Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

25. Oktober 2017
SONY macht ernst

Sony hat heute nicht nur eine Alpha 7RIII mit 42 MP Sensor erneut renoviert sondern viel wichtiger: Bis Sommer 2018 soll rechtzeitig zur WM ein 2.8/400 mm Master OSS verfügbar sein!
Außer Canon und Nikon hat bisher kein Hersteller ein solches Supertele hergestellt.

Sony ist damit die Nummer 3 im Club der Profiboliden.
Einschränkend möchte ich aber erwähnen, dass die Konstruktion des Sony 4.0/500 mm vor 2 Jahren nicht sonderlich gelungen ist und schwächer ausfällt als das Sigma 4.0/500 mm Sport.
Auch sollte nicht vergessen werden – Canon dürfte bis dahin sein superleichtes EF 4.0/600 mm IS DO fertig haben und das kann eine unschlagbare Konkurrenz zu der Sony-Neuvorstellung sein. Jedenfalls zeigt das starke Engagement von Sony jetzt zweifelsfrei, dass sie die Klientel der Sport- und Presse-Fotografen abwerben wollen und vielleicht auch einige Tierfotografen umwerben. Allerdings dürfen wir mit einem Preis jenseits 13.000€ rechnen und Canon und Nikon könnten leicht ihre Preise senken… und Sony das Verkaufen richtig schwer machen.

Zusätzlich erscheint vor Jahresende ein leichtes 4.0/24-105 mm G OSS mit Abbildungsmaßstab 1:3.22 – das besser ausfallen könnte als die nicht voll zufriedenstellenden Konstruktionen von Canon, Nikon (24-120mm) und Sigma.

SONY präsentiert die 7RIII
die neue ist dicker als der Vorgänger und sogar dicker als die Alpha 9, der Griff ist noch etwas gewachsen um platz zu haben für den großen Akku. Der riesige Akku-Griff VG-C3EM für 390€ passt auch unter dieses Gehäuse. Nachdem Sony erst Mitte 2015 die blamable Alpha 7R verbessert hat, kommt jetzt schon die nächste notwendige Renovierung. Also wenn ich mir bisher eine der Alpha 7 Kameras gekauft hätte würde ich mir für dumm verkauft vorkommen, so viel Geld verbrannt, Sony braucht drei Generationen um eine teure Kamera halbwegs fototauglich zu machen.
Und auch jetzt ist sie ein hässliches Ding, zumindest ich mag keine Kameras die links auf dem Oberdeck nackt sind. Sony hat nur ein Programmwahlrad und ein Belichtungskorekturrad und keine Idee was nach links soll. Nur für die Alpha 9 hatte ein anscheinend anderes Entwicklungsteam die Idee 2 Einstellräder für Serienbilder und Fokussiermodus nach links zu packen. Denn kein Mensch hangelt sich gerne durch Menüs und Mode-Tasten um diese wichtigen Einstellungen schnell vor zu nehmen. Das hätte Sony unbedingt auch für die Alpha 7RIII übernehmen müssen. Das dauert jetzt wieder 2 Jahre…
Immerhin will ich anerkennen, dass Sony weiß wohin und wie ein Hauptschalter aussehen muss – Olympus und Canon wünsche ich, dass sie diese Erkenntnis noch erhellt.
Neu und verbessert sind an der Alpha 7RIII:

– größerer, doppelt so leistungsstarker Akku der Alpha 9,
– Zusatzgriff der Alpha 9 passt auch hier
– der höher auflösende Sucher (3.7 MP),
– ein Joystick für den AF
– AF ist mehr als doppelt so schnell wie in der 7RII
– insgesamt verbesserte Knöpfe
– zusätzlicher AF-On Knopf
– 425 Kontrast-AF-Felder (vorher 25 in der 7RII)
– Touchpad auf AF dem Monitor – endlich!
– das Menü kann endlich bedient werden, während die Kamera Dateien auf die Karte speichert!
– 2 SD-Kartenschächte aber nur einen schnellen (wieder keinen für XQD-Karten!)
– 10 Bilder pro Sekunde bis 28 RAW in Folge mit AF – aber nur 8 Bilder pro Sekunde mit Live-Anzeige und kurzen Blackouts – nicht vergleichbar mit Alpha 9
– Farbdynamik und Auflösung lassen sich deutlich steigern durch Pixel-Shift-Technik
– Blitzsynchronanschluß
– das Gewicht ist auf 660g angewachsen (imcl Akku und SD-Karte)
Vermutlich ist die erreichbare Bildqualität mit 42 MP und das störende Bildrauschen so gut wie aus der Alpha 9 bei nur 24 MP.
An den Veränderungen wird deutlich, was für eine (vom Sensor abgesehen) lahme, grottenschlechte Kamera die Alpha 7R ist und wie langsam & schlecht auch die Alpha 7RII noch ist.
Auch 28 RAWs in Folge ist kein wirklich guter Wert, Nikon schafft bei höherer Auflösung 54 RAW-Dateien in Folge.
Die Monitor-Auflösung wurde nicht gesteigert, die Messempfindlichkeit auch nicht – beide Steigerungen hat Nikon in die D850 gepackt.
Die Alpha 7R hatte schon vorher einen AF mit 399 Messfeldern und einen 5-Achsen Bildstabilisator um den Sensor – also gute Vorraussetzungen – wenn auch noch nicht so gute wie die Olympus, die beide Stabi-Techniken in der Kamera und im Objektiv verbindet.

Der 42 MP Sensor galt bisher als bester Sensor in der Gesamtperformance auf dem Markt (unterhalb Mittelformat). Nur war er bisher nicht von entsprechend schnellem Prozessor und Pufferspeicher unterstützt und mit 5 B/Sekunde schon sehr an die Kette gelegt. Das ist jetzt erstmals anders – 8-10 Bilder pro Sekunde sind heute neuer Standard für die Sport- und bewegte Tierfotografie.
Die Empfindlichkeit des Autofokus bleibt jedoch noch hinter Nikon zurück (-3EV – Nikon = -4EV) und Nikon dürfte auch in der D850 und D5 weiterhin der unangefochtene Champion beim automatischen Fokussieren bleiben (Lock-On, Motiverkennung, Motivverfolgung).
Den Sucher kann ich erst in der Praxis beurteilen, 3.7 MP ist eine leicht gesteigerte Auflösung, ob er auch ruhig und detailliert bleibt bei wenig Licht, werden wir erst merken, wenn die Kamera verfügbar ist. Ich denke die Auflösung muss noch weiter wachsen, denn bisher können auch die besten elektronischen Sucher, weder die Farben noch die Dynamik und erst recht nicht die Dreidimensionalität eines Glassuchers erreichen.
Der Monitor hat weiterhin nur 1.4 MP Auflösung – was ich sehr wenig finde. Hier steht Sony noch auf der Bremse (auch in der Alpha 9) was vermutlich daran liegt, das eine höhere Auflösung und schärfere Bildwiedergabe einiges mehr an Strom verbraucht.
Der Preis liegt auf immer noch stolzen 3500€ – auch wenn das 300€ weniger ist als Anfangs für Modell II gefordert wurde, die jetzt unter 3000€ abgekauft wird – nur wer will die jetzt noch?
Somit macht Sony jetzt der Canon EOS 5DIV (30 MP) und Nikon D850 (46 MP) Konkurrenz. Nikon kann nur geringe Stückzahlen der D850 liefern. Canon müßte jetzt seinen verrückten Preis von rund 3600€ drastisch senken, denn technisch kann sie weder mit der Sony, noch mit der Nikon mithalten. 2500€ wäre mir aber auch nur die Sony Alpha 7RIII wert, ich finde 3500€ reichlich überzogen. Um mich in das System zu locken sind faire Preise notwendig, aber weder die Objektive noch das Zubehör sind wirklich preiswert. Und selbst wenn ich mir nur das 5.6/100-400 mm und das 4.0/24-105 mm leiste – kostet das Vergnügen: SONY auf der Kamera stehen zu haben mindestens 7000€ – verrückte Fotowelt!
Wegen dem Energiehunger und dem elektronischen Sucher der Alpha 7RIII bleibt die Nikon D850 erst einmal eine Klasse für sich. Für nur 300g mehr bekommt man das ausgereiftere System, den echten Glassucher der null Strom braucht beim durchschauen, keinerlei Zeitverzögerung beim Auslösen und Einschalten  und die beste AF-Performance mit dem derzeit besten Sensor – bei Nikon. Canon sieht dagegen immer weiter abgeschlagen aus – die könnten sich aber mit gesenkten Preisen die Mitbewerber vom Hals halten.
Auch die Objektivsysteme von Nikon und Canon sind ganz klar überlegen und Sony hat zusätzlich den gewaltigen Nachteil, dass bisher weder Tamron noch Sigma ihre neuesten Objektivrechnungen für Sony anpassen. Das ändert sich erst wenn die beiden bewährten Anbieter ab 2018 spiegelfrei anbieten, dann bleiben die Bajonette entweder unverändert oder alle müssen veränderte, neue Objektive berechnen. Erst dann würden Sony-Fotografen mit partizipieren.
Es ist doch ein Jammer, das man die exzellenten und preislich fairen Objektive von Tamron wie 2.8/15-30 mm, 2.8/24-70 mm G2, 2.8/70-200 m G2, 6.3/100-400 mm,  6.3/150-600 mm G2, 1.8/35 mm – zum halben Preis nicht für Sony bekommt. Das erschwert den Einstieg in das Sony-System kolossal – selbst für mich.
Für Canon- Fotografen die jetzt an der 5D etwas vermissen oder nicht komplett zufrieden sind, ist es schwer zu ertragen was Sony hier jedes Jahr vorstellt.
Nikon-Fotografen haben diese Sorge so nicht, denn die D850 liefert und bleibt die Meisterin im Ring. Nächsten Herbst werden die Bajonette entscheiden – wenn Canon & Nikon Adapterlösungen einführen, wird Sony den Kampf gewinnen, denn dann haben sie so viel Vorsprung mit angepassten GMaster, G und Zeiss Objektiven und Tamron und Sigma werden dann auch für Sony anbieten, wenn sie sowieso mit kürzerem Auflagemaß neu berechnen müssen.
Ich kann nur dringend davon abraten, wegen 2 cm weniger Bautiefe das Auflagemaß zu verändern.
Schlauer fände ich sowieso einen Angriff im Halbformat-Sensoren-Bereich – mit richtig schnellen, professionellen Kameras ohne Spiegel – da wo Sony alles verschlafen oder mit schwachen Objektiven verbummelt hat. Der Fotograf braucht sich kein Vollformat um den Hals zu hängen um professionelle, beste Bildqualität zu liefern und Spaß an der Fotografie zu haben.

Trotzdem, ganz offen gesagt – die Sony Alpha 7RIII ist die erste Sony-Kamera überhaupt, die ich selbst kaufen würde und alle Voraussicht nach auch empfehlen werde. Chapeau, Sony hat endlich einmal eine halbwegs spannende Kamera geschaffen, was lange währt… wird vielleicht doch noch gut.

Wenn man auf hohem Niveau jetzt mit Sony beginnen will, braucht man folgende Objektive:
– 4.0/12-24 mm G (2000€)
– 4.0/24-105 mm G (1300€)
– 4.5-5.6/70-400 mm GMaster (2900€)
– 1.4/35 mm Zeiss Distagon (1500€)
– 1.4/85 mm GMaster (1700€)
Die Vorteile von den optisch ausgezeichneten 2.8/16-35 mm Master (2700€), 2.8/24-70 mm Master (2000€) & 2.8/70-200 mm GMaster (2700€) machen das System dann extrem teuer.
Der Sensor ist so gut, dass man auf die höchste Lichtstärke der Zooms oft verzichten kann.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

24. Oktober 2017
Spannende Frage: Was ist der Hintergrund des aggressiven Fuji-GFX-Marketings?

Leserbrief:

Gut geschrieben…das neueste Essay!

Glückwunsch!

Ihre Einschätzungen, Herr Wirtz,  würde ich in den weitaus meisten Gesichtspunkten unterschreiben. Die Etablierten ruhten sich zu lange auf ihrer Vorreiterrolle aus und ihre Shareholders glauben, man könne die Kühe auch melken ohne sie füttern zu müssen.

Anderes Thema: Was ist der Hintergrund des aggressiven Fuji-GFX-Marketings?!?
Mit freundlichen Grüßen PB

 

Liebe Leser, das ist für mich eine sehr spannende Frage, die ich hier gerne etwas ausführlicher für alle Leser beantworten möchte – und vielen Dank für die Anregung und ich wünsche mir wieder mehr Leser mit konkreten Fragen und Wünschen – dann muss ich mir nicht immer ein Thema ausdenken J!

Also zur Erinnerung: Fujifilm Status-Quo
Fujifilm ist ein ganz großer Player in der Fotobranche, größer als Leica, Zeiss, Pentax, Ricoh, Nikon, Olympus, Panasonic und durchaus auf Augenhöhe mit Sony und Canon – das wird oft gerne übersehen! Fuji ist ein Riese, nicht nur bei analogen Filmen, Fotopapieren, Fotofinishing, sondern bei Broadcast-Film und TV-Kameras, Objektiven und im Mittelformat. Ohne Fujis Diafilme hätten wir in den 90iger Jahren alle alt ausgesehen und ohne deren Papiere und erstklassige Entwicklungen noch älter.

Fujifilm hatte auch früh digitale Kameras und war mit Olympus und Sony Wegbereiter der Technik, hat viel und lange auf Bridgekameras gesetzt und mit der Pro-DSLR-Baureihe mit Nikon kooperiert – bis es dann kein Einvernehmen mehr gab über die weiteren Zukunftsschritte. Im Januar 2012 kündigte Fujifilm dann plötzlich eine spiegelfreie Systemkamera im Halbformat mit ganz besonderem Hybridsucher und Sensor an, die X-Pro1 und ende des Jahres erschien zum deutlich günstigeren Preis die X-E1. Seit dem sind 17 verschiedene spiegelfreie Kameras erschienen in nur 5 Jahren. Dazu kommen 31 komplett neue für hohe Digitalauflösungen berechnete Objektive!
Die ersten Kameras, waren abgesehen vom sehr guten Sensor, eher Enttäuschungen, mit einer X-E1, X-E2 konnte man kaum froh werden, doch schon 2014 erschien mit der X-T1 ein zukunftsfähigeres Kamerakonzept, dass auch mich fesselte und bis heute nicht los lässt. 2016 kam dann schon der entscheidende Durchbruch, die X-Pro2, X-T2 und zum Ende 2016 dann auch die GFX50S im kleinen Mittelformat. Klein, weil es „nur“ 1,68x größer ist als Kleinbild-Vollformat und mit dem einstigen MF in 6×4,5 oder 6×6 oder gar 6×7 und 6×9 im Format nicht wirklich konkurrieren kann. Ich habe mit all diesen Mittelformaten sehr viel gearbeitet, professionell war man bis 2005 außer im Sport, in der Reportage und in der Tierfotografie praktisch nur mit Mittelformat – denn selbst Leica M war dagegen durch das winzige Kleinbild-Format, dass keine Fehler verzeiht und kaum Reserven bot, eher Amateur-Spielzeug.

Die erste neue Kamera von Fujifilm, die mich überzeugte ist die X-T2. Ich möchte die tolle X-Pro2 keineswegs schmälern, ich finde sie nur haptisch nicht so gelungen und der linke Hybridsucher käme für meine Motive allenfalls als Zweitkamera in Frage, da die Vorteile mit langen Brennweiten nicht durchschlagen. Sie ist eine ideale Street-, Reportage- oder Zweit-Kamera.

Auch die X-T2 stellt mich nicht völlig zufrieden.
X-Pro2 und X-T2 haben den besten Halbformat-Sensor aller Kameras und der schlägt mit den 24 MP sogar die Nikon D500 (20 MP) – der Sensor und die Farben sind Spitzenklasse. Der elektronische Sucher ist noch längst nicht perfekt, aber er ist groß und hell und man kann schon gut damit arbeiten – vor allem lautlos.
Die Schwächen liegen in kleinen Bedienungsmängeln bei Kamera und Objektiven, die aber nerven können (Auslöser, kleiner Handgriff, gefühllose, unbeschriftete Blendenringe, billige, fummelige Sonnenblenden etc) und ganz besonders im Akku. Die Kamera ist zu stromhungrig und der Akku ist eben zu klein dimensioniert – inzwischen können dank teurem Zusatzgriff 3 Akkus gleichzeitig in der X-T2 genutzt werden – das ist ok, aber nicht gut. Die 3 Akkus halten so lange wie ein Panasonic Akku in der GH5 und beide Systeme liefern etwa die Hälfte der Energie, die einer Canon EOS zur Verfügung steht. Trotz, beziehungsweise wegen der fehlenden Mechanik und dem Verlust des Glas-Prismen-Suchers brauchen alle spiegelfreien Systemkameras die 2-3 fache Menge an Energie. Ich vermute das Fuji bei den kleinen, unförmigen Akkuformen (vorne und hinten gleich, ständig Vertauschungsgefahr beim Einlegen) bleiben will, da sie trotz großer Sensoren besonders kleine und flache Kameras bauen wollen. Sie liefern lieber Zubehör um dann einen brauchbaren Griff an die Kamera zu bekommen.
Einige beurteilen es auch als Schwäche, das Fujifilm nicht mit der Bildbearbeitung im RAW-Format mit der üblichen Software einwandfrei kompatibel ist. Das liegt an der veränderten Sensor-Struktur. Da ich allenfalls bei 10% der Fotos ein RAW brauche, kümmert mich das nicht wirklich.

Die Bedienung ist auffallend logisch, wenn man schon vor der Digitalzeit Kameras bedient hat, erschließt sie sich sofort – Blende am Objektiv, Zeitenring, Belichtungskorrektur und ISO-Einstellring auf der Kamera – mehr braucht niemand um perfekte Motive schnell perfekt zu realisieren. Inzwischen hält auch der AF-Joystick Einzug in die Fuji-Gehäuse – der Monitor wird voll beweglich und berührungsempfindlich.
Also der Sucher und der Akku und die Sonnenblenden müssen sich deutlich verbessern.
Was ist mit der Schnelligkeit?
Das Einschalten und Hochfahren der Kameras dauert noch etwas zu lange, während DSLR-Geräte immer sofort und verzögerungsfrei einsatzbereit sind – verhalten sich spiegelfreie Systeme noch wie Computer, sie müssen hochgefahren werden und brauchen einen Augenblick länger, 2-3 Sekunden können vergehen, wenn ich ein Eichhörnchen gesehen habe, die Fuji einschalte und mit 100-400 mm auf das Tier fixiere, bis ich endlich ein scharfes Bild sehe. Und das auch nur, wenn es in gutem Licht ist und ausreichend Kontrast bietet. In dieser Zeit habe ich mit Nikon bereits etliche scharfe Fotos gespeichert und auch die Olympus/Panasonic Kameras hätten oft schon einige Bilder geliefert.
Deshalb kam eine Fujifilm X-T2s ins Gerede, der Konzern sollte angeblich an einer deutlich schnelleren, neuen Kamera für Sport-Motive arbeiten. Bewahrheitet hat sich das bisher nicht, denn vermutlich wäre der Preis der Kamera jenseits 3000€ angesiedelt worden.
Der AF ist schon sehr gut, aber das Niveau von Nikon D500, Canon 80D im DSLR-Betrieb erreicht er nicht, er ist erst überlegen, wenn die DSLR-Kameras im Live-View-Modus betrieben werden. Olympus, Panasonic und teilweise sogar Sony fokussieren in einigen Situationen und bei bewegten Motiven schneller und zuverlässiger.
Der OIS-Bildstabilisator in den Objektiven ist gut und funktioniert so weit einwandfrei. Auffallend ist, das er in den meisten Festbrennweiten und im Mittelformat weitgehend fehlt, sogar das wichtige 2.8/16-55 mm verzichtet darauf.
Fujifilm ist ein ausgesprochener Objektivspezialist – ich gehe so weit mit meiner Feststellung, das ich sage, kein anderer Hersteller aus Fernost liefert derzeit eine so hohe und gleichmäßige optische Leistung, mit seinen Objektiven, wie Fujifilm. Sie haben richtig gelesen, die Einschränkung mache ich bei Fernost, denn auch Leica und Zeiss beherrschen die Optik auf vergleichbar hohem oder manchmal höherem Niveau.
Das liegt nicht nur am Glas, sondern an besonders aufwendigen Fassungen, denn auch 4-5 Jahre nach dem Kauf befinden sich meine Fuji-Objektive auf vergleichbarem Niveau (18-55 mm & 55-200 mm & 35 mm) – dass ist heute eher die Ausnahme! Also Objektive kann Fujifilm wie kein anderer, da braucht man auch nicht auf Sigma, Tamron und Co zu hoffen, das wären ja Säue vor die Perle geschraubt.

Bildstabilisierung
Hier hat Fujifilm eine große Baustelle – es ist so, das vor allem Olympus und Panasonic hier den neuen Standard setzen, weit vor Canon, Nikon, Sony, Pentax und wenn Fuji seinen Kunden etwas besonderes bieten und seine Taktik fortsetzen, die besten Objektive konstruieren will – dann muss zwingend ein OIS mit dem Sensor verknüpft werden, in 5 Achsen.
Und die Gerüchteküche sagt, das genau das im Gange ist, es soll tatsächlich in den nächsten Monaten eine X-T2s erscheinen mit Bildstabilisator. Die Kamera wird vermutlich die 2000€ Grenze knacken und vielleicht noch keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen, aber der Bildstabi in der Kamera wäre ein großer Gewinn.
Der würde, wenn er dann perfekt und auch mit dem OIS der Objektive zusammenarbeiten kann – Fujifilm technisch auf Platz 1 katapultieren. Denn sie haben dem mFT System und allen anderen Halbformatkameras einen Sensor voraus, der mehr Reserven hat und bei wenig Licht nicht zu schlagen ist. Ich will nicht zu optimistisch stimmen, vermutlich gibt es bei der ersten Kamera Startschwierigkeiten, wie sie auch bei der Panasonic GX8 und der Olympus E-M5II vorlagen und ich denke erst die zweite Generation wird dann die volle Leistung ausschöpfen.

Fujifilm Objektive
Bei allem Lob, es gibt auch schwächere Objektive bei Fuji – die nicht sein müssten.
Ich habe mit ausnahmslos allen Objektiven gearbeitet, mit einigen aber nicht so gerne.

Für kleines Geld sind die 5.6/16-50 mm und 6.7/50-230 mm Einsteigerzooms besser als die Mitbewerber, erst recht zu dem Preis. Aber gemessen an den Objektiven mit besseren Fassungen und Lichtstärken sind sie gutes Mittelmaß.

4.0/18-55 mm und 4.8/55-200 mm sind optisch und mechanisch sehr gut, aber auch langsam und unausgereift, sie verdienen deutliche Verbesserungen. Das 5.6/18-135 mm hat mich enttäuscht, optisch bleibt es hinter den Erwartungen, es ist groß, schwer und hat nicht den optimalen Brennweitenbereich (16-135 mm). 2.8/50-140 mm & 5.6/100-400 mm nutze ich praktisch jede Woche, dem 2.8/16-55 mm fehlt einfach der Stabi und so etwas geniales wie das 4.0/12-100 mm wird bei Fuji in der Baugröße leider nicht möglich sein. Das 4.0/10-24 mm ist sehr gut, aber mich nervt die Sonnenblende so sehr, dass ich es selten verwende und schon sehnsüchtig auf das 2.8/8-16 mm warte, obwohl das sicher sehr kostspielig wird, auch das avisierte 2.0/200 mm wird vermutlich jenseits 5000€ kosten.
Bei den Festbrennweiten nutze ich praktisch nur 1.4/16 mm – 1.4/35 mm – 1.2/56 mm – 2.0/90 mm. Die günstigere Baureihe mit Lichtstärke f:2.0 ist keine echte optische Leistungssteigerung, wie ich es von Leica gewohnt bin, daher sind sie für mich keine spannende Option und die Lichtstärke ist mir wichtiger. Es gibt jetzt endlich ein teures 2.8/80 mm Macro mit Bildstabi, das habe ich noch nicht ausprobiert, auch weil ich Nahaufnahmen fast immer mit mFT realisiere.
Mir fehlen bei Fujifilm besonders ein verbessertes, schnellere Versionen vom 2,8/14 mm – 1.4/35 mm und zusätzlich ein 2.0/27 mm und ein 2.0/60 mm Macro – einmal abgesehen von mehr Tele-Objektiven.
Jetzt gibt es seit längerer Zeit wieder eine Cash-Back Aktion auf die Objektive und einige Kameras. Ich sehe das Cash-Back zwar eigentlich kritisch, aber es ist heute eben die Marketingmaßnahme um Abverkäufe von zu viel Lagerbestand und Marktpositionen zu verändern. Also wer mit Fujifilm liebäugelt, sollte jetzt zuschlagen – gerne auch bei mir bestellen.

Nach so viel Einleitung und Erläuterung zurück zur Frage, warum bewirbt jetzt Fujifilm seine Mittelformat GFX50s so aggressiv?
Das tun sie in der Tat, keiner hatte auf dem Zettel, dass es schon ein Cash-Back geben würde, es sind gerade einmal 6 Objektive und 1 Kamera seit kurzem lieferbar.
Die Gründe sind aus meiner Sicht vielfältig.
Fujifilm wird von den Kunden noch immer unterschätzt, in Größe und Leistungskraft.
Fuji hat die Power und die Ausdauer um Canon, Nikon und Sony gefährlich zu werden – den drei Größten der Branche.
Vor allem Canon und Sony haben trotz zahlreicher Gerüchte bisher den Zug auf Mittelformat verpasst und Fujifilm hat bewusst die kleine Zwischenstufe um Kleinbild-Vollformat ausgelassen und wird das vermutlich auch weiterhin tun. Mit dieser Mittelformatkamera und so guten Halbformatkameras macht ein Vollformat keinen Sinn.
Lagerware wird es sicher nicht sein, die zu diesen plötzlichen Rabatten führt – ich denke man will sich gegen Sony formieren und bevor Canon und Nikon dann vielleicht mal Ende 2018 mit seriösen spiegelfreien Vollformatkameras kommen – will Fujifilm schon die Alternative mit noch besserer BQ, noch mehr Dynamikumfang und noch mehr Reserven sein.
Es ist klar das der Markt nur noch schrumpft, es geht beinhart um Marktanteile, darum ein System sicher am Markt zu platzieren.
Ricoh und Nikon sind finanziell schwach aufgestellt, Leica ist keine echte Konkurrenz, Panasonic und Olympus machen sich klein – also volle Breitseite gegen Sony und Canon.
Es würde mich nicht wundern wenn Fujifilm auch zur Photokina 2018 mit einer weiteren GFX-Kamera auftrumpft.
Sicher ist Mittelformat für die bei weitem größte Klientel unerschwinglich. Doch all die, die bisher schon locker 10.000€ und mehr Euro in Vollformat gesteckt haben, werden grundsätzlich auch bereit sein ähnliche Summen in eine bessere Mittelformat-Ausrüstung zu stecken. Zumal viele der bisherigen Canon & Nikon veraltet sind und mit Auflösungen um 50 MP heute schon nicht mehr zurecht kommen – und wer dann neue CanonNikon Kamera und neue Objektive kaufen will – der kann auch gleich Fujifilm GFX Mittelformat kaufen. Die Preise für hochauflösende Festbrennweiten werden sich bei allen Herstellern zwischen 1000€ und 3000€ einpendeln.
Das gleiche hofft Sony mit seiner Alpha 9 und Alpha 7R Serie zu erreichen – aber dann kaufe ich tatsächlich viel lieber gleich Mittelformat!
Fujifilm will dem Mittelformat wieder den Platz einräumen, der ihm zusteht – das Profi-System. Fuji will alle Produkt-, People-, Marketing-, Landschafts-, Architektur- und einige Presse-Fotografen für sich gewinnen.
Fujifilm war leider nicht konsequent und hat keinen quadratischen Sensor eingeführt, weil der vermutlich die Kosten gesprengt hätte. Trotzdem, was Pentax, Mamiya, Hasselblad und Leica nicht gelungen ist – Fujifilm wird wohl viele Profis zurück holen.
Ich vermute den richtigen Schub gibt es erst mit der nächsten Kamerageneration, die dann vermutlich schon 100 MP bietet. Nicht unwahrscheinlich sind auch weitere Kameras mit fest eingebauten WW-Objektiven oder eine gehobene, schnellere Klasse.
Die GFX ohne Spiegel, die lautlos ihre Arbeit macht hat der Branche noch gefehlt.
Bis auf den etwas langsameren AF, den fehlenden Bildstabi im Gehäuse kann die GFX fasst immer liefern. Schwächen liegen vielleicht in der Neigung zur Überbelichtung und im kieseligen Sucherbild bei wenig Licht.
Fotos by Harry P. – realisiert mit Fujifilm X-T2 & 100-400 mm:

Fujifilm Winter CashBack oder GFX-Sofort-Rabatt
Für die meisten X-Objektive gibt es jetzt wieder 100-150€ Cashback:

Beim Kauf einer GFX50S (7000€ plus Objektiv) mit einem Objektiv gibt es 1300€ Rabatt – Sofortabzug.

Bei den Objektiven fällt der Sofortrabatt unterschiedlich aus:
GFX 2.8/63 mm Normalobjektiv – vergleichbar 50 mm – 350€ = 1250€
GFX 4.0/23 mm Weitwinkelobjektiv – vergleichbar 18 mm – 620€ = 2180€
GFX 2.8/45 mm Weitwinkelobjektiv – vergleichbar 36 mm – 300€ = 1500€
GFX 2.8/110 mm Teleobjektiv – vergleichbar 87 mm – 660€ = 2340€
GFX 4.0/120 mm Tele-Macroobjektiv – vergleichbar 95 mm – 640€ = 2260€
GFX 4.0/32-64 mm WW-Zoomobjektiv – vergleichbar 25-51 mm – 550€ = 1950€

Im Schnitt gibt es also bis zu 22% Rabatt!

Mein Rat: Bestellen Sie bei mir die GFX50S mit 4.0/32-64 mm Zoom für 8200€
Dazu ist dann ein 2.8/23 mm für 2180€ und ein 2.8/110 mm für 2340€ spannend.
Das 2.8/63 mm gefällt mir persönlich gar nicht, optisch ok, aber AF erster Stunde.
Das 4.0/120 mm Macro kann spannend sein, vor allem für Portraits – Macroaufnahmen bevorzuge ich aber mit kleineren Sensoren und mehr Schärfentiefe – hier hat Mittelformat immer einen Nachteil oder es muss mit Stitching extrem nachbearbeitet werden.

Im Halbformat X-System gibt es folgende CashBack-Aktion:
X-Pro 2 -200€
X-T2 -100€
X-T20 -50€
2.0/18 mm – 2.8/27 mm – 1.4/35 mm – 2.4/60 mm Macro = 50€ Cashback

2.8/14 mm – 1.4/16 mm – 1.4/23 mm – 1.2/56 mm – 4.0/10-24 mm – 2.8-4.0/18-55 mm – 3.5-5.6/18-135 mm – 3.5-4.8/55-200 mm = 100€ Cashback

2.8/16-55 mm – 2.8/50-140 mm – 4.5-5.6/100-400 mm = 150€ Cashback

Mein Rat: Bestellen Sie bei mir die X-T2 mit 1.4/35 mm – 1.2/56 mm – 4.0/10-24 mm – 2.8/16-55 mm – 2.8/50-140 mm – 4.5-5.6/100-400 mm mit 1.4x

Aus meinem Testbestand verkaufe ich das 2.8/50-150 mm WR OIS im Neuzustand, original verpackt und ausgezeichnet getestet =1200€
E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

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24. Oktober 2017
Pixel-Wahn 2017

Starker Bildausschnitt, weil es unmöglich war, in die Herde herein zu kommen und auch 500 mm Brennweite nicht ausgereicht haben

Als Olympus 2003 System-Kameras mit 5 Millionen Pixel (E-1) auf einer Fläche vorstellte, die nur ein viertel des Kleinbildformates entsprach war der Sprung auf 10 Millionen Pixel bereits geplant und alle Objektive darauf berechnet. 2007 wurde auf 10 MP erhöht in der E-3, 2010 schien dann das Ende erreicht, 12 Millionen Pixel im kleinsten Sensorformat einer Systemkamera. Und das Obwohl die Olympus Chef-Konstrukteure gesagt hatten, bei 10 MP liegt die Grenze des Sinnvollen, das menschliche Auge löst unter optimalen Lichtbedingungen überhaupt nur etwa 6 Millionen Bildpunkte auf.
FT wurde verworfen, mFT trat an mit gleicher Sensorgröße und neuen Objektiven, eine PRO-Objektiv-Reihe erschien, die offensichtlich für noch mehr Auflösung konstruiert war.
Doch schon 2012 erschienen die Kameras mit 16 Millionen Pixel und 2016 blieb Olympus nichts anderes übrig als auf 20 Millionen Pixel zu erhöhen.
2007 präsentierte Canon gerade einmal Kleinbild-Vollformat-Sensoren mit 21 Millionen Pixel, auf der vierfachen Sensorfläche. Der Weltmarktführer bremste bei 20 Millionen Pixel ab – erst 2015 startete er dann den Versuchsballon mit 51 Millionen lichtempfindlichen Pixeln. Das klingt gigantisch viel, ist es aber nicht mehr, wenn man betrachtet das auf den mFT-Sensoren jetzt die vergleichbare Pixeldichte von rund 80 MP herrscht und auf 1“ Zoll Sensoren mit 20 Millionen Pixeln sogar ein Gedränge von rund 160 Millionen Pixeln auf Vollformat vergleichbar wären. Ganz abgesehen von Smartphones…
Wer heute gegen eine Pixeldichte von 50 MP und mehr ist, der versteht nicht, dass er in der Hosentasche längst mit Smartphones mit viel gigantischeren Pixeldichten herum läuft.
Die Unterschiede sind ja gar nicht so groß, wie es sich anhört. Um die Auflösung von 16 MP zu verdoppeln brauchen wir einen 64 MP Sensor! Das bedeutet auch, dass der 51 MP Sensor von Canon erst einer Verdopplung der Sensoren entspricht, die wir vor 15 Jahren mit 12 MP hatten.
Für den Ausdruck in Din A2 (42×59,4cm) sind idealerweise 35 Millionen Pixel Auflösung notwendig, für Din A0 (84x119cm).

Die Frage ob jetzt 50 MP überhaupt noch Sinn machen – trotz der Auflösung unserer Augen, die bei 6-8 MP begrenzt ist – beantworte ich ganz eindeutig mit: JA!

Die hohe Auflösung, in Verbindung mit einem höchstauflösenden Objektiv birgt viele Reserven und ermöglich in naher Zukunft Techniken, die jetzt noch schwer vorstellbar sind. Schon jetzt lässt sich mit einem doppelt so starken Ausschnitt arbeiten und die Super-Tele-Objektive länger als 400 mm können immer häufiger beim Hersteller bleiben.
Zusätzlich ist es möglich nur mit einer lichtstarken Festbrennweite zu fotografieren und viel durch Herausvergrößern unter gleicher Perspektive nachträglich ohne Objektivwechsel zu realisieren.

Der Gedanke, den ich oft lese, dass schon 16 MP völlig ausreichend sind, setzt hoffentlich auch voraus, das diese Menschen nur mit maximal 50 PS KFZ durch die Gegend fahren, denn die reichen ebenfalls völlig aus.

Berechtigt ist aber sicher der Einwand, dass es ab 42 MP richtig teuer wird. Denn spätestens dann müssen neue Objektive angeschafft werden, die neueste Software auf dem leistungsfähigeren Computer laufen. Jedem steht es frei aus Kostengründen sich bei 16 MP, bei der DVD, dem kleineren Fernseher selbst zu beschränken und damit zufrieden zu sein.
Mir wären am liebsten ganz neue Sensoren, die ganz anders arbeiten und dann eben nicht mehr das Hauptaugenmerk auf Auflösung liegt – aber in der Richtung passiert nichts. Und auch die Technik aus dem Film „Blade Runner“ wo man im Foto herum wandern kann will ich endlich haben.

Aussichten:
Es klingt vielleicht alles wahnsinnig, aber es wird so weitergehen und wir werden auch 100 MP Sensoren erleben.
2008 werden vermutlich Canon und Sony eine neue Runde einleiten – Halbformat-Sensoren mit 28-30 MegaPixel Auflösung. Und auch das ist letztlich ein kleiner Schritt, den Samsung schon im September 2014 – vor 3 Jahren in der NX1 vorweggenommen hat. Damals war die Fotowelt noch nicht reif dafür.
Sony könnte 2018 auf 70 MegaPixel Auflösung für Vollformat-Sensoren aufrüsten – Fujifilm traue ich zu bald eine Mittelformatkamera mit 100 MegaPixel-Sensor im Portfolio zu haben. Und selbst mFT kann letztlich bei 20 MP nicht stehen bleiben und wird in einigen Jahren noch mal auf 24-30 MP erhöhten. Der 1″ Sensor hat bereits 20 MP und selbst Smartphones gab es schon mit über 40 MP und die werden auch wieder kommen – dagegen sprechen jedoch noch zu schwache Übertragungswege.

 

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