Tresor  
Filo Rings

1. November 2025
Indian wildlife

Indian Wildlife – Eye to Eye
Canon 2,8/70-200 mm L IS II f:2,8
 
 
Willkommen!

Seit 16 Jahren ist Harrys Photo-Tagebuch online
24 Jahre war davor HarrysInFocus online. HarrysInFocus habe ich inzwischen still gelegt.
Über 930 Beiträge nur auf dieser Homepage.

Dank Dr. Tilo Seeger (www.drtseeger.de) konnte ich eine große Homepage aufbauen und mein vielfältiges Wissen zahllosen Fotografen vermitteln.
Ich bin seit mehr als 35 Jahren immer mit den neuesten Objektiven und Kameras unterwegs. Wenn ich es mir aussuchen kann, fotografiere ich am liebsten Tiere und alles was lebt und sich bewegt. Man vermutet bei mir gerne eine besondere Leidenschaft für Fotografie und Fotogeräte – das ist aber aus meiner Sicht nicht ganz richtig, denn meine wahre Leidenschaft brennt für meine Motive, für Tiere, für Natur, für Menschen – der Rest ist nur Technik.
Meine große Homepage “HarrysInFocus” wurde gerne mal zu bunt und zu verwirrend empfunden – sie ist aber eben auch so wie ich. Ein bunter Vogel, gerne mal chaotisch und zerstreut, oft knallig und manchmal zu viel auf einmal.
Ich bin nicht geradlinig und angepasst und farblos vielleicht auch nicht.
Ein Mensch hat viele Facetten, viele Gesichter, er kann vieles sein, je nach dem auf welche Seele er trifft… man muß es nur versuchen.
Ich versuche – ich mag grau nicht und bin immer auf der Suche nach Farben, nach Licht. Ich fotografiere spannende Tiere und Menschen – nicht nur einmal – immer wieder, mir fällt immer noch was ein. Mit einer Kamera kann ich zwar fast alles ablichten und doch verwende ich immer wieder andere Kameras und Objektive, und suche immer das Limit…
wie in meinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ (1982) bin ich gerne auf Messers Schneide.
Ich bin “Berlin – Herz & Schnauze”, gewagt und schüchtern, modern und hektisch und zugleich altmodisch mit viel grün, Wasser und Ruhe.
2010 fiel die Entscheidung, es mal mit ruhigen Farben und streng geordnet zu versuchen.
Dafür haben mir hier Andreas Klotz (www.Tipp4.de), Katrin Scheid und Sebastian Tänzer (www.Taenzer.me) eine ganz neue Plattform errichtet. Es hat nicht lange gedauert und ich habe diese Seiten mit massenhaft Fotos und Text gefüllt.

Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Vergnügen beim Stöbern, Entdecken und Lesen!

Per E-Mail (HarryPX@T-Online.de) bin ich jederzeit für Sie da und beantworte Fragen, Wünsche und Anregungen, biete Tests und
meinen Foto-Wissen auf USB-Stick. Rein ins Vergnügen…

Und bitte nichts mopsen und nichts ohne meine Zustimmung zitieren oder gar kopieren und ins Netz stellen!
Seien Sie lieber selbst kreativ!

Auf Anfrage – können Sie mich für eine Portrait-Session oder ihre Feierlichkeit buchen. Ich bin kein Freund von festen Preislisten, Preise ändern sich ständig.  Alles ist abhängig vom Aufwand, Nachbearbeitung und Zeit – deshalb einfach eine kleine Mail an mich und sie bekommen ein persönliches Angebot.

Dies ist KEINE Fan-Page – KEINE Werbung, KEINE Suchmaschinen-Links und Optimierung

Auch wenn hier auf meiner Seite Markennahmen wie Canon, Nikon, Novoflex, Olympus, Panasonic, Pentax, Leica, Zeiss & Apple häufiger als vielleicht sonst gewohnt auftauchen – bitte ich Sie herzlich – das nicht als Fan-Page miss zu verstehen. Diese Marken sind hier präsent, aufgrund langjähriger, oft positiver Erfahrungen. Canon und Sony werden wohl am häufigsten besprochen, weil Sony die innovativste Firma hat und Canon noch das größte System und die meisten Kunden hat, nicht weil ich es für die beste Herstellerfirma halte. Grundsätzlich sind mir Marken-Namen und Firmen egal und ich übe da keine Solidarität – denn das wäre zu kurzlebig. Es sind alles Hersteller die Produkte vertreiben und offensiv versuchen Geld zu verdienen. Nachdem ich nun seit 30 Jahren „InFocus“ schreibe und 15 Jahre lang meine Info-News „BlitzLicht“ heraus gegeben habe, werde ich mich ab jetzt auf diese Homepage konzentrieren – mit meinem gesammelten Fotowissen seit 30 Jahren und meinen regelmäßigen Tests aktueller Objektive und Kameras. Da ich unbedingt unabhängig bleiben will von einflussnehmenden Redaktionen (die zumeist über wenig Praxis-Wissen verfügen) den Herstellern, den Vertreibern und der Werbe-Industrie und ein Abo-Preis wie bisher vermutlich immer weniger Menschen interessiert – stelle ich hier mein gesamtes Wissen ab jetzt jedem zur Verfügung. Ich biete jedoch noch viel mehr, intensive Beratung per Mail – speziell an die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse angepasste Objektive und Kameras und Zubehör, die ich zum fairen Preis gebraucht und neu beschaffe.
Als Honorierung erhoffe ich mir wie meine nordamerikanischen Kollegen eine jährliche Spende um diesen hohen Aufwand vor mir und meiner Familie zu rechtfertigen.
Sie können einen beliebigen Betrag ab 35 € HIER spenden.

Die vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass meine Leser durch meine Beratung und Tests viel Geld einsparen konnten, da ich immer als preisbewusster Berater und nie als “Anpreiser” von Marken fungiere. Oft genug rate ich auch vom Kauf ab. Auf meine gezielte Fachberatung per E-Mail können Sie immer zurückgreifen!)

E-Mail-Kontakt – einfach hier auf Beratung- oder Bestellen-BonBons klicken.

 

1. Dezember 2014
USB-Stick & DVD

Seit 25 Jahren unabhängige Praxistests – für:
Fotografie draußen, NaturFoto, NaturBlick, FotoMagazin, Phototechnik International, Photographie, FotoPraxis, Markt&Technik, PhotoScala, HarrysInFocus, u.v.a.
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24. Dezember 2025
Dezember 2025


Mainhattan im schönsten Dezemberlicht
für alle treuen Leser ein wundervolles Weihnachtsfest!

Wo fange ich an?
Ich war nicht völlig untätig die letzten Wochen, nur passt es mir gar nicht in den Kram, dass US-Konzerne meine Worte & Fotos rauben, nichts dafür zahlen und damit selbst Geld verdienen.
Kann es noch schlimmer werden?
Einen Schutz von unserem Staat darf man nicht erwarten, zumal der mit Datenschutz und Fotografier-Verboten von Menschen völlig über die Ziele hinaus geschossen ist.
Bei mir geht ein sehr schlimmes Jahr zu Ende, abgesehen von schönen Aufenthalten in Spanien und noch schöner in Portugal, bin ich jetzt schon 18 Monate ausser mir. Und es werden noch 1-2 Jahre folgen, bis ich mein Leben vielleicht wieder intensiver leben und genießen kann. Also ich brauche einen langen Atem.
TROTZDEM: Bitte holt mich da raus und schreibt mir gerne Emails mit fotorelevanten Fragen, dass lenkt mich ab und fordert meinen Kopf.

Ich hatte die letzten Jahre schon versucht mir eine Pentax Vollformat Ausrüstung zusammen zu kaufen.
Jetzt im Dezember hatte ich das Glück endlich in Deutschland an das extrem gesuchte FA* 2.8/80-200 mm SMC in Champagner zu kommen. Das FA* 2.8/28.70 mm und viele andere Schätze von Pentax, wie A* 1.4/85 mm; A* 1.2/50 mm hatte ich schon längst. Ich könnte jederzeit einen Film und die LX einlegen und ganz analog mit besten Objektiven zu fotografieren. Das könnte ich auch mit der Nikon FA und vielen Nikkoren, nur die Olympus OM-3Ti hatte ich letztes Jahr mit allen Objektiven aufgegeben.
Es folgte also ein Versuch zurück zu meinen fotografischen Wurzeln: Pentax.
Ich besorgte mir eine K-1 II und war gleich enttäuscht.
Kamera sauschwer, Bedienung sehr fremdartig; offener Spiegel und Staub im Sucher; alles laut und rappelig.
Vor allem der laute und raue AF – das bin ich nicht mehr gewöhnt und da will ich auch nie mehr hin. Speziell mit dem 2.8/70-200 mm ergibt sich ein sauschweres Kamerakonzept, das ich heute nicht mehr bereit bin lange zu tragen.
Also dann lieber gleich die Fuji GFX 100II mit Tele und die ist auch optisch meilenweit entfernt.
Also das Experiment ist gleich komplett gescheitert, Pentax nur manuell, oder wenn die es schaffen eine wirklich handliche, leichtere Vollformat ohne Spiegel anzubieten.
Ich habe alle neuen Teile gleich wieder verkauft.

Es gibt reichlich Fotointeressierte mit wenig Geld, die nur Bilder und Filme machen ohne Sucher kennen,
die bekommen für nur 850€ plus Objektiv ein ungeschlagenes Angebot: Die Panasonic S9 im Vollformat. Also nicht diese verkrüppelten Kameras mit kleinem Sensor von Fuji, Canon, Nikon, Sony!
Aber auch hier hat die Panasonic LUMIX einen schmerzenden Pferdefuss, die Objektive!
Klasse: Alle Objekive von Leica, Sigma, Lumix und einiger Chinesen passen alle : L-Mount
Nur bei den Objektiven sollte man genaue Überlegungen anstellen, was man vorhat und braucht.
Die L-Objektive von Leica kann man gleich vergessen, weil sie irrsinnig teuer sind ohne eine bessere Leistung zeigen zu können. Einzig das L 2.8/28-70 mm (2000€) kann für manchen interessant sein. Es ist aber, wie die meisten Zooms created und craftet by Sigma.
Sigma selbst fühlt sich inzwischen wohl auch wie Leica-Fernost. Vieles im Portfolio ist weder schlecht, noch deutlich überteuert. Aber trotzdem klobig, lang, schwer und oft verrückt lichtstark oder lichtschwach – mir fehlt da unbedingt die Mitte, was soll ich jemals mit einem 1.4/14 mm, 1.2/35 mm oder gar 1.4/135 mm anfangen?
Wir könnten zunächst einmal nur mit kleinen Festbrennweiten beginnen: 8.0/26 mm Panasonic; 2.0/40 mm TTArtisan, 1.8/85 mm Panasonic, 1.4/85 mm Sirui.
Oder darf es auch das kleinste, leichteste Zoom für Vollformat sein? Das Panasonic 6.3/18-40 mm wird sogar relativ günstig im Kit angeboten. Auch 5.6/20-60 mm; 4.0/24-70 mm klingen durchaus reizvoll; das 2.8/24-60 mm wiegt 500 gr. und das 4.0/24-105 mm lässt Abbildungsmaßstab 1:2 zu. Optisch zählen die letzten beiden Zoom-Objektive zum besten für die Kamera.

Die LUMIX S9 ist eine der kleinsten und tatsächlich die preiswerteste Kamera im spiegelfreien Vollformat, von ehemals 1400€ wird sie jetzt schon für 900€ verkauft. Die Lumix S5II zieht dir rund 500€ mehr von der Bank. Sie wird ohne Sucher eben besonders für Hobbyfilmer und Aufstiegsfotofans (vom SP kommend) angeboten. Sie wiegt knapp über 400g und bleibt auch mit solidem Akku unter 500g. Sie ist heute die Kamera für “Creators” also a-soziale Medien getriebene, die mehr als ein SP suchen. Einen mechanischen Verschluss sucht man vergebens. Immerhin ist ein älterer 5-Stufen-Bildstabilisator und gleichzeitig Staubrüttler eingebaut.Sie ist technisch der S5II ähnlich, verzichtet aber auf den Sucher, sie kann mit eigenen Farbabstimmungen und schneller Bearbeitungssoftware in rund 1 Minute ein Bild bearbeiten und an das SP zum Veröffentlichen weiter leiten. 30 B/p/Sec mit AF klingen erst einmal toll.
Der AF ist endlich verbessert, aber für Tierfilmer taugt er trotzdem angesichts der Konkurrenz, kaum.
Die S9 ist wegen des fehlenden Griffes kaum eine Einhandkamera, dazu ist der bei Filmen und Stativfotomenschen ohnehin beliebte L-Bügel mit kleinem Griffstück notwendig. Dann wird aber die Kamera wieder rund 100g schwerer und kostet gut 40€ mehr.
Abgesehen von Größe, Gewicht und vor allem Preis, ist die Lumix S5II für mich weiterhin das beste L-Bajonett-Angebot.
Und wer jetzt die Sigma BF vorzieht, dem ist kaum zu helfen. Immerhin werden die Sigma-Objektive jetzt nach weihnachten wieder mitCashBack angeboten.
Die Nikon ZR ist am ehesten Konkurrenz, kostet aber 2350€. Und wer eine ausgewachsene, haptisch besonders gute Kamera sucht, kommt nicht an der Nikon Z5II vorbei. Für 1500€ bietet sie wirklich mehr und hat ein viel ausgewogeneres Objektivsystem.
Und so stirbt das Panasonic Lumix L-Bajonett schon wieder den Gnadentot, es ist technisch weder Nikon noch Sony gewachsen.
Und den zögerlichen AF braucht nun wirklich keiner, da hilft auch der kleinste Preis nichts.

Kameras des Jahres 2025:
Da haut mich wirklich nichts um. Die teuren Pro-Kameras von Sony und Nikon beherrschen den Markt und Canon hat Schwierigkeiten mit einer R5II zu folgen.
Bei der neuen “Einsteigerklasse” um 2000€ hat sich Canon wieder den Schneid abkaufen lassen und Sony 7V gefolgt von Nikon Z5II haben die besseren Konzepte und bieten mehr für’s Geld.
Das eine Hasselblad (DJI) X2DII besonders beliebt sein soll, wage ich sehr zu bezweifeln. Ich kenne niemanden der sie nutzt und habe nie jemanden mit der Kamera getroffen.
Um Fuji gab es das meiste Geschrei – ich war maßlos enttäuscht und kann von allen neueren Kameras nichts empfehlen.

Objektive 2025:
Warum Canon 1.2/45 mm und Nikon 1.2/35 mm so durch die Decke gehen und von jedem begehrt werden? Schickt mir die Antwort – ich weiß sie nicht. Ob man in den Reportage Brennweiten Objektive mit f:1.2 oder 1.4 nutzt ist letztlich kaum jemals zu sehen. Besser ist man geht näher ans Motiv, dann reicht auch ein f:2.0 Glas.
Auf ein Sigma 1.4/135 mm oder gar 2.0/200 mm hat bisher hoffentlich keiner gewartet, ich sehe den Nutzen für das Mehrgewicht und den Mehrpreis einfach nicht.
Dagegen war ein 2.8/100 mm GM Macro längst überfällig bei Sony.
ZOOM-Objektive:
Sony hat mit dem 2.0/50-150 mm jeden Vogel abgeschossen, jedes Lächeln eingefangen, jeden Hintergrund aufgelöst. Zweifelsfrei schon jetzt das Zoom des Jahrhunderts.
Das OMSystems 2.8/50-200 mm PRO-IS kam viel zu spät, ist sehr teuer, aber trotzdem hat sich das Warten gelohnt!
Kaum jemanden vom Hocker gerissen hat das Sigma 4.0/300-600 mm. Sehr schade, aber die schwere Bauart kann nicht überzeugen.

ALLES in Allem war 2025 aus meiner Sicht ein sehr langweiliges Jahr für Fotogeräte. Und wenn man nicht berührende Fotomotive hatte, noch schlimmer.
Für 2026 können wir dann wieder einiges mehr erwarten, kaum von Leica, Panasonic, Sigma und auch Canon könnte weiter Schwächen, wenn keine ambitionierte R7II erscheint.
Nikon wird eine Z7III zum guten Preis bringen und eine Z9II als High-End Bolide und auch sie brauchen eine sehr schnell, gut ausgestattete Z50 im kleineren Format.
OMSystems könnte eine neue Pen bringen.
Fujifilm wird hoffentlich über X-T6, X-H3, GFX100III nachdenken.

Der nächtliche Fuchs, der lautlos das Katzenfutter stiehlt,
ist keine tolle Aufnahme. Trotzdem war ich sehr froh das IP17Pro in der Hand zu haben und den Augenblick mit dem schneebedeckten Fuchs dokumentieren zu können! Einfach ein toller Moment 2025!

 

 

5. März 2017
Fujifilm GFX 50S im Praxistest

Weitere Fotos folgen… wird ständig ergänzt – 08.03.
Doch erst einmal die wichtigen Informationen:
Endlich modernes Mittelformat – wenn auch “nur” mit 51 MP-Auflösung.
(nur – weil das erst knapp einer Verdopplung der Auflösung ausgehend von einem 16 MP Sensor entspricht).
Aber die GFX50S stellt beinahe 4x mehr Platz auf dem Sensor zur Verfügung als APS-C!
Da sollte ein deutlicher Unterschied zur Fujifilm X-T2 sein.
Der GFX50S-Sensor ist nur 1,7x größer als der 51 MP Sensor in der Canon 5DSR
Ich mache derzeit Praxistests für wen sich die Fuji Mittelformat-Kamera lohnt.

Was unterscheidet dieses ganz neue System von anderen Mittelformatkameras?
Zuerst erkennt man, es handelt sich um ein kleines Mittelformat, die Sensorgröße entspricht im Faktor 4:3 nur 3,3×4,4 cm – also nicht vergleichbar mit 6×45, dass 4,2×5,6 cm Fläche hat und derzeit nur knapp von Phase One erreicht wird (dann bewegt man sich im 50.000-100.000€ Bereich).
Trotzdem zeigen sich bei allen bisherigen MF-Kameras im gleichen Format von Pentax, Leica, Hasselblad Vorteile vor allen Vollformatkameras – trotz der hohen Auflösung.
Eines muß einem klar sein , wenn die Kamera rund 500g einspart und etwas kleiner gebaut werden kann als DSLR-MF – die Objektive bleiben groß und dick und teuer!

WAS kann Fujifilm Mittelformat?
Hier ein Vergleich, Canon EOS 5DSR plus Canon 2.8/100 mm L IS Macro – Fuji GFX50S plus Fujinon 4.0/120 mm Macro – beide bei 200% Bildausschnitt – alle von JPEG – alle ungeschärft und unbehandelt:
(ein Fokusfehler liegt nicht vor, es handelt sich um ausgesuchte Objektive bei Offenblende, mit Bildstabs und schneller Zeit) 3 verschiedene Fotos um AF-Fehler auszuschließen:
CANON 5DSR:

Damit waren wir bisher zufrieden und das sieht auch ganz gut aus.
Dann schauen Sie bitte nicht weiter!

FUJIFILM GFX50S:

Hier noch einmal größer:
Fujifilm:

Was ist mit 51 Megapixel möglich – hier ein Ausschnitt:

Foto by Peter Wuttge

Fujifilm Mittelformat GFX mit 51 MP, Wechselsucher und 6 neuen Objektiven befindet sich jetzt in der Auslieferung und ist bei mir bestellbar oder zum ausprobieren im Workshop!

Die Preise:
GEHÄUSE: 7000€
Zusatz-Akku = 140€
Winkeladapter für Sucher-Schwenk = 650€
Batterie-Griff = 680€
Hasselblad-Adapter H-Mount = 760€

die Objektive ab 2017:
4.0/32-64 mm WR (25-51 mm KB) = 2500€
4.0/23 mm WR (18 mm KB)
2.8/45 mm WR (35 mm KB)
2.8/63 mm WR (50 mm KB) = 1600€
2.0/110 mm WR (87 mm KB)
4.0/120 mm WR OS Macro (95 mm KB) = 2900€

Die Bildwirkung
der Schärfentiefe dürfte etwa den jeweiligen Kleinbild-Objektiven mit doppelter Lichtstärke entsprechen, also:
2.8/25-51 mm
2.8/18 mm
2.0/35 mm
2.0/50 mm
1.4/85 mm
2.8/100 mm
Allerdings zeichnet das 4.0/120 mm Macro längst nicht so schön wie das 2.8/100 mm L IS Canon Macro, wenn auch schärfer und präziser.

Eine Kamera kann nie für jeden sein.
Am Ende des Tages zählt für mich nicht mehr, die höhere Auflösung, die größere Dynamik, die bessere Bilddatei – am Ende zählt für mich nur, habe ich mit der Kamera die Momente eingefangen, die ich wollte, meine Kreativität, meine Sichtweise in Bilder gießen können, in Fotos die mich zufrieden und glücklich machen. Und je mehr davon, desto besser.
Und da muss ich für mich sagen, ich ziehe derzeit lieber mit einer EOS 5DSR und noch lieber mit einer Nikon D500, oder Fujifilm X-T2 durch die Welt und genieße die Fotos, aber das ändert sich vielleicht wenn mehr Fujinon-Objektive verfügbar sind.

Größe und Balance:
Bei aller Begeisterung für neueste Technik und beste Bildaufzeichnung, wundere ich mich doch warum die Kamera, anders als die Modelle von Hasselblad und die Pentax keine gefällige Kamera geworden ist. Sie wirkt eher hässlich kantig und der lange FUJIFILM Schriftzug auf dem Sucher ist auch wenig ansprechend, wo ist das FUJICA geblieben oder zumindest FUJI wäre ansprechender. Der Monitor auf der rechten Seite will nicht wirklich zu Fuji passen. Auch dass die Kamera einen solchen Buckel hat, der nicht vom beweglichen Monitor kommt, ist ungewöhnlich. Auf dem Buckel sind Tasten zur Bildansicht und zum Löschen sowie der winzige Fokus-Wahlhebel denkbar ungünstig angebracht. Spätestens bei Mittelformat braucht man beide Hände an der Kamera und an den Hebel kommt man an der Stelle nicht ohne Umgreifen heran. Dumme Idee. Selbst vorne, unten, links hätte er mehr Sinn gemacht.
Der Schutz vor Feuchtigkeit, Nässe und Staub ist gegeben und es wird eine Kälteresistenz bis minus 10 Grad versprochen (vermutlich bei halbstündigem Akkuwechsel).

Ich habe hier alle möglichen Kameras zum Vergleich heran gezogen.
Die Kamera alleine mit rund 1000g Kampfgewicht ist sehr gut zu handeln und auch beim Transport kein Problem.
Doch wie bei jedem System, ist die Kamera nicht entscheidend, sondern die Objektive. Und hier zeigt sich, wie schon sehr stark bei Sony Alpha 7 und Leica SL, dass die Produzenten zwar das reine Kameragewicht durch das Weglassen eines schweren Sucherprismas (rd. 200g) und die aufwendige Spiegelmechanik um gut 1/3 einschmelzen können, aber die Objektive bleiben schwer, groß und dick. Insbesondere wenn damit zukünftig Auflösungen von 100 MP und mehr erreicht werden sollen und viele Spezialgläser verwendet werden.
Die GFX wiegt mit dem sehr wichtigen 4,0/120 mm Macro oder 4.0/32-64 mm schon rund 2 Kilo und auch das 2.8/63 mm trägt 450g auf. Der Blitz EF-X500 wiegt 380g und mit Batterien dann schon 500g. Also ganz ehrlich, eine leichte Ausrüstung sieht anders aus, hier kommen in der Tasche schnell 4 Kilo zusammen. Denn diese drei Objektive wird man auch am häufigsten brauchen.

Der Sucher – oder besser Finder:
Das Sucherbild ist groß (0,85x) und für Brillenträger nicht einfach zu überblickenEr hat eine hohe Auflösung, zeigt sich groß und hell mit rundem Einblick, die griffige Dioptrie-Korrektur links und die Modus-Einstellung rechts. Er kann vor allem etwas, dass DSLR-Kameras immer verweigern – er kann das Bild schon vor der Entstehung in seinem gesamten Potential zeigen. Die Belichtung, die Farben, Filterwirkungen, Schärfentiefe und halbwegs auch die Schärfe/Auflösung. Wer in schwierigem Licht draußen auf dem Feld steht und auf dem Monitor kaum etwas wirklich beurteilen kann, im Sucher kann es jeder, auch die Rückschau gemachter Bilder ist damit wunderbar. Der Monitor ist nicht nur klappbar, sondern auch ins Hochformat zu schwenken, doch so wirklich zufriedenstellend finde ich diese Mechanik nicht, ein Gelenk wäre mir lieber. Man kann den AF-Punkt mit dem Finger leicht auf dem Monitor platzieren, nur die letzte Konsequenz, das Auslösen auf dem Monitor will uns Fuji noch nicht gönnen. Aber genau das ist bei tiefem oder hohem Kamerastandpunkt oder vom Stativ eine echte Hilfe (siehe Panasonic, Canon).
Bitte Nachbessern!
Doch nichts ohne Schatten – die hohe Auflösung von 3,6 MP für insgesamt 3 Farbpixel lässt vermuten, dass wir es hier mit dem besten elektronischen Sucher zu tun haben. Doch da wird mancher enttäuscht werden. Immer wieder zeigen sich rötliche Pixel die irritieren, zeigt sich eine Nervosität, ein elektronisches Rauschen und das keineswegs nur bei wenig Licht.
Ganz ehrlich, ich hatte mehr erwartet und wenn ich parallel in den Sucher der X-T2 schaue, der ist klarer und da tritt weit weniger Störung auf.
Also wer fotografieren kann und lieber auf das Motiv als ständig auf seine Bilder schaut, wird den Sucher der Pentax 645Z um Welten besser finden – der ist ohnehin der beste, hellste, größte Sucher der je gebaut wurde.

Autofokus – die Achillesferse:
Für Mittelformat ist der Autofokus zügig und relativ treffsicher.
Doch ganz ehrlich, wir bewegen uns hier auf Niveau der Fujifilm X-E1 von 2012. C AF taugt kaum um Motiven zu folgen, perfekte Schärfe wird in dieser Einstellung nicht selten zum Glücksspiel.
Und auch in der normalen Einstellung ist es nicht immer einfach, den AF auf ein kontrastreiches Motivdetail zu lenken. Sehr nervig ist, dass der AF immer wieder neu beginnt, auch wenn sich Motiv, Abstand und Licht nicht verändert haben. Auch die Gesichts-/Augensteuerung funktionieren nur leidlich. Also hier ist man noch weit von der Performance einer X-T2 entfernt – von der Nikon D500 ganz zu schweigen.
Für viele Interessenten der Kamera mag das auch nicht notwendig sein. Trotzdem habe ich mehr erwartet, ich bin aber auch sicher, dass Fujifilm mit Firmware die großen Probleme mildern kann.
Nur das 2.8/63 mm ist leider schon so konstruiert, dass es nie besonders schnell werden kann – auch das kenne ich von Fuji.
Ich bin vielleicht der Einzige, aber ich möchte nicht zurück zum permanenten, manuellen Fokussieren und ich will auch nicht überwiegend Stative benutzen müssen – auch nicht mit dieser Kamera.

Sensor, Prozessor & Empfindlichkeit:
Der Sensor alleine macht noch kein besseres Bild, wichtig ist ein schneller Prozessor und die Abstimmung in der Elektronik. Wer sich auskennt, weiß, dass offensichtlich vergleichbare Sensoren eingesetzt in unterschiedlichen Kameras und Hersteller ganz andere Leistungsreserven und Möglichkeiten zeigen. Tatsächlich sind schon die 24 MP Sensoren in den Fuji-Kameras viel besser abgestimmt als in Sony Kameras. Und auch hier im Mittelformat ist Fuji überlegen. Die Bilddateien sind bis in höchste ISO-Bereiche frei von Farbstörungen und Artefakten, selbst wenn man sie in der Bildbearbeitung noch so sehr vergewaltigt, die Reserven sind gemessen an kleineren Sensoren unbeschreiblich. Doch beim gelobten Prozessor ist Fuji noch nicht State of the Art, denn 8 RAW in Folge und AF-Verzögerungen, sowie Rolling-Shutter müßten bete nicht mehr sein, auch nicht im Mittelformat. Nur würde dann die Kamera vermutlich noch einmal deutlich teurer. Es fehlt an Pufferspeicher. Hohes Arbeitstempo sieht anders aus, Canon und Sony schaffen bei ähnlichen Auflösungen das doppelte Arbeitstempo.
Der Empfindlichkeits-Bereich beginnt leider erst ab 50 ISO und endet zum Glück erst bei 100.000 ISO. So weit so gut. Das ich immer weiter 25 und 12 ISO oder einen digitalen Graufilter fordere gilt besonders auch für Fuji.
Doch schon ab 1600 ISO lässt sie detailliert alle anderen Kameras des Weltmarktes absaufen.
Da kann keine Sony Alpha 7SII, keine Canon, keine Nikon, keine Leica, keine Pentax, keine Hasselblad und schon gar keine Phase One mit 100 MP konkurrieren.
Hasselblad X1D ist am dichtesten dran – aber was Fujifilm dann bei 6400 ISO und 12.800 ISO für Farben und Details – fast frei von störendem Rauschen zeigt, ist weltmeisterlich.
Die Dynamik ist mindestens zwei volle Stufen besser als die von Vollformat.
Das Bildrauschen ist mehr als 2 Stufen geringer als beim Vollformat mit hoher Auflösung und 3-4 Stufen besser als beim Halbformat. Also Reserven satt.

Der Verschluß:
Leider arbeitet die Fuji anders als die Hasselblad nicht mit Zentralverschluß im Objektiv (was aber natürlich die Objektive deutlich teurer macht). Der GFX-Verschluß schafft immerhin Zeiten bis 1/4000 Sekunde – mechanisch. Elektronisch sind dann auch 1/8000 Sekunde und 1/16.000 Sekunde möglich, lautlos.
Aber, wie die Kameras, die das vor drei Jahren einführten, muß die Kamera und das Motiv zwingend ruhig gehalten werden – sonst wird der rolling Shutter Effekt sehr deutlich sichtbar und die Fotos unbrauchbar.
Anders als in der neuen Fuji X-T2, Olympus E-M1II und Panasonic GH5 ist die GFX praktisch nicht für Freihand-Fotos mit elektronischem Verschluss nutzbar.
Das bleibt also künftigen Modellen mit schnellerer Verarbeitung und Speichertechnik vorbehalten.

Objektive:
Alle drei machen einen sehr guten, sehr angenehmen, sehr präzisen Eindruck. Einzig die billigen Deckel stören etwas, aber das will ich hier nicht überbewerten. Das große, satte Blendenrad und die großen Fokussierräder sind eine Wucht und erleichtern eher das Arbeiten und das Gefühl für die Ausrüstung. Alle sind FUJINON – Made in Japan.
Die Abmessungen der MF-Objektive haben deutlich mehr Volumen, der Innendurchmesser des Bajonetts beträgt 65 mm, das Auflagemaß 26,7 mm. Das Bajonett ist Kameraseitig mit 6 Schrauben fixiert und hat unten 12 Kontakte.
Für alle drei Objektive gilt: Metallfassung außen, innen Polycarbonat
Alle haben keine Entfernungsskala
Der Blendenring ist jeweils riesig und rastet in Drittelstufen (Blödsinn) bis Blende 32!
Er rastet außerdem präzise in A und C-Stellung. Insgesamt ist mir diese Lösung erheblich sympathischer als die kleinen Drehrädchen an den Kameras.
Alle Objektive haben eine solide Gummidichtung am Bajonett und sind auch im Inneren entsprechend geschützt.
Was mich irritiert sind die 4 lächerlichen Schrauben im großen Bajonett, das ist wenig Halt, aber insgesamt scheinen die Objektive trotzdem Profianforderungen voll zu genügen – abgesehen vom Autofokus und den lächerlichen Deckeln.
Wenn die sechs Objektive alle verfügbar sind, würde ich vermutlich die drei kommenden Objektive vorziehen und mit 23 mm – 45 mm – 110 mm arbeiten (18mm – 36 mm – 87 mm KB).

Standard 2.8/63 mm
Das Normalobjektiv ist relativ kurz und 450g leicht. Es verfügt nicht über den LM (LinearMotor) der den AF etwas beschleunigt. Fuji macht da Abstufungen bis hin zum QuadLM – also hier ist man definitiv am langsamsten Ende.
Für mich müsste es zwingend ein 2.0/63 mm oder besser ein 2.0/57 mm sein, dann ist auch der fehlende OS Bildstabi zu verschmerzen.
Optisch ist es wie bei Fuji gewohnt ohne großen Tadel, scharf und brillant.
Das 63iger hat keine Entfernungsskala und lässt sich erst aus minimal 50cm Entfernung ab Sensorebene scharf stellen. Dabei fährt der innere Tubus bis zu 2 cm hinaus – die aufwendige Innenfokussierung wurde eingespart. Der manuelle Fokus arbeitet nur mit Strom!
Der AF fokussiert kratzig, nicht besonders schnell und keineswegs lautlos. Da muss ich mich wirklich fragen, warum jemand dafür 1600€ ausgeben soll? Zumal es bisher nicht günstiger mit der Kamera ausgegeben wird.
Die Sonnenblende ist nur 2cm kurz, doch es ist sehr gut gegen Lichtstreuung korrigiert. Es ist eine einfache, billige Blende ohne Arretier-Taste, sie sitzt fester und rappelt nicht.
Der Deckel ist ok, aber mehr auch nicht. SNr: 75A00221
Keine Kaufempfehlung, es sei denn man will bewusst nur manuell scharf stellen oder arbeitet nur mit unbewegten Motiven. Ich finde den Preis 3x zu hoch, besonders angesichts der Konkurrenz.

Tele 4.0/120 mm LM OS Macro
Es ist lang und 1 Kilo schwer und mächtig dick. Damit fällt man auf. Leider trägt es nur den Namen Macro, weil es sich ab 45cm scharf stellen läst und dann nur den Abbildungsmaßstab von 1:2 erreicht. Für Portraits und Sachfotos wird das ausreichend sein – echte Nahaufnahmen sind damit ohne Zwischenringe nicht möglich.
Es werden 3 Fokus-Bereiche angeboten: 45-90 cm – 90 bis unendlich – Full – voller Bereich.
Der Fokusring ist 10cm breit und sauber gummiert. Alles drum herum fühlt sich an wie eine Metallfassung. Trotzdem ist nur ein relativ langsamer Autofokus möglich.
Es zeichnet sehr scharf und erhält sehr natürliche Farbgebung, aber bei f:4 zerfließen Hintergründe längst nicht so schön wie im Vollformat mit 2.8/100 mm bei offener Blende. Das hat mich verwundert und enttäuscht – Canon kann das besser.
Der Bildstabilisator soll 5 Stufen schaffen, die Frage ist: 5 Stufen von was?
Ausgehend von 1/125 Sekunde sollte er auch bei 1/8 Sekunde noch umverwackelt scharfe Fotos ermöglichen. Und das war in meinen Test meistens auch möglich.
Die Sonnenblende ist 10 cm lang, sitzt fest, hat eine Arretier-Taste und Polfilterschublade.
Filter können im 72 mm Gewinde angeschraubt werden. SNr: 75A00651
Wenn man die GFX anschafft, wird man dieses Objektiv auf jeden Fall brauchen, für mich wäre es der erste Kauf.
Mit dem MF-Macro 120mm scharfe Fotos ohne Stativ zu bekommen ist trotz der sehr guten Bildstabilisierung nicht einfach. Sucher und Monitor lassen ohne Vergrößerung die richtige Schärfenführung nicht immer beurteilen. Viele meiner Fotos waren nicht perfekt scharf. Auch spielt starkes Abblenden hier wieder eine sehr große Rolle, nicht umsonst reicht der kleinste Wert bis f:32, sprich Blende f:16 und f:22 werden hier schon häufig gebraucht.

Weitwinkel-Zoom 4.0/32-64 mm LM (25-51 mm)
Mittelformat war bisher keine Zoom-Domäne, weil diese Objektive hier sehr dick und mächtig werden und ein Kompromiss bei der Leistung besonders schlecht aussieht.
Die Schärfe, Brillanz und Verzeichnungsfreiheit hat Fuji sehr gut hinbekommen, da kann ich kaum klagen. Der Bereich ist klein, aber vom KB-Format gewohnt. Es ist doch so gut, dass man sich das 2.8/63 mm und ein 2.8/32 mm wohl sparen kann.
Beim Verstellen der Brennweite fährt der Tubus 3 cm aus, das Zoom ist hinten 3 cm gummiert und der Fokusring liegt vorne und ist rund 2 cm breit. Es verfügt über einen internen Focus und die Frontlinse dreht sich nicht. Es kann erst ab 50 cm Entfernung eingesetzt werden.
Es ist mit 1 Kilo Gewicht und mehr als 77 mm Dicke ein auffälliges Objektiv und mir wäre vermutlich ein 4.0/30 mm lieber.
Die 5 cm lange, blütenförmige Sonnenblende hat Spiel, rappelt etwas am Objektiv, trotz Arretier-Taste. Der Deckel sitzt zu locker und neigt zu Schrammen. SNr: 75200162

Hier die Objektive im gleichen Größenverhältnis – die erste Tranche:

Die zweite Tranche, vermutlich ab Spätherbst:


Damit eine Kamera und ihre Objektive präzise, mit geringsten Toleranzen und viele Jahre arbeiten kann, sind weder CPU, Programme noch Sensor oder Gläser am wichtigsten – sondern eine dauerhafte Mechanik.

Es nützt nichts, wenn Objektive nach dem Kauf super abschneiden, aber schon nach 1-2 Jahren oder nicht selten sogar nach Monaten schon deutlich an Leistung einbüßen.
Mechanik wird immer wieder unterschätzt.

Vergleich zur Hasselblad X1D –
Hasselblad ist 250g leichter und erheblich kleiner, flacher. Doch sie ist nochmals langsamer, hat die lichtschwächeren Objektive (Corinna) ohne Blendenring, keine Zooms. Die Fuji könnte wahrlich schlanker sein, aber die Objektive sind das Geld wert.

FUJIFILM GFX 50S

LICHT:
+ BESTE Bildqualität auf dem Weltmarkt – eines Serienproduktes
+ Spiegelfrei – frei von Erschütterungen und Geräuschen
+ beste Bildqualität, mindestens 2 Stufen besser als Canon 5DSR

+ gegen leichten Regen abgedichtet
+ handliches und leichteres Gehäuse als andere MF-Kameras
+ mit Zubehör = beweglicher Sucher
+ 2 schnelle SD-Kartenschächte
+ bis 12.800 ISO sehr rauscharm (ISO 50-100.000 möglich)
+ 51 MP Sensor
+ mit 14 Stufen höchste Dynamik bis 400 ISO
+ excellente Objektivqualität

+ 3,7 MP Sucherauflösung
+ 425 AF Punkte mit Gesichts- & Augenerkennung
+ Joystick für AF und alle modernen AF-Möglichkeiten
+ 9 Fuji Filmfilter plus Korn- & Farb-Effect
+ voll beweglicher Monitor mit AF-Touch-Screen

+ Frostgeprüft bis -10 Grad
+ lautloser, elektronischer Verschluss bis 1/16.000 Sekunde
+ bis 150.000 Auslösungen geprüft
+ 3 Bilder pro Sekunde – endlos mit JPEG
+ TTl-Blitzen mit EF-X500 bis 1/4000 Sekunde, sonst nur 1/125 Synchronzeit
+ Sprach-Notizen möglich
+ FullHD-Video möglich
+ alle denkbaren Braketing Funktionen
+ Dioptrie-Einstellung sehr gut

+ Sensor-Reinigung
+ WLAN an Bord
+ Tethered Auslösung
+ RAW-Bildverarbeitung in der Kamera
+ USB 3.0
+ komplett ausgedrucktes Handbuch & CD
+ beste Gutaufhängung (von Pentax inspiriert), aber leider nur rechts und links

+ 975g leicht, imcl. Akku, SD-Karte & Gurt (725g = Hasselblad X1D)
+ 14,7 x 9,4 x 9,1 cm Abmessungen (15,0 x 9,8 x 7,1 cm = Hasselblad X1D)

SCHATTEN:
– rechteckiges 4:3 Format – leider kein Quadrat!
– bei 1/4000 Sekunde ist Schluss
– C-AF taugt noch nichts
– Sucher muß noch deutlich besser werden
– kein +/- Korrekturrad
– Plus/Minus-Taste zu winzig
– kein Bildstabilisator in der Kamera, nur im 120 mm Macro OS
– kein Zentralverschluß in den ersten 6 Objektiven
– manuelle Fokussierung gefühllos, braucht Strom
– kein XQD-Kartenschacht für schnellere RAW-Speicherung
– kein ISO 12 oder 25
– seltsame Display-Beleuchtung
– Monitor nur 3,2″ und 2,4 MP Auflösung
– keine Auslösung auf dem Monitor möglich!
– nur 8 Bilder in Folge mit RAW möglich
– Löschvorgang pro Bild etwa 3 Sekunden
– dickes Akku-Ladegerät ohne Kabel
– Kamera mit Buckel und unsinnig angebrachten Tasten/Hebel
– Bewegungsmechanik des Monitors nicht optimal

Weniger professionell finde ich die winzigen SD-Karten. Da sollte es einen moderneren, leistungsfähigeren XQD-Schacht geben. Das Format ist mit 4:3 zwar sehr angenehm, aber ein quadratisches Format hätte das lästige Drehen der Kamera erspart und viele weitere Vorteile mit sich gebracht. Auch das es keinen internen Graufilter oder zumindest noch 2 Stufen niedrigere Empfindlichkeit gibt, finde ich weniger professionell.
Der Bildstabilisator schon bisher nur in Objektiven möglich zu sein, es gibt ihn bisher nur im 120 mm Macro.

Resümee:
Die mögliche Bildqualität und Rauscharmut ist die Bombe, die alle anderen Kameras wegsprengt!
Der Preis ist gemessen daran fair. Nur das 2.8/63 mm finde ich sinnlos überteuert. Viele kleinere Probleme müssen noch beseitigt werden, der AF, der Sucher , die Ansprechgeschwindigkeit und unbedingt auch der interne Speicher müssen verbessert werden. So bleibt die Kamera insgesamt eher langsam – dass das nicht so sein muß, beweist die sehr schnelle E-M1II von Olympus.
Ich brauche sie für meine Motive nicht zwingend, aber ich vermute wenn mehr tolle Fujinon-Objektive erscheinen, werde ich eine solche Kamera haben wollen. 
Das schöne GFX-Kamera-System ist ein erster, guter Schuß ins Dunkle. Sie schön leicht die GFX auch anfangs anmutet, die dicken Objektive lassen sofort erkennen, dass es sich hier um Mittelformat handeln muß. Für mich wäre das jetzt kein Fotosystem für den Besuch im Tierpark, für die Städtetour, Safari oder auch nur den ausgiebigen Spaziergang. Trotz der Möglichkeit deutliche Bildausschnitte heraus zu vergrößern, bleibt das System schwer und stromhungrig und langsam im AF.
Andererseits, nach Beurteilung der Fotos macht die Canon 5DSR auf jeden Fall jetzt schon plötzlich weniger spaß. Die Fujifilm GFX50S ist letztlich das Pendant zur schnellsten AF-Kamera der Welt, der Nikon D850 und eben auch der Missing Link – die beste Bildqualität am Markt.


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Fuji GFX

Canon 5DSR

FUJIFILM GFX50S:


 

Veröffentlicht in General, Kameras im Test, News-Blitzlicht

4. März 2017
Wir werden beeinflusst

alles nutzen was geht, war gestern.

Heute sollten wir uns im Internet ganz genau überlegen wo wir uns aufhalten, wie oft, was wir “liken”, was wir schreiben…

denn wir werden erforscht und einsortiert und beeinflußt – das geht bis hin zur politischen Wahl.

Nutzen Sie besser Facebook, Instagram und Co weniger und wenn  = besser nur schauen und nichts kommentieren oder “liken”
– machen sie sich nicht abhängig von GOOGLE!!!
– machen Sie sich nicht abhängig von AMAZON!!!
– achten Sie darauf was Apple vor hat!

Wessen Meinung und Urteil kann man heute noch vertrauen?

Es wird soviel geschrieben und geklaut und einfach nur eine Meinung heraus trompetet.

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht

1. März 2017
Nur ein einziges Tele-Objektiv wählen

Wenn Sie sich nur 1 Tele-Objektiv leisten wollen,
nur 1 Teleobjektiv tragen und mit auf Reisen nehmen können?

Welches wäre das?

Der erste Gedanke fällt bei mir auf die 85iger (oder 105 mm) Brennweite, weil ich die für Menschenbilder, für Landschaften und zum verdichten meiner Bildidee immer brauche. Am liebsten so lichtstark wie sie noch tragbar und bezahlbar bleibt. Ich habe ein 1.2/85 mm und auch ein 1.4/105 mm – aber auch ein modernes 1.8/85 mm mit Bildstabilisator kann mich absolut glücklich machen.

Doch das alleine bringt für viele Tier-, Natur-, Sport- und Reportage-Motive noch nicht die benötigte Reichweite, dazu ist eine längere Brennweite, ein engerer Bildwinkel notwendig.
Die besten Objektive dieser Brennweite liefert:
Nikon AF-S 1.4/105 mm ED (sehr kostspielig) – schönste Bildsprache
Tamron SD 1,8/85 mm VC (bildstabilisiert)
Sigma 1.4/85 mm ART (extrem schwer und groß)

Ein 85iger sollte jeder Fotograf besitzen – aber wenn er mit einem Tele die Welt erkunden will, sollte es noch etwas mehr sein:

Das 2.8/70-200 mm liegt nahe. Es ist mit 1.5 Kilo zwar schwer und mit 20 cm relativ lang, hat die beste Lichtstärke und oft einen guten Abbildungsmaßstab 1:4.8 aus 1,1m Entfernung. Optimale Bildstabilisierung und ist für ein Zoom sehr ausgereift und stielt jedem 4.5-5.6/70-300 mm wie auch nicht selten einer 2.8/200 mm Festbrennweite, die Show.
Jedes Zoom ist nur für eine Brennweite optimiert und diese Optimierung liegt für die 70-200 mm Objektive leider nicht selten bei 70 mm oder bei den besseren bei 135 mm – bei längster Brennweite und bei offener Blende, lässt es Randschärfe und Details vermissen.
Hinzu kommt: die Reichweite ist bei 200 mm sehr begrenzt, es lässt mit 2x Konverter doch schon ganz gut Federn, es ist sehr teuer – 2000-3000€ und es hat brutale Konkurrenz:
4.0/70-200 mm & 5.6/80-400 mm
Die besten Objektive dieser Brennweite liefert:
Nikon AF-S 2.8/70-200 mm FL VR
Canon EF 2.8/70-200 mm L IS
Tamron SP 2.8/70-200 mm VC G2

In den allermeisten Fällen gibt es eine bessere Wahl:
Das Nikon 4.0/70-200 mm bei fast halbiertem Gewicht, rund 3 cm kürzer und bietet Abbildungsmaßstab 1:4 oder das beinah gleich gute Canon 4.0/70-200 mm L IS oder selbst das Sony FE 4.0/70-200 mm G OSS
Nur eignen die sich weniger für den Einsatz mit Konverter, allenfalls ein 1.4x kann sinnvoll eingesetzt werden.

Besser gleich ein Supertele?
5.0-6.3/150-600 mm OS oder 5.6/200-500 mm VR?
Beide sind mindestens 2 Kilo schwer und 26-29 cm lang – Abbildungsmaßstab 1:4 – 1:5
Problem: Schwer, dick, lang, auffällig, kein superschneller AF, lichtschwach und beginnt erst bei 150-200 mm – bei diesen Daten wird zusätzlich ein 4.0/70-200 mm benötigt!
Deshalb sind diese Zooms von Tamron, Sigma, Nikon als Allein-Lösung selten ideal.

Eine einzige Festbrennweite?
da fällt mir nur ein 2.8/300 mm L IS ein, da das 4.0/500 mm schon wieder sehr lang, langsamer im AF, sehr schwer und teuer ist. Ein 2.8/300 mm verträgt einen 2x Konverter und wird dann zum 5.6/600 mm und an Halbformatkameras bietet es sogar 450 mm und 900 mm Bildausschnitt.
Schon deshalb werden die 500 mm, 600 mm und 800 mm Super-Tele immer mehr zu Exoten. Sie bleiben wichtig für Vogelfotografie, scheue oder gefährliche Wildtiere und Sportarten – nur im Foto-Alltag wird man sie kaum häufiger einsetzen.
Das 2.8/300 mm ist 13 cm dick und gut 25 cm lang, erreicht nur Abbildungsmaßstäbe von 1: 7,7 bei Gewichten ab 2550g.
Es ist daher einem 4.0/300 mm in allen Punkten unterlegen und auch optisch nicht schärfer, kontrastreicher oder Detailverliebter als ein modernes 4.0/300 mm!
Auch wenn viele sich noch nicht intensiv mit DO/PF Linsensystemen auseinander gesetzt haben, bei 300 mm und 400 mm sind ihre Vorteile unübersehbar. Und selbst die erfolgreichsten Fotografen der Welt (Art Wolfe uvm.) nutzen das Canon 4.0/400 mm DO IS II oder das Nikon 4.0/300 mm PF VR intensiv. Beide Teles sind mit einem Fresnel-Linsen-System ausgestattet und schlangen konventionelle Tele-Objektive deutlich.
Nikon 4.0/300 mm ED = 1300g Gewicht – 9 cm Durchmesser – 22 cm lang – 1:4.2
Nikon 4.0/300 mm PF VR = 750g Gewicht – 9 cm Durchmesser – 15 cm lang – 1:4.2
Canon 4.0/300 mm L IS = 1190g Gewicht – 9 cm Durchmesser – 22 cm lang – 1:2.9
Olympus 4.0/300 mm IS PRO = 1270g Gewicht – 9,3 cm Durchmesser – 23 cm lang – 1:4.2
Pentax 4.0/300 mm ED SDM = 1070g Gewicht – 8,3 cm Durchmesser – 18,4 cm lang – 1:4.2
Für mich sind hier Nikon PF und Pentax die klaren Gewinner, beide bieten effektive Bildstabilisierung, nur das Nikon fokussiert deutlich schneller und sicherer.
Das Canon ist eine Rechnung von 1997 – sein Bildstabilisator ist heute nicht mehr effektiv und auch optisch wird es von Nikon und Olympus in den Schatten gestellt.

Wo setze ich den Kompromiss an?
Ein 4.0/300 mm oder 4.0/400 mm in Leichtbauweise – ja für mich auf jeden Fall sehr wichtig. Ein 5.0-6.3/50-500 mm war eine gute Idee von Sigma, aber die Realität war zu schwer und zu mächtig. Alle Konstruktionen wie 28-300 mm, 18-200 mm, 18-270 mm, 18-300 mm oder gar 16-300 mm bleibt die signifikante Schwäche an Auflösung, Schärfe und Brillanz im Telebereich ab 100 mm Brennweite als großer Makel.
Es ist immer wichtig den Telebereich im Zoom-Objektiv vom Weitwinkel- bis Normal-Bereich zu trennen.

Die meisten Fotografen wählen ein 5.6/100-400 mm
Sony kann sogar ein 5.6/70-400 mm liefern kann, es ist trotzdem nicht wirklich spitze. Auch das Nikkor 5.6/80-400 mm überzeugt nicht alle und selbst das jüngste Fujifilm 5.6/100-400 mm kann nicht perfekt glänzen.
Das Canon 4.5-5.6/100-400 mm L IS II ist einfach konkurrenzlos, scharf, schnellster AF, belastbar, abgedichtet, Nahtauglich (1:3.2) und mit 1570g und 20 cm Baulänge gerade noch transportabel. Dagegen sieht auch das Nikon 5.6/200-500 mm richtig schwer, dick und lang aus – es hat einfach nicht dieselben Qualitäten und zwischen 100 mm und 200 mm Anfangsbrennweite sind riesige Unterschiede, wenn ein Motiv zu nah kommt, andererseits lassen sich die fehlenden 100 mm im Telebereich heute leichter verschmerzen.

Wem 1,5 Kilo zusätzlich noch zu schwer sind, dem bleibt nur ein 4.5-5.6/70-300 mm, das meist knapp 800g wiegt – Canon zeigt hier auch wieder Spitzenleistung und schnellstem AF:
Canon EF 4.0-5.6/70-300 mm IS II STM – 710g – 7 cm Durchmesser – 15 cm lang – 1:4.0

Auch für Menschen mit vielen Hobbys gibt es für kleinere Sensoren berechnete 5.6/50-200 mm, 5.6/55-300 mm Versionen um 450g, die wenig kosten.

Wenn Gewicht und Volumen nicht die wichtigste Rolle spielen und es auf Lichtstärke und beste Bildqualität ankommt, der kann nur auf ein 2.8/300 mm, 4.0/400 mm oder 4.0/500 mm sparen. Dann wird man aber oft trotzdem noch ein Zoom mitnehmen wollen, ein 2.8/70-200 mm oder 5.6/100-400 mm.

FAZIT:
Mit nur einer Tele-Brennweite auszukommen ist verflixt schwer.
Ich würde Stand 03/2017 folgenden Objektiven den Vorzug geben:
Nikon AF-S 1.4/105 mm
Ja es ist schweineteuer, aber mit seiner kaum verwechselbaren Bildsprache kann ich jeden von meiner Bildidee überzeugen. Ein noch schweres Sigma ART ist hier keine echte Option.

Wenn ich ein zweites Teleobjektiv mitnehmen kann, was eigentlich immer der Fall ist, dann trenne ich die Wahl in:
Zuhause:
Nikon AF-S 4.0/300 mm PF VR oder Nikon AF-S 4.0/70-200 mm VR oder Canon 4.0-5.6/70-300 mm IS II STM
Auf Reisen:
Canon 4.5-5.6/100-400 mm L IS II

Für mich steht damit fest, das ich auch heute noch für die Tele-Fotografie zumindest eine Nikon- oder Canon Kamera brauche. Weder Olympus, noch Panasonic, Sony, Leica, Fujifilm können mit ihren Objektivsortimenten hier im Telebereich punkten.

Auf Safari bleibt mein 2.8/300 mm mit 2x Extender an der hochauflösenden Kamera mein liebster Begleiter
Ich würde nur heute mit Nikon D500 reisen wollen

 

Veröffentlicht in General, News-Blitzlicht