Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

8. September 2023
Willkommen im Nuss-Himmel!

Frisch gepflückt und an Ort und Stelle gemampft – so ist das Leben am schönsten und mit der OM-1 und dem 4.5/150-400 mm kann man es am schönsten festhalten.
Wenn das Licht noch weniger wird, nutze ich gerne das 2.8/40-150 mm und bin damit wieder jedem anderen Zoom-Fotografen zumindest bei der Brennweite/Lichtstärke überlegen.

So ab kommender Woche geht es wieder rund in der Technikbude…
Mein Stativ ist zwar immer noch nicht ausgeliefert und meine Tests mit den Ferngläsern gehen los, aber die Industrie aus Japan leutet eine neue Kamera-Runde ein.
Erwartet werden:
Fujifilm GFX 100 II – wieder 100 MP, aber schnellerer Prozessor, AF und einiges neues zum fairen Preis von High-End Geräten
Eine neue Fujifilm X100 sollte auch bald Wirklichkeit werden
Panasonic G9II – vermutlich mit dem 25 MP Sensor und eben ganz neuem AF
Nikon Zf – kommt bald mit 24 MP – wer Retro braucht, wird bedient
Canon R5II – kommt irgendwann, ich hoffe noch dieses Jahr, mit >60 MP
Canon R1 – wird dann früh in 2024 vorgestellt (weshalb ich vermute, die R5II ist auch im Winter im Handel)
Sony hat noch seine A9III kurz vor Fertigstellung
Auf die kleinen Spielzeuge A7C II und A7CR mochte ich gar nicht eingehen – die Technik ist ohnehin vorhandenen Kameras entnommen und dann das Ganze am Sucher geschrumpft. Es ist müssig, das zu kommentieren.

Auch bei den Objektiven kündigen sich zahlreiche Neuheiten an:
Sigma 2.8/70-200 mm, weil es für das L-Bajonett gebraucht wird
Canon: lichtstarke Festbrennweiten und ein 10-24 mm Zoom und das 2.0/70-140 mm sollte auch langsam gelingen.
Sony hat die 2.8er Zooms alle renoviert, also folgt ein 1.2/85 mm GM und vielleicht auch einiges mit Motorzoom.

Es gibt ja keinen Grund mehr jetzt nicht mit Motorzoom durchzustarten. Das ist vor gut 30 Jahren bei Pentax und Minolta gescheitert, aber heute, wo alle auch noch schön Filmen wollen, wäre es wichtig.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

6. September 2023
Tier-Beobachtung: Fernglas 2023

High-End Premium-REFERENZ-Klasse Swarovski NL Pure – in Qualität und Preis unerreicht, gibt es gute Alternativen?

Ich bin ja kein Fan von dunkelgrün und glaube auch nicht genug an seine Tarnwirkung, deshalb würde ich mich nie als Jäger zu erkennen geben und sicher das Burns-Orange bevorzugen!
Kürzlich durfte ich am See die Tierwelt durch ein Swarovski NL Pure 8×42 sehen, das war wie ein paar neue Augen – so hell, so groß, so weit, so scharf, so schön und so schnell im Fokus, das hat mich sprachlos gemacht. Und dann fängt mein Interesse erst richtig an und ich durchsuche und lese alles. Wenn der Preis nicht wäre, hätte ich es sofort blind gekauft.
Dazu kommt aber auch, ich will braun und sollte ich noch einmal ein anderes wollen und dieses verkaufen, dann wird das wenn nur mit größeren Verlusten (aufgrund der Farbe) möglich sein. Daher wäre schwarz, wie Olympus, Zeiss und Nikon ihre Gläser armieren in jedem Fall neutraler. Das irgendein Tier vor schwarzen oder auch braunen Ferngläsern mehr Furcht hat, sie schneller entdeckt als dunkelgrüne – das wage ich sehr stark anzuzweifeln!

Fernglas:
Seit Jahren suche ich eine Steigerung meines sehr guten und modernen Olympus Dachkant Fernglases.
Olympus PRO 10×42 – 370€
665g schwer; 14 cm lang; 13 cm breit und 5,3 cm tief; Scharfeinstellung ab 1,5 Meter;
Sehfeld: 108 m; Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2019-01 erhältlich)

Meine Erfahrungen beschränken sich bisher auf ein altes 60er Jahre Glas von Opa, einige Nikon Gläser von Papa, meinem ersten Steiner Glas, einem kompakten Olympus Glas und zuletzt dem 10×32 Olympus. Ich habe oft für Leser und Freunde die Gläser von Canon mit IS-Bildstabilisierung und Leica bestellt. Beides hatte für mich immer weit schwächer im Bild als mein kompakteres, leichteres 10×42 Olympus.
Steiner, Pentax, Canon, Minox, Eschenbach scheiden für mich gleich aus, weil ich mich verbessern will – vor allem im Bezug auf das Sehfeld ohne wesentlich schwerer zu werden!
Auch Leica und Zeiss konnten mich bisher nicht überzeugen – Swarovski ist denen so weit enteilt, aber leider auch im Preis. Neben Olympus sollte man immer Nikon im Blick haben, die Auswahl ist riesig und die sind technisch oft ihrer Zeit voraus. Nikon hat knapp 50 Ferngläser im Sortiment und es würde mich wundern, wenn Nikon da selbst noch durchblickt, jeweils 3-4 Stück sind sich sehr ähnlich. Es war sehr mühsam da etwas spannendes heraus zu filtern. Sie bringen manche Neukonstruktion (wie z.B. großes Sehfeld) oft 10 Jahre früher als alle anderen.
Bis sich dann die Luxusanbieter Zeiss, Leica und Swarovski sich den neuen technischen Möglichkeiten mal anpassen. Für Leica gibt es abgesehen vom roten Punkt, kaum einen technischen oder haitischen Grund warum diese gleich gut sein sollten.
Also das Sehfeld meines Olympus mag lange beeindrucken, es ist jedoch nur 108m – Swarovski bietet 133m im vergleichbaren Glas und Nikon hat so gar 145m wenn man auf 8x Vergrößerung geht und bei bei seinem Pocket 8×25 auch 143m – für nur rund 100€!
Um ein Motiv schnell zu finden und von seiner Umgebung zu lösen, ist das ein enormer Vorteil. Natürlich spielt dabei die Vergrößerung eine wichtige Rolle. Gläser wie 14x; 12x; 10x sind einem 8x immer unterlegen und zum schnellen Auffinden und verwicklungsfrei sehen, immer unterlegen.
Gerne wird behauptet, dass die meisten Gläser mit 8x auswählen, weil sie 10x schon nicht mehr länger ruhig halten können. Das stimmt nur teilweise – denn das Eigengewicht des Fernglases spiet dabei eine wesentliche Rolle. Ein 650g schweres Glas halten sie schon ruhiger als ein 1 Kilo Brummer, aber ein 300g leichtes Pockenfernglas ist am schwersten ruhig zu halten – es ist zu leicht. Da ist es besser ein 8×25 zu kaufen.
Der zweite Punkt, der mich (der immer nach der bestmöglichen Technik, dem besten Kompromiss sucht) stört, der Feintrieb zum fokussieren braucht 3 volle 360° Umdrehungen um von 1,5m auf unendlich zu kommen. Klar das macht man fast nie, aber logischerweise braucht es auch viel mehr Drehung, als bei anderen Anbietern um schnell ein Motiv zu suchen.
Zeiss wirbt damit, nur 1,6 bis 1,8 butterweiche Umdrehungen von Nah bis Fern zu brauchen. Das ist ein gewaltiger Komfortnutzen.
Swarovski und Zeiss werben damit bis zu 91 und sogar 92% Lichttransmission zu erreichen – hier macht jeder Prozentpunkt je nach Licht und Motiv einen Unterschied. Auch das Sehfeld für Brillenträge ist beim NL Pure besonders gut gelungen.Es ist ein Unterschied wie ein 50er Röhren-TV gegen ein 65″ OLED-TV.
Sicherlich kommt es auch stark auf das Anlassgefühl, die Scharfstellung und die Baugröße an – man muß sie letztlich alle anfassen. Für mich ist ein 10×42 ideal, auch wenn mit ein 8×42 ein wirklich großes Sehfeld bietet und ein 10×32 leichter konstruiert werden kann. Die Jagdgläser mit Lichtstärke 56 finde ich unterwegs zu groß und zu schwer und alles unter Lichtstärke 32 ist dann öfter frustrierend, wenn man bewölkten Himmel hat. Leica hat aus meinen Vergleichen das Zepter noch nicht wieder in der Hand und rangiert eher an dritter, vierter Stelle, ein roter Punkt alleine hilft da auch nicht – andere sind viel innovativer.

Doch schaut selbst, anhand der aus meiner Sicht wichtigsten Daten:

Und jetzt den großen Sprung zum Swarovski NL Pure 10×32 – 2850€?
Die Form ist zunächst ungewohnt, aber man merkt auch sogleich, dass sich kein anderes Fernglas so einwandfrei mit der Hand verbindet.  Bedienelemente liegen genau da, wo sie hingehören, der Feintrieb läuft butterweich, 1,6 Umdrehungen von Unendlich in den Nahbereich, schnell und extrem präzise. Das kenne ich von keinem anderen Glas!
Swarovski NL Pure 10×32 – Braun oder Grün – 2450€
640g schwer
, 14,5 cm lang, 13 cm breit und 6,5 cm tief, Scharfeinstellung ab 2 Meter,
Sehfeld: 132 m, Dämmerungszahl: 17,9;  (seit 2021-04 erhältlich)
*Swarovski NL Pure 8×32 – Braun oder Grün – 2400€*
640g schwer
, 14,4 cm lang, 13 cm breit und 6,5 cm tief, Scharfeinstellung ab 2 Meter,
Sehfeld: 150 m, Dämmerungszahl: 16;  (seit 2021-04 erhältlich)
Swarovski EL Range  10×32 – Grün – 3050€ (Entfernungsmesser & GPS)
680g schwer
, 14,3 cm lang, 13 cm breit und 6,9 cm tief, Scharfeinstellung ab 5 Meter,
Sehfeld: 110 m, Dämmerungszahl: 17,9;  (seit 2023-10 erhältlich)
Swarovski EL Range  8×32 – Grün – 2950€ (Entfernungsmesser & GPS)
685g schwer
, 14,3 cm lang, 13 cm breit und 6,9 cm tief, Scharfeinstellung ab 5 Meter,
Sehfeld: 135 m, Dämmerungszahl: 17,9;  (seit 2023-10 erhältlich)
Swarovski NL Pure 10×42 nur Grün – 3000€
850g schwer, 15,8 cm lang, 13 cm breit und 7,1 cm tief, Scharfeinstellung ab 2 Meter,
Sehfeld: 133 m, Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2021-04 erhältlich)

Zeiss SF Victory 10×42 nur Schwarz – 2400€
790g schwer, 17,3 cm lang, 12,5 cm breit und 6,5 cm tief, Scharfeinstellung ab 1,5 Meter,
Sehfeld: 120 m, Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2022-04 erhältlich)
Zeiss SFL 10×40 nur Schwarz – 1650€
640g schwer, 14,4 cm lang, 13 cm breit und 6,5 cm tief, Scharfeinstellung ab 1,5 Meter,
Sehfeld: 115 m, Dämmerungszahl: 20; (seit 2022-04 erhältlich)

Leica Noctivid 10×42 – 2200€
860g schwer, 15 cm lang, 12.4 cm breit und 5,9 cm tief, Scharfeinstellung ab 1,8 Meter,
Sehfeld: 112 m, Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2020-09 erhältlich)

Nikon Monarch HG ED 10×42 – 960€
680g schwer; 14,5 cm lang; 13 cm breit und 5,6 cm tief; Scharfeinstellung ab 2 Meter;
Sehfeld: 121 m; Dämmerungszahl:20,5 ; (seit 2021-10 erhältlich)
Nikon Monarch M7 ED 10×42 – 430€
680g schwer; 14,2 cm lang; 13 cm breit und 5,7 cm tief; Scharfeinstellung ab 2,5 Meter;
Sehfeld: 121 m; Dämmerungszahl: 28; (seit 2019-01 erhältlich)
*Nikon Monarch M7 ED 8×30 – 310€* Sehr gut und noch günstig!
470g schwer; 12,5 cm lang; 12 cm breit und 4,8 cm tief; Scharfeinstellung ab 2 Meter;
Sehfeld: 144 m; Dämmerungszahl: 28; (seit 2021-10 erhältlich)
Nikon Monarch HG ED 10×30 – 780€
450g schwer; 14,2 cm lang; 13 cm breit und 5,7 cm tief; Scharfeinstellung ab 2 Meter;
Sehfeld: 121 m; Dämmerungszahl: 17,3; (seit 2019-01 erhältlich)
Nikon Monarch HG ED 8×42 – 730€
670g schwer; 14,5 cm lang; 13 cm breit und 5,7 cm tief; Scharfeinstellung ab 2 Meter;
Sehfeld: 145 m; Dämmerungszahl: 17,3; (seit 2019-01 erhältlich)
Nikon Monarch HG ED 8×30 – 650€
450g schwer; 12,6 cm lang; 12 cm breit und 4,7 cm tief; Scharfeinstellung ab 2 Meter;
Sehfeld: 145 m; Dämmerungszahl: 17,3; (seit 2019-01 erhältlich)
*Nikon Monarch M7 ED 8×30 – 310€*
470g schwer; 12,5 cm lang; 12 cm breit und 4,8 cm tief; Scharfeinstellung ab 2 Meter;
Sehfeld: 145 m; Dämmerungszahl: 15,5; (seit 2021-10 erhältlich)

Nikon Prostaff P7 10×42 – 180€
600g schwer; 13 cm lang, 15 cm breit und 5,5 cm tief, Scharfeinstellung ab 3 Meter,
Sehfeld: 122 m; Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2019 erhältlich)
*Nikon Prostaff P7 8×30 – 180€* Mein Preistipp!
485g
schwer; 13 cm lang, 15 cm breit und 5,5 cm tief, Scharfeinstellung ab 2,5 Meter,
Sehfeld: 152 m; 
Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2019 erhältlich)
Nikon Prostaff P3 10×42 – 370€

585g schwer; 15 cm lang; 13 cm breit und 5,4 cm tief; Scharfeinstellung ab 2,5 Meter;
Sehfeld: 122 m; Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2019 erhältlich)

Kowa BDII 10×40 XD nur Grün – 410€
645g schwer, 13,9 cm lang, 12,8 cm breit und 5,3 cm tief, Scharfeinstellung ab 1,8 Meter,
Sehfeld: 126 m, Dämmerungszahl: 20,5; (seit 2019-10 erhältlich)

Kahles Helia 10×42 nur Braun – 1100€
770g schwer, 15 cm lang, 13 cm breit und 5 cm tief, Scharfeinstellung ab 2 Meter,
Sehfeld: 114 m, Dämmerungszahl: 20,5; Lichtstärke 10,24 (seit 2019-04 erhältlich)

Auch bei Nikon kostet ED-Glas das doppelte.
Ich habe Monarch 8×32 ED (300€) mit Prostaff P7 8×32 (140€) vergleichen, das ED ist sicherlich nicht doppelt so scharf, aber auf die Weite doch schärfer als das P7.
Mir persönlich ist der Gewinn an Weite inzwischen wichtiger als die Vergrößerung, erst recht wenn es dadurch noch mal 200g schwerer wird. Das große Sehfeld beschert mir immer einen großen Überblick, was vor allem bei Tieren in Bewegung nicht unterschätzt werden sollte. So findet man die Tiere auch schneller.Das Prostaff ist schon sehr gut und kontrastreicher als die bewährten Swarovski EL 8,5×42 – das habe ich mir in verschiedenen Lichtsituationen angeschaut. Also das EL wäre mir heute im Vergleich nicht mehr gut genug, zumal sein Sehfeld deutlich kleiner ist.
Wer dann bereit ist noch einmal das Doppelte für ein Nikon HG auszugeben, wird vielleicht enttäuscht, denn es ist deutlich schwerer und unhandlicher. Und es ist noch schwerer wirklich auch Unterschiede zum M7 auch zu sehen.

Ich begegne vielen Menschen, die nur ein 8x Fernglas verwenden und mit 10x bereits zu viel verwackeln. Mir geht das zum Glück nicht so, ich kann auch länger durch ein 10x Glas schauen und würde mir sogar ein 15x wünschen – idealerweise mit IS.
Doch was Canon, Nikon, Fuji und andere da anbieten ist schwer, klobig und optisch nicht vergleichbar.
Ich habe noch keine Kaufentscheidung getroffen.
Swarovski macht es mir sehr schwer, ich habe eine Abneigung gegen dunkelgrüne Armierung und 850g darf es auch nicht wiegen. Und 2450€ für ein größeres Sehfeld und ein noch brillanteres Bild bezahlen, das ist schon heftig. Wir kaufen zwar ein Fernglas noch für eine kleine Ewigkeit, aber auch da sind Geräte mit elektronischem Monitor auf dem Vormarsch, trotzdem sehe ich nicht, dass sich ein besonders gutes Glas und seine Dreidimensionalität so bald ersetzen lässt. Das Kowa wäre eine Steigerung bei vergleichbarem Gewicht, aber das muß ich mir erst genau ansehen. Ausserhalb der Naturfototage in Lünen und Fürst ist ja ein Vergleich praktisch kaum noch möglich.
Wenn ich es richtig recherchiert habe, waren Nikon und Olympus Vorreiter mit kompakten, besonders guten Ferngläsern und Swarovski hat sich jetzt wieder vor Leica und Zeiss platziert.
Es gibt auch noch Pocket-Ferngläser, die oft mit 10×25 auch kein schlechtes Bild abliefern, sie sind allerdings mit knapp 1000€ in der gehobenen Qualität auch kein Schnäppchen. Und da kommt es noch mehr auf das Handling an und wie es sich zusammen faltet. Nicht ganz umsonst sind hier Zeiss und Nikon sehr beliebt.

Nikon Sportstar EX 10×25 – 110€
280g schwer; 11,4 cm lang; 10 cm breit; Scharfeinstellung ab 3,5 Meter;
Sehfeld: 113 m; Dämmerungszahl: 15,8
*Nikon Sportstar EX 8×25 – 100€* Mein Preistipp!
280g schwer; 11,4 cm lang; 10 cm breit ; Scharfeinstellung ab 2,5 Meter;
Sehfeld: 143 m; Dämmerungszahl: 14
Zeiss Victory Pocket 10×25 – 800€
290g schwer; 11,4 cm lang; 10 cm breit; Scharfeinstellung ab 3,5 Meter;
Sehfeld: 105 m; Dämmerungszahl: 15,8
Zeiss Victory Pocket 8×25 – 760€
290g schwer; 10 cm lang; 11 cm breit ; Scharfeinstellung ab 1,9 Meter;
Sehfeld: 130 m; Dämmerungszahl: 14
Swarovski CL Pocket 10×25 – 800€
350g schwer; 11 cm lang; 10 cm breit; Scharfeinstellung ab 2,5 Meter;
Sehfeld: 98 m; Dämmerungszahl: 15,8
Swarovski CL Pocket 8×25 – 760€
290g schwer; 10 cm lang; 11 cm breit ; Scharfeinstellung ab 2,5 Meter;
Sehfeld: 119 m; Dämmerungszahl: 14
Kowa SV II  10×25 – 115€
260g schwer; 11 cm lang; 10 cm breit; Scharfeinstellung ab 1,5 Meter;
Sehfeld: 114 m; Dämmerungszahl: 15,8
Kowa BD 8×25 – 250€
320g schwer; 11 cm lang; 11 cm breit ; Scharfeinstellung ab 1,8 Meter;
Sehfeld: 110 m; Dämmerungszahl: 14

Das Nikon Sportstar EX 8×25 für knapp 100€ ist sehr preiswert, liefert hohen Kontrast und Schärfe.
Aber mich hat gleich gestört, dass sie die Okularhülsen zum schätz gegen Seitenlicht immer verdrehen und nirgendwo richtig fest arretieren – das nervt!
Auch ist es schon so kurz und leicht, das es nicht gut und sicher lange zu halten ist. Aber wer ein sehr kompaktes Fernglas sucht, kann hier sonst nicht viel falsch machen!

Mit welchen Fernglas arbeitet ihr, was begeistert euch besonders?

 


Zu dem günstigen Preis von 310€ werde ich das Nikon Monarch M7 8×30 ausprobieren. 144m Sehfeld sind grandios, 470g ist deutlich leichter, es ist kompakter, jetzt bin ich auf den Feintrieb gespannt.
Auch der Feintrieb gelingt deutlich schneller als beim Olympus, wenn auch zu Anfang etwas schwergängiger.

8×30 Fernglas unter 500g und 500€:
Die Unterschiede zwischen Nikon Monarch M7 mit ED-Glas und Nikon Sportstar P7 OHNE ED:
Das neuere M7 hat eine etwas hochwertige Tasche mit Gürtelschlaufe und Riemen. Es hat 2 festsitzende Klappen für die Gläser und eine durchgehende für die Okulare. Mit Befestigung am Gurt.
Nimmt man beide in die Hand, fällt sofort auf, das M7 ist viel schlanker und auch etwas kürzer.
Das P7 wirkt bulliger, aber dennoch sehr gut griffig. Beim Gewicht sind beide pari.
Das P7 braucht länger um zu fokussieren, aber seine Okularhülen lassen sich schneller und besser arretierter auf die jeweiligen Augenanpasser, während diese beim M7 einfach etwas zu locker sitzen. Kleinigkeiten, aber im wöchentlichen Gebrauch stört es eben doch.
Ich habe die beiden Gläser und mein Olympus vielen Menschen in die Hand gedrückt. Ergebnis war erstaunlicherweise, das das preiswerteste P7 die allermeisten Menschen am besten überzeugt hat – beim Seheindruck. Auch mir fällt auf den ersten und zweiten Blick kein visueller Unterschied bei unterschiedlichsten Lichtbedingungen auf – also maximal 180€ sollten für die allermeisten Abenteurer ausreichen um Motive schnell zu finden und zu erkennen.
Doch bei sehr genauer Betrachtung, scheint das ED-Glas Mz Monarch in einigen Lichtsituationen mehr Schärfe und weniger CA zu zeigen. Es ist nur nicht so gravierend dass es den fast doppelten Neupreis rechtfertigt. Mein Olympusglas ist trotz höherer Lichtstärke und mehr Vergrößerung (10×42) etwas blasser, findet Motive nicht so schnell, ist aber auch relativ CA frei.
Es war eine schwere Entscheidung, wer hat schon gut 130€ zu verschenken, aber am Ende haben mich Komfort, Handling und CA freie Schärfe doch etwas mehr überzeugt.

 

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3. September 2023
Tele-Limit – Versuche mit 100-500 mm & 11/800 mm plus Konverter

Großtrappen – Canon R5 & Canon 11/800 mm plus RF1.4x = 1120mm x1.6 = 1800 mm vergleichbare Brennweite

Es ist bestimmt aufregend mit 1120 mm, 1800 mm (x1.6x Kameraintern) oder gar jenseits 2500 mm zu fotografieren.
Das Menschen Teleobjektive völlig falsch einschätzen, kennen wir sicher alle. Ferngläser zeigen meistens Bildausschnitte von rund 500 mm Brennweite (10x), erst Spektive und astronomische Geräte zeigen dann Vergrößerungen ab 2000, 3000 mm und mehr Brennweite.
Auch einem 2.8/400 mm schreibt der normale Betrachter entweder erstaunliche oder stark beängstigende Fähigkeiten zu – er irrt, wenn ich die Sonnenblende abschraube und auf die Lichtstärke verweise, bleibt kein Tele-Monster mehr übrig. Trotzdem gerate ich mit 2.8/400 mm immer häufiger in Verdacht, vom noch längeren 4.0/600 mm oder gar 6.3/800 mm ganz zu schweigen. Nur ein Canon 11/800 mm oder Olympus 4.5/150-400 mm wirken zum Glück weit weniger bedrohlich und fallen oft auch nicht so auf. Dazu trägt auch eine schwarzgraue Außenhaut einiges bei.
Ich hatte kurze Tests mit 2x RF Konverter gemacht – das stellt mich in den allermeisten Lichtsituationen nicht mehr zufrieden – auf weite Entfernungen bleibt der 1.4x Konverter an modernsten Tele-Objektiven weiterhin das höchste der Gefühle und selbst der führt nicht selten – je nach Licht – und Verwacklung – zu Pixelmatsch.
Je nach Licht und Luftverschmutzung ist es sehr schwer die Fokussierung im Sucher zu beurteilen und vor der Belichtung auf dem Monitor noch einmal schwerer, bis unmöglich.
Bisher lassen sich die beiden teuren RF Konverter leider nur sinnvoll mit 11/800 mm – 11/600 mm – 7.1/100-500 mm – 8.0/100-400 mm verwenden. Jedesmal resultiert daraus Blende f:11-16. Früher hätten wir keinen Gedanken daran verschwendet mit solchen Blenden bei den Brennweiten zu fotografieren. Allenfalls einige Könner blendeten ihre Super-Tele auf dem stabilen Stativ auf diese Werte ab (Art Wolfe).
Heute werden mit der R5 die Ergebnisse aus freier Hand bei kurzen Zeiten mindestens genauso scharf, wenn nicht gar schärfer (je nach Zeit) als vom Stativ. Zumindest bei mir, wobei dazu einiges an Erfahrung und optimierter Handhabung gehört.
Die erreichbare Schärfe hängt dank der effektiven Bildstabilisierung fast ausschließlich vom Fotografen und den Licht- wie Luft-Bedingungen ab!
Wer sagt, das 11/800 mm kann gar keine scharfen Aufnahmen, wie die älteren 4.0/600 mm oder 5.6/800 mm liefern – redet unerfahrenen Unsinn. Nur hatten wir diese Objektive immer auf schweren Stativen mit schweren Köpfen, haben mit Selbst- oder Fernauslöser ausgelöst und den Atem angehalten, mit Sandsack beschwert und ein Gewicht unten ans Stativ gehängt.
Auch aus der Hand oder vom Einbeinstativ ist eine gute Konzentration und das Wissen, was man da tut und Erfahrung notwendig – aber Schärfe und Auflösung werden geliefert.
An diesen Fotos der Großtrappen können Sie jedoch auch sehen, das große Entfernungen ein gewaltiges Problem sind. Dabei kommen ganz andere Fotos heraus als bei einem kleinen Motiv aus 20 m Entfernung.
Das hier war eine Fluchtdistanz von 150-250m! Das da die Luft am frühen Morgen oder späten Abend eine wesentliche Rolle zwischen Motiv und Objektiv spielt, sollte jedem klar sein.
Hier sind keine besonderen Foto-Highlights entstanden, sondern eher Bestimmungs-Bildchen.
Deshalb betone ich immer wieder, dass besonders tolle Fotos fast immer aus der Nähe zum Motiv entstehen. Hätte ich die beeindruckenden Großtrappen aus 20-30 m Entfernung neben einem Bussard ablichten können, oder sogar Details aus noch kürzerer Entfernung, wären die Fotos viel beeindruckender.

2000 mm mit der OM-1 (freihand!)

Inzwischen arbeite ich viel mit Brennweiten (& Ausschnitten in der Kamera) jenseits 800 mm.
Das 6.3/800 mm Z-Nikkor setze ich häufig mit 1.4x TC und auch mit 1,5x Vergrößerung-Faktor ein.
Das OMDS 4.5/150-400 mm hat den internen Konverter, der mir 500 mm und somit 1000 mm Ausschnitt gibt und die OM-1 schafft noch einmal eine Verdopplung auf 2000 mm Ausschnitt. In der Ferne sind die Kameras dann häufiger überfordert, aber aus kürzeren Distanzen, mit Singvögeln, Kleinsäugern, Nagetieren gelingen Fotos sehr gut.

Hier scheitert jede Augen-Erkennung – da hilft auch eine Canon R3 nicht:

 

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