Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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im Internet – Weltweit! 383 Tests!
Alle Berichte auf Deutsch und für jeden verständlich –
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und nicht erzwungen wirtschaftlich korrekt; alle Berichte ständig erweitert und ergänzt –
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& persönliche Beratung für jedes System und alle Objektive!

 

24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

2. August 2023
Tret-Roller – elektrisch auf Pirsch

Segway Roller

Ninebot KickScooter Max G30D II

Ja ich bin gerne freies Radikal  – denn die braven Gleichmacher und Superschreier sind mir viel zu dominant.
Ich bin oft mit dem Roller unterwegs, aber mit Motor und 350ccm, mit Daelim und sein einiger Weile mit Honda. Sie sind ideal für die kurzen bis mittleren Strecken und haben auch bei 140 km/h noch genug Kraft um zu überholen und Gefahren schnell zu entgehen.
Trotzdem ist es extrem ärgerlich dass Honda und Co erst kommendes Jahr beginnen ElektroRoller einzuführen. Bisher waren nur grausame China-Roller und sauteuerBMW am Markt. Doch bevor sich da mal sinnvolle Produkte verfügbar werden, sind vielleicht die kleinen Rollbretter mit Elektoantrieb eine Alternative?
Ich hätte mir schon vor Jahren eins angeschafft, aber nichts stellte annähernd zufrieden. Dieses Jahr habe ich es dann gewagt das leistungsstärkste Gerät mit Strassenzulassung zu testen: Segway Max G30DII
Warum gerade den? Es gibt doch leichtere und die schon für um 500€.
Für mich ist immer das Beste gut genug und für solche neuen Produkte sind alle einfach zu leistungsschwach. Ich weiß Jungvolk macht damit Luftwirbel und Saltos und nutzt die Dinger ganz anders.
Spannend ist aber die Frage, ob man den Rollen auch sinnvoll jenseits der 50 Lebensjahre nutzen kann.
Einige Dinge sollten uns gleich klar sein:
Für längere Strecken, also jenseits 5-10 km sind die Dinger zu kibbelig und unruhig. Ich ermüde schnell stehend mit den 2 Füßen hintereinander. Eine Po-Stange zum Anlehnen mit Polster wäre hier sehr angenehm.
Auch die Lenkstange lässt sich nicht in der Höhe verstellen und selbst die Bremse sitzt zu fest um sie an die eigene Ergonomie anzupassen.
Bei Kälte, Hitze und vor allem bei Regen machen die Roller noch weit weniger Vergnügen als Fahrräder. Es wird bei Regen zu gefährlich mit den kleinen Reifen und man ist gleich durchnässt. Außerdem raten Hersteller wegen der tief liegenden Akkuzellen davon unbedingt ab.
Deshalb ist es nur ein Transportmittel für kurze Wege bei mindestens 17°Celsius.
Das Standbrett ist häufig zu schmal und reicht allenfalls mit schlanken Schuhen um die Füße nebeneinander zu platzieren. Das Fahrgefühl bleibt immer etwas nervös, selbst auf nahtlos geteerten Wegen.
Geländegängig und auf Split oder steinigen Straßen ist der Roller kaum.
Das nur vorne gebremst wird, kann auch sehr gefährlich werden, da das Heck ausreisst. Ich bin überhaupt kein Freund von Fahrrädern. Ich habe zu oft die Straße geknutscht und die Hosen verschlissen. Die Sattel sind mir immer ein Graus und die Wartung und Reparaturanfälligkeit sowieso. 
Für die leise Fotopirsch eignen sie sich nur bedingt, meist stoppt man nicht schnell genug, muß dann das Zweirad abstellen und das Motiv ist weg.
Mit dem Elektroroller ist das nicht so viel besser, die Gefahr das er umstürzt ist noch größer. Mir fehlt auch weiterhin eine Konstruktion mit 3 Rädern, 1 vorne und 2 hinten, die nicht umfällt. Ich bin viele Strecken nur 1x gefahren, oft schlicht weil sie anstrengend zu bewältigen sind. Man hat nicht mehr die Muskelstossdämpfer eines dreißigjährigen. Die Kunst ist, das schmale Brett in der richtigen Länge, Höhe und Breite anzubieten. Drei Stufen sind verfügbar. Im Gang D ist der Antritt noch schwieriger, weil langwieriger, aber es beschleunigt weniger stark. Deshalb verwende ich meist doch S für Sausewind, weil nach 1-2 mal antreten das Brett los saust. Nachteil für das Entdecken von Wild ist allerdings, dass S schon fast zu stark beschleunigt. Zum ruhigen Gleiten wäre D die bessere Lösung.

Kick-Scooter ist die richtige Bezeichnung, oder in deutsch: Tret-Roller. Denn man muss erst ohne Elektro-Motorhilfe mit dem Fuß etwas Schwung geben, bis rechts der Stromhebel langsam durch probieren anspricht. Das ist erst einmal etwas seltsam und funktioniert Bergauf stehend gar nicht. Man ist geneigt volle Leistung abzurufen, doch dann springt der Elektroantrieb nicht an, erst mit zurücknehmen und mehrmals neu weniger Schub abrufen, geht es dann elektrisch los.

Die kleinen schlauchlosen 10“ Rädern machen das Fahrvergnügen extrem abhängig von der Stassenbeschaffenheit. Anders als beim großen Motor-Roller mit 14-15“ Reifen und auch anders als bei Fahrrädern mit 24″ und breiten Reifen, spürt man hier jede Unebenheit. Das Springen über Bordsteine und Pflaster ist kaum anzuraten.

Heute Morgen einen Hasen entdeckt, schnell noch einmal die Position mit dem Segway verändert und weitläufig um ihn herumgerollt. Dann konnte ich mich aus der Deckung nähern. Danach 2 Eichhörnchen- aber den Roller schnell abzustellen ist praktisch nicht möglich. Im weichen Gras vielleicht, auf Wegen nicht. Denn man muss an der linken Seite schnell mit dem Fuß den kleinen Ständer finden und ausklappen. Also da müßte man noch etwas anderes erfinden – bzw. Bei einem Dreirad wäre das nur am Hügel ein Problem. So ist man nicht schnell fotobereit und die Hörnchen schimpfen und lachen längst von den Baumwipfeln.

Also es braucht jenseits 50 bei Manchem viel Eingewöhnung. Es kann ein gutes Hilfsmittel anstelle von den lästigen, großen Fahrrädern sein, aber auf längeren Strecken sicher nicht mithalten. Es ist bisher weitgehend für Städte entworfen und bisher noch kaum für Feld, Flur, Strand und Waldwege ausentwickelt. Es braucht mehr Power oder die Fahrer müssen sich auf Rennfahrer-Niveau abhungern. Breitere, größere Reifen wären wichtig und ein anderes Bremssystem – also ich würde ihn von Grund auf für unsere Zwecke ganz anders konstruieren. Aber es ist schon so dass wir ja noch nicht mal angepasste Kameras bekommen.

Die Roller sind trotz 350 Watt Leistung letztlich alle Schönwetter-Fortbewegungsmittel.
Bei Wind und Temperaturen unter 15° machen sie keinerlei Spaß. Bei Regen und nassen Straßen sollten sie sowieso nicht verwendet werden (Akku!), sonst sieht man bald aus wie ein kleiner, nasser Hund.
In Gegenden mit stärkeren Steigungen sind sie auch keine Hilfe mehr, sondern nur noch Last.
Sie müßten für rund 20€ zusätzlich gegen Diebstahl versichert und mit dünnem Kabelschloss gesichert werden. Unterwegs mit dem Wohnmobil braucht man zu Zweit auch 2 Roller, also plus 40 Kilo Gewicht und nicht gerade wenig Platz. Sicher sind sie kompakter als Fahrräder und durch die kleinen Räder auch viel weniger Geländegängig.

Das Fahrrad mit Elektromotor kommt schon durch die großen Reifen schneller und besser ins Rollen und erreicht viel größere Reichweiten,  bietet Sitz und Verstaumöglichkeiten und kommt besser mit Pfützen und Regen klar. Auch mit deutlichen Steigungen ist das Fahrrad der Gewinner.
Freihändiges Fahren oder auch nur einhändig grenzt beim Roller schon fast an Akrobatik.
Für mich nicht nebensächlich – die neuesten, leistungsstarken Roller kosten rund 1000€ und nach 1-2 Jahren werden sie um 700 verkauft, ganz abgesehen vom Wertverlust beim Gebrauchtverkauf durch den Akku.

Der Akku ist wasserdicht verkapselt und unter dem Rollerbrett fixiert. Auch der aufwendige Spritzwasserschutz nach IPX7 garantiert keine wirklich gefahrlose Fahrt durch tiefe Wasserlaachen und bei dichtem Regen.
Zum mit ins Büro nehmen oder gar Treppen tragen oder auch nur ständig über Ladekanten in Fahrzeugen hieven, sind die 20 Kilo Gewicht schon eine Herausforderung.
Er scheint zusammengeklappt an der Lenkstange kompakt zu sein, ist es durch die Abstehenden Griffe aber nicht wirklich. Denn diese lassen sich leider nicht anklappen oder gar versenken.

Zum Akkuladen werden leicht 6 Stunden benötigt. Zum großen Vorteil ist dazu nur ein Stromkabel ohne Netzgerät notwendig!
Das Display liefert nur wenig und keine genauen Anzeigen, für den Akku-Ladezustand nur ein 7 Balken-Diagramm. Mehr sieht man nur in der SP-App wenn man den Segway dort registriert und weiterhin seine Bewegungsdaten preisgibt.
Er hat vorne eine Trommelbremse, per Bremshebel links an der Lenkstange. Hinten wird nur elektronisch gebremst beim Reduzieren der Energie. Was aber leicht dazu führen kann, das man unabsichtlich über die Lenkstange oder seitlich absteigt, da der Roller hinten schleudert oder gar abhebt. Kein schönes Gefühl.

Abmessungen: 1,17 m hoch × 0,47 m breit (Lenkstange) × 1,21 m lang

SCHATTEN:
– mit 20 Kilo kein Leichtgewicht
– nur 20% Steigung mit 4 km/h und nur in Sport
– Am Strand mit etwas Sand überfordert
– Keine Transporte möglich, Gewicht, Platz
– Bremse nur vorne – Sturzgefahr
– Bremshebel nur links, nicht drehbar, zu steil angebracht
– Lenkstange nicht anpassbar
– Keine Blinker
– Nur ein Knopf zur Bedienung
– Keine Dämpfung
– etwas schmales Stehbrett
– kein Bremslicht
– Keine breiten Reifen
– Etwas transportieren gelingt nur auf dem Rücken o an der Schulter/Hüfte
– Kein Dreirad, hinten zwei, vorne eins
+ Motorleistung: 350 W – maximal 700 W

LICHT:
+ App – auch nach einmaligem Anmelden deaktivierbar
+ je nach Gewicht & Steigung bis 22 km/h – bergab bis 40 km/h
+ Kompaktes Stromkabel

NEU: Segway Roller: Ninebot KickScooter Max G2D

VERBESSERUNGEN:
Blinker, Hup-Signal, Dämpfung, bessere Materialien am Lenker, etwas mehr Akku-Power und Reichweite, für 120 kg Gewicht ausgelegt, bessere Bremse und Rekubation, geändertes Stehbrett, etwas mehr Bodenfreiheit, bis zu 70 km Reichweite (551 Wh, 15300 mAh Akku), mehr Motorleistung, TCS Antiblockier-Tracktionskontrollsystem, Bremslicht, blinkend, geänderte Reifen, Apple Find My

Abmessungen: 1,21 m hoch × 0,57 m breit (Lenkstange) × 1,26 m lang

Höchstgeschwindigkeit von ca. 20 km/h (12,4 mph)*
Reichweite bis zu 70km (43.5 miles)
Bis zu 22% Steigung
10-Zoll-selbstheilende schlauchlose Luftreifen mit Jelly-Schicht
2 Bremssysteme: Trommelbremse vorne und elektronische Bremse hinten
Eingebaute vordere und hintere Blinker für sicheres Pendeln und abbiegen
Vordere hydraulische + hintere Federaufhängung
Integrierte Druck-Klingel
Anti-Rutsch-Traktionskontrollsystem
Apple Find My

LICHT:
+ App – auch nach einmaligem Anmelden deaktivierbar
+ je nach Gewicht & Steigung bis 22 km/h – bergab bis 40 km/h
+ Kompaktes Stromkabel
+ helle Blinker
+ richtiges Hup-Signal
+ einfache Code-Einstellung
+ endlich etwas Dämpfung, vorne und hinten
+ etwas breiteres Stehbrett
+ gutes Licht
+ Bremslicht hinten
+ Laden am Hausstromnetz in 6 Stunden
+ Motorleistung: 450 W – maximal 900 W
+ TCS Antiblockier-Tracktionskontrollsystem
+ Apple Find My Funktion

SCHATTEN:
– mit 24 Kilo etwas schwerer durch Dämpfung
– 22% Steigung mit 4-8 km/h und nur in Sport
– Am Strand mit etwas Sand überfordert
– Keine Transporte möglich, Gewicht, Platz
– Bremse nur vorne – Sturzgefahr
– Bremshebel nur links
– Lenkstange nicht anpassbar
– Nur ein Knopf zur Bedienung
– Keine breiten Reifen
– Etwas transportieren gelingt nur auf dem Rücken o an der Schulter/Hüfte
– Kein Dreirad, hinten zwei, vorne eins

Also den Max G2D fand ich letztlich doch so stark verbessert und optimiert, dass ich ihn behalten habe. Er liegt jetzt immer im Kofferraum und ich kann endlich die Radwege und manchen Fußweg damit nutzen und eben auch mal 5-10 km schneller und leichter überbrücken.
Ich habe mir eine kleine Stangen-Tasche besorgt, darin ist ein Faltschlot verstaut, eine dünne Umhängetasche, das Handy passt auch hinein und eine Trinkflasche auch.Er ist versichert und per Code geschützt.
Er macht erheblich mehr Freude, weil er gedämpft ist, endlich Blinker hat und die Füße doch etwas mehr Platz zum Positionswechsel haben – sogar nebeneinander stehen gelingt mit schmalen Schuhen. Jetzt haben wir zwar einen Regensommer, aber vielleicht kommt ja ein trockener Herbst, dann kann ich ihn ausgiebig nutzen.
Inzwischen bin ich viel sicherer damit unterwegs, schaffe es auch mal einhändig und es macht mehr Spass.

Wir müssen uns immer wieder eingewöhnen, abfinden und im Kopf flexibel bleiben.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

12. Juli 2023
Sony zeigt weiter deutliche Schwächen: Langweiliges Tele-Macro-Zoom und veraltete Alpha 6700

Sony löst endlich sein schlechtes 4.0/70-200 mm ab und ersetzt es durch ein weiteres spannendes Objektiv, das 4.0/70-200 mm G OSS Macro.
Es wiegt knapp unter 800g,
ist mit nur 15 cm sehr kurz ausfallen
der Frontdurchmesser ist mit 82 mm sehr groß
riesige Sonnenblende und Stativadapter mitgeliefert
der AF wird nur durch einen Linear-Motor erreicht (langsamer, aber besser für Video geeignet)
das beide Tele-Konverter von Sony daran passen ist letztlich nur ein schwacher Trost, was soll man bei der Konstruktion mit f:5.6 und f:8.0 noch fotografieren?
es erschließt einen Nahbereich von mindestens 1:2 aus 26 cm
Das klingt erst einmal gut, da Canon, die bisher hier die besten Objektive lieferten beim RT 4/70-200 mm nur 1:3,6 liefert, dafür aber kürzer, schlanker und leichter ist.
Doch der Wert 1:2 Abbildungsmaßstab sagt gar nichts aus – ohne die Angabe der dafür erforderlichen Minimal-Entfernung und die liegt bei nur 26 cm – abzüglich rund 16 cm bis zur Sensorebene und Sonnenblende – ohne Blende bleibt dann nur ein Abstand von 10 Zentimetern übrig. Stopp, noch etwas vergessen, das Zoom verändert seine Baulänge bis hin zu 200 mm Brennweite… also ist es schon für alle kleinen Lebewesen in der Praxis unbrauchbar!
Wer berechnet so etwas?
Wir erinnern uns an den besten Tele-Macro Kompromiss: Das Sigma 2.8/150 mm bringt 1:1 aus 38 cm ab Sensorebene. Oder an das Tamron 3.5/1 80 mm LD Macro – da wird 1:1 aus 47 cm Entfernung geboten! Allerdings sind beide nur noch interessant, wenn man bereit ist mit Muse manuell zu fokussieren und per Adapter anzuschließen.
Heute setze ich mit variabler Brennweite am liebsten das Canon 5.6-8/100-400 mm (1:2,4 aus 88 cm) oder das Canon 7.1/100-500 mm (1:3 aus 1,20 m) ein.
Preislich wird es in Deutschland  gut 2000€ kosten. Völlig absurd.
Schon aufgrund der Daten kann ich hier keine Kaufempfehlung aussprechen!

Für mich ist das weiterhin ein grässliches Schrumpfgehäuse, mit dem Sucher falsch positioniert – dämlicher Reporter-Stil.

Sony hat heute eine Alpha 6700, von der ich persönlich gar nichts erwarte, vorgestellt.
Später dazu mehr, wenn die Fotos und Daten vorliegen. Ich will gar nicht spekulieren, das tun genug andere!
Alpha 6700 (Nachfolgerin der 6600)
26 MP BSI Sensor
5 Achsen IBIS bis 5 Stufen
der alte, kleine Sucher mit nur 2,4 MP – allerdings doppelt so hell und mehr Kontrast
1 MP Bildschirm – peinlich
11 Bilder pro Sekunde (auch elektronisch)
Preis rund 1700€ – das sind genau 1700€ zu viel!
KEINE Kaufempfehlung!

Wenn wenigstens der Monitor einen Klapp- & Drehmechanismus hätte und wenn Sony ihm endlich die Auflösung und Helligkeit plus Kontrastreichtum eines Smartphones ,mitgegeben hätte…

Was stimmt an diesem “Stimmungsbild” nicht?
Schrägstehende Sonne und die unbedarfte Ich-halte-mal-die-Kamera-ins-Werbebild-Frau hat die Sonnenblende verkehrt herum auf dem Objektiv – wirklich sehr professionell!


Und das hier ist dann ein richtiger Schlag in die Magengrube und mit so einer Kamera nur unter arrangierten Bedingungen möglich und aller Wahrscheinlichkeit nach ist es ein Kauz-Foto aus Gefangenschaft. Denn Wildlife ist das so gar nicht realistisch.

Mit solchen Produkten und so mutlos und wenig innovativ wird Sony bald hinter Nikon und Fujifilm landen.
Also ich fühle mich verarscht – von den Preisen ganz zu schweigen!
Es ist wirklich erschreckend wie sich die Foto-Geräte-Hersteller selbst zerlegen und die gesamte Fotografie gleich mit.
Die Produkt-Videos sind so entsetzlich und unwahrhaftig wie nie zu vor und die Influenza denken nur noch an Kohle und daran von Sony gekauft zu sein und graben mit ihren schwachsinnigen Huldigungen den ganzen seriösen Fotomarkt zu Grabe.
Und das von einer Firma, die ich vor wenigen Jahren noch als Innovationsstärkste gelobt habe. Ich bin froh keine Kamera mehr von Sony zu haben und werde auch aus dem aktuellen Gemischtwarenladen keine kaufen. Die einzige Rettung wäre noch, wenn sie endlich die RX10 IV überarbeiten oder der kommenden A9III endlich einmal 40 MP Auflösung und Schnelligkeit mit geben…

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

21. Juni 2023
Nikon Tele-Zoom 180-600 mm

Nikon Z 5.6-6.3/180-600 mm

Da ja alle begeistert sind… bin ich ja gezwungen das 180-600 mm genauer unter die Haube zu schauen:
ES IST KEINE S-KLASSE!
Es kostet gerade mal 2000€.
Es hat die Bauart des Sony 200-600 mm – dem auch das Master fehlt.
Nikon schlägt Sony deutlich im Abbildungsmaßstab: 1:4 gegen 1:5!
Nikon bietet „nur“ STM-AF – also videoptimiert und manchmal gefühlt zu langsam für Serien-Fotos.
Das Gewicht und vieles mehr orientiert sich auch am 4 Jahre alten Sony (was auch bedeutet, das von Sony vermutlich in nicht allzuferner Zukunft, ein verbesserter, leichterer Nachfolger kommt),
Die Zeiten wo sich andere Hersteller an Canon orientiert haben, scheinen vorbei!
Nikon baut einige Millimeter länger und bringt eben auch knapp 32 cm Länge in den Rucksack – nicht leicht zu handeln beim Transport.
Aber dafür viel besser gegen Staub und Nässe zu schützen, die Balance bleibt gleich und es gibt keine unerwünschten Nebenwirkungen mit Konvertern (wie bei Canon 100-500 mm z.B.).

Ich hatte auf 1800g gehofft – da war ich zu optimistisch. Ich hätte gerne auch 3000-4000€ gezahlt und dafür Ultraschall-AF in einem 6.3/100-600 mm S erwartet. Aber das war ja schon klar, dass so etwas im heisumkämpften Markt vorerst nicht kommt.
Das 100-400 mm S Nikkor dürfte schneller fokussieren und bei 400 mm etwas höher auflösen, wird aber in den Schatten gestellt vom 4.5/400 mm S Nikkor. Wer 600 mm nicht so häufig braucht oder sich auf Software und zukünftiger Hexerei einlässt kommt gut mit dem 100-400 mm oder eben noch besser mit dem 4.5/400 mm zurecht.
Und wer, wie ich auch, 600 mm (und 900 mm Ausschnitt und mehr) sehr häufig braucht kauft dazu das konkurrenzlose 6.3/800 mm und triumphiert über Canon (5.6/800 mm) – ein 600 mm wird man dazwischen so gut wie nie vermissen!
Auch mit diesen Neuheiten bleibt NIKON das Tele-Objektiv-System unserer Zeit – nach OMDS natürlich!
Es ist eine weitere Konkurrenz für OMDS, die auch ein gutes, flottes 6.3/100-400 mm bieten – aber eben gar keine Konkurrenz zum 4.5/150-400/500 mm. Sicher auch nicht beim Preis, aber in der Praxis wird oft klar, Lichtstärke schlägt alles – gestern Vögel nach Sonnenuntergang – ich OM-1 und Kollege mit Canon 4.0/600 mm …

 

LICHT:
+ Innen-Zoom, gute Balance, Schmutz- & Regen-unempfindlich
+ 2000€
+ komplett schwarz
+ nur 7° Zoom-Ring – extrem schnell
+ 1:4 erreichbar aus 2,40 m

SCHATTEN:
– keine S-Klasse (Vergütung, AF Motor, Design)
– nur Video-STM-AF (kein schneller Ultraschall)
– Abnehmbare Stativschelle ohne Klick, ohne Arca-Swiss Führung
– 32 cm lang
– 2000g schwer – 2140g mit Fuß
– keine feste Blende f:5.6 bis 300 mm

– Made in China

 

Das Nikon 2.8/70-180 mm Z (konstruiert von und vermutlich bei Tamron) wurde immerhin für Konverter optimiert, schafft nicht ganz den AbMaßstab 1:2 und ist hoffentlich viel knackiger und echter bei 180 mm Brennweite. Denn das Tamron hat mich nie überzeugt und mir war auch der AF zu langsam, ich fürchte aber, das wird bei Nikon auch nicht viel besser.
Allerdings empfinde ich das Nikon S 2.8/70-200 mm auch als Flopp, den ich nie kaufen würde. Es ist scharf, aber viel zu schwer, unhandlich und altbacken – da ist Sony Lichtjahre voraus und Canon versucht wenigstens auch was kurzes.

Trotzdem ist ein System immer nur so gut wie seine Möglichkeiten/Einzelteile und wo die späte Z8 vielleicht Kunden froh macht und die Z9 ein gelungenes Arbeitspferd ist – ohne eine Z500 daneben, ist das Z-System nicht annähernd komplett.

LICHT:
+ 2000€
+ komplett schwarz
+ 1:2,1 erreichbar

SCHATTEN:
– 1450€
– nur RXV-STM-AF (kein schneller Ultraschall)
– keine Stativschelle
– kein interner Zoom – fährt aus

 

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