Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
umfangreichste und ausführlichste Test-Sammlung
aller Autofokus-OBJEKTIVE
im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
Alle bedeutenden Autofokus-Objektive in der Praxis getestet und beschrieben – unabhängig
und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
nur hier ungekürzt und klar!
& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

11. April 2018
Vollformat-DSLM wollen in Kürze die Norm werden?


Vollformat-DSLM werden in Kürze die Norm

Will uns eine populäre Internetseite weißmachen.
Die Norm von was?
Von besseren Fotos? Die Norm, dass jeder das braucht?
Meine Güte wer überlegt sich so einen Mist.

Ein herausragendes Foto hat fast nie etwas mit der Kamera, geschweige denn mit dem Aufnahmeformat zu tun!
Wer etwas anderes behauptet hat einfach keine Erfahrung und keinen technischen Verstand.
Das gilt übrigens letztlich in entschärfter Form für Datei-Formate – auch sie sind, wie Kameras immer nur ein Mittel zum Zweck. Unterschiede sind oft ausschließlich im direkten Vergleich zu sehen. Und deshalb zumeist irrelevant.

Klar will die Industrie am liebsten Vollformat-Kameras neu verkaufen und dazu schwere, sauteure Objektive. Aber wir entscheiden. Machen wir den Wahnsinn mit?
Die Kameras wie eine Sony Alpha 7III haben jetzt endlich, nach fünf Jahren, eine gewisse Reife und Alltagstauglichkeit erreicht, kompakt sind Objektive allenfalls im Superweitwinkelbereich. Leica probiert noch, senkt aber die Lichtstärken der professionellen Objektive bewußt ab, um sie kompakter konstruieren zu können. Diese Entwicklung werden wir vermutlich auch bei den Meisten anderen erleben.
Auch Canon und Nikon werden in 1-2 Jahren vielleicht nah daran sein. Pentax will an DSLR festhalten, auch bei 645 Mittelformat – sie sind, wie immer seit fast 50 Jahren wieder der letzte Mohikaner – aber es ist gut, dass es den auch noch gibt.

Fujifilm hat den cleversten Schritt vollzogen, Halbformat mit excellenten, kompakten Objektiven und Mittelformat mit den letzten Reserven.
Bei Olympus und Panasonic, die beide auf den kleinsten Sensor setzen, ist nicht auszuschließen das sie sich nicht doch einmal an Vollformat probieren – je nachdem wie wir uns entscheiden.

Wenn viel mehr Menschen als bisher, viel Geld für Vollformat ausgeben wollen – bisher ist das nur ein sehr kleiner Nischenmarkt mit 10-15% am gesamten Fotomarkt – dann wären wir mFT-Anbieter dumm nicht auch auf den Zug aufzuspringen.

Aber bisher bieten nur Sony und Leica Vollformat-DSLM an und sicherlich werden Canon und Nikon folgen.
Auch Sigma, Tamron und Tokina stehen in den Startlöchern – aber auch für die Hersteller ist am wichtigsten, was der Kunde kaufen will. Dazu noch eine Feststellung von mir:
Alle Menschen, die Sigma oder Tamron Objektive an Canon oder Nikon Kameras schnell und besser, als die von Canon und Nikon, finden – haben offensichtlich noch nie mit Motiven in Bewegung zu tun gehabt. Der AF kann bisher einfach nicht so reagieren, wie er das im gleichen System tut – also Nikon Objektiv an Nikon Kamera etc.

Alle können das aber mit Objektiven beeinflussen. Wenn Canon und Sony weiterhin so wenig ernst zu nehmende Objektive für Halbformat (Bitte liebe Industrie nennt es endlich mal so und nicht APS-C!) produzieren, lassen sie Foto-Enthusiasten wenig Auswege, eben Fuji und mFT. Und wenn jetzt Sigma und Tamron auf Vollformat eingeschworen werden (natürlich gibt es da Absprachen und Taktik zwischen So/Ca/Ni und Sigma/Tamron auf der anderen Seite) – dann wird es eng für viele Fotografen, die bisher Canon und Nikon gefolgt sind.

TROTZDEM – Unser Geldbeutel entscheidet.
Der Vorteil der kleinen und etwas leichteren Alpha 7 schwindet sogleich, wenn die Objektive, vor allem die Festbrennweiten wegen der hohen Auflösungen, deutlich größer und dicker und schwerer werden – siehe auch Sigma. Die Entwicklung führt in eine falsche Richtung. Auf Lichtstärke zu verzichten und nur noch mit f:2.8 Festbrennweiten und f:4.0 Zooms zu setzen, wo bisher f:1.8 und f:2.8 üblich waren, kann auch nicht die generelle Lösung sein.

Canon und Nikon werden ab Herbst oder erst im Frühling 2019 erste Versuchsballons starten, Kameras in der Semi-Pro-Klasse einer Sony Alpha 7III, professionelle Kameras ohne Spiegel werden wir wohl tatsächlich erst im Frühjahr 2020 sehen, zur Japanischen Sommer-Olympiade.
Ich denke, was uns da als erste Generation angeboten wird, kann man fast überspringen, denn sie werden weder ausgereift noch fehlerfrei sein, noch wird es ausreichend oder gar exotische Objektive dafür geben. Einstweilen bleibt die ausgereifte DSLR-Technik wichtig und teilweise sogar alternativlos. Denn jetzt 7000-10.000€ für einen Sony Einstieg zu zahlen, wäre eine kostspielige Torheit.

Bei mFT und Fuji verbrennt man da weniger Geld und bekommt moderne Leistung und kompaktere Ausrüstung.
Das Nikon sich dem freien Sony-E-Bajonett anschließt, halte ich für ausgeschlossen, solange Sony nicht Nikon schluckt. Canon wird mit eigenem Bajonett antreten, das vermutlich wieder zu nichts anderem richtig kompatibel sein wird, weder zu EOS-M noch zu EOS.

Vollformat hat Vorteile:
– für höhere Dynamik und geringeres Bildrauschen
– im Weitwinkel- und Normal-Objektivbereich
– adaptieren älterer Objektive zur Nutzung des gleichen Bildwinkels
– geringe Schärfentiefe zum Freistellen mit kurzen Brennweiten

Vollformat hat Nachteile:
– Im Tele- und Super-Tele-Objektivbereich
– Auffällig
– Größe der Objektive
– sehr geringe Schärfentiefe
– AF-Trefferquote
– Kosten
– bisher kein voll beweglicher Monitor

Was jetzt kommen muß

Tun wir mal so, als könnten mit DSLR-Technik keine erstklassigen Fotos mehr erstellt werden – weil DSLM-Kameras ohne Spiegel in allen Belangen technisch und haptisch überholt haben.
Wir wollen erstklassige Fotos von Reisen, von Tieren und Natur (von Familie, Landschaft, etc. sowieso) und befreien uns bitte von dem ursprünglich von Canon verursachtem Druck – das könne nur mit Vollformat gelingen (was einfach falsch ist und leicht zu widerlegen, zumal es ja neben extrem guten kleineren Sensoren auch Mittelformat und Großformat zu kaufen gibt).

Ausflug in die Vollformat-Anfänge:
Ursprünglich hat Canon diesen Druck erfunden und erzeugt um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen und die Menschen von lästigen Objektiv-Rechnereien zu befreien. Im September 2002 erschien die Canon EOS 1Ds und 2005 folgte die Eos 5D. Da waren Nikon und Minolta/Sony und Leica noch weit vom Vollformat entfernt. Nikon erschien erst 2007 mit der D3 auf der Vollformat-Bühne, Sony A900 in 2008, Leica mit der M9 in 2009, Pentax mit der K1 in 2016.

Spiegelfrei ahmte dann Sony das Erfolgsgeheimnis von Canon nach und brachte 2013 die ersten zwei Vollformatkameras Alpha 7 und Alpha 7R. Leica erkannte seine Chance auch schon 2016 und stellte die Leica SL vor. Heute liefern alle außer Panasonic, Olympus und Fujifilm Vollformatkameras. Fujifilm, Hasselblad, Leica und Pentax bieten sogar Mittelformat-Systeme an.

Die Kameras müssen dank spiegelfreier Technik heute für Vollformat nicht mehr zwingend erheblich größer, dicker und schwerer sein (Sony = 650g – 13 x 10 x 7cm) – von Leica mal abgesehen. Die Kamera selbst ist also kaum ein Hinderungsgrund, selbst Mittelformat ist jetzt in kompakter Form und relativ leichten Gehäusen möglich (Hasselblad 725g –  15 x 10 x 7 cm).

Für unsere Reise- und Natur-Aufnahmen brauchen wir nicht wirklich Vollformat, denn das hat auch Nachteile:
– sehr hohe Kosten
– höheres Gewicht
– geringe Schärfentiefe
– größere und schwerere Objektive

Das sind alles Faktoren die Reisen, und jede Form von Fotopirsch teilweise deutlich erschweren.

Prioritäten
Da ich sowieso nicht abgeneigt bin mit mehreren Systemen zu fotografieren und kein System für alle Motive und Lichtsituationen auch nur annähernd perfekt ist, kaufe ich Systeme und vor allem Objektive nach meiner Foto-Priorität.

Mir persönlich sind zum Beispiel Landschaftsaufnahmen nicht mehr so wichtig, damit lässt sich kaum Geld verdienen und auch schon mit mFT lässt sich eine ausgezeichnete Druckqualität und gute Dynamik erreichen. Klar ist sie mit Mittelformat ungleich höher, aber das sind mir die Motive einfach zu selten „wert“. Und Mittelformat ist langsam.

Beispiel, bisher reiste ich um die Welt mit:
DSLR Vollformat: 4.0/16-35 mm 620g, 11,5 cm lang und 72 mm Durchmesser
es geht aber leichter und kompakter mit:
Sony 7 DSLM: Zeiss 4.0/16-35 mm 520g, 10 cm lang und 72 mm Durchmesser
Leica mFT: Leica 2.8-4.0/8-18 mm 320g, 9 cm lang und 67 mm Durchmesser

Wenn man es wirklich wild mit großen Bildwinkeln auf Reisen treiben will, würde ich heute sogar den Kauf einer Sony Alpha 7 mit dem Ultra-WW-Zoom in Erwägung ziehen:
Sony DSLM: 4.0/12-24 mm 570g, 12 cm lang und 9 cm Durchmesser

Das Canon 4.0/11-22 mm wäre mir mit 1.200g viel zu monströs und die wenigen Millimeter Unterschied, selbst zum 16-35 mm reißen es in den allerseltensten Momenten raus. Am wichtigsten bleiben für Landschaften und Architektur, wie Stadtleben Brennweiten von 20-100 mm. Mir sind auch die Zooms wie 2.8/15-30 mm, 4.0/12-24 mm, 2,8/14-24 mm viel zu fett und schwer und sie bergen viel Problempotential (Staub und Schmutz auf Frontlinse, keine Filter, sehr geförderte Frontlinse, wenig wirksame Sonnenblenden etc.).

Bei Porträts und Tieraufnahmen ist es genau umgekehrt, da ist mir nur das Beste gut genug, da brauche ich oft viel Brennweite, Schnelligkeit und Reserven, da müssen Kameras wie D500, D850, X-T2, X-H1 die meiste Zeit ran. Mittelformat ist da unpraktisch und mFT bei wenig Licht öfter nicht gut genug. Meine Teleobjektive wiegen mindestens 1.000g – oft sogar 2.000-3.000g.
So setzt jeder seine Prioritäten.
Für mich nähert sich ein Fotosystem erst dann der besten Tauglichkeit – wenn der Hersteller sowohl Vollformat als auch Halbformat-Kameras mit hohen Auflösungen und Schnelligkeiten liefert. Als einziges System kann das heute NIKON am besten. Canon verwendet einen noch kleineren Sensor (1,6x), weniger gut angepasste Objektive und hat ein inkompatibles Bajonett.
Wenn Fujifilm eine schnellere GFX Mittelformat-Kamera bringt, die bezahlbar bleibt, könnte auch das eine Alternative sein.


 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

9. April 2018
Panasonic G9 als Spektiv-Ersatz – verrückt mit AF

Ich habe mal wieder etwas völlig verrücktes ausprobiert –
ich habe an der Panasonic G9 mit den Einstellungen 4x und 2x Bildvergrößerung gespielt.
4x ist schon wild, da wird alles etwas verwaschen und nichts mehr richtig toll scharf, es wird so wie Spektivfotografie (aus 800 mm Bildausschnitt wird 3200 mm Bildausschnitt), man kann endlich beobachten und seine Beobachtungen auch festhalten:
Doch genau genommen sehen die Fotos bei gutem Licht und kurzen Zeiten auch wieder nicht so schlecht aus. Wer sich auf 2x beschränkt und mit dem 100-400 mm unterwegs ist bekommt 1600 mm Bildausschnitt und im unteren ISO-Bereich bei gutem Licht (!) auch durchaus brauchbare Fotos.

Was mir aber hier wieder sehr nachteilig auffällt, ist der ruckelige AF der G9, der trotz Einstellung auf AF-S nicht still hält und der trotz einzelnem, kleinstem Messfeld keinesfalls immer das gewünschte Objekt schnell und präzise scharf fokussiert.
Die Olympus E-M1II ist in der Disziplin auch kein Wunderknabe und auch eine Fujifilm X-T2 enttäuscht hier öfter (ganz zu schweigen von allen bisherigen Sony Kameras) – doch Panasonic scheint hier übers Ziel hinaus geschossen zu sein. Zumindest bei Bildserien werden reihenweise scharfe Fotos zur Lotterie – bei einzeln ausgelösten Bildern und auch bei 10 Bildern pro Sekunde unterscheiden sich die Fotos hinsichtlich Schärfe.

2x Bildausschnitt in der Kamera – unterschiedliche Schärfe:

Unterschiedlich scharf – das ist in dieser Form unzufriedenstellend.
Realisiert mit Leica 2.8/200 mm & 1.4x Konverter – 2x Vergrößerung in der Kamera.

4x Vergrößerung in der G9.

ABFLUG:

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

7. April 2018
Der TRICK der ganzen japanischen Fotofirmen

Fujifilm XT2 & Fujifilm 5.6/100-400 mm plus 1,4x
…der Frühling fliegt ein…

Der TRICK der ganzen japanischen Fotofirmen ist:

Die wollen KEINE ZUFRIEDENEN Käufer.

Jeder soll immer rasch neuere Produkte kaufen und nie wirklich zufrieden sein. Das hat Canon mal eingeführt und mittlerweile mischen da auch Fuji, Sony und Co kräftig mit.
Zufriedenheit ist der Geschäftstot.

Schlimm ist, das es inzwischen auch bei Objektiven so vorgemacht wird, immer kürzere Laufzeiten und immer wird auf irgendwas technisch verzichtet.
Da sollen heute nicht 90% erreicht werden, sondern besser nur 70%.
Und jede Marke lässt Lücken, Canon hat das perfektioniert.
Bei DSLR-Kameras ist es klar erkennbar: Nur Nikon bietet mit D500, D750, D850, D5 ein insgesamt runderes Angebot für ein Objektiv-Sytem.
Bei DSLM wird Sony gerne hier als 100% Hersteller dargestellt, aber da ist auch viel Schatten und Luft zur Verbesserung.

Also eine Kamera, mit der man gerne 3-5 Jahre fotografiert und die in der Zeit kaum Raum für Wünsche lässt, scheint es mir ausser den Nikon-Kameras (mit den Beschränkungen der DSLR-Technik) nicht zu geben. Auch wenn Olympus, Canon, Fujifilm und Pentax noch so sehr an der Handbremse ziehen und alle aufhalten wollen – Sony und Panasonic und dazu Nikon bei DSLR -sausen vorbei und zeigen mehrheitlich die Höchstleistungen die heute machbar sind.

Aktuell:

Zuverlässigste Kamera: Nikon D500 (mit weitem Abstand – seit 2 Jahren im Dauer-Einsatz)
(ebenfalls seit 2 Jahren im Einsatz, aber mit weniger Freude oder mit festgestellten Zicken tun verschiedenen Situationen: Canon EOS 80D, Fujifilm X-T2, Olympus E-M1II)
Reaktionsschnellste Kamerasystem (mit Objektiven): Panasonic G9
Präzisestes Kamerasystem (AF – Belichtung – Farben): Nikon D500 – Nikon D850 und alle weiteren Nikon Kameras ab 1500€
Das leichte und kompakte Kamerasystem für höhere Ansprüche: Fujifilm X-T2 oder bei kleinerem Sensor: Olympus E-M1II
Die beste Bildstabilisierung: Olympus E-M1II mit 4.0/12-100 mm oder 4.0/300 mm
Das angenehmste mechanische Auslösegeräusch (leise und erschütterungsfrei): Fujifilm X-H1

Die enttäuschendste Neuerscheinungen:
Canon EOS M50
Canon EOS M100
Fujifilm X-H1
Fujifilm X-E3
Pentax K1 II

Die vielversprechendsten Neuerscheinungen:
Sony Alpha 7III
Panasonic G9
Sony Alpha 7RIII
Nikon D850

Nikon D850 & Tamron 6.3/100-400 mm und starker Ausschnitt



Fujifilm XT2 & Fujifilm 5.6/100-400 mm plus 1,4x

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht