Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
Hier finden Sie die
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

22. Juli 2022
Juli – Besser wird’s nicht mehr

Durch die Entwertung unserer Euro-Währung gegenüber dem lästigen Dollar, sind weitere Preissprünge bei allen Elektroartikeln, Fotogeräten und eine weitere Verknappung zu erwarten. Auch Smartphones, mit ihrer kurzen Haltbarkeit, gibt es bald nicht mehr für 1400€, sondern erheblich teurer. Qualitäts-Markt-Führer Apple war klug genug auf eigene Chips zu setzen und deren Produktion auch wieder schrittweise in die USA zu holen. Und wer glaubt mit einem Chinaphone zu sparen, der soll das tun und den höheren “Preis” dann später nachzahlen.
Und so ähnlich, wenn auch etwas ungefährlicher sehe ich es auch mit den Chinalinsen, in Massen überschwemmen sie den Fotomarkt. Ich gehe kaum noch darauf ein, aus gutem Grund.
Ich kann vom Kauf generell nur abraten. Wenn ich schon mit einem Foto-System fotografieren und Filmen will, dann doch auch konsequent mit japanischem oder deutschem Glas.

Mit jedem Kauf von der China-Ware reduzieren wir die Auswahl und Innovation der japanischen Foto-Industrie, das sollte jedem klar sein. Nicht dass ich ein ausgesprochener Japan-Fan wäre, aber schaue ich mir an was uns Leica mit japanischer Technik zum durchgeknallten Preis verkauft, also dann sind mir die letzten japanischen Hersteller lieber.
Die Auswahl an Bajonetten schrumpft, der Höhepunkt von 2018 ist überschritten, ab jetzt geht es nur noch Bergab.
Auch wenn einige Systeme scheinbar noch produziert werden, doch Canon EF, EF-S, EF-m, Nikon F, Pentax K, Pentax 645, Leica TL spielen am Markt keine Rolle mehr.
Besonders das Beispiel Pentax ist hier sehr bitter, nach furiosen Z645,  K3 und K1 Kameras kann man nicht mehr mit der Technik schritt halten, will nicht spiegelfrei anbieten und wird deshalb sang und klanglos verschwinden. Bei Canon und Nikon wird es wenigstens einen Nachall auf die jahrzehntelang erfolgreichen Bajonette geben.
Geblieben sind uns realistisch nur 7 Bajonette:
Sony Alpha E
Canon RF
Nikon Z
Leica-Panasonic-Sigma L
Panasonic-OMS MFT
Fujifilm FX
Fujifilm GFX
Vier mal Vollformat, und je einmal Mittelformat, Halbformat, MicroFourThirds.
(Von DJI-Hasselblad soll zwar wieder eine MF Kamera kommen, aber große Bedeutung sehe ich darin nicht. Auch Sony soll angeblich ein Mittelformat-Kamera-System planen und Leica S ist auch noch da)

Ich habe zur Zeit Sony Alpha 1, Canon R5, Nikon Z9 und OMS OM-1 zum testen aller Objektive zur Verfügung (und zum Verleihen an die Leser).
Vier Pro-Kameras, das hatte ich auch noch nie. Aber die Einschränkungen zu den nächsten Kameras sind einfach zu groß, als das sich für mich A7IV, A7RIV, R6, Z7II lohnen könnten.
Die OM-1 werde ich jetzt bald im Familienkreis abgeben, da OMS nicht in der Lage ist, mir dauerhaft ein 4.5/150-400 mm Tele zu beschaffen. Damit bleibt die Kamera aber immer im Zugriff.
Mein Hauptsystem bleibt Sony, auch wenn ich es die letzten Monate kaum verwendet habe – das lag aber am intensiven Test vieler Nikon-Objektive. Dass jetzt Nikon bei mir Sony ablöst sehe ich noch nicht. Nikon ist sehr schlecht gestartet und nur die Tele-Objektive reißen es jetzt nicht heraus. Im WW-, Normal, Macro, und kleinem Tele-Bereich sehe ich Nikon weiter für mich nachteilig. Aber ich teste mich durch, an der Z9 sieht einiges anders aus, dazu bald mehr.
FIRMWARE
Inzwischen konnte ich schon wieder einige Zeit mit der neuen Z9-Firmware arbeiten, doch leider ändert das nichts wirklich an der Erkennung, kleiner, kontrastarmer Motive und weit entfernter Motive und wenn schnelle Motive verfolgt werden sollen, der AF sitzt nicht so häufig richtig auf den Augen – und anerkante Kollegen wie T&C Northrop und andere, kommen zu dem gleichen Schluß,
Wir haben die relativ wenigen 493 AF-Messfelder (im Vergleich zu über 1000 bei Canon und OM-1 und 759 bei Sony), sowie die Motoren in den neuen Teles im Verdacht, die offensichtlich mehr für gleichmäßiges Fokussieren im Video-Modus als für High-Speed-Fotografie ausgelegt sind.
Ich stehe da im regen Austausch und vertrete keine Einzelmeinung. Und es liegt mir absolut fern, da irgendeinen Hersteller zu bevorzugen, mir sind die Namen und Hersteller gleichgültig, ich will nur bessere Chancen auf der Motivpirsch. Und ich hätte ja nicht Z9 und Z800 gekauft, wenn ich nicht hoffte, das Nikon sich da noch verbessert. Eine weitere Verbesserung ist bei der Erkennung von Menschen und der Schnelligkeit bei der Augenerkennung realisiert worden.
Und umso erstaunlicher, habe ich die Tage bei einem Schwarm mit Staren wieder festgestellt, wie schnell und gleichbleibend das Canon 11/800 mm, trotz der Lichtschwäche, da dran bleibt und sich kaum beeirren lässt. Es sind 4 komplett unterschiedliche AF-Philosophien und Canon hat da mit seinem Double-CMOS offensichtlich einen Vorteil.
Inzwischen habe ich auch das Z 4.5/400 mm S zur Verfügung und schon einiges an Fotos damit realisiert, auch dazu werde ich einen eigenen Bericht liefern.
Bei Canon steht jetzt auch eine Verbesserung der Firmware an – die werden versuchen ihren Vorsprung zu halten.
Olympus hat deutlich durch die neue Firmware gewonnen und ist kaum schwächer als Canon und Sony.
Nur Sony ist extrem ruhig, entweder abasten sie wirklich an etwas Großem (Mittelformat) oder sie warten einfach mal was Nikon und Canon so auf der Pfanne haben um dann mit weiteren Neurechnungen und Konstruktionen wieder alle Aufmerksamkeit auf sich zu beziehen.
Gerade hat Canon neue Firmware für R3, R5, R6 zur Verfügung gestellt. Diese hilft hauptsächlich der R3 um noch schneller und noch effizienter zu werden, bei der R5 bringt sie nicht viel neues.
Es bleibt dabei, dass Canon leider nicht Faktor 2.0x erlaubt und auch sonst vieles ausbremst.

Es sind wieder zahllose Gerüchte im Umlauf über neue Objektive von Canon, Sony und Co – Patente werden geschützt – aber das heißt noch gar nichts, da können wir keinen Penny drauf verwetten.
Ich bin weiter sicher, dass irgendwann ein 2.0/70-140 mm L kommt und ob ein 1.8/135 mm L oder gar ein 1.4/135 mm kommt werden wir sehen.


Die Fotos entstanden auf Sylt – ich war das erste Mal da und habe mal in die meisten Ecken hinein geschaut – mein Gesamtfazit: Leider geil!
Neben Helgoland ist die Insel ein echtes Licht Deutschlands, muß man erlebt haben.
Auch Amrum fand ich grossartig, außer dass die da automatische Bürgersteige haben, die Mittags und früh Abends hochklappen – die Insel ist mehr etwas für die unbedingte Erholung,
verwunderlich, dass es da Internet gibt 🙂
Fotos mit iPhone 13 Pro.

Alles andere und wie wir verkohlt, verstrahlt, verwindet und ausgequetscht werden…
Alle wundern sich, warum auch der Strompreis um 91% seit Februar gestiegen ist, das ist so einfach wie unglaublich, weil wir einen kleinen Teil des Stroms durch die Verstromung von Gas herstellen und der Gesamtpreis  an der teuersten Herstellung des Stromes bemessen wird!
Mein schlimmstes Thema, Atom-Kraft, ein Lebenstrauma. Unglaublich? Schaut mal “Plusminus” vom 20.07. in der ARD-Mediathek.
Jetzt schaufeln sich Stromkonzerne Milliarden-Gewinne in die Kasse – Kriegsgeld – sie werden vermutlich jeden Tag den Aggressor P. preisen. Und unsere Regierung kann und will offensichtlich nicht sofort dagegen handeln.
Die absolut schlimmste Variante uns mit Energie zu versorgen, diese wie sogar heute noch zu einem großen Anteil in die Nachbarländer zu verkaufen
Nichts haben wir so teuer, mehrfach bezahlt wie die A-Kraft und es hört nicht auf, schon wieder diskutieren Geldgeier und die größten Dammschwätzer darüber die A-Kraft weiter zu nutzen – weil andere es ja auch tun und wir sie jetzt brauchen. Man möchte diese Menschen auf dem A-verseuchten Planeten zurück lassen, wenn es doch nur einen zweiten gäbe.
Wir werden hier verarscht, es ist weit schlimmer als die Tiere gehalten werden und nur minimal besser als in Diktaturen, wir leben in der Diktatur des Geldes – Demokratie ist nur ein offenes Mäntelchen, aber keinesfalls real existent.

Also Gaspreise 140% teurer, Strom 91% gestiegen, Ölpreis explodiert, erheblich gestiegene Zinsen, Wertverlust der Währung, weiter gestörte Lieferketten, ach ja die Pandemie gibt es auch noch und wir sind die Dümmsten in diesem Spiel.Und das alles ist noch nichts gegen die Aufheizung des Planeten und über 1000 Hitzetote in Portugal nur diesen Sommer.
Das jeder schützt, was er hat, liegt ja leider in unserer Natur und daher haben selbst die schlimmsten Parteien wie FDP, AFD und Co eine Berechtigung bei einigen Einwohnern des Landes.
Aber wir müssen jetzt schnell und schmerzlich lernen zu teilen, zu verzichten und trotzdem gut zu leben – bzw. sogar besser.
Es darf nicht sein, das einige – nicht wenige Porsche fahren, andere sogar eigene Flugzeuge und Inseln besitzen und der Rest ausblutet und vertrocknet.
Keiner weiß wie und es ist alles miteinander verwoben und viel komplexer als alle Worte – aber es muß eine Systemveränderung her.

Ich denke, wir sollten uns alle jeden Tag wieder klar machen:
Reichtum entsteht nur dadurch, dass wir anderen etwas wegnehmen oder Erben (dann haben die Vorfahren das mit erledigt) und vielleicht noch ein bisschen durch hohe Nachfrage für ein Produkt oder eine Leistung. Wir alle tun das, meist unbewußt, aber oft auch ganz bewußt.  Ich bin da auch nicht besser als fast alle Menschen hier im Land. Auch ganze Staaten tun es durch Steuern, die viel zu hoch oder doppelt und dreifach erhoben werden.
Gestern kam ein Bericht, dass die ganzen Beamtenruhestands-Rücklagen durch Aktien-Portfolios mit ExxonMobile, Nestle und hundert anderen “Dreckfirmen”, die den Planeten jeden Tag verarmen und brennen lassen und die Menschen ausbeuten und wegen denen es hier erst zu den heißen Sommern, Katastrophen und Krankheiten gekommen ist. Kapitalismus ist keinesfalls besser als Diktatoren die Länder und Menschen , von Natur und Tieren ganz zu schweigen, ausbeuten. Wer Aktien und Geldanlagen nicht extrem sorgfältig aussucht und überwacht – macht sich erheblich schuldig am Zustand der Welt.
Ich “teste” auch ganz andere Dinge, so habe ich mir jüngst aus persönlichem Bedarf wieder Rasierer genauer angeschaut. Die Platzhirsche Braun und Philips finde ich für mein Gesicht letztlich oft weniger geeignet, die Geräte sind laut und sehr überteuert. Die meisten Friseure bei denen ich war, verwenden Panasonic, so kam ich schon vor gut 15-20 Jahren zu der Marke. Sie sind haltbarer und effizienter, wer täglich lange rasiert, weiß das dies entscheidend ist. Meinen LS -EV67 habe ich vor gut 6 Jahren gekauft und jetzt wurden mir die Scherblätter zu teuer, rund 50€ beim Preis von rund 150€ für den gesamten Rasierer sind happig. Japaner verfolgen ja oft die Praxis, preiswertes Grundgerät, aber teure Ersatzteile!
Trotzdem, bevor ich jetzt das Scherblatt wieder erneuere, habe ich mir das gesamte Gerät noch einmal gekauft. Er hat exakt das gleiche Aussehen und die Bezeichnung und wie mein bisheriger, die Neuheitenzyklen sind hier nicht häufig, Motoren und Scherblätter ausgereift. Doch so stimmt das nicht.
Was mich immer ärgerte, vor allem beim Campen, war meist der halbe Campingplatz wach, wenn ich den Rasierer anwarf und im kleinen Bad dröhnt er gewaltig in den Ohren. Ganz anders der Neukauf, er ist hörbar leiser und angenehmer, das Rasurergebnis gelingt noch besser und schneller.
Ja es ist aus Umweltschutzgründen nicht gut, wenn man ganze Geräte öfter tauscht, allerdings wenn die neue Technik einen solchen Sprung macht…
Und so ist das bei vielen Dingen unserer täglichen Benutzung, sie sind entweder nicht zu Ende gedacht (was ist das schon?) oder es gibt neue Erkenntnisse und am Ende steht das bessere Ergebnis.
Wirklich sparen sollten wir vielleicht wirklich besser bei der täglichen Dusche und bei den Raumtemperaturen um den Planeten und sich selbst weniger zu belasten. Und Klima-Anlagen sind eben des Teufels Rattenschwanz in dieser Problematik. Einerseits dienen sie der Arbeitsfähigkeit und Sicherheit – andererseits vernichten sie das Klima auf diesem Planeten für immer.
Menschen leben in großer Menge da, wo sie besser nicht siedeln (Beispiel: Washington D.C., Ahrtal und 1000 andere Plätze).

Nach meinen Gedanken können sich Menschen ruhig die Köpfe einschlagen – aber die Colatteral-Schäden: Tiere, Pflanzen, Umwelt – bin ich nicht bereit zu akzeptieren!
Ich sage inzwischen auch Veganern, Vegetarierin etc mit Nachdruck: Auch Pflanzen sind Lebewesen mit Gefühlen und Sozialwesen!
Wir alle wissen viel zu wenig – zu wenig über Zusammenhänge, vergessen und beachten zu viel.
BESSER WIRD ES NIE MEHR!

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

14. Juli 2022
Lichtmalerei mit Canon 2.8/100 mm L Macro SA

Wasserbubbel aus einem Brunnen.

Ich habe mir jetzt doch das RF-Macro von Canon mit SA gekauft.
Denn heute ist mehr begehrt denn ja, die persönliche, einzigartige Kunst-Fotografie, die nicht von digitalen Programmen und Smartphones realisiert werden kann!
Es gibt die Lichtmalerei jenseits der superscharfen Fotografie und die habe ich immer besonders geliebt.
Das beste Beispiel dafür war seit 83 Jahren das Leica M-Thambar und jetzt will ich wissen, was mit dem Canon 2.8/100 mm L Macro SA geht.
Derzeit versuche ich es noch spielerisch auszuloten.
Endlich sind Lichtbubble wie sonst nur mit dem sehr alten einem Leica Thambar 2.2/90 mm oder anderen sehr alten Objektiven möglich.
Ich habe das ganze ausgereizt, Canon R5 mit 1.6x Faktor und offene Blende im starken Gegenlicht das herabperlende Wasser eines Brunnens abgelichtet und dabei SA ganz eins plus gedreht und manuell fokussiert.
Extrem scharfe Fotos kann das Macro-Objektiv bis 1,4:1 sowieso – doch mich interessieren seine anderen Eigenschaften.
Was wirklich wieder zum verzweifeln ist, es sind keine Konverter dafür erhältlich. Ein Ausschnitt mit 160 mm und dann nur 17 MP befriedigt nicht komplett – da bringt die R7 hoffentlich eine weitere Verbesserung. Trotzdem wäre mehr Brennweite hilfreich und ein 1.8/135 mm SA bis etwa 1:2 wäre noch ein Traum.
Solche besonderen Objektive sind das Salz in der Suppe, ohne wird schnell alles fade.

Bevor ich jetzt abschweife, zwei Bilder die verdeutlichen wie stark der Unterschied mit diesem einmaligen Macro-Objektiv ist:

Bild I = Normal
Bild II = maximale Einstellung Plus
Bild III = maximale Einstellung Minus
Zum Glück blieb meine Modell-Mama ruhig sitzen und genoß ihre Nuss – weil oft genug beschwert sie sich laut genug über meine Anwesenheit, sie ist meine Anwesenheit und Kameras noch nicht gewohnt: TschakTschakTschak…

Nikon und Sony lassen derzeit solche Objektive vermissen.
Obwohl alles einmal mit Nikkor 2.0/135 mm DC und 2.0/105 mm DC sowie mit Minolta 2.o/100 mm STF angefangen hatte – nach dem Leica Thambar-M (Thambar bedeutet: Von Schönheit geblendet) aus den 30er Jahren (1935 – es wurden nur rund 3000 Stück gefertigt), natürlich. Verschleiern, blenden und verwischen konnte schon das Thambar und jetzt auch das Canon 2.8/100 mm L Macro.

Heute kann man endlich die Wirkung solcher Objektive im Sucher sehen und annähernd beurteilen. In der Canon R5 sahen die Ergebnisse im Moment der Aufnahme noch mal deutlich spektakulärer aus und in der fertigen Bilddatei sind sie leider etwas gedämpft. Woran das genau liegt kann ich noch nicht sagen. Aber mit einer Spiegelreflex war die Bildwirkung gar nicht abschätzbar. Ich konnte dang meinem Freund FGM ausgiebig mit dem Leica M-Thambar und Zentralfilter von 1935 mm fotografieren. Das war leider keine pure Freude, weil der Sucher eben nicht zeigt, wie die Motive dann wirken und auch in der Rückschau die Wirkung nicht komplett zu erahnen ist.
Ein original M-Thambar gibt es seit 2020 wieder für verrückte 5950€. Sein stufenlos einstellbarer Blendenbereich reicht von 1:2,2 bis 1:25 bei 90 mm Brennweite. Die Weichzeichnung ist bei größter Blendenöffnung am intensivsten und läßt dann kontinuierlich nach, bis das Objektiv bei Blendenstufe 1:9 beginnt, knackscharf abzubilden. Ein serienmäßig mitgelieferter Zentralfilter bringt einen nochmals minimal weicheren Effekt und ist im Blendenbereich von 1:2,3 bis ca. 1:7,5 verwendbar.
Der spezielle Weichzeichnereffekt nimmt zum Bildrand hin zu. Das Thambar hat eine einzigartige Bildwirkung die abgeblendet zusätzlich von einer sehr aufwendigen Blendenkonstruktion mit 20 Blendenlamellen unterstützt. Diese beschert ein besonderes Bokeh mit teilweise kreisrunden Abbildungen bis tief in den Fotohintergrund.
Genau so kann das Canon 100 mm L Macro nicht brillieren, es hat nur 9 Lamellen und abgeblendet sehen die Kreise nicht mehr so gut aus.
Trotzdem stößt Canon hier endlich wieder in den Bereich der künstlerischen Linsen vor.

Die weiche Welle und wie sich die Porträt-Fotografie entwickelte.

Die beliebteste Brennweite ist bis heute das 85 mm, das wurde bis an die Grenzen getrieben und es gab früh 1.7/85 mm und Canon hat seit 1989 ein 1.2/85 mm
Für mich beginnt alles mit dem Leica 2.2/90 mm Thambar – damit hat Leica den blinden Fleck mit der Zentralblende im Bildzentrum erfunden.
(FGM: Der Vorsatz zum Thambar wird gemeinhin als Zentralblende bezeichnet, weil er die zentralen Strahlen ausblenden soll. Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand hat kein anderer Hersteller dieses System für die Weichzeichnung benutzt. Verbreitet war die Siebblende (Imagon), die Duto-Scheibe mit den konzentrischen Ringen und das Zeiss-Softar mit einer Oberfläche nach Art von “Rauhputz”. Und da gab es noch das Variosoft von Minolta, bei dem die Position der Linsen zueinander verändert wurde. Eine Zentralblende als Zubehör gab es m. W. nie zu kaufen, die muss man sich wohl selbst basteln. Oder man hat eben das Ding vom Thambar. Einzeln ist die absolut nicht zu bekommen, es gibt genug unvollständige Thambare, deren Besitzer praktisch keine Aussicht haben, ihr Objektiv zu komplettieren. Von manchen Leitz-Sachen gibt es zwar Replikas, aber da Leitz sehr aufwendig gearbeitet hat, sind diese Replikas in der Regel unverschämt teuer und manche Sachen kann man mit vertretbarem Aufwand gar nicht nachbauen. Denn wenn schon Nachbau, dann muss es aussehen wie das Original.  Was ich irgendwo noch haben müsste, ist eine aufsteckbare Siebblende, wenn ich mich recht erinnere, sogar verstellbar wie beim Imagon.  
Ein Objektiv habe ich noch, dass einen Test lohnen würde. Das Astro Portrait 2.3/150 aus der Vorkriegszeit  ist zwar kein expliziter Weichzeichner, aber als Portraitobjektiv mit mäßigem Kontrast konzipiert worden. Zusammen mit der großen Öffnung und mit der geringen Schärfentiefe gab das schon die Bilder, die in der Vorkriegszeit als “künstlerisch” begehrt waren. Und dann noch unvergütet. Da Astro die Wechselstelle seit den dreissiger Jahren nie geändert hat, habe ich auch einen Adapter für Leicaflex, mit dem R-Adapter geht es also sogar an die EOS. Und an mFT kriegt man ohnehin Alles dran. Und wenn wir schon bei Weichzeichnern sind: Das Leitz Summarex 1.5/85 und das Hektor 2.5/125 sind bekannt dafür, bei voller Öffnung sehr weich zu zeichnen, bei Abblendung werden sie dann richtig scharf.  Das 125-er wurde sehr gerne für Portrait benutzt. Die sind bei mir beide vorhanden.)

Das umgekehrte Prinzip: Apodsitation ist die absichtliche Vignettierung der Randbereiche – die Bildmitte bleibt unverändert und scharf. So etwas gab es schon früh als Filter in der Großformatfotografie um unerwünschte Vignettierungen bei Superweitwinkel-Konstruktionen zu korrigieren.


»Das Thambar Objektiv ermöglicht Aufnahmen mit einer romantischen Bildästhetik , die in dieser Form mit anderen Objektiven nicht realisierbar und
die auch heute in digitaler Nachbearbeitung nicht reproduzierbar ist.«
Viele Hollywood-Star-Fotos sind in den 30ern mit dem Leica Thambar entstanden.

 

 

Bemerkenswerte Weichzeichner und Bokeh-Zauberer:
– Voigtländer Petzval (1840) f:1:3.6 erlaubte erstmals scharfe Porträts mit Belichtungszeiten unter 1 Sekunde
– Leica Thambar 2.2/9 cm (1935) 2984 Exemplare mit Zentralblende
– Rodenstock Imagon
– Dreamagon 4.0/90 mm
– Lomography Zenith Petzval 2.2/85 mm (2013 – Wirbel Bokeh)
– Lomography Zenith Petzval 1.9/58 mm (2016 – Wirbel Bokeh)
– Meyer-Görlitz 2.8/100 mm Trioplan (2015 – 15 Blendenlamellen, 3 Gläser = Seifenblasen-Bokeh)
– Leica Thambar 2.2/90 mm (2017)

 

 

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12. Juli 2022
Neue Canon VF-Objektive 1.8/24 mm Macro & 6.3/15-30 mm

 

Grundsätzlich muß ich Canon loben, dass sie immer wieder Objektive herausbringen, die – wie soll ich es ausdrücken? preisgünstig? für preisbewußten Einsteiger und Massen-Linie, sind?
Das Problem ist, 700€ und 750€ sind ja alles, aber kein Kleingeld, auch nicht für die vielversprechende Weitwinkel-Festbrennweite die jetzt auch 1:2 kann und sogar f:1.8/24 mm Lichtstärke bietet und noch weniger für ein 4.5-6.3/15-30 mm Zoom, auch wenn es KB-Vollformat ausleuchtet.

Allerdings im Vergleich mit MFT, wo Objektive wie 2.8-4.0/8-18 mm, 2.8/7-14 mm und 4.0/8-25 mm angeboten werden, die alle einen Listenpreis von gut jenseits 1000€ haben – ist Canon hier schon wieder mit 700€ sehr preiswert. Zumal die Objektive für MFT der Bildsprache eines f:8.0 oder allenfalls f:5.6 entsprechen. Und bei Fujifilm FX oder Sony E  ist es keineswegs besser und alle diese sind nicht für Vollformat gerechnet wie das neue Canon. (Die Lichtstärke sieht stärker aus, letztlich macht das aber ein großer VF-Sensor durch gesteigerte Lichtaufnahme mindestens 1-2 Blenden wett)
Auch bei Gewicht und Abmessungen können alle Objektive für kleinere Sensorformate Canon hier nicht einholen.
Es kommt eben immer darauf an, in welchem Verhältnis man die Zahlen betrachtet.
Canon erhöht damit seine RF Objektivangebot auf 30 verschiedene Exemplare plus 2 Telekonverter und hat darin auch zwei Objektive für das neue Halbformat realisiert.

Beim neuen 1.8/24 mm IS STM Macro haut Canon, wie schon mit dem 1.8/35 mm IS STM Macro, eine Kerbe wo sonst alle anderen nur “langweilige” Einheitsware bieten, die oft über 1000€ kostet und nur 1:4.5 (1.8/24 mm) Abbildungsmaßstab bieten. Ob das gegen die aktuellen Smartphones mit Super-Macro dann ausreicht, ist eine ganz andere Frage, aber ein 24 mm Macro bis 1:2 mit hoher Lichtstärke hat es bisher nie gegeben. Tamron war bisher der einzige, der solche Macro-Eigenschaft bot, aber nur mit Lichtstärke f:2.8 und mit Preisen von 550€ bis 650€ fast schon grotesk teuer.

 

Was ist sonst so passiert…
Klangheimlich haben sich weitere zwei Foto-Systeme verabschiedet:
Leica hat sein CL-Halbformat-System beerdigt – sehr schade, aber hier fehlte es wohl am Willen eine preiswerte Alternative aufzubauen.
Canon verabschiedet sich leise weiter von seinem ersten spiegelfreien System, Canon-M.
Leider hatte hier Canon ein abgewandeltes Bajonett, das jetzt nur noch mit EF-DSLR-Objektiven von früher kompatibel ist.

 

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