit 8.0/140-600 mm) hat Canon erst  11/800 mm, 11/600 mm und dann ein 9.0/200-800 mm speziell gegen die Daseinsberechtigung von MFT platziert.
Jetzt kommt Sony und bald sicher auch Tamron und vielleicht auch Sigma und Nikon mit Zoom-Objektiven die bis 800 mm am Vollformat erreichen.
Doch wir sollten vor unserer Trennung oder Missachtung von MFT beachten: Ein Zoom-Objektiv besteht aus weit mehr als aus Brennweite und Lichtstärke!
Wer die Gelegenheit hat, ein 4.5/150-400 mm auf den Naturfoto-Festivals in die Hand zu nehmen, sollte dies tun. Ja es ist mit rund 7500€ sehr kostspielig, fast der dreifache Preis des Canon 9/200-800 mm.
Aber es ist auch ein Ausnahmezoom und das Canon ist nicht einmal eine L-Konstruktion.
Vorteile Olympus:
+ eingebauter Konverter

Ich würde an Stelle von OMD eine günstiger Version ohne zuschaltbarem Konverter anbieten, die braucht nicht mehr als 4000€ zu kosten. Oder ich würde das Zoom bei gleicher Qualität in ein 4.5/150-400 x TC1.5 – also ein 5.0/225-900 mm – das dem Bildwinkel eines 450-1800 mm entspricht.
Aber der Vergleich zwischen Olympus 4.5/150-400 mm und Canon 9/200-800 mm ist total unfair – Canon kann da in keiner Disziplin, außßsser beim Preis mithalten. Vergleichbar ist das Canon nur mit dem Olympus 6.3/100-400 mm IS II und das ist 800g leichter und kostet 1100€ weniger. Und es ist erheblich kompakter.

 

Sony ist fast immer der erste, der mit leichteren Neu-Konstruktionen an den Markt tritt. Hier wär mal Canon der Herausforderer und bekommt dann auch jetzt den kompletten Arschtritt. Im Vergleich verliert das Canon 9/200-800 mm (außer bei Brennweitenbereich) praktisch in jedem Punkt. Bei Canon wird man immer auf 5 stelligen Kosten durch PRO-Zooms angewiesen sein.
Allenfalls das neue Sigma 4.0/300-600 mm könnte interessanter sein, aber es ist sehr schwer.
Nur, welche Sony Kamera kaufen? Für Normal-Fotografen ist alles vorhanden, aber wer es sehr schnell will wird einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Alternativ können nur die Sony-Objektive auf die besseren und preiswerteren Nikon-Kameras adaptiert werden.
Außer Sony A1, A1II, A9III ist keine schnelle Kamera verfügbar.

Es geht ja doch:
SIGMA stellt ein 4.0/300-600 mm OS Sports vor!

LICHT – Sigma 4.0/300-800 mm:



+ Innenzoom
+ 1.4x TC nur von Sigma für L-Anschluß
+ gut sitzende Sonnenblende
+ abschraubbarer Handgriff
+ mit 7.500€ noch moderater Preis
+ Arca-Swiss-Führung im Fuß eingebaut

+ AF-Stopp-Tasten
+ Gurtbefestigung
+ sehr gute Abdichtung

SCHATTEN:
– schwer und dick, wie gewohnt sehr unhandlich
– Bildstabilisierung bisher nur an A1II und A9III
– langsame, schwergängige Änderung des Brennweitenbereichs
– sehr kopflastig
– etwas kleiner Bereich, 300-800 mm oder 200-800 mm wären willkommener

SPAßFAKTOR: von (******). **

Doch bei aller Freude, haben sie es beim Gewicht auch etwas zu gut gemeint, knapp 4 Kilo ist tatsächlich heftig.
Aber es stimmt eben auch, ein solches Objektiv gab es bisher nie (es gab ein Pentax 5.6/250-600 mm und ein Sigma 5.6/300-800 mm, die jeweils schwerer waren) und auch die 4.0/200-400 mm xTC14 wogen knapp 4 Kilo und hatten den aufwendigen, internen Konverter um auf 560 mm zu kommen. Von denen möchte ich heute schon längst keins mehr haben. Ich besass das Canon und bin froh, das ich es für gutes Geld los wurde.
Bei 3 kg muß man schon ganz schön schleppen und es ist fast nur gut nutzbar, wenn man sein Auto motivnah parken kann, bei 4 kg ist es noch heftiger.
Trotzdem bei einem Preis um 7.000€ reizt es schon sehr. Das ist allerdings etwas heftig, 1000€ Aufschlag zur USofT (United States of Trump).
Bei 300 mm wird es abgesehen vom Sony 2.8/300 mm Spitzenklasse sein, aber schon die MTFs verraten, das es bei mehr Brennweite wie 500mm bis 600mm Auflösung verliert. Deshalb vermute ich, es wird sich kaum mit Nikon, Sony oder Canon 4.0/600 mm Festbrennweiten messen können und die sind rund 1 Kilo leichter.
Es wird für L-Bajonett angeboten, doch bisher gibt es keine schnelle Kamera mit Stacked-Sensor! Immerhin passen dann 2 Sigma Konverter.
Es wird auch für Sony angeboten, aber dann sind alle Konverter tabu – bzw passen weder Sigma noch Sony Konverter.

 

9. April 2015
FUJIfilm X-T1 und Fujinon XF 4,0/10-24 mm OIS im Praxistest

Ich bekomme ja fast alles was die Japaner, Koreaner, Chinesen, Deutschen so für Fotokameras zusammen polieren und schrauben, in die Finger. Bei manchen Objektiven sind die Erwartungen hoch und werden dann auch kaum enttäuscht, wie beim Canon 4,0/200-400 mm L IS, beim Nikkor 5,6/800 mm VR – Pentax 4,0/300 mm SDM – Olympus 2,8/60 mm Macro – Canon 4,0/16-35 mm L IS – Canon 4,0/11-24 mm L

– einige Objektive sind besser als erwartet, Olympus 2,8/12-40 mm PRO – Zeiss 1,8/24 mm, Tamron 5,0-6,3/150-600 mm VC – Canon 4,5-5,6/55-250 mm IS STM – Sony 4,5-5,6/70-400 mm G SSM II – Panasonic 4,0/7-14 mm – Panasonic 4-5,6/45-175 mm OIS – Sigma 2,8-4,0/17-70 mm OS – Tamron 2,8/24-75 mm VC – Leica 1,7/15 mm

– anderes enttäuscht sofort: wie Zeiss 2,8/12 mm Touit – Canon 4,0/24-70 mm L IS – Nikon 3,5-4,5/10-24 mm – Nikon 2,8/14-24 mm – Olympus 4,0-5,6/14-150 mm – Panasonic 4,0-5,6/45-200 mm OIS – Sony 3,5-5,6/16-50 mm -Sony 4,5-6,3/55-210 mm OSS – Fuji 2,4/60 mm Macro;

und dann gibt es die Objektive die mich auch im längeren Einsatz absolut begeistert haben:
Leica 3,5-5,6/14-150 mm FT – Voigtländer 0,95/25 mm – Canon 1,2/85 mm L II – Canon 2,8/300 mm L IS II – Canon 2,8/70-200 mm L IS II – Olympus 2,0/50 mm Macro FT – Olympus 2,8/300 mm FT

und zu letzteren zähle ich jetzt schon das brandneue Fujinon 4,0/10-24 mm OIS.
Das geilste Objektiv was ich seit langem in den Händen hatte…

Es wäre mit Abstand das spannendste WEITWINKELOBJEKTIV dieser Zeit.
Wenn Fujifilm die Produktion in den Griff bekommt. Denn was ich vor 6 Wochen in den Händen und zum testen hatte, war extraklasse. Die Objektive, die anfangs an die Kunden ausgeliefert wurden sind es jedoch nicht. Und für satte 1000€ dürfen die Erwartungen eben auch hoch sein.
In dem Superweitwinkel-Bereich gelang Sigma mit dem 3,5-4,5/15-30 mm ein erster Durchbruch,
das Pentax 3,5-4,5/10-17 mm Fisheyezoom war spannend,
Sigma setzte noch ein drauf mit dem 4,5-5,6/12-24 mm,
Olympus begeisterte mit FT 4,0/7-14 mm,
Canon zeigt was geht mit dem 4,0/11-24 mm L und dem 4,0/16-35 mm L IS,
Olympus setzt eine Bestmarke mit dem 2,8/7-14 mm Pro
und Panasonic kann es mit dem 4,0/7-14 mm erheblich kompakter, mit Software-Korrektur kaum schwächer –

Nikon setzte ein Zeichen mit dem Koloss 2,8/14-24 mm und bot mit dem 2,8/17-35 mm das bis heute beste, lichtstarke WW-Zoom;
Sigma legte ein 4,5-5,6/8-16 mm für’s Halbformat nach,
Sony hat ein ambitioniertes 4,0/10-18 mm OSS, was in der Serie nicht so ganz überzeugt,
Canon ist bisher nur das spannende 4,0/8-15 mm Fisheye-Zoom eingefallen, am Halbformat ist es raffiniert;
Sigma hat ein gutes 3,5/10-20 mm;
Tokina ein gutes 2,8/16-28 mm
und Zeiss bietet mit dem Distagon 3,5/18 mm am Vollformat die Bestleistung
Canon mit dem teuren, manuellen TS-E 4,0/17 mm L den Schärfe-Meister.

Ein Zoom mit hoher Schärfe und praktischem Alltagsnutzen, leicht und handlich und präzise zugleich, staubgeschützt, butterweich, zielgenau und sehr variabel mit fester Lichtstärke, sowie attraktiver Lichtstärke fehlt schon sehr lange.

Das Olympus FT 4,0/7-14 mm war ein Klotz, den man nicht gerne schleppt,
das Panasonic 4,0/7-14 mm verzichtet auf den auch hier wichtigen Bildstabilisator,
den hat jetzt das Olympus 2,8/7-14 mm an allen Olympus-Kameras,
das Nikon 2,8/14-24 mm ist nicht tragbar und die große Blende ist Unsinn, auch die Verarbeitung ist wenig vertrauenserweckend – eher etwas für Fans,
beim Canon 4,0/8-15 mm ist die Frontlinse zu gefährdet und es macht als Zoom nur am Halbformat Sinn,
Sony hätte es mit dem 4,0/10-18 mm OSS fast geschafft – patzt aber in der Serie

Fuji hat den besten Kompromiss gesucht und geschafft:

Fujinon 4,0/10-24 mm OIS

Es zeichnet am Halbformat wie ein 4,0/15-36 mm Vollformat-Zoom. Mit Bildstabilisator und gesunder Baulänge und einem seidenweichen Brennweitengang.
Nachfolgend Fotos mit dem Objektiv, meine Tests zeigen es optisch im Zeiss Distagon-Lager und dann ist der Preis von 1000€ angemessen – doch wahrlich nicht alle Exemplare sind auf dem Niveau.

Es ist mit 9 cm Baulänge nicht gerade kurz und hat einen Filterdurchmesser von 72mm, der gebraucht wird um Vignettierung zu vermeiden; das Gewicht liegt bei moderaten 410g und die Naheinstellgrenze beträgt nur 24 cm bei Abbildungsmaßstab 1:4,2. Aber nur bei 10 mm, bei 24 mm muss man weiter weg bleiben und der Abbildungsmaßstab ist nicht mehr befriedigend. Leider ein sehr fauler Kompromiss. Darüber war ich sehr enttäuscht, das können meine Superweitwinkel von Panasonic und Olympus weit besser.

Auch hier ist ein Blendenring vorhanden, leider ist er umbeschriftet, in der Praxis muß man ständig auf die Anzeigen schielen und er verdreht sich auch viel zu leicht und rastet nur zart in ⅓ Stufen. Das entspricht überhaupt nicht meiner Arbeitsweise. Wenn schon ein Blendenring, dann mit fester Rüstung und deutlicher Beschriftung der Blendenwerte oder zumindest eine nach Wunsch programmierbare Funktion (Zeit, ISO, Dateiformat, AF, WB, etc).
Und ⅓ Werte sind Mist, es dauert zu lange um mal eben schnell die Blende präzise einzustellen und bringt in der fertigen Bilddatei kaum einen relevanten Unterschied.

Wenn alle Exemplare so wären, wie meine Testexemplare, könnte es sich lohnen, eine Fuji-Kamera und dieses Super-Weitwinkel-Zoom zu kaufen. Sehr preiswert ist das X-A2 Gehäuse ohne Sucher mit beweglichem Monitor und sehr hoher Schärfeleistung die meist an Vollformat heran kommt. Zu Preisen um 500€ ein echtes Schnäppchen. Wer den Sucher braucht, sollte die X-T1 für rund 1200€ auf seinen Wunschzettel schreiben (gerne auch an mich!). Allen anderen möchte ich eher abraten, denn auch auch die vielgelobte X-T1 Kamera ist noch nicht völlig ausgereift und fehlerfrei.

Die deutschen Fotografen sind seit letztem Jahr verrückt nach Fuji – die X-T1 wird viel gelobt und auch gekauft. Ich weiß nicht genau was den Hype ausgelöst hat, vielleicht ist es einfach der exotische Hersteller, der immer schon durch seine tollen Filme positiv verankert war. Und Fujifilm ist ein Riese, größer als Nikon, Olympus, Pentax, Sigma und Co und kaum kleiner als Panasonic und Sony. Fuji ist bekannt für besonders gute Objektive.
Doch wenn ich die letzten 2 Jahre Kamera-Geschäft genau betrachte, werden Sony, Nikon und auch Fuji vor allem in Deutschland überbewertet und Panasonic, Olympus und Pentax weit unterschätzt.
Sony erschlägt die Welt mit Marketingphrasen, die sich alle schnell unschön auflösen, also wenn ich heute ein neues System aufbauen wollte, wäre Sony Alpha – ganz gleich welches Aufnahmeformat und welcher Sensor sicherlich die letzte Marke meiner Wahl – weil mich die Kameras und vor allem die Objektive immer wieder sehr enttäuschen.
Aber auch Fuji, sehe ich neben Samsung noch eher kritisch.
Ich wollte die X-T1 sofort kaufen – doch bei genauer Betrachtung und einem Test mit allen Objektiven bin ich sofort zurück geschreckt. Das ganze System ist noch nicht stimmig und die an sich tolle Kamera hält nicht was sie verspricht, bzw. täuscht mit der klassischen Bedienung etwas vor, was sie nicht einhalten kann – die Bedienung ist aus meiner Sicht eher kompliziert, ungewohnt und sogar unpraktisch – ich kann da so nicht wirklich mit arbeiten.

Ich werde mich jetzt intensiver mit der neuen Nikon 1 V3 und dem Potential als Reisekamera beschäftigen, bei Fuji muss jetzt noch einiges besser werden und die Tele-Objektive fehlen noch. Und dann lanciert Fuji bereits Gerüchte, man denke über VOLLFORMAT oder gar MITTELFORMAT nach, mit – natürlich – komplett neuen Objektiven. Das bedeutet aber in der Praxis, auch dieser neuer Angriff von Fuji wird noch mindestens bis 2017 brauchen, bis er in der Praxis vielleicht eine Alternative ist.

Ein neues System aufzubauen dauert 3-5 Jahre – microFourThirds hat das bisher als einziges neues Format gut realisiert, wenn auch mit einigen Umwegen und fehlenden Macro- & Super-Teleobjektiven. Da behalten Canon und Nikon auch dieses Jahr noch die Alleinstellung.

Das überproportional hohe Gebrauchtangebot aller bisherigen Fuji-Kameras untermauert meinen Eindruck, das Fuji zwar spannendes anbietet, aber in der Praxis bei Vielen durchfällt. Zumal der Anspruch an Fuji-Kameras/Objektive mit Sicherheit höher ist, als der an Sony- oder Samsung- Ausrüstungen – deshalb sind Käufer dann auch schneller unzufrieden und betrachten die Ausrüstung besonders kritisch.

Nach 2 Wochen im harten Vergleich zur E-M1 und GH3 und den DSLR-Kameras steht für mich fest, das Objektiv ist gut, aber macht in der Praxis mir nur wenig spaß. Die Sonnenblende, Blendenring und der lose Deckel sind sehr nervig. Auch die X-T1 besticht durch unpraktische Bedienung, eine mehr als seltsame Belichtungsmessung und Aussetzer beim AF.
Die Kombination ist nichts für mich, sie ist zwar schön und zart verarbeitet, aber eben nicht besonders praktisch.  Ich habe nach 2 Wochen das Gefühl wie bei der Sony Hex 6 & 6000, dass jedes 5 Bild nicht richtig fokussiert wurde und der AF einfach manchmal nicht vorhersehbar arbeitet, aussetzt und mit schnellen Motiven sowieso nicht zurecht kommt. Die Kamera neigt zu starken Unterbelichtungen, die ISO-Empfindlichkeit einzustellen ist ein Krampf.

Der Akku macht etwa bei 200-300 Auslösungen schlapp, selbst die Oly E-M1 schafft mit einem kleinen Accu meist die doppelte Anzahl der Fotos, ganz abgesehen von der GH3/GH4 die hier wirklich professionellen Ansprüchen genügen.

Auch der tolle große Sicher der X-T1 ist keineswegs besser, er flackert öfter unruhig, zeigt Farben und Kontraste nicht immer so gut wie die Olympus E-M1. Also hier bleibt viel Arbeit für Fuji um an die besten im Markt anzuschließen.

 

Fujinon 4,0/10-24 mm OIS

LICHT – Sehr gelungen:

+ sehr scharf ab f:5,6

+ hohe Vergütung gegen Streulicht

+ leiser AF

+ Abbildungsmaßstab 1:4,2, aber nur bei 10 mm

+ Spritzwasser-Schutz & Abdichtung

+ wirksame Bildstabilisierung bis 20 MP bis 1/125 Sek

+ sehr geringe CA Farbfehler

+ scheinbar günstiger Preis 900€

+ 9 Blendenlamellen, beim Abblenden gutes Bokeh

+ Innenfokussiert, der Front-Tubis dreht sich nicht mit

+ 2 Jahre Garantie

 

SCHATTEN – Was fehlt noch zur Perfektion?

– relativ lang und große Sonnenblende

– Bildstabi nur nach deutlicher Verzögerung voll aktiv

– Sonnenblende eher weich, sitzt nicht fest – schwer zu befestigen

– Gläser extrem staubempfindlich – besonders die Rückseite

– Naheinstellung fließend, bei 10 mm (7cm) näher als bei 24 mm (10cm)

– Deckel sitzt viel zu lose

– ungewohnt kurzer Einstellweg der Brennweite

– keine Entfernungs-Scala

– Blendenring ohne Zahlen – dreht durch

– Blendenring nicht auf Funktionen programmierbar

– für Präzision nur zentrales AF-Messfeld der Kameras nutzbar

– AF nicht schnell genug für Bewegung

 

Resümee:

Schön wenn man die aktuellen Systeme hat und vergleichen kann. Die Abbildungsleistung dieser Kombination ist sehr hoch und sogar dem mFT-System etwas überlegen und rauschärmer. Sony ist sie sowieso überlegen und Samsung, Canon und Leica haben kein vergleichbares Objektiv im Angebot. Fujifilm konkurriert hier also letztlich mit Vollformat – muss sich aber einer Eos 5D3 und erst recht einer 5DSR mit 4.0/16-35 mm L IS geschlagen geben.

Dafür ist sie aber erheblich leichter, leiser und kompakter – aber dafür 2000€ ausgeben?
Dafür verlange ich persönlich mehr Liebe zum Detail.

 

Sie können das Fujinon sofort bei mir bestellen zum Preis von 900€. 

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

 

30. März 2015
Noch eine Meldung – Monostat-Stative

startseite

Eine Meldung, die mich erschüttert hat.

Die Firma Monostat löst sich auf und wird keine weiteren Einbeinstative mehr produzieren.

Die Schweizer Firma hat den genialen Stativfuss, der in jedem Gelände perfekten Halt bieten kann, erfunden – ich arbeite seit 25 Jahren damit. Auf Beton, auf glitschigen Steinen im Bach, am Strand, im Gebirge habe ich noch nie ein anderes brauchbares Stativ mit solcher Standfestigkeit gefunden.

Wenn Einbein-Stativ – dann Monostat.

Alle Kopien von Manfrotto, Velbon und Co. können sich kaum damit messen.
Schade das Monostat mit dem Fuß nie ein Dreibein gefertigt hat.

Foto-Joos in Ravensburg bietet immerhin noch den genialen Stativfuss an und rüstet einige Stative wie INDURO damit aus. Einige wenige Exemplare des letzten Monostat RS16SK sind sogar noch lieferbar.

http://www.monostat.de

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht, Praxis-Tests

26. März 2015
Stärken und Schwächen der Foto-Geräte heute

Aus meiner langen Praxiserfahrung in der Natur- & Tier- Fotografie habe ich Ihnen hier eine ausgewählte Ausrüstung mit den aus meiner Sicht besten Fotogeräten zusammen gestellt.

Leider passen diese Objektive und Kameras nicht zusammen, aber sie können verdeutlichen wo die Stärken und auch die Schwächen der Hersteller und Systeme liegen. Mehr als 350 Wechselobjektive werden derzeit aktuell angeboten. Wenn man im Luxus lebt braucht man davon vielleicht 10 Stück. Mit etwas Bescheidenheit ist man auch mit 6 Objektiven hervorragend ausgestattet.

Meine System-Kamera-Favoriten 2015

Canon Eos 7D Mark II für die Tier-Fotografie

Pentax 645Z als hochauflösende Variante für die Landschafts-Fotografie

Panasonic GH4 für die Macro- und Reise-Fotografie

mit Einschränkungen auch Olympus E-M1, E-M5II für die Macro- und Reise-Fotografie – wenig geeignet für Kälte und bewegte Motive

(Warum keine Canon, Pentax, Sony? Weil die genannten Kameras mir in Haptik, Schnelligkeit und Präzision in der Mehrheit der relevanten Punkte besser gefallen – tatsächlich arbeite ich jedoch wegen dem Objektiv-Bajonett mit Canon, Eos 7D2; 5D3 und 1DX)

Meine Objektiv-Favoriten für höchste Ansprüche 2015

Superweitwinkel-Objektiv:

Zeiss 3,5/18 mm Distagon
Pentax DFA 4,0/25 mm SDM 645D

Ultra-Weitwinkel-Zoom-Objektiv:

Canon 4,0/11-24 mm L IS
Canon 4,0/16-35 mm L IS

Standard-Reise-Zoom-Objektiv:

Olympus M 2,8/12-40 mm Pro
Canon 2,8/24-70 mm L II
Sony 2,8/16-50 mm SSS

Hochlichtstarkes Porträt-Tele-Objektiv:

Nikon 1,4/85 mm G
Canon 1,2/85 mm L II
Panasonic-Leica 1,2/42,5 mm Summilux

Macro-Objektiv:

Canon EF 2,8/100 mm L IS
Sigma EX 2,8/150 mm Macro
Panasonic-Leica 2,8/45 mm
Olympus M 2,8/60 mm

Lichtstarkes Tele-Zoom-Objektiv:

Canon EF 2,8/70-200 mm L IS II

Leichtes Tele-Zoom-Objektiv:

Tamron 6,3/150-600 mm VC
Nikon 4,5-5,6/80-400 mm VC
Canon EF 4,5-5,6/100-400 mm L IS II

Lichtstarkes Super-Tele-Zoom-Objektiv:

Canon EF 4,0/200-400 mm L IS Ext 1,4x
Sigma DG 2,8/120-300 mm OS

Leichtes Tele-Objektiv:

Canon EF 4,0/400 mm DO IS II
Nikon 4,0/300 mm VR

Super-Tele-Objektiv:

Canon 2,8/400 mm L IS II
Canon EF 4,0/500 mm L IS II
Canon EF 5,6/800 mm L IS
(vor allem in Verbindung mit einem Konverter, wird schnell deutlich welches Canon Super-Tele zwischen 300 mm und 800 mm das beste ist:
Canon 2,8/400 mm L IS

Erst dann folgen 5,6/800 mm L IS – 4,0/600 mm L IS – 4,0/500 mm L IS – 4,0/400 mm DO – 2,8/300 mm L IS – spannend wird ob sich mit den IS II Lisnen in dieser Rangfolge etwas ändert.

(Auch wenn Nikon Objektive selten optisch deutlich schwächer und ab und zu sogar einen Hauch besser sind, so haben sie doch oft Nachteile – langsamer AF, fehlender VR, starke Verzeichnung, Vignettierung, Unhandlichkeit, höheres Gewicht etc. – die Ihnen aus meiner Sicht dann die Favoriten Rolle nehmen. Nikon 2,8/105 mm Micro; 2,8/70-200 mm VR II sind in der Praxis gleichwertig)
(Sony verfügt außer dem 2,8/16-50 mm; 4,5-5,6/70-400 mm II und Zeiss 1,8/135 mm über kein Objektiv, das mich wirklich zum Kauf reizen würde)


Preiswerte Ausrüstung für die Natur- & Tier-Fotografie

Weg von Idealvorstellung – hin zur realistischen Ausrüstung für den leidenschaftlichen Fotograf, die noch erschwinglich ist.

System: Canon Eos

(weil es die meisten Objektive, die preiswertesten, die leichtesten und schnellsten Objektive und das größte kompatible Angebot an gebrauchten AF-Objektiven gibt)
In der Auflistung daher Objektive für Canon-Anschluß immer zu erst und dann erst die nächst beste Alternative.

Preiswerte Objektive hoher Qualität 2011

Superweitwinkel-Zoom-Objektiv Vollformat:

Canon EF 4,0/16-35 mm L IS – Olympus M 4,5-5,6/9-18 mm

Superweitwinkel-Zoom-Objektiv Halbformat (APS-C):

Sigma DC 3,5/10-20 mm
Nikon DX 3,5-4,5/10-24 mm (starke Verzeichnung)

Standard-Reise-Zoom-Objektiv Halbformat (APS-C):

Canon EFs 3,5-5,6/15-85 mm IS
Nikon DX 3,5-5,6/16-85 mm VR
Olympus Zuiko 2,8-4,0/12-60 mm Pro

Standard-Reise-Zoom-Objektiv Vollformat:

Canon EF 4,0/24-105 mm L IS
Nikon FX 4,0/24-120 mm VR

Tele-Reise-Zoom-Objektiv Halbformat (APS-C):

Tamron 3,5-6,3/16-300 mm VC II
Nikon DX 3,5-5,6/18-200 mm VR II

Hochlichtstarkes Porträt-Tele-Objektiv:

Nikon AF 1,8/85 mm

Macro-Objektiv:

Canon EF 2,8/100 mm USM
Sigma DG 2,8/105 mm OS

Leichtes Tele-Zoom-Objektiv:

Canon EF 4,0-5,6/70-300 mm IS

Super-Tele-Zoom-Objektiv:

Canon EF 4,5-5,6/100-400 mm L IS

Leichtes Tele-Objektiv:

Canon EF 4,0/300 mm L IS USM
Pentax DA* 4,0/300 mm SDM

Super-Tele-Objektiv:

Sigma DG 2,8/300 mm Apo plus 2x Konverter
Canon EF 4,0/500 mm L IS II
Nikon AF-S 4,0/500 mm VR

Eine leichte Reisekamera ohne Spiegelreflex-Technik ist angenehm für sonnige Länder vom Superweitwinkel- über Macro- bis hin zum Reise-Zoom-Objektiv.

Panasonic G5 oder GH2
Panasonic 4,0/7-14 mm
Panasonic 4,0-5,6/14-150 mm II

Alternativ:

Olympus E-M10
Olympus 4,0-5,6/9-18 mm

(Die angebotenen kompakten Super-Telezooms: Panasonic 4,0-5,6/100-300 mm und Olympus 4,8-6,7/70-300 mm sind wenig geeignet für bewegte Motive und Tier-Fotografie)

 

Veröffentlicht in General, Objektive im Test