Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
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22. September 2026
Reise in die Vergangenheit – 80er Jahre – Nikon gegen Pentax 1.4/85 mm

 

Neben dem lichtstarken 35 mm Objektiv zählt fraglos ein 85 mm Tele zu den bis heute begehrtesten Objektiven der bildgebenden Kunst.

Ich bin in einer Welt aufgewachsen in der die Tele-Perspektive sehr begehrt und sehr starke Bildwinkel noch kaum möglich oder nur mit eingeschränkter Qualität realisierbar waren.
Heute sind Weitwinkel besonders wichtig, alles soll scharf sein und die eigene Person mittendrin.
Anfang der 80er Jahre kamen die zwei besten Kameras des Weltmarktes fraglos von Nikon: F3 (1980) und Pentax: LX (1980).
(Ja es gab auch bald eine Leica R4 (1980) und M6 (1984) mit sehr guten Summiluxen, beide teuer und trotzdem veraltet
es gab die Contax RTS II (1982) mit dem Planar, mir zu anfällig
die Canon F1N (1981) mit dem 1.2/85 mm L, mir zu altmodisch und grob
die Minolta XD7 (1977) mit dem 1.7/85 mm Rokkor ist einiges lichtschwächer,
Olympus OM4 (1983) mit lichtschwächeren 2.0/85mm, und später einem der wichtigsten OM-Objektive, dem 2.0/90 mm Macro – um nur die wichtigsten zu nennen.
Die waren alle spannend, aber sein wir doch ehrlich, damals wollte jeder eine F3 und die Aussenseiter träumten von der LX.

So weit zu den Kameras.
Bahnbrechend war die Entwicklung des hochlichtstarken Nikkor 1.4/85 mm, so dachte ich bisher. Doch ich mußte bei der Recherche einiges lernen, auch Leica hatte schon sehr früh hochlichtstarkes 1.5/85 mm für M39 Schraubgewinde, Canon hatte 52 noch sein S 1.5/85 mm fremd eingekauft, doch schon 1976 mit dem 1.2/85 mm S.S.C. für FD-Bajonett noch vor Nikon seine Bestmarke gesetzt. Zeiss hat sich schon 1975 für Contax und Rollei stark gemacht und 1981 auch Canon mit seinem 1.2/85 mm Paroli geboten.

Und dann gab es noch 1.0/50 mm L von Canon und das Zeiss 0.7/50 mm Planar!
Leica ging am liebsten eigene Brennweitenwege, wie mit dem M 1.4/75 mm.
Dann gab es hochlichtstarke f:1.2 Objektive für das halbe- und Viertel-Format:
Leica MFT 1.2/42,5 mm, Olympus MFT 1.2/45 mm, Fuji XT 1.2/56 mm, bei offener Blende unterscheiden sie sich jedoch in der Bildwirkung von Kleinbildobjektiven, denn sie würden bei MFT ein 0,7/45 und bei Halbformat ein 1.0/56 mm erfordern.
Immerhin gibt es Voigtländer (Cosima Japan) mit MFT 0,95/42.5 mm und 1.5/75 mm für Kleinbild.

Das 85er ist bis heute meine große Objektiv-Leidenschaft, auf alles könnte ich verzichten, aber darauf nicht.
Ich lasse sie alle schwärmen vom 50er, 35er oder gar 28er, nichts kommt meiner favorisierten Bildsprache eines 85er nah genug.
Nur das Nikon AF-S 1.4/105 mm hat mich schwach werden lassen und hätte ich gerne heute wieder als Z-Version.
Bei Blende f:1.4 im Porträt-Telebereich ist ein schneller Verfolgungs-Autofokus praktisch unverzichtbar oder man arbeitet mit sehr großer Ruhe und verlässt sich auf sein Glück. Sicherlich wurden auch vor Sony Alpha schon scharfe Aufnahmen bei offener Blende belichtet. Auch mir ist das schon gelungen. Aber sobald ich und das Modell ungezwungen, frei beweglich sein wollten, war ohne stärkeres Abblenden kaum ein scharfes Bild zu erzielen.

Was gab es nicht alles:
Canon S 1.5/85 mm (1952)
Canon FD 1.2/85 mm (1976)
Canon NFD 1.2/85 mm (1980)
Canon 1.2/85 mm L (1989)
Canon 1.2/85 mm L II (2006)
Canon 1.4/85 mm L (2017)
Canon R 1.2/85 mm L (2019)
Canon R 1.2/85 mm L DS (2019)
Leica 1.5/85 mm Summarex M39  (1943)
Leica R 1.4/80 mm Summilux
Leica M 1.4/75 mm Summilux
Leica 1.5/90 mm Summilux (2019)
Nikkor M 1.5/85mm (Anfang der 60er)
Nikkor AI-S 1.4/85 mm (1981)
Nikkor AF-D 1.4/85 mm (1995)
Nikkor AF-S 1.4/85 mm (2010)
Es handelte sich immer um die gleiche Version, bei der nur die Außenhülle, die Vergütung und beim AF-S die 9 Blendenlamellen abgerundet wurden.
Nikkor AF-S 1.4/105 mm (2016)
Nikkor Z 1.2/85 mm (2023)
Minolta AF 1.4/85 mm
Pentax A* 1.4/85 mm (1984)
Pentax FA 1.4/85 mm (1992)
Pentax DFA* 1.4/85 mm (2020)
Sigma 1.4/85 mm EX (2010)
Sigma 1.4/85 mm ART (2016)
Sigma 1.4/85 mm ART DN (2020)
Sony A 1.4/85 mm GM (2016)
Sony A 1.4/85 mm GM II (2024)
Zeiss – Contax 1.4/85 mm Planar (1975)
Zeiss – Contax 1.2/85 mm Planar (1981)
Zeiss 1.4/85 mm Milvus
Zeiss 1.4/85 mm Otus
Vivitar 1.4/85 mm
Meike AF 1.4/85 mm
TTArtisan 1.25/90 mm M

Einige habe ich vermutlich vergessen, aber die wichtigsten sind hier aufgelistet.

Heute gibt es vor allem eine Besonderheit, Nikon verzichtet auch in neueren Konstruktionen auf aspherische Linsenelemente, wie beim 1.4/85 mm (alle Versionen), beim 1.4/105 mm und sogar beim Z 1.8/85 mm. Erst das Z 1.2/85 mm S verfügt erstmals 2 aspherische Linsen – weil es alle machen und an den Bildrändern heute oft mehr Schärfe verlangt wird. Damit ist es jetzt auch vorbei mit dem einzigartigem Nikon-Look. Denn um absolute Schärfe über das komplette Bild, wie auch über komplette vignettierungs-freiheit ist es ja bei Porträts noch nie gegangen – also ich lehne das ab. Schon das Zeiss OTUS war viel zu scharf an den Rändern.

Doch das zielsichere Scharfstellen auf die Pupille mit f:1.4 war weit schwerer als erträumt. Bis heute ist es schwer an einer Spiegelreflex ohne elektronische Bildvergrößerung und farbigen Konturen ein superscharfes Bild bei offener Blende mit einem dieser Objektive einzufangen. Das liegt nicht alleine an der Blende, sondern daran, dass die Schärfentiefe aus 1-2 m Abstand so gering ist, dass schon kleinste Bewegungen von Modell oder Fotograf die exakte Schärfe zunichte machen. Da hilft nur, Stativ einsetzen und Modellkopf gegen eine Wand lehnen. Oder eben heute zur Not die Augenverfolgung bei Schärfennachführung und 5-10 BpSekunde verwenden. Oder auch das Bild am Monitor oder im Sucher so stark vergrößern, dass endlich auffällt wann die Schärfe nicht sitzt – trotzdem muss man dann unbeweglich bleiben.

Nur mit wenigen dieser Objektive habe ich bis heute nicht fotografiert.
Früher war die Farbzeichnung sehr wichtig, vor allem Zeiss Objektive und auch Canon Objektive waren eher ausgesprochene “Kaltzeichner” und überzeugten mich weit weniger als die optischen Konstruktionen von Nikon, Pentax, Minolta und Leica. Besonders mit Canon, deren Kameras mich jetzt seit immerhin fast 40 Jahren begleiten, war ich aufgrund der Farbsäume immer sehr unglücklich. Heute lassen sie sich endlich herausrechnen, doch Canon hat mir mit seinen Asphären und f:1.2 nie beim fotografieren die benötigte Sicherheit gegeben. Wenn es auf jeden Millimeter ankommt brauche ich die beste Linsenkonstruktion, die machbar ist. Zeiss war mit OTUS, der erste der eine neue Qualität brachte, sogar Sigma hat sich mit der ART-Serie angestrengt

Wenn ich mir für 2025 ein einziges Objektiv auswählen müßte, wäre es zweifelsfrei das 640g leichte und wunderbar abbildende Sony A 1.4/85 mm GM II. Denn Sony verfügt auch über den besten Pupillen-Erkennungs-AF aller modernen Kameras. Alle Objektive mit Lichtstärke f:1.2, die nur ½ Blende mehr Licht bringen und erheblich schwerer und dicker sind, führen aus meiner Sicht in die falsche Richtung.
Tatsächlich fotografiere ich am liebsten mit einer Fujifilm GFX 100II und dem 2.0/110 mm Menschen. Das ist das bei weitem beste Objektiv, die Kamera hat den besten Sucher aller Kameras und bittet mit 100 MP Sensor, was kein anderer so überzeugend bieten kann.

Was fällt im direkten Vergleich auf?
– Nikon baut deutlich dicker: 7,3cm und schwerer: 608g nackt
– Pentax bleibt schlank: 6,6cm und mit 545g nackt spürbar leichter
– Nikon verzichtet auf f: 22 und hat aber 9 Blendenlamellen
– Pentax kann auch f:22 und hat auch die 9 Lamellen
– beide verwenden eine gerundete 9 Lamellen-Blende, die vermutlich zugekauft wurde
– Nikon größter Glasdurchmesser: 8,0cm
– Pentax größter Glasdurchmesser: 7,32cm
– Nikons Hinterlinse ist etwas kleiner als die von Pentax
– Nikon nimmt sich 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer
– Pentax gravierte alles auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm
– Nikon braucht 72 mm Filter und Pentax kommt mit 67mm Filtern aus
– Nikon verwendet eine schöne, kompakte Einschschraub-Sonnenblende
– Pentax verwendete leider eine gut 2 cm breitere, lange Metallblende, die die ganze Erscheinung hässlich machte
– Nikon Hartplastik Blendenring nur in ganzen Stufen
– Pentax Metallring in halben Stufen

Hier erklärt sich auch, das ich die Bezeichnung oft anders angebe als heute oft praktiziert wird. Mit Pentax aufgewachsen, kommt bei mir immer zuerst die Lichtstärke un danach erst die Brennweite, Nikon graviert es umgekehrt.
– beide fokussieren zum Glück anders als Canon in die gleiche Richtung – Drehung nach links für mehr Naheinstellung!
Deshalb haben mich Canon, Tamron, Sigma und Co meistens genervt!

Das Material:
Beide Objektive sind sehr, sehr wenig gebraucht und man sieht nur kleinste Gebrauchsspuren und etwas feinen Staub zwischen den Linsen. Beide wurden offensichtlich bewegt, denn auch nach gut 40 Jahren ist kein Verschleiß, kein Ruckeln, kein Stocken und erst recht keine Verharzung feststellbar!
Beide Lichtriesen verwenden viel Metall (eine Aluminium- oder Magnesiumlegierung vermute ich).
Der Rand des inneren Tubus bei Nikon wirkt dicker und solider, er fährt aber nur 1,0cm aus und die schnell Drehung legt nur rund 120° zurück.
Pentax hingegen fährt um 1,8cm aus und vollzieht eine rund 160° Drehung.
Daraus lässt sich schließen, das dieses Pentax Objektiv sich genauer und etwas feinfühliger fokussieren lässt.
Speziell den Pentax Takumaren mit Schraubbajonett sagen Experten einen besonders seidenweichen Lauf nach. Ich habe ein SMC Takuma 2.5/135 mm da und gefühlt fährt dieses 1.8/85 mm A* noch zeitiger, noch flüssiger zur Schärfelinie. Dagegen läuft das Nikkor mit leichter “Delle” im letzten Drittel der Naheinstellung und in den ersten beiden Drittel weniger weich und gar nicht seidig.
Zum manuellen Fokussieren ziehe ich das Pentax A* in jedem Fall dem Nikon und allen anderen Pendants dieser Lichtstärke und Brennweite vor.

Nikon nimmt sich weiterhin 4 mm Platz für seinen Namen und die Bezeichnung NIKKOR 85mm 1:1.4 plus Seriennummer, alles ist vorne im Objektiv zu sehen, auch von jedem Modell. Pentax hatte früher genauso innen graviert, doch seit den M-Objektiven ist das anders. Alles wird auf den Fokussierung: SMC PENTAX-A* 1:1.4 85 mm graviert. Vom Modell aus gesehen ist kein Schriftzug mehr zu sehen, nichts kann reflektieren.

Beide verwenden einen genarbten, dicken Gummi anstelle der früher üblichen aus metall gefrästen Fokussierhilfe. Bis heute kann ich die Metall-Fokussierringe nicht leiden, auch nicht am modernen Voigtlönder. Sie zerkratzen zu schnell und sehen schnell gebraucht aus. Auch wenn Viele das reine Metall mehr schätzen, ich brauche meinen Gummiring!
Ganz anders sieht es mit dem Blendenring selbst aus. Pentax verwendete ihn noch sehr lange, Sony hat ihn wieder eingeführt, obwohl er Ende der 80er von Minolta und Canon verdammt wurde. Nikon mußte spät nachziehen und das zählt zu den Dingen, die einen gegen Nikon aufbringen können. Der heutige, programmierbare und gefühllose (knickfreie) Ring am Objektiv, den uns Canon und Nikon schön reden wollen, hat alles vom Charme eines Blendenrings, einer Präzision verloren! Hier noch mal ein Hoch auf Sony und Panasonic/Leica – die wissen wie es geht!
Schon damals waren Blendenringe häufig aus Hartplastik, Canon, Minolta und auch an diesem 85er Nikkor ist er plante und relativ gefühllos. Er rastet nur in ganzen Stufen ein – peinlich!
Pentax lässt außer beim größten und kleinsten Wert alle Blenden halbstufig einrasten – nur so kann es sein. (⅓ Stufen finde ich schon wieder lästig, man kommt nicht so schnell manuell auf den gewollten, richtigen Wert!). Nikon liefert hier keine Präzision, die Blende ratscht einfach laut hörbar durch. Der Plendenring am Pentax Objektiv lässt sich sanft, präzise und deutlich leiser einstellen. Auch verfügt Pentax über einen satten Stift, der die Blende in A-Stellung bringt. Bei Nikon “gilt” f:16 als A-Stellung und bei späteren Modellen kam ein kleiner Plasteschieber hinzu.
Aber Nikkor hat den von vielen geliebten Chromring, so ist es auffällig und leicht als Nikkor zu identifizieren. Das Pentax bleibt unauffällig und verzichtet auf jeden Chrom, nur der kleine grüne Stern mußte sein.
Zu den verwenden Farben:
Bei Pentax ist auch das gravierte A am Blendenring grünend ft und m Skalen haben unterschiedliche Farben, Ft in hellblau und m in zartem sandgelb. Im gleichen Farbton ist eine Halbkugel 2cm rechts von der orangeroten, sehr gut sichtbaren Arretierung angebracht. Die sandgelbe Knubbel (früher weiß) rechts am Objektiv dient der Orientierung des Daumens beim Ansetzen des Objektives. Mit ihm kann man sich bei wenig Licht orientieren, beim Ansetzen muß er auf einer Höhe mit dem Entriegelungsknopf rechts an der Kamera sein! Pentax lässt hier gar keinen Zweifel wo und wie das Objektiv an der Kamera arretiert werden soll, absolute Liebe zu Detail.
Nikon hat nur einen kleinen weißen Punkt zum ansetzen, sehr spartanisch.

Die Optik:

 

 

Keine Sorge, ich werde jetzt nicht alle 80er Jahre Objektive vergleichen und jüngere aus den 90ern oder vor Sony GM schon gar nicht, ab da wurde alles nur schlechter. Auch bei Pentax folgte nach der A-Serie, von den Limited-Objektiven abgesehen, nur noch Plaste. Und auch bei Canon, Minolta, Nikon und Co wurde es eher gruselig. AIS und A waren die mechanische Krone der manuellen SLR-Objektive.
Es lohnt sich auch nur selten noch ältere Objektive zu suchen, oft sind die Linsenrechnungen identisch, aber die Vergütung erheblich schlechter. Also begann gut auszusehen mit Pentax Takuma Super Multi Coating, davon war weitgehend Lichtverlust bis sogar neben im Sumpf. Das kann mal schön aussehen, erreicht man aber auch durch anhauchen, wie schon Herr Hamilton wußte.

 

2. März 2015
Nikon D7200 DX Halb-Format

NIKON D7200 DX

endlich die neue Nikon-Halbformat – doch mein Blick fällt zuerst auf die Rückseite und da ist die Enttäuschung wieder unsagbar groß! – Kein beweglicher Monitor!

wieder kein neues DX-Standard-Zoom!

natürlich weiter das uralte, zu enge Nikon Bajonett mit AF-Schraube und Mitnehmer

Damit ist eigentlich schon alles gesagt!

Mal sehen wie sich der neue 24 MP Sensor in der Praxis schlägt, ob er bei 6400 ISO noch überzeugen kann und den von Nikon-Fans so erhofften großen Dynamikumfang zulässt. Mich überzeugt die Kamera nicht, Nikon hatte alle Möglichkeiten im Hause, den Monitor der D5300 einzubauen, Bildserien bis 8 oder 9 Bilder pro Sekunde zuzulassen, ein solideres Metall-Gehäuse zu verwenden und den Markt richtig aufzumischen! Vertan!

L I C H T  – gelungen:

+ universelle DX-Kamera-Überarbeitung zum noch fairen Preis von 1180€

+ wenigstens 18 RAW-Bilder in Folge möglich (100 JPEG)

+ gewohnte Nikon-Bedienung

KAMERA-GEHÄUSE:
+ großer 100% Glas-Sucher

+ verriegelbare Einstellräder

+ 1/8000 Verschlußzeit und 1/250 Synchronzeit

+ 24 MP Sensor (mit AA-Filter)

+ hochauflösender 3,2″ Monitor 1,2 MP

+ 2 SD-Karten Schächte

+ Dichtungen gegen Staub und Regen

+ sanfte, leise Verschluß-Auslösung

+ festsitzender Suchergummi / nicht zu leicht verstellbarer Dioptrieausgleich

+ erhöhter Dynamikumfang

+ AF-Hilfslicht eingebaut

+ WiFi & NFC an Bord

+ hohe Akku-Leistung

+ eingebauter i-TTL Mini-Blitz mit Blitzsteuer-Einheit LZ 12

+ 840g schwer (imcl. Akku)

AUTOFOKUS:
+ 51 AF-Fokus Punkte + 15 Kreuz-Sensoren – alle bis F:8 empfindlich bei -3EV

+ sehr schneller Single- & Verfolgungs-Autofokus

+ bis -3EV

+ immerhin bis 6 Bilder pro Sekunde

+ RAW in der Kamera entwickelbar


Schatten – Was fehlt noch:

– kein tiefer Griff, flache Bauweise wie D7100

– ISO 100-25.600 – weder 50 ISO noch rauscharme 6400 ISO

– nur 150.000 Verschlußauslösungen garantiert

– kein professioneller CF-Karten Schacht

– kein Focus Peaking!

– kein Touch-Screen

– keine Motiv-Erkennung

– kein runder Suchereinblick wie D810

– weit verschachteltes Menü

– 6 Bilder pro Sekunde – ist heute nicht mehr schnell

– wieder kein JPEG 2000 in der Kamera

– ISO nur in 1/3 und ganzen Stufen – 1/2 Stufen fehlt

– im Serienbetrieb ist Einzelbildauslösung schwierig

– primitive, störende Gurt-Befestigung

Immer so weiter, blos keine echten Verbesserungen
und Nikon und Canon fehlt auch der Mut solche Kameras mit verbesserten Objektiven vor zu stellen.

Diese Kamera hätte sofort mit 2,8/16-50 mm VR vorgestellt werden müssen.
Und auch 4,0/10-24 mm; 4,0/16-85 mm sowie 2,8/40-150 mm VR oder auch 4,0/50-300 mm VR wären dringend notwendig um dem DX-Format wichtige Flügel zu verleihen.
Heute wird zu viel vom Vollformat geträumt, das längst nicht bei vielen Motiven wirklich Sinn macht, die Kameras aber lauter, größer, schwerer, teurer und langsamer macht – wird zu gerne vergessen.
Ich denke Vollformat FX hat heute schon jenseits 100 mm echte Nachteile.
Und selbst die Vorteile mit teurem, aufwendigem Glas im Weitwinkel und Porträtbereich machen auf Reisen nur wenig Freude. Ich habe immer Vollformat und Halbformat – oder auch Viertelformat (mFT) Kameras im Einsatz – denn Vollformat ist keine alleinige Lösung für alle Motive.

Wer jetzt denkt, ich kann aber mit 36 MP oder gar 50 MP problemlos Ausschnitte erstellen, der realisiert nicht, dass er dann letztlich schnell deutlich unter 20 MP Auflösung ankommt und das letztlich nur zielführend sein kann, wenn man dummerweise seine Halbformatkamera gerade nicht zur Hand hatte – die immer die bessere Bildqualität geliefert hätte.
Das Nikon jetzt eben keine kleinere, leichtere D750 gebracht hat, finde ich bitter.
Bei der D810 fehlen u.a. die Schnelligkeit, der bewegliche Monitor und geringes Bildrauschen.
Bei der D750 fehlen der schnelle Verschluss, die Schnelle Bildfolge und ein fairer Preis.
Bei der D610 fehlt alles.
Bei der D7200 fehlen u.a. die Schnelligkeit, der bewegliche Monitor, die Robustheit.
Bei der D5300 fehlen Geschwindigkeit, schneller Verschluss und noch viel mehr.

Nein die Hersteller wollen keine Kamera aus einem Guss, der “Fan” und der Profi sollen 3 und mehr Kameras kaufen… um alles abzudecken – und bei Canon ist das fast genauso schlimm – das ist wirklich ein unhaltbarer Zustand.
Aber Canon kann immerhin mit 7D2 und 5D3 die Schnelligkeit und auch sonst fast alles liefern, außer bewegliche Monitore und beste Blitztechnik.

AUTOFOKUS
HIER HAT NIKON auf dem Papier WIEDER EINEN KLEINEN VORTEIL VOR CANON!
Denn die Anzahl der AF-Felder ist kaum entscheidend, aber 15 Kreuzsensoren in der Mitte und davon sind alle Sensoren bis F:8,0 empfindlich und eben auch zur Verfolgung bewegter Objekte beim Einsatz von Konvertern an Supertele-Objektiven dienen – sind etwas, das Canon so bisher nicht bieten kann. Canon hat nur in der 1Dx und 7D Mark II den mittleren Sensor bis F:8,0 empfindlich gemacht.
Auch bei der Nachverfolgung schneller Motive kann Nikon – abhängig vom Objektiv – schnell reagieren und vielleicht mehr scharfe Bildergebnisse liefern. Das trifft aber nur zu, wenn die Objektive/Konverter, genauso schnell reagieren und auf neuestem Stand der Technik sind – also bei 2,8/400 mm VR FL; 5,6/800 mm VR FL und manchmal auch beim 2,8/70-200 mm VR II und 2,8/300 mm VR II – je nach Situation.
Die Nikon-Konverter bremsen jedoch alle Teleobjektive deutlich aus. Viel deutlicher als im EOS-System.
Auch die Einteilung und der automatische Algorithmus beim Verfolgen bewegter Motive verschafft Nikon einen kleinen Vorteil vor Canon (Sony, Pentax und Co können hier bisher gar nicht mithalten!). Die 6 Cases bei Canon’s Profikameras sind zwar gut gemeint, aber die automatische Auswahl von Nikon, je nach Motiv ist besser und effektiver. Das muß ich hier mal so klar sagen. Aber das ist natürlich feinste Nadelsuche im Heuhaufen und für die normale Fotografie selten relevant.
Wenn man das tolle, neue Nikon 4,0/300 mm PF VR einsetzen will ist die D7200 sicher der richtige Partner – denn dann hat man eine sehr leichte und kleine Reise-Ausrüstung bis 4,0/450 mm Bildausschnitt. Die Enttäuschung folgt erst, wenn man bemerkt wie langsam die Kombi mit einem TC14 III oder gar TC20 III Konverter wird.
Trotzdem sind 4,0/300 mm PF und 5,6/80-400 mm VRII neben dem 2,8/70-200 mm VR II die wichtigsten Teleobjektive im Nikon Sortiment.

Das antiquierte Bildverhältnis 2:3, als auch das rechteckige Bildformat überhaupt wirken auf mich heute unpraktisch und unpassend. Nicht nur die allermeisten Menschen- und Tier- und Macro-Motive wirken im 4:3 deutlich harmonischer, auch die mögliche Leistung der Objektive wird besser ausgenutzt. Ein komplett quadratischer Sensor im 30×30 mm Format wäre heute die perfekte Lösung, weil wir heute endlich alle Möglichkeiten haben einfach und fei zwischen 1:1; 4:3; 2:3; 16:9 und Panorama-Format zu wählen. Im Quadrat stehen dann aber immer die meisten Informationen zur Verfügung, außerdem könnte auf die lästige und verwacklungsunsichere Hochformatauslösung und spezielle Stativschellen und Zubehör endlich verzichtet werden! Und zu meinem persönlichen Leidwesen ist auch die peinliche, schlechte Gurtaufhängung mit ihren störenden silbernen Ösen weiter vorhanden. Hier zeigt Nikon auch kein Einsehen und keinen Fortschritt.

Würde ich sofort kaufen, aber 8-9 Bilder pro Sekunde, Dreh- und Klapp-Monitor, reduzierbare ISO Empfindlichkeit wären nach Vorstellung der D810 für mich auch hier PFLICHTprogramm gewesen.

und wieder ein neuer Handgriff ?…

NIKON D7200 – wer braucht sie und für welche Fotomotive ist sie besonders gut geeignet?

Wer eine Nikon D7000 oder D7100 hat, braucht sie kaum, wenn er mit der Geschwindigkeit zufrieden ist.
Wer eine D800; D810 oder D750 hat, braucht sie, wenn er weit entfernte Motive noch größer abbilden will.
Nikon steckt alle seine Ressourcen in Vollformat – das kann nicht gut gehen – so werden weiter Marktanteile an Sony und Canon und spiegelfreie Kameras abgegeben – die allesamt technisch links überholen. Und auch mit Nikkor-Objektiven kann Nikon nicht mehr wirklich reizen, Sony und Samsung und Olympus und Panasonic bauen komplett neu auf und Canon ist ohnehin in fast jedem Brennweitenbereich besser oder schneller.
Das Nikon Bajonett ist zur Last geworden.
Es muss als nächste Neuheit eine Nikon DX1 folgen, spiegelfrei mit neuem Bajonett und Halbformat und komplett neuen Objektiven. Mal sehen wie viele Jahre Nikon seine Fehlentscheidungen noch durchschleppen will…

für ruhige Tier- & Sport-Fotografie von bewegten Motiven

– die D7200 ist nicht die schnellste und nicht die intuitivste Nikon Kamera, sie kann eine D4s nicht ersetzen

Fotografie bei wenig Licht

– hier schlägt sie sich noch gut und kann auch bei 6.400 ISO noch überzeugen

 

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

2. März 2015
Canon EOS Neuheiten- EOS M3 – EOS 750D – EOS 760D

Canon EOS M3bn

Canon EOS M3

(siehe Praxistest)

ODER man greift zum bewährten mit gleicher, erreichbarer Bildqualität:


CANON EOS 760D – gleiche Technik mit Spiegel und Sucher und voll beweglichem Monitor – 200g schwerer.

Die Technik ist weitgehend identisch mit der EOS M3 – 24 MP Sensor. Und bei diesem Vergleich würde ich sogar die Eos 760D Kamera mit Spiegelsucher (den ich nicht wirklich mag) vorziehen. Denn sie ist griffiger, kaum schwerer, wenn man den Elektrosucher der M3 mit rechnet und bietet vertraute Bedienung und den besseren Monitor. Der kleine Akku LP-E17 dürfte hier mehr Fotoausbeute zulassen als an der M3, die ja nur vollelektronisch im Live-View arbeiten kann (ca 200-300 Aufnahmen).
Das wirklich reizvoll Neue ist hier der 24 MP-Sensor, sonst wurde vieles von der EOS 700D beibehalten.
Es erscheint zusätzlich eine EOS 750D, rund 50€ preiswerter, dafür ohne Info-Display auf der rechten Seite (Menüknopf dafür rechts und links nackt) und ohne HDR- und Kino-Modus und ohne den Verdrehgesicherten Menüknopf links. Ich würde ganz klar zur EOS 760D raten.

Ob der Sensor auf Niveau des 70D Sensors (20 MP mit AF an jedem Pixel) ist wird sich zeigen. Im Live-View fokussieren jedenfalls sowohl 70D als auch 7D2 erheblich schneller als diese neue Einsteiger-Generation 750D; 760D und M3.
Zusätzlich bieten die echten Spiegelreflexen (70D – 7D2) den schnellen Verschluss (1/8000) und die viel schnellere Serienspeicherung und längere Ausdauer.

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1. März 2015
Kameras 2015 – Bessere Fotos werden nicht mitverkauft

Welche Systemkamera kaufen?

Die Fotografen kaufen sich gerne mal eine neue Kamera, bisher war meist wichtig, dass sie zu vorhandenen Objektiven und Zubehör passte, doch ich stelle meistens zuerst die Frage:
Welches sind Ihre fotografischen Schwerpunkte?
Dann zeigt sich, nicht wenige sitzen im falschen System fest oder könnten ihre Fotografie erheblich erleichtern und neuen Spaß an der Art zu fotografieren entdecken.
Alte Objektive und Zubehör passen meist ohnehin nicht wirklich in moderne digitale Systeme oder sind bestenfalls Notlösungen. Digitale Sensoren und digitale Software haben die gesamte Fototechnik verändert und heute sind nicht einmal mehr Glas-Sucher und Spiegel notwendig und bremsen zuweilen sogar die Kameras erheblich aus, bereiten dem Autofokus & dem manuellen Fokus große Schwierigkeiten bei der Präzision und behindern auch sonst viele Möglichkeiten.
Kaufen sie besser keine Kamera, sondern überlegen Sie welches System ihre Fotografie am besten unterstützen kann. Das entfernt Sie vom reinen schwarzweiß Denken (Canon/Nikon) und bringt ihnen die Fotografie aller Wahrscheinlichkeit viel näher.
Der Markt an Kameras ist fast unüberschaubar geworden – und alle versprechen die ultimative Bildqualität – das ist natürlich nur eine Fantasie – BQ wurde noch nie und wird niemals mit einer Kamera mit verkauft – die muss sich jeder mühsam  und geduldig erarbeiten. Mutige und spannende Gesamtsysteme sind die Ausnahme.

Altmodisch und bewährt: Mit Sucherprisma und Spiegel
Es gibt ja heute viele leidenschaftliche Befürworter des Glas-Suchers und Spiegels, also des Spiegelreflex-Prinzips, das Pentax erstmals in den 50iger Jahren des letzten Jahrtausends in der Spotmatic eingeführt hat. Und das trotz des Staubs im Sucher, trotz des dunklen Sucherbildes, besonders in der Dämmerung und auch mit lichtschwachen Objektiven, trotz des ungenaueren Autofokus – sie haben den Eindruck direkt auf das Motiv zu sehen. In Wahrheit schauen sie durch Okulare, ein Prisma, den Spiegel, das gesamt Objektiv, den Filter – Dust is on your way…

Wie immer, wenn die technische Entwicklung neue Lösungsansätze bietet, gibt es eine Fraktion von Anwendern, die das altbewährte vehement verteidigen und es sogar als “besser” heraus heben. Das Neue braucht immer eine Weile um richtig gut zu sein, solange haben diese Menschen auch den richtigen Instinkt. Doch dann kippt das Ganze und Altes sieht dann nur noch alt aus. So war es bei Belichtungsmessung, Autofokus, Bildstabilisierung, den Digitalsensoren (heute nutzt sie fast jeder) und so ist es auch mit der DSLR-Technik – die inzwischen überholt und kaum noch zeitgemäß ist.
In der Foto-Industrie zweifelt kein Mensch mehr daran, dass die Spiegelreflextechnik hoffnungslos überholt ist und die nähere Zukunft alleine spiegelfreien Systemen vorbehalten ist.
Sie war auch nur eine Notlösung und wurde von Leica in den M-Kameras auch immer abgelehnt – zwischen Aufnahmemedium und Objektivrücklinse sollte nur wenig Raum bleiben, um genial gute Objektive mit geringen Abmessungen und hoher Lichtstarke realisieren zu können. Für einen Spiegel ist da eigentlich kein Platz, nur besonders aufwendige Retrofokus-Bauweisen in den Objektiven ermöglichte erst kompaktere und universellere Objektiv-Rechnungen – diese waren aber bis heute nie auch nur annähernd so gut und so scharf wie telezentrische Objektive, die nah am Sensor sein können – das hat Leica mit den M-Objektiven jetzt über 60 Jahre unter Beweis gestellt.
Und genau da haben Olympus und Panasonic als erste angesetzt und die Spiegel raus geschmissen, aus anspruchsvollen Systemkameras und inzwischen machen es alle Hersteller. Die ersten elektronischen Sucher vor 5 Jahren waren eher berauschend als hell und scharf, letztes Jahr gab es einen großen Sprung, aber erst jetzt in der Olympus E-M1, Panasonic GX7, Fuji X-T1 und Sony Alpha 7 sind die Sucher so ausgezeichnet, dass der Prismensucher in vielen Situationen ins Hintertreffen gerät. Auch den Fehler, den Sucher links zu positionieren haben inzwischen die meisten Hersteller korrigiert und bieten ihn wieder in der Mitte an.
Canon und Nikon haben die riesigen Objektiv- & Zubehör-DSLR-Systeme, die dominierten die letzten Jahrzehnte alles – das ist jetzt vorbei – für mFT gibt es auch schon 70 verschiedene AF-Objektive und es werden alle paar °Monate mehr, Fujifilm und Sony sind ebenfalls sehr fleissig.
Ich habe jetzt einige Familien-Porträts fotografiert, bei der ersten Session hatte ich wie immer die 5D3 mit 4,0/24-105 mm und Blitz mit. In den Wohnungen war es nicht besonders hell, aber wir hatten alles Licht an, was zur Verfügung stand. Schon nach kurzer Zeit ärgerte ich mich, dass ich die E-M1 nicht dabei hatte. Ich war jetzt wochenlang mit der Olympus unterwegs, sie ist nicht nur leichter, sondern auch schneller mit RAWs und bringt mehr Schärfentiefe, denn bei 4-6 Personen, die in 2-3 Reihen aufgebaut sind, brauche ich mit der 5D3 mindestens f:8 um alle scharf zu bekommen. Bei der E-M1 brauche ich nur f: 4 bis f:5,6, habe kürzere Zeiten und Verwacklungssicherheit und der Blick durch den Sucher ist viel heller und mindestens genauso groß. Und das selbst mit dem lichtschwachen 3,5-6,3/12-50 mm. Mit dem 2,8/12-40 mm ist das Handling einfach super.

Zum Thema Vollformat oder mFT/APS-C im Jahr 2015:
Wenn häufig Fotos im Format 50x70cm gebraucht werden = Vollformat + Stativ – denn erst ab dann  sind überhaupt Unterschiede zwischen 51 MP, 36 MP Vollformat und 16 MP mFT-Format erkennbar.
Diese Erkenntnis setzt sich inzwischen international durch.
Auch wenn mit Sony jetzt der zweite Hersteller beginnt die Vollformat-Kamera gesund zu schrumpfen und federleicht zu konstruieren, die Zoom-Objektive werden immer erheblich größer, schwerer oder lichtschwächer bleiben als die, die für kleinere Sensoren machbar sind. Und eine leichte Kamera mit viel Auflösung schreit immer lauter nach einem schwereren Stativ und noch wirksameren Bildstabilisatoren.
Vollformat ist gut für Landschafts-Fotografie & Architektur-Fotografie & Mode-/Katalog-Fotografie und für Kerzenlicht-Fotografie wenn Sie keine hochlichtstarken Objektive einsetzen.
Selbst für Tier -Fotografie und sogar Sport setzen sich langsam mFT und APS-C stärker durch, weil einfach stärkere “Nahaufnahmen” gebraucht werden.
Ich setze immer EOS 70D mit 4,0/200-400 mm x1,4 und zusätzlich EOS 5D3 mit 2,8/70-200 mm ein – eine bessere Kombination hatte ich noch nie im Einsatz.

Alternativ wird es 2014 spannend die Olympus E-M1 mit 2,0/150 mm FT plus Konvertern und dem kommenden 2,8/40-150 mm einzusetzen. Das Interesse an den Top-Pro-Zuiko-Objektiven 2,8-3,5/50-200 mm – 2,8/90-250 mm – 2,0/150 mm – 2,8/300 mm an erheblich zugenommen – denn dank doppeltem Bildausschnitt und rasend schneller Kamera – liegen hier alle Vorteile auf der Hand.
Canon und Nikon müssten endlich 4,0/50-300 mm und 4,5/400 mm & 5,6/600 mm Objektive auf den Markt bringen – in Leichtbauweise.

So sicher wie 2012 die Canon EOS 5D3 und die Panasonic GH3 für mich die Kameras des Jahres 2012 waren, die sich beide auch in 2013 voll bewährt haben – so eindeutig ist für mich die:

KAMERA des Jahres 2014:

Olympus E-M1

Diese Kamera stellt derzeit den besten Kompromiss dar und mit einem System von 68 verschiedenen Objektiven bis hin zum 0,85/40 mm, Fisheye und ersten lichtstarken Profi-Zooms, kann derzeit mit dem mFT-System keiner wirklich konkurrieren. Diese Entscheidung war diesmal so einfach wie noch nie, weil die E-M1 in so vielen Bereichen neue Bestmarken setzt und ich sie schnell als zuverlässiges Arbeitsgerät adoptiert habe und ein System dahinter steht, das es so in dieser Vielfalt von keinem anderen Hersteller gibt.
Für mich ist ganz offensichtlich, dass vor allem Sensorgrößen, Auflösungen und ISO-Empfindlichkeiten in der Wahrnehmung der allermeisten Fotografen total überschätzt werden.
Heute liefert jede Kamera mit 16 MP selbst bei 12.800 ISO beinahe rauschfreie und trotzdem farbige und scharfe Fotos!
Aber kaum eine andere Kamera ist in allen Situationen schnell & intuitiv genug, zeigt im Sucher worauf es wirklich ankommt und bietet viele Objektive die am Limit wirklich herausragend sind und für alle denkbaren Motive zur Verfügung stehen und trotzdem handlich und tragbar sind.

Und das sage ich obwohl ich eine EOS 5D3 fast alltäglich nutze – oder gerade weil. Am Super-Tele-Objektiv ist die Vollformat bei 6400 ISO noch überlegen, aber selbst bei meinen Porträts ist der Glas-Sucher jetzt nicht mehr wirklich besser. Olympus zeigt jetzt auch eine 0,74 fache Vergrößerung und ist optisch auf gleichem Sucher-Level wie Vollformat. Das System muss stimmen, 4:3 passt für mich oft besser zu meinen Motiven und Canon wie Nikon und besonders Sony lassen viel richtig gute und genau angepasste Objektive vermissen, die bei mFT zu haben sind.
Anders herum betrachtet, sind die kleineren und praktischeren Aufnahmeformate von Canon und Nikon nur deshalb nicht erfolgreicher bei anspruchsvollen Fotografen, weil es von den Herstellern nicht gewollt ist! Weil es zu wenige angepasste Objektive gibt und die neuesten, verfügbaren Technologien nicht eingesetzt werden.
Wer da immer noch von seinen ollen 1,4/35 gier; 1,4/85iger; 2,0/135iger träumt, dem ist bisher nicht klar, das es sie längst in modernerer und schärferer Ausführung als 1,8/17 mm; 1,8/45 mm; 1,8/75 mm gibt.
Und das Thema Schärfentiefe/Tiefenschärfe ist schon lange überstrapaziert, beobachtet man die Daten der besten Fotos, wird schnell klar, dass die allermeisten Fotos abgeblendet realisiert wurden und keineswegs mit f:1,4 und f:2,0! Schärfentiefe tut fast jedem Motiv gut und ist für die Bildaussage sehr wichtig und freistellen realisiert man einfacher mit Brennweite und Nähe zum Motiv.
Auch Nikon 1 könnte erfolgreich werden, doch die Preise und ein noch nicht optimierter Sensor im Format 2:3 verhindern das.
Doch sonst stolpern vor allem Canon und Nikon mindestens 3 Jahre hinter Sony und MicroFourThirds hinter her.
Und Kameras wie eine Nikon Df oder Nikon D610 bieten rein gar keine Auffrischung und keine Perspektive für die heutige Fotografie, für bessere Fotoqualität.
Ich gab die Kamera meinem langjährigen Freund, der sonst nur mit Canon-Profikameras und Super-Tele-Objektiven unterwegs ist und der setzte das 2,8/300 mm Olympus daran und sagte nur: Ist die Kamera geil! (So schnell, ein Sucher in dem man sofort das fertige Bild mit Schärfe und Belichtung beurteilen kann, eine Bedienung die fertig in der Hand liegt und ein sattes, robustes Gefühl und trotzdem leicht und klein im Transport.)

 

Für Markenfans sind auch die Nikon D7100 & Canon EOS 70D & Pentax K3 wichtig.

Die Alpha 7R kann ich hier nicht ernsthaft benennen, sie ist auf absehbare Zeit eine Kamera ohne System, mit nur sehr wenigen voll kompatiblen Objektiven.

Kamera-Flopps 2012-2013:

Nikon D4

Nikon D600

Nikon D5200

Nikon 1 V2

Nikon 1 J2

Nikon 1 J3

Nikon 1 S1

Canon EOS M

Panasonic GF5

Pentax K-01

Pentax Q10

Olympus E-PM2

Sigma SD1

Sony Alpha 37

Sony Alpha 57

Sony Alpha 99

 

Die Märkte teilen sich auf – in Japan und Europa ziehen die spiegelfreien Kameras an, immerhin mehr als 20% Marktanteil an allen Kameras (außer Smartphones) entfallen jetzt auf spiegelfreie Systemkameras von Olympus, Panasonic, Sony und Fujifilm (Nikon, Canon, Pentax und Samsung spielen da nur eine kleine Rolle). In Japan und Asien haben spiegelfreie Kameras die DSLR-Kameraverkäufe schon weit hinter sich gelassen, es werden mehr als doppelt so viele moderne Systemkameras verkauft. In den USA/Nordamerika herrscht ein ganz anderer Markt, Digicam-Kompaktkameras haben dort einen noch viel höheren Anteil als bei uns und in Japan, aber die Verkäufe brechen dort wegen der Smartphones am dramatischsten weg – Amerika ist Apple-Land. Die neuen Systemkameras ohne Spiegel konnten dort bis heute gerade einmal 12% der Fotofans ansprechen und auch nur 26% nutzen DSLR-Kameras. Und noch viel stärker als in Europa, teilen sich dort Canon und Nikon gut 90% des gesamten Marktes, Sony, Pentax und Co spielen da seit Jahrzehnten keine Rolle mehr. Sony kann punkten, aber nur mit preiswerten Produkten wie der Alpha 3000 und weiteren großen Systemkameras, die für Amerikaner etwas her machen. Denn sie kaufen nach Namen und nach Auffälligkeit, was nicht groß ist – wird nicht gekauft. Das ist bei Autos, bei Waffen, bei Häusern, bei Essen und bei fast allem so. Auch eine Sony Alpha 7, Olympus E-M1 oder Fujifilm und Panasonic Kameras werden in ihrer jetzigen Form keine große Rolle in Nordamerika spielen, dazu müssten sie die Technik in ein Gehäuse a la Nikon D800 oder Eos 5D3 integrieren 🙂

Die japanischen Fotokonzerne müssen also ihr Portfolio ausweiten und an die verschiedenen Märkte stärker anpassen, wir werden in Zukunft immer mehr Kameras erleben, die nur in bestimmten Regionen angeboten werden. So wie das bisher schon Olympus und jetzt auch Canon mit der M2 nur für den asiatischen Markt, realisieren. Asien und Indien boomen, da interessieren sich jeden Tag zahllose neue Menschen für eine Kamera, im Rest der Welt geht die Nachfrage zurück. Ich muss hier auch keine M2 haben, würde dieses kleine Update ohnehin nicht kaufen oder empfehlen.

 

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben – ich besorge Ihnen gerne die neuesten Kameras auch die – die weniger nach meinem persönlichen Geschmack sind 🙂 und Objektive oder auch ausgesuchte, gebrauchte Exemplare für Ihre zukünftige Fotoausrüstung.
Bestellung ist hier die Bestellung bei mir möglich:

Die neue Olympus OM-D E-M1 können Sie ab jetzt bei mir bekommen, mit und ohne Objektiv und auch mit Griff.

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

 

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