Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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21. April 2026
Wald-Käuze 2024 – ROCHADE

Wir leben in der Versicherungs und Sicherheits-Blase – das sind alles nur Hirngespinste.
Wenn einer mit Macht und dicker Keule kommt, müssen wir uns bis auf’s Blut verteidigen.
In Wahrheit ist das Leben, unser aller Leben, in jeder Sekunde ein Überlebenskampf, ein Kampf um Stärke, einfaches Futter und Unversehrtheit!
Bei den Tieren ist das für geduldige Menschen auch jederzeit zu beobachten.
Weil ich den zappeligen Autofokus der Z9 leid war, habe ich sie auf manuelles Fokussieren eingestellt und zusätzlich die Farbe zurück genommen und nur das 6.3/800 mm verwendet. Allerdings lies das schwach Licht es nicht zu, wirklich kurze Zeiten zu wählen, meist mußte ich bei 1/500 oder maximal 1/1000 bleiben und RAW zusätzlich nutzen, um bei 20 BpS noch um 10.000 ISO zu bleiben.
Ich war früh um 5.30 Uhr bei den Wald-Käuzen und ihrem Nachwuchs, als sich folgendes entwickelte:

 

 

Ich habe mich an eins der schwierigsten Motive gewagt – Eulenvögel.
Nicht das sie meinen ich habe mich im Nordseestrand vergraben – ich habe ausgerechnet wieder ein neues Vogelprojekt begonnen, dem ich täglich bis zu 7 Stunden witme.
Nach Buntspecht, Grünspecht, Meise, Star, Bienenfresser, Rotkelchen, Haubentauchern, Eisvogel, Zaunkönig, Kleiber, Zwergtauchern, Austernfischer, Küstenseeschwalbe, Wasseramsel habe ich jetzt den Steinkauz im Visier.
Ausgerechnet ich, der mit Vögeln nie viel zu tun hatte und wie ein Pölking, Morris oder auch nur so gut wie die anderen Spitzen-Vogelfotografen, werde ich sicher nicht. Dafür weiß ich zu wenig, habe in der Jugend zu wenig über Vögel, Gesang, Reviere und Verhalten gelernt. Ich war immer Katzen- und jetzt auch Eichhörnchen-Mensch, das bleiben auch meine Lebens-Motive.
Aber ein Eulen-Vogel war immer ein Wunschprojekt.

Es ist vergleichsweise fotografisch gut zu aufzulösen, wenn wir bei wenig Licht fotografieren muss, immerhin stehen uns heute Teleobjektive mit f:1.2 und f:1.8 und dann noch f:2.8 und f:4.0 Lichtstärke und Empfindlichkeiten bis 6400 ISO plus Entrauschungssoftware zur Verfügung.
Und es ist auch nicht mehr so schwierig sehr lange Brennweiten für größere Distanzen zum Motiv zu verwenden, für gutes Licht gibt es 800 mm sogar schon unter 1000€. Nur jenseits 800 mm wird die Luft sehr dünn, dann helfen nur noch Konverter, Sensoren oder Spektive.
Jedoch die Kombination aus wenig Licht bei Entfernungen von 50-200m stellen eine weiterhin kaum überwindbare Hürde mit ständigen Kompromissen dar. Bewegungen sind fast gar nicht scharf einzufangen – außer mit Blitz oder Kunstlicht.

Extrem-Telefotografie
Wer noch denkt, 500-600 mm seien schon viel Brennweite und wer sich traut dann den Ausschnitt auf vergleichbar 900 mm zu nutzen, wähnt sich sicher am Ende der Telebrennweiten.
Doch trotz aller technischen Verbesserungen und hochauflösender Sensoren ist das Mitnichten das Ende der erhofften Reichweite.Auch 1200 mm, 1700 mm und sogar 2000 mm können bei kleinen Tieren mit hoher Fluchtdistanz durchaus wichtig werden – Ich sage nur Steinkauz!
Nur leider sind die Steigerungen der Vergrößerung und die sichtbaren Details keineswegs unbegrenzt steuerbar – zumindest nicht ohne Weltraum-Satelliten-Technik. Schon bei 600 mm kann kalte aufsteigende Luft, Fotos schnell unbrauchbar machen. Und auch die Unterschiede zwischen 1000 mm und 2000 mm sind vergleichsweise gering, viel geringer als die Zahlen vermuten lassen. Größtes Problem ist heute nicht mehr nur die ruhige Haltung der Kamera (da helfen IS, VR & IBIS sehr viel)sondern die vorhandene Lichtstärke, die noch kurze Belichtungszeiten und mittlere ISO-Push-Empfindlichkeiten zulässt. Ohne viel Licht gelingt meistens kein Telefoto. Nicht ganz umsonst werden die Objektive von Canon mit Anfangsöffnungen f:7.1, f:8 und f:11 so kritisch diskutiert und so oft als untauglich befunden. Das kommt aber zumeist von Fotomenschen, für die immer noch 800 ISO das Limit darstellt.
Trotzdem, für mein Projekt war die Canon R7 mit Canon 11/800 mm und erst recht mit 14x Konverter bei f:16 allenfalls an sehr klaren Tagen nach dem regen und sehr viel Licht brauchbar.
Denn bei der Kombination begegnen uns alle Hürden auf einmal. Die R7 rauscht wegen der 32 MP auf kleiner Fläche schon jenseits 1600 ISO stärker, f:11 lässt sehr wenig Licht durch und der RollingShutter der R7 kann durch Bewegungen des Objektivs oder Motivs schnell die Fotos verzerren.
Die anderen Eulenfreunde mussten mit 5.6/200-500 mm und 6.3/150-600 mm oft früher aufgeben, weil die Distanz von 60m bis 200m einfach zu groß war.
Ein 5.6/800 mm schien neben einem 4.0/600 mm plus TC die einzige Möglichkeit.

Ich hatte dann schnell die OM-1 zur Hand, denn bis zu 1600 mm bei f:4.5 sind konkurrenzlos. Aber nach ersten guten Fotos war ich trotzdem extrem limitiert durch fehlendes Licht, Abends nach 21.45 Uhr – da half dann auch irgendwann f:4.5 am kleinen MFT-Sensor nicht mehr und 800 mm sind noch deutlich zu wenig Brennweite um die scheuen und sehr kleinen Vögel nicht zu stören.
Weit entfernte Motive nah heran holen, klappt bestens, aber 16-20 cm kleine Vögel in mehr als 30-60 m Entfernung groß darzustellen und detailliert zu zeigen, ist etwas ganz anderes.
Deshalb wechselte ich notgedrungen auf Nikon Z9 mit 6.3/800 mm und 1.4x TC, Gleichzeitig eine gute Möglichkeit die Version 4.0 für die Z9 unter echten Wildlife-Bedingungen am Limit zu betreiben.
Eins wird sofort klar, ich weiß nicht, was die vielen anderen uns als Wildlife mit den tollen Nikon-Kameras verkaufen wollen, wo dann in Bildserien meist jedes Bild perfekt scharf auf dem Auge gespeichert wird – ich weiß nur, auch mit Version 4.0 habe ich weit mehr als 60% Ausschuss – wo der Fokus nicht sitzt. An schnelle Bildfolgen ist dabei gar nicht zu denken! Ganz oft wird ein Kauz gar nicht gefunden und erkannt, erst wenn ich auf Halbformat umschalte gelingt es etwas besser. Allerdings kein Vergleich zu OM-1 und erst recht nicht zu R7, R5 und 7RV, A1!
Wenn man an Menschen gewöhnte Vögel auf festgelegten Strecken abknipst, mag da mehr gehen – aber meine Steinkäuze geben einen Vogelschiss auf Internet, Nikon und Menschenvertrauen.
Mit allen 6.3/600 mm oder gar 7.1/500 mm Zoom-Objektiven braucht man da gar nicht anzutreten.
Somit bleiben für die Aufgabe aus meiner Sicht aktuell nur:
Sony A1 mit 4.0/600 mm +TC
Canon R5 mit 4.0/600 mm TC oder 5.6/800 mm – das 11/800 mm scheitert hier
Und das ist alles in der höchsten Preisschiene, da ist man mehr als 15-20.000 € los.
Deshalb kann hier nur die OM-1 mit 4.5/150-400 mm und die Nikon Z9 mit 6.3/800 mm in Frage kommen.
Die OM-1 zeigt Probleme bei 2x Digitalvergrößerung, wenn sich Motive schnell oder unregelmässig bewegen und wenn man jenseits 3200 ISO arbeitet – dann werden gute Fotos mehr zum Zufall. Und das Licht muß optimal sein.
Die Z9 zeigt immer wieder einmal seltsames AF-Verhalten, kann nicht folgen, bleibt nicht auf dem Motiv, findet die Augen nicht etc.
Wenn ich – wie sicher viele es tun – nur Vollformat nutze – dann versagt die Motiverkennung aus so grosser Distanz auf so kleine Motive häufig. Trotz der prägnanten Eulenaugen. Erst wenn ich in Halbformat wechsle und auch 1.4 x TC einsetze und das Motiv größer wird, ist der AF besser brauchbar – wenn auch weit entfernt von der “Werbe-Perfektion”.

Jeder Steinkauz kann seinen Kopf um bis zu 360° drehen – vor allem aber, er kann das schneller als eine Kamera es bisher festhalten kann – im kleinsten Bruchteil einer Sekunde wechselt der Blick von hinten nach vorne bei 180° Drehung des Kopfes.

Die Fotografie der 6 Steinkäuze unter schwierigsten Bedingungen… haben mein Wissen vertieft.
Ich weiß jetzt wieder, das alle optischen Objektivtests praktisch oft wertlos sind. Entscheidend ist nur das Licht.
Und heute auch der Sensor – mehr noch als das eigentliche Glas.
Das viel gescholtene Canon RF 11/800 mm kann ein ganz erbärmliches Objektiv sein, vor allem in hellem Sonnenlicht an der R7. Aber in anderer Lichtsituation eben auch ein sehr gutes, das den Vergleich mit 20 mal teureren Objektiven optisch kaum zu scheuen braucht.

Die OMDS OM-1 mit 4.5/150-400 mm überzeugt manchmal einfach nicht, schon gar nicht mit äußerster Brennweite und Bildausschnitt. Es hängt davon ab wie das Licht ist, der Bildstabilisator arbeitet und wie das Motiv oder ich selbst mich bewege/verwackle – dann kann es auch mal Mist abliefern. Aber meistens ist es fantastisch.

Die vielverbreitete Aussage, das Vollformatkameras immer bessere Qualität abliefert stimmt so einfach nicht. Es kann so sein, muß aber nicht – ich habe genug Beispiele mit OM-1, R7, Fuji X-H1 wo es nicht so ist und sehe fast jeden Tag Fotos mit der Nikon D500, die Vollformat sogar überlegen sind.

Ich habe inzwischen auch kein wirkliches Verständnis mehr für Menschen, die Tele-Fotografie und bewegte Motive mit Einzelbildmodus oder auch nur mit 5 B/Sec betreiben. Sie verpassen so viele atemberaubende Momente…

 

Erst wenn wir Menschen drastisch reduziert sind, wird es wieder mehr Tiere geben – das ist meine Erkenntnis.
Wo sollen die Tiere denn hin? Wenn wir alles betonieren oder fällen oder vergiften? Sicher gibt es jetzt spannende Begegnungen direkt in den Städten oder um unsere Häuser – aber dort wo die gebaut sind haben vorher viele Tiere und Pflanzen gelebt und jetzt suchen sich die letzten anderen Lebewesen nur einen Platz wo sie noch bleiben können.
Darüber können wir nicht froh sein!
Die Tierarten und Exemplare werden jetzt so schnell weniger, dass sich an jedem scheinbar spektakulären Motiv gleich dutzende Fotografen mit langen Tüten einfinden.
Und zu den langen Tüten gleich noch eins, Tamron, Sigma und Canon haben dafür gesorgt das Brennweiten wie 500 mm, 600 mm und jetzt sogar 800 mm und 1200 mm für fast jeden erschwinglich sind, der sich eine neue spiegelfreie Systemkamera kauft. Leicht, handlich, schnell, verwicklungsarm, scharf und preiswert – ist nur um 1000€. Was dazu führt, das Menschen wie ich immer mehr in der Horde stehen müssen und jedes Lebewesen schnell “totfotografiert” ist.
Es ist auch fast egal, welche Kamera dahinter ist, heute wird alles stabilisiert, enttäuscht und geschärft und fertig ist das Supi-Bild.
Schön ist das alles nicht mehr!

 

 

13. November 2017
Kamera-Technologie – CANON wo geht es hin?

alle warten…

denn 2018 müßten 3 Firmen neue Technologie zeigen – nur Canon, Nikon und Pentax sitzen noch fest in der Spiegelreflex-Welt.
Canon ist einen Schritt weiter als die beiden anderen, weil der Konzern länger gewartet hat und nicht den verfrühten Irrweg über noch kleinere Sensoren als mFT mitgegangen ist und inzwischen einige Kameras im kleinen Halbformat angeboten hat.
Es hat tatsächlich den Eindruck, als warten Nikon, Pentax, Sigma und Tamron nur auf C A N O N – der Marktführer soll endlich mutig voran gehen.
Obwohl Canon ein sehr traditioneller Konzern ist, der bisher nur einmal durch besonderen Mut aufgefallen ist – mit dem EOS-System.
Alle warten darauf, das Canon die neue Runde einläutet – jetzt sind Dokumente aufgetaucht, die nahelegen, dass eine Canon EOS M50 mit der Zusatzbezeichnung KISS (für USA, Japan, Asien) bald erscheint.
Das wird eine Kamera mit EOS M-Bajonett im Halbformat, eine kleinere Schwester der EOS M5, die vermutlich im Preisniveau unter 700€ antreten wird. Denn die M5 ist technisch eher als Pendant zur EOS 80D/77D zu sehen.
Jetzt wird vermutet, dass diese Kamera wegen der Bezeichnung KISS, die bisher DSLR-Einsteiger-Kameras vorbehalten war, eine Kamera mit gleichem Auflagemaß wie EOS S (800D) erscheinen könnte.
Ich glaube das nicht. Sie wird nur die neue M-Reihe im M-Bajonett vervollständigen.
Trotzdem bin ich mir fast sicher, dass 2018 Kameras im Vollformat und hoffentlich auch im Halbformat ohne Spiegelreflextechnik erscheinen werden.
Pentax war oft ein Nachzügler und selten ein echter Innovation, aber schon Anfang 2012 haben sie gezeigt, wie künftige Kameras aussehen können/werden. Die K-01 war zwar eine schreckliche Design-Kamera, ohne Sucher und in verrückten Farben, aber sie hatte ein unverändertes Auflagemaß und hatte den Adapter praktisch gleich eingebaut.

An den Bildbeispielen ist gut erkennbar, dass die Kamera ein tieferes Bajonett hat, als sie für DSLM-Technik ohne Spiegel haben müßte. Außerdem fällt sie etwas größer aus als die mFT oder 1″ Kameras von Olympus und Nikon, vor allem das Objektiv ist größer, weil es einen doppelt bis 4x so großen Sensor beleuchten muß.
Die asiatischen Bürger lieben es immer noch winzig klein – dennoch denke ich, das Canon Wege finden wird die Kamera so klein wie möglich zu entwerfen.
Auch ein Nachfolger der 7DII wird vermutlich keine spiegelfreie Technik zeigen – leider. Canon wird klein und zierlich bauen müssen, weil der asiatische Markt das verlangt und erwartet, das gelingt nur mit verändertem Auflagemaß/Bajonett – so wie es die M, M5, M10 ja zeigen. Der Hacken daran, kleine, lichtschwache Zooms – denn mit lichtstarken Festbrennweiten würden die Objektive derzeit noch zu groß und dick.

Bisher ist nur mit DO – PF Glastechnik der Bau von kürzeren Objektiven möglich (abgesehen vom Spiegelobjektiv).

Der Beweis für mich, dass es Kameras mit unverändertem Auflagemaß geben wird sind die ständigen Neuerscheinungen teurer und sehr spezieller Objektive für die DSLR-KB-Bajonette, die nicht nur von den 3 Kameraherstellern, sondern auch massiv von Sigma und Tamron erscheinen. Eine Firma wie Canon ist nicht so dumm drei neue TS-E Objektive 1917 und 2 Profi-Zooms 2016 einzuführen, wenn nicht das EOS-Bajonett weiterhin der Schwerpunkt der Systementwicklung bleibt. Das Gleiche gilt für Nikon, die in den letzten Jahren alle aufwendigen, teuren Super-Tele neu berechnet haben. Und Pentax hat seine Vollformat-Serie mit neuen Objektiven deutlich gestärkt. Sigma und Tamron präsentieren neue 2.8er Zooms und hochlichtstarke Festbrennweiten.

Das tun diese 5 Hersteller ja nicht, weil sie massiv in Adapterfabriken investiert haben – sondern weil sich am Bajonett/Auflagemaß auch in Zukunft nichts ändern kann.

Sollte es doch anders kommen und Canon, Nikon und Pentax auf neue Bajonette setzen, dann bin ich froh schon Fuji, Olympus und Panasonic im Schrank zu haben.
Das Canon bisher drei Eos-Baunette eingeführt hat, die nicht wirklich kompatibel sind – was Nikon und Pentax bewußt vermieden haben – spricht eindeutig gegen Canon.
Alles warten auf Canon – doch eine M50 scheint mir noch nicht die Initial-Zündung zu sein.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

11. November 2017
Internet-Publikationen

Warum mir so viele Tests spanisch vorkommen?
Selbst preview und andere große Foto-Werbeplattformen (dp gehört Amazon) haben meistens keine aktuellen Kameras gleichzeitig zum Vergleich da und Objektive schon gar nicht.

Hersteller tun ja nichts lieber, als uns an der Nase herum zu führen – als uns lückenhaft ein X für ein U zu verkaufen.

Nachdem Photoskala mit dem Tod seines Erfinders dramatisch nachgelassen hat, wurde jetzt in Kooperationen PHOTOWeekly eingeführt.
Eine schlimmere Werbepostille ohne Gehalt, die mehr Wissen vernichtet als festigt.
Und dann in diesem grässlichen Handy-Hochformat – also wovon sich viele heute verdummen lassen ist schon entsetzlich.

Klar, ich muß besser und strukturierter werden, mehr mit Fotos arbeiten – aber zur Werbe-Seilte will ich keinesfalls verkommen.

Wenn ich dann noch sehe, was bekannte Fotografen im Internet so anpreisen und verkaufen – grauenhaft wenn da jemand noch Sigma Art-Objektive wie schales Bier anbietet oder andere die sich für fotoindustrielle Eintagsfliegen begeistern, Rollei wieder beschwören oder schlimmeres.

 

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

10. November 2017
Erreichbare Bildqualität bis 10.000€

Alle reden immer über Bildqualität – nach den jüngsten Praxistests steht für mich die derzeit beste BQ fest –
sie besteht – ganz maßgeblich  von den Fähigkeiten des Fotografen – und abgesehen davon aus Kamera und Objektiv!
Es ist bemerkenswert, wie zwei Hersteller konsequent alle anderen ausstechen und überrunden: FIJIFILM und NIKON. Das gilt nur für die BQ – nicht für die interne Reaktions-Geschwindigkeit.
An der Spitze bleibt es jeweils einsam:

kleines Mittelformat:
1. Fujifilm GFX50S – einsame Spitze!
2. Pentax 645Z
3. Hasselblad 1D


Kleinbild – Vollformat:
4. Nikon D850
5. Nikon D810
6. Canon 5DSR
7. Sony Alpha 7RIII
8. Sony Alpha 9
9. Nikon D5
10. Nikon DF
11. Nikon D750
12. Canon Eos 5DIV
13. Canon Eos 1DXII
14. Pentax K1
15. Leica SL

Halbformat – APS-C
16. Nikon D500
17. Fujifilm X-T2 – X-Pro2
18. Sony Alpha 6500
19. Canon EOS 80D
20. Canon EOS 7DII

REAKTIONSGESCHWINDIGKEIT & Trefferquote AF:
Kamera & Tele-Objektiv:

1. Nikon D5
2. Nikon D500

3. Nikon D850

4. Canon EOS 1 DXII
5. Canon EOS 5DIV
6. Sony Alpha 9
7. Sony Alpha 99II

8. Panasonic G9
9. Olympus E-M1II
10. Panasonic GH5
11. Panasonic GH4
12. Fujifilm X-T2
13. Sony Alpha 6500

Die schnellsten Autofokus-Tele-Objektive bei hoher AF-Präzision sind:
1. Canon EF 4.5-5.6/70-300 mm IS II
2. Canon EF 4.5-5.6/100-400 mm L IS II
3. Nikon FX 2.8/70-200 mm VR PF
4. Olympus 4.0/12-100 mm PRO IS
5. Olympus 4.0/300 mm PRO IS
6. Leica 4.5-6.3/100-400 mm OIS

Sie wundern sich, das hier kein 2.8/400 mm oder zumindest 2.8/300 mm oder 500 mm, 600 mm steht?
Ganz einfach, wenn das Motiv sich schnell bewegt oder sie den Fokuspunkt von Nah-auf Fern verlagern, müssen sich in diesen Kameras große Massen mit Glas bewegen und das kostet Geschwindigkeit, kleine Zooms der neuesten Generation sind da einfach deutlich schneller.
Bitte bedenken, je kleiner der Sensor, desto präziser und schneller kann die Fokuseinstellung gelingen, denn die Schärfentiefe und somit Trefferquote wächst erheblich. Besonders deutlich wird das mit einer Panasonic FZ2000!
Ein 24-70 mm, 24-105 mm oder 50 mm oder Festbrennweiten bis 100 mm relativ schnell zu konstruieren ist keine Kunst – das echte Potential eines AF-Systems zeigt sich nur im Telebereich ab 135 mm Brennweite.
Praktisch alle Fremdobjektive von Sigma und Tamron führen zu wesentlichen, spürbaren Geschwindigkeit- und Präzision- Einbußen an Canon, Nikon, Sony, Pentax Kameras.
Pentax und Sony Objektive habe ich zwar immer wieder mit getestet, aber entweder leidet die AF-Gerschwindigkeit (Pentax) oder die AF-Präzision (Sony) und deshalb sind sie für mich nicht im oberen Drittel, auch wenn sich beide Hersteller jüngst sehr anstrengen um auch im Telebereich mal Schritt zu halten.

Meine liebsten Kameras 2017:
Nikon D500
Olympus E-M1II
Fujifilm X-T2
Fujifilm GFX50S
Panasonic FZ2000
Canon GX5

Kaum verwendete Kameras 2017:
Canon EOS 80D
Canon EOS 5DSR
Canon EOS M5
Pentax 645Z

Meine Kameras für 2018:
Nikon D850
Nikon D500
Fujifilm X-T2s (Hoffentlich  bald)
Panasonic G9 (mit Skepsis)
Olympus E-M1II bleibt
Canon & Nikon werden erst im Herbst 2018 spannende Neuheiten bringen.
Ein IPhone X werte ich nicht als Kamera und ich werde es mir auch nicht kaufen, schon das 7Plus und alle anderen enttäuschen total außerhalb vom 35mm Bildausschnitt.

 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht