Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
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& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

20. August 2013
Spiegelfreie Objektiv-Systeme: Stärken und Schwächen

 

Für mich ist das Objektiv immer wichtiger als die Kamera, um mir ein neues oder zusätzliches kompaktes Fotosystem zuzulegen, sehe ich mir immer zuerst die Objektivauswahl an.

30 Kameras ohne Spiegel und mit verkleinertem Auflagemaß (wodurch kürzere und leichtere Objektive möglich werden) und 106 verschiedene Objektive werden inzwischen angeboten und alle paar Monate erscheinen weitere Neuheiten.
Diese Systemkameras sind bisher noch nicht die Ablösung für die Spiegelreflex-Systemkameras, sondern mehr als Ergänzung gedacht. Oder aber für all jene die im Bereich 16-200 mm fotografieren und sich nicht mehr mit schwerer Ausrüstung belasten wollen. Um die DSLR-Technik wirklich abzulösen braucht es auch Vollformatsensoren und mehr sehr gute Objektive. Die elektronischen Sucher müssen noch besser werden.
Microfourthirds kann inzwischen mit 46 Objektiven aufwarten, allerdings sind davon viele Brennweiten doppelt belegt.
Alle anderen Systeme verfügenm über 8-12 Objektive. Dabei fällt auf, daß kaum Tele-Objektive im Angebot sind, aber extrem viele Weitwinkel und lichtstarke Objektive mit kurzen Brennweiten bis 50 mm. Ein brauchbares 18-55 mm oder 14-42 mm bekommen Sie in jedem System.

Hier ein Überblick über die spannensten Objektivtypen:

Bisher nur wenige, gute Tele-Objektive: (in der Reihenfolge der optischen Performance)

Empfehlenswert:

–       Olympus 1,8/75 mm extrem scharf, kompakt, keine Sonnenblende und sehr teuer

–       Panasonic 2,8/35-100 mm OIS, sehr scharf, lichtstark & handlich aber relativ teuer

–       Panasonic 4,0-5,6/45-175 mm OIS, sehr scharf auch bei 175 mm, sehr handlich, Motorzoom

–       Panasonic 4,5-5,6/100-300 mm OIS bis 200 mm scharf, preiswert und handlich

–       Panasonic 4,0-5,6/45-150 mm OIS, scharf, handlich, schnell

–       Olympus 4,0-5,6/40-150 mm scharf, sehr handlich und günstig

–       Nikon 1 3,8-5,6/30-110 VR, sehr klein & leicht, umgerechnet bis 300 mm, viel Schärfentiefe

Nur bedingt zu empfehlen:

–       Fujifilm 3,5-4,8/55-200 mm OSS sehr scharf bis 100 mm, abgeblendet auf f:8 am besten, nicht zu lichtschwach, nicht preis-wert

–     Panasonic 4,5-5,6/45-200 mm OIS, bis 135 mm scharf, relativ groß

–       Olympus 4,8-6,7/75-300 mm, scharf bis 150 mm bei f:8, sehr lichtschwach, wenig Brillanz,
schlecht abgedichtet, teuer

–       Samsung 4,0-5,6/50-200 mm OS relativ scharf, etwas unspektakulär

–       Sony 4,5-6,3/55-210 mm OSS sehr weich, lichtschwach

 

Die Super-Weitwinkel-Objektive: (in der Reihenfolge der optischen Performance)

Empfehlenswert:

–       Panasonic 4,0/7-14 mm, sehr scharf, lichtstark & handlich aber relativ teuer

–       Panasonic 2,8/12-35 mm OIS scharf, preiswert und handlich

–       Olympus 4,0-5,6/9-18 mm scharf, sehr handlich und noch günstig, Ca’s am Bildrand

–       Canon 4,0-5,6/11-22 mm IS scharf, preiswert und sehr handlich

–       Nikon 1 3,8-5,6/6,3-10 VR, sehr klein & leicht, umgerechnet 18 bis 27 mm, viel Schärfentiefe

–       Fujifilm 4,0/10-24 mm OSS scharf und nicht zu lichtschwach, preis-wert

Nur bedingt zu empfehlen:

–       Olympus 3,5-6,3/12-50 mm Macro, scharf, sehr lichtschwach, schlecht abgedichtet, teuer

–       Samsung 4,0-5,6/50-200 mm OS relativ scharf, etwas unspektakulär

–       Sony 4,5-6,3/55-210 mm OSS sehr weich, lichtschwach

 

Die Super-Zoom-Objektive: (in der Reihenfolge der optischen Performance)

Empfehlenswert:

–       Panasonic 3,5-5,6/14-140 mm OIS II, scharf, handlich, gute Fassung, leicht

–       Tamron 3,5-6,3/18-200 mm VC, relativ scharf, Metallfassung, lichtschwach, schwer

–       Panasonic 4,0-5,8/14-140 mm OIS, noch scharf, gute Fassung, etwas schwer

–       Sony 3,5-6,3/18-200 mm OSS etwas weich, lichtschwach, sehr guter Abbildungsmaßstab, sehr schwer

–       Nikon 1 4,0-5,6/10-100 VR, sehr klein & leicht, umgerechnet bis 270 mm, viel Schärfentiefe

Nur bedingt zu empfehlen:

–       Samsung 4,0-6,3/18-200 mm OiS relativ scharf, etwas unspektakulär

–       Sony 3,5-6,3/18-200 mm LE OSS sehr weich, lichtschwach

–       Olympus 4,0-5,6/14-150 mm leicht und klein, schlecht zentriert, billige Fassung, staubempfindlich, sehr teuer

Die Macro-Objektive: (in der Reihenfolge der optischen Performance)

Empfehlenswert:

–       Panasonic – Leica 2,8/45 mm OIS Macro, sehr scharf, lichtstark & handlich aber relativ teuer

–      Olympus 2,8/60 mm sehr scharf, kompakt, keine Sonnenblende mitgeliefert und sehr teuer

–      Fujifilm 2,4/60 mm Macro sehr scharf, nicht zu lichtschwach, langsamer AF, nur bis 1:2, keine Bildstabilisierung

Nur bedingt zu empfehlen:

–       Olympus 3,5-6,3/12-50 mm Macro, befriedigend scharf, spannende Brennweite mit Macro-Bereich (50 mm), abgedichtet

–       Samsung 2,8/60 mm relativ scharf, etwas unspektakulär, keine Bildstabilisierung

–       Sony 3,5/30 mm etwas weich, lichtschwach, keine Bildstabilisierung

 

Die lichtstarken Festbrennweiten zwischen 12 mm und 50 mm jedes Systems sind fast alle auf sehr gutem Leistungsnevau, allerdings auch alle im Verhältnis zu teuer.

 

 

Veröffentlicht in General, Objektive im Test

20. August 2013
Fuji X System – nüchtern & vergleichend betrachtet

Fuji ist einer der größten und bedeutendsten Fotokonzerne der Welt. Fujifilm ist als einer der letzten Traditions-Hersteller mit einem eigenen spiegelfreien System gestartet – zweifellos inspiriert von Leica und doch moderner.

Fuji war immer ein wichtiger Objektiv-Hersteller, der ähnlich wie Olympus und Nikon sehr auf optische Qualität geachtet hat und hier liegt auch der Schwerpunkt des X-Systems – relativ großer Halbformat-Sensor (APS-C) und bestmögliche Objektive dafür. Selbst Zeiss fällt es nicht ganz leicht da bessere Alternativen zu konstruieren. Doch nach den ersten Festbrennweiten, schön verpackt und mit stabiler Sonnenblende angeboten, kommen jetzt die Zooms und die üblichen Plaste-Objektive. Das neue 3,5-5,6/16-50 mm ist ein billiges Objektiv ohne Metallbajonett. Hier gibt Fuji seinen eigenen Anspruch schon nach nur 2 Jahren auf.

Die Fujifilm-System-Kameras der X-Baureihe versuchen eine qualitativ hochwertige Nische auszufüllen. Ihre Bauart ist an die 50iger Jahre Messsucherkameras angelehnt und sie stellen dem Fotografen einen sehr leistungsfähigen Sensor im APS-C-Halbformat zur Verfügung. Bisher sind 3 Kameras erschienen, die sich deutlich durch ihr Sucherkonzept unterscheiden: X-Pro 1 mit Glas und elektronischem Sucher – X-E1 nur mit elektronischem Sucher und X-M1 ganz ohne Sucher.

Sie sind in erster Linie spannend für Street- & People-Fotografie mit lichtstarken Objektiven. Es werden zwar inzwischen 3 Zoom-Objektive angeboten, aber damit lassen sich die Stärken der Kamera nicht wirklich ausreizen, dazu braucht es die lichtstarken Festbrennweiten. Makro-Fotografie und Tele-Fotografie sind bisher nicht die Stärken des Systems.
Fujifilm kann 8 verschiedene Objektive liefern und 3 weitere sind geplant (1.4/23 mm – 1,2/56 mm – 4,0/10-24 mm – 4,5-6,7/50-230 mm).

Fujifilm brachte 2012 die besondere Pro-X1 mit neuartigem Sucher – sie erregte viel Aufsehen und hat ihre Fans gefunden. Mich hat sie wenig begeistert, denn sie ist zu erst einmal sehr langsam und die Farbqualität des Sensors ist sehr gut für Porträts aber weniger gut für alle anderen Motive. Inzwischen ist die Kamera durch regelmäßige Updates schneller geworden und steht nicht mehr so sehr im Schatten von mFT und Nex. Sie ist wie ein leichtes Brikett, schwere Objektive werden damit schnell unhandlich und schon das 55-200 mm Tele lässt sich damit nicht bequem einsetzen. Dazu braucht es des separat erhältlichen Handgriff. Fuji versäumt es hier 4 Kontaktpunkte an den Ecken auf der Frontseite der Kamera anzubringen. Dort könnte man dann verschiedene Griffe und Gurte schnell befestigen. Zum Trost werden teure Griffstücke ohne weitere Funktion für die X-Pro1 und X-E1 Kameras zum Preis von  70€ angeboten.

Die zweite Kamera: X-E1 mit rein elektronischem Sucher ist ein gelungener Kompromiss, mit sehr gutem Sucherbild und etwas kompakter. Doch die Farbqualität des Sensors bleibt gewöhnungsbedürftig, für alle die nicht nur Menschen fotografieren.

Kürzlich ist mit der X-M1 die dritte Fujifilm-Kamera erschienen, sie hat dass, was den beiden anderen fehlt, einen beweglichen Monitor. Leider ist der jedoch nur klappbar und verfügt nicht über ein Gelenk. Und Fuji hat die Kamera für Einsteiger ausgelegt und einfach den Sucher und jede Option darauf, gestrichen. Damit disqualifiziert sich die Kamera aber für Reisen und für weitgehend ambitionierte Fotografie – denn dabei ist man abhängig von einem sehr guten Sucher.

Wenn Sie mit einer Fuji-Digital-Kamera beginnen zu fotografieren, wird eins sehr schnell klar – es sind KEINE Kameras für jedermann. Sie erfordern ein geduldiges, ruhiges Einstellen und vertraut machen. Das X-System ist kein Action-System!
Ich hatte zuerst viele unscharfe, verrissene und falsch fokussierte Fotos, daran änderten auch rasche Firmware-Verbesserungen nichts – die Kameras sind sehr gut, das Problem liegt bei mir. Ich habe sie benutzt wie Panasonic oder Canon Kameras – das kann aber nicht klappen. Der AF sitzt einfach nicht immer und schon gar nicht blitzschnell, AF-Nachführen ist in der Form gar nicht machbar und selbst bewegte Blumen im Wind sind kaum scharf zu bekommen.
Einmal daran gewöhnt und mit ruhiger Arbeitsweise, liefert sie regelmäßig sehr scharfe und farblich oft sehr schöne Fotos mit natürlicher Schärfe, die man im JPEG kaum nach zu bearbeiten braucht. Die Farbgebung kann in Form der Film-Typen angepasst werden, Schwerpunkte sind aber ganz deutlich People- und Reportage-Fotografie.

Fujifilm hat viele Innovationsschritte der Autofokus-Entwicklung nicht mit gemacht, er ist trotz mehrmaliger Nachbesserung (Bitte immer die aktuelle Software herunter laden!) noch fühlbar weit entfernt von den microFourthirds-, Sony- und Nikon- Systemkameras.

Schnelligkeit steht insgesamt bisher generell nicht in den Entwicklungsbüchern von den Fujifilm-Ingenieuren. Langsamkeit bezeichnet alle Funktionen der Kameras erheblich besser. Die Kameras brauchen länger zum Einschalten, lange um aus dem Standby aufzuwachen, speichern nicht so schnell ab und haben eine lange Auslöseverzögerung.

Das finde ich sehr bedauerlich. Ich erwarte mir von einem innovativen System einiges mehr. Schwächen beim Autofokus kann ich für meine Fotografie gar nicht gebrauchen und voll bewegliche Monitore sollten Standart sein. Insgesamt wirken die Kameras zwar angenehm leicht, aber dennoch verspielt altmodisch, manuelle Fokussierung, Blende und Belichtungskorrektur sind zu leichtgängig und lassen sich nicht so angenehm einstellen. Weder das Rad für den Belichtungs-Modus noch das Menü-Rad sind gegen unabsichtliches Verdrehen gesichert.  Also noch kann mich Fujifilm so nicht begeistern und ist auch nicht auf Augenhöhe mit microFourthirds. Beim jetzigen Stand ist die Sensorleistung zwar einen Hauch besser als die von Sony und bei höchsten Empfindlichkeiten auch mFT etwas überlegen, aber das Potential vom Halbformat sehe ich hier nicht ausgeschöpft. Es sollte ein 24 MP Sensor mit noch geringerem Bildrauschen möglich sein. Ich hoffe das ändert sich dann 2014 wenn eine X-Pro2 und X-E2 erscheinen – aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Die Bildstabilisierung ist bisher nur in 3 Zoom-Objektiven realisiert, sie arbeitet gut, aber nicht so effektiv wie andere Systeme.

Doch wer mit 14 mm und 35 mm unterwegs sein mag, bekommt ein leichtes, kompaktes und relativ leises System mit dem sich auch Reportage-Situationen gut einfangen lassen.

Wenn Sie mit einer Kamera im 35iger Bereich arbeiten wollen, gibt es noch eine reizvolle Alternative: Die Fujifilm X100s, die Nachfolgerin der X100 ist deutlich überarbeitet und etwas schneller. Sie hat den Hybrid-Sucher der X-Pro 1 und auch den besonderen 16 MP APS-C Sensor und das hochwertige 2,0/23 mm Objektiv ist sehr kompakt und fest mit der Kamera verbunden. Die X100s ist mit 430g incl. Objektiv eine sehr leichte und handliche Alternative für allerdings sehr happige 1200€.
Sie ist für 300€ sogar erweiterbar auf 2,0/18 mm (28 mm KB).

Kaufempehlung Fujifilm X-System:

X-E1
2,8/14 mm
1,4/35 mm
(2,8-4,0/18-55 mm)
2,8/8 mm Fisheye Samyang

LICHT:
+ 1,5x Sensor – hohe Qualität+ geringes Bildrauschen
+ kaum Preisverfall
+ wertige Anmutung
+ teilweise hohe Objektivqualität
+ kompakte und leichte Objektive

Schatten:
– Farbwiedergabe nicht optimal für alle Motive
– sehr gemütlicher AF
– nicht immer präziser AF
– sehr langsamer Verfolgungs-AF
– Auslösergeräusch nicht wirklich leise und gewöhnungsbedürftig
– schwache Filmfunktionen
– kein richtiger Handgriff
– old fashioned, Drehräder ohne Verriegelung
– Mitzieheffect im Sucher
– kein beweglicher Monitor
– nur wenige Objektive bildstabilisiert
– kein Super-Zoom-Objektiv
– Tele-Zoom-Objektiv nur bis 130 mm sehr scharf & kaum für bewegte Motive brauchbar
– Kameraeinstellungen verstellen sich leicht ungewollt

VERGLEICH:

Viele Fotofans denken heute, die Größe des Bildsensors macht die Bildqualität aus. Wer bisher mit einer microFourthirds-Kamera oder gar mit einer Digicam fotografiert hat, vermutet nach den ersten Fotos mit einer Fujifilm oder Sony Nex dass die Fotos besser, schärfer, hochauflösender, rauschärmer und letztlich schöner werden.
Das passiert aber in den allermeisten Fällen nicht. Erst wenn man sich ganz auf ein System eingefuchst hat und die Komponenten: Kamera – Kamera-Einstellungen – Objektiv – Blende und Bildnachbearbeitung in Harmonie zum Motiv und dem Licht gebracht hat – werden die Fotos wirklich besser.
Und dabei ist kein schnell sichtbarer Sprung zwischen microFourthirds und APS-C Halbformatsensoren und nicht einmal zwischen mFT und Vollformat oder APS-C und Vollformat erkennbar.
Die Sensoren sind heute bis hinunter in die Digicam-Formate so gut und lösen praktisch alle mindestens 16MP auf – dass sichtbare Verbesserungen erst mit der eigenen, persönlichen  “Nachbelichtung und Kalibrierung” zu sehen sind.
Es genügt einfach nicht eine Fuji X-Pro1 oder eine Canon Eos 5D3 oder Nikon D800 zu kaufen – bei weitem nicht.

Rein aus technischer Sicht betrachtet, wird schnell klar, dass Fuji einige Innovationen anbietet und den Sensor selbst entwickelt hat und sich bei den Objektiven viel Mühe gibt, doch der ganze Rest der Technik wird anscheinend zugekauft und ist veraltet. Fuji ist da so wie früher Skoda und heute Dacia, in einer aufpolierten Hülle wird letztlich alte Technik zum neuen Preis teuer verkauft.

Mit einer neuen Kamera verknüpft man ja immer insgesamt, das die Fotos aussagekräftiger, schöner, beeindruckender werden, schon für einen selbst und erst recht für andere. So habe ich mich intensiv mit den erst seit kurzem erhältlichen Fujifilm X-Kameras und allen Objektiven auseinander gesetzt. Jetzt bin ich leider wieder nüchtern und meine Fotos nicht wirklich besser, als die, wie ich sie seit Jahren mit mFT machen – eher viel mehr unscharfe und nicht im richtigen Moment ausgelöste Fotos. Fiese beiden Umstände liegen aus meienr Sicht mehr an den kameras als an mir. Sicher braucht es eine ganze Weile, bis man sich auf ein neues System eingelassen hat, die habe ich auch zuletzt bei Sony Nex, Nikon 1 und bei Olympus mFT gebraucht – nur Canon und Nikon DSLR-Systeme sind in Fleisch und Blut übergegangen. Doch nach einigen Monaten zieht man dann nüchtern Bilanz – und die fällt bei mir sehr eindeutig aus – gegen mFT ist noch nichts anderes wirklich konkurrenzfähig – bei weitem nicht. Der Vorsprung von Panasonic und Olympus beträgt Jahre. Und nur bei Canon habe ich ein bisschen Hoffnung, dass sie jetzt schnell mit der EOS M aufholen – Sony wird es auf Jahre nicht schaffen hochwertige Objektive für die wichtigsten Brennweiten zu bringen, Samsung ebenfalls nicht, Pentax hat sich verrannt und Nikon weiß noch nicht wohin es mit der 1 gehen soll. Bei Nikon 1 ist auffällig,. dass jetzt mit lichtstarken und schweineteuren Objektiven gegengesteuert werden soll – doch lichtstarke Objektive machen aufgrund des kleinen Sensors allenfalls für kurze Belichtungszeiten begrenzt Sinn, die Schärfentiefe bleibt gewaltig groß – das 1,2/32 mm Porträt-Tele entspricht einem 3,2/86 mm – mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Die Limits der Kreativität des 1 Zoll kleinen Sensors sind überdeutlich. Nur Menschen mit unverschämt viel Geld und wenig Erfahrung mit den Gesetzmäßigkeiten der Fotografie, werden sich zusätzlich das Nikon 1 System für gut 1300€ in die Fototasche packen. Ich bleibe dabei microFourthirds ist perfekt an den Limits entwickelt, noch kleinere Sensoren bieten zu wenig kreatives Potential – bzw. allenfalls mit späteren Software-Tricks. Das ist für mich aber dann kein “Malen mit Licht” mehr und nicht mehr meine Fotografie, wo ich mich Life im Leben mit dem Motiv auseinandersetze und es bestmöglich in der Kamera gestalte und  bewahre. Und größere Sensoren wie APS-C haben kleine Vorteile und gewichtige Nachteile und Vollformat-Kleinbild bleibt ein schwerer Kompromiss und der Weg zur größten Vielfalt und höchsten theoretischen Qualität.

OBJEKTIVE:

Die Fujifilm Festbrennweiten zeichnen sehr gut und bei großen Blenden auch sehr schön, dass kann man heute nur noch von wenigen neuen Objektiven so spontan behaupten.
Die Fujifilm Zooms wollen besser sein, aber nur Verarbeitung und Lichtstärke sind etwas besser – letztlich ist es schwer die erfahrene Konkurrenz: Olympus, Panasonic, Leica, Zeiss zu schlagen.
Das Fujifilm 2,8-4,0/18-55 mm Zoom ist gut doppelt so lichtstark wie die meisten anderen KIT-Zooms und dank Metallfassung auch besser verarbeitet. Nur optisch kann es sich schon bei Offenblende kaum wirklich sichtbar absetzen.
Das Fujifilm 3,5-4,8/55-200 mm OIS (11,8cm lang – 590g schwer – 1:5,6) z.B. das Panasonic 4,5-5,6/45-175 mm (9,0cm lang – 210g schwer – 1:2,5) Offenblende nicht schlagen. Das Fujifilm Telezoom ist erheblich schwerer und größer und verfügt über einen etwas schlechteren Abbildungsmaßstab, wird erheblich länger, hat keinen Motorzoom und kostet das doppelte.
Allerdings ist es dem Sony Nex 4,5-6,3/55-210 mm und dem Samsung 4,0-5,6/50-200 mm sichtbar überlegen.

Nikon müht sich schwer mit seinem 4,5-5,6/30-110 mm Tele den Anschluß zu finden und scheitert an dem kleinen Sensor: Ich unterschätze Nikon hier nicht, doch bis der kleine 1 Zoll Sensor mit Faktor 2,7x mit den Ergebnissen bis 800 ISO von mFT und APS-C gleichziehen kann wird noch viel verbessert werden müssen. Von dem noch kleineren Pentax-Sensor in der Q ganz zu schweigen. Und Leica scheidet auch aus, denn dort ist an einer M immer noch keine Tele-Fotografie mit Autofokus möglich.

WENN FUJI-SYSTEM-KAMERA – dann Festbrennweiten wie 14 mm; 23 mm; 35 mm oder 60 mm!

Fujifilm hat gerade seine Preise gesenkt, die X-E1 kostet ab jetzt mit 2,8-4,0/18-55 mm OIS: 1100€ – Die X-Pro1 kostet jetzt 1100€ (ohne Objektiv).

 

DIESER Bericht ist kontrovers diskutiert worden und wird von allen Fuji-Fotografen wenig geschätzt, es ist schon fast wie bei Leica-Sammlern – da wird in Unkenntnis anderer Kameratechnik eine Marke gelobt.
Mein Freund und Kollege Andreas Klotz ist jetzt seit einem halben jahr mit deiner Fujifilm X-E1 unterwegs und kam gerade aus dem USA-Urlaub zurück. Er hatte seine hochwertige Nikon-Ausrüstung (D7100 & D3x) mit den Objektiven absichtlich mal zuhause gelassen.
Er betreibt keine extrem schnelle Fotografie – so wie ich und genießt seine Aufnahmen in RAW für seine zahlreichen Buchproduktionen.
Hier kurz seine Eindrücke:
Anbei das Fuji-Tele-Objektiv ohne jegliche Gebrauchsspuren oder Schlimmeres heil zurück.
Das hat auch damit zu tun, dass ich es nur ganz selten überhaupt benutzt habe – denn der Umgang damit, das Handling, hat mir gar nicht gefallen. Hauptsächlich weil es zu langsam ist und an der Kamera viel zu wenig ausbalanciert.
Ganz bewusst hatte ich ja auf dieser Reise nur die Fuji dabei – ich wollte mich intensiv mit der Kamera, mit dem ganzen “Systemkamera-Umgang” vertraut machen und echte eigene Erfahrungen sammeln.

Mein Resümee:
es war schrecklich, ich vermisste meine DSLRs bei jeder Gelegenheit – ich bin “geheilt” für die nächsten Jahre – am liebsten würde ich die Fuji sofort wieder verkaufen.
Hier ein paar meiner Kritikpunkte auf die Schnelle:

AF i.d.R. viel zu langsam (trotz neuer Firmware) – und oftmals hat er auch gar nicht funktioniert – also ins Leere fokussiert bzw. rote Anzeige und dann entweder unscharfes Bild (bei C) oder gar keins (bei S)

Auslöseverzögerung zu lang, Auslöser zu “unsanft”

Augensensor bei Sonnenbrille nicht gut angesprungen, also kein Sucherbild, ständiges hin und her …

Akku viel zu schnell leer – zwei Mal habe ich mich deswegen total geärgert, obwohl ich den zweite Akku dabei hatte – aber von der ersten Vorwarnung in der Kamera zu “Nichts geht mehr” einfach keine Reserven

Ständig hat sich irgendwas verstellt – das Ding liegt einfach nicht in meiner Hand – ich kam auf diverse Tasten und hatte plötzlich Menüanzeigen im Sucher und was weiß ich noch alles – beim Wegpacken verdrehte sich die AF-Betriebsart usw. –
und vor allem das +/- Rädchen dauernd.

Der Objektivdeckel hält nicht gut bzw. lässt sich nicht gut anbringen,
Die Sonnenblende verdreht sich und ist ebenfalls nur “wackelig” drauf zu kriegen.

Ach ja … ich bin ja selber schuld !!!

Du merkst schon – die Fuji und ich passen nicht zusammen.

Die USA-Tour war ansonsten sehr schön und erholsam. Vor allem auch weil ich mal sehr wenig fotografiert habe (Ironie …)

Andreas Klotz www.mondberge.de

 

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

10. August 2013
Olympus E-P5 oder Pen 5 – mFT wird erwachsen

Neue Olympus Pen 5

Nach einem Jahr ist die OM-D nun auch nicht mehr Klassenbeste bei Olympus – vieles wurde für die neue Pen 5 verbessert und das Konzept mit separatem Sucher, aber integriertem Blitz beibehalten. Preis-Wert ist die Pen 5 mit rund 1000€ ohne Objektiv und ohne Sucher ganz sicher nicht. Da der Sucher nur optional für rund 300€ (!) zu haben ist, erscheint die teure OM-D für 1100 € gleich wie ein Schnäppchen.

Aber es gibt außer der für mich wenig ansprechenden – altmodischen Retro-UnForm auch einiges Positives zu beichten:

– 1/8000 Verschlußzeit

– 1/320 Sekunde Blitzsynchronzeit (schneller als alle DSLRs)

– Fokus-Peaking – Scharfstellhilfe mit Kontrastkanten.

– 100-25.800 ISO (aber immer noch nicht 50 & 25 ISO oder Graufilter zuschaltbar)

– 5 Bilder pro Sekunde mit AF-Nachführung

– 9 Bilder pro Sekunde ohne Autofokus

– Klappmonitor

– zwei separate Einstellräder

– eingebauter Blitz

– 420 g leicht

Olympus weiß was Fotografen lieben – einen tollen Sucher!

 

In der Praxis hatte ich so meine liebe Mühe mit einigen Funktionen – wer nur ab und zu fotografiert, wird sie aber sicher lieben.

Alle Fotografen die Olympus näher stehen hatten mit einer Pen Pro Version gerechnet, also eine kompakte, spiegelfreie Pen mit eingebautem Sucher, Abdichtungen, beweglichem Monitor, der Option auf einen Batteriegriff und einen noch besseren Sensor – alle diese Wünsche hat Olympus erhört  Doch die E-M5 ist zumindest für die bisherigen FourThirds-Nutzer noch nicht das Ziel, denn ihr fehlt noch die Kraft FT und mFT harmonisch zusammen zu führen – der neue Adapter MMF-3 – bringt zwar Abdichtungen und Regensicherheit, aber er stellt noch immer keinen schnellen, sicheren AF mit allen FT-Zuikos-Objektiven sicher. Die SWD-Ultraschall-Objektive arbeiten immer noch unbefriedigend.

Wenn es dann doch noch gelingt, gäbe es für microFourThirds 60 verfügbare Objektive vom 3,5/7,5 Fisheye bis zum 2,8/300 mm bzw. 5,6/600 mm Supertele. Sehr leichte und kleine Objektive und sehr robuste, abgedichtete professionelle Objektive – dann könnte man fast sagen,

 

Alles Metall: Magnesium-Legierung und volle Abdichtung!

Mit der Bildstabilisierung in der Kamera eröffnet Olympus neue Welten, auch für alte Objektive und da die Wirksamkeit mindestens genauso gut ist wie Objektiv-Bildstabilisierung setzt sich Olympus technisch an die Spitzenposition.
OLYMPUS fährt jetzt schon drei Kamera-Serien für Wechselobjektive:
1. FourThirds, aber die E-5 ist alleine nicht in der Lage das System aufrecht zu erhalten
2. Pen – kleine leichte unkomplizierte Bekleiter für alle mFT Objektive
3. Olympus OM-D – Kameras für ambitioniertere Fotografen, die ein System bevorzugen und beste technische Lösungen suchen.

Etwas Ernüchterung im SUCHER?
Hat Olympus die Dunkelpausen im Griff?
Sind die Infos genausogut ablesbar wie in der OM-D?
Ist der Sucher uneingeschränkt brillenträgertauglich?
Ist er so toll wie der Panasonic Sucher?
SERIENbilder:
Wann erklärt mal endlich jemand den Computer-Futzies, die heute Kameras programmieren – dass Kameras mit schnellen Serienbildern ohne Autofokus-Nachführung in den allermeisten Fällen unbrauchbar und sinnlos sind?
Die meisten Motive, die man in Serie festhalten möchte bewegen sich und zeigen eine Veränderung – also braucht man AF.
Die AF-Nachführung funktioniert nur im Low-Serienbildmodus bis 5 Bilder/pro Sekunde mit deutlicher Dunkelpause – was für ein Mist! Die Unterbrechung findet auf Monitor genauso statt wie im Sucher. Also da packe ich dann im Telebereich und bei bewegten Motiven weiterhin meine Eos aus, da ist die Dunkelpause im Sucher wenigstens so kurz, dass sie nur wenig stört. Doch wer keine Action fotografiert wird sich daran nicht stören und den bisher besten elektronischen Sucher genießen können.

GEWICHTE:

Pen 3 = 390g (mit Accu und Karte)

Pen 5 = 420g

OM-D = 650g (mit Accu und Karte) mit Hochformat-Griff

OM-D = 530g (mit Accu und Karte) mit Griff

OM-D = 430g (mit Accu und Karte) ohne Griff

 

Olympus hatte ja bisher immer schon starken Wettbewerb mit Panasonic – konnte sich aber mit interner Bildstabilisierung einen eigenen Weg bewahren. Panasonic hingegen mit der besseren Filmtechnik und dem voll beweglichem Monitor hat diesen Unterschied jetzt auch glatt gebügelt, die neue GX7 verfügt ebenfalls über ein Sensor-Bildstabilisierungs-System. Es schafft 2-3 Stufen und Olympus gibt an 4-5 Stufen zu schaffen. In der Praxis sind die Unterschiede nicht so leicht dingfest zu machen.

LICHT – Sehr gelungen:

– abnehmbarer, hochauflösender Sucher, beweglich
– 16 MP Sensor mit hoher Schärfe (beste bei Olympus bisher)
– nur 44 Millisekunden Auslöseverzögerung auf Profiniveau
– Empfindlichkeit bis 6400 rauscharm – ISO 25.600 nutzbar
– sehr leise und sehr angenehmes Auslösegeräusch
–  großer Klapp-OLED-Monitor mit Touch-Screen
– automatische Sucherumschaltung auf Monitor und zurück
– Sucherbild und  hohe 2,3 MB Auflösung
– Technische Daten unter dem Sucherbild einblendbar und sogar blau unterlegt (OM)
– klassische Bedienung mit Drehrädern und Tasten
– Metall-Gehäuse aus Magnesium-Legierung

– schneller Single-Autofokus
–  5 Bilder/Sekunde mit AF möglich bei unbewegten Motiven
– separates Speicherkarten-Fach
– sehr passgenau verarbeitet

– 5 achsiger Bildstabilisator
– Accu mit guter Kapazität und nur auf eine Art einzulegen
– erhöhter Dynamikumfang 11 Stufen
– neue ART-Filter und Kombinationen möglich (Bracketing)
– MOV-Videoformat für PC Bearbeitung – 29 Min Aufnahmedauer
– Mini-Blitz FL-LM2 nur mitgeliefert

 

SCHATTEN – Was fehlt noch zur Action-Kamera?

– weniger griffig
– kein Accu-Griff vorgesehen
– keine Abdichtung gegen Regen und Staub

– hohe Abnutzung des Gehäuses, der Beschriftung möglich
– Dunkelpausen bei Serienbildern
– kein elektronischer Verschluß
– kein schneller AF mit AF-Verfolgung
– AF-Tracking steckt noch in den Kinderschuhen
– nur 17 JPEG-Bilder in Folge
– nur 15 RAW-Bilder in Folge
nur 13 RAW + JPEG LF Bilder in Folge
– Bedienung etwas fummelig
– kein schneller Zugriff auf AFC möglich
– Bildstabi noch nicht ausgereift, macht Rauschgeräusch
– keine CA Korrektur

– im Serienbetrieb ist Einzelbildauslösung schwierig
– keine gute Einsatzfähigkeit der Zuiko SWD-Objektive mit schnellem AF
– schon wieder neuer Accu BLN-1
– kein versenktes oder verdrehgesichertes Menü-Rad
– beweglicher Monitor bei Hochformat nicht nutzbar
– Empfindlichkeit nur ab ISO 100 – gebraucht wird ISO 50!
– primitive, störende Gurt-Befestigung
– kein Joy-Stick für AF-Felder
– schwache Gestaltung des Oberdecks
– ISO nur in 1/3 oder Ganzen Stufen!
– nur +/- 3 Stufen Belichtungskorrektur
– Accu-Kapazität eher gering – 400-500 Auslösungen möglich – je nach Motiven u ISO auch 600
– schnell verschließene Zoom-Objektive im Angebot

Wenn ich Chefkonstrukteur bei Olympus wäre:

– wären 25 – 50 – ISO EINSTELLBAR
– hätte der Monitor ein seitliches Gelenk
– hätte der Sucher niemals Dunkelpausen
– könnte die Kamera mindestens immer 25 Bilder hintereinander belichten
– würde ich jetzt keine Kamera mehr vorstellen, bis sie schnellen SWD-AF MIT VORHANDENEN OBJEKTIVEN BEHERRSCHT
– hätte ich die tolle Idee der ersten Pen übernommen und das Mode-Rad wäre versenkt
– es gäbe die Kamera wahlweise mit echtem Lederbezug und vielen verschiedenen Bezügen
– ich hätte die Gurtaufhängung der Pentax LX verwendet
– ich würde fieberhaft an einer elektronischen Verschlußlösung arbeiten
– +/- 5 EV Belichtungskorrektur wären möglich

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben – ab jetzt ist hier die Bestellung bei mir möglich:

(Deutsche Ware, original Olympus-Garantie!)
Das Gehäuse kostet 1000€
mit 14-42 mm Objektiv = 1100€
mit Sucher = 1300€
mit 1,8/17 mm = 1450€



 

Dieses aktuelle Olympus-mFT-Objektiv-Foto täuscht leider etwas über die tatsächliche Auswahl hinweg. Denn es werden jeweils das silberne und das schwarze Objektiv abgebildet und dazu noch die eher billig wirkenden Adapter.
Letztlich kann ich jetzt nur noch folgende Objektive zum Kauf empfehlen:
2,0/12 mm – 1,8/17 mm – 1,8/45 mm – 1,8/75 mm – 2,8/60 mm Macro & 4,5-5,6/9-18- mm & 4,5-6,3/12-60 mm – alle anderen Brennweiten würde ich mit mFT Objektiven von Panasonic und Voigtländer abdecken.

 

Endlich drei mFT Pen-Objektive in SCHWARZ:

1,8/75 mm = 1,8/150 mm (entspricht: 3,6/150 mm KB)

Klingt verlockend, in solider Bauweise und trotzdem Kompakt – das schafft ganz neue Anreize.

1,8/17 mm  = 1,8/35 mm  (entspricht: 3,6/35 mm KB)

sicher spannend, aber ich wünsche mir doch dringender ein 2,0/45 mm oder das sagenhafte 2,0/50 mm in moderner Bauweise, kompakt und schnell!

1,8/45 mm = 1,8/90 mm (entspricht: 3,6/90 mm KB)

 

 

 

 

 

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